"Ein grandioses Buch! Eine Reise in die Vergangenheit, in die Kindheit, nach Vietnam, in die Gewalt und die Liebe." Sasa Stanisic - Der Debütroman von Ocean Vuong
"Lass mich von vorn anfangen. Ma ..." Der Brief eines Sohnes an die vietnamesische Mutter, die ihn nie lesen wird. Die Tochter eines amerikanischen Soldaten und eines vietnamesischen Bauernmädchens ist Analphabetin, kann kaum Englisch und arbeitet in einem Nagelstudio. Sie ist das Produkt eines vergessenen Krieges. Der Sohn, ein schmächtiger Außenseiter, erzählt - von der Schizophrenie der Großmutter, den geschundenen Händen der prügelnden Mutter und seiner tragischen ersten Liebe zu einem amerikanischen Jungen. Vuong schreibt mit alles durchdringender Klarheit von einem Leben, in dem Gewalt und Zartheit aufeinanderprallen. Das kraftvollste Debüt der letzten Jahre, geschrieben in einer Sprache von grandioser Schönheit.
Kundinnen und Kunden meinen
4.5/5.0
Bewertung
5/5
31.10.2022
eBook (ePUB)
Ein unglaubiches Buch!
Ocean Vuong hat mich bereits mit der ersten Seite gefesselt.
Er erzählt in Form eines Briefes an seine analphabetische Mutter, von seinen Kindheitserinnerungen, den Narben des Vietnamkrieges, Rassismus, Homosexualität und Drogenmissbrauch.
Unfassbar poetisch, tieftraurig und rührend befasst er sich mit der Schönheit und Grausamkeit des Lebens.
Thala
5/5
10.08.2021
eBook (ePUB)
Poetisch und Kraftvoll
Klappentext: Lass mich von vorn anfangen. Ma …“ Der Brief eines Sohnes an die vietnamesische Mutter, die ihn nie lesen wird. Die Tochter eines amerikanischen Soldaten und eines vietnamesischen Bauernmädchens ist Analphabetin, kann kaum Englisch und arbeitet in einem Nagelstudio. Sie ist das Produkt eines vergessenen Krieges. Der Sohn, ein schmächtiger Außenseiter, erzählt – von der Schizophrenie der Großmutter, den geschundenen Händen der prügelnden Mutter und seiner tragischen ersten Liebe zu einem amerikanischen Jungen. Vuong schreibt mit alles durchdringender Klarheit von einem Leben, in dem Gewalt und Zartheit aufeinanderprallen. Das kraftvollste Debüt der letzten Jahre, geschrieben in einer Sprache von grandioser Schönheit.
Meine Meinung: Dieses Buch hat mich komplett überwältigt. Der Autor findet scheinbar mit Leichtigkeit für ein ziemlich hartes Schicksal, nie wütend oder mit dem mahnendem Zeigefinger. Oft musste ich während des Lesens eine Pause einlegen, weil mich seine Worte so tief berührt haben. Ich bin mir nicht sicher, ob dies ein autobiographisches Buch ist, falls nicht, ist Vuong zumindest sehr gut darin, Worten Tiefe und Eindringlichkeit zugleich zu verleihen. Mal in einer lyrischen Form, mal eher als Brief erzählt er von seiner Kindheit in Vietnam und den vereinigten Staaten, den psychischen Nachwirkungen der Greuel des Vietnamkrieges, des Unverstandenseins, eines Migrantenlebens und zudem seines Coming-Outs als Quere Person inklusive der Anfeindungen aufgrund seiner offen bekannten Sexualität.
Die Sprache des Buchs hat mich tief berührt. Oft habe ich Sätze noch einmal gelesen, um sie in ihrer ganzen Schönheit oder Traurigkeit zu begreifen.
Man könnte es die moderne Geschichte des American Dreams bezeichnen.
Absolute Leseempfehlung von mir! Ganz große Literatur!
Bewertung
aus Flensburg
5/5
15.09.2019
eBook (ePUB)
Überwältigend
Sehr beeindruckend, aber kein Buch für Jedermann. Eine ergreifende, fazinierende ausdrucksstarke Sprache. Ich freue mich schon auf den nächsten Roman
Bewertung
3/5
30.08.2025
eBook (ePUB)
Schön geschieben, aber nicht für alle geeignet
Auf Erden sind wir kurz grandios ist wunderschön geschrieben, allerdings inhaltlicht sehr sprunghaft, dass man sehr konzentriert lesen muss und sich wirklich Zeit lassen sollte, um das Buch richtig zu verstehen.
Gutes Buch, aber nichts für zwischendurch.
Bewertung
5/5
31.07.2026
Buch (Taschenbuch)
Fantastisch
„Auf Erden sind wir kurz grandios“ hat mich mit seiner gefühlvollen und bildhaften Sprache beeindruckt. Die Geschichte ist emotional, ehrlich und regt zum Nachdenken über Familie, Liebe und das Leben an. Ein besonderes Buch, das mich lange beschäftigt hat und das ich gerne weiterempfehle.
Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.
5/5
29.07.2024
Buch (Taschenbuch)
Meisterhafte Erzählung!
Eine berührende Geschichte eines vietnamesisch-amerikanischen Jungen und seiner Mutter, die ihre Heimat wegen dem Krieg verlassen müssen und sich in Amerika ein neues Leben erhoffen. Doch ihre Möglichkeiten sind begrenzt. Sprachbarrieren, Fremdenfeindlichkeit und das generationsübergreifende Trauma des Krieges verfolgt sie.
In seinem autofiktionalen Debütroman erzählt Ocean Vuong in starker Bildsprache ~ ein wahrer Poet der heutigen Zeit!
Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.
5/5
25.01.2023
Buch (Taschenbuch)
"Man sagt, nichts hält ewig, dabei hat man nur Angst, dass es länger hält, als man es lieben kann."
Diesem Roman mit seinen eigenen Worten gerecht zu werden, ist wahrlich eine Herausforderung. Der Erzähler schreibt seiner Mutter einen knapp 270 Seiten langen Brief. Sie ist allerdings Analphabetin und wird das Geschriebene vermutlich nie lesen.
Ocean Vuong ist selbst ein Einwandererkind aus Vietnam und verarbeitet hier schonungslos seine unglücklichen Erfahrungen in den USA. Das Buch lebt allen voran von der Sprachkunst des Autors. Präzise, berührend, poetisch und aufwühlend. Kein Wort ist zu viel.
Bei dieser Geschichte kann ich nur empfehlen, sich genügend Zeit zu nehmen. Genießen Sie die einzigartigen Sätze, die Sie durch das Buch begleiten. Es ist keine leichte Kost, aber das Lesen definitiv wert!
Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.
4/5
26.07.2019
Buch (Gebundene Ausgabe)
"Ich vermisse dich mehr, als dass ich mich an dich erinnere"
Im Jahr 2002 erschien die Verfilmung von Frida Kahlos Leben mit Selma Hayek in der Hauptrolle. Eine der zentralen Szenen dabei ist der Verkehrsunfall, durch den die Malerin lange Zeit ans Bett gefesselt sein wird: Während der Bus mit Wucht gegen eine Hausmauer prallt, verlangsamen sich die gezeigten Geschehnisse in Zeitlupe. Es herrscht Chaos im Bus, Fahrgäste werden umgeworfen, Dinge zerbrechen – doch dieser Moment von Leid und Zerstörung wird kontrastiert mit dem schneeflockengleich durch die Luft tanzendem Blattgold eines mitfahrenden Künstlers. Schrecken und Schönheit vereint und sich gegenseitig verstärkend.
Auf gleiche Art und Weise lässt Ocean Vuong seinen Protagonisten einen langen Brief an seine Mutter schreiben, in der er ihr von eben jener Schönheit und jenen Schrecken erzählt, die ihn letztendlich zu dem Menschen gemacht haben, der er heute ist.
Sie sind eine Familie der Gebrochenen: Die Großmutter gezeichnet durch den Horror des Vietnamkriegs, in dem sie trotz allem ihre Liebe zu einem amerikanischen Soldaten findet; die Mutter, die ihren Traum vom Geld und Glück in den USA als Analphabetin in einem Nagelstudio früh aufgeben muss und er selbst, gefangen zwischen den psychotisch aggressiven Anfällen seiner Mutter, seiner ungestillten Sehnsucht nach Schönheit, Erfüllung der ersten großen Liebe zu einem anderen Jungen.
Der Autor gehört zu den wichtigsten Stimmen der jungen amerikanischen Lyrik dieses Jahrzehnts und bringt auch eben jene besondere Sprachsensibilität in seinem Debütroman mit. Ähnlich wie in Max Porters im Frühjahr 2019 erschienenen „Lanny“ oder Paul Beattys „Slumberland“ liest sich dieses Buch durch die enorme Dichte an poetisch berührenden Sprachbildern, ungehörten Metaphern und einem schier nicht versiegen wollenden Schatz an bedrückend schönen Bildern fast mehr wie eine lyrische Ballade als ein klassischer Roman.
Doch diese besondere Stärke des Romans kann auch bisweilen ihr Fallstrick sein: Dadurch, dass die Flut an außergewöhnlichen Gedanken und Gefühlen, verpackt in ungewohnte, weil vorhandene Klischees vermeidende Sprache quasi niemals abreißt, kann es schwer fallen, diesem konstanten Strom immer folgen zu können. Immer wieder beschäftigt und berührt ein Gedanke einer einzelnen Zeile und während die Augen bereits die nachfolgenden Absätze lesen, ist der Kopf eigentlich immer noch mit diesem bereits vergangenen Gedanken beschäftigt.
So wird sich dieses nachhaltig empfehlenswerte Buch unter anderem besonders gut als Gemeinschaftslektüre in beispielsweise einem Lesekreis eignen, wo man immer wieder bewusst das Gas raus nimmt und sich die Zeit nimmt, einzelne Momente des Romans wirken zu lassen. Für sich allein gelesen, treibt die Handlung einen stetig vorwärts und so könnte die Gefahr bestehen, dass manche der zahlreichen Glanzpunkte kaum wahrgenommen vorüberziehen, weil sie eben so häufig und intensiv auf einen zuströmen.
„Auf Erden sind wir kurz grandios“ ist ein einzigartiger Roman über die Utopie des Amerikanischen Traums und was dieser den Menschen vermittelt, anstreben zu wollen. Ein Buch über Sehnsucht, Scheitern und Schönheit, Ängste, Hoffnungen und Figuren, die sich oftmals in sich selbst eingeschlossen wiederfinden.
Für die Lektüre bleibt zuletzt der Tipp, sich für dieses scheinbar schlanke Buch Zeit zu nehmen und immer wieder aus dem Fluss der Handlung auszusteigen, um einzelnen Ideen und Bildern nachzufühlen – denn diese sind oft so außergewöhnlich, dass es schade wäre sie zu überfliegen.
„Auf Vietnamesisch ist der Ausdruck für jemanden vermissen und sich an ihn erinnern derselbe: nho. Manchmal, wenn du mich am Telefon fragst: Con nho me không?, zucke ich zusammen, im Glauben, du meintest: Erinnerst du dich an mich?
Ich vermisse dich mehr, als dass ich mich an dich erinnere.“
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.