Produktbild: Pause
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Lena Kupke

1. Pause

Pause

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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Verkaufsrang

446

Gesprochen von

Lena Kupke

Spieldauer

7 Stunden und 43 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

01.05.2026

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

148

Verlag

Argon

Sprache

Deutsch

EAN

9783732486359

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

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Verkaufsrang

446

Gesprochen von

Lena Kupke

Spieldauer

7 Stunden und 43 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

01.05.2026

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

148

Verlag

Argon

Sprache

Deutsch

EAN

9783732486359

Herstelleradresse

Argon Verlag AVE GmbH
Waldemarstraße 33A
10999 Berlin
DE

Email: produktsicherheit@argon.de

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  • Bewertung

    5/5

    16.07.2026

    Hörbuch-Download (MP3)

    Wow, wow, wow – was für ein wundervolles Buch. ❤️

    Ich habe mir das Hörbuch für meine langen Autofahrten heruntergeladen und es war von der ersten bis zur letzten Minute ein Genuss. Ich habe unglaublich viel gelacht, aber auch immer wieder mal eine Träne weggewischt. Viele Situationen haben mich berührt, ich konnte mich wiederfinden und ganz viele unterschiedliche Gefühle während des Hörens spüren. Die Worte waren nicht einfach nur eine Begleitung, um die Zeit beim Autofahren zu überbrücken, sondern sind so tief gegangen, dass ich immer wieder auf „Pause“ gedrückt habe, um das Gehörte nochmals richtig auf mich wirken zu lassen. Eine Geschichte voller Emotionen, Leichtigkeit, Humor und Tiefe. Ein Buch, das berührt, zum Nachdenken anregt und noch lange nach dem Hören nachklingt. Danke für dieses wunderschöne Meisterwerk. ❤️

  • Hoelzchen

    aus Bad Oldesloe

    5/5

    03.06.2026

    Hörbuch-Download (MP3)

    Ehrlich, authentisch und humorvoll

    Mit 36 Jahren zieht Hanna unfreiwillig wieder bei ihren Eltern in Lüneburg ein. Ein Nervenzusammenbruch hat sie ausgeknockt. Ihr Freund in Berlin ist keine große Stütze, er schlägt die Trennung und somit auch ein Auseinanderziehen vor. Er legt ihr eine Pause nahe. Hanna erkennt, dass sie aus dem Hamsterrad raus muss, vielleicht ist eine Pause wirklich das was sie braucht. Die Hausärztin ihrer Eltern rät zu einer Reha, Hanna ist nicht abgeneigt. Was genau der Auslöser für ihr Befinden ist, bleibt erstmal unklar. Dafür ist die Familiensituation umso klarer. Das Miteinanderleben will erstmal wieder gelernt sein. Das Hörbuch wurde von der Autorin selbst eingelesen, eine bessere Sprecherin für diesen Roman hätte man nicht finden können. Sie gibt den Figuren genau den richtigen Ton, die Situationsdynamik bildet sie perfekt ab. Mehr geht einfach nicht. Ich hatte großen Spaß beim Zuhören. Lena Kupke nimmt kein Blatt vor dem Mund und schonungslos spricht sie das aus, was andere maximal denken würden. Was für eine Ehrlichkeit. Die Autorin versteht es Alltagsszenen wunderbar zu beschreiben, wie zum Beispiel das Einkaufen bei DM oder bei Ernstings Family. Unzählige Wahrheiten werden hier auf frische und amüsante Art lesbar gemacht. Immer wieder kam mir der Gedanke „Genauso ist es“ und ich habe manche Träne gelacht. Selbst gehöre ich der Generation Hannas Eltern an und ich will ehrlich sein, in vielen Dingen habe ich mich oder auch meinen Mann wiedererkannt. Lena Kupke ist eine bemerkenswerte Beobachterin. Die Interaktionen sind keinesfalls übertrieben und Hannas Gedanken helfen mir, diese Generation besser zu verstehen und ich nehme auch etwas im Umgang mit meinen Töchtern mit. Aber bei all dem Spaß, hat die Geschichte auch einen ernsten Anspruch. Es gibt im Leben Momente, in denen es eine Pause braucht und es gibt keinen Grund, sich dafür zu schämen. Hilfe holen ist unerlässlich. Hanna zeigt uns, wie es geht und lässt es zu. Leider wird in ihrer Familie viel zu oft geschwiegen, dass kennen wir alle, über Gefühle oder Verletzungen wird nicht gesprochen. Am Ende wird klar, dass hier auch die Ursache für Hannas Zusammenbruch zu finden ist und es gelingt ihr, die Gefühle zu offenbaren und einmal begonnen reißt sie ihre Familie mit und gemeinsam sind sie auf einem guten Weg. Dieses Hörbuch ist bisher mein absolutes Highlight in diesem Jahr und ich bin so froh, mich für die Hörbuchvariante entschieden zu haben. Diese ganzen Emotionen kann nur die Autorinnenstimme übermitteln und sehr gerne spreche ich eine Weiterempfehlung aus.

  • Anne Kaffeekanne

    5/5

    01.06.2026

    Hörbuch-Download (MP3)

    Ein Plädoyer dafür miteinander zu sprechen

    Nach einem Zusammenbruch wird Hanna von ihren Eltern aus der Notaufnahme abgeholt. Das war eigentlich nur als kurzfristige Lösung gedacht, aber Hanna muss sich mit der Zeit eingestehen, dass sie eine Pause von ihrem Leben mit ihrem Freund in Berlin braucht. Und so ist Hanna mit Mitte 30 wieder in ihrem Elternhaus und wieder mit ihrem alten Ich konfrontiert. Man erfährt nur bruchstückhaft, was Hanna wirklich passiert ist. Das fand ich persönlich gut, denn ihr Versuch, mit dem Geschehenen umzugehen, ist in vielen Punkten universell. Da muss man nicht weiter draufhalten und als Lesende*r bewerten, ob ein Zusammenbruch gerechtfertigt ist, küchenpsychologisch bewerten oder Ähnliches. Sehr eindrücklich wird dargestellt, wie belastend das Schweigen für alle Beteiligten ist. Man weicht sich gegenseitig aus, hat Schuldgefühle, ist unsicher und hat Ängste, und immer wieder kochen die unterdrückten Emotionen über. Dabei ist Hannas Familie an sich liebevoll, nur eben nicht geschickt im Umgang mit Traumata. Mir hat gefallen, dass es keinen Zusammenbruch gibt, dem eine langsame Besserung folgt, sondern dass es mal gute und mal schlechte Momente gibt. Es gibt bewegende Gespräche, nervige Streitereien, aber auch viel Alltag, kleine Lichtblicke und Begegnungen mit verständnisvollen Menschen, die viel mehr weiterhelfen als ein Retreat auf Ibiza. Genau so, wie das Leben eben ist. Die Autorin liest das Hörbuch selbst, was mir sehr gut gefallen hat. Sie moduliert viel mit ihrer Stimme. Sprachlich fand ich es nicht so überzeugend. Als Buch würde es mir sicherlich nicht so gut gefallen. Aber als Hörbuch wirkt es sehr authentisch und echt. Insofern ist es eine absolute Hörempfehlung für ein Hörbuch, das davon erzählt, wie wichtig es ist, hinzusehen, miteinander zu sprechen und sich Pausen zu gönnen.

  • MirjS

    aus Essen

    5/5

    29.05.2026

    Hörbuch-Download (MP3)

    Wie das Leben so spielt

    Nachdem Hannas Leben so arg aus den Fugen geraten ist, dass plötzlich nichts mehr geht und sie sich schließlich im Krankenhaus wiederfindet, muss sie, mit ihren 36 Jahren, zurück ins Haus ihrer Eltern ziehen. Von Berlin nach Lüneburg und dann auch noch mitten hinein ins elterliche Familienleben - für Hanna nicht nur eine Niederlage, sondern der reinste Alptraum. Lena Kupke erzählt in ihrem Roman „Pause“ die Geschichte vom langen und schmerzhaften Weg der Selbstfindung. Sie erzählt von Familie, von Verlust, Liebe und der Verarbeitung von Schicksalsschlägen, sowie von Zusammenbruch und Neubeginn. Vielleicht war ich im ersten Moment vom schonungslos offenen Schreibstil und der, teils überaus humorvollen, Ehrlichkeit der Autorin etwas „schockiert“. Allerdings habe ich diese dann auch ebenso schnell lieben gelernt. Rückblickend betrachtet würde ich sagen, macht genau diese das Buch nicht nur aus, sondern trägt auch dazu bei, dass die Passagen nicht langatmig erscheinen. Auch die Charaktere finde ich großartig gezeichnet und dargestellt. Manchmal vielleicht etwas „drüber“, doch genau deshalb fühlen sie sich auch so ECHT an. Ja, im Buch werden allerhand Klischees bedient, allerdings möchte ich mich nicht davon freisprechen, dass ich diese, genauso wie Hannas gelegentlich doch recht „unpassenden“ Gedanken, nicht manchmal auch genau so in meinem Kopf habe. Auch kenne ich das Gefühl der Hauptprotagonistin nur allzu gut, wenn das Leben plötzlich über einem zusammenbricht, man Schicksalsschläge erleidet, ohne Plan dasteht, das Umfeld mit Schweigen reagiert und man als logische Konsequenz Panikattacken entwickelt. Sich nur noch nach einer PAUSE sehnt. Daher ist die Erzählung aus meiner Sicht absolut authentisch, nachvollziehbar und dabei auch noch herrlich ehrlich, teilweise „rotzig“ und ebenso mutig. Mich hat das Buch jedenfalls komplett abgeholt und auch sehr berührt. Ich habe übrigens das Hörbuch gehört und war bei der Auswahl zunächst etwas skeptisch, da es sich um eine Autorenlesung handeln sollte. Völlig unbegründet, denn wie sich schnell herausstellte, lag ich mit meinen Befürchtungen völlig falsch! Ich glaube sogar, dass erst das gesprochene, eigene Wort von Lena Kupke der Geschichte so richtig Leben und Tiefgang eingehaucht hat. Durch ihren lebhaften, akzentuierten Vortrag hat sie nicht nur die jeweils vorherrschenden Stimmungen lebensecht transportiert, sondern auch die Einzigartigkeit der jeweiligen Charaktere. Insbesondere die Darstellung der Mutter - ich kenne diese Art von Menschen und konnte sie 1:1 wiedererkennen - ist grandios! Fazit: Es hat wahnsinnigen Spaß gemacht diesem Hörbuch zu lauschen! Es hat mich sowohl zum Lachen und Erröten, als auch zum Nachdenken und Weinen gebracht. Aufgrund eigener, ähnlicher Erfahrungen hat es mich darüber hinaus auch sehr berührt, ja, vielleicht sogar Trost und Hoffnung gespendet. Für mich auf jeden Fall ein nachhallendes Jahreshighlight, das ich wärmstens empfehlen kann!

  • Island

    aus Nürnberg

    5/5

    17.05.2026

    Hörbuch-Download (MP3)

    Zurück auf Anfang

    Bei diesem Roman sticht das Cover durch seine auffällige Farbgestaltung mit dem Orange direkt ins Auge. Die abgebildete Frau im Pyjama passt zum Titel des Buches. Im Mittelpunkt der Handlung steht Hanna, die nach einer Panikattacke im Krankenhaus landet, von wo niemand aus ihrem Umfeld sie gerade abholen kann oder will, obwohl sie wegen der verabreichten Medikamente nicht alleine sein soll. Schließlich wendet sie sich an ihre Eltern und landet so in ihrem ehemaligen Lüneburger Kinderzimmer anstatt bei ihrem Freund in Berlin. Ihrer Mutter scheint das auch nicht so ganz recht zu sein, da es ihren geordneten Alltag durcheinanderbringt, ihr Vater freut sich schon irgendwie und Hannas erwachsene Schwester ist gewohnt distanziert. Dann zieht sich Hannas Aufenthalt in ihrem Elterhaus unfreiwillig immer weiter in die Länge. Mich hat der Roman überzeugt, so einiges kommt mir von meinen Eltern bekannt vor und regte mich trotz des ernsten Hintergrundes auch mal zum Schmunzeln an. In Hanna als Protagonistin konnte ich mich sehr gut hineinversetzen. Der Schreibstil der Autorin ist gut nachvollziehbar und auch anschaulich. Ich habe das, von der Autorin selbst eingesprochene, Hörbuch gehört und fand das passend und man konnte ihrer Stimme auch angenehm zuhören.

Kundinnen und Kunden meinen

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Bewertungen (224)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Johanna Humer

    Johanna Humer

    Thalia Wels – max.center

    Buchhändler*in

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    5/5

    28.07.2026

    eBook (ePUB 3)

    Hannas Welt steht still!

    Hanna kann nicht mehr, sie hat Panikattacken und muss nach einem Zusammenbruch zurück in ihr Kinderzimmer ziehen. Wieder unter einem Dach mit den Eltern zu leben, mit 36 - ist nicht immer einfach. Auch weil ihre offensichtlichen Probleme und Sorgen in der Familie nicht angesprochen werden. Hannas Zwangspause zwingt sie dazu ihr Leben neu zu überdenken, und in Frage zu stellen. Humorvoll, warmherzig, und traurig - mit dem Hoffnungsschimmer darauf, dass es wieder bergauf gehen kann!
  • Zum Bewerterprofil von Victoria B.

    Victoria B.

    Thalia Wien – Mitte / W3

    Buchhändler*in

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    5/5

    06.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wenn das Leben nach einer "Pause" verlangt...

    Ein Buch, das mich emotional komplett abgeholt und überrascht hat! Lena Kupke schafft es mit "Pause", ihrem Debütroman, humorvoll aber dennoch ernsthaft von einer "Zwangspause" der Protagonistin Hanna zu berichten. Die 36-jährige ist nach einem einschneidendem Ereignis in ihrem Leben wieder in ihr Elternhaus gezogen, in dem eher geschwiegen als diskutiert wird. Sie hinterfragt alles - vom Job bis hin zu ihrem Privatleben. Ich hatte beim Lesen dieses Buches von Lena Kupke immer ein angenehmes Gefühl und konnte mich ziemlich gut mit Hanna identifizieren, besonders ihr Umgang mit schwierigen Lebenslagen. Das Buch fühlt sich an wie eine lange Umarmung - eine große Herzensempfehlung!
  • Zum Bewerterprofil von Ingrid Führer

    Ingrid Führer

    Thalia Gmunden – SEP

    Buchhändler*in

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    5/5

    01.06.2026

    eBook (ePUB 3)

    „Pause“

    Manchmal schreit das Leben „Pause“. So ergeht es auch Hanna, anfangs versucht sie es noch zu verdrängen, bis es nicht mehr geht, Angstzustände und Panikattacken sind die Folge. Hanna hat Glück, sie hat Eltern die sie aufnehmen und auch bald findet auch sie noch eine Liebe, er zeigt Verständnis, will alles Wissen. Auch das ist Hanna nicht gewohnt, den ihre Familie redet nicht. Ein wunderbares Buch, es lässt einen mit einem guten Gefühl zurück, auch wenn das Leben einmal die Stopptaste drückt. Wenn es Menschen gibt, die dich verstehen, dir Hilfe bieten und du sie annimmst, ist alles möglich. Absolute Empfehlung.
  • Zum Bewerterprofil von Magda W.

    Magda W.

    Thalia Oberwart

    Buchhändler*in

    4/5

    13.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ich denke mal, dass ich jetzt eine Pause brauche.

    „Pause“ von Lena Kupke ist ein intensiver Roman darüber, was passiert, wenn einen der Körper nach traumatischen Schicksalsschlägen zur Pause zwingt und man mit Mitte 30 wieder bei seinen Eltern einzieht. Hanna hat in letzter Zeit einiges durch- und mit sich selbst ausgemacht. Nachdem sie mitten in einer beruflichen Besprechung zusammenbricht und ins Krankenhaus eingeliefert wird, zieht sie mit 36 Jahren in ihr altes Kinderzimmer, das mittlerweile das Büro ihres Vaters ist. Wir begleiten sie in ihrem neuen Alltag und beim Versuch, das Geschehene zu verarbeiten. Lena Kupke schreibt direkt, ehrlich und intim. Das Buch wird aus der Ich-Perspektive von Hanna erzählt, was direkten Einblick in ihre Gedanken und Gefühle ermöglicht. Das macht es leicht, mit ihr mitzugehen. Auf der einen Seite ist der Text authentisch und beschönigt nichts, auf der anderen Seite neigt die Autorin zu Übertreibungen und manches war mir zu viel (beispielsweise die Szene in der Bar mit dem alten Schulkollegen). Hannas Beziehung zu allen Figuren kann ich nur als merkwürdig beschreiben. An ihrer Beziehung zu Paul hält sie fest, obwohl er wie ein alter Freund mit ihr spricht und sich nicht wirklich für sie interessiert. Noch dazu hat er so komische Spitznamen für Hanna, dass ich an ihrer Stelle schon längst das Weite gesucht hätte. Dass er sie nicht aus dem Krankenhaus abholen kommt, ist bezeichnend. Hannas Vater ist lieb, er erkennt den Schmerz seiner Tochter, scheint aber nicht wirklich zu wissen, wie er damit umgehen soll. Hannas Mutter, der immer alles zu viel ist, hat manchmal besonders leise, berührende Momente. Ich weiß nicht, ob ich ihre „Ich denke mal, dass du“ - Sätze, mit denen sie ihre eigenen Bedürfnisse auf andere überträgt, lustig oder traurig finden soll. Und schließlich die Schwester, die auf mich sehr unnahbar und kalt gewirkt hat. In dieser Familie wird nicht miteinander gesprochen, zumindest nicht über die Dinge, die einen wirklich belasten. Das Buch zeigt sehr schön, was es für Auswirkungen hat, wenn jeder zwar dein Trauma mitbekommt, aber der Meinung ist, dich besser in Ruhe zu lassen und nicht stören zu wollen. Dass Hanna dieses Verhalten im Buch selbst gegenüber ihrem Vater zeigt, wird leider nicht reflektiert. Hanna selbst hat gemischte Gefühle in mir ausgelöst. Am Anfang konnte ich mich sehr gut mit ihr identifizieren, das Gefühl, nicht mehr zu können und eine Pause zu brauchen, konnte ich gut nachempfinden. Ich musste oft schlucken bei ihren Beschreibungen darüber, wie es ihr gerade geht. Auch manche lustige Situationen, die entstehen, wenn man wieder so viel Kontakt zu den Eltern hat, waren mir bekannt (für jeden Bereich eigene Schuhe, Türen knallen, fester Sitzplatz beim Essen). Doch je weiter die Geschichte voranschreitet, desto weniger habe ich eine Entwicklung bei Hanna feststellen können. Mehr noch: Sie ist selbst sehr Ich-bezogen und scheint sich nicht wirklich für andere zu interessieren. Ihr ist nur wichtig, dass sich andere genug für sie interessieren. Als Beispiel: Als sie erfährt, dass sich ihre Schwester wöchentlich mit ihrem Onkel getroffen hat, macht sie ihrer Schwester gleich den Vorwurf, dass diese viel zu selten zu ihr gekommen sei. Auch in Gedanken stellt sie sich selbst stets an erste Stelle. Ich war hin und her gerissen. Auch wenn sie viel Schlimmes erlebt hat, konnte ich manchmal nur den Kopf über sie schütteln. Insgesamt war das Buch aufwühlend, echt, manchmal sogar humorvoll und es lädt definitiv ein, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen. Ich mochte besonders auch die vielen musikalischen Anspielungen und dass die Autorin nie explizit erwähnt, was Hanna passiert ist, man es als Leserin oder Leser aber trotzdem weiß. Hanna kommt immer wieder an ihre Grenzen – und ich beim Lesen ebenfalls. Es ist kein einfaches Buch, aber definitiv lesenswert.

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