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Caroline Wahl

1. Die Assistentin

Die Assistentin Von der preisgekrönten Bestsellerautorin: Eine junge Frau zwischen Selbstverlust und dem Mut zum eigenen Weg

Gesprochen von
162

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Beschreibung

Produktdetails

Gesprochen von

Caroline Wahl

Spieldauer

9 Stunden und 12 Minuten

Erscheinungsdatum

28.08.2025

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

Audio

Anzahl

2

Verlag

Argon

Sprache

Deutsch

EAN

9783839821947

Beschreibung

Produktdetails

Gesprochen von

Caroline Wahl

Spieldauer

9 Stunden und 12 Minuten

Erscheinungsdatum

28.08.2025

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

Audio

Anzahl

2

Verlag

Argon

Sprache

Deutsch

EAN

9783839821947

Herstelleradresse

Argon Verlag AVE GmbH
Waldemarstraße 33A
10999 Berlin
DE

Email: produktsicherheit@argon.de

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  • nessabo

    4/5

    17.09.2025

    Hörbuch (Audio)

    Neuer Stil mit viel Meta-Ebene…

    Neuer Stil mit viel Meta-Ebene Zum Hörbuch: Die Autorin erfährt ja unglaublich viel Kritik für ihre Lesung. Stimmen werden von Menschen unterschiedlich empfunden, daher ist hier eine legitime Meinungsäußerung auch völlig okay. Was teilweise an ableistischer, sexistischer Abwertung passiert, ist selbstredend absolut daneben. Ich empfand ihre Stimme bei Standardgeschwindigkeit auch nicht als angenehm, aber ich höre sowieso nie auf dieser Stufe, weil mir das immer absurd verlangsamt vorkommt. Auf 1.5x oder 1.75x fand ich die Autorin ehrlicherweise sehr passend, zumal es einen netten Touch hat durch all die Meta-Einordnungen ihrerseits. Dass sie keine professionelle Sprecherin ist, merkt mensch allerdings schon an einigen Stellen (kleine Stocker, unterschiedliches Tempo, unnatürliche Pausen). Ich bin daher hin- und hergerissen, was die Lesung angeht. Ich fand sie nicht optimal, aber auch keineswegs so schlimm wie andere. Zum Buch selbst: Die Erzählerin (Autorin?) begleitet die Protagonistin und gibt durchweg auf Meta-Ebene Kommentare zur Gestaltung der Handlung ab. Ich persönlich mochte diese stilistische Form gern, auch das sehr häufige und wiederholte Foreshadowing hat mir gut gefallen. Das ist aber generell ein Element, das ich schätze. Die Autorin lässt meiner Meinung nach noch genug Raum für Überraschung und außerdem denke ich, dass es vielmehr um die Botschaften zwischen den Zeilen geht als um die Handlung selbst. Gleichzeitig ist Wahl in ihren Botschaften auch nicht extrem deutlich. Sie hat ihre Protagonistin nicht unbedingt super sympathisch geschrieben und nur mit Spuren von Selbstreflexion, die dann aber auch quasi nie in ein entsprechend angepasstes Verhalten resultieren. Die Autorin seziert ein sich verschlimmerndes Machtverhältnis, die völlige Ausbeutung in der Verlagsbranche und konkurrenzgeprägte Arbeitsumfelder im Allgemeinen. Durch das oben erwähnte Foreshadowing hat sie bei mir angenehmerweise dafür gesorgt, dass ich weniger beklemmt war. Ich verstehe aber auch, dass das von anderen als zu repetitiv und vorwegnehmend empfunden wird. Als Hörbuch fand ich den Roman durchaus unterhaltsam, kann aber entsprechend nicht sagen, ob er mir in geschriebener Form nicht zu langweilig gewesen wäre. Insgesamt gesehen passiert schon recht wenig auf den 280 Seiten, da hätte mir ein geringerer Umfang auch gereicht. Nichtsdestotrotz habe ich Charlotte gern begleitet, auch wenn ich sie nicht lieb gewonnen habe. Doch darum sollte es bei der grundlegenden Kritik auch nicht gehen, die besteht unabhängig von Sympathien. Und gleichzeitig hatte ich nicht den Eindruck, dass Wahl ihre Protagonistin kritiklos betrachtet. Denn diese opfert für ihren eigenen Erfolg auch durchaus Kolleginnen und sehnt sich gleichzeitig nach (weiblicher) Solidarität. Diese Ambivalenz fand ich auf Figurenebene pointiert dargestellt. Caroline Wahl hat sich hier an etwas für sie literarisch Neues gewagt und ich empfinde den Versuch als gut gelungen. Da es eine durchaus gewagte Erzählform ist, wird der Roman sicherlich weiter polarisieren. Sie wird nicht zu meiner Lieblingsautorin werden (schon aus anderen Gründen nicht) und es gibt auch deutlich bessere Romane über Machtmissbrauch, aber mich hat die etwas skurrile Meta-Ebene abgeholt.

  • Bewertung

    4/5

    14.09.2025

    Hörbuch (Audio)

    mal was anderes, ich mags Der…

    mal was anderes, ich mags Der Erzählstil ist sehr eigen und war nicht so 100% mein Fall. Ich habe das Buch als Hörbuch gehört, gelesen von der Autorin selbst, was ich immer sehr besonders finde. Und Caro Wahl hat sich das Buch tatsächlich sehr zu eigen gemacht. Die eher abgehackte Art den Text zu lesen hat das ganze irgendwas zwischen gehetzt, überfordert und genervt wirken lassen. Passt aber irgendwie. Was mich eher gestört hat, das war der unbeständige Erzählstil voller Wiederholungen, Raffer und „dazu später“. Ich versteh schon, dass das gezielt eingesetzte Elemente sind. Kann man machen, ist aber nicht meins. Die Einblicke in die Welt des Verlagswesens, Charlottes Arbeitsumgebung und das Verhalten ihres Chefs fand ich durchaus spannend zu verfolgend. Vor allem der Chef hat mich total getriggert, das Buch erzeugt also durchaus Reibung. Auch das Verhältnis zu den Eltern ist immer wieder Thema und wird auf faszinierende Weise aufgegriffen. Vor allem Charlottes Reaktionen- eine Mischung aus Trotz und überbordenden Ehrgeiz- fand ich super interessant. Das Buch entwickelt eine sehr eigentümliche Sogwirkung. Ich wollte einfach unbedingt wissen, wie es ausgeht, ob Charlotte es schafft, sich aus diesem zerstörerischen System zu befreien. War mal was anderes. Trifft erzählerisch nicht 100% meinen Geschmack, aber ich war trotzdem total hooked von der Story, von Charlotte und der Art, wie Caro Wahl liest.

  • meerblick

    3/5

    01.11.2025

    Hörbuch (Audio)

    Toxische Arbeitsverhältnisse…

    Toxische Arbeitsverhältnisse Charlotte, die Protagonistin in Caroline Wahls neuen Roman ‘Die Assistentin‘, hat es geschafft. Sie ist die Assistentin des Verlegers in einem renommierten Münchner Verlagshaus. Da muss man schon mal die Zähne zusammenbeißen, sich durchkämpfen und darf nicht zimperlich sein. Das geben ihre Eltern Charlotte als gut gemeinten Ratschlag mit auf den Weg in ihr beginnendes Berufsleben. Eigentlich. hätte sie ja viel lieber Musik studiert. Aber als brave Tochter befolgt sie den Wunsch von Mutter und Vater. Nun erfüllt sie also die Wünsche ihres launischen Chefs, die nicht immer klar definiert und allzu oft auch privater Natur sind. Assistentinnen kommen und gehen, aber sie glaubt ein gutes Verhältnis zu diesem unberechenbaren Mann zu haben, redet sie sich jedenfalls immer wieder mantraartig ein. Caroline Wahl hat das Hörbuch selbst eingesprochen und sich damit keinen Gefallen getan. Weder ihre Stimme noch ihr Dialekt als auch dieser monotone Redefluss tragen zu einem wirklichen Hörgenuss bei. Häufige Wiederholungen lassen das Interesse weggleiten. Mich hat insbesondere die wiederkehrende Fäkalsprache sehr gestört. Das gewählte Thema ist aktuell und interessant zugleich. Doch die Umsetzung hat mich diesmal weniger begeistert als ihre beiden Vorgängerromane.

  • Galladan

    3/5

    22.09.2025

    Hörbuch (Audio)

    Ich bin zwiegespalten, ob es…

    Ich bin zwiegespalten, ob es mir gefällt, oder nicht Die Assistentin von Caroline Wahl als Autorin und Sprecherin, erschienen im Argon Verlag als ungekürztes Hörbuch am 28.08.2025. Charlotte bewirbt sich bei einem Verleger in München um eine Assistentinnenstelle, obwohl sie lieber Musikerin werden würde. Sie bekommt dann nicht wie gewünscht die Position der ersten Assistentin, beginnt aber trotzdem. Die Einarbeitung fällt aus, da die alte Assistentin fehlt, sodass sie und ihre Kollegin nur eine schriftliche Anleitung haben. Ihre Kollegin zeigt wenig Interesse an der Arbeit und so muss Charlotte mehr und mehr Aufgaben übernehmen und verhält sich nicht kollegial zu ihrer Kollegin. Dies hat Folgen für sie. Nachdem die Kollegin gekündigt wird, muss Charlotte nun auch deren Teil offiziell übernehmen. Der Verleger schiebt alles, was schief geht auf seine Assistentin und benötigt ihre Arbeitskraft wann immer er gerade was zu erledigen hat. Das betrifft mehr und mehr auch seine privaten Wünsche. Derweilen fühlt sich Charlotte immer weniger wohl. Die Leseprobe fand ich interessant und habe nicht damit gerechnet, dass die Sprechweise, dieses emotionslose Aneinanderreihen von Sätzen, sich so durchs ganze Buch ziehen würde. Irgendwann hat es mir gereicht und ich habe die Lesegeschwindigkeit auf 1,25 erhöht. Da redet die Autorin zwar etwas zügig, aber der depressive und arrogante Tonfall waren weg. Ja, Charlotte ist nicht sympathisch. Sehr ichbezogen, sie empfindet es als Belästigung, dass sie ihr Arbeitgeber zu jeder Tageszeit anruft, macht aber genau das Gleiche bei ihrer Mutter. Im Laufe der Geschichte kippt sie ihre Moralvorstellung einfach über Bord, sie fühlt sich überfordert, möchte nicht vom Verleger berührt werden, spielt das Spielchen aber mit, indem sie sich so kleidet wie ihm das gefällt. Sie ist ehrgeizig in der Hierarchie aufzusteigen, ohne gleichzeitig bereit zu sein, mal mit der Faust auf den Tisch zu schlagen. Sie möchte gefallen. Das Buch lebt davon, das da zwei nicht so prickelnde Persönlichkeiten aufeinandertreffen und davon, dass die Autorin innerhalb der Geschichte quasi eingreift. Sie erzählt uns ihre Gedanken, wie die Liebesgeschichte zwischen Charlotte und dem schönen Bo laufen könnte, um sie dann auch so einzubauen. Man ist also zwischendurch außerhalb der Geschichte und schaut zu, wie es weitergehen wird. Der Schreibstil ist leicht verständlich, wobei die Namensabkürzungen etwas überflüssig wirken. Es ist ein Buch, was sich gut lesen lässt, aber am Ende einfach nur ein Ende hat. Ich würde es wieder lesen, weil es viele Dinge anspricht, die mir bisher so nicht bewusst gewesen sind. Lösungen muss man sich aber selbst suchen.

  • CanYouSeeMe

    3/5

    15.09.2025

    Hörbuch (Audio)

    "Die Assistentin" von…

    "Die Assistentin" von Caroline Wahl ist in der Hörbuchfassung von der Autorin selbst gesprochen. Ich höre Hörbücher meist in einer schnelleren Geschwindigkeit, bei diesem Buch beinahe in doppelter Geschwindigkeit. Mir sind Hörbücher meist zu langsam eingesprochen. Die Stimme der Sprecherin kann ich daher nur bedingt einschätzen, aber auch bei höherer Geschwindigkeit kommen die Eigenheiten von Wahls Stimme klar heraus. Stimmen sind unterschiedlich und indivduell, Sprechweisen unterscheiden sich voneinander. Insbeonsondere, wenn die sprechende Person kein professionelles Sprechtraining absolviert hat. Das wird bei der Vertonung dieses Buches deutlich und daher sollte jede Person vorab über die Hörprobe entscheiden, ob es sich für den individuellen Geschmack gut anhört oder nicht. Ich persönlich habe mich im Verlauf des Buches immer besser an die individuelle Sprechweise der Autorin gerwöhnt und habe keine negativen Auswirkungen aufs Gesamterlebnis empfunden. Die Handlung selbst hat mir gefallen, auch wenn es einige Längen und auch ungewöhnliche Stilmittel im Buch gab. Die Handlung "zoomt" immer Mal heraus und als lesende/hörende Person wird man direkt angesprochen, es wird auf Zeitsprünge, Raffungen oder "dazu später mehr" verwiesen. Teils haben diese Stilmittel gut funktioniert, teils haben sie den Lesefluss eher gestört, als etwas für die Handlung zu tun. Grundsätzlich hat mir die Handlung um Charlotte gefallen, sie ist mir sympathisch gewesen, wenngleich sie insgesamt etwas eindimensional gezeichnet wurde. C. wirkt damit auch häufig passiv, scheint wenig Einfluss auf ihre eigene Situation zu nehmen. Gefühlt habe ich mehr Auseinandersetzung mit Cathy Hummels als mit sich selbst gelesen - möglichweise eine Persiflage auf aktuelle Social-Media-Trends und der Überhöhung des dortigen Inhaltes, aber für mich nicht gelungen. Viel eher las es sich teils misogyn und auf persönlicher Ebene abwertend, das ist schade (aber leider auch oft realistisch). Auch die Beziehung zur Mutter ist nicht durch Herzlichkeit und Vertrauen geprägt, auch hier ist viel Abwertung und negative Bewertung der anderen Person vorherschend. Dieses Muster scheint sich durch viele persönliche Beziehungen von Protagonistin Charlotte zu ziehen. Die Charakterisierung des Verlegers hingegen habe ich als sehr gelungen gefunden, musste auch öfter schmunzeln und viel öfter empört den Kopf schütteln. Hier finde ich die Überspitzung gelungen und auch die fortwährende Übergriffigkeit ggü. C. gut dargestellt. Wenngleich das Hörbuch als ein ein Hörbuch über Resilienz und Überleben beworben wird, habe ich nur wenig beschriebene Reilienz vorgefunden.... Ich komme nicht umhin "Die Assistentin" mit den zwei vorangegangenen Büchern der Autorin zu vergleichen, auch wenn sie inhaltlich nicht vergleichbar sind. Dennoch habe ich in diesem Buch eine weniger starke Charakterdarstellung und einen weniger gelungenen Spannungsaufbau empfunden. Insgesamt ein solides Buch mit netter Storry - aber eher ein Buch für zwischendurch und nichts, was nachhaltig in meinen Gedanken bleibt.

Kundinnen und Kunden meinen

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Bewertungen (162)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Sabine Krainz

    Sabine Krainz

    Thalia Leoben – LCS

    Buchhändler*in

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    5/5

    29.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    tiefgründig aktuelles Thema

    Eigentlich war es immer Charlottes größter Traum, Musikerin zu werden. Doch dieser Traum scheint in weite Ferne gerückt, vielleicht ist es inzwischen sogar zu spät. Stattdessen richtet sie ihren Blick auf einen „vernünftigen“ Beruf, nicht zuletzt den Erwartungen ihrer Eltern zuliebe. Sie findet eine Anstellung in einem Verlag. Keine schlechte Wahl, und München zeigt sich von seiner schönsten Seite, besonders im Sommer. Als Assistentin im Vorzimmer des Verlegers sitzt Charlotte nah am Zentrum der Entscheidungen. Schnell bemerkt sie, dass die Position keine beständige ist, Die Assistentinnen wechseln häufig. Trotzdem gelingt es ihr, ein gutes Verhältnis zu ihrem Chef aufzubauen. Er erkennt ihre Fähigkeiten, schenkt ihr Vertrauen und überträgt ihr Verantwortung. Doch der Preis dafür ist hoch. Charlotte muss vieles hinnehmen, über ihre Grenzen gehen und sich in einem Umfeld behaupten, das wenig Rücksicht kennt. Dabei riskiert sie nicht nur ihre Gesundheit, sondern vielleicht auch ihre Beziehung zu Bo, in den sie sich gerade erst verliebt hat. In einem humorvollen und tiefgründigen Ton erzählt der Roman die Geschichte einer jungen Frau, die sich nicht zum Opfer machen lassen will, und dennoch in eine Situation gerät, die viele kennen: wenn der Beruf zur Belastung, ja zur Hölle wird. Es ist eine eindringliche Erzählung über Widerstandskraft, Selbstbehauptung und das Überleben im Alltag.
  • Zum Bewerterprofil von Leonie Schölmberger

    Leonie Schölmberger

    Thalia Salzburg – Europark

    Buchhändler*in

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    5/5

    28.10.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Assistentin

    Nachdem ich Caroline Wahls bisherige Romane sehr genossen habe, war die Freude groß, als "die Assistentin" erschienen ist. Auch wenn die Autorin sich hier für einen etwas anderen Stil entschieden hat , und dabei die Geschichte etwas anders erzählt als gewohnt, finde ich nach kurzer Umgewöhnung diese Veränderung äußerst angenehm! Das toxische Arbeitsverhältnis wurde perfekt rübergebracht, denn genauso kommt es doch leider oft vor: immer an der Grenze, oft nicht so eindeutig. Das fand ich an vielen anderen Rezensionen ein wenig schade: das Buch wurde als "zu wenig spannend" beschrieben, man fand das Ende "nicht so schlimm" und habe sich mehr erhofft, einen ausschlaggebenderen Vorfall. Aber muss Charlotte wirklich sexuell belästigt werden, damit es übergriffig und für sie belastend ist? Ich persönlich finde genau das realistisch, und fand die kurzen Einwürfe der Autorin zwischendurch ganz nett und empfand diese auch nicht als Spoiler, da die Prämisse ja so oder so eindeutig war. Für mich auf jeden Fall ein positives Leseerlebnis!
  • Zum Bewerterprofil von Elin K.

    Elin K.

    Thalia Ried – Weberzeile

    Buchhändler*in

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    5/5

    31.08.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die unbequeme Anamnese von berechtigter, weiblicher Wut

    Caroline Wahl widmet sich in ihrem neuen Roman dem Thema „junge, ins Berufsleben einsteigende Frau trifft auf bösen, älteren Chef“. Wirkungsvoll legt sie in den Dialogen dar, wie subtil und perfide das Machtgefälle zwischen Charlotte, Assistentin in einem Buchverlag, und dem Verleger sich darstellt. Die weibliche Hauptfigur Charlotte wirkt echt, widersprüchlich und dadurch sympathisch: eine Außenseiterin mit früheren Mental-Health-Issues, dennoch wohl behütet, priviligiert und etwas dem Alter entsprechend narzisstisch im Problem gefangen. Als Autorin bleibt Caroline Wahl etwas auf Distanz, tritt von der Geschichte ab und zu einen Schritt zurück und interagiert mit dem Leser in der Frage, wohin die Geschichte gehen soll. Trotz oder gerade durch diese Konstruiertheit und auch durch das sich In-die-Länge-Ziehen der Thematik im Roman schafft sie es, den Leser das klebrige Gefühl von Ausgenutztsein fühlen zu lassen. Und setzt damit den Finger auf ein Problem in der Gesellschaft, das von vielen leider nicht als Problem angesehen wird, gerade weil es nicht immer einen krassen Ausdruck nimmt. Große Leseempfehlung: hier wird laut ausgesprochen, was hinter verschlossene Türen passiert und vielen jungen und jung gewesenen, arbeitenden Frauen aus der Seele gesprochen!
  • Zum Bewerterprofil von Melina Joelle K.

    Melina Joelle K.

    Thalia Wien – Mitte / W3

    Buchhändler*in

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    4/5

    10.09.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    So schön real

    Caroline Wahl macht in diesem Roman auf so viele verschiedene Problematiken der heutigen Gesellschaft aufmerksam und trifft dabei mit manchen Sätzen genau ins Schwarze. Sie schafft es bestimmte Dinge so zu schreiben wie viele Menschen sie wahrscheinlich denken, aber niemals aussprechen würden. Obwohl die Handlung eher monoton verläuft, oder vielleicht genau deswegen, konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen. Ich konnte mich durch ihren Schreibstil sehr gut in die Protagonistin hineinversetzen und die Handlung aus ihrer Sicht erleben, weil sie eben so schön realistisch und widersprüchlich geschrieben ist.
  • Zum Bewerterprofil von Patricia

    Patricia

    Thalia Graz – Shopping Nord

    Buchhändler*in

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    3/5

    17.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ich habe mir mehr erwartet...

    Stilistisch hat mich Wahls dritter Roman angesprochen – die vielen Wiederholungen, die einfache, schnörkellose Sprache, die Prolepsen und Metakommentare … Auch der Inhalt hätte überzeugen können. Die Prämisse klingt ja auch spannend. Allerdings passiert in diesem Buch nichts beziehungsweise wirklich nicht viel. Das wäre noch in Ordnung, wenn zumindest Charlottes Innenleben oder ihre Beziehung zu anderen Figuren tiefergehend ergründet würde. Jedoch kratzt Wahl auch hier nur an der Oberfläche. Das Ende ist mir persönlich zu abrupt und kitschig. Toller Stil, ansonsten naja... (3/5)

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