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Elin K. Buchhandlung: Thalia Ried – Weberzeile
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Meine letzte Rezension Ghost Stories von Siri Hustvedt
Persönlich, intellektuell, eloquent und liebevoll sind die Erinnerung an ein 43 Jahre währendes und jetzt schmerzhaft vermisstes „uns“. Hustvedt lässt uns teilhaben an ihrer Liebes- und Familiengeschichte, die auch von schweren Schicksalschlägen gesäumt wird. An der Bewältigung der Krebserkrankung, die letzlich zum Tod Auster’s führte und an ihrem eigenen Trauerprozeß. Besonders herzzerreißend sind die im Roman beinhalteten Briefe, die Paul Auster in seinen letzten Lebensmonaten für seinen kleinen Enkel verfaßt hat. Während der vielen gemeinsamen Ehejahre des berühmten norwegisch-amerikanischen Schriftstellerpaares ist viel an Ideen, Büchern, Artikeln und Wissen entstanden, auch davon zeugt dieses Buch. So ist der kreative Prozess der beiden nicht voneinander zu trennen, auch wenn Paul von außen oft als der erfolgreiche Autor und sie seine in seinem Schatten stehende Ehefrau wahrgenommen wurde. Dass dem nicht so war, zeigt eindrucksvoll die im Buch beschriebene gegenseitige, intellektuelle Kreuzbefruchtung des einander in viel Liebe zugewandten Ehepaares.
ab 26,50 €
Produktbild Ghost Stories
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Ghost Stories

Persönlich, intellektuell, eloquent und liebevoll sind die Erinnerung an ein 43 Jahre währendes und jetzt schmerzhaft vermisstes „uns“. Hustvedt lässt uns teilhaben an ihrer Liebes- und Familiengeschichte, die auch von schweren Schicksalschlägen gesäumt wird. An der Bewältigung der Krebserkrankung, die letzlich zum Tod Auster’s führte und an ihrem eigenen Trauerprozeß. Besonders herzzerreißend sind die im Roman beinhalteten Briefe, die Paul Auster in seinen letzten Lebensmonaten für seinen kleinen Enkel verfaßt hat. Während der vielen gemeinsamen Ehejahre des berühmten norwegisch-amerikanischen Schriftstellerpaares ist viel an Ideen, Büchern, Artikeln und Wissen entstanden, auch davon zeugt dieses Buch. So ist der kreative Prozess der beiden nicht voneinander zu trennen, auch wenn Paul von außen oft als der erfolgreiche Autor und sie seine in seinem Schatten stehende Ehefrau wahrgenommen wurde. Dass dem nicht so war, zeigt eindrucksvoll die im Buch beschriebene gegenseitige, intellektuelle Kreuzbefruchtung des einander in viel Liebe zugewandten Ehepaares.

Meine Lieblingswerke

  • Produktbild Der Fährmann
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    5/5

    Der Fährmann

    Wie aus einem Guß kommt der heiß ersehnte neue Roman von Regina Denk daher. Zeit und Ort der Handlung sind das ländliche Grenzgebiet zwischen Österreich und Deutschland vor und im zweiten Weltkrieg. Also ein historisches, ländliches Setting, in dem gesellschaftliche Konventionen das Leben prägen und Lebenswege bestimmen – wen man lieben darf, wie man als Frau und Mann zu sein hat. Dank lebendig dargestellten, authentischen Charakteren und großen Lebensdramen ohne Pathos fühlt sich die Geschichte zeitlos und wie immer dagewesen an. Mit den Themen weibliche Unterdrückung und Selbstermächtigung als konstantes Hintergrundrauschen entwickelt dieser tolle Roman ein Lesesog, dem man sich nicht entziehen kann! Große, mitreißende Literatur mit Klassiker-Feeling!

  • Produktbild Wenn die Kraniche nach Süden ziehen
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    5/5

    Wenn die Kraniche nach Süden ziehen

    Bo, 89 Jahre alt, ein bescheidener, schweigsamer Mann aus dem Norden Schweden’s, lebt alleine mit seinem geliebten Hund. Das Personal vom Pflegedienst kommt einige Male am Tag vorbei und schaut nach ihm, ansonsten hat er nicht sehr viele Kontakte – außer spärlich zu seinem Sohn und seiner Enkeltochter. Er ist ein ungewöhnlicher „Bücherheld“, dessen Innenleben wir Leser*innen durch seine Gedanken und die Notizen seiner Pflegerinnen kennenlernen dürfen. Als bei ihm die Kräfte nachlassen, muss er kämpfen: um Bestimmungsfreiheit in seinem eigenen Leben und um Versöhnung. Eine kraftvolle Erzählung über Würde im Alter und das, was am Ende wirklich wichtig ist: Beziehungen und Liebe. So echt, dass es weh tut! Herzlichst empfohlen!

  • Produktbild Unter Wasser
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    5/5

    Unter Wasser

    Eindringlich und unverfälscht wird über zwei Freundinnen erzählt, die am Meer in Thailand aufwachsen und als junge Frauen den Tsunami 2004 hautnah miterleben. Auf verschiedenen Zeitebenen und Orten - Thailand und New York - erfährt der Leser häppchenweise, was sich zugetragen hat. Ein fesselnder Roman über Trauma, Schuld und den Weg zur Heilung, der über die Liebe zum Meer und deren Bewohner führt. Wie aus einem Guss szenisch erzählt und ebenso großartig übersetzt von Simone Jakob.

  • Produktbild Ghost Stories
    • Elin K.
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    Ghost Stories

    Persönlich, intellektuell, eloquent und liebevoll sind die Erinnerung an ein 43 Jahre währendes und jetzt schmerzhaft vermisstes „uns“. Hustvedt lässt uns teilhaben an ihrer Liebes- und Familiengeschichte, die auch von schweren Schicksalschlägen gesäumt wird. An der Bewältigung der Krebserkrankung, die letzlich zum Tod Auster’s führte und an ihrem eigenen Trauerprozeß. Besonders herzzerreißend sind die im Roman beinhalteten Briefe, die Paul Auster in seinen letzten Lebensmonaten für seinen kleinen Enkel verfaßt hat. Während der vielen gemeinsamen Ehejahre des berühmten norwegisch-amerikanischen Schriftstellerpaares ist viel an Ideen, Büchern, Artikeln und Wissen entstanden, auch davon zeugt dieses Buch. So ist der kreative Prozess der beiden nicht voneinander zu trennen, auch wenn Paul von außen oft als der erfolgreiche Autor und sie seine in seinem Schatten stehende Ehefrau wahrgenommen wurde. Dass dem nicht so war, zeigt eindrucksvoll die im Buch beschriebene gegenseitige, intellektuelle Kreuzbefruchtung des einander in viel Liebe zugewandten Ehepaares.

  • Produktbild Eine Hymne an das Leben
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    5/5

    Eine Hymne an das Leben

    Die Überlebende von sexualisierter Gewalt ungeheuren Ausmaßes durch ihren eigenen Ehemann holt weit aus, als sie uns ihre Geschichte offenlegt: sie beginnt in der Kindheit (auch in der von ihrem Ex-Mann) und beschreibt ausführlich die Anamnese ihrer langjährigen Ehe. Viel Platz nimmt außerdem ein, wie diese Verbrechen und der darauffolgende Prozeß die Beziehung zu ihren Kindern beeinflusst haben. Und wie sie mit dem Wissen über die Übergriffe weiterzuleben versucht. Von der ersten bis zur letzten Seite/Hörminute zieht dieses erschütternde, glaubhafte Zeugnis einen in den Bann. Es zeigt eine bewundenswert starke Frau, die mit der schonungslos ehrlichen Geschichte sich selbst von der Rolle als willenloses Opfer befreit. Sie wirbt für Verständnis und platziert gleichzeitig die Schuld dort, wo sie hingehört. Ein mutmachendes Buch von einer Frau, die ihr Leben lang trotz allem optimistisch geblieben ist und immer noch an die Liebe glauben kann. Fantastisch und authentisch gelesen von Maria Hartmann.

  • Produktbild Was nicht gesagt werden kann
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    5/5

    Was nicht gesagt werden kann

    Was bestimmt unseren Lebensweg? Im Fall von Romanfigur István sind die sexuellen Begegnungen mit Frauen prägend und leitend. Sie führen ihn, anfangs ein Junge von 15 Jahren, vom Plattenbau in Ungarn in die Reichenviertel Englands und wieder zurück. Die Geschichte zieht einen schnell in ihren Bann, man leidet mit und hat teilweise Angst, was ihm noch auf seiner rauen Odyssee durchs heutige, europäische Leben passieren wird. Und bleibt auf seiner Seite, auch wenn seine Taten, sein Nicht-Tun und sein Charakter nicht immer moralisch einwandfrei sind. In sprachlich etwas reduziertem Erzählstil wird das Wichtigste feinfühlig gesagt und hinterlässt den Leser nach dem Zuschlagen der letzten Seite in einem ganz besonderen Gefühlsbubble, wie es nur die großen Klassiker können.

  • Produktbild Der andere Arthur
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    5/5

    Der andere Arthur

    Eine Geschichte über Einsamkeit und Seiten von uns, die wir für andere verstecken – und uns dadurch noch einsamer machen. Wir treffen auf Arthur, der durch die seelischen Verletzungen des Lebens beginnt, exzessiv zu essen und nicht mehr aus dem Haus zu gehen. Und auf die junge, schwangere Yolene, die die Schule abbrechen und putzen gehen muss, da sie von der Familie nicht mehr unterstützt wird. Da ist auch Baseballtalent Kel, der mit einer alkoholkranken Mutter und vaterlos aufwächst, und um zu überleben seine Lebenswirklichkeit in der Schule verschweigt. Es ist eine Erzählung darüber, wie Freundschaften (Familien) Wunden heilen können und wie schwierig es ist, über seinen Schatten zu springen. Liz Moore trifft genau den richtigen Ton: sie ist gefühlvoll, aber nicht im geringsten seicht, traurig und hoffnungsvoll zugleich. Ein wunderbares Buch, wo man die letzten Seiten beim Lesen hinauszögert, weil man nicht will, das es zu Ende geht!

  • Produktbild Erzähl mir alles
    • Elin K.
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    5/5

    Erzähl mir alles

    In „Erzähl mir alles“ führt uns Strout wieder in die Stadt Crosby in Maine, in der die Autorin Lucy Barton, die pensionierte Lehrerin Olive Kitteridge und der Strafverteidiger Bob Burgess leben – allesamt Figuren aus ihren früheren Romanen. Als eine Art Rahmenhandlung erweisen sich die Gespräche, die die drei lebenserfahrenen Freunde miteinander führen. In der Kleinstadt, wo jeder über jeden Bescheid weiß, bleibt ihnen nichts verborgen, und so nimmt der Leser des Romans Anteil an vielen menschlichen Alltagsdramen, die so tagtäglich überall auf der Welt passieren: Liebeskummer, Krankheit, familiäre Probleme, Abhängigkeit, Einsamkeit und Tod. Es ist aber dennoch keine schwere Lektüre, denn Strout malt ein hellhöriges und respektvolles Wortgemälde in vielfältigen, gedeckten Farbnuancen, in dem sie die Leben der Menschen miteinander gekonnt verflechtet. Dank des mitfühlenden Blickes von Lucy Barton und den helfenden Händen von Bob Burgess erweist sich die Kleinstadt als schützendes Nest. Die Erzählung ist wohltuend ruhig, philosophisch und voller Nächstenliebe, von einer Autorin, die in ihrem Handwerk vollendet ist.

  • Produktbild Trag das Feuer weiter
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    5/5

    Trag das Feuer weiter

    Im Mittelpunkt dieses abschließenden Teils einer Trilogie steht die Protagonistin/Schriftstellerin Mia Daoud und ihr Aufwachsen im Marokko der 1980er und 1990er Jahre. Ihre Familie ist wirtschaftlich priviligiert und auch wegen der französischen Vorfahren mütterlicherseits teils ein Fremdkörper in der Gesellschaft. Ein Außenseitertum spürt sie auch in der französischen Schule, in weiterer Folge tauscht sie Rabat gegen Paris ... Stimmen der ganzen Familie werden hier verflochten mit der der Protagonistin, die Familiengeschichte weitergeführt, während hinter allem die marokkanisch-französiche geschichtliche Verflechtung als Kulisse dient. Wie auch in den ersten Teilen wird man als Leser durch die klarsichtige, nicht verklärte, aber liebevolle Lebenserzählung in den Bann gezogen. Sie fühlt sich ungemein echt an - beruht sie auch auf Slimani’s persönlicher Familiengeschichte. Ein großes Thema ist die Suche nach Freiheit: die persönliche und politische Freiheit, die Freiheit als Frau wahrhaftig sein zu dürfen, in einem Land das vieles begrenzt. Selten findet man einen Roman, der einzelne Schicksale und die politische, kulturelle Geschichte – mit allen Schattenseiten - eines Landes so souverän und fesselnd darzustellen vermag.

  • Produktbild People Pleaser
    • Elin K.
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    5/5

    People Pleaser

    Absolut authentisch und mit tollen Dialogen gespickt ist diese großartige Geschichte mit dem Thema Mental-Health-Issues unter Jugendlichen: Nina ist die brave Freundin, Schwester und Tochter, immer hilfsbereit und leistet Übermenschliches im Alltag, um alle glücklich zu machen. Dabei geht sie sehr weit: um die Probleme ihrer Freundin Teo zu lösen, gibt sie sich sogar bei ihrer Psychologin als jene aus! Dass dieses toxische Verhalten auf Dauer nicht gut gehen kann, wird in der Geschichte schnell klar. Aber auch toxische Männlichkeit, wie das Verschweigen von Gefühlen und ernsthaften Problemen bietet den Hintergrund zu diesem tollen Own-Voice-Roman, der gleich einem Kinder-Ei alles beinhaltet: Liebe, Humor und Tiefgründigkeit! Eine absolutes Herzensbuch und große Leseempfehlung!

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