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Daniel Kehlmann

1. Lichtspiel

Lichtspiel Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Gesprochen von

Ulrich Noethen

Spieldauer

12 Stunden und 19 Minuten

Erscheinungsdatum

10.10.2023

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

Audio

Anzahl

2

Verlag

Argon

Sprache

Deutsch

EAN

9783839820827

Beschreibung

Rezension

»[Georg Wilhelm Pabsts] unheilvollen Verstrickungen in die Propagandamaschinerie der Nationalsozialisten erzählt Daniel Kehlmann nuanciert und eindrucksvoll. Ulrich Noethens Interpretation macht daraus ein besonderes Kunstwerk: Ob innerer Monolog, Gesprächsszene oder Erzählerpassagen, jeder Situation verleiht Noethen eine passende Atmosphäre. Seine feine Stimmführung beeindrucken ungemein.« ("hr2 Hörbuchbestenliste")
»Daniel Kehlmanns geschliffene Dialoge sowie seine poetisch präzisen Beschreibungen haben einmal mehr in Schauspieler Ulrich Noethen einen kongenialen Interpreten gefunden.« ("SWR 2")

Produktdetails

Gesprochen von

Ulrich Noethen

Spieldauer

12 Stunden und 19 Minuten

Erscheinungsdatum

10.10.2023

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

Audio

Anzahl

2

Verlag

Argon

Sprache

Deutsch

EAN

9783839820827

Herstelleradresse

Argon Verlag AVE GmbH
Waldemarstraße 33A
10999 Berlin
DE

Email: produktsicherheit@argon.de

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  • Bewertung

    5/5

    19.11.2023

    Hörbuch (Audio)

    Ein Lichtspiel im mehrdeutigen Sinne des Wortes

    Nachdem sich der Regisseur Pabst in den USA nicht durchsetzen und ein Projekt in Frankreich nicht realisiert werden konnte, kehrt dieser mit seiner Frau Trude und Sohn Jakob zurück nach Österreich, einem vermeintlichen Telegramm der erkrankten Mutter folgend. Während der Hausmeister Jerzabek eigene Pläne verfolgt, bricht der zweite Weltkrieg aus, Österreich heißt nun Ostmark und Pabst kann das Land nicht mehr verlassen. Da erhält er Besuch von Kuno Krämer im Auftrag des Reiches und des Filmministeriums. Während Pabst sich mit der Frage der eigenen Kompromissfähigkeit konfrontiert sieht und Trude hadert, geht Jakob dagegen ganz im Geist der Hitlerjugend auf... - Kehlmann beschäftigt sich in seiner literarischen Auseinandersetzung mit der Frage, wie lange man die Augen unter gegebenen Umständen verschließen kann, bis man sich eingesteht, dass man sich selbst belügt. Das Hörbuch wird von Ulrich Noethen gelesen, der den manchmal auch grotesken Szenen den perfekten Ton verleiht. Nicht umsonst ist der Schauspieler gleichzeitig auch einer der besten Sprecher Deutschlands!

  • Bewertung

    aus Quickborn

    5/5

    14.10.2023

    Hörbuch (Audio)

    Fabulierkünstler Kehlmann in Hochform

    Daniel Kehlmann ist immer für eine Überraschung gut! Lichtspiel ist ein wunderbarer Roman und Ulrich Nöthen macht ihn zu einem Hörgenuss der Extraklasse. Es mischen sich wahre Ereignisse mit Fiktionalem, der Fabulierkünstler Kehlmann ist hier zur Hochform aufgelaufen. Das Porträt von G. W. Pabst, dem berühmten Filmregisseur, und das Porträt einer Diktatur, die die Kunst vor ihren Karren spannte, beides ist absolut hörenswert und verschmilzt zu einer mitreißenden Symbiose. Das größte Lob für ein Hörbuch ist es doch, dass ich sofort das Buch kaufen möchte, um alles noch einmal intensiv zu erleben. Nöthens Stimme werde ich dabei wohl immer im Kopf haben.

  • Christopher Bahn

    Book Circle Community

    5/5

    07.10.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Film und Macht

    Ein großer Roman von einem großen Autor: Das Buch handelt von dem Filmregisseur G.W. Pabst, der in der Weimarer Republik seine größten Erfolge feierte. Vor den Nazis floh er zunächst nach Hollywood, konnte sich dort jedoch nicht durchsetzen und kehrte nach Österreich zurück, um unter den Nazis regimetreue Filme zu drehen. Die Geschichte ist wahnsinnig spannend und sehr gut erzählt. Ein sehr wichtiges Werk und sehr empfehlenswert.

  • Bewertung

    5/5

    03.10.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein zeitloses Meisterwerk

    Ich habe fast alle Bücher von Daniel Kehlmann gelesen. Er schafft es immer wieder, mich zu begeistern. In seinem neuen Roman schreibt er über einen Filmregisseur im Dritten Reich, über eine verworrene, schwierige Zeit für Künstler, in der Macht, Barbarei und Unkultur zur Katastrophe verschmelzen. Berühmte Schauspieler und Regisseure jener Zeit sowie Josef Goebbels treten in dem Roman auf. Mit seiner bekannten Wortgewalt wird man schon auf den ersten Seiten in die Geschichte hineingezogen. Ein entlarvender Roman, der im Gedächtnis bleibt, ob man will oder nicht.

  • Eliza

    5/5

    17.03.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Georg Pabst während der Nazi Zeit

    Mit einem überwältigen Sprachstil und kleinen Nuancen zwischen den Zeilen angereichert hat der Autor einem der schillerndsten Regisseure Deutschlands der 30iger und 40iger Jahre ein literarisches Denkmal gesetzt. In der Handlung geht es um den berühmten österreichischen Filmregisseur Georg Wilhelm Pabst, der nach seinen Erfolgen in Deutschland in Hollywood einen Neuanfang wagt. Doch in den USA ticken die filmtechnischen Uhren anders und Pabst wird Opfer seiner beruflichen Vorstellungen. Da es seiner Mutter in Österreich gesundheitlich schlecht geht kehrt Pabst über Frankreich wieder nach Europa zurück. Dort möchte der Regisseur nur kurz verweilen, doch das Schicksal meint es anders mit ihm. Ein erbarmungsloser Kampf mit sich selbst und dem Regime der Nazis beginnt. Pabst wirkt beruflich selbstsicher und wirkt auf die Lesenden fast mondän und unfehlbar. Doch im Detail ist er eine sehr unsichere Persönlichkeit nach und versucht mit der Verfilmung aus der Realität zu fliehen. Gerade dieses zwiegespaltene Verhalten hat der Autor sehr gut dargestellt. Die Handlung wird durch wenige Zeitsprünge unterbrochen, was nicht sonderlich ins Gewicht fällt. Der Aufbau der Handlung wird durch die drei Abschnitte „draußen“, „drinnen“ und „danach“ gezeichnet, was sich alles auf das Regime der Nazis bezieht. Der Schreibstil des Autors ist episch und bildgewaltig. Mir hat das Lesen dieser schön formulierten Zeilen sehr viel Spaß gemacht. Auch die leichte Überzeichnung des „häuslichen“ Angestellten Jerzabek hat mir sehr gut gefallen, passte sie doch sehr gut in das Bild der Zeit. Der Roman lebt von seiner Sprache und der Entwicklung um die Figur des Filmregisseurs. Relativ am Ende wird ein Mythos offenbart, den ich aber hier natürlich nicht verraten möchte. Ein großartig formulierter Roman mit vielen kleinen Anekdoten sorgt für ein großes Lesevergnügen.

Kundinnen und Kunden meinen

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Bewertungen (121)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Johannes Altenberger

    Johannes Altenberger

    Thalia Salzburg – Europark

    Buchhändler*in

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    5/5

    17.09.2025

    eBook (ePUB 3)

    Was für ein "Film"!

    Der Roman zeichnet sich besonders durch die Erzählweise sowie die Mischung aus Fiktion und Historie aus. Die Erzählperspektive wechselt häufig und es gibt sowohl szenische als auch visuelle Schnitte. So bekommt man das Gefühl, einen "Film" zu lesen, der spannend und atmosphärisch geschrieben ist.
  • Zum Bewerterprofil von Rafael Wallner

    Rafael Wallner

    Thalia Linz – Landstraße

    Buchhändler*in

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    5/5

    27.11.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Vom Regen in die Traufe

    Kehlmann malt das Porträt eines Mann der sein ganzes Leben der Kunst widmete, in diesem Fall der Filmkunst. G. W. Pabst ist eine Ikone der Stummfilmära, ein Meister im Schnitt und bekannt für zahlreiche Klassiker, wie die Verfilmung von Brechts "Dreigroschenoper" zu Zeiten der Weimarer Republik. Mit der Machtergreifung der NSDAP flüchtet Pabst mit seiner Familie nach Amerika, um dort als Regisseur ganz groß rauszukommen. Doch sein Englisch ist grottig, und die Amerikaner kennen seine Filme nicht. Immer wieder wird er für die Sci-Fi Perle & Meisterdystopie "Metropolis" gelobt, obwohl Friz Lang hierfür Regie führte. Wie ein Running Gag zieht sich dieser Vergleich durch die Erzählung. Unter dem Vorwand die kranke Mutter in einem Pflegeheim unterzubringen kehrt er in seine österreichische Heimat zurück. Der von den Nazis beherrschten Ostmark kann sich Pabst jedoch nicht mehr entziehen. Er distanziert sich von seiner Familie und klammert sich mit aller Kraft an die Filmkunst. Er trifft eine Einigung mit Reichspropagandaminister Goebbels, der ihm zusichert keine politischen Filme inszenieren zu müssen. Doch mit dem andauernden Weltkrieg wird ihm das Budget gekürzt. Pabst klammert sich so sehr an die Kunst, dass er auch nicht mehr davor davor zurückschreckt mit den Nazis zu kollaborieren. Frei nach dem Motto der Zweck heiligt die Mittel. Kunst ist nach der Auffassung von Pabst von allen Umwelteinflüssen losgelöst, ein Produkt für die Nachwelt, das nicht im Kontext der Zeit spielt. Die vollständige Trennung von Kunst und Künstler. Pabst verliert sich so sehr in seinem Schaffen, dass er komplett übersieht, wie die destruktive Ideologie des Nationalsozialismus die Gedankenwelt seines einzigen Kindes zersetzt. Eine derart präzise und lebendige Charakter- und Milieustudie sucht seines Gleichen. Die Dramaturgie ergibt sich aus einer schwindelerregenden Fallhöhe, einer sukzessiven Demontage des Protagonisten.
  • Zum Bewerterprofil von Anita Summer

    Anita Summer

    Thalia Wiener Neustadt – Hauptplatz

    Buchhändler*in

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    5/5

    28.10.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Leidenschaft trotz Krieg – das Leben eines Regisseurs

    "Lichtspiel" erzählt vom Leben und Erfolg des international bekannten österreichischen Filmregisseurs Georg Wilhelm Pabst, der unter anderem mit Greta Garbo und Asta Nielsen das Publikum begeisterte. Die Handlung ist eingebettet in die turbulenten Ereignisse des Zweiten Weltkriegs: 1939 besucht Pabst mit Frau und Sohn seine kränkliche Mutter in Österreich – damals Ostmark – als plötzlich der Krieg ausbricht und die Grenzen geschlossen werden. So ist er gezwungen, unter der NS-Herrschaft weiter Filme zu drehen. Trotz der unmöglichen Bedingungen bleibt Pabst seiner Leidenschaft treu. Die Kunst des Films, die Regieführung und der Filmschnitt haben für ihn oberste Priorität, und er lässt sich selbst von äußeren Widrigkeiten nicht von seiner Berufung abbringen. Ein faszinierender Roman über künstlerische Hingabe, Durchhaltevermögen und die Macht der Kreativität in schwierigen Zeiten.
  • Zum Bewerterprofil von Herbert Hofer

    Herbert Hofer

    Thalia Wien – Mariahilfer Straße

    Buchhändler*in

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    4/5

    09.01.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Kunst und Moral

    Die Kehlmannsche Erzählkunst ist streckenweise wirklich atemberaubend! ____ Das gilt ganz besonders bereits für die ersten beiden Szenen des Textes. Sie ziehen den Leser mit souveräner Geste mitten in die Geschichte und wenn in diesen beiden Szenen der Leser jeweils mehr weiß als die handelnden Personen im Buch so erinnert diese übergeordnete Perspektive an jene Momente, in denen G. W. Pabst noch zu drehende Filmszenen imaginiert um sich für die richtigen Raumachsen, Bewegungsrichtungen und Schnittfolgen zu entscheiden. ____ „Lichtspiel“ ist eine fiktionale Biografie des österreichischen Filmregisseurs G. W. Pabst. Das zentrale Thema des Buches ist der Versuch des Regisseurs, sich mit dem nationalsozialistischen Regime zu arrangieren und in Deutschland Filme zu drehen, die dennoch seinen künstlerischen Ansprüchen gerecht werden und nicht zuletzt als ehemals kommunistisch geltender Filmkünstler einer Inhaftierung im KZ zu entgehen. Pabst hatte bereits erfolglos versucht, in Hollywood Fuß zu fassen als er bei einem Aufenthalt bei seiner Mutter in Österreich vom Kriegsbeginn und der damit verhängten Schließung der Grenzen überrascht wurde. ____ Alles das ist sprachlich und erzählerisch sehr dicht und spannend wobei für mich etwa die Beschäftigung mit der Logik des Films, was es braucht damit eine Szene von den Zusehern im Kino so wahrgenommen wird, wie gewünscht, und sicherlich auch die Darstellung der brutalen Gewalt und der Perfidie, mit der sich das Naziregime auf allen gesellschaftlichen Ebenen durchgesetzt hat, am eindrucksvollsten waren. ____ Die Sequenz, die das Dilemma des Künstlers, der alles daran setzt, seine Visionen zu realisieren, am eindrucksvollsten darstellt ist meiner Meinung nach von der Frage der Legitimität der Kehlmannschen Darstellung überschattet. Wenn Kehlmann ihn dort durchaus verwerfliche Maßnahmen treffen lässt, die der historische G. W. Pabst so nie getroffen hat - und seine Lebensspanne schließlich noch nicht so weit zurück liegt - dann ist das meiner Meinung nach zumindest diskussionswürdig und war für die Nachfahren des Regisseurs auch Grund zu einer gerichtlichen Klage (und ist für mich der, einen Stern weniger zu vergeben). Das ist aber etwas, das jede Leser:in für sich selbst entscheiden kann ... ____ Als jene Fiktion gelesen, die das Buch Kehlmann und den Nachfahren von G.W. Pabst zufolge ja ausschließlich sein soll, ist es toll!
  • Zum Bewerterprofil von Janea Hansen

    Janea Hansen

    Thalia Wien – Mitte / W3

    Buchhändler*in

    4/5

    25.03.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Kunst des Bewegtbildes und der Bilder die uns bewegen

    Mit Sätzen fein wie Pinselstriche zaubert uns Kehlmann ein Bild vors innere Auge. Das einen, als man es schließlich erkennt, mit voller Härte trifft, obwohl man es hätte kommen sehen müssen. Aber der Moment zum Widerspruch ist lange vorbei. Ein bildstarkes Buch über Mitläufer der NS-Zeit. Im Zentrum des Romans steht G. W. Pabst, der sich, aus Angst um seine eigene Situation und die seiner Familie vom Nazi-Regim instrumentalisieren lässt, bis sehr schnell die Grenzen, zwischen dem was Zwang und was freie Entscheidung ist verschwimmen.

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