Produktbild: Die Jahre
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Annie Ernaux

1. Die Jahre

Die Jahre Hörspiel mit Corinna Harfouch u.v.a. (1 CD)

Aus der Reihe suhrkamp pocket
14

15,99 €

inkl. gesetzl. MwSt., zzgl. Versandkosten


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Beschreibung

Produktdetails

Gesprochen von

Corinna Harfouch + weitere

Spieldauer

1 Stunde und 18 Minuten

Erscheinungsdatum

31.01.2019

Hörtyp

Hörspiel

Medium

CD

Anzahl

1

Verlag

Der Audio Verlag

Übersetzt von

Sonja Finck

Sprache

Deutsch

EAN

9783742410320

Beschreibung

Rezension

»Annie Ernaux zu lesen ist ein Schock, eine Erfahrung, vor allem ist es wichtig.« LITERATUR SPIEGEL

Produktdetails

Gesprochen von

Spieldauer

1 Stunde und 18 Minuten

Erscheinungsdatum

31.01.2019

Hörtyp

Hörspiel

Medium

CD

Anzahl

1

Verlag

Der Audio Verlag

Übersetzt von

Sonja Finck

Sprache

Deutsch

EAN

9783742410320

Herstelleradresse

Der Audio Verlag GmbH
Hardenbergstraße 9A
10623 Berlin
DE

Email: info@der-audio-verlag.de

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  • lielo99

    aus Bad Münstereifel

    5/5

    14.01.2021

    Hörbuch (CD)

    Viel mehr als "nur" ein Hörbuch

    Als ich vor vielen Jahren den Song „Money“ von Pink Floyd zum ersten Mal hörte, war ich hin und weg. Das lag an dem ganz besonderen Effekt, den ich nur durch den Kopfhörer so richtig wahr nahm. Die Münzen purzelten vom rechten zum linken Ohr und dieses Erlebnis vergesse ich nie. So erging es mir auch bei diesem Hörbuch „Die Jahre“. Ich hörte das Buch mit dem Kopfhörer und die Stimmen wanderten von einem Ohr zum anderen. Toll. Dazu eine Musik, die das Gesagte perfekt unterstreicht. Nein, das Buch ist nicht alltäglich, sondern außergewöhnlich. Wichtig ist, dass man sich auf diese Art der Darstellung einlässt. Es sind vier Frauen unterschiedlichen Alters, die hier aktiv sind. Sie reißen das Geschehen kurz an. Das heißt, dass sie nicht nur das Leben der Autorin zusammenfassen. Auch die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg, der Kampf und die Emanzipation und die sexuelle Freiheit der Frauen ist ein Thema. Kurzum ein Hörbuch, das Bilder entstehen lässt, die für mich stimmig und nachvollziehbar sind. Es gibt also eine ausdrückliche Empfehlung für dieses beeindruckende Hörspiel verbunden mit der Hoffnung, dass es einen guten Platz bei der Wahl der Juroren erhält. Es gehört nämlich zur Shortlist des Hörbuchpreises 2020. Meine Stimme hat es auf jeden Fall.

  • Tina Bauer

    aus Essingen

    5/5

    14.01.2021

    Hörbuch (CD)

    Wo gehen wir hin....

    Oft fragen wir uns doch, wie wir mal werden, wenn wir mal alt sind? Annie Ernaux taucht ein in die eigene Vergangenheit. Bepackt mit Erinnerungen, Melodien und Gegenständen lässt und das Hörspiel, anfangs etwas gewöhnungsbedürftig auch in diese Vergangenheit Ernaux eintauchen. Mit dieser, doch viel erlebten Vergangenheit begleiten wir eine Frau durch die scheinbar besten Jahre ihres Lebens. Kurzzeitig und als Französin gefangen in der Nachkriegszeit nimmt Ernaux Reißaus und führt die Hörer mitten hinein in die scheinbar große Freiheit des Einzelnen. Man erinnert sich, taucht selbst wieder ein in unsere Geschichte, ob es gute oder schlechte Erinnerungen waren, spielt keine Rolle. Die Stimmen von Birthe Schnöink, Constanze Becker, Corinna Harfouch und Nicole Heesters brauchen Aufmerksamkeit. Die Biographie der ganz besonderen Art kann nicht einfach so nebenher gehört werden. Die Erinnerungen holen den Hörer regelmäßig ein. Wir finden uns in speziellen Phasen unseres Lebens wieder und sehen uns trotzdem, ob gut oder schlecht, immer wieder zurück. Ernaux geht dem nicht auf den Grund, ihre Sicht auf die Vergangenheit ist schlicht, schnörkellos und ohne großes Tamtam. Während wir noch in unserer eigenen Vergangenheit schwelgen, müssen wir doch realitätsnah feststellen, dass auch wir als Hörer älter geworden sind. Vieles ist uns bekannt, nur wenige Szenen von Ernaux sind uns neu. Ungewöhnlich vertont streben wir also den Weg in die Vergangenheit und irgendwie ganz von selbst auch wieder in die Gegenwart zurück, an. Was bleibt? Diese Frage muss sich jeder Hörer final selbst beantworten, aber eines steht fest, wir sind voller Erinnerungen und somit nicht allein. Dank Ernaux fällt es uns dann doch leicht, von der Vergangenheit zurück in die Gegenwart zu treten und einen mutigen Schritt in die uns so unbekannte Zukunft zu wagen.

  • bolie

    aus Langscheid

    5/5

    23.01.2020

    Hörbuch (CD)

    Als ich vor vielen Jahren den…

    Als ich vor vielen Jahren den Song „Money“ von Pink Floyd zum ersten Mal hörte, war ich hin und weg. Das lag an dem ganz besonderen Effekt, den ich nur durch den Kopfhörer so richtig wahr nahm. Die Münzen purzelten vom rechten zum linken Ohr und dieses Erlebnis vergesse ich nie. So erging es mir auch bei diesem Hörbuch „Die Jahre“. Ich hörte das Buch mit dem Kopfhörer und die Stimmen wanderten von einem Ohr zum anderen. Toll. Dazu eine Musik, die das Gesagte perfekt unterstreicht. Nein, das Buch ist nicht alltäglich, sondern außergewöhnlich. Wichtig ist, dass man sich auf diese Art der Darstellung einlässt. Es sind vier Frauen unterschiedlichen Alters, die hier aktiv sind. Sie reißen das Geschehen kurz an. Das heißt, dass sie nicht nur das Leben der Autorin zusammenfassen. Auch die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg, der Kampf und die Emanzipation und die sexuelle Freiheit der Frauen ist ein Thema. Kurzum ein Hörbuch, das Bilder entstehen lässt, die für mich stimmig und nachvollziehbar sind. Es gibt also eine ausdrückliche Empfehlung für dieses beeindruckende Hörspiel verbunden mit der Hoffnung, dass es einen guten Platz bei der Wahl der Juroren erhält. Es gehört nämlich zur Shortlist des Hörbuchpreises 2020. Meine Stimme hat es auf jeden Fall.

  • katis zettelchen

    aus Salzburg

    5/5

    02.07.2023

    Buch (Taschenbuch)

    Eine chronologische Collage zur Geschichte des Zeitgeistes über mehr als 40 Jahre hinweg

    Ernaux kann alles besser ausdrücken als ich, daher fange ich mal mit ihren eigenen Worten an: Sie will „ihren Aufenthalt auf der Erde dokumentieren“, sie hat von sich selbst „den Eindruck […], in etwas Größerem aufzugehen, einem unscharfen Ganzen, dessen einzelne Bestandteile – Bräuche, Handlungen, Worte etc. – sie durch einen Kraftakt ihres kritischen Bewusstseins zum Vorschein bringen kann.“ „Sie will aus dem Abdruck, den die Welt in ihr und ihren Zeitgenossen hinterlassen hat, eine gesellschaftliche Zeit rekonstruieren, eine Zeit, die vor Langem begann und bis heute andauert – sie will in einem individuellen Gedächtnis das Gedächtnis des kollektiven Gedächtnisses finden und so die Geschichte mit Leben füllen.“ „Sie schaut nur in sich hinein, um dort die Welt, das Gedächtnis und die Träume der Vergangenheit zu finden, um zu erfassen, wie sich Ideen, Glaubenssätze und Gefühle, wie sich die Menschen und das Subjekt verändert haben, Veränderungen, die sie selbst miterlebt hat und die vielleicht nichts anderes sind im Vergleich zu denen, die ihre Enkelin und die Menschen im Jahr 2070 erlebt haben werden.“ Es ist eine „unpersönliche Autobiographie“, eine chronologische Collage der Veränderungen des Zeitgeistes Frankreichs, Europas, der Welt, anhand persönlicher Erinnerungen, Fotos, Lieder, Filme. Ihre eigene Person wird zum wir, man, sie (3. Person Singular). Ein fantastisches Buch, in dem ich unter anderem mich selbst oft wieder erkannt, viel über Frankreich gelernt und Ernaux einmal mehr als Lieblingsautorin gefunden habe.

  • Bewertung

    5/5

    02.04.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Literaturnobelpreisträgerin Annie...

    Literaturnobelpreisträgerin Annie Ernaux schildert in ihrem wohl bedeutendsten Roman "Die Jahre" EIN Leben und EINE Geschichte stellvertretend für VIELE. In schlichter und eindringlicher Sprache schildert Ernaux ihr Leben und zugleich französische Geschichte des 20. Jahrhunderts.

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Bewertungen (14)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Hans Wilhelm Schmölzer

    Hans Wilhelm Schmölzer

    Thalia Villach – Atrio

    Buchhändler*in

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    5/5

    20.10.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    „Gott ist tot, Marx ist tot, und ich fühle mich auch nicht so gut.“

    Annie Ernaux (Literaturnobelpreis 2022) schreibt eine kollektive und individuelle Chronik ihrer Lebensjahre, vom Nachkriegskonservativismus zur 68er Bewegung, von der Emanzipation und Befreiung zur Konsumgesellschaft – autobiografisch, (gesellschafts-)politisch, melancholisch. „Das Buch soll nicht das sein, was man üblicherweise unter Erinnerungsarbeit versteht, bei der es darum geht, ein Leben nachzuerzählen und sich zu erklären. Sie schaut nur in sich hinein, um dort die Welt, das Gedächtnis und die Träume der Vergangenheit zu finden, um zu erfassen, wie sich Ideen, Glaubenssätze und Gefühle, wie sich die Menschen und das Subjekt verändert haben, Veränderungen, die sie selbst miterlebt hat und die vielleicht nichts sind im Vergleich zu denen, die ihre Enkelin und die Menschen im Jahr 2070 erlebt haben werde.“
  • Zum Bewerterprofil von Ralf Rother

    Ralf Rother

    Thalia Wien – Mariahilfer Straße

    Buchhändler*in

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    5/5

    27.01.2018

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Erinnerungen an verlorene Jahre

    In Frankreich erschien das Buch „Les Années“ von Annie Ernaux schon im Jahr 2008. Letztes Jahr publizierte der Suhrkamp Verlag das Buch endlich in einer deutschen Übersetzung. Annie Ernaux ist 1940 in Frankreich geboren und hat eine Vielzahl autobiografischer Romane und Erzählungen veröffentlicht. Einige von ihnen wurden ins Deutsche übertragen: Z. B. „Das bessere Leben“ und „Das Leben einer Frau“. In dem Buch „Die Jahre“ sind es Schnipsel, Miniaturen, Träume, Fragmente und kleine Broken, die sich zu Erinnerungen von etwa 60 gelebten und verlebten Jahren zusammenfügen. Annie Ernaux erzählt, beschreibt, imaginiert, konstatiert und urteilt. Sie beginnt mit den Bildern, die sie hat. Es sind Bilder aus den Jahren 1941 bis 2006. Zuweilen sind es Fotos, oder aber Erinnerungsreste. Aber es sind auch Bilder, die verschwinden werden. Wie die Jahre, von denen sie Zeugnis geben. Ihr Schreibstil erinnert an eine soziologische bzw. ethnologische Beschreibung historischer Phänomene. Totes wird mit Lebendigem verknüpft. Privates und Intimes auf Gesellschaftliches und Öffentliches bezogen. Umbrüche und Verwerfungen werden in ihrer geschichtlichen Relevanz aufgerufen. So wird das autobiografische Gedächtnis von Annie Ernaux eine Erzählung auf Distanz und damit zu einer Erzählung und einem Zeugnis einer Generation, die verschwinden wird. Das Buch schließt dann auch mit dem folgenden Satz: „Etwas von der Zeit retten, in der man nie wieder sein wird.“

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