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  • Produktbild: Die Vegetarierin
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Artikelbild von Die Vegetarierin
Han Kang

1. Die Vegetarierin

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Han Kang

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Han Kang

1. Der Mongolenfleck

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1. Der Mongolenfleck

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Han Kang

1. Bäume in Flammen

Die Vegetarierin Roman | Nobelpreis für Literatur 2024

89

19,99 €

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Beschreibung

Produktdetails

Gesprochen von

Thomas Loibl + weitere

Spieldauer

4 Stunden und 40 Minuten

Erscheinungsdatum

07.11.2024

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

CD

Anzahl

5

Verlag

Argon

Übersetzt von

Ki-Hyang Lee

Sprache

Deutsch

EAN

9783839821725

Beschreibung

Produktdetails

Gesprochen von

Spieldauer

4 Stunden und 40 Minuten

Erscheinungsdatum

07.11.2024

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

CD

Anzahl

5

Verlag

Argon

Übersetzt von

Ki-Hyang Lee

Sprache

Deutsch

EAN

9783839821725

Herstelleradresse

Argon Verlag AVE GmbH
Waldemarstraße 33A
10999 Berlin
DE

Email: produktsicherheit@argon.de

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  • Edda246

    aus Hamburg

    5/5

    05.12.2024

    Hörbuch (CD)

    Ungewöhnlich umgesetzt, macht…

    Ungewöhnlich umgesetzt, macht betroffen Yong-Hue führt ein langweiliges Leben. Doch dann hat sie einen Traum, dem sie nachgeht. „Es ist mein Herz, das schmerzt“ und „es sind Schreie und Gebrülle, und das kommt vom Fleisch“. Sie wird Vegetarierin. Doch das ist erst der Anfang. Yong-Hues Weg sich der sie umgebenden Unterdrückung durch Verwandlung zu entziehen beschreibt Han Kang. Dieses Hörbuch ist in drei Akte unterteilt. Das Geschehen aus Sicht des Ehemannes, des Schwagers und der Schwester. Alle drei zeigen ihre eigene Einstellung auf die sie umgebende Welt und beleuchten die Protagonistin Yong-Hue auf sehr unterschiedliche Art. Die Geschichte ist erst einmal irritierend, vielleicht auch für das europäische Verständnis, vielleicht auch durch das Groteske der Schilderung. Doch sie verliert nicht den Realitätsbezug und zeigt eine Situation auf, die den familiären Zusammenhalt der angepasst und gewohnten Art auseinanderbrechen lässt durch eine Person, die die bekannte Realität im Laufe der Geschichte verweigern wird, sozial sowie psychisch. Die Sprecher der drei Akte, Rike Schmid, Devid Striesow und Thomas Loibl, können die einzelnen Charaktere einfühlsam ins Leben rufen; es ist ein Vergnügen zuzuhören! Die Sprache Han Kangs ist schön, einfach, verständlich in einem komplex aufgebauten Roman. Ein Roman, der Einblicke in die südkoreanische Kultur gibt und auch übertragbar auf den Westen ist. Der Schamanismus und die Verehrung von Tieren, Bergen und Pflanzen ist in Südkorea nicht unüblich und in der Kultur verwoben. Er hat mir sehr gut gefallen – absurd, überspitzt und durch den Bezug zur Realität eindringlich. Ich war hin und her gerissen zwischen Abstand und Betroffenheit. Der Roman ist spannend und hallt lange nach. „Die Vegetarierin“ erschien erstmals 2007 in Südkorea und wurde 2016 ins Deutsche übersetzt, 2016 geehrt mit dem britischen Man Booker International Prize. Han Kang ist Literaturnobelpreisträgerin 2024 mit der Begründung:“für ihre intensive Prosa, die sich historischen Traumata stellt und die Zerbrechlichkeit des menschlichen Lebens aufzeigt“. Für mich absolut passend zu diesem Roman „die Vegetarierin“.

  • Edda

    aus Hamburg

    5/5

    05.12.2024

    Hörbuch (CD)

    Ungewöhnlich umgesetzt, macht betroffen

    Yong-Hue führt ein langweiliges Leben. Doch dann hat sie einen Traum, dem sie nachgeht. „Es ist mein Herz, das schmerzt“ und „es sind Schreie und Gebrülle, und das kommt vom Fleisch“. Sie wird Vegetarierin. Doch das ist erst der Anfang. Yong-Hues Weg sich der sie umgebenden Unterdrückung durch Verwandlung zu entziehen beschreibt Han Kang. Dieses Hörbuch ist in drei Akte unterteilt. Das Geschehen aus Sicht des Ehemannes, des Schwagers und der Schwester. Alle drei zeigen ihre eigene Einstellung auf die sie umgebende Welt und beleuchten die Protagonistin Yong-Hue auf sehr unterschiedliche Art. Die Geschichte ist erst einmal irritierend, vielleicht auch für das europäische Verständnis, vielleicht auch durch das Groteske der Schilderung. Doch sie verliert nicht den Realitätsbezug und zeigt eine Situation auf, die den familiären Zusammenhalt der angepasst und gewohnten Art auseinanderbrechen lässt durch eine Person, die die bekannte Realität im Laufe der Geschichte verweigern wird, sozial sowie psychisch. Die Sprecher der drei Akte, Rike Schmid, Devid Striesow und Thomas Loibl, können die einzelnen Charaktere einfühlsam ins Leben rufen; es ist ein Vergnügen zuzuhören! Die Sprache Han Kangs ist schön, einfach, verständlich in einem komplex aufgebauten Roman. Ein Roman, der Einblicke in die südkoreanische Kultur gibt und auch übertragbar auf den Westen ist. Der Schamanismus und die Verehrung von Tieren, Bergen und Pflanzen ist in Südkorea nicht unüblich und in der Kultur verwoben. Er hat mir sehr gut gefallen – absurd, überspitzt und durch den Bezug zur Realität eindringlich. Ich war hin und her gerissen zwischen Abstand und Betroffenheit. Der Roman ist spannend und hallt lange nach. „Die Vegetarierin“ erschien erstmals 2007 in Südkorea und wurde 2016 ins Deutsche übersetzt, 2016 geehrt mit dem britischen Man Booker International Prize. Han Kang ist Literaturnobelpreisträgerin 2024 mit der Begründung:“für ihre intensive Prosa, die sich historischen Traumata stellt und die Zerbrechlichkeit des menschlichen Lebens aufzeigt“. Für mich absolut passend zu diesem Roman „die Vegetarierin“.

  • SternchenBlau

    5/5

    27.11.2024

    Hörbuch (CD)

    Intensiv

    Was für ein intensives Buch! Mich haben „Deine kalten Hände“ und „Weiß“ schon sehr beeindruckt, dieses Buch geht mir noch mehr unter die Haut. Aber es ist schon heftig, wie misogyn diese Welt ist, und dann kommen wieder diese unglaublich zärtlichen Momente: »Große Schwester, ich glaube, alle Bäume der Welt sind Geschwister.« Die Intensität liegt nicht einmal so sehr darin, was geschildert ist – obwohl mich auch oft sprachlos zurücklässt, aber das geschieht oft in wenigen, vermeintlich nüchternen Sätzen und genau das ist das schockierende –, sondern aus welcher Sicht wir Yong-Hye Geschichte erleben. „Yong-Hye und ihr Ehemann sind ganz gewöhnliche Leute“ heißt es im Klappentext, und genau das schmerzt so sehr, wie gewöhnlich und alltäglich diese unglaubliche Misogynie ist. Denn – und das ist der geniale wie auch schmerzliche Kunstgriff, den Kang macht – das erste Drittel des Buches schildert sie aus der Sicht vom Ehemann. Diese Ehemann ist so selbstgerecht, spielt sich als der vermeintlich nüchterne, sachliche auf, und doch tropft durch seine Worte Frauenverachtung und Bosheit. Später übernimmt dann Yong-Hyes Schwager die Erzählung, er scheint netter, ist aber doch von übergriffigen Abgründen getrieben. Schließlich übernimmt In-Hye und hinterfragt die Verhältnisse und ihre eigene Rolle. Die Haltung ist immer klar, auch, wenn sie nicht immer auf den ersten Blick sichtbar scheint: Was verlangt diese (und auch unsere) Gesellschaft nur von den Frauen? Kang nimmt uns auf märchenhafte, verschlungene Wege und mythische Bezüge wie zu Apoll und Daphne ziehen sich durch. Richtig unter die Haut geht die Lesung mit Thomas Loibl, Rike Schmid und Devid Striesow. Das bekam für mich richtig hypnotische Momente, aber die ersten beiden Drittel aus Männersicht musste ich immer mal wieder ausstellen, weil sich der Text so in meinen Kopf frass. CN / Content Note: S*xismus, Misogynie, (s*xualisierte) Gewalt, Gewalt in der Pflege, Zw*ngsernährung, M*gersucht, Esstörung, T*d, T*d eines Tieres, Psych*sen, Sch*zophrenie Ein sehr intensives Buch, das mich wirklich beeindruckt hat, gerade als Hörbuch. Allerdings keine leichte Lektüre und gerne auch die Content Note beachten. 5 von 5 Sternen.

  • Galladan

    5/5

    19.11.2024

    Hörbuch (CD)

    Interessante Einblicke ins…

    Interessante Einblicke ins koreanische Familienleben Die Vegetarierin von Han Kang, gelesen von Rike Schmid, Devid Striesow und Thomas Loibl. Erschienen im Finch&Zebra als ungekürzte Hörbuchausgabe am 09 Dezember 2016. Yong-Hye ist laut ihrem Ehemann eine unscheinbare und durchschnittliche Frau, deren große Leidenschaft Bücher sind und die ihm den Haushalt führt, gut kocht und zum Familieneinkommen durch zwei Jobs beiträgt. Der Ehemann ist eher oberflächlich, im Aussehen eher unterdurchschnittlich und versucht mit möglichst wenig Aufwand möglichst viel zu erreichen. Als Yong-Hye eines Morgens vor dem Kühlschrank sitzt und alle tierischen Lebensmittel wegwirft, ist er erbost. Sie wird Vegetarierin. In Korea ist diese Art der Ernährung nicht angesehen. Yong-Hyes einzige Begründung für die Abkehr vom Fleisch ist, dass sie einen Traum hatte. Es gibt drei Abschnitte, die hauptsächlich aus der Sicht vom Ehemann, dem Schwager und der Schwester erzählt werden. Yong-Hyes eigene Geschichte ist in diesem Buch nur in Spuren zu finden. Ich denke aber, dass diese geistige Metamorphose in eine Pflanze ausreichend beschrieben ist. Das Buch zeigt wie die Umgebung auf eine koreanische Frau die unerwartet und außerhalb der engen Normen für Frauen leben möchte reagiert. Vermutlich sehen wir ein genaues Gesellschaftsbild, da sich der Roman erst als er ins Englische übersetzt wurde und den Man Booker Prize gewonnen hat zum Bestseller entwickelte. Ich bin ausgesprochen froh, dass ich das Hörbuch gehört habe. Die Erzähler lassen die Protagonisten lebendig werden und man kann sich sehr gut in die Geschichte hineinversetzen.

  • Galladan

    aus Niederrhein

    5/5

    19.11.2024

    Hörbuch (CD)

    Interessante Einblicke ins koreanische Familienleben

    Die Vegetarierin von Han Kang, gelesen von Rike Schmid, Devid Striesow und Thomas Loibl. Erschienen im Finch&Zebra als ungekürzte Hörbuchausgabe am 09 Dezember 2016. Yong-Hye ist laut ihrem Ehemann eine unscheinbare und durchschnittliche Frau, deren große Leidenschaft Bücher sind und die ihm den Haushalt führt, gut kocht und zum Familieneinkommen durch zwei Jobs beiträgt. Der Ehemann ist eher oberflächlich, im Aussehen eher unterdurchschnittlich und versucht mit möglichst wenig Aufwand möglichst viel zu erreichen. Als Yong-Hye eines Morgens vor dem Kühlschrank sitzt und alle tierischen Lebensmittel wegwirft, ist er erbost. Sie wird Vegetarierin. In Korea ist diese Art der Ernährung nicht angesehen. Yong-Hyes einzige Begründung für die Abkehr vom Fleisch ist, dass sie einen Traum hatte. Es gibt drei Abschnitte, die hauptsächlich aus der Sicht vom Ehemann, dem Schwager und der Schwester erzählt werden. Yong-Hyes eigene Geschichte ist in diesem Buch nur in Spuren zu finden. Ich denke aber, dass diese geistige Metamorphose in eine Pflanze ausreichend beschrieben ist. Das Buch zeigt wie die Umgebung auf eine koreanische Frau die unerwartet und außerhalb der engen Normen für Frauen leben möchte reagiert. Vermutlich sehen wir ein genaues Gesellschaftsbild, da sich der Roman erst als er ins Englische übersetzt wurde und den Man Booker Prize gewonnen hat zum Bestseller entwickelte. Ich bin ausgesprochen froh, dass ich das Hörbuch gehört habe. Die Erzähler lassen die Protagonisten lebendig werden und man kann sich sehr gut in die Geschichte hineinversetzen.

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Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Lilian

    Lilian

    Thalia Graz – Shopping Nord

    Buchhändler*in

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    5/5

    30.12.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Stiller Protest

    Ein Buch, das einen noch lange nach dem Lesen beschäftigt und definitiv 'Female Rage' auslöst. Bedrückend, skurril, und gleichzeitig hypnotisierend wird das Leben von Yong-Hye beschrieben, ihr vergeblicher Kampf um ein kleines bisschen Selbstbestimmung, der sie letztendlich an ihrem eigenen Menschsein und der Zugehörigkeit zu ihresgleichen zweifeln lässt. Hauptsächlich erzählt aus der Sicht von anderen, wird auch so die Unterdrückung und Fremdbestimmung der Protagonistin durch die Menschen um sie herum deutlich. Für mich ein mehr als lesenswertes Buch, das lange nachhallt.
  • Zum Bewerterprofil von Delitcia C.

    Delitcia C.

    Thalia Wien – Schottengasse

    Buchhändler*in

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    4/5

    17.02.2026

    Buch (Taschenbuch)

    … so … bizarr... und unvergesslich.

    Als ich die letzte Seite zuklappte, war ich genauso ratlos wie am Anfang. Und auch Wochen später bin ich es noch. Es ist ein seltsames Gefühl, denn ich kann nicht sagen, dass mir das Buch nicht gefallen hat oder dass es eine Qual war. Im Gegenteil, es las sich sehr flüssig, aber … so … bizarr. Es gibt eine sehr interessante Mischung aus Themen, die aus drei verschiedenen Erzählperspektiven miteinander verwoben sind: dem Ehemann der Hauptfigur (Yeong-hye), ihrem Schwager und ihrer Schwester. Yeong-hye hat gewalttätige, blutige Träume (die sehr detailliert beschrieben werden), die sie plötzlich dazu bringen, kein Fleisch mehr zu essen. Diese Veränderung wird von ihrem Mann und ihrer Familie missverstanden, was sie zunehmend isoliert. Durch die Augen der Menschen in ihrem Umfeld erkundet Han Kang die Herausforderung der Selbstbestätigung, insbesondere aber, wie die Menschen um sie herum die Identität des geliebten Menschen wahrnehmen. Ich entdeckte darin auch eine sehr ehrliche Darstellung des koreanischen Patriarchats (übrigens sehr schwer zu ertragen), in der Art, wie Yeong-hyes Ehemann sie behandelt, sie beschreibt, mit ihr spricht, Gefälligkeiten von ihr erwartet und sie schließlich verlässt, als sie ihn nicht mehr befriedigt. Der Roman geht nicht näher auf das Thema Vegetarismus selbst ein; vielmehr spiegelt er wider, wie die Menschen Yeong-hye wahrnehmen, weil sie sie nicht verstehen. Ihr Wunsch ist nicht, Vegetarierin zu sein, sondern sich so weit wie möglich zu entmenschlichen, zu einer Pflanze zu werden, bis hin zum Sterben, indem sie die menschliche Existenz ablehnt, die sie zum Essen zwingt. Der Roman wirft auch die Frage nach der Grenze zwischen persönlichem Willen und psychischer Erkrankung auf, wodurch andere für uns verantwortlich gemacht werden. Ihre Schwester lässt sie einweisen und zwingt die Ärzte, sie zu „heilen“, entgegen Yeong-hyes Wünschen. Sie will nicht so leben, hört auf zu sprechen, sich zu bewegen, zu atmen und lässt sich selbst dahinsiechen. Han Hang gelang es, zwei Themen miteinander zu verknüpfen, die ich zuvor noch nie zusammen gelesen hatte: den weiblichen Körper in all seiner Zerbrechlichkeit, Sinnlichkeit, Begehrenswürdigkeit und Sexualisierung durch die Natur. Indem sie ihren Körper mit Blumen bemalt, wird Yeong-hye zum Objekt unwiderstehlicher Begierde (was zu ihrem Tod durch die Hand eines nahen Verwandten führt). Doch ich glaube, nie zuvor war sie so sehr sie selbst wie mit diesen Mustern, die sie für immer bewahren möchte. Was aus ihr geworden ist, hat sowohl ihre Beziehungen zu ihrer engsten Familie als auch alle Beziehungen zwischen ihren Mitgliedern zerstört. Es ist eine Familientragödie. Der Stil ist so bizarr, so absurd, so einzigartig, dass er verstörend wirkt. Letztendlich ist es vielmehr ein Leseerlebnis, etwas, das man selbst erfahren muss, als etwas, das man nacherzählt. Es war eindrucksvoll. Bizarr. Aber unvergesslich.
  • Zum Bewerterprofil von Mona

    Mona

    Thalia Wien – Mariahilfer Straße

    Buchhändler*in

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    4/5

    27.09.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Baum in einer Welt aus Fleisch

    Das Buch „Die Vegetarierin“ von Han Kang war für mich ein äußerst lesenswertes, gesellschaftskritisches Werk. Ein wichtiger Aspekt, über den man sich vor und während der Lektüre bewusst sein sollte, sind die kulturellen Unterschiede im Vergleich zu unserer europäischen Welt und Gesellschaft. In dem Buch werden sehr heikle – und insbesondere in Korea äußerst verpönte – Themen behandelt, wie Veganismus (nicht Vegetarismus), Pornographie, psychische Erkrankungen, Aufenthalte in psychiatrischen Kliniken, aber auch Trigger-Themen wie sexuelle Gewalt und Vergewaltigung. Daher ist es definitiv kein Buch für schwache Nerven. Aufgeteilt in drei Teile, die jeweils die Perspektive einer anderen Figur beleuchten, ist „Die Vegetarierin“ ein literarisch anspruchsvoller geschriebenes Buch, bei dem es manchen LeserInnen möglicherweise schwerfallen könnte, einen durchgängigen Lesefluss zu finden. Die Hauptfigur Yeong-hye fasst den plötzlichen Entschluss, kein Fleisch und keine tierischen Produkte mehr zu konsumieren. Auslöser sind verstörende Träume, in denen sie immer wieder mit Szenen voller Blut, Gewalt und rohem Fleisch konfrontiert wird. Im Verlauf der Handlung wird sie durch diese wiederkehrenden Träume zunehmend entmenschlicht und beginnt, vom Leben als Baum zu fantasieren – und das in einer Welt voller „Fleischfresser“. Ich persönlich finde das Buch sehr empfehlenswert und habe es ausgesprochen genossen. Das etwas abrupt wirkende, offene Ende lässt Raum für Interpretationen und Spekulationen.
  • Zum Bewerterprofil von Leonie Schölmberger

    Leonie Schölmberger

    Thalia Salzburg – Europark

    Buchhändler*in

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    4/5

    22.11.2024

    eBook (ePUB)

    Die Veganerin!

    Die Vegetarierin bleibt einem auf jedem Fall im Gedächtnis. Han Kang versteht sich darin, viele Problemthemen in ihren Werken zu integrieren: das strikt traditionsbewusste Korea, die Unterwerfung der Frau in einer patriarchalen Gesellschaft, sexuelle und häusliche Gewalt - dieses Buch ist schon ein harter Brocken, der nicht leicht zu schlucken ist. Der Stil, die Erzählweise und der allgemeine Inhalt haben mir sehr gefallen und mich von der ersten Seite weg gefesselt. Das einzige Manko für mich persönlich: die sexuelle Darstellung der Charaktere war für mich einfach zu derb und zu "krankhaft", da musste ich dann oft ein bisschen drüberfliegen. Ich finde, ein Roman kann auch ohne derartig grafische Szenen schockierend und aufwühlend sein... Im Großen und Ganzen aber auf jeden Fall lesenswert, nur nichts für schwache Nerven!
  • Zum Bewerterprofil von Katrin

    Katrin

    Thalia Graz – Shopping Nord

    Buchhändler*in

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    4/5

    01.02.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Bleibt definitv im Gedächtnis!

    Die Geschichte ist in drei Abschnitte geteilt. Abschnitt 1 war der lyrischste Teil, vor allem die Traumsequenzen der Protagonistin sind sehr symbolisch beschrieben. Abschnitt 2 hat mir weniger gut gefallen, weil ich die künstlerischen Intensionen des Schwagers nicht ganz verstanden habe. Abschnitt 3 hat einen guten emotionalen Einblick in die Schwester und die Protagonistin geboten. Der Stil des 3. Abschnitts hat mir sehr gut gefallen, vor allem weil sich die Episoden hervorragend ineinander überleiten. Ein sehr persönliches, emotionales und vor allem verstörendes Werk abseits vom Mainstream.

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