KI-Beratung Beta

  • Produktbild: All die Farben, all das Licht
  • Produktbild: All die Farben, all das Licht

All die Farben, all das Licht Roman | »Eine Geschichte voller Emotionen - großartig und beeindruckend erzählt.« Christine Westermann, WDR 2

193

26,50 €

inkl. gesetzl. MwSt., zzgl. Versandkosten


  • Kostenlose Lieferung ab 30 € Einkaufswert
  • Versandkostenfrei für Bonuscard-Kund*innen

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

27069

Einband

Gebundene Ausgabe

Altersempfehlung

ab 14 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

11.07.2026

Verlag

Klett Cotta

Seitenzahl

320

Maße (L/B/H)

20,5/13,2/3 cm

Gewicht

408 g

Farbe

Mauve / Anthrazit

Auflage

3. DruckAuflage, 2026

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-608-96704-3

Beschreibung

Rezension

»großartig und beeindruckend erzählt«Christine Westermann, WDR 2, 30. August 2026 ("WDR 2")
»Cora Wucherer erzählt mit viel Gefühl, ohne in Rührung zu kippen, von Geschwisterkonkurrenz, Kunst, Krankheit und dem unstillbaren Hunger aufs Leben. Ein Roman, der großherzig und bewegend ist und dabei erstaunlich viel Leichtigkeit bewahrt.«Sandra Belschner, Stuttgarter Zeitung, 18. Juli 2026 ("Stuttgarter Zeitung")
»Eine Geschichte, die vom ersten Satz an erschüttert.«Mike Altwicker, WDR 4, 12. Juli 2026 ("WDR 4")
»Für mich eines der besten Debüts, die ich gelesen habe. […] Dieses Buch geht einem komplett ans Herz […] ein grandios gelungenes Buch.«Dora Heldt, Dora Heldt trifft, 09. Juli 2026 ("Dora Heldt trifft")
»Eine sehr emotionale Geschichte […] mit überraschender und schöner Leichtigkeit.«Christine Westermann, WDR 2, 30. August 2026 ("WDR 2")
»Ein gelungenes Debüt über zwei ungleiche Schwestern, die langsam lernen, dass sie gemeinsam viel stärker sind als allein.«Larissa Vassilian, Lies und das, 04. August 2026 ("Lies und das")
»Das Buch erzählt ganz leicht und gleichzeitig sehr gelungen von der Liebe zum Leben, der Kraft des über sich Hinauswachsens und davon, dass Loslassen manchmal die beste Lösung ist.«Patricia Verne, SWR3, 27. Juli 2026 ("SWR 3")
»Eine großartige neue Erzählerin hat mit einem Paukenschlag die literarische Bühne betreten. Denn das alles ist nicht pathetisch erzählt, sondern einfühlsam, lebensecht und rotzig zugleich.«Manfred Hitzeroth, Oberhessische Presse, 25. Juli 2026 ("Oberhessische Presse")
»Die Autorin hat eine wunderschöne moderne und extrem feinfühlige Sprache. […] Am Ende bist du richtig glücklich.«Mike Altwicker, WDR 4, 12. Juli 2026 ("WDR 4")
»Ein funkelndes kleines Reallife-Highlight für AnhängerInnen gut erzählter Geschichten abseits des Massengeschmacks doch mit Hypepotential.«Sandra Schill, Feiner reiner Buchstoff, 11. Juli 2026 ("Feiner reiner Buchstoff")

Produktdetails

Verkaufsrang

27069

Einband

Gebundene Ausgabe

Altersempfehlung

ab 14 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

11.07.2026

Verlag

Klett Cotta

Seitenzahl

320

Maße (L/B/H)

20,5/13,2/3 cm

Gewicht

408 g

Farbe

Mauve / Anthrazit

Auflage

3. DruckAuflage, 2026

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-608-96704-3

Herstelleradresse

Klett-Cotta Verlag
Rotebühlstr. 77
70178 Stuttgart
DE

Email: produktsicherheit@klett-cotta.de

Kundinnen und Kunden meinen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Konto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

Die Bewertungen sind nach Format, Anzahl Sterne und Datum sortiert.

  • Mamo14

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    04.10.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    So schön und tragisch!

    In All die Farben, all das Licht geht es um die 17-jährige Juna, die am Usher-Syndrom leidet und dadurch kaum hört und auch ihre Sehkraft nach und nach verliert. Ihre Leidenschaft ist das Malen, doch ihre Krankheit wird das irgendwann unterbinden. Außerdem gibt es noch die 13-jährige Martha, die gerade das Leben entdeckt und auch mal gesehen werden will, denn in der Familie dreht sich alles hauptsächlich um Juna und ihre Krankheit. Ich dachte anfangs, das Buch dreht sich um die Reise der Schwestern und dass sie dadurch wieder zueinander finden. Doch es geht um so viel mehr! Ich fand es so authentisch und zum Mitfühlen geschrieben, wie einsam und ungesehen sich Martha in ihrer Familie fühlt und wie verzweifelt und unglücklich Juna, vorallem nachdem sie die Diagnose mit der schnellen Verschlechterung ihrer Sehkraft bekam. Die Geschichte wird abwechselnd aus beider Sicht erzählt - mit einem Kapitel auch aus der Sicht des Vaters. Das kam unerwartet, aber mir hat gefallen und hat mich auch direkt zu Tränen gerührt, denn nicht nur seine Kinder machen viel durch, auch er hat mit Junas Krankheit und dem Tod der Mutter der beiden zu kämpfen. Die Familie ist kaputt, dennoch nähern sie sich im Laufe des Buches wieder an und halten zusammen. Ich fand die Geschichte einfach ganz toll und tragisch und zum Mitfühlen. Ich hatte nicht nur einmal Tränen in den Augen! Daher kann ich die Geschichte wärmstens weiterempfehlen.

  • Giselas Lesehimmel

    aus Landshut

    5/5

    02.10.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    All die Hoffnung - All die Liebe

    Meine Meinung Das Augenlicht zu verlieren, ist für mich unvorstellbar. Genau das passiert der künstlerisch begabten Juna, die ihren Traum, Bilder zu malen, begraben muss. Es geht um die Schwestern Juna und Martha. Sie haben schon sehr früh ihre Mutter verloren und leben mit ihrem Vater in einer kleinen Wohnung in München. Auf den ersten Blick scheint ihr Verhältnis zueinander der ganz normale Wahnsinn zu sein. Martha fühlt sich nicht richtig wahrgenommen. Juna leidet unter einer seltenen Augenkrankheit und bekommt vom Vater wesentlich mehr Beachtung. Der gestresste Mann schuftet nachts in einem Krankenhaus und vermisst nach all den Jahren seine Frau immer noch schmerzlich. Die 13-jährige Martha bewirbt sich in einem Kino als Aushilfe und bekommt die Stelle nur, weil sie Junas Ausweis stibitzt hat. Mit dem Geld, welches sie dort heimlich verdient, erfüllt sie ihrer großen Schwester einen Herzenswunsch. Juna möchte unbedingt nach Malmö, um ihr Lieblingsgemälde von Lotte Laserstein noch zu sehen, bevor sie ihr Augenlicht komplett verliert. Juna hat zwei beste Freundinnen und einen festen Freund. Sie möchte ihrem Freund nicht die ganze Wahrheit über ihre Augenkrankheit erzählen. Damit bringt sie sich in gefährliche Situationen. Nur bei ihren Freundinnen kann und will sie ihr Herz ausschütten. Sie leidet unter der seltenen genetischen Hörsehbehinderung, dem Usher-Syndrom. Die letzte Diagnose ist niederschmetternd. Martha hat kaum Freunde, außer ihrem besten Freund Alex. Im Kino lernt sie die 17-jährige Sophie aus Hamburg kennen, die mit einer gelben Regenjacke den Film Flipper anschaut und zurück nach Hamburg will, sobald sie volljährig ist. Beide fühlen eine Seelenverwandtschaft zueinander. Cora Wucherer bringt uns ein sehr ernstes Thema in einer wunderschönen Sprache näher. Wir lernen zwei Schwestern kennen, die ständig streiten und einen richtigen Reifeprozess durchmachen. Ich konnte Martha gut verstehen und zolle ihr großen Respekt für die immense Verantwortung, die sie in Schweden für sich und ihre Schwester übernommen hat. Im Gegensatz zu Juna hat sie keine Erinnerungen an ihre Mutter. Von einer Tante erfährt sie, dass sich im Keller verschiedene Dinge ihrer verstorbenen Mutter befinden. Kann es wirklich sein, dass sich Erinnerungen an ihre Mutter nur ein paar Stockwerke tiefer befinden? Die Autorin erspart uns häufige Arztbesuche und lässt uns an dem Alltag der erblindenden jungen Frau teilnehmen. Ich kann wirklich beurteilen, dass ihr das sehr gut gelungen ist, da ich vier Menschen kenne, die an einer Augenkrankheit leiden, die zur Erblindung führen wird. Davon sind zwei schon in jüngeren Jahren erkrankt. Ich hatte alle vier beim Lesen stets vor Augen. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Juna und Martha erzählt und nur einmal aus der Sicht des wortkargen Vaters. Ich mochte alle Figuren sehr gerne, da sie wie mitten aus dem Leben gegriffen wirken. Und irgendwie sind sie das ja auch. Eine klare Empfehlung für diese herzerwärmende Geschichte, die von großer Hoffnung und Liebe getragen wird. Ein großes Dankeschön an Cora Wucherer und den Klett-Cotta-Verlag.

  • Bewertung

    5/5

    24.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wenn Schwestern lernen, einander wirklich zu sehen

    All die Farben, all das Licht“ von Cora Wucherer ist ein einfühlsamer Coming-of-Age-Roman über zwei Schwestern, die gemeinsam aufwachsen und ihre Familie doch vollkommen unterschiedlich erleben. Im Mittelpunkt stehen die 17-jährige Juna und ihre Schwester Martha. Juna verliert zunehmend ihr Augenlicht und hält dennoch unbeirrt an ihrem großen Traum fest: Sie möchte Malerin werden. Ihre besondere Situation und ihre Kunst sorgen dafür, dass vor allem der Vater seine Aufmerksamkeit fast vollständig auf sie richtet. Martha hingegen läuft im Familienleben eher nebenher. Sie versucht, aus dem Schatten ihrer Schwester herauszutreten und ihren eigenen Platz zu finden. Besonders interessant fand ich, wie unterschiedlich die beiden Schwestern ihre gemeinsame Realität wahrnehmen. Juna ist durch die jahrelange Aufmerksamkeit sehr stark auf sich selbst, ihre Bedürfnisse und ihre Kunst konzentriert. Martha wiederum hat gelernt, dass ihre eigenen Wünsche und Gefühle innerhalb der Familie oft weniger Raum bekommen. Durch die wechselnden Perspektiven kann man beide Seiten gut nachvollziehen und erkennt, wie sehr die familiäre Dynamik auch die Beziehung der Schwestern zueinander geprägt hat. Ein Wendepunkt ist der gemeinsame Roadtrip nach Malmö. Dort wollen die Schwestern ein Bild von Junas Lieblingskünstlerin sehen – doch die Reise entwickelt sich ganz anders als geplant. Juna geht verloren und ist plötzlich auf sich allein gestellt. Vor allem die Begegnung mit Arvid eröffnet ihr eine neue Perspektive auf das Leben und darauf, welche Möglichkeiten ihr trotz ihres schwindenden Augenlichts offenstehen. Auch innerhalb der Familie verschieben sich die Rollen. Als Martha plötzlich erkrankt, steht auf einmal sie im Mittelpunkt. Die gewohnte Dynamik gerät ins Wanken und alle Familienmitglieder sind gezwungen, einander neu wahrzunehmen. Nach und nach finden sie einen anderen Umgang miteinander und beginnen, sich aus ihren festgefahrenen Rollen zu lösen. Für mich ist „All die Farben, all das Licht“ deshalb vor allem eine Geschichte über das Erwachsenwerden, Geschwisterliebe und die Frage, wie sehr unser Selbstbild davon geprägt wird, welchen Platz andere Menschen uns zuweisen. Der Roman zeigt sehr schön, dass es manchmal eine Veränderung der Perspektive braucht, um nicht nur die anderen, sondern auch sich selbst neu sehen zu können. Ein warmherziger und emotionaler Coming-of-Age-Roman über zwei sehr unterschiedliche Schwestern, über Familie, Kunst und darüber, den eigenen Weg zu finden.

  • Buchverliebt und leselustig

    5/5

    14.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Buch über Schwestern, dass mitten ins Herz trifft

    Ich glaube, selten habe ich beim Lesen so oft gedacht: „REDET DOCH EINFACH MITEINANDER!“ Juna und Martha sind Schwestern, teilen sich seit Jahren ein Zimmer und könnten sich trotzdem kaum ferner sein. Juna kämpft um ihren Traum, Malerin zu werden, obwohl ihr langsam das Augenlicht genommen wird. Martha dagegen kämpft auf ihre ganz eigene Art darum, überhaupt gesehen zu werden. Beide haben ihre Ängste, ihre Wünsche und ihre Verletzungen. Nur darüber reden? Fehlanzeige. Und genau das hat mich beim Lesen manchmal fast wahnsinnig gemacht. Gleichzeitig musste ich irgendwann innehalten und mich fragen: Habe ich mit meiner eigenen Schwester früher eigentlich wirklich über all diese Dinge gesprochen? Die ehrliche Antwort lautet: leider nein. Und plötzlich war dieses Buch nicht mehr nur die Geschichte von Juna und Martha. Cora Wucherer erzählt sehr einfühlsam von zwei Schwestern, die sich eigentlich viel näher sind, als sie selbst glauben und trotzdem erst lernen müssen, einander wirklich zu sehen. Dabei geht es um Krankheit und Verlust, um Selbstständigkeit und erste große Abenteuer, um Kunst und Träume. Aber vor allem geht es um Familie und um all die Dinge, die zwischen Menschen stehen können, wenn man sie nicht ausspricht. Besonders berührt hat mich Junas unbedingter Wille, trotz ihrer Diagnose Malerin zu werden. Ihre Liebe zur Kunst und ihr Hunger auf das Leben sind so intensiv beschrieben, dass mich manche Passagen wirklich zu Tränen gerührt haben. Und dann ist da diese Reise nach Malmö. Was zunächst wie ein aufregendes Abenteuer zweier Schwestern beginnt, wird zu einer Reise, auf der beide gezwungen sind, sich selbst und einander neu zu begegnen. Ich mochte sehr, dass die Geschichte dabei nicht kitschig wird. Sie darf weh tun, sie darf wütend machen und sie darf gleichzeitig wunderschön sein. All die Farben, all das Licht ist für mich ein Buch über das Sehen, weit über das Sehen mit den Augen hinaus. Über die Frage, ob wir die Menschen, die uns am nächsten stehen, wirklich wahrnehmen. Und darüber, wie viel Liebe manchmal hinter Schweigen, Streit und gegenseitigem Unverständnis steckt. Ein Buch, das mich emotional ziemlich erwischt hat. Und eines, bei dem ich nach dem Lesen tatsächlich noch über meine eigene Schwester und unsere gemeinsame Vergangenheit nachgedacht habe. Ich finde: Dieses Buch sollten alle Geschwister lesen. Vielleicht sogar gemeinsam. Und danach miteinander reden. ❤️ Lieben Dank an den Klett-Cotta Verlag für die Bereitstellung des Leseexemplars über Netgalley.

  • Bewertung

    Orell Füssli Book Circle Community

    5/5

    11.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    All die Farben, all das Licht

    Das Buch hat mir sehr gut gefallen und war leicht zu lesen. Die Geschichte hat mich von Anfang an gepackt und blieb bis zum Schluss spannend, auch ohne grosse Dramaturgie. Besonders schön fand ich, wie unterschiedlich die beiden Schwestern sind und in welch verschiedenen Lebensphasen sie sich befinden. Dennoch finden Sie immer wieder zueinander, auch wenn es der einen mal nicht ganz passt. Zwei Menschen, zwei Ansichtsweisen, zwei Geschichten, die sich auf besondere Weise verbinden. Eine sehr echte und persönliche Geschichte, die einem schnell packt.

Kundinnen und Kunden meinen

5

125

4

53

3

13

2

2

1

0

Bewertungen (193)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Claudia

    Claudia

    Thalia Wien – Mariahilfer Straße

    Buchhändler*in

    Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

    5/5

    11.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein wundervoll starkes Debüt über Liebe und Mut

    Cora Wuchers Debüt ist ein Werk so voller Emotion, sprachlicher Kraft und Poesie vermischt mit einer erstaunlichen Sanftheit. Ich konnte es kaum aus Händen legen und mehrmals hat mich die Geschichte von Martha und Juna so berührt, dass ich kurz innehalten musste. Die beiden Schwestern könnten unterschiedlicher kaum sein, doch teilen sie sich seit Beginn an ein Zimmer. Martha möchte mit ihren 13 Jahren schon soviel erfahren und von der Welt wissen, am besten direkt darauf los und alles ausprobieren. Juna hingegen hat nur einen einzigen Wunsch - sie möchte Künstlerin, Malerin werden, ganz nach ihrem Vorbild Lotte Laserstein. Nur ihre Krankheit, bei der sie stätig ihr Augenlicht, wie auch ihr Hörvermögen, immer mehr verliert, will das nicht zulassen. Als ihr ihre Ärztin bei einem Kontrollbesuch mit ihren 17 Jahren dann zu verstehen gibt, dass die Krankheit schneller als angenommen voranschreitet, wirbelt das vieles auf - nicht zuletzt die Beziehung der Schwestern zueinander, denn wie soll es weitergehen, nach dem Schlimmsten aller Dinge? Ein so unglaubliches Buch und tolles Debüt! Die Wucht der Sprache und Sprachlichkeit der Autorin trifft mitten ins Herz und was mir persönlich hier sehr gefallen hat - die durchgehende Verwendung des generischen Femininum. 
  • Zum Bewerterprofil von Rina Salinger

    Rina Salinger

    Thalia Amstetten

    Buchhändler*in

    Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

    4/5

    16.08.2026

    eBook (ePUB)

    Zwischen Schatten und Licht

    „All die Farben, all das Licht“ erzählt von zwei Schwestern, die sich trotz gemeinsamer Kindheit längst voneinander entfernt haben. Juna, die 17-jährige Malerin, muss sich mit der fortschreitenden Erkrankung auseinandersetzen, die ihr nach und nach das Augenlicht nimmt, während Martha darum kämpft überhaupt gesehen zu werden und einen eigenen Platz neben ihrer außergewöhnlichen Schwester zu finden. Besonders schön fand ich, wie sich die Beziehung der beiden im Laufe der Geschichte verändert. Aus Konkurrenz, Verletzungen und vielem Ungesagten entsteht langsam eine neue Nähe. Auch die Verbindung zur Kunst und zu Lotte Laserstein gibt der Geschichte eine besondere Note. Ganz erreicht haben mich die beiden Schwestern allerdings nicht, insbesondere Juna blieb mir stellenweise zu selbstbezogen, sodass mir der Zugang zu ihr manchmal schwerfiel. Auch einige Nebenfiguren und Entwicklungen hätten für meinen Geschmack etwas mehr Raum und Tiefe gebraucht. Trotzdem ist Cora Wucherer ein sprachlich schönes und feinfühliges Debüt gelungen. Eine Geschichte über Geschwisterliebe, Verlust, Kunst und die Suche nach dem eigenen Weg – melancholisch, warm und mit einem hoffnungsvollen Blick auf das, was nach einem Einschnitt im Leben kommen kann.
  • Zum Bewerterprofil von Magda W.

    Magda W.

    Thalia Oberwart – EO Oberwart

    Buchhändler*in

    4/5

    17.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Im Schatten der Schwester

    „All die Farben, all das Licht“ von Cora Wucherer ist eine einfühlsame, sanfte Geschichte über zwei Schwestern, die unterschiedlicher nicht sein könnten und ihren Platz im Leben und zueinander suchen. Die großen Themen der Geschichte sind Verlust, Identität und die Beziehung zwischen Geschwistern. Juna ist 17 und leidet am Usher-Syndrom, bei dem man zunächst hörbeeinträchtigt ist und schließlich erblindet. Die 13-jährige Martha steht immer schon im Schatten ihrer begabten, künstlerisch veranlagten Schwester. Wer ist Martha ohne Juna? Wer sind sie beide füreinander? Das Buch hat mich vor allem deshalb angesprochen, da ich selbst eine kleine Schwester habe und Geschichten über Geschwisterbeziehungen gerne lese. Der Schreibstil von Cora Wucherer lässt sich als angenehm, harmonisch und ruhig bezeichnen. Emotionale Szenen benötigen keinen dramatischen Stil, sondern können für sich allein stehen. Besonders in Erinnerung bleiben wird mir die Szene, in der Martha sich alte Fotos ansieht und sich dann im Lächeln ihrer Mutter wiedererkennt. Auffällig ist, dass Martha ihre Schwester ständig im Blick hat, mit ihr konkurriert, über sie nachdenkt, während Juna zu Beginn vor allem mit ihrer Kunst beschäftigt ist. Ich wollte Juna gerne mögen, aber oft war sie mir unsympathisch und unfreundlich zu anderen. Martha hat mir oft leid getan, denn entweder wurde sie übersehen oder ständig mit Juna verglichen. Ich konnte die Konflikte zwischen den Schwestern gut nachempfinden, auch das Aufeinander-eifersüchtig-Sein. Die Autorin beschreibt eine Hassliebe zwischen den Schwestern, die sie authentisch rüberbringt. Besonders bereichernd fand ich das Kapitel aus der Sicht des Vaters, das seiner Figur deutlich mehr Tiefe verleiht. Einige Aspekte der Geschichte sind für mich etwas blass geblieben, beispielsweise die Beziehung zwischen Martha und Sophie, aber auch die zwischen Juna und Constantin. Besonders Sophie ist für mich als Figur leider nicht greifbar gewesen. Manchmal stand die Dynamik zwischen den Schwestern und ihre Geschichte nicht so sehr im Mittelpunkt, wie ich erwartet hatte. Besonders gefallen hat mir Marthas Job im Kino und ihre Freundschaft mit Sam. Diese gerät durch den Betrug zwar ins Wanken, doch als sich zeigt, dass Sam ehrlich an Martha interessiert ist und nicht an Juna, habe ich mich sehr für sie gefreut. Auch Alex ist ein guter Freund für Martha. Besonders gefallen hat mir, dass Martha ihre Erkenntnis, dass es nicht so schlimm ist, auch mal mit anderen zu sprechen, Alex nicht aufzwingen möchte. Juna findet am Ende eine andere Art, sich künstlerisch auszudrücken, was ich sehr spannend fand, und rückt die Beziehung zu ihrer Schwester in den Vordergrund. So endet das Buch zwar sehr offen, aber mit positiven Aussichten für die Zukunft. „All die Farben, all das Licht“ hat mich mit seinem angenehmen Schreibstil überzeugt, versucht aber an manchen Stellen zu viele Themen miteinander zu verbinden. Die Geschichte war schön, hat aber nicht so viele Emotionen aus mir herausgekitzelt wie erwartet.

Unsere Meinungen

Bewertungen (3)

Weitere Artikel finden Sie in

Die Leseprobe wird geladen.
  • Produktbild: All die Farben, all das Licht
  • Produktbild: All die Farben, all das Licht