Produktbild: Die Jahre

Die Jahre Nobelpreis für Literatur 2022

Aus der Reihe suhrkamp pocket
14

11,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

5577

Erscheinungsdatum

18.12.2017

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

255 (Printausgabe)

Dateigröße

2896 KB

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Les années

Übersetzt von

Sonja Finck

Sprache

Deutsch

EAN

9783518758632

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

Dieses eBook können Sie uneingeschränkt auf allen Geräten der tolino Familie, allen sonstigen eReadern und am PC lesen. Das eBook ist nicht kopiergeschützt und kann ein personalisiertes Wasserzeichen enthalten. Weitere Hinweise zum Lesen von eBooks mit einem personalisierten Wasserzeichen finden Sie unter Hilfe/Downloads.

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie eBooks innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Buch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Lesen durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um eBooks zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei Thalia oder einem anderen tolino-Buchhändler haben. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Family-Sharing.

Text-to-Speech

Ja

Bedeutet Ihnen Stimme mehr als Text? Mit der Funktion Text-to-Speech können Sie sich im tolino webReader und in der aktuellen Thalia – Lesen & Hören App das eBook vorlesen lassen. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Text-to-Speech.

Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt
  • alle Texte können angepasst werden

Verkaufsrang

5577

Erscheinungsdatum

18.12.2017

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

255 (Printausgabe)

Dateigröße

2896 KB

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Les années

Übersetzt von

Sonja Finck

Sprache

Deutsch

EAN

9783518758632

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Erinnerungen

Bewertung aus Wien am 10.11.2022

Bewertungsnummer: 1823131

Bewertet: eBook (ePUB)

Vorerst will ich sagen, dass eine Nobelpreisverleihung in Literatur mich immer eher ratlos zurücklässt, ich finde keinen Sinn darin. Literatur kann gefallen oder auch nicht. Ich habe die Bücher von A.Ernaux schon vor der Preisverleihung gekannt und war immer begeistert mit welcher Präzision sie ihre Menschen dargestellt hat. Ohne Verschönerung, Charaktere die man trifft, aber dann sich ihrer Bekanntschaft schämt, sie schreibt schonungslos ehrlich. Die " JAHRE " sind ein Buch, dass ich vor allem Lesern der Geburtsjahrgänge ab 1945 ans Herz legen möchte, viele werden sich darin wiederfinden.

Erinnerungen

Bewertung aus Wien am 10.11.2022
Bewertungsnummer: 1823131
Bewertet: eBook (ePUB)

Vorerst will ich sagen, dass eine Nobelpreisverleihung in Literatur mich immer eher ratlos zurücklässt, ich finde keinen Sinn darin. Literatur kann gefallen oder auch nicht. Ich habe die Bücher von A.Ernaux schon vor der Preisverleihung gekannt und war immer begeistert mit welcher Präzision sie ihre Menschen dargestellt hat. Ohne Verschönerung, Charaktere die man trifft, aber dann sich ihrer Bekanntschaft schämt, sie schreibt schonungslos ehrlich. Die " JAHRE " sind ein Buch, dass ich vor allem Lesern der Geburtsjahrgänge ab 1945 ans Herz legen möchte, viele werden sich darin wiederfinden.

Eine chronologische Collage zur Geschichte des Zeitgeistes über mehr als 40 Jahre hinweg

katis zettelchen aus Salzburg am 02.07.2023

Bewertungsnummer: 1972318

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Ernaux kann alles besser ausdrücken als ich, daher fange ich mal mit ihren eigenen Worten an: Sie will „ihren Aufenthalt auf der Erde dokumentieren“, sie hat von sich selbst „den Eindruck […], in etwas Größerem aufzugehen, einem unscharfen Ganzen, dessen einzelne Bestandteile – Bräuche, Handlungen, Worte etc. – sie durch einen Kraftakt ihres kritischen Bewusstseins zum Vorschein bringen kann.“ „Sie will aus dem Abdruck, den die Welt in ihr und ihren Zeitgenossen hinterlassen hat, eine gesellschaftliche Zeit rekonstruieren, eine Zeit, die vor Langem begann und bis heute andauert – sie will in einem individuellen Gedächtnis das Gedächtnis des kollektiven Gedächtnisses finden und so die Geschichte mit Leben füllen.“ „Sie schaut nur in sich hinein, um dort die Welt, das Gedächtnis und die Träume der Vergangenheit zu finden, um zu erfassen, wie sich Ideen, Glaubenssätze und Gefühle, wie sich die Menschen und das Subjekt verändert haben, Veränderungen, die sie selbst miterlebt hat und die vielleicht nichts anderes sind im Vergleich zu denen, die ihre Enkelin und die Menschen im Jahr 2070 erlebt haben werden.“ Es ist eine „unpersönliche Autobiographie“, eine chronologische Collage der Veränderungen des Zeitgeistes Frankreichs, Europas, der Welt, anhand persönlicher Erinnerungen, Fotos, Lieder, Filme. Ihre eigene Person wird zum wir, man, sie (3. Person Singular). Ein fantastisches Buch, in dem ich unter anderem mich selbst oft wieder erkannt, viel über Frankreich gelernt und Ernaux einmal mehr als Lieblingsautorin gefunden habe.

Eine chronologische Collage zur Geschichte des Zeitgeistes über mehr als 40 Jahre hinweg

katis zettelchen aus Salzburg am 02.07.2023
Bewertungsnummer: 1972318
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Ernaux kann alles besser ausdrücken als ich, daher fange ich mal mit ihren eigenen Worten an: Sie will „ihren Aufenthalt auf der Erde dokumentieren“, sie hat von sich selbst „den Eindruck […], in etwas Größerem aufzugehen, einem unscharfen Ganzen, dessen einzelne Bestandteile – Bräuche, Handlungen, Worte etc. – sie durch einen Kraftakt ihres kritischen Bewusstseins zum Vorschein bringen kann.“ „Sie will aus dem Abdruck, den die Welt in ihr und ihren Zeitgenossen hinterlassen hat, eine gesellschaftliche Zeit rekonstruieren, eine Zeit, die vor Langem begann und bis heute andauert – sie will in einem individuellen Gedächtnis das Gedächtnis des kollektiven Gedächtnisses finden und so die Geschichte mit Leben füllen.“ „Sie schaut nur in sich hinein, um dort die Welt, das Gedächtnis und die Träume der Vergangenheit zu finden, um zu erfassen, wie sich Ideen, Glaubenssätze und Gefühle, wie sich die Menschen und das Subjekt verändert haben, Veränderungen, die sie selbst miterlebt hat und die vielleicht nichts anderes sind im Vergleich zu denen, die ihre Enkelin und die Menschen im Jahr 2070 erlebt haben werden.“ Es ist eine „unpersönliche Autobiographie“, eine chronologische Collage der Veränderungen des Zeitgeistes Frankreichs, Europas, der Welt, anhand persönlicher Erinnerungen, Fotos, Lieder, Filme. Ihre eigene Person wird zum wir, man, sie (3. Person Singular). Ein fantastisches Buch, in dem ich unter anderem mich selbst oft wieder erkannt, viel über Frankreich gelernt und Ernaux einmal mehr als Lieblingsautorin gefunden habe.

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Die Jahre

von Annie Ernaux

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Hans Wilhelm Schmölzer

Thalia Villach – Atrio

Zum Portrait

5/5

„Gott ist tot, Marx ist tot, und ich fühle mich auch nicht so gut.“

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Annie Ernaux (Literaturnobelpreis 2022) schreibt eine kollektive und individuelle Chronik ihrer Lebensjahre, vom Nachkriegskonservativismus zur 68er Bewegung, von der Emanzipation und Befreiung zur Konsumgesellschaft – autobiografisch, (gesellschafts-)politisch, melancholisch. „Das Buch soll nicht das sein, was man üblicherweise unter Erinnerungsarbeit versteht, bei der es darum geht, ein Leben nachzuerzählen und sich zu erklären. Sie schaut nur in sich hinein, um dort die Welt, das Gedächtnis und die Träume der Vergangenheit zu finden, um zu erfassen, wie sich Ideen, Glaubenssätze und Gefühle, wie sich die Menschen und das Subjekt verändert haben, Veränderungen, die sie selbst miterlebt hat und die vielleicht nichts sind im Vergleich zu denen, die ihre Enkelin und die Menschen im Jahr 2070 erlebt haben werde.“
  • Hans Wilhelm Schmölzer
  • Buchhändler/-in

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5/5

„Gott ist tot, Marx ist tot, und ich fühle mich auch nicht so gut.“

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Annie Ernaux (Literaturnobelpreis 2022) schreibt eine kollektive und individuelle Chronik ihrer Lebensjahre, vom Nachkriegskonservativismus zur 68er Bewegung, von der Emanzipation und Befreiung zur Konsumgesellschaft – autobiografisch, (gesellschafts-)politisch, melancholisch. „Das Buch soll nicht das sein, was man üblicherweise unter Erinnerungsarbeit versteht, bei der es darum geht, ein Leben nachzuerzählen und sich zu erklären. Sie schaut nur in sich hinein, um dort die Welt, das Gedächtnis und die Träume der Vergangenheit zu finden, um zu erfassen, wie sich Ideen, Glaubenssätze und Gefühle, wie sich die Menschen und das Subjekt verändert haben, Veränderungen, die sie selbst miterlebt hat und die vielleicht nichts sind im Vergleich zu denen, die ihre Enkelin und die Menschen im Jahr 2070 erlebt haben werde.“

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Ralf Rother

Thalia Wien – Mariahilfer Straße

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5/5

Erinnerungen an verlorene Jahre

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

In Frankreich erschien das Buch „Les Années“ von Annie Ernaux schon im Jahr 2008. Letztes Jahr publizierte der Suhrkamp Verlag das Buch endlich in einer deutschen Übersetzung. Annie Ernaux ist 1940 in Frankreich geboren und hat eine Vielzahl autobiografischer Romane und Erzählungen veröffentlicht. Einige von ihnen wurden ins Deutsche übertragen: Z. B. „Das bessere Leben“ und „Das Leben einer Frau“. In dem Buch „Die Jahre“ sind es Schnipsel, Miniaturen, Träume, Fragmente und kleine Broken, die sich zu Erinnerungen von etwa 60 gelebten und verlebten Jahren zusammenfügen. Annie Ernaux erzählt, beschreibt, imaginiert, konstatiert und urteilt. Sie beginnt mit den Bildern, die sie hat. Es sind Bilder aus den Jahren 1941 bis 2006. Zuweilen sind es Fotos, oder aber Erinnerungsreste. Aber es sind auch Bilder, die verschwinden werden. Wie die Jahre, von denen sie Zeugnis geben. Ihr Schreibstil erinnert an eine soziologische bzw. ethnologische Beschreibung historischer Phänomene. Totes wird mit Lebendigem verknüpft. Privates und Intimes auf Gesellschaftliches und Öffentliches bezogen. Umbrüche und Verwerfungen werden in ihrer geschichtlichen Relevanz aufgerufen. So wird das autobiografische Gedächtnis von Annie Ernaux eine Erzählung auf Distanz und damit zu einer Erzählung und einem Zeugnis einer Generation, die verschwinden wird. Das Buch schließt dann auch mit dem folgenden Satz: „Etwas von der Zeit retten, in der man nie wieder sein wird.“
  • Ralf Rother
  • Buchhändler/-in

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Erinnerungen an verlorene Jahre

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

In Frankreich erschien das Buch „Les Années“ von Annie Ernaux schon im Jahr 2008. Letztes Jahr publizierte der Suhrkamp Verlag das Buch endlich in einer deutschen Übersetzung. Annie Ernaux ist 1940 in Frankreich geboren und hat eine Vielzahl autobiografischer Romane und Erzählungen veröffentlicht. Einige von ihnen wurden ins Deutsche übertragen: Z. B. „Das bessere Leben“ und „Das Leben einer Frau“. In dem Buch „Die Jahre“ sind es Schnipsel, Miniaturen, Träume, Fragmente und kleine Broken, die sich zu Erinnerungen von etwa 60 gelebten und verlebten Jahren zusammenfügen. Annie Ernaux erzählt, beschreibt, imaginiert, konstatiert und urteilt. Sie beginnt mit den Bildern, die sie hat. Es sind Bilder aus den Jahren 1941 bis 2006. Zuweilen sind es Fotos, oder aber Erinnerungsreste. Aber es sind auch Bilder, die verschwinden werden. Wie die Jahre, von denen sie Zeugnis geben. Ihr Schreibstil erinnert an eine soziologische bzw. ethnologische Beschreibung historischer Phänomene. Totes wird mit Lebendigem verknüpft. Privates und Intimes auf Gesellschaftliches und Öffentliches bezogen. Umbrüche und Verwerfungen werden in ihrer geschichtlichen Relevanz aufgerufen. So wird das autobiografische Gedächtnis von Annie Ernaux eine Erzählung auf Distanz und damit zu einer Erzählung und einem Zeugnis einer Generation, die verschwinden wird. Das Buch schließt dann auch mit dem folgenden Satz: „Etwas von der Zeit retten, in der man nie wieder sein wird.“

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