Produktbild: Auf Erden sind wir kurz grandios

Auf Erden sind wir kurz grandios Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

27528

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

14.06.2021

Verlag

btb

Seitenzahl

272

Maße (L/B/H)

18,5/12,5/2,5 cm

Gewicht

276 g

Farbe

Lichtgrau

Übersetzt von

Anne-Kristin Mittag

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-442-77008-3

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

27528

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

14.06.2021

Verlag

btb

Seitenzahl

272

Maße (L/B/H)

18,5/12,5/2,5 cm

Gewicht

276 g

Farbe

Lichtgrau

Übersetzt von

Anne-Kristin Mittag

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-442-77008-3

Herstelleradresse

btb Taschenbuch
Neumarkter Straße 28
81673 München
DE

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  • Bewertung

    Book Circle Community

    5/5

    16.02.2025

    Buch (Taschenbuch)

    |: Aua! Wow! :|

    Phu, was für ein Buch! Sprachlich wunderschön poetisch und schon fast magisch. Vuongs Sprache hat mich gefesselt, die entstandenen Bilder haben berührt, angeekelt und erschreckt. Die Rohheit und Härte gepaart mit Herzlichkeit und Liebe machen dieses Buch für mich unbeschreiblich gut. Um diesen Roman zu lesen, brauchte ich mehrere Pausen. Vuongs erschaffene Bilder liessen mich oft nicht so schnell los.

  • Bewertung

    5/5

    26.07.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Erstaunlich intensiv und mitreißend

    Bei weitem das beste Buch, das ich seit langem gelesen habe. Ocean Vuong erschüttert mit wunderschöner sprachgewalt und beschreibt seine Erinnerungen mit erschütternder Intensität, Klarheit und unverblümter Präzision. Sein unvergleichlicher, poetischer Schreibstil macht es nahezu unmöglich, nicht mitzufühlen. Ein absolutes Meisterwerk.

  • geheimerEichkater

    aus Essen

    5/5

    11.07.2021

    Buch (Taschenbuch)

    grandios erzählt

    Bei „Auf Erden sind wir kurz grandios“ handelt es sich um den ersten Roman Ocean Vuongs, der zuvor für seine Lyrik ausgezeichnet wurde. Ocean Vuong schreibt mit diesem Buch einen Brief an seine Mutter, die Tochter eines vietnamesischen Bauernmädchens und eines im Vietnamkrieg dort lebenden US-Soldaten ist. Ocean, der von seiner Großmutter und Mutter „little dog“ genannt wird, um die Geister zu täuschen und vom Kindsraub abzuschrecken, hat seine ersten beiden Lebensjahre in Vietnam verbracht, war dort zu weißhäutig und somit Außenseiter. Danach hat sich seine Mutter mit Kind und ihrer Mutter auf den Weg in die USA gemacht, um Oceans Vater und ihren Ehemann zu finden. Oceans Großmutter gab sich selber den Namen Lan (Orchidee), weil sie und ihre Geschwister nur durchnummeriert waren, nannte ihre Tochter Rose. Alle drei leben nun in den USA, sind dort aber Außenseiter; Lan kann die Sprache nicht, bleibt in den Kriegserlebnissen und Geschichten gefangen, zwischen Napalmwolken, Soldaten und klickenden Gewehren, die sie immer wieder hört und erlebt. Auch ihre vielen Erzählungen und Geschichten fallen aus einer anderen Zeit, zeigen Hoffnungslosigkeit und die Flüchtigkeit von Heimat und Muttersprache. Nicht nur ihr Geist, auch ihr Körper wird von den schrecklichen Erlebnissen buchstäblich zerfressen. Oceans Mutter (Rose) hat in ihrem Leben viel Gewalt kennengelernt und gibt diese auch an little dog weiter. Rose ist Analphabetin und wird den Brief ihres Sohnes niemals lesen; sie arbeitet in einem Nagelstudio; gewohnt, sich zeitlebens zu beugen und zu krümmen, entschuldigt sie sich bei den Kunden für alles, einem Mantra gleich. Auch sie fühlt sich aus Außenseiterin, ermahnt Ocean ständig, nicht aufzufallen. „Denk dran, fall bloß nicht auf. Du bist schon vietnamesisch.“ Und genau das bekommt Ocean ständig zu spüren; so ist er um dazuzugehören zu gelb. Er lebt mit Großmutter und Mutter zusammen in äußerst bescheidenen und stets hart erkämpften Verhältnissen, bewältigt die Schule gut, sucht sich einen Arbeitsplatz in der Tabakernte, verliebt sich in den Enkel (Trevor) des Eigentümers und entdeckt mit diesem seine Homosexualität . Während Ocean in die Stadt zieht und studiert, setzt sich Trevor wohl unbeabsichtigt den goldenen Schuß, so wie schon viele andere ihm bekannte Jugendliche aus der Gegend, in der die Chancen schlecht stehen. Ocean Vuong beschreibt den Weg seiner kleinen Familie und auch seinen eigenen im Besonderen, häufig in ganz ungewohnter Sprache und Blickwinkel – manchmal geradzu poetisch und ein anderes Mal erdrückend und niederschmetternd. Man erlebt wie Worte in Erinnerungen hineinziehen, die Flüchtigkeit von Heimat und Muttersprache samt dem Herausfallen aus dieser und wie es sich anfühlt, gesichts- und namenlos zu leben. Ocean Vuong beschreibt sehr nachvollziehbar, wie man im Krieg und den Erinnerungen daran lebt, sich ausgegrenzt und ausrangiert fühlt., vom ewigen Kampf ums Überleben und lder Weigerung einfach zu sterben., von er Ohnmacht und Hoffnungslosigkeit. „Alles Gute ist woanders.“ oder „Sein oder nicht sein.Das ist hier die Frage.Eine Frage, stimmt, aber keine Wahl.“ (S.77) Und letztendlich findet Ocean seinen Weg, nicht nur sein Leben zu akzeptieren, sondern auch aus einem ganz neuen Blickwinkel zu betracheten und wertzuschätzen: „Neimand soll gleuben, wir seien die Frucht der Gewalt – sondern, dass Gewalt, die durch die Frucht hindurch gegangen ist, sie nicht verderben konnte.“ (S.251) Der Roman umfaßt ungefähr 260 Seiten; er vermittelt sprachgewaltig und auch zwischen den Zeilen (persönliche) Geschichte, zeigt Kriegserlebnisse und ihre Spuren in der Seele auf, beschreibt den Verlust von Heimat, Gesicht, Muttersprache und Formen von Ausgrenzung. Er ist sehr emotional geschrieben, zwischen Liebe und Gewalt, Hoffnungslosigkeit und Arrangieren. Ich mußte den Roman immer wieder beiseite legen und eine Pause einlegen; er liest sich nicht einfach so…. Er beeindruckt, fesselt und verstört und zieht in seinen Bann.

  • GeheimerEichkater

    aus Essen

    5/5

    11.07.2021

    Buch (Taschenbuch)

    grandios erzählt Bei „Auf…

    grandios erzählt Bei „Auf Erden sind wir kurz grandios“ handelt es sich um den ersten Roman Ocean Vuongs, der zuvor für seine Lyrik ausgezeichnet wurde. Ocean Vuong schreibt mit diesem Buch einen Brief an seine Mutter, die Tochter eines vietnamesischen Bauernmädchens und eines im Vietnamkrieg dort lebenden US-Soldaten ist. Ocean, der von seiner Großmutter und Mutter „little dog“ genannt wird, um die Geister zu täuschen und vom Kindsraub abzuschrecken, hat seine ersten beiden Lebensjahre in Vietnam verbracht, war dort zu weißhäutig und somit Außenseiter. Danach hat sich seine Mutter mit Kind und ihrer Mutter auf den Weg in die USA gemacht, um Oceans Vater und ihren Ehemann zu finden. Oceans Großmutter gab sich selber den Namen Lan (Orchidee), weil sie und ihre Geschwister nur durchnummeriert waren, nannte ihre Tochter Rose. Alle drei leben nun in den USA, sind dort aber Außenseiter; Lan kann die Sprache nicht, bleibt in den Kriegserlebnissen und Geschichten gefangen, zwischen Napalmwolken, Soldaten und klickenden Gewehren, die sie immer wieder hört und erlebt. Auch ihre vielen Erzählungen und Geschichten fallen aus einer anderen Zeit, zeigen Hoffnungslosigkeit und die Flüchtigkeit von Heimat und Muttersprache. Nicht nur ihr Geist, auch ihr Körper wird von den schrecklichen Erlebnissen buchstäblich zerfressen. Oceans Mutter (Rose) hat in ihrem Leben viel Gewalt kennengelernt und gibt diese auch an little dog weiter. Rose ist Analphabetin und wird den Brief ihres Sohnes niemals lesen; sie arbeitet in einem Nagelstudio; gewohnt, sich zeitlebens zu beugen und zu krümmen, entschuldigt sie sich bei den Kunden für alles, einem Mantra gleich. Auch sie fühlt sich aus Außenseiterin, ermahnt Ocean ständig, nicht aufzufallen. „Denk dran, fall bloß nicht auf. Du bist schon vietnamesisch.“ Und genau das bekommt Ocean ständig zu spüren; so ist er um dazuzugehören zu gelb. Er lebt mit Großmutter und Mutter zusammen in äußerst bescheidenen und stets hart erkämpften Verhältnissen, bewältigt die Schule gut, sucht sich einen Arbeitsplatz in der Tabakernte, verliebt sich in den Enkel (Trevor) des Eigentümers und entdeckt mit diesem seine Homosexualität . Während Ocean in die Stadt zieht und studiert, setzt sich Trevor wohl unbeabsichtigt den goldenen Schuß, so wie schon viele andere ihm bekannte Jugendliche aus der Gegend, in der die Chancen schlecht stehen. Ocean Vuong beschreibt den Weg seiner kleinen Familie und auch seinen eigenen im Besonderen, häufig in ganz ungewohnter Sprache und Blickwinkel – manchmal geradzu poetisch und ein anderes Mal erdrückend und niederschmetternd. Man erlebt wie Worte in Erinnerungen hineinziehen, die Flüchtigkeit von Heimat und Muttersprache samt dem Herausfallen aus dieser und wie es sich anfühlt, gesichts- und namenlos zu leben. Ocean Vuong beschreibt sehr nachvollziehbar, wie man im Krieg und den Erinnerungen daran lebt, sich ausgegrenzt und ausrangiert fühlt., vom ewigen Kampf ums Überleben und lder Weigerung einfach zu sterben., von er Ohnmacht und Hoffnungslosigkeit. „Alles Gute ist woanders.“ oder „Sein oder nicht sein.Das ist hier die Frage.Eine Frage, stimmt, aber keine Wahl.“ (S.77) Und letztendlich findet Ocean seinen Weg, nicht nur sein Leben zu akzeptieren, sondern auch aus einem ganz neuen Blickwinkel zu betracheten und wertzuschätzen: „Neimand soll gleuben, wir seien die Frucht der Gewalt – sondern, dass Gewalt, die durch die Frucht hindurch gegangen ist, sie nicht verderben konnte.“ (S.251) Der Roman umfaßt ungefähr 260 Seiten; er vermittelt sprachgewaltig und auch zwischen den Zeilen (persönliche) Geschichte, zeigt Kriegserlebnisse und ihre Spuren in der Seele auf, beschreibt den Verlust von Heimat, Gesicht, Muttersprache und Formen von Ausgrenzung. Er ist sehr emotional geschrieben, zwischen Liebe und Gewalt, Hoffnungslosigkeit und Arrangieren. Ich mußte den Roman immer wieder beiseite legen und eine Pause einlegen; er liest sich nicht einfach so…. Er beeindruckt, fesselt und ver

  • Bewertung

    4/5

    25.05.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Wunderschön und zerstörerisch zugleich

    Zwischen diesen Seiten findet man nicht nur eine Geschichte, die einen zutiefst berührt, man findet mehrere. Aufzuwachsen zwischen Generationstraumata, Kriegserfahrungen, Rassismus und Substanzen die Menschen verändern, kann ein Kind auf verschiedenste Weisen prägen. Wie gehen wir mit Zeiten um, die einen herausfordern und einen daran zweifeln lassen, wer man wirklich ist? Vuongs Schreibstil lädt dazu ein, sich Sätze auf der Zunge zergehen zu lassen und vieles zu hinterfragen. Selten habe ich etwas gelesen das so wunderschön und zerstörerisch zugleich ist - wie ein Reh auf einem Zebrastreifen.

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Bewertungen (89)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Emily R.

    Emily R.

    Thalia Wien – Hauptbahnhof

    Buchhändler*in

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    5/5

    29.07.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Meisterhafte Erzählung!

    Eine berührende Geschichte eines vietnamesisch-amerikanischen Jungen und seiner Mutter, die ihre Heimat wegen dem Krieg verlassen müssen und sich in Amerika ein neues Leben erhoffen. Doch ihre Möglichkeiten sind begrenzt. Sprachbarrieren, Fremdenfeindlichkeit und das generationsübergreifende Trauma des Krieges verfolgt sie. In seinem autofiktionalen Debütroman erzählt Ocean Vuong in starker Bildsprache ~ ein wahrer Poet der heutigen Zeit!
  • Zum Bewerterprofil von Maja Z.

    Maja Z.

    Thalia Wien – Mitte / W3

    Buchhändler*in

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    5/5

    25.01.2023

    Buch (Taschenbuch)

    "Man sagt, nichts hält ewig, dabei hat man nur Angst, dass es länger hält, als man es lieben kann."

    Diesem Roman mit seinen eigenen Worten gerecht zu werden, ist wahrlich eine Herausforderung. Der Erzähler schreibt seiner Mutter einen knapp 270 Seiten langen Brief. Sie ist allerdings Analphabetin und wird das Geschriebene vermutlich nie lesen. Ocean Vuong ist selbst ein Einwandererkind aus Vietnam und verarbeitet hier schonungslos seine unglücklichen Erfahrungen in den USA. Das Buch lebt allen voran von der Sprachkunst des Autors. Präzise, berührend, poetisch und aufwühlend. Kein Wort ist zu viel. Bei dieser Geschichte kann ich nur empfehlen, sich genügend Zeit zu nehmen. Genießen Sie die einzigartigen Sätze, die Sie durch das Buch begleiten. Es ist keine leichte Kost, aber das Lesen definitiv wert!
  • Zum Bewerterprofil von Lukas Bärwald

    Lukas Bärwald

    Thalia St. Pölten

    Buchhändler*in

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    4/5

    26.07.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    "Ich vermisse dich mehr, als dass ich mich an dich erinnere"

    Im Jahr 2002 erschien die Verfilmung von Frida Kahlos Leben mit Selma Hayek in der Hauptrolle. Eine der zentralen Szenen dabei ist der Verkehrsunfall, durch den die Malerin lange Zeit ans Bett gefesselt sein wird: Während der Bus mit Wucht gegen eine Hausmauer prallt, verlangsamen sich die gezeigten Geschehnisse in Zeitlupe. Es herrscht Chaos im Bus, Fahrgäste werden umgeworfen, Dinge zerbrechen – doch dieser Moment von Leid und Zerstörung wird kontrastiert mit dem schneeflockengleich durch die Luft tanzendem Blattgold eines mitfahrenden Künstlers. Schrecken und Schönheit vereint und sich gegenseitig verstärkend. Auf gleiche Art und Weise lässt Ocean Vuong seinen Protagonisten einen langen Brief an seine Mutter schreiben, in der er ihr von eben jener Schönheit und jenen Schrecken erzählt, die ihn letztendlich zu dem Menschen gemacht haben, der er heute ist. Sie sind eine Familie der Gebrochenen: Die Großmutter gezeichnet durch den Horror des Vietnamkriegs, in dem sie trotz allem ihre Liebe zu einem amerikanischen Soldaten findet; die Mutter, die ihren Traum vom Geld und Glück in den USA als Analphabetin in einem Nagelstudio früh aufgeben muss und er selbst, gefangen zwischen den psychotisch aggressiven Anfällen seiner Mutter, seiner ungestillten Sehnsucht nach Schönheit, Erfüllung der ersten großen Liebe zu einem anderen Jungen. Der Autor gehört zu den wichtigsten Stimmen der jungen amerikanischen Lyrik dieses Jahrzehnts und bringt auch eben jene besondere Sprachsensibilität in seinem Debütroman mit. Ähnlich wie in Max Porters im Frühjahr 2019 erschienenen „Lanny“ oder Paul Beattys „Slumberland“ liest sich dieses Buch durch die enorme Dichte an poetisch berührenden Sprachbildern, ungehörten Metaphern und einem schier nicht versiegen wollenden Schatz an bedrückend schönen Bildern fast mehr wie eine lyrische Ballade als ein klassischer Roman. Doch diese besondere Stärke des Romans kann auch bisweilen ihr Fallstrick sein: Dadurch, dass die Flut an außergewöhnlichen Gedanken und Gefühlen, verpackt in ungewohnte, weil vorhandene Klischees vermeidende Sprache quasi niemals abreißt, kann es schwer fallen, diesem konstanten Strom immer folgen zu können. Immer wieder beschäftigt und berührt ein Gedanke einer einzelnen Zeile und während die Augen bereits die nachfolgenden Absätze lesen, ist der Kopf eigentlich immer noch mit diesem bereits vergangenen Gedanken beschäftigt. So wird sich dieses nachhaltig empfehlenswerte Buch unter anderem besonders gut als Gemeinschaftslektüre in beispielsweise einem Lesekreis eignen, wo man immer wieder bewusst das Gas raus nimmt und sich die Zeit nimmt, einzelne Momente des Romans wirken zu lassen. Für sich allein gelesen, treibt die Handlung einen stetig vorwärts und so könnte die Gefahr bestehen, dass manche der zahlreichen Glanzpunkte kaum wahrgenommen vorüberziehen, weil sie eben so häufig und intensiv auf einen zuströmen. „Auf Erden sind wir kurz grandios“ ist ein einzigartiger Roman über die Utopie des Amerikanischen Traums und was dieser den Menschen vermittelt, anstreben zu wollen. Ein Buch über Sehnsucht, Scheitern und Schönheit, Ängste, Hoffnungen und Figuren, die sich oftmals in sich selbst eingeschlossen wiederfinden. Für die Lektüre bleibt zuletzt der Tipp, sich für dieses scheinbar schlanke Buch Zeit zu nehmen und immer wieder aus dem Fluss der Handlung auszusteigen, um einzelnen Ideen und Bildern nachzufühlen – denn diese sind oft so außergewöhnlich, dass es schade wäre sie zu überfliegen. „Auf Vietnamesisch ist der Ausdruck für jemanden vermissen und sich an ihn erinnern derselbe: nho. Manchmal, wenn du mich am Telefon fragst: Con nho me không?, zucke ich zusammen, im Glauben, du meintest: Erinnerst du dich an mich? Ich vermisse dich mehr, als dass ich mich an dich erinnere.“

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