Produktbild: Der Fährmann

Der Fährmann Roman | Freundschaft und Neid, Liebe und Schuld - und eine Gemeinschaft, die der Nationalismus entzweit

78

19,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

12813

Erscheinungsdatum

02.03.2026

Verlag

Droemer eBook

Seitenzahl

384 (Printausgabe)

Dateigröße

3030 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783426566299

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ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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02.03.2026

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Droemer eBook

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1. Auflage

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Deutsch

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9783426566299

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  • Bellis-Perennis

    aus Wien

    5/5

    01.05.2026

    eBook (ePUB 3)

    Eine klare Leseempfehlung!

    Schauplatz sind die beiden Dörfer Hohenwart und Siegering, Anfang des 20. Jahrhunderts, die durch den Grenzfluss Salzach in Österreich-Ungarn und Deutschland getrennt sind. Man kennt sich und heiratet über die Grenze hinüber. Der einzige, der davon ausgenommen ist der Fährmann. Er darf wegen des gefährlichen Berufs, den aber jeder braucht, keine Familie gründen. In Zeiten ohne Sozialversicherung würden seine Hinterbliebenen der jeweilige Dorfgemeinschaft zur Last fallen. Diese Ehelosigkeit führt oft dazu, dass der Fährmann ein Gspusi mit der einen oder anderen verheirateten Frau eingeht, was auch nicht ganz ungefährlich ist. Soweit der historische Hintergrund vor dem dieser Roman spielt. Es ist auch die Zeit, in denen Frauen nichts, aber auch gar nichts zu sagen hatten, sondern möglichst viel Mitgift und Arbeitskraft in die Ehe mitbringen soll und für zahlreiche Söhne (Töchter sind nur eine Last) zu sorgen hat. Der aktuelle Fährmann ist Hannes Winkler, ein Bauernsohn, der wegen seines älteren Bruders keine Chance hat, den elterlichen Hof zu übernehmen. Er liebt heimlich seine Jugendfreundin Elisabeth, die allerdings Josef Hofer, den Erben des größten Hofes diesseits der Salzach heiraten soll - so haben es die beiden Väter seit langem ausgemacht. Diese Entscheidung trifft nicht nur Hannes und Elisabeth, die seine Gefühle erwidert, hart, sondern auch die Wirtstochter Annemarie, Elisabeths beste Freundin, die sich Chancen auf eine Heirat mit Josef ausgerechnet hat. Doch Josef ist ein gewalttätiger Mann, der nur sein Vergnügen im Sinn hat und sich seinem ebenfalls brutalen Vater unterordnet. Als Österreich-Ungarn an der Seite Deutschlands Serbien 1914 den Krieg erklärt, ist Josef wie Tausende andere junge Männer Feuer und Flamme für den Krieg. Man(n) verspricht, bis Weihnachten siegreich wieder zu Hause sein - das Ergebnis ist bekannt. Erst im Großen Krieg kann Josef endlich aus dem Schatten seines dominanten Vaters heraustreten. Als er dann, an Körper und Seele schwerst versehrt sowie morphiumsüchtig, auf den Hof, den Elisabeth, seine Mutter und Schwester in seiner Abwesenheit so gut wie möglich bewirtschaftet haben, zurückkehrt, bereitet er seiner Familie und da vor allem Elisabeth, die Hölle auf Erden. Das von den Frauen erwirtschaftete Geld gibt er ohne nachzudenken für Morphium aus. Er macht den Frauen Vorwürfe den Hof abgewirtschaftet zu haben. Als der erstgeborene Sohn Vinzenz verschwindet, eskaliert die unhaltbare Situation. Meine Meinung: Regina Denk hat mit diesem historischen Roman ein Dokument der patriarchalischen und oft archaischen Lebensart entworfen, in der die Männer über Leben und Tod ihrer Familien geherrscht haben. Die Frauen haben keinen Wert, sind oft nur ein personifiziertes Objekt, an dem man(n) sich, je nach Laune abreagieren konnte. Das muss Annemarie am eigenen Leib über sich ergehen, wie ehedem auch ihre Mutter, die Wirtin. Für die ist es selbstverständlich zur Ankurbelung des Schnapskonsums (und damit zum höheren Einkommen), ihre Tochter zu prostituieren. Sprachlich ist der Roman ein Hochgenuss, auch wenn es für die eine oder andere Leserin schwer ist, über solche Zustände zu lesen. Gerne hätte ich mehr über die alte Fanny gelesen, die als Kräuterfrau in einer Kate lebt. Natürlich abseits der Gemeinschaft und scheel angesehen. Ich bin sicher, hinter mehr oder weniger vorgehaltener Hand wird sie Hexe genannt. Dass Fanny letztendlich Annemarie als Lehrling aufnimmt und sie aus der übergriffigen Wirtsstube entkommt, ist für Annemarie eine gute Lösung. Fazit: Gerne gebe ich diesem historischen Roman, der durch Regina Denks fesselnden Schreibstils in seiner düsteren und intensiven Art besticht, 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

  • Ele

    aus xxx

    5/5

    21.04.2026

    eBook (ePUB 3)

    Düster und beklemmend

    Der Fährmann, Historischer Roman, Regina Denk Ebook, Droemer-Verlag Schicksal, Freundschaft, Leidenschaft und Liebe. Dazu die Naturgewalt des Flusses, es hat mich förmlich mitgerissen. Elisabeth genannt Lisi, Annemarie und Hannes sind von Kindesbeinen an befreundet, die drei waren unzertrennlich, bis die Liebe, Eifersucht und Gehorsam bzw. Pflicht der Familie gegenüber, alles zerstört. Die Großbauersttochter Lisi und Hannes lieben sich, schon als er im Kindesalter beinahe gestorben wäre, hat sie sich um ihn gesorgt. Aus Pflichtgefühl und weil es die Eltern so bestimmten, soll sie Josef heiraten, damit Geld zu Geld kommt. Josef, ein reicher Bauernsohn, der vom Vater ohne Liebe und mit starker Hand erzogen wurde jedoch, gefällt die forsche Annemarie, die schneidige und wilde Wirtstochter, die schwer schuften muss und von den Eltern angehalten wird, sich bei den männlichen Gästen anzuschmeicheln. Annemarie jedoch ist heimlich auch in den blondgelockten, fröhlichen Hannes verliebt Hannes letztendlich ist der Fährmann, der die Fähre auf der Salzach zwischen Bayern und Österreich betreibt. Der Fährmann allerdings muss ledig bleiben so will es das Gesetz, denn dieser Beruf ist so gefährlich und die Gemeinden wollen für die möglichen hinterbliebenen Angehörigen nicht aufkommen müssen. Dazwischen die Salzach, bedrohlich und reißend die, was sie einmal in ihren Fluten mitgenommen hat, sich nicht mehr entreißen lässt. Ich habe „Der Fährmann“ geliebt, ich habe das Buch von der ersten Zeile bis zum Schlusspunkt in einem Rutsch durchgelesen, die halbe Nacht hindurch, weil ich es einfach nicht mehr aus der Hand legen konnte. Die Schicksale der Personen haben mich so sehr berührt, ich habe mit ihnen gelitten und geliebt und geweint. Das Buch hat mich ordentlich mitgenommen und aufgewühlt, dies ist mir auch bei der Schwarzgeherin von selbiger Autorin passiert, hier noch etwas mehr. Unglaublich mit welcher Kraft, mit welcher Gewalt, Denk zu schreiben vermag. So bildgewaltig und stark in der Sprache, ist mir nur selten untergekommen. Ich wünschte mir, dass diese beiden Bücher verfilmt würden. Alle Figuren, die guten wie auch die Bösen sind so echt, so unglaublich gut gezeichnet, so authentisch, dass es mich z.B. bei der Beschreibung von Josef, nach seinen Kriegsverletzungen, einfach nur überzeugt hat, ich habe direkt mitgelitten. Ich habe die Angst von Lisi gespürt, die Zweifel und den Kummer vom Hannes, dies alles hat die Autorin mit einer Wortgewalt beschrieben, es hat mich zutiefst beeindruckt. Auch die Beschreibungen des Settings war überzeugend, die Hütte des Fährmanns, Kleidung und nicht zuletzt die Naturbeschreibungen haben die Bilder im Kopf befeuert. Die Kapitel „Anderswo“ die dazwischen platziert sind, sind m. E. aus der Sicht des Flusses, eine Naturgewalt aufs Papier gebracht, haben mich regelrecht mitgerissen. Alle Figuren sind hervorragend charakterisiert, so echt und glaubwürdig, das hat mich immer wieder verblüfft, denn selbst die bösen Figuren kommen authentisch rüber, ihre Gründe für ihr Verhalten sind so glaubhaft begründet. Diese Schicksale haben mich richtig aufgewühlt. Als Warnung sollte angeführt werden, dass es sich hier um häusliche Gewalt und Gewalt gegen Frauen handelt. Der Fährmann kann ich jedem empfehlen, der authentische historische Bücher schätzt, natürlich all jenen die die Schwarzgeherin genossen haben, ich warte schon auf ein neues Buch der Autorin in diesem Genre. Der Fährmann wird sicherlich eines der Highlights in meinem Lesejahr sein. Leider darf ich nur 5 Sterne vergeben.

  • Yvonne

    aus Frankfurt am Main

    5/5

    18.04.2026

    eBook (ePUB 3)

    Ein Roman mit absoluter Sogwirkung

    Der Roman ist ein Jahreslesehighlight für mich. Wie kraftvoll und besonders die Sprache ist und dann erst die Handlung. Sie erzählt von Hannes, dem Fährmann, der das Floß zwischen dem deutschen und dem österreichischen Ufer hin und her fährt, der nicht heiraten darf, damit er bei einem Unglücksfall keine Witwe zurücklässt und von seinen Kindheitsfreundinnen Elisabeth, der reichen Bauerstochter und Annemarie, der Wirtstochter. Während Elisabeth und Hannes Gefühle füreinander haben, muss Elisabeth aber den reichen Bauern Josef Steiner heiraten. Dieser wiederum stellt Annemarie hinterher, die zuerst Elisabeth beneidet, aber schnell erkennt, welchen wahren Charkter Josef hat, einen abgrundtiefen bösen. Hier entspinnt sich dann die Geschichte um die vier Protagonisten, wobei natürlich auch die Dorfbevölkerung und Familien in die Geschichte verwoben sind. Durch diese für mich ganz besondere Erzählweise hat mich die Autorin so sehr in diese Geschichte gezogen, dass ich eigentlich immer wissen wollte wie es weiter geht. Es ist ein Buch, dass einen mitnimmt in den damals harten Alltag, in eine Zeit, in der die Frauen zu machen hatten, was die Männer wollten und sagten und auch in ihren Familien nicht unbedingt einen Rückhalt fanden, auch nicht bei ihren Müttern, die vielleicht auch Ähnliches ertragen haben. Es ist spannend zu verfolgen und lässt einen auch oft den Atem stocken, wie es zugegangen ist. Die Autorin nimmt hier kein Blatt vor den Mund und lässt einen daran ungeschönt teilhaben. Gerade das entwickelt dann auch die Sogwirkung. Ein absolut lesenswerter Roman, den ich unbedingt weiterempfehle.

  • Giselas Lesehimmel

    aus Landshut

    5/5

    08.03.2026

    eBook (ePUB 3)

    Die Kraft von Freundschaften

    Hohenwart und Siegering, Anfang des 20. Jahrhunderts Es geht um die drei Kinder Hannes, Elisabeth und Annemarie, die durch eine wunderbare Freundschaft miteinander verbunden sind. Hannes Winkler wäre als kleiner Bub beinahe gestorben, so krank war er, nach einem Sturz in die Salzach. Die kleine Elisabeth hatte ihn regelmäßig am Krankenbett besucht und mit ihrem Liebreiz maßgeblich dazu beigetragen, dass der Hannes wieder gesund geworden ist. Die Elisabeth stammt aus einem reichen Hof, während der Hannes nicht so gut betucht ist, da seine Eltern nur einen kleinen Bauernhof bewirtschaften. Als er älter wird, muss er in die Fußstapfen von seinem Onkel Georg treten, der Fährmann ist. Ein Fährmann darf nicht heiraten, da der Beruf zu gefährlich ist. Hannes ist unheimlich traurig, da er unsterblich in Elisabeth verliebt ist. Die dritte im Bunde ist die Annemarie Stiegler, deren Eltern ein Wirtshaus betreiben. Die Annemarie schuftet von jeher schon in dem Wirtshaus mit und muss sich allerlei von den betrunkenen Männern gefallen lassen, die ihre Hände nicht bei sich lassen. Beschweren darf sie sich nicht, weil die Eltern keine Gäste verlieren wollen. Als sie einmal arg in Bedrängnis gerät, hilft ihr der Josef Steiner. Es soll sich Jahre später herausstellen, dass der Josef, der aus einem reichen Bauernhof stammt, überhaupt nicht von edler Gesinnung ist. Er wird Schuld daran sein, dass Annemarie einen schlechten Ruf hat. Jahre später ist es beschlossene Sache von den Eltern, dass der Josef und die Elisabeth heiraten werden. Elisabeth ist verzweifelt, da sie unsterblich in Hannes verliebt ist. Auch Annemarie ist unglücklich, da sie in Hannes verliebt ist und einem anderen Mann zu Willen sein muss, der auch Stammgast im Gasthaus ist ... Was, bitte schön, ist das für eine traumhaft schöne Geschichte? Sie kommt traurig daher und vermag dennoch, die Seele zu streicheln. Regina Denk hat wunderbare Figuren gezeichnet, die verschiedene Emotionen beim Lesen erzeugen. Ich war von der ersten Silbe an gefesselt und habe meinen E-Book-Reader nur ungern zur Seite gelegt. Mal verspürte ich Zorn, dann wiederum wurde mir warm ums Herz. Der Schreibstil unterstreicht die damalige Zeit an der deutsch-österreichischen Grenze und die harten Zeiten, die der 1. Weltkrieg mit sich brachte. Das Kriegsgeschehen bekommt man nur am Rande mit, da der Fokus überwiegend auf der Freundschaft von Hannes, Elisabeth und Annemarie beruht, die alle Krisen überdauert. Der Josef ist der Bösewicht in der Steiner-Familie, der seiner Frau Elisabeth das Leben zur Hölle macht. Besonders schlimm fand ich, wie wenig Mitspracherecht Kinder zu dieser Zeit hatten, was die Wahl ihres Berufes oder des Ehepartners betraf. Frauen traf es besonders schwer, da sie noch nicht einmal Hilfe von den eigenen Eltern bekamen, egal wie brutal sie vom Ehemann behandelt wurden. Die Spannung steigt kontinuierlich und ist ab einem bestimmten Zeitpunkt kaum mehr auszuhalten. Das Setting spiegelt die Salzach wider, was ich sehr passend finde, da ich bei einigen Geschehnissen ziemlich nah am Wasser gebaut habe. Das Geschehen wird aus der Sicht der verschiedenen Figuren erzählt. Am Ende hatte ich sogar ein bisschen Mitleid mit Josef. Mehr erzähle ich jetzt nicht mehr, da ihr diese Geschichte unbedingt selbst entdecken solltet. Eine klare Empfehlung! Ein großes Dankeschön, Regina Denk. "Der Fährmann" ist eins der besten Bücher, die ich bisher gelesen habe.

  • Shilo

    aus Ulm

    5/5

    08.03.2026

    eBook (ePUB 3)

    Das Leben am Fluss und seine dunklen Schatten

    Das Leben in den beiden kleinen Orten an der Salzach wirkt zunächst ruhig und vertraut. Die Menschen kennen sich, viele Wege führen immer wieder über den Fluss, und alte Regeln bestimmen den Alltag. Einer, der dabei eine besondere Rolle spielt, ist der Fährmann. Er verbindet die beiden Ufer und damit auch die Menschen. Doch diese scheinbar feste Ordnung wird nach und nach spürbar unsicher. Im Mittelpunkt steht Hannes Winkler. Als Fährmann hat er eine Aufgabe, die nicht ungefährlich ist. Nach alter Regel darf er keine Familie gründen. Denn falls ihm auf dem Fluss etwas zustößt, sollen keine Frau und keine Kinder zurückbleiben. Doch sein Herz gehört schon lange Elisabeth. Sie fühlt ähnlich, ist aber einem anderen versprochen. So entsteht eine schwierige Lage, die für alle Beteiligten schwer zu tragen ist und die die Geschichte ruhig, aber deutlich prägt. Auch das Leben in den beiden Dörfern verändert sich langsam. Was früher selbstverständlich war, beginnt sich zu verschieben. Der Erste Weltkrieg bringt Unruhe in die kleine Gemeinschaft an der Salzach. Misstrauen wächst, alte Freundschaften geraten unter Druck und manche Entscheidungen werden plötzlich von Angst, Unsicherheit und auch von Wut begleitet. Besonders unter den jungen Leuten treten Gefühle wie Neid, Enttäuschung und verletzter Stolz stärker hervor. Als schließlich ein Kind verschwindet, gerät alles aus dem Gleichgewicht. Die Suche nach der Wahrheit lässt lange verborgene Spannungen sichtbar werden. In den Dörfern breitet sich Unruhe aus und aus einzelnen Ereignissen entsteht Schritt für Schritt ein Drama, das immer weitere Kreise zieht. Regina Denk beschreibt das Leben an der Salzach sehr anschaulich. Die beiden Orte wirken lebendig und glaubwürdig mit ihren Höfen, den Wegen zum Fluss und den vielen kleinen Begegnungen im Alltag. Besonders die Figuren bleiben im Gedächtnis, weil ihre Gedanken und Gefühle gut nachvollziehbar sind. Ihre Hoffnungen, ihre Fehler und ihre Entscheidungen wirken echt und machen die Geschichte berührend. Der Roman entwickelt eine ruhige, aber stetig wachsende Spannung. Die Geschichte entfaltet sich nach und nach und zeigt, wie stark Liebe, Pflicht, Neid und Schuld das Leben der Menschen prägen können. Gerade die ernste Stimmung und die glaubwürdigen Figuren sorgen dafür, noch eine Weile nachklingt. So entsteht ein eindrucksvolles Familiendrama vor historischer Kulisse, das durch seine dichte Atmosphäre und seine menschliche Nähe besonders in Erinnerung bleibt. Fazit: Ein ruhiger, dichter Roman über Liebe, Pflicht und Schuld in einer kleinen Gemeinschaft an der Salzach zur Zeit des Ersten Weltkriegs. 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

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  • Zum Bewerterprofil von Elin K.

    Elin K.

    Thalia Ried – Weberzeile

    Buchhändler*in

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    5/5

    25.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Unterdrückung als Untiefe des Menschseins

    Wie aus einem Guß kommt der heiß ersehnte neue Roman von Regina Denk daher. Zeit und Ort der Handlung sind das ländliche Grenzgebiet zwischen Österreich und Deutschland vor und im zweiten Weltkrieg. Also ein historisches, ländliches Setting, in dem gesellschaftliche Konventionen das Leben prägen und Lebenswege bestimmen – wen man lieben darf, wie man als Frau und Mann zu sein hat. Dank lebendig dargestellten, authentischen Charakteren und großen Lebensdramen ohne Pathos fühlt sich die Geschichte zeitlos und wie immer dagewesen an. Mit den Themen weibliche Unterdrückung und Selbstermächtigung als konstantes Hintergrundrauschen entwickelt dieser tolle Roman ein Lesesog, dem man sich nicht entziehen kann! Große, mitreißende Literatur mit Klassiker-Feeling!
  • Zum Bewerterprofil von Ingrid Führer

    Ingrid Führer

    Thalia Gmunden – SEP

    Buchhändler*in

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    5/5

    17.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Düster, tragisch…

    Die Protagonisten sind so authentisch und greifbar. Sehr bildhaft aus verschiedenen Blickwinkeln der Protagonisten erzählt. Tragische, schicksalhafte Familiengeschichte um Anfang 1910. Ein großartiges Buch. Der Schreibstil ist flüssig, ich konnte mich schwer der düsteren Geschichte entziehen. Absolute Empfehlung.
  • Zum Bewerterprofil von Katrin

    Katrin

    Thalia Graz – Shopping Nord

    Buchhändler*in

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    5/5

    10.03.2026

    eBook (ePUB 3)

    Kompromisslos und düster

    Auch mit ihrem zweiten Roman kann die Autorin wieder ausgezeichnet aufwarten. Der Schreibstil ist bildgewaltig, kompromisslos und ehrlich. Die Stimmung ist düster und atmosphärisch, die Geschichte voller Tiefgang und harter Dramatik mit authentischen Figuren.
  • Zum Bewerterprofil von Magda W.

    Magda W.

    Thalia Oberwart

    Buchhändler*in

    5/5

    21.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein bewegendes Drama ... für mich stilistisch und inhaltlich ein Meisterwerk!

    Von Anfang an hat mich dieses Buch magisch angezogen und ich kann gar nicht genau sagen, wieso, aber sowohl das Cover als auch der Titel gingen mir nicht mehr aus dem Kopf. Und was soll ich sagen? Mein Instinkt war richtig, denn „Der Fährmann“ ist definitiv jetzt schon ein Jahreshighlight für mich.  Worum geht es?  Wir befinden uns kurz vor dem 1. Weltkrieg an der Grenze zwischen Deutschland und Österreich. Die drei Freunde aus Kindertagen – Hannes, Elisabeth (Lisi) und Annemarie (Annemie) – werden gemeinsam erwachsen und erleben sowohl private als auch geschichtliche Dramen. Annemarie liebt Hannes, der liebt Lisi, die liebt ihn auch, wird aber mit Josef verheiratet, um die beiden Bauernhöfe zu verbinden. Es geht um Freundschaft, Liebe, Vertrauen, Tradition und Verpflichtungen, Neid, Eifersucht und Gewalt, immer vor der Kulisse des brodelnden Krieges.  Die Geschichte wird abwechselnd aus der Perspektive von Hannes, Lisi, Annemarie und Josef erzählt, wobei zwischen den einzelnen Kapiteln Zeitsprünge passieren. Obwohl manchmal ein Jahr vergeht, hat man nicht das Gefühl, etwas versäumt zu haben oder etwas nicht zu verstehen. Durch die Zeitsprünge passiert sehr viel und ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen, weil ich immer wissen wollte, wie es weitergeht.  Der Schreibstil ist besonders und Regina Denk eine Meisterin der Worte. Sie schreibt so bildhaft und atmosphärisch, dass es mich wie ein Sog in die Geschichte hineingezogen hat. Schon das erste Kapitel „Anderswo“ war mit seinen mystischen, bedrohlichen Beschreibungen des Wassers ein Highlight. Der Fluss wird so personifiziert, dass man meinen könnte, er träfe eigene Entscheidungen. Ein Merkmal des Schreibstils sind zeilenlange Sätze – ich will nicht Schachtelsätze dazu sagen, denn die sind für mich negativ behaftet. In „Der Fährmann“ macht es Spaß, den Sätzen zu folgen, sie sind nie kompliziert oder wirken gewollt; man folgt ihnen atemlos, wie einen die ganze Geschichte atemlos macht.  Obwohl der Titel des Buches „Der Fährmann“ lautet, erfährt man im Vergleich zu den anderen recht wenig über Hannes. Trotzdem ist er ein wichtiger Part, sozusagen der Mittelpunkt, um den alle anderen kreisen. Nur dank ihm sind die Menschen mobil, er kennt viele Geheimnisse, die er auf seinen zahlreichen Fahrten über die Salzach mitbekommt. (Der Beruf des Fährmannes war mir vorher nicht wirklich bekannt. Welchen Gefahren sich diese Männer ausgesetzt haben, ist unglaublich. Dazu immer erreichbar sein, keine eigene Familie haben dürfen ...) Und Hannes ist ein Sympathieträger, hilfsbereit, würde keinen anderen verletzen, schon gar nicht die Menschen, die ihm wichtig sind. Er nimmt einen neutralen Part ein, wenn alle anderen vom Fremdenhass aufgestachelt sind. Wie einfach das geht und dass es nicht wirklich einen Unterschied zwischen damals und heute gibt, zeigt dieses Buch deutlich auf. Es ist so erschreckend, dass Krieg immer noch mit dem Adjektiv „heldenhaft“ verbunden wird. Dass niemand als Held zurückkommt, macht die Geschichte deutlich.  Wie Frauen im Buch behandelt werden und welchen Wert sie haben, ist erschreckend. Wenn man bedenkt, dass nur etwas mehr als hundert Jahre vergangen sind. Dass es Annemarie und Lisi bis zum Schluss geschafft haben, gleicht einem Wunder. Besonders Lisi, die kurz nach der Hochzeit mit Josef schon nur mehr einem Geist gleicht, muss so viel ertragen. Ich habe selten mit einer Figur so mitgelitten. Auch die Ablehnung, die sie vom eigenen Elternhaus bzw. ihrer Mutter erfährt, als sie sich hilfesuchend an sie wendet, hat mir Gänsehaut beschert. Und dann noch die Tatsache, dass die Mutter um die schlechte Behandlung weiß, ihrer Tochter aber trotzdem rät, zu ihrem Mann zurückzugehen, macht einen sprachlos. Zusammenfassend für die Mütter im Text kann man sagen, dass sie alles wissen, aber nichts tun. Sie schicken ihre Töchter bewusst ins Elend oder sehen einfach nur zu. Das finde ich genauso schrecklich wie Josefs Taten.  Obwohl Josef das Gegenstück zu Hannes darstellt, kann man ihn an manchen Stellen verstehen. Er ist selbst mit Gewalt aufgewachsen, hat nie ein liebes Wort erfahren, was er möchte, interessiert den strengen Vater nicht. Irgendwann bleibt aus seiner Sicht nichts anderes übrig, als sich mit Gewalt Gehör zu verschaffen. Es ist ein schleichender Prozess, bis Josef wirklich zum Monster wird, aber die Szene mit dem Fuchs war ein Zeichen, dass es nicht gut enden wird mit ihm – und sehr emotional beim Lesen, wie auch folgende Szenen:  Annemarie wird nach Wilms gebracht,  Lisi verliert das Wichtigste,  der gesamte Showdown und das letzte Kapitel „Anderswo“ (allein den letzten Satz habe ich mehrmals gelesen, da er so mächtig ist: „[...] es sprachen die Kinder nicht die Sprache des Wassers, verstanden nicht die Warnung und die Sorge, sahen nur das, was die Menschen sehen wollten, und glaubten nur das, was sie glauben konnten anstelle von dem, was war, und dem, was noch immer wahr ist.“)  Die Figur der Annemarie gibt immer wieder Hoffnung, da sie es zumindest teilweise schafft, unabhängig zu werden und das Leben so zu gestalten, wie sie das möchte. Dass die drei Freunde am Ende beschließen, alles anders zu machen, neu zu beginnen, aus den alten Mustern auszubrechen, ist ebenso ein hoffnungsvolles Bild.  Regina Denk hat mit „Der Fährmann“ ein zeitloses Werk geschaffen, das einen sowohl sprachlich als auch inhaltlich nicht mehr loslässt. Die Geschichte schockiert immer wieder, rührt einen immer wieder zu Tränen. Ich kann das Buch uneingeschränkt weiterempfehlen und werde die Botschaft weitertragen, wie es sich die Autorin in der Danksagung wünscht.

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