Produktbild: Die Jahre

Die Jahre Nobelpreis für Literatur 2022

Aus der Reihe suhrkamp pocket
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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

3566

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

19.06.2019

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

255

Maße (L/B/H)

18,8/11,7/2,2 cm

Gewicht

238 g

Farbe

Seidengrau / Anthrazit

Auflage

12

Originaltitel

Les années

Übersetzt von

Sonja Finck

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-46968-2

Beschreibung

Rezension

»... ein literarisches Erinnerungsarchiv voller Kraft, Melancholie und Schärfe. « ("ntv")
»Annie Ernaux zu lesen ist ein Schock, eine Erfahrung, vor allem ist es wichtig. Bei ihr wird das Private politisch, die Politik ins Gespräch überführt, und aus alledem wird brisante, aktuelle und poetische Literatur … ein Meisterwerk.« ("DER SPIEGEL")
»Ein großartiges Zeitdokument von eindringlicher Schlichtheit.« ("DIE ZEIT")
»Annie Ernaux ist in meinen Augen mit ihren revolutionären autofiktionalen Romanen über den Preis der Überwindung von Klassenschranken die überzeugendste Literaturnobelpreisträgerin seit Langem.« ("FOCUS")
»[Ernaux] eröffnet auf nur gut 200 Seiten einen Weitblick, mit dem man die Welt vielleicht ein wenig besser verstehen kann.« ("NZZ Bellevue")
»Ernaux ist eine Klasse für sich.« ("Der Tagesspiegel")
»Annie Ernaux zu lesen ist ein Schock, eine Erfahrung, vor allem ist es wichtig.« ("DER SPIEGEL")
»Für alle, die neugierig sind auf eine persönliche Chronik, die gleichzeitig das kollektive Gedächtnis Europas erfasst.« ("oe24.at")
»Annie Ernaux' konsequentes Unternehmen, das autobiografische Ich zu dezentrieren und den Nebensachen ein existenzielles Gewicht zu geben, verändert den eigenen Blick und wirkt lange nach.« ("Neue Zürcher Zeitung")
»Jeder, der sich für Frankreich interessiert oder für moderne literarische Formen oder einfach nur für biografisches Erzählen, sollte dieses Buch lesen. Schlicht meisterhaft.« ("St. Galler Tagblatt")

Produktdetails

Verkaufsrang

3566

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

19.06.2019

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

255

Maße (L/B/H)

18,8/11,7/2,2 cm

Gewicht

238 g

Farbe

Seidengrau / Anthrazit

Auflage

12

Originaltitel

Les années

Übersetzt von

Sonja Finck

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-46968-2

Herstelleradresse

Suhrkamp Verlag
Torstraße 44
10119 Berlin
DE

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  • katis zettelchen

    aus Salzburg

    5/5

    02.07.2023

    Buch (Taschenbuch)

    Eine chronologische Collage zur Geschichte des Zeitgeistes über mehr als 40 Jahre hinweg

    Ernaux kann alles besser ausdrücken als ich, daher fange ich mal mit ihren eigenen Worten an: Sie will „ihren Aufenthalt auf der Erde dokumentieren“, sie hat von sich selbst „den Eindruck […], in etwas Größerem aufzugehen, einem unscharfen Ganzen, dessen einzelne Bestandteile – Bräuche, Handlungen, Worte etc. – sie durch einen Kraftakt ihres kritischen Bewusstseins zum Vorschein bringen kann.“ „Sie will aus dem Abdruck, den die Welt in ihr und ihren Zeitgenossen hinterlassen hat, eine gesellschaftliche Zeit rekonstruieren, eine Zeit, die vor Langem begann und bis heute andauert – sie will in einem individuellen Gedächtnis das Gedächtnis des kollektiven Gedächtnisses finden und so die Geschichte mit Leben füllen.“ „Sie schaut nur in sich hinein, um dort die Welt, das Gedächtnis und die Träume der Vergangenheit zu finden, um zu erfassen, wie sich Ideen, Glaubenssätze und Gefühle, wie sich die Menschen und das Subjekt verändert haben, Veränderungen, die sie selbst miterlebt hat und die vielleicht nichts anderes sind im Vergleich zu denen, die ihre Enkelin und die Menschen im Jahr 2070 erlebt haben werden.“ Es ist eine „unpersönliche Autobiographie“, eine chronologische Collage der Veränderungen des Zeitgeistes Frankreichs, Europas, der Welt, anhand persönlicher Erinnerungen, Fotos, Lieder, Filme. Ihre eigene Person wird zum wir, man, sie (3. Person Singular). Ein fantastisches Buch, in dem ich unter anderem mich selbst oft wieder erkannt, viel über Frankreich gelernt und Ernaux einmal mehr als Lieblingsautorin gefunden habe.

  • Hornita

    aus Augsburg

    5/5

    03.03.2023

    Buch (Taschenbuch)

    Sehr französisch

    Die Autorin entpuppt sich als eine sehr gute Beobachterin und Analystin. Das Buch beschreibt ihr Leben in Frankreich beginnend mit der Kriegszeit (sie ist 1940 geboren). Jedes Jahrzehnt, jedes Ereignis – privat wie öffentlich – wird kommentiert und das Zeitgefühl soziologisch analysiert. Obwohl ich viel über Frankreich weiß, gab es viele Dinge (politische, literarische, etc. oder einfach nur Konsumprodukte) die mir neu waren und deshalb nicht immer einfach zu verstehen. Das eigentlich bemerkenswerte an diesem Buch ist der Schreibstil. Es gibt keine Kapitel oder irgendwelche Einteilungen oder ein übergeordnete Struktur. Anhand von Fotos und Erinnerungen werden die Jahrzehnte mehr oder weniger chronologisch erzählt und die einzelnen Themen ziehen sich über Seiten oder auch nur über ein bis zwei Sätze. Zu Beginn ist das sehr gewöhnungsbedürftig, aber ich konnte mich schnell daran gewöhnen. Inhaltlich fand ich das Buch sehr interessant, es macht die vergangenen Jahrzehnte mit ihrem Zeitgeist lebendig und nachvollziehbar.

  • Hornita

    aus Augsburg

    5/5

    03.03.2023

    Buch (Taschenbuch)

    Sehr französisch; Die Autorin…

    Sehr französisch; Die Autorin entpuppt sich als eine sehr gute Beobachterin und Analystin. Das Buch beschreibt ihr Leben in Frankreich beginnend mit der Kriegszeit (sie ist 1940 geboren). Jedes Jahrzehnt, jedes Ereignis – privat wie öffentlich – wird kommentiert und das Zeitgefühl soziologisch analysiert. Obwohl ich viel über Frankreich weiß, gab es viele Dinge (politische, literarische, etc. oder einfach nur Konsumprodukte) die mir neu waren und deshalb nicht immer einfach zu verstehen. Das eigentlich bemerkenswerte an diesem Buch ist der Schreibstil. Es gibt keine Kapitel oder irgendwelche Einteilungen oder ein übergeordnete Struktur. Anhand von Fotos und Erinnerungen werden die Jahrzehnte mehr oder weniger chronologisch erzählt und die einzelnen Themen ziehen sich über Seiten oder auch nur über ein bis zwei Sätze. Zu Beginn ist das sehr gewöhnungsbedürftig, aber ich konnte mich schnell daran gewöhnen. Inhaltlich fand ich das Buch sehr interessant, es macht die vergangenen Jahrzehnte mit ihrem Zeitgeist lebendig und nachvollziehbar.

  • Bewertung

    aus Thun im Kanton Bern

    5/5

    24.10.2022

    Buch (Taschenbuch)

    beaucoup de nostalgie

    Die Autorin blickt zurück auf die vierziger Jahre (Zeit ihrer Geburt im Krieg) bis in die nuller Jahre. Ein schöner „ethnologischer“ Blick, der das Denken, die Kultur, die Bilder, die Gewohnheiten, die Gerüche und Farben der vergangenen Zeiten aufnimmt. Im Zuge der Lektüre beginnt die eigene Erinnerung wieder zu erwachen und es entstehen Bilder aus dem eigenen Leben, aus seiner eigenen Vergangenheit. Bis in die Achtziger Jahre ist die Autorin sehr ethnologisch unterwegs und begnügt sich mit Schilderungen, Nuancen, Gefühlen usw. Je näher sie aber in die Gegenwart rückt, desto grösser wird die Tendenz, die Ethnologie zu Gunsten der Politologie zu verlassen. Desto kritischer wird auch der Blick - der Blick der Älteren auf die digitale Welt. Ein Hauch Herbert Marcuse oder Horkheimer/Adorno beginnt das Buch zu streifen. Ein sehr schönes Buch mit - auch wenn die Autorin es nicht wahrhaben will - viel Nostalgie.

  • ZHP

    aus CH

    5/5

    18.01.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Ein ununterbrochenes Déjà-vu !

    Für mich - als Mann in den fünfziger geboren - und das nicht etwa in Frankreich - ein ununterbrochenes Déjà-vu ! Die ersten 20 Seiten sind gewöhnungsbedürftig - und je mehr man und Mann sich auf die Zeitreise von Annie Ernaux begeht - umso faszinierender.

Kundinnen und Kunden meinen

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Bewertungen (14)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Hans Wilhelm Schmölzer

    Hans Wilhelm Schmölzer

    Thalia Villach – Atrio

    Buchhändler*in

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    5/5

    20.10.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    „Gott ist tot, Marx ist tot, und ich fühle mich auch nicht so gut.“

    Annie Ernaux (Literaturnobelpreis 2022) schreibt eine kollektive und individuelle Chronik ihrer Lebensjahre, vom Nachkriegskonservativismus zur 68er Bewegung, von der Emanzipation und Befreiung zur Konsumgesellschaft – autobiografisch, (gesellschafts-)politisch, melancholisch. „Das Buch soll nicht das sein, was man üblicherweise unter Erinnerungsarbeit versteht, bei der es darum geht, ein Leben nachzuerzählen und sich zu erklären. Sie schaut nur in sich hinein, um dort die Welt, das Gedächtnis und die Träume der Vergangenheit zu finden, um zu erfassen, wie sich Ideen, Glaubenssätze und Gefühle, wie sich die Menschen und das Subjekt verändert haben, Veränderungen, die sie selbst miterlebt hat und die vielleicht nichts sind im Vergleich zu denen, die ihre Enkelin und die Menschen im Jahr 2070 erlebt haben werde.“
  • Zum Bewerterprofil von Ralf Rother

    Ralf Rother

    Thalia Wien – Mariahilfer Straße

    Buchhändler*in

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    5/5

    27.01.2018

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Erinnerungen an verlorene Jahre

    In Frankreich erschien das Buch „Les Années“ von Annie Ernaux schon im Jahr 2008. Letztes Jahr publizierte der Suhrkamp Verlag das Buch endlich in einer deutschen Übersetzung. Annie Ernaux ist 1940 in Frankreich geboren und hat eine Vielzahl autobiografischer Romane und Erzählungen veröffentlicht. Einige von ihnen wurden ins Deutsche übertragen: Z. B. „Das bessere Leben“ und „Das Leben einer Frau“. In dem Buch „Die Jahre“ sind es Schnipsel, Miniaturen, Träume, Fragmente und kleine Broken, die sich zu Erinnerungen von etwa 60 gelebten und verlebten Jahren zusammenfügen. Annie Ernaux erzählt, beschreibt, imaginiert, konstatiert und urteilt. Sie beginnt mit den Bildern, die sie hat. Es sind Bilder aus den Jahren 1941 bis 2006. Zuweilen sind es Fotos, oder aber Erinnerungsreste. Aber es sind auch Bilder, die verschwinden werden. Wie die Jahre, von denen sie Zeugnis geben. Ihr Schreibstil erinnert an eine soziologische bzw. ethnologische Beschreibung historischer Phänomene. Totes wird mit Lebendigem verknüpft. Privates und Intimes auf Gesellschaftliches und Öffentliches bezogen. Umbrüche und Verwerfungen werden in ihrer geschichtlichen Relevanz aufgerufen. So wird das autobiografische Gedächtnis von Annie Ernaux eine Erzählung auf Distanz und damit zu einer Erzählung und einem Zeugnis einer Generation, die verschwinden wird. Das Buch schließt dann auch mit dem folgenden Satz: „Etwas von der Zeit retten, in der man nie wieder sein wird.“

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