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Produktbild: Die Jahre
Artikelbild von Die Jahre
Annie Ernaux

1. Die Jahre

Die Jahre

Aus der Reihe suhrkamp pocket
14
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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Spieldauer

1 Stunde und 18 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

31.01.2019

Hörtyp

Hörspiel

Fassung

gekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

26

Verlag

Der Audio Verlag

Sprache

Deutsch

EAN

9783742410474

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

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Spieldauer

1 Stunde und 18 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

31.01.2019

Hörtyp

Hörspiel

Fassung

gekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

26

Verlag

Der Audio Verlag

Sprache

Deutsch

EAN

9783742410474

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  • katis zettelchen

    aus Salzburg

    5/5

    02.07.2023

    Buch (Taschenbuch)

    Eine chronologische Collage zur Geschichte des Zeitgeistes über mehr als 40 Jahre hinweg

    Ernaux kann alles besser ausdrücken als ich, daher fange ich mal mit ihren eigenen Worten an: Sie will „ihren Aufenthalt auf der Erde dokumentieren“, sie hat von sich selbst „den Eindruck […], in etwas Größerem aufzugehen, einem unscharfen Ganzen, dessen einzelne Bestandteile – Bräuche, Handlungen, Worte etc. – sie durch einen Kraftakt ihres kritischen Bewusstseins zum Vorschein bringen kann.“ „Sie will aus dem Abdruck, den die Welt in ihr und ihren Zeitgenossen hinterlassen hat, eine gesellschaftliche Zeit rekonstruieren, eine Zeit, die vor Langem begann und bis heute andauert – sie will in einem individuellen Gedächtnis das Gedächtnis des kollektiven Gedächtnisses finden und so die Geschichte mit Leben füllen.“ „Sie schaut nur in sich hinein, um dort die Welt, das Gedächtnis und die Träume der Vergangenheit zu finden, um zu erfassen, wie sich Ideen, Glaubenssätze und Gefühle, wie sich die Menschen und das Subjekt verändert haben, Veränderungen, die sie selbst miterlebt hat und die vielleicht nichts anderes sind im Vergleich zu denen, die ihre Enkelin und die Menschen im Jahr 2070 erlebt haben werden.“ Es ist eine „unpersönliche Autobiographie“, eine chronologische Collage der Veränderungen des Zeitgeistes Frankreichs, Europas, der Welt, anhand persönlicher Erinnerungen, Fotos, Lieder, Filme. Ihre eigene Person wird zum wir, man, sie (3. Person Singular). Ein fantastisches Buch, in dem ich unter anderem mich selbst oft wieder erkannt, viel über Frankreich gelernt und Ernaux einmal mehr als Lieblingsautorin gefunden habe.

  • Bewertung

    5/5

    02.04.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Literaturnobelpreisträgerin Annie...

    Literaturnobelpreisträgerin Annie Ernaux schildert in ihrem wohl bedeutendsten Roman "Die Jahre" EIN Leben und EINE Geschichte stellvertretend für VIELE. In schlichter und eindringlicher Sprache schildert Ernaux ihr Leben und zugleich französische Geschichte des 20. Jahrhunderts.

  • Hornita

    aus Augsburg

    5/5

    03.03.2023

    Buch (Taschenbuch)

    Sehr französisch

    Die Autorin entpuppt sich als eine sehr gute Beobachterin und Analystin. Das Buch beschreibt ihr Leben in Frankreich beginnend mit der Kriegszeit (sie ist 1940 geboren). Jedes Jahrzehnt, jedes Ereignis – privat wie öffentlich – wird kommentiert und das Zeitgefühl soziologisch analysiert. Obwohl ich viel über Frankreich weiß, gab es viele Dinge (politische, literarische, etc. oder einfach nur Konsumprodukte) die mir neu waren und deshalb nicht immer einfach zu verstehen. Das eigentlich bemerkenswerte an diesem Buch ist der Schreibstil. Es gibt keine Kapitel oder irgendwelche Einteilungen oder ein übergeordnete Struktur. Anhand von Fotos und Erinnerungen werden die Jahrzehnte mehr oder weniger chronologisch erzählt und die einzelnen Themen ziehen sich über Seiten oder auch nur über ein bis zwei Sätze. Zu Beginn ist das sehr gewöhnungsbedürftig, aber ich konnte mich schnell daran gewöhnen. Inhaltlich fand ich das Buch sehr interessant, es macht die vergangenen Jahrzehnte mit ihrem Zeitgeist lebendig und nachvollziehbar.

  • Hornita

    aus Augsburg

    5/5

    03.03.2023

    Buch (Taschenbuch)

    Sehr französisch; Die Autorin…

    Sehr französisch; Die Autorin entpuppt sich als eine sehr gute Beobachterin und Analystin. Das Buch beschreibt ihr Leben in Frankreich beginnend mit der Kriegszeit (sie ist 1940 geboren). Jedes Jahrzehnt, jedes Ereignis – privat wie öffentlich – wird kommentiert und das Zeitgefühl soziologisch analysiert. Obwohl ich viel über Frankreich weiß, gab es viele Dinge (politische, literarische, etc. oder einfach nur Konsumprodukte) die mir neu waren und deshalb nicht immer einfach zu verstehen. Das eigentlich bemerkenswerte an diesem Buch ist der Schreibstil. Es gibt keine Kapitel oder irgendwelche Einteilungen oder ein übergeordnete Struktur. Anhand von Fotos und Erinnerungen werden die Jahrzehnte mehr oder weniger chronologisch erzählt und die einzelnen Themen ziehen sich über Seiten oder auch nur über ein bis zwei Sätze. Zu Beginn ist das sehr gewöhnungsbedürftig, aber ich konnte mich schnell daran gewöhnen. Inhaltlich fand ich das Buch sehr interessant, es macht die vergangenen Jahrzehnte mit ihrem Zeitgeist lebendig und nachvollziehbar.

  • Bewertung

    aus Vaihingen

    5/5

    24.01.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wiedergefunden

    Wenige Jahre jünger als die Autorin, spiegelten sich viele ihrer Erfahrungen und Sichtweisen in meinen. Ob aus französischer oder deutscher Sicht, meistens vollkommen identisch. Fast wäre mir dieses Leseerlebnis entgangen, da ich in den ersten rund 20 Seiten nicht in das Buch hineinfand und es erst einmal weglegte. Nachdem ich mich aber das 2. Mal daran gewagt hatte, kam ich fast nicht mehr davon los. Inzwischen wartet das nächste Buch von ihr, um gelesen zu werden.

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Bewertungen (14)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Hans Wilhelm Schmölzer

    Hans Wilhelm Schmölzer

    Thalia Villach – Atrio

    Buchhändler*in

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    5/5

    20.10.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    „Gott ist tot, Marx ist tot, und ich fühle mich auch nicht so gut.“

    Annie Ernaux (Literaturnobelpreis 2022) schreibt eine kollektive und individuelle Chronik ihrer Lebensjahre, vom Nachkriegskonservativismus zur 68er Bewegung, von der Emanzipation und Befreiung zur Konsumgesellschaft – autobiografisch, (gesellschafts-)politisch, melancholisch. „Das Buch soll nicht das sein, was man üblicherweise unter Erinnerungsarbeit versteht, bei der es darum geht, ein Leben nachzuerzählen und sich zu erklären. Sie schaut nur in sich hinein, um dort die Welt, das Gedächtnis und die Träume der Vergangenheit zu finden, um zu erfassen, wie sich Ideen, Glaubenssätze und Gefühle, wie sich die Menschen und das Subjekt verändert haben, Veränderungen, die sie selbst miterlebt hat und die vielleicht nichts sind im Vergleich zu denen, die ihre Enkelin und die Menschen im Jahr 2070 erlebt haben werde.“
  • Zum Bewerterprofil von Ralf Rother

    Ralf Rother

    Thalia Wien – Mariahilfer Straße

    Buchhändler*in

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    5/5

    27.01.2018

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Erinnerungen an verlorene Jahre

    In Frankreich erschien das Buch „Les Années“ von Annie Ernaux schon im Jahr 2008. Letztes Jahr publizierte der Suhrkamp Verlag das Buch endlich in einer deutschen Übersetzung. Annie Ernaux ist 1940 in Frankreich geboren und hat eine Vielzahl autobiografischer Romane und Erzählungen veröffentlicht. Einige von ihnen wurden ins Deutsche übertragen: Z. B. „Das bessere Leben“ und „Das Leben einer Frau“. In dem Buch „Die Jahre“ sind es Schnipsel, Miniaturen, Träume, Fragmente und kleine Broken, die sich zu Erinnerungen von etwa 60 gelebten und verlebten Jahren zusammenfügen. Annie Ernaux erzählt, beschreibt, imaginiert, konstatiert und urteilt. Sie beginnt mit den Bildern, die sie hat. Es sind Bilder aus den Jahren 1941 bis 2006. Zuweilen sind es Fotos, oder aber Erinnerungsreste. Aber es sind auch Bilder, die verschwinden werden. Wie die Jahre, von denen sie Zeugnis geben. Ihr Schreibstil erinnert an eine soziologische bzw. ethnologische Beschreibung historischer Phänomene. Totes wird mit Lebendigem verknüpft. Privates und Intimes auf Gesellschaftliches und Öffentliches bezogen. Umbrüche und Verwerfungen werden in ihrer geschichtlichen Relevanz aufgerufen. So wird das autobiografische Gedächtnis von Annie Ernaux eine Erzählung auf Distanz und damit zu einer Erzählung und einem Zeugnis einer Generation, die verschwinden wird. Das Buch schließt dann auch mit dem folgenden Satz: „Etwas von der Zeit retten, in der man nie wieder sein wird.“

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