Sophie steckt fest - im Hamsterrad aus Studium und Leistung, in einem sterbenslangweiligen Praktikum. Dabei sind sich alle einig: aus ihr wird mal was. Nur was, das weiß selbst Sophie nicht. Und so folgt sie einem Impuls und kauft per Klick im Internet für einen Spottbetrag ein altes, verfallenes Haus in der ostdeutschen Provinz. Doch die Renovierungsarbeiten stellen sich als schwieriger heraus als auf YouTube dargestellt. Und was macht man mit den langen Stunden der Stille zwischen den Tagen? Dort, wo nur weite Felder und flirrendes Licht sind, beginnt Sophie endlich, die Erwartungen anderer abzustreifen und sich zu fragen: Was will ich eigentlich? Und warum?
Kundinnen und Kunden meinen
4.6/5.0
Bewertung
5/5
29.05.2026
eBook (ePUB)
Ein ruhiger und tiefsinniger Roman.
Ich habe dieses Buch sehr gern gelesen. Es beleuchtet Gedanken einer Generation, die verwirrt ist. Ich konnte mich sehr gut hineinversetzen und mochte die Schreibweise.
Dieses Buch kann ich sehr empfehlen.
Danke dafür.
Cha
aus Baden-Baden
5/5
05.05.2026
eBook (ePUB)
Genau das Richtige
Das war so toll, das Buch trifft genau sie Sehnsucht so vieler aus meiner Generation: das abgeschiedene Leben auf dem Land. Dadurch konnte ich so gut mit Sophie relaten und hab total mitgefühlt und ihre Entscheidungen hätten auch echt meine sein können. Und ihr Leben fand ich so toll und eindrücklich beschrieben, dass ich das Gefühl hatte, mit ihr gemeinsam alles zu erleben.
Mir hat das Lesen wirklich so viel Spaß gemacht und es hat genau meinen Nerv getroffen, große Empfehlung!
Reader1965
aus Hamburg
5/5
30.03.2026
eBook (ePUB)
Wundervoller Roman
Anna Katharina Scheidemantel hat mit "Statt aus dem Fenster zu schauen" einen wundervollen Roman geschrieben.
Die Studentin Sophie, die alles richtig macht, steckt fest. Spontan kauft sie für 3.000 Euro per Klick im Internet ein verfallenes Haus in der ostdeutschen Provinz und reist dorthin.
Was dann folgt ist eine Geschichte über Mut, Selbstfindung, Aufbruch & Neubeginn; über das Leben, was es ausmacht und was es wirklich braucht, um glücklich zu sein.
Die Autorin schreibt in schönen Worten und mit viel Feingefühl über Sophie, ihre Gedanken & Gefühle. Schreibt darüber, wie Sophie weit weg von "normalerweise" beim Renovieren des Hauses & im Funkloch der Provinz zur Ruhe kommt & über sich selbst herauswächst.
Es ist auch ein Buch, dass zum Nachdenken anregt, über eine Generation, die vordergründig alles hat und dennoch feststeckt. Sophie ist mit ihren Ängsten & Zweifeln authentisch & sympathisch dargestellt und ich konnte mich gut in sie hineinversetzen.
Ein rundum lesenswertes Buch, das ich gern empfehle.
carola1475
5/5
30.03.2026
eBook (ePUB)
Eine junge Frau sucht ihren Weg
Die 25jährige Sophie steigt aus dem Hamsterrad aus. Lässt Studium, Leistungsdruck und langweiliges Praktikum hinter sich und kauft kurzentschlossen im Internet ein baufälliges Haus in der ostdeutschen Provinz. Sophie investiert ihre gesamten Ersparnisse von 3000 Euro und macht sich noch am selben Tag mit Rad und Bahn auf den Weg von München nach Mecklenburg-Vorpommern, Schlüsselübergabe ist schon am nächsten Nachmittag.
Von Anfang an ist Sophie hin- und hergerissen, ist das Haus eine gute Idee oder eine idiotische? Erzählt wird aus Sophies Ich-Perspektive, so dass ich ihre Überlegungen und Gefühle teile und oft schmunzeln muss über ihre Selbstironie.
Anna Katharina Scheidemantel schreibt einfühlsam und humorvoll, berührend tiefgründig und dennoch mit einer herzerfrischenden Leichtigkeit, und ich kann Sophies Zweifel am Haus-Projekt und an dem, was sie eigentlich will, sehr gut nachvollziehen. Die Figurenzeichnung ist gelungen, Sophie und auch Nebencharaktere erscheinen authentisch und lebensnah. Die bildhafte, atmosphärische Beschreibung von Sophies neuem Alltag hat mich teilhaben lassen und ich habe mich mit der jungen Frau an ihren ersten Renovierungserfolgen und beglückenden Momenten in Haus und Garten gefreut, mit ihr gemerkt, wie sie sich im Lauf der arbeitsreichen und einsamen Monate verändert, lernt, sich frei zu machen von den Erwartungen anderer und ich war gespannt, ob sie heraus finden kann, wie ihr Leben weitergehen soll. Sophies Erkenntnisse, was Abhängigkeiten, Verpflichtungen und Erwartungen angehen, haben mich nachdenklich gemacht.
Mir hat Scheidemantels Roman mit dem schönen Bild von Sophies Garten als Cover sehr gut gefallen und ich würde mich freuen, mehr von ihr zu lesen.
Lesemone
5/5
30.03.2026
eBook (ePUB)
Neuer Blickwinkel
Sophie ist beruflich und privat überfordert und flüchtet sich in die ostdeutsche Provinz. Dort hat sie aus einer Laune heraus eine Bauruine gekauft und meint, mit ein bisschen Do-it-yourself wird das schon. Vor Ort muss sie sich den Folgen ihres Kaufs stellen und das Beste aus der Situation machen. Mich hat sehr begeistert, wie sich Sophie entwickelt hat. Es war amüsant mitzuerleben, wie sich eine Städterin auf dem einsamen Land anfängt durchzuschlagen. Man kann mitverfolgen, wie sie sich nach dem ersten Schock aufrappelt, die Dinge in die Hand nimmt und kräftig anpackt. Die Autorin hat einen sehr einfühlsamen und beschreibenden Schreibstil, so dass man sich die Handlung gut vorstellen konnte. Die Geschichte ist ein gutes Beispiel, wie man aus dem Hamsterrad ausbrechen kann. Obwohl es kaum Charaktere in dem Buch gibt, war es nie langweilig weiterzulesen. Man kann sich in der Geschichte mit Sophie treiben lassen, einen tollen Sommer auf dem Land erleben und einem jungen Menschen dabei beobachten, wie er die Weichen für sein zukünftiges Leben neu stellt.
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5/5
09.07.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Wirkt wie Medizin.
Ein sehr bewegter Roman. Eine gepflegte Sinnkrise führt zu einem Impulskauf. Sophie steigt aus ihrem sterbenslagweiligen Job aus und renoviert stattdessen eine Bruchbude in einer ostdeutschen Provinz, kein Empfang, kein Internet, völlige Isolation. Die Erzählstimme ist angenehm entschleunigend. Dabei ist der Roman auch psychologisch durchdacht; die Idee dem Erwartungsdruck des nahen Umfelds und den Zwängen der Gesellschaft zu entfliehen und einfach mal etwas für sich selbst zu tun ist nahbar und ehrlich und irgendwo findet sich hier mit Sicherheit jeder wieder und nimmt bestimmt auch aus der Lektüre etwas für sich heraus. Ein erfrischend ruhiges, unaufgeregtes und trotzdem nicht flaches Buch. Die perfekte Sommerlektüre für alle, die selbst gerade das Gefühl haben, im Hamsterrad die Orientierung zu verlieren. Für viele wahrscheinlich gerade genau das Richtige.
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5/5
06.07.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Raus aus der Stadt – rein in die Provinz!
Sophie beschließt, alles hinzuschmeißen, und kauft sich ein Haus in der ostdeutschen Provinz. Das Haus ist jedoch baufällig und sie dort niemanden. In den einsamen Stunden reflektiert sie viel über ihr Leben und stellt sich der Frage, was sie wirklich vom Leben will.
Die Geschichte lebt von der Atmosphäre und den inneren Monologen der Protagonistin. Dabei fällt auch ihr unerwarteter Humor auf. Man ist wirklich im Kopf der Protagonistin und richtet das Haus gemeinsam mit ihr her.
Fazit: Ein toller Roman über das Leben einer jungen Frau, die einfach mal aus allen Zwängen ausbricht.
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5/5
01.06.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Inspirierend, mutig und einfach wunderschön
Das Leben ist kurz - und ich muss gar nichts, außer zu leben! Ein echtes Meisterwerk oder eine ultimative Anleitung zum Glücklichsein? Dieser Roman ist der absolute Wahnsinn, sprüht vor Energie, macht unnormal Mut und liest sich weg wie nichts. Ich könnte ewig so weiterlesen...
Sophie Geiger hat genug von ihrem langweiligen ("Dasein") im Münchner Alltag und kauft spontan ein Haus auf dem Land, im Nirgendwo. Scheiß auf die Erwartungen anderer, leb dein eigenes Leben, steht auf dem Ticket in ihr neues Zuhause, denn wahre Freiheit beginnt dort, wo wir aufhören, nach den Regeln der anderen zu leben. Zwischen Ruine und Landidylle startet Sophie in einen Neuanfang voller Abenteuer und versucht dem Glück im einfachen Leben auf dem Land, Stück für Stück näher zu kommen. Die Geschichte strahlt eine wunderbare Wärme aus und geht direkt ans Herz. Es entschleunigt beim Lesen und feiert den Mut zur Veränderung oder einem Neuanfang. Ein absolut fesselndes Highlight, das noch lange nachwirkt und zum Träumen und Nachahmen einlädt.
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3/5
03.04.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
(mögliche spoiler hier drinnen)
Das Cover lädt direkt zum Verweilen ein, die Ausgangssituation zum Träumen. In Anna Katharina Scheidemantels Debütroman dreht sich die vermalte Geschichte um Sophie - sie fühlt sich im Alltagssumpf festgefahren, findet auf Kleinanzeigen ein baufälliges Haus inmitten Nirgendwo am anderen Ende Deutschlands, drückt auf Nachricht senden, packt ihre Taschen und geht einfach daraufhin los, ohne zweimal darüber nachzudenken oder sich umzudrehen. Ich könnte mich eins zu eins wieder darin finden und denke auch, es ist ein ziemlicher millennial dream, einfach auszusteigen und sich an einem idyllischen Ort mit Hühnern, eigenem Garten und Co. plus ohne andere Menschen (Social Media, Situationships, sinnbefreiten Jobs usw.) niederzulassen – zumindest oftmals meiner. Die Figur der Sophie fand ich auch sehr sympathisch und relatable, in so manchen – einfach ein Haus zu kaufen ohne große Kenntnisse wie zu renovieren, darauflos streichen und Türen zu verschließen, zu dem, was wir nicht sehen wollen; einfach schauen, was passiert und irgendwie wird sich schon alles richten. Kenn ich, fühl ich. Aber je weiter die Geschichte ging, desto weniger warm wurde ich mit ihr. Ich kann mir gut vorstellen, dass dieses Buch sehr viele begeisterte Lesende abholen wird, für mich wars dann doch eher weniger so, aber das ist ja auch voll ok. Was mich hier etwas rausgeholt hat, war zum einen der ständige Gebrauch des Worts „man“ – persönliche Präferenz vielleicht, aber ich kanns nicht ab, deshalb ist es mir wahrscheinlich auch so oft ins Auge gefallen. Auch fand ich es dann etwas meh, dass Sophie ihre Geschichte mit einer klassischen RomCom verglichen hat, ihre dann aber quasi beinahe vergleichend ablief (klar, Moritz nicht ihr Retter in Nöten und auch keine romantische Liebesgeschichte). Als Sophie und Moritz in Berlin waren haben sie das Thema ihrer Privilegien zwar angeschnitten, Sophie auch nochmals in Gedanken zu Heiko, war mir aber am Ende etwas zu wenig präsent; auch dass Sophie zu Ende hin alles finanzielle unerwähnt lässt, ging mir nicht aus dem Sinn. Mal schauen was passiert immer wieder gerne aber wie Grundstückssteuer und Lebenserhalt finanzieren, ohne Erspartes, größeres Einkommen oder finanzielle Absicherung von außen? In „Statt aus dem Fenster zu schauen“ zwar nicht die Hauptthemen, denn hier geht es denk ich eher darum, einen Sinn im eigenen Dasein zu finden, ohne Druck von außen, aber ich konnte diese ganzen Punkte bei meinem Lesen nicht ganz außen vor lassen. Das ja auch das feine an Literatur und dem Lesen diverser Genres – herauszufinden, was sich selbst dabei wichtig ist und gefällt. Im Ganzen fand ich das Debüt gut geschrieben und auch die Geschichte und die Überlegung eine spannende, für mich persönlich vielleicht etwas zu flach gehalten, aber fein, um etwas abzutauchen und sich selbst ins Malerische zu denken.
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