Produktbild: Der Report der Magd

Der Report der Magd Roman | Das Buch zu "The Handmaid's Tale"

70

4,99 € 11,99 € *

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

648

Erscheinungsdatum

03.04.2017

Verlag

Piper ebooks

Seitenzahl

400 (Printausgabe)

Dateigröße

6376 KB

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Helga Pfetsch

Sprache

Deutsch

EAN

9783492970594

Beschreibung

Rezension

»Packend, verstörend und mit absolutem Suchtpotenzial!«, annabelle (CH), 19.07.2017

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

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648

Erscheinungsdatum

03.04.2017

Verlag

Piper ebooks

Seitenzahl

400 (Printausgabe)

Dateigröße

6376 KB

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1. Auflage

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Helga Pfetsch

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Deutsch

EAN

9783492970594

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  • Bewertung

    5/5

    20.08.2026

    eBook (ePUB 3)

    Beklemmend und erschreckend aktuell

    Margaret Atwoods „Der Report der Magd“ ist ein eindringlicher und erschreckend realistischer Roman. Die düstere Welt von Gilead und das Schicksal von Desfred haben mich sehr nachdenklich gemacht. Besonders beeindruckend ist, wie eindringlich Atwood Themen wie Freiheit, Macht und die Unterdrückung von Frauen behandelt. Trotz des Alters des Romans wirkt die Geschichte erstaunlich aktuell und beunruhigend. Ein wichtiges Buch, das noch lange nach dem Lesen nachhallt und zum Nachdenken über die eigene Gesellschaft anregt.

  • Bewertung

    5/5

    24.01.2025

    eBook (ePUB 3)

    Es geht unter die Haut!

    Frauen sind ihrer Rechte beraubt worden! In Margaret Atwoods düsterer Dystopie sieht das Leben von Frauen zumindest so aus. Sie nehmen nur noch Aufgaben wahr, jedoch ohne Bezahlung und ohne Ansprüche. Eine dieser Aufgaben ist für die Magd, sie bringt Erschütterung und Aufwühlung zugleich. „Der Report der Magd“ ermöglicht dem Leser einen Einblick in eine Lebensweise, die hoffentlich niemals Realität wird.

  • Bewertung

    5/5

    02.08.2023

    eBook (ePUB 3)

    Leider immernoch hochaktuell

    Margret Atwood ist eine Meisterin des Storytellings und rückt durch die Augen der namenlosen Protagonistin die Welt von Gilead langsam in den Fokus. Wir erfahren durch die Vergangenheit der Magd wie sich der totalitäre Staat überhaupt hatte bilden können. Auch interessant ist, dass Atwood nur echte Vorfälle aus der Geschichte in die Welt von Gilead einbaut. Vorfälle die sich auch jetzt wiederholen, denn der Report der Magd hält unserer Gesellschaft immer noch den Spiegel vor und spricht davon, welche Zukunft uns erwarten könnte wenn das Patriachat weiter wächst und Staat und Religion sich verbünden. Die aktuellen Geschehnisse im Iran und die Abtreibungsverbote in den USA erinnern uns daran, dass diese Zukunftsvision garnicht so weit von unserer Gegenwart entfernt ist. Auch jetzt werden Frauen zu Geburtsmaschinen minimiert und in hochgeschlossene, "sittsame" Kleider gezwängt um den "sexgetriebenen" Mann nicht zur Sünde zu verleiten. Und während FeministInnen im Internet über das Patriachat aufklären bekommen auch die sogenannten Männerrechtler immer mehr Aufmerksamkeit für ihre traditionellen Wertvorstellungen. Die Ansichten zwischen Mann und Frau geraten ins Schwanken und mit der wachsenden, feministischen Revolution zieht gleichzeitig auch eine Welle von Sexismus und veralteten Werten auf, die versucht uns abzudrängen. Dieses Buch ist Aufklärung und ein Aufruf weiter für unsere Rechte zu kämpfen.

  • Meggie

    aus Mertesheim

    5/5

    28.03.2022

    eBook (ePUB 3)

    eine grausame Zukunft

    Eine düstere Zukunft für Frauen - nachdem durch zu viel radioaktiver Verseuchung die Geburtenrate stark zurückgegangen ist, wird ein neues System eingeführt. Aufgrund der zunehmenden Sterilität der Menschen, werden diejenigen Frauen, die noch fruchtbar sind, dazu genötigt, in einem Haushalt als sog. "Magd" zu dienen. Dazu gehört, dass man keinerlei Rechte mehr hat und dem Hausvorstand dienlich sein muss, damit sie schwanger wird und dem Ehepaar, in dessen Haus sie lebt, ein Kind zu gebären. Offred ist solch eine Magd und lebt im Hause des Kommandanten und dessen Frau Serena Joy. Offred erzählt ihre Geschichte, in dem sie in Rückblicken erklärt, wie es dazu kam, dass sie nun als Magd dienen muss und ausführt, wie das Leben sich nun gestaltet. In einem erschütternd nüchternen Ton wird hier die Geschichte von June erzählt, die nunmehr Offred heißt und als Magd im Haushalt von Serena Joy und ihrem Mann, der nur als Kommandant bekannt ist, lebt. Die Autorin hat sich eine düstere Zukunft für Frauen ausgedacht, in der radioaktive Verseuchung dazu führt, dass viele Frauen und Männer steril werden und somit die Geburtenrate in den USA drastisch zurückgeht. Es wird ein neuer Staat - Gilead - ausgerufen. Wer dort lebt, hat sich an bestimmte Regeln zu halten. Dazu gehört, dass eine Frau, die noch fruchtbar ist, so viele Kinder wie möglich austragen soll. Dabei wird sie einem Haushalt zugewiesen, der nicht in der Lage ist, Kinder zu zeugen. In einer unmenschlichen "Zeremonie" muss die Magd dem Hausherrn zu Diensten sein, in der Hoffnung, dass sie schnell schwanger wird und - vor allem - auch ein gesundes Kind zur Welt bringt. Ich habe die Serie "The Handmaid's Tale" mit großen Interesse verfolgt und nun wollte ich auch lesen, wie die Autorin sich die Geschichte vorgestellt hat. Dabei muss ich sagen, dass die TV-Serie sich sehr nah an das Buch gehalten hat, zumindest, was die Grundgeschichte angeht. Die Serie hat mich schon erschüttert, aber das Buch spiegelt diese Erschütterung nochmals wider, in dem mit einer Nüchternheit von Offred erzählt wird, wie es zu all dem überhaupt kam. Die Autorin hat sich eine düstere Zukunft einfallen lassen. Die Frauen sind herabgestuft und den Männern Untertan. Nur wenige Rechte werden ihnen eingeräumt, je nach Status. Hochinteressant ist jedoch, wie Offred anfängt, sich etwas gegen das System zu wehren, mit den wenigen Mitteln, die ihr zur Verfügung stehen. Sie bekommt Bruchstücke mit, die sich langsam zu einem großen Bild zusammenfügen. Der Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig, da bei der wörtlichen Rede keine Zeichensetzung benutzt wurde bzw. nur selten die wörtliche Rede in Anführungszeichen gesetzt wird. Man gewöhnt sich zwar daran, allerdings wird auch nicht erklärt, warum dies so gehandhabt wurde. Am Ende erwartet einem eine Podiumsdiskussion. in der Jahre später erzählt wird, dass der "Report der Magd" gefunden und analysiert wurde. Meggies Fussnote: Eine grausame Dystopie.

  • Giselas Lesehimmel

    aus Landshut

    5/5

    23.04.2021

    eBook (ePUB 3)

    Ein totalitärer Staat, bei dem Frauen die größten Opfer sind.

    Ich würde gerne unwissend sein. Dann wüsste ich nicht, wie unwissend ich bin. (Seite 300 auf dem Reader) Vor vielen Jahren habe ich die gebundene Ausgabe ungelesen verschenkt. Ich konnte mit der Geschichte nichts anfangen. Jahre später habe ich es nochmal mit dem eBook versucht. Viele schwärmen ja von dieser Dystopie. Wieder habe ich die Geschichte abgebrochen. Irgendwie bin ich in das Buch nicht hineingekommen. Nun habe ich mir die komplette Serie angesehen. Da ich von der Verfilmung sehr begeistert bin, habe ich nun gleich im Anschluss das eBook gesuchtet. Bingo! Das ist eine Premiere für mich. Noch nie zuvor habe ich erst den Film geschaut und dann das Buch gelesen. Ich hatte nun beim Lesen ein besseres Verständnis für diese Dystopie. Der Sprachstil ist verträumt, intensiv und sehr speziell. Die Gedankengänge von Desfred werden sehr ausführlich beschrieben. Abwechselnd begleitet man die Magd Desfred in der Gegenwart und Vergangenheit. Ohne Vorkenntnisse wäre das für mich sehr schwierig gewesen. Die Welt, in denen Frauen nichts weiter sind als Gebärmaschinen sind , wird von religiösen Fanatikern regiert. Bevorzugt werden Ehebrecherinnen und Frauen, die in ihrem vorherigen Leben nicht richtig Fuß gefasst haben. Die in einer Zweitehe gelebt lebten und einer anderen Frau den Mann weggenommen haben. So eine Frau wie Desfred. Sie hat mit ihren Luke eine gemeinsame Tochter. Für Luke ist es die zweite Ehe. Für Desfred wird diese Ehe zum Verhängnis! Desfred träumt von ihrem kleinen Mädchen, das man ihr auf der Flucht weggenommen hat. Sie weiß nicht, ob ihr Mann noch lebt. In dem neuen Staat Gilead gibt es die Marthas, die die Haushalte führen. Die Tanten, die die Mägde ausbilden. Die Mägde sollen für kinderlose Paare schwanger werden. Frauen besitzen in dem totalitären Staat keinerlei Rechte mehr. Sie dürfen ihre Berufe nicht mehr ausführen. Besitzen kein Geld mehr. Ihre Kinder hat man ihnen weggenommen und kinderlosen Paaren geschenkt! Ich konnte nicht fassen, was man mit den Frauen gemacht hat. Im Beisein der Ehefrauen mussten die Mägde mit deren Männern (Kommandanten) den Beischlaf vollziehen. Angebliche Fehltritte wurden sehr schwer bestraft. Ihre Bekleidung bestand aus aus einer roten, unförmigen Kutte. Ihre weißen Flügel auf dem Kopf sorgten dafür, dass sie nicht sehen- und gesehen werden können. Einen besonders üblen Charakter stellt Tante Lydia dar. Ihre Aufgabe betrachtet sie als Opfer. Ihre Brutalität kennt keine Grenzen. Dabei spricht sie die Mägde mit Liebes an. Unter deinem Auge ist einer von vielen Sprüchen, mit denen sich die Menschen im Staat Gilead begrüßen. Alles ist sehr religiös. Alles ist sehr frauenfeindlich. Der Wille der Frauen wird gebrochen. Auch bei Desfred spürt man die Zeichen der Resignation. Ihr altes Leben rutscht immer weiter in die Ferne. Vieles scheint für sie normal zu werden. Ganz so, wie es Tante Lydia prophezeit hat. Es gibt die Unfrauen und die Unbabys! Die Mägde müssen gesunde Babys auf die Welt bringen. Wenn ihnen das nicht gelingt, sieht ihre Zukunft noch düsterer aus, als sie es ohnehin schon ist. Über die der Babys möchte ich mir keinen weiteren Kopf machen. Ja, man stößt beim Lesen an seine Grenzen. Frauen haben von jeher für ihre Rechte gekämpft und viel erreicht. Unfruchtbarkeit, aufgrund einer atomaren Verseuchung, hat all diese Errungenschaften zunichte gemacht! Diese erschreckende Dystopie, die in den 80ern geschrieben wurde, halte ich leider für möglich. Es waren schon immer Frauen, die diskriminiert wurden. In diesem Drama haben es aber auch nicht alle Männer leicht. Wer mit dem Buch bisher nicht warm wurde, dem empfehle ich vorher die Serie anzuschauen. Bei mir hat es zu einem besseren Verständnis beim Lesen geführt. Die Thematik ist hochaktuell. (Meiner Meinung nach) Der intensive Schreibstil spiegelt das Geschehen in der Zukunft wider. Transportiert die Ängste der Frauen im neuen Staat Gilead. Danke Margaret Atwood. Bei dritten Anlauf habe ich das Buch dann doch gerne gelesen.

Kundinnen und Kunden meinen

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Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Luca

    Luca

    Thalia Imst – FMZ

    Buchhändler*in

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    5/5

    01.08.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Dystopisch und trotzdem aktuell wie nie!

    Der Report der Magd ist ein unglaublich gutes Buch was ich jedem weiterempfehlen würde. Auch wenn man etwas reinkommen muss überzeugt es mit seinem Schreibstill und der allgültigen Aktuellität. Frauen werden ihrer Rechte beraubt und müssen als Mägde für reiche Ehepaare Kinder austragen. Wie Eigentum werden sie behabdelt und überwacht. Ein absolut dystopisches Werk, welches sich aber realitätsnah anfühlt. Erschreckend und nachdenklich stimmend.
  • Zum Bewerterprofil von Sandra P.

    Sandra P.

    Thalia Spittal – Stadtpark Center

    Buchhändler*in

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    5/5

    12.06.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Absolute Pflichtlektüre

    Ein beklemmendes Meisterwerk, das heute relevanter denn je wirkt. Wer die großartige Serie kennt, sollte das Buch unbedingt lesen: Es fokussiert sich viel stärker auf Desfreds innere Gedankenwelt und ihre Isolation. Das macht den Horror der Unterdrückung noch persönlicher, subtiler und eindringlicher.
  • Zum Bewerterprofil von Chiara Pilat

    Chiara Pilat

    Thalia Linz – Landstraße

    Buchhändler*in

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    5/5

    09.03.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Besser, heißt nie besser für alle, sondern immer schlechter für manche.

    Ein extrem wichtiger dystopischer Roman, welcher Generationen überdauern wird. Mit nüchterner Wortwahlerzählt die Autorin, von der Grausamkeit zu welcher die Menschen fähig sind und von Dingen die leider nicht so abwegig scheinen, was das Lesen noch schmerzhafter macht. Gemeinsam mit Desfred sitzen wir in ihrem Zimmer, sind mit ihr Ahnungslos und versuchen der Verzweiflung zu entrinnen
  • Zum Bewerterprofil von Victoria B.

    Victoria B.

    Thalia Wien – Mitte / W3

    Buchhändler*in

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    5/5

    19.11.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Erschreckend aktuell....

    Ich hörte von dem Buch das erste Mal durch die Serie "The Handmaids Tale". Dabei handelt der Roman von dem fiktiven totalitären Staat Gilead, der in Folge einer atomaren Verseuchung in Nordamerika errichtet wurde. Frauen werden hierbei als reine "Gebärmaschinen" angesehen und in drei Gruppen eingeteilt: die Ehefrauen von Führungskräften, Mägde & Dienerinnen. Dabei ist die Gesellschaft geprägt von Machtmissbrauch und der strengen Orientierung an christlichen Idealen. Sollten die Mägde es nicht schaffen, Kinder für die Ehefrauen auszutragen, werden sie in "die Kolonien" abgeschoben, wo sie gefährliche Arbeiten verrichten müssen. Die Hauptfigur Desfred, aus deren Sicht die Geschichte erzählt wird, kommt als "Zweitfrau" in die Familie des Kommandanten Fred, wo sie sich dem brutalen Regime unterziehen soll. Dabei ist sie eingeschlossen und darf nur selten das Haus verlassen. Es keimt aber immer wieder Hoffnung auf, den Zwängen der Gesellschaft zu entrinnen und Freiheit zu erlangen. Mich hat das Lesen des Buches zutiefst aufgewühlt und stark zum Nachdenken angeregt. Besonders in Hinblick auf die heutige Gesellschaft ist die Geschichte erschreckend aktuell.
  • Zum Bewerterprofil von Lukas Bärwald

    Lukas Bärwald

    Thalia St. Pölten

    Buchhändler*in

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    4/5

    28.10.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Farben, Kontraste und wenig Worte

    1985, also ein Jahr vor dem Handlungszeitpunkt von George Orwells berühmtem dystopischen Roman erschien „Der Report der Magd“. In den vergangenen Jahrzehnten diente das Buch als Vorlage für Adaption verschiedenster Kunstformen, darunter eine musikalische Vertonung, ein Spielfilm als auch eine 2017 gestartete Fernsehserie. In den vergangenen Jahren betätigte sich die Kanadierin mehrfach auch als Comic-Autorin und so wirkt die so genannte „Graphic Novel“-Adaption auch nicht als schnelle Geldmache um auf den Zug ihrer aktuell wieder aufgebrandeten Popularität aufzuspringen, sondern ernsthaftes Herzensprojekt. Verantwortlich für die grafische Adaption des Textes ist die aus Vancouver stammende Künstlerin Renée Nault. In fließenden Wasserfarben und Tusche gestaltet sie die Welt von Gilead als einen Ort der Klaustrophobie, bestimmt von starken geometrischen Linien, die immer wieder das Gefühl eines allumfassenden Gefängnisses beim Lesen vermitteln. Die Geschichte spielt in einer unbestimmten, aber augenscheinlich nicht all zu fernen Zukunft, in der nach diversen Gift- und Atomkatastrophen ein Großteil der Menschheit unfruchtbar geworden ist. Die USA haben sich in die Republik Gilead verwandelt, einen Staat unter strikt religiös-ultrakonservativer Führung, in dem Frauen zu den neuen Sklavinnen geworden sind. Die wenigen verbliebenen, noch fruchtbaren Frauen gehen als „Mägde“ in die Haushalte gesellschaftlich hochrangiger Familien und werden zu deren Gebärmaschinen. Aus der Perspektive solch einer Magd wird diese unbekannte Welt erzählt. Sie berichtet von den Zuständen ihrer Unfreiheit, ihren Erinnerungen an Mutter, Tochter und Mann und die Qualen ihrer täglichen psychischen wie körperlichen Misshandlungen. Renée Nault setzt die beinahe grellen Töne der einfärbigen Uniformen von Mägden, Soldaten und Hausangestellten als Leitmotiv das gesamte Buch hindurch ein. Das schneidende Rot der Mägde, findet sich beispielsweise immer wieder als Symbol für die Leiden der Protagonistin als auch die in sie gesetzte Hoffnung, neues Leben einer Welt zu schenken, die knapp vor dem Sterben ist. Darüber hinaus bricht die Künstlerin immer wieder das traditionelle Panel-Gerüst der klassischen Bildrahmen pro Doppelseite auf und ersetzt sie durch ganzseitige Illustrationen, die sich frei über die Seiten erstrecken und sich nicht in geometrischen Flächen einsperren lassen. Diese Technik verwendet sie vor allem in Rückblenden, in denen sie die Erinnerungen der Protagonistin an eine Zeit – unsere Zeit – darstellt, die glücklicher, unbeschwerter, freier war. Nicht zuletzt fallen die verstärkt eingesetzt textlosen Sequenzen auf, die Ereignisse, Orte oder Emotionen stumm präsentieren und den Bildern das Erzählen überlassen. Die durch Margaret Atwood autorisierte Bearbeitung des Ursprungstextes gliedert das Geschehen in 15 Kapitel. Dabei wird den einzelnen Szenen in etwa gleichberechtigt jeweils eine Doppelseite eingeräumt. Dadurch hat die Erzählung einen sehr gleichmäßigen, leicht zu folgenden Rhythmus; gleichermaßen verliert sich aber dabei ein wenig die narrative Gewichtung, wenn alle Bestandteile den gleichen Platz eingeräumt bekommen. Generell wäre womöglich eine noch stärkere Reduzierung auf weniger Handlungsstränge nützlich gewesen, um dafür mehr Platz Szenen einzuräumen, die den LeserInnen noch mehr Möglichkeiten eröffnet, sich der Hauptfigur und ihrer Welt anzunähern. Insgesamt ist „Der Report der Magd“ eine der gelungeneren Comic-Adaptionen von Literaturklassikern von einer vergleichbaren Qualität wie „Jane“ [Eyre] von Ramon Perez aus dem vergangenen Jahr.

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