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Produktbild: Die Vegetarierin
Artikelbild von Die Vegetarierin
Han Kang

1. Die Vegetarierin

Artikelbild von Die Vegetarierin
Han Kang

1. Die Vegetarierin (Ungekürzte Lesung)

Die Vegetarierin

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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Verkaufsrang

2159

Gesprochen von

Rike Schmid + weitere

Spieldauer

5 Stunden und 31 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

09.12.2016

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

108

Verlag

Finch&Zebra

Übersetzt von

Ki-Hyang Lee

Sprache

Deutsch

EAN

4251234320655

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

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Verkaufsrang

2159

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Spieldauer

5 Stunden und 31 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

09.12.2016

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

108

Verlag

Finch&Zebra

Übersetzt von

Ki-Hyang Lee

Sprache

Deutsch

EAN

4251234320655

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  • AnnaLovesBooks23

    4/5

    26.08.2026

    Hörbuch-Download (MP3)

    Skurril, verstörend und wunderschön erzählt. Ich konnte es kaum aus der Hand legen.

    Erster Satz: „Bevor meine Frau zur Vegetarierin wurde, hielt ich sie in jeder Hinsicht für völlig unscheinbar.“ Was für ein ungewöhnliches Buch. Die Vegetarierin war mein erstes Buch von Han Kang und ich habe es wirklich sehr gerne gelesen. Schon nach den ersten Seiten war klar, dass sich diese Geschichte ganz anders entwickeln wird, als ich erwartet hatte. Und genau das mochte ich. Die Geschichte wird immer skurriler und entwickelt sich gleichzeitig zu etwas sehr Beklemmendem und Zerstörerischem. Trotzdem wollte ich das Buch nie zur Seite legen. Ich mochte diese besondere Art, wie sich alles Stück für Stück entfaltet. Die Perspektivwechsel haben mir besonders gut gefallen. Zuerst erleben wir Yeong-Hye durch ihren Mann, dann durch ihren Schwager und schließlich durch ihre Schwester. Dadurch verändert sich der Blick auf sie immer wieder und man bekommt mit jeder Perspektive neue Einblicke. Ich fand es spannend, wie sich die einzelnen Geschichten nach und nach miteinander verbinden. Für mich steckt noch mehr hinter der eigentlichen Geschichte. Es geht um Erwartungen, Beziehungen, den eigenen Körper und darum, wie weit man sich von dem entfernen kann, was andere als normal ansehen. Besonders interessant fand ich, wie das Umfeld darauf reagiert. Jeder versucht, Yeong-Hye auf seine eigene Art zu verstehen, einzuordnen oder wieder in etwas zurückzuführen, das für ihn selbst richtig erscheint. Und genau den Gedanken im Buch fand ich stark. Was passiert, wenn ein Mensch sich weigert, an einer Welt teilzunehmen, die er als gewalttätig empfindet? Die Welt lässt ihn einfach nicht in Ruhe. Sehr gerne mochte ich die Vermischung von Realität und etwas Traumhaftem. Dadurch bekommt die Geschichte eine ganz eigene Atmosphäre. Ruhig, bildhaft, schön und gleichzeitig verstörend. Und dann dieser Schreibstil. So nüchtern, kalt und fast distanziert und trotzdem mit einem unglaublichen Sog. Han Kang schafft es, mit einer sehr ruhigen Sprache Bilder entstehen zu lassen, die wunderschön und gleichzeitig verstörend sein können. Diese Mischung hat mich beim Lesen wirklich fasziniert. Die Vegetarierin ist kein angenehmes Buch und sicherlich nicht für jeden etwas. Für mich ist genau das aber eine seiner Stärken. Ich mochte die Geschichte, die Atmosphäre und vor allem Han Kangs Schreibweise unfassbar gerne. Es war mein erstes Buch von ihr und inzwischen stehen schon zwei weitere auf meiner Wunschliste.

  • Bewertung

    aus Solingen

    4/5

    29.11.2017

    Hörbuch-Download (MP3)

    Das Buch "Die Vegetarierin"…

    Das Buch "Die Vegetarierin" von Han Kang ist als Hardcover und Softcoverausgabe erschienen, sowie als Hörbuch bei Finch&Zebra mit einer Dauer von 5 Stunden und 32 Minuten. Die Vorleserin hat eine angenehme Stimme. Man kann der Story gut folgen. Yeong-Hye und ihr Ehemann sind ganz einfache Menschen. Er geht seinem Bürojob pflichtbewusst nach und sie erledigt artig den Haushalt. Das eintönige Leben wird auf den Kopf gestellt, als Yeong-Hye beschließt Vegetarierin zu werden und alle tierischen Lebensmittel aus dem Haus verbannt. Das Buch hat mich total überrascht, denn ich hatte mit etwas völlig anderem gerechnet. Es ist tiefgehend, eigenartig. Das Werk ist eine Art Kunstwerk und es ist aus der Sicht von verschiedenen Protagonisten geschrieben. Die Geschichte hat eine unerwartete, interessante Wendung. Teilweise ist sie sehr philosophisch, auf der anderen Seite kommt man nicht immer mit dem Stil zurecht und fragt sich was der Autor mit dem ein oder anderen bezwecken will. Irgendwie fehlt mir was, zumal am Ende noch einige Fragen offen bleiben. Es wirkt im Ganzen sehr melancholisch und bedrückend bis zum Ende hin. Das Buch handelt im Kern von Unterdrückung, Demütigung, Lieblosigkeit, Egoismus und Intoleranz der Gesellschaft und der Familie. Ein sehr trauriges, seltsames, nachdenkliches Werk, welches sich nur schwierig umschreiben lässt. Es ist absolut eigenständig. Fazit: Ein seltsames, trauriges, nachdenkliches, philosophisches Werk mit interessanter Wendung und teilweise skurrilem Inhalt. Eine Art Kunstwerk in sich, welches sich nur schwer umschreiben lässt. Interessant, schräg!

  • Cora Lein

    aus Berlin

    3/5

    04.03.2026

    Hörbuch-Download (MP3)

    schwierig

    Inhalt: Yeong-Hye verändert ihr Leben, sie möchte keine tierischen Produkte mehr essen (hier hätte der Titel "Die Vegetarierin" besser gepasst) und diese Verhaltensweise verändert ihr Leben und das ihrer Familie und Angehörigen ... Meinung: Ich werde spoilern! Der Einstieg ins Buch ist interessant, hier kommt der Ehemann von Yeong-Hye zu Wort und erzählt von seinem Leben und das seiner Frau, wie sie sich verändert hat und wie dies ihr und sein Leben beeinflusst. Dieser Teil macht Lust auf mehr und ist sehr gut und "belanglos" gelesen, was perfekt zum Typ passt. Im zweiten Teil wird es dann abstrus, denn hier kommt der Schwager zu Wort und was er mit seiner Schwägerin anstellt und anstellen möchte. Sagen wir es so, es ist ein sehr bildlicher Softporno, der nicht immer nachvollziehbar ist - aber jeder hat ja seinen Fetisch. Gelesen wurde dieser Teil etwas zu distanziert, was die Faszination auch etwas reduzierte. Im dritten Teil kommt die Schwester von Yeong-Hye zu Wort und erzählt vom Verlauf und der Vergangenheit der Mädchen. Dieser Teil ist wieder glaubhafter, aber verstörend. Letzten Endes hat der Titel wenig mit dem Inhalt zu tun und auch der Klappentext lässt etwas anderes vermuten, als der Inhalt schließlich hergibt. Dass das Buch den Nobelpreis für Literatur 2024 erhalten hat, kommt wohl daher, dass Yeong-Hye selbst gar nicht zu Wort kommt und die Geschichte, um sie herum erzählt wird, obwohl sie die Person ist, um die es geht. Dies schafft eine Distanz zu einer sehr speziellen Protagonistin. Einzig in sehr gewaltvollen Szenen ihrer Kindheit kommt Yeong-Hye zu Wort und sie beschreibt bestialische Tierquälerei bis ins Detail, mit dem Fazit, dass es sie nicht im Geringsten gestört hat... Es ist definitiv ein Buch, bei dem man sich selbst mehr hinterfragen sollte als die Charaktere. Was deutet man aus dem, was man liest und wie möchte oder würde man selbst damit umgehen? Cover: Das Cover wirkt, obwohl es mit Blumen dekoriert ist, dunkel und herabziehend. Theoretisch passend. Fazit: Ein Buch was ich tatsächlich nicht gelesen hätte, aber zum Hören war es ok (stellenweise ging es dann auch in doppelter Geschwindigkeit). Die Handlung ist stellenweise widersprüchlich und die Charaktere scheinen nicht zu leben, sondern agieren nach gesellschaftlichen Erwartungen. Als Hörbuch fand ich es angenehm und gerade weil mich Anfang und Ende angesprochen habe, vergebe ich noch 3 Sterne. Eine Empfehlung gebe ich nur eingeschränkt. Man muss sich auf den Stil einlassen und zwischen den Zeilen lesen.

  • Esther N.

    Book Circle Community

    3/5

    24.11.2024

    Hörbuch-Download (MP3)

    Ein Buch, das ich nicht ganz verstanden habe

      Ich wollte dieses Buch unbedingt hören, weil es in aller Munde ist und oft positiv rezensiert wurde. Die Autorin hat den Nobelpreis der Literatur gewonnen, was ein zusätzlicher Reiz war. Im diesem Roman mit dem Titel „Die Vegetarierin“ geht es zu Beginn um eine Frau, die plötzlich anfängt, sich vegetarisch zu ernähren und damit ihr gesamtes Umfeld vor den Kopf stösst. Schnell bewegt sich die Handlung dann weg von dieser Thematik und es geht um viel mehr. Die Männer in diesem Buch sind alle gewalttätig gegenüber von Frauen. Das Buch ist in einer wunderbaren Sprache geschrieben und die Sprecher waren fantastisch. Das sind die Hauptgründe, warum mich diese Geschichte zu faszinieren vermochte, obwohl ich diesen Buchinhalt wohl nicht ganz verstanden habe. Das beginnt schon beim Titel. Ich verstehe nicht, warum die Autorin diesen Titel gewählt hat. Nachdem ich die Inhaltsangabe gelesen hatte, dachte ich, dass es um Veganismus gehen würde. Ich rechnete nicht mit diesen schweren Themen. Schlussendlich konnte ich aus dem Buch leider nicht wirklich etwas mitnehmen. Ich verstehe nicht, was die Autorin mir mitteilen will. Die Geschichte wird aus der Sicht von drei Personen vorgelesen. Die Vegetarierin selbst kommt fast nicht zu Wort. Ich konnte somit ihr Verhalten nicht nachvollziehen und habe auch nicht verstanden, was genau zu ihrer Verhaltensänderung führte. Mir ist bewusst, dass die Autorin eine mir unbekannte Kultur beschreibt. Womöglich konnte ich aus diesem Grund nicht alles verstehen. Am Schluss blieb ich ratlos zurück.

  • Niya

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    08.03.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Zwischen den Zeilen lesen

    Der Roman “Die Vegetarierin” von Han Kang entfaltet seine Wirkung weniger durch das offen Gesagte als vielmehr durch das, was zwischen den Zeilen verborgen bleibt. Die Autorin zeichnet eine subtile, zugleich verstörende psychologische Studie über einen Menschen, der in einer Welt lebt, in der Individualität und inneres Erleben keinen Raum finden. Im Zentrum der Erzählung steht eine Frau, deren innerer Schmerz lange unsichtbar bleibt. Sie gehört zu jenen Menschen, die ihr wahres Ich nie zeigen dürfen - weder in der Familie, noch in der Gesellschaft. Stattdessen wird von ihr erwartet, eine Rolle zu erfüllen, eine Maske zu tragen und sich den Normen anzupassen. Gefühle, Zweifel und Verletzungen werden verdrängt, bis sie sich schließlich auf radikale Weise Bahn brechen. Der scheinbar einfache Entschluss der Protagonistin, kein Fleisch mehr zu essen, wirkt zunächst wie eine persönliche Entscheidung. Doch bald wird deutlich, dass dieser Schritt mehr ist als eine Ernährungsumstellung. Er wird zu einem stillen Akt des Widerstands gegen eine Welt, die sie nicht versteht und nicht verstehen will. Ihr Umfeld reagiert mit Unverständnis, Druck und Gewalt - denn Abweichung von der Norm wird nicht toleriert. Je stärker die Gesellschaft versucht, sie wieder “normal” zu machen, desto weiter zieht sich die Protagonistin zurück. Schließlich verweigert sie nicht nur Fleisch, sondern jede Form der Nahrung. In dieser radikaler Selbstverweigerung liegt zugleich ein paradoxes Moment der Kontrolle: Der eigene Körper ist das letzte Territorium, über das sie selbst bestimmen kann. Wenn ihr schon Stimme, Freiheit und Identität genommen werden, bleibt ihr wenigstens die Macht über ihren Körper. Han Kang gelingt es, mit großer literarischer Präzession die zerstörerische Kraft sozialer Erwartungen und familiärer Zwänge sichtbar zu machen. “Die Vegetarierin” ist kein leicht zugänglicher Roman, sondern ein Werk, das Aufmerksamkeit und Sensibilität verlangt. Wer bereit ist zwischen den Zeilen zu lesen, entdeckt darin eine tiefgründige Reflexion über Unterdrückung, Identität und den verzweifelten Versuch eines Menschen, sich selbst zu behaupten.

Kundinnen und Kunden meinen

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Bewertungen (90)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Lilian

    Lilian

    Thalia Graz

    Buchhändler*in

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    5/5

    30.12.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Stiller Protest

    Ein Buch, das einen noch lange nach dem Lesen beschäftigt und definitiv 'Female Rage' auslöst. Bedrückend, skurril, und gleichzeitig hypnotisierend wird das Leben von Yong-Hye beschrieben, ihr vergeblicher Kampf um ein kleines bisschen Selbstbestimmung, der sie letztendlich an ihrem eigenen Menschsein und der Zugehörigkeit zu ihresgleichen zweifeln lässt. Hauptsächlich erzählt aus der Sicht von anderen, wird auch so die Unterdrückung und Fremdbestimmung der Protagonistin durch die Menschen um sie herum deutlich. Für mich ein mehr als lesenswertes Buch, das lange nachhallt.
  • Zum Bewerterprofil von Delitcia C.

    Delitcia C.

    Thalia Wien – Schottengasse

    Buchhändler*in

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    4/5

    17.02.2026

    Buch (Taschenbuch)

    … so … bizarr... und unvergesslich.

    Als ich die letzte Seite zuklappte, war ich genauso ratlos wie am Anfang. Und auch Wochen später bin ich es noch. Es ist ein seltsames Gefühl, denn ich kann nicht sagen, dass mir das Buch nicht gefallen hat oder dass es eine Qual war. Im Gegenteil, es las sich sehr flüssig, aber … so … bizarr. Es gibt eine sehr interessante Mischung aus Themen, die aus drei verschiedenen Erzählperspektiven miteinander verwoben sind: dem Ehemann der Hauptfigur (Yeong-hye), ihrem Schwager und ihrer Schwester. Yeong-hye hat gewalttätige, blutige Träume (die sehr detailliert beschrieben werden), die sie plötzlich dazu bringen, kein Fleisch mehr zu essen. Diese Veränderung wird von ihrem Mann und ihrer Familie missverstanden, was sie zunehmend isoliert. Durch die Augen der Menschen in ihrem Umfeld erkundet Han Kang die Herausforderung der Selbstbestätigung, insbesondere aber, wie die Menschen um sie herum die Identität des geliebten Menschen wahrnehmen. Ich entdeckte darin auch eine sehr ehrliche Darstellung des koreanischen Patriarchats (übrigens sehr schwer zu ertragen), in der Art, wie Yeong-hyes Ehemann sie behandelt, sie beschreibt, mit ihr spricht, Gefälligkeiten von ihr erwartet und sie schließlich verlässt, als sie ihn nicht mehr befriedigt. Der Roman geht nicht näher auf das Thema Vegetarismus selbst ein; vielmehr spiegelt er wider, wie die Menschen Yeong-hye wahrnehmen, weil sie sie nicht verstehen. Ihr Wunsch ist nicht, Vegetarierin zu sein, sondern sich so weit wie möglich zu entmenschlichen, zu einer Pflanze zu werden, bis hin zum Sterben, indem sie die menschliche Existenz ablehnt, die sie zum Essen zwingt. Der Roman wirft auch die Frage nach der Grenze zwischen persönlichem Willen und psychischer Erkrankung auf, wodurch andere für uns verantwortlich gemacht werden. Ihre Schwester lässt sie einweisen und zwingt die Ärzte, sie zu „heilen“, entgegen Yeong-hyes Wünschen. Sie will nicht so leben, hört auf zu sprechen, sich zu bewegen, zu atmen und lässt sich selbst dahinsiechen. Han Hang gelang es, zwei Themen miteinander zu verknüpfen, die ich zuvor noch nie zusammen gelesen hatte: den weiblichen Körper in all seiner Zerbrechlichkeit, Sinnlichkeit, Begehrenswürdigkeit und Sexualisierung durch die Natur. Indem sie ihren Körper mit Blumen bemalt, wird Yeong-hye zum Objekt unwiderstehlicher Begierde (was zu ihrem Tod durch die Hand eines nahen Verwandten führt). Doch ich glaube, nie zuvor war sie so sehr sie selbst wie mit diesen Mustern, die sie für immer bewahren möchte. Was aus ihr geworden ist, hat sowohl ihre Beziehungen zu ihrer engsten Familie als auch alle Beziehungen zwischen ihren Mitgliedern zerstört. Es ist eine Familientragödie. Der Stil ist so bizarr, so absurd, so einzigartig, dass er verstörend wirkt. Letztendlich ist es vielmehr ein Leseerlebnis, etwas, das man selbst erfahren muss, als etwas, das man nacherzählt. Es war eindrucksvoll. Bizarr. Aber unvergesslich.
  • Zum Bewerterprofil von Mona

    Mona

    Thalia Wien – Mariahilfer Straße

    Buchhändler*in

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    4/5

    27.09.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Baum in einer Welt aus Fleisch

    Das Buch „Die Vegetarierin“ von Han Kang war für mich ein äußerst lesenswertes, gesellschaftskritisches Werk. Ein wichtiger Aspekt, über den man sich vor und während der Lektüre bewusst sein sollte, sind die kulturellen Unterschiede im Vergleich zu unserer europäischen Welt und Gesellschaft. In dem Buch werden sehr heikle – und insbesondere in Korea äußerst verpönte – Themen behandelt, wie Veganismus (nicht Vegetarismus), Pornographie, psychische Erkrankungen, Aufenthalte in psychiatrischen Kliniken, aber auch Trigger-Themen wie sexuelle Gewalt und Vergewaltigung. Daher ist es definitiv kein Buch für schwache Nerven. Aufgeteilt in drei Teile, die jeweils die Perspektive einer anderen Figur beleuchten, ist „Die Vegetarierin“ ein literarisch anspruchsvoller geschriebenes Buch, bei dem es manchen LeserInnen möglicherweise schwerfallen könnte, einen durchgängigen Lesefluss zu finden. Die Hauptfigur Yeong-hye fasst den plötzlichen Entschluss, kein Fleisch und keine tierischen Produkte mehr zu konsumieren. Auslöser sind verstörende Träume, in denen sie immer wieder mit Szenen voller Blut, Gewalt und rohem Fleisch konfrontiert wird. Im Verlauf der Handlung wird sie durch diese wiederkehrenden Träume zunehmend entmenschlicht und beginnt, vom Leben als Baum zu fantasieren – und das in einer Welt voller „Fleischfresser“. Ich persönlich finde das Buch sehr empfehlenswert und habe es ausgesprochen genossen. Das etwas abrupt wirkende, offene Ende lässt Raum für Interpretationen und Spekulationen.
  • Zum Bewerterprofil von Leonie Schölmberger

    Leonie Schölmberger

    Thalia Salzburg – Europark

    Buchhändler*in

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    4/5

    22.11.2024

    eBook (ePUB)

    Die Veganerin!

    Die Vegetarierin bleibt einem auf jedem Fall im Gedächtnis. Han Kang versteht sich darin, viele Problemthemen in ihren Werken zu integrieren: das strikt traditionsbewusste Korea, die Unterwerfung der Frau in einer patriarchalen Gesellschaft, sexuelle und häusliche Gewalt - dieses Buch ist schon ein harter Brocken, der nicht leicht zu schlucken ist. Der Stil, die Erzählweise und der allgemeine Inhalt haben mir sehr gefallen und mich von der ersten Seite weg gefesselt. Das einzige Manko für mich persönlich: die sexuelle Darstellung der Charaktere war für mich einfach zu derb und zu "krankhaft", da musste ich dann oft ein bisschen drüberfliegen. Ich finde, ein Roman kann auch ohne derartig grafische Szenen schockierend und aufwühlend sein... Im Großen und Ganzen aber auf jeden Fall lesenswert, nur nichts für schwache Nerven!
  • Zum Bewerterprofil von Katrin

    Katrin

    Thalia Graz – Shopping Nord

    Buchhändler*in

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    4/5

    01.02.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Bleibt definitv im Gedächtnis!

    Die Geschichte ist in drei Abschnitte geteilt. Abschnitt 1 war der lyrischste Teil, vor allem die Traumsequenzen der Protagonistin sind sehr symbolisch beschrieben. Abschnitt 2 hat mir weniger gut gefallen, weil ich die künstlerischen Intensionen des Schwagers nicht ganz verstanden habe. Abschnitt 3 hat einen guten emotionalen Einblick in die Schwester und die Protagonistin geboten. Der Stil des 3. Abschnitts hat mir sehr gut gefallen, vor allem weil sich die Episoden hervorragend ineinander überleiten. Ein sehr persönliches, emotionales und vor allem verstörendes Werk abseits vom Mainstream.

Unsere Meinungen

Bewertungen (9)

  • Produktbild: Die Vegetarierin