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Statt aus dem Fenster zu schauen | Umwerfend schöner Roman über Aufbruch, Freiheit und das Glück, sich selbst zu finden

167

23,50 €

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

2239

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

30.03.2026

Verlag

Pola

Seitenzahl

352

Maße (L/B/H)

21,8/14,3/3,5 cm

Gewicht

506 g

Farbe

Olive / Beige

Auflage

5. Auflage 2026

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7596-0055-4

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

2239

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

30.03.2026

Verlag

Pola

Seitenzahl

352

Maße (L/B/H)

21,8/14,3/3,5 cm

Gewicht

506 g

Farbe

Olive / Beige

Auflage

5. Auflage 2026

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7596-0055-4

Herstelleradresse

Pola
Schanzenstraße 6-20
51063 Köln
DE

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  • Leila

    5/5

    23.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Einfach mal Pause

    Es ist ein besonderes Buch, eine sehr ruhige Geschichte, in der auf den ersten Blick vielleicht nicht so viel passiert aber auf den zweiten und dritten so viel dahinter steckt. Ich hatte beim Lesen oft das Gefühl, dass das Buch mich entspannt, mich runterholt und einfach mal auf Pause drückt und gleichzeitig habe ich bei so vielen Gedanken genickt, mich wieder erkannt und vieles Mitgenommen über das ich noch eine Weile nachdenken werde - ohne dass es wahnsinnig neue oder innovative Gedanken sind. Aber die Autorin hat einen unfassbar schönen eindrücklichen und sehr beobachtenden Schreibstil, der sich trotzdem so lockerleicht lesen lässt und mich sofort hat eintauchen lassen in die Auszeit der Protagonistin, die auch zu meiner Auszeit wurde. Es ist bestimmt ein Buch, für das man Zeit braucht, ein Buch das viel beschreibt und keine Lösungen liefert - das ist aber vielleicht auch unmöglich und nicht die Aufgabe der Autorin- und natürlich sind viele Themen nur angerissen, manches ging am Ende doch sehr schnell und die Situation der Protagonistin ist doch eher privilegiert. Trotzdem hat das Buch mich sehr berührt und ich freue mich auf alle Texte, die die Autorin noch schreiben wird.

  • Nancy N.

    aus Halle (Saale)

    5/5

    18.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine Geschichte mit Tiefgang und Authentizität.

    Das Buch hat mich von Anfang an abgeholt und mitgenommen. Es macht Freude den Alltag der Protagonistin Sophie zu begleiten, zwischen Hausrenovierung, Gartenarbeit und Job regt sie einem auch selbst zum nachdenken an. Der Schreibstil ist angenehm in der Ich-Form geschrieben und man kann sich dank der guten Beschreibungen in jede Situation gut reindenken. Es passiert nichts aufregendes und die Geschichte plätschert eher so dahin und doch will man Seite für Seite wissen, wie es weitergeht. Ich habe das Buch innerhalb von wenigen Tagen durchgelesen und vermisse Sophie jetzt schon. Das Buch wirkt nach Tagen immer noch nach, ich werde es bestimmt noch mal lesen. Und vielleicht gibt es irgendwann auch mal eine Fortsetzung der Geschichte, Potenzial ist vorhanden.

  • Eternal-Hope

    aus Österreich

    5/5

    05.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Von Mut, Sinnsuche und Selbstermächtigung

    Manche Bücher mit einer Hauptperson, die Mitte 20 ist, sind auch fast nur für die gleiche Altersgruppe interessant zu lesen. Dieses gehört nicht dazu. Ich bin selbst schon Anfang 40, also klar nicht mehr Teil der Generation, die im Mittelpunkt dieses Buches steht, doch begeistert hat es mich ganz genauso mit seiner nachdenklichen, ruhigen Geschichte, die fundamentale Fragen zur Gestaltung des eigenen Lebens stellt, die nicht nur für diese Altersgruppe relevant sind. Es passiert auf der Oberfläche gar nicht so viel in diesem Buch, doch gelingt es der Autorin dennoch, so zu schreiben, dass man sich keine Sekunde langweilt, emotional tief berührt und in die Geschichte hineingezogen wird und es auch danach nachhallt und zum Nachspüren und Nachdenken über das eigene Leben anregt. Worum geht es? Sophie ist 25 Jahre alt, ist gemeinsam mit ihrem Bruder bei liebevollen, unterstützenden Eltern in Süddeutschland aufgewachsen, studiert und macht gerade ein unbezahltes Praktikum. Also alles gut, oder? Doch wirklich glücklich ist sie nicht, weder das Verfassen theoretischer Hausarbeiten im Studium noch Zahlen von einer Tabelle in die andere zu verschieben im Praktikum fühlen sich danach an, wirklich etwas Relevantes beizutragen oder zu erleben. Und wozu soll das alles führen? Zu einem Job, in dem sie weiterhin theoretische und sich sinnlos anfühlende Arbeiten ausführt und sich immer mehr von ihrem Körper, der Natur und ihrem Inneren entfremdet? So spürt Sophie in sich eine tiefe Sinnlosigkeit, fühlt sich entfremdet von realer Arbeit und von dem Kontakt mit ihrer Umgebung. Spürbar wird, wie die junge Frau dem gefolgt ist, was so vielen ihrer Generation geraten wurde: gut in der Schule sein, ein gutes Abi machen, studieren... und dieser Weg sie immer weiter von ihrem Inneren entfernt hat. An Erspartem hat Sophie gerade ein bisschen über 3000 Euro, und so passiert es, dass sie aus einer Laune heraus im Internet danach sucht, ob es um dieses Geld Häuser zu kaufen geben könnte. Und tatsächlich, sie findet ein Angebot: in der Einöde im ehemaligen Ostdeutschland, 11 Kilometer vom nächsten kleinen Ort und mehrere Zugumstiege von Berlin entfernt, aber gar nicht so weit vom Meer, verkauft ein älterer Herr eine verfallene Bruchbude: anfangs funktionieren weder Wasseranschluss noch Elektrizität, über das Dach kommt Wasser hinein, Handyempfang gibt es kaum, Internet schon gar nicht, und auf der Hälfte des Hauses liegt ein umgestürzter Baum. Eine abbruchreife Bruchbude im Nirgendwo also, fernab jeglicher Zivilisation - doch erschwinglich für Sophie. So kommt es, dass sie kurz entschlossen dieses Haus kauft und sich mit dem Zug und dann mit ihrem Rad, denn Auto hat sie auch keines, dorthin aufmacht. Als der ältere Herr die naiv und unerfahren wirkende junge Frau sieht, ist er erstmals skeptisch, doch er verkauft ihr das Haus, besiegelt mit einer auf einem Einkaufszettel handgeschriebenen Quittung für das in Raten empfangene Geld. Sophie bezieht das Haus und macht sich an die Renovierung, fährt mit dem Rad zum Baumarkt und kauft Farbe zum Ausmalen, Saatgut zum Anlegen eines Gemüsegartens und vieles mehr. Sie schwimmt im kleinen Weiher, arbeitet fleißig im Haus und im Umfeld, eignet sich immer mehr Fähigkeiten an, hat dabei durchaus so einige Rückschläge, aber erwirbt vor allem Selbstbewusstsein und den Glauben an die eigene Selbstwirksamkeit: für fast alles lässt sich am Ende eine Lösung finden und es tut ihr gut, mit den eigenen Händen zu arbeiten und die Ergebnisse der eigenen Arbeit zu sehen, aber auch nahe der Natur zu sein und dabei schrittweise bei sich selbst anzukommen. Als ihr das Geld auszugehen droht, nimmt sie einen Teilzeitjob als Kellnerin in einer Kneipe in einem Ort in der Nähe an. Doch geht natürlich auch so einiges schief, den Eltern traut sich Sophie lange nicht von ihrem neuen Leben zu erzählen, auch vielen Freunden und Freundinnen nicht, und die Frage ist, wie es langfristig weitergehen soll und wie sich ihr neues Aussteigerleben mit einer langfristig tragfähigen Vision einer guten Zukunft vereinbaren lassen kann? Das ganze Buch ist aus der Innenperspektive Sophies geschrieben und so ist naturgemäß auch sie die Figur, die wir sehr gut von innen erleben und kennen lernen. Weitere Figuren aus dem früheren und neuen Leben Sophies kommen aber auch vor, auch diese sind durchaus liebevoll und authentisch gezeichnet. Sehr interessant habe ich gefunden, dass über weite Strecken scheinbar nicht sehr viel passiert: wir erleben einfach detailliert Sophies Erfahrungen mit dem Bezug und der Renovierung des Hauses mit, und doch ist mir bei der Lektüre keine Sekunde fad geworden, so interessant und persönlich ist es alles geschildert. Dabei wird das Landleben auch nicht verklärt und diverse Schwierigkeiten werden auch realistisch beschrieben, am Ende kommt das Buch auch zu einem gut passenden Abschluss. Bei mir hat das Buch emotional und auch gedanklich stark nachgewirkt und viele Fragen dazu angeregt, was es mit uns macht, wenn wir in einer immer mehr intellektualisierten Gesellschaft leben und fast alle Kinder und Jugendlichen stark ermutigt bis gedrängt werden, die höchstmögliche Schulbildung zu absolvieren und wenn möglich zu studieren, während handwerkliche Tätigkeiten leider nach wie vor oft gesellschaftlich abgewertet werden. Dieses Buch zeigt sehr gut auf, zu welcher Entfremdung und damit verbundenen Sinnlosigkeitsgefühlen das bei manchen jungen Menschen führen kann, die vielleicht auf einem anderen Berufsweg, bei dem sie mit den Händen arbeiten können, wesentlich besser aufgehoben gewesen wären. Gleichzeitig mochte ich die Selbstermächtigung sehr, die Sophie für sich durch ihr entschlossenes Handeln Stück für Stück zurück erobert, weil dabei sichtbar wird, wie viel wir Menschen doch in der Hand haben und wie glücklich es machen kann, das eigene Leben selbst zu gestalten und mutig Veränderungen zu wagen. Überhaupt mochte ich die Figur dieser tapferen, entschlossenen jungen Frau Sophie sehr gerne. Hier noch ein paar besonders prägnante Zitate aus dem Buch: "Vielleicht ist das ganze Leben mehr DIY und Learning-by-doing, als ich dachte. Niemand von uns kommt schließlich auf die Welt mit dem Wissen, wie man eine Grundsteuererklärung macht. "Und überhaupt, ich will mich von nichts im Leben abhalten lassen, nur weil es die Steuererklärung komplizierter macht", füge ich etwas leiser hinzu." (S. 111 im E-Book) "Selbst wenn ich mein Geld zurückbekomme, den Vertrag zerreiße und den nächsten Zug zurück nach München buche - jede Sekunde hier habe ich gelebt. Jede Sekunde hier hat mich verändert, hat mein Leben verändert. Was davor war und danach, kann ich nicht einfach miteinander verbinden, ohne dass ein Knoten in der Mitte entsteht." (S. 160 im E-Book) "Aber wie soll man denn Neues schaffen und etwas aufbauen in einer Welt, in der es eigentlich schon zu viel von allem gibt?" "Das Leben ist kurz. Und ich muss gar nichts, außer zu leben." (S. 222 im E-Book) Ja, es ist ein ganz besonderes Buch, das innerlich sicher noch lange in mir verweilen wird und das ich

  • Bewertung

    5/5

    29.06.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Auszeit vom Alltag

    Für mich ist „Statt aus dem Fenster zu schauen“ eine klare Empfehlung. Wer eine ruhige und warmherzige Geschichte sucht, die ohne großes Drama auskommt und sich wie eine kleine Pause vom Alltag anfühlt, sollte unbedingt zu diesem Buch greifen. Genau die richtige Geschichte für zwischendurch. Ich hab’s sehr genossen :-)

  • TineBook87

    aus Markkleeberg

    5/5

    29.06.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    „Und ich muss gar nichts, außer zu leben.“ – letzter Satz

    Ich habe so eine Marotte, entweder gleich zu Beginn oder im ersten Drittel des Buches, blättere ich mich zum Ende & lese den letzten Satz, nur den letzten & ausschließlich diesen. Hier hat er sofort etwas in mir ausgelöst & ich ahnte, dass dieses Buch besonders ist. Anna Katharina Scheidemantel hat mich nicht enttäuscht, ganz im Gegenteil, ich bin jetzt noch wehmütig, dass ich dieses Buch schon beendet habe, dass ich nicht mehr gedanklich in Günderode die Hühner füttere, den Garten pflege, Wände streiche, in den Tümpel springe. Als ich in den letzten Zügen war, habe ich einer Bekannten geschrieben wie ich es genieße & mir jetzt schon eine Fortsetzung wünsche. Wenn Sophie als 70-jährige in ihrer nicht mehr ganz so Ruine sitzt & ihren Enkeln jetzt wirklich von diesem Abenteuer, dieser Entscheidung in ihrem Leben erzählt. Für alle die noch nichts von diesem Roman gehört oder gelesen haben & sich jetzt fragen: Hühner? Ruine? Wtf? Sophie, Mitte zwanzig, im Hamsterrad von Uni, Etwas werden wollen oder müssen, zwischen Excellisten & Leitz-Ordnern gefangen, kauft in einem Moment der Unsicherheit eine Schnäppchen-Ruine irgendwo im Nirgendwo. Oder war es doch ein Moment der Klarheit der sie zu dieser Tat bewegt hat? Ich könnte ewig über dieses Buch schreiben, was es für eine therapeutische Wirkung hat & ja ich finde, dass man es vielen Menschen mit mentalen Sorgen in die Hand drücken sollte: „Lies!“ Darüber wie ich mich selbst wiedererkannt habe, in der Umbauphase einer nicht ganz so Ruine wie Sophie ihrer, aber doch weit entfernt von neu & modernisiert. Über Existenzängste, ob man das Alles schafft, ob es die dümmste Idee war das zu tun, aber eben auch über die Zufriedenheit, Etwas selbst geschafft zu haben, über die Erkenntnis, dass man zu gern gedankliche Worst-case-Szenarien durchspielt, die so nie eintreten, die Erkenntnis das eben nicht jede Kleinigkeit ein Drama ist & sich die Gesellschaft vielleicht mal wieder abgewöhnen sollte, eines daraus zu machen.

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Bewertungen (167)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Rafael Wallner

    Rafael Wallner

    Thalia Linz – Landstraße

    Buchhändler*in

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    5/5

    09.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wirkt wie Medizin.

    Ein sehr bewegter Roman. Eine gepflegte Sinnkrise führt zu einem Impulskauf. Sophie steigt aus ihrem sterbenslagweiligen Job aus und renoviert stattdessen eine Bruchbude in einer ostdeutschen Provinz, kein Empfang, kein Internet, völlige Isolation. Die Erzählstimme ist angenehm entschleunigend. Dabei ist der Roman auch psychologisch durchdacht; die Idee dem Erwartungsdruck des nahen Umfelds und den Zwängen der Gesellschaft zu entfliehen und einfach mal etwas für sich selbst zu tun ist nahbar und ehrlich und irgendwo findet sich hier mit Sicherheit jeder wieder und nimmt bestimmt auch aus der Lektüre etwas für sich heraus. Ein erfrischend ruhiges, unaufgeregtes und trotzdem nicht flaches Buch. Die perfekte Sommerlektüre für alle, die selbst gerade das Gefühl haben, im Hamsterrad die Orientierung zu verlieren. Für viele wahrscheinlich gerade genau das Richtige.
  • Zum Bewerterprofil von Julia Ofner

    Julia Ofner

    Thalia Leoben – LCS

    Buchhändler*in

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    5/5

    06.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Raus aus der Stadt – rein in die Provinz!

    Sophie beschließt, alles hinzuschmeißen, und kauft sich ein Haus in der ostdeutschen Provinz. Das Haus ist jedoch baufällig und sie dort niemanden. In den einsamen Stunden reflektiert sie viel über ihr Leben und stellt sich der Frage, was sie wirklich vom Leben will. Die Geschichte lebt von der Atmosphäre und den inneren Monologen der Protagonistin. Dabei fällt auch ihr unerwarteter Humor auf. Man ist wirklich im Kopf der Protagonistin und richtet das Haus gemeinsam mit ihr her. Fazit: Ein toller Roman über das Leben einer jungen Frau, die einfach mal aus allen Zwängen ausbricht.
  • Zum Bewerterprofil von Karin Neustifter

    Karin Neustifter

    Thalia Wels – max.center

    Buchhändler*in

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    5/5

    01.06.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Inspirierend, mutig und einfach wunderschön

    Das Leben ist kurz - und ich muss gar nichts, außer zu leben! Ein echtes Meisterwerk oder eine ultimative Anleitung zum Glücklichsein? Dieser Roman ist der absolute Wahnsinn, sprüht vor Energie, macht unnormal Mut und liest sich weg wie nichts. Ich könnte ewig so weiterlesen... Sophie Geiger hat genug von ihrem langweiligen ("Dasein") im Münchner Alltag und kauft spontan ein Haus auf dem Land, im Nirgendwo. Scheiß auf die Erwartungen anderer, leb dein eigenes Leben, steht auf dem Ticket in ihr neues Zuhause, denn wahre Freiheit beginnt dort, wo wir aufhören, nach den Regeln der anderen zu leben. Zwischen Ruine und Landidylle startet Sophie in einen Neuanfang voller Abenteuer und versucht dem Glück im einfachen Leben auf dem Land, Stück für Stück näher zu kommen. Die Geschichte strahlt eine wunderbare Wärme aus und geht direkt ans Herz. Es entschleunigt beim Lesen und feiert den Mut zur Veränderung oder einem Neuanfang. Ein absolut fesselndes Highlight, das noch lange nachwirkt und zum Träumen und Nachahmen einlädt.
  • Zum Bewerterprofil von Claudia

    Claudia

    Thalia Wien – Mariahilfer Straße

    Buchhändler*in

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    3/5

    03.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    (mögliche spoiler hier drinnen)

    Das Cover lädt direkt zum Verweilen ein, die Ausgangssituation zum Träumen. In Anna Katharina Scheidemantels Debütroman dreht sich die vermalte Geschichte um Sophie - sie fühlt sich im Alltagssumpf festgefahren, findet auf Kleinanzeigen ein baufälliges Haus inmitten Nirgendwo am anderen Ende Deutschlands, drückt auf Nachricht senden, packt ihre Taschen und geht einfach daraufhin los, ohne zweimal darüber nachzudenken oder sich umzudrehen. Ich könnte mich eins zu eins wieder darin finden und denke auch, es ist ein ziemlicher millennial dream, einfach auszusteigen und sich an einem idyllischen Ort mit Hühnern, eigenem Garten und Co. plus ohne andere Menschen (Social Media, Situationships, sinnbefreiten Jobs usw.) niederzulassen – zumindest oftmals meiner. Die Figur der Sophie fand ich auch sehr sympathisch und relatable, in so manchen – einfach ein Haus zu kaufen ohne große Kenntnisse wie zu renovieren, darauflos streichen und Türen zu verschließen, zu dem, was wir nicht sehen wollen; einfach schauen, was passiert und irgendwie wird sich schon alles richten. Kenn ich, fühl ich. Aber je weiter die Geschichte ging, desto weniger warm wurde ich mit ihr. Ich kann mir gut vorstellen, dass dieses Buch sehr viele begeisterte Lesende abholen wird, für mich wars dann doch eher weniger so, aber das ist ja auch voll ok. Was mich hier etwas rausgeholt hat, war zum einen der ständige Gebrauch des Worts „man“ – persönliche Präferenz vielleicht, aber ich kanns nicht ab, deshalb ist es mir wahrscheinlich auch so oft ins Auge gefallen. Auch fand ich es dann etwas meh, dass Sophie ihre Geschichte mit einer klassischen RomCom verglichen hat, ihre dann aber quasi beinahe vergleichend ablief (klar, Moritz nicht ihr Retter in Nöten und auch keine romantische Liebesgeschichte). Als Sophie und Moritz in Berlin waren haben sie das Thema ihrer Privilegien zwar angeschnitten, Sophie auch nochmals in Gedanken zu Heiko, war mir aber am Ende etwas zu wenig präsent; auch dass Sophie zu Ende hin alles finanzielle unerwähnt lässt, ging mir nicht aus dem Sinn. Mal schauen was passiert immer wieder gerne aber wie Grundstückssteuer und Lebenserhalt finanzieren, ohne Erspartes, größeres Einkommen oder finanzielle Absicherung von außen? In „Statt aus dem Fenster zu schauen“ zwar nicht die Hauptthemen, denn hier geht es denk ich eher darum, einen Sinn im eigenen Dasein zu finden, ohne Druck von außen, aber ich konnte diese ganzen Punkte bei meinem Lesen nicht ganz außen vor lassen. Das ja auch das feine an Literatur und dem Lesen diverser Genres – herauszufinden, was sich selbst dabei wichtig ist und gefällt. Im Ganzen fand ich das Debüt gut geschrieben und auch die Geschichte und die Überlegung eine spannende, für mich persönlich vielleicht etwas zu flach gehalten, aber fein, um etwas abzutauchen und sich selbst ins Malerische zu denken.

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