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All die Farben, all das Licht Roman | »Eines der besten Debüts, die ich je gelesen habe« Dora Heldt

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

1309

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

11.07.2026

Verlag

Klett Cotta

Seitenzahl

320

Maße (L/B/H)

20,5/13,2/3 cm

Gewicht

408 g

Farbe

Mauve / Anthrazit

Auflage

1. Auflage 2026

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-608-96704-3

Beschreibung

Rezension

»Cora Wucherer erzählt mit viel Gefühl, ohne in Rührung zu kippen, von Geschwisterkonkurrenz, Kunst, Krankheit und dem unstillbaren Hunger aufs Leben. Ein Roman, der großherzig und bewegend ist und dabei erstaunlich viel Leichtigkeit bewahrt.«Sandra Belschner, Stuttgarter Zeitung, 18. Juli 2026 ("Stuttgarter Zeitung")
»Eine Geschichte, die vom ersten Satz an erschüttert.«Mike Altwicker, WDR 4, 12. Juli 2026 ("WDR 4")
»Für mich eines der besten Debüts, die ich gelesen habe. […] Dieses Buch geht einem komplett ans Herz […] ein grandios gelungenes Buch.«Dora Heldt, Dora Heldt trifft, 09. Juli 2026 ("Dora Heldt trifft")
»Das Buch erzählt ganz leicht und gleichzeitig sehr gelungen von der Liebe zum Leben, der Kraft des über sich Hinauswachsens und davon, dass Loslassen manchmal die beste Lösung ist.«Patricia Verne, SWR3, 27. Juli 2026 ("SWR 3")
»Eine großartige neue Erzählerin hat mit einem Paukenschlag die literarische Bühne betreten. Denn das alles ist nicht pathetisch erzählt, sondern einfühlsam, lebensecht und rotzig zugleich.«Manfred Hitzeroth, Oberhessische Presse, 25. Juli 2026 ("Oberhessische Presse")
»Die Autorin hat eine wunderschöne moderne und extrem feinfühlige Sprache. […] Am Ende bist du richtig glücklich.«Mike Altwicker, WDR 4, 12. Juli 2026 ("WDR 4")
»Ein funkelndes kleines Reallife-Highlight für AnhängerInnen gut erzählter Geschichten abseits des Massengeschmacks doch mit Hypepotential.«Sandra Schill, Feiner reiner Buchstoff, 11. Juli 2026 ("Feiner reiner Buchstoff")
»Es ist wirklich ein so toll geschriebenes, sicher geschriebenes, handwerklich wirklich gut gemachtes Buch mit ganz viel Emotionen, mit ganz viel Heranzoomen an diese Personen. Es sind zwei Romanfiguren, die man, [und das ist selten geworden, auch in fünf Jahren noch kennt]. […] Toll, toll, toll.«Dora Heldt, Dora Heldt trifft, 09. Juli 2026 ("Dora Heldt trifft")

Produktdetails

Verkaufsrang

1309

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

11.07.2026

Verlag

Klett Cotta

Seitenzahl

320

Maße (L/B/H)

20,5/13,2/3 cm

Gewicht

408 g

Farbe

Mauve / Anthrazit

Auflage

1. Auflage 2026

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-608-96704-3

Herstelleradresse

Klett-Cotta Verlag
Rotebühlstr. 77
70178 Stuttgart
DE

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  • Bewertung

    Orell Füssli Book Circle Community

    5/5

    19.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Leise, aber kraftvoll

    Ein zartes Buch, das man in den Händen hält. Und doch eines, das es in sich hat. Es geht um zwei Schwestern, die unterschiedlicher kaum sein können. Juna, die ältere der beiden, ist künstlerisch und auch intellektuell herausragend unterwegs. Ihr Selbstbewusstsein stößt gelegentlich an, ihre Bedürfnisse hat sie von klein auf rausgebrüllt. Sie trägt eine seltene Krankheit in sich, die ihr sehr bald die Sehkraft nimmt und damit den Traum vom Malen. Martha ist dreieinhalb Jahre jünger, die gemeinsame Mutter starb bei ihrer Geburt. Martha ist gesund und robust, aber gefühlt unsichtbar. Als sie sich einen Job erschleicht, erobert sie so langsam ihren eigenen Raum. Die Geschichte wird wechselseitig aus den Perspektiven erzählt, hierbei werden die Probleme der beiden miteinander klar spürbar. Wie schwierig das Miteinander sein kann, wird ungeschönt, aber mit viel Feingefühl erzählt. Tolles Debüt mit stimmig ausgearbeiteten Charakteren und einer wundervollen Sprache.

  • Bewertung

    5/5

    17.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Highlight!!

    Das Buch konnte mich tatsächlich von Anfang an direkt catchen. Im Mittelpunkt stehen zwei Schwestern. Eine von ihnen lebt mit einer sehr seltenen Erkrankung, durch die sie nach und nach erblinden wird, dazu kommt ihre jüngere Schwester. Die Kapitel werden abwechselnd aus den Perspektiven der beiden erzählt und gegen Ende bekommt auch der Vater seine eigene Perspektive. Gerade diesen Perspektivwechsel fand ich richtig gelungen, weil man dadurch die Gefühle und Gedanken der einzelnen Charaktere sehr gut nachvollziehen konnte. Besonders die Entwicklung der beiden Schwestern und ihr Umgang mit der Erkrankung haben mir unglaublich gut gefallen. Auch die Charakterentwicklung des Vaters fand ich persönlich sehr stark. Die beiden Mädchen haben ihre Mutter schon sehr früh verloren und gerade dadurch bekommt auch seine Rolle innerhalb der Familie nochmal eine ganz eigene Tiefe. Natürlich ist das Buch eher tiefgründig und behandelt keine leichte Geschichte. Gleichzeitig gab es durch die jüngere Schwester aber immer wieder Momente, bei denen ich schmunzeln musste. Dadurch war die Geschichte für mich emotional genau richtig ausbalanciert: Es gibt traurige und berührende Szenen, aber das Buch ist trotzdem nicht durchgehend bedrückend. Zusammen mit dem sehr angenehmen und flüssigen Schreibstil war das für mich eine richtig schöne und besondere Geschichte und eine absolute Leseempfehlung. ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ 5/5 Sterne

  • Gela

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    16.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein ehrliches Porträt über die Bindung zwischen Geschwistern

    Dieser gelungene Debütroman handelt von Geschwisterliebe, die so tief ist, dass sie oft unsichtbar bleibt, und gleichzeitig von jenem schmerzhaften Wettkampf zwischen zwei Schwestern, die nicht immer wissen, wie sie einander erreichen sollen. Ein ehrliches Porträt über die Bindung zwischen Geschwistern, wenn man gleichzeitig im Schatten des anderen steht und verzweifelt versucht, den eigenen Platz in der Welt zu finden. Juna lebt für die Malerei. Sie sieht Details, die anderen entgehen, und fängt die Welt in Farben ein. Doch Junas Welt wird dunkler. Das Usher-Syndrom raubt ihr langsam das Augenlicht – und die Zeit läuft gegen sie. Während Juna ihre Ängste hinter einer Maske aus Stärke verbirgt, fühlt sich die jüngere Schwester Martha unsichtbar. In Marthas Augen ist Juna die Schönere, die Beliebtere, diejenige, die alle Aufmerksamkeit bekommt. Die eine kämpft gegen die Dunkelheit, die andere gegen die eigene Bedeutungslosigkeit. Juna möchte ein Originalgemälde von Lotte Laserstein sehen, bevor sie es nie wieder sehen kann. Eine Reise nach Schweden, die eigentlich unerreichbar scheint. Doch Martha, die heimlich in einem Kino arbeitet und dort einen Ort findet, an dem sie einfach sie selbst sein darf, schenkt ihrer Schwester dieses Abenteuer. Was folgt, ist eine Reise voller Mut. Eine 13-jährige „Reiseleiterin“ und eine große Schwester, die fast umkommt vor Angst vor der ungewohnten Umgebung, doch auf dem Weg etwas viel Kostbareres findet als ein Gemälde: sich selbst. Und einen Menschen namens Arvid, der versteht, was es bedeutet, einen Schicksalsschlag zu tragen. Es ist aber auch die Geschichte eines Vaters, der am Ende seiner Kräfte ist. Ein Mann, der die Trauer um seine Frau und die Sorge um seine kranke Tochter kaum erträgt. Erst durch den Mut seiner Töchter bricht das Schweigen und eine neue Verbindung entsteht. Zum Ende hin verschiebt sich der Fokus auf Martha. Denn auch auch sie kann brechen und manchmal sind „das wird schon wieder“ die falschen Worte, wenn man eigentlich nur gehalten werden möchte. Dieser Roman lässt sich nicht nur flüssig und leicht lesen, sondern er hat mir mir auch die Welt des Usher-Syndroms und das Werk von Lotte Laserstein und ihrem Modell Traute Rose nähergebracht. Dass wunderschöne Cover hat mich zudem zu der Künstlerin Camilla Ogorman geführt Perfekt für alle, die Geschichten über die tiefe, komplizierte Bindung zwischen Geschwistern lieben, die sich gerne mit Kunst beschäftigen, echte Emotionen suchen und sich Wohlfühlen wollen.

  • Steffi

    5/5

    14.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Coming of Age meets Schwesternschaft und Krankheit

    Im Mittelpunkt der Geschichte stehen zwei Schwestern. Juna, die Ältere muss lernen, mit einer schweren Erkrankung zu leben, die ihr nach und nach das Augenlicht nimmt. Außerdem hört sie schlecht. Sie malt leidenschaftlich gerne und ist talentiert, was natürlich mit der zunehmenden Sehschwäche keine Zukunft hat. Ihre jüngere Schwester Martha steht zumindest zu Beginn der Geschichte oft in ihrem Schatten. Es entsteht das Gefälle, das man in Familien mit einem chronisch kranken Kind häufig beobachten kann: Ein Kind benötigt besonders viel Aufmerksamkeit, während das andere sich zurücknimmt. Erschwerend kommt hinzu, dass die Mutter der beiden bei Marthas Geburt gestorben ist. Ihr Vater zieht die Schwestern allein groß, und die Frage, wie eine Familie mit diesem Verlust lebt, beziehungsweise ihn zu Beginn verdrängt, zieht sich wie ein roter Faden durch den Roman. Obwohl das Buch wunderschön geschrieben ist und sich sehr leicht lesen lässt, brauchte ich eine Weile, um wirklich Zugang zu den beiden Schwestern zu finden. Die Geschichte wird durchgehend abwechselnd aus Junas und Marthas Perspektive erzählt. Anfangs blieben mir beide irgendwie fern. Doch das änderte sich. Mich begann, ihre Geschichte zu berühren und schließlich ließ sie mich nicht mehr los. Mir wurde immer klarer, dass dieser Roman weit mehr erzählt als die Geschichte zweier Schwestern, die zunächst miteinander rivalisieren, um dann doch zueinander zu finden. Er handelt ebenso vom Erwachsenwerden und davon, was es mit einer Familie macht, wenn die Mutter fehlt, wie Trauer nachwirkt und wie unterschiedlich Menschen mit Verlust umgehen. Die verdrängende Sichtweise des Vaters konnte ich sehr gut nachvollziehen. Der Papa meines älteren Sohnes starb, als dieser noch ein Kleinkind war. Am Ende hat mich das Buch sehr bewegt zurückgelassen. Es erzählt eine außergewöhnliche Geschichte mit viel Gefühl. Von mir erhält All die Farben, all das Licht eine klare Leseempfehlung und 5 von 5 Sternen.

  • Bewertung

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    13.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    All die Farben, all das Licht

    Seit sie denken können, teilen sich Juna und Martha ein Zimmer in ihrer engen Familienwohnung in München-Giesing. Doch das ist auch schon alles, was die beiden Schwestern gemeinsam haben. Juna, außergewöhnlich begabt und bedroht von einer seltenen Krankheit, erfährt, dass ihr wohl nur noch wenige Monate bleiben, bis sie ihr Sehvermögen verliert. Ihr Traum, einmal eine ebenso bedeutende Künstlerin zu werden wie ihr großes Vorbild Lotte Laserstein, scheint zu zerbrechen. Ihre jüngere Schwester Martha hingegen kämpft darum, überhaupt gesehen zu werden. Mit Junas Ausweis in der Tasche ergattert sie sich einen Nebenjob in einem Kino – und damit eine völlig neue Unabhängigkeit. Als Juna unbedingt ihr Lieblingsgemälde von Lotte Laserstein in Malmö sehen will, ergreift Martha ihre Chance und organisiert eine heimliche Reise für die beiden. Was als Abenteuer beginnt, wird zu einer ungeahnten Herausforderung – und die Schwestern geraten an die Grenzen dessen, was sie voneinander zu wissen glaubten.

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Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Claudia

    Claudia

    Thalia Wien – Mariahilfer Straße

    Buchhändler*in

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    5/5

    11.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein wundervoll starkes Debüt über Liebe und Mut

    Cora Wuchers Debüt ist ein Werk so voller Emotion, sprachlicher Kraft und Poesie vermischt mit einer erstaunlichen Sanftheit. Ich konnte es kaum aus Händen legen und mehrmals hat mich die Geschichte von Martha und Juna so berührt, dass ich kurz innehalten musste. Die beiden Schwestern könnten unterschiedlicher kaum sein, doch teilen sie sich seit Beginn an ein Zimmer. Martha möchte mit ihren 13 Jahren schon soviel erfahren und von der Welt wissen, am besten direkt darauf los und alles ausprobieren. Juna hingegen hat nur einen einzigen Wunsch - sie möchte Künstlerin, Malerin werden, ganz nach ihrem Vorbild Lotte Laserstein. Nur ihre Krankheit, bei der sie stätig ihr Augenlicht, wie auch ihr Hörvermögen, immer mehr verliert, will das nicht zulassen. Als ihr ihre Ärztin bei einem Kontrollbesuch mit ihren 17 Jahren dann zu verstehen gibt, dass die Krankheit schneller als angenommen voranschreitet, wirbelt das vieles auf - nicht zuletzt die Beziehung der Schwestern zueinander, denn wie soll es weitergehen, nach dem Schlimmsten aller Dinge? Ein so unglaubliches Buch und tolles Debüt! Die Wucht der Sprache und Sprachlichkeit der Autorin trifft mitten ins Herz und was mir persönlich hier sehr gefallen hat - die durchgehende Verwendung des generischen Femininum. 
  • Zum Bewerterprofil von Rina Salinger

    Rina Salinger

    Thalia Amstetten

    Buchhändler*in

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    4/5

    16.08.2026

    eBook (ePUB)

    Zwischen Schatten und Licht

    „All die Farben, all das Licht“ erzählt von zwei Schwestern, die sich trotz gemeinsamer Kindheit längst voneinander entfernt haben. Juna, die 17-jährige Malerin, muss sich mit der fortschreitenden Erkrankung auseinandersetzen, die ihr nach und nach das Augenlicht nimmt, während Martha darum kämpft überhaupt gesehen zu werden und einen eigenen Platz neben ihrer außergewöhnlichen Schwester zu finden. Besonders schön fand ich, wie sich die Beziehung der beiden im Laufe der Geschichte verändert. Aus Konkurrenz, Verletzungen und vielem Ungesagten entsteht langsam eine neue Nähe. Auch die Verbindung zur Kunst und zu Lotte Laserstein gibt der Geschichte eine besondere Note. Ganz erreicht haben mich die beiden Schwestern allerdings nicht, insbesondere Juna blieb mir stellenweise zu selbstbezogen, sodass mir der Zugang zu ihr manchmal schwerfiel. Auch einige Nebenfiguren und Entwicklungen hätten für meinen Geschmack etwas mehr Raum und Tiefe gebraucht. Trotzdem ist Cora Wucherer ein sprachlich schönes und feinfühliges Debüt gelungen. Eine Geschichte über Geschwisterliebe, Verlust, Kunst und die Suche nach dem eigenen Weg – melancholisch, warm und mit einem hoffnungsvollen Blick auf das, was nach einem Einschnitt im Leben kommen kann.
  • Zum Bewerterprofil von Magda W.

    Magda W.

    Thalia Oberwart

    Buchhändler*in

    4/5

    17.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Im Schatten der Schwester

    „All die Farben, all das Licht“ von Cora Wucherer ist eine einfühlsame, sanfte Geschichte über zwei Schwestern, die unterschiedlicher nicht sein könnten und ihren Platz im Leben und zueinander suchen. Die großen Themen der Geschichte sind Verlust, Identität und die Beziehung zwischen Geschwistern. Juna ist 17 und leidet am Usher-Syndrom, bei dem man zunächst hörbeeinträchtigt ist und schließlich erblindet. Die 13-jährige Martha steht immer schon im Schatten ihrer begabten, künstlerisch veranlagten Schwester. Wer ist Martha ohne Juna? Wer sind sie beide füreinander? Das Buch hat mich vor allem deshalb angesprochen, da ich selbst eine kleine Schwester habe und Geschichten über Geschwisterbeziehungen gerne lese. Der Schreibstil von Cora Wucherer lässt sich als angenehm, harmonisch und ruhig bezeichnen. Emotionale Szenen benötigen keinen dramatischen Stil, sondern können für sich allein stehen. Besonders in Erinnerung bleiben wird mir die Szene, in der Martha sich alte Fotos ansieht und sich dann im Lächeln ihrer Mutter wiedererkennt. Auffällig ist, dass Martha ihre Schwester ständig im Blick hat, mit ihr konkurriert, über sie nachdenkt, während Juna zu Beginn vor allem mit ihrer Kunst beschäftigt ist. Ich wollte Juna gerne mögen, aber oft war sie mir unsympathisch und unfreundlich zu anderen. Martha hat mir oft leid getan, denn entweder wurde sie übersehen oder ständig mit Juna verglichen. Ich konnte die Konflikte zwischen den Schwestern gut nachempfinden, auch das Aufeinander-eifersüchtig-Sein. Die Autorin beschreibt eine Hassliebe zwischen den Schwestern, die sie authentisch rüberbringt. Besonders bereichernd fand ich das Kapitel aus der Sicht des Vaters, das seiner Figur deutlich mehr Tiefe verleiht. Einige Aspekte der Geschichte sind für mich etwas blass geblieben, beispielsweise die Beziehung zwischen Martha und Sophie, aber auch die zwischen Juna und Constantin. Besonders Sophie ist für mich als Figur leider nicht greifbar gewesen. Manchmal stand die Dynamik zwischen den Schwestern und ihre Geschichte nicht so sehr im Mittelpunkt, wie ich erwartet hatte. Besonders gefallen hat mir Marthas Job im Kino und ihre Freundschaft mit Sam. Diese gerät durch den Betrug zwar ins Wanken, doch als sich zeigt, dass Sam ehrlich an Martha interessiert ist und nicht an Juna, habe ich mich sehr für sie gefreut. Auch Alex ist ein guter Freund für Martha. Besonders gefallen hat mir, dass Martha ihre Erkenntnis, dass es nicht so schlimm ist, auch mal mit anderen zu sprechen, Alex nicht aufzwingen möchte. Juna findet am Ende eine andere Art, sich künstlerisch auszudrücken, was ich sehr spannend fand, und rückt die Beziehung zu ihrer Schwester in den Vordergrund. So endet das Buch zwar sehr offen, aber mit positiven Aussichten für die Zukunft. „All die Farben, all das Licht“ hat mich mit seinem angenehmen Schreibstil überzeugt, versucht aber an manchen Stellen zu viele Themen miteinander zu verbinden. Die Geschichte war schön, hat aber nicht so viele Emotionen aus mir herausgekitzelt wie erwartet.

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