Von oben betrachtet sieht die Welt gleich ganz anders aus
Nominiert für den Preis der Leipziger Buchmesse 2025 in der Kategorie Übersetzung
Sechs Astronauten schweben in einer Raumstation durchs All. Den Planeten Erde umkreisen sie in 90 Minuten, sechzehnmal in 24 Stunden. Die zwei Frauen und vier Männer aus ganz unterschiedlichen Nationen arbeiten, essen und schlafen auf engstem Raum – und doch ist alles losgelöst vom Alltag, Schwerkraft und Zeitempfinden sind außer Kraft gesetzt. Was passiert, wenn man seine Heimat nur aus weiter Ferne durch ein kleines Fenster sieht? Wie verändern sich Denken und Fühlen? In dem Zeitraum von nur einem Tag, während die Sonne sechzehnmal auf- und untergeht, betrachtet dieser ungewöhnliche, kraftvoll poetische Roman die großen und kleinen Fragen der Menschheit und bringt uns der Schönheit des Universums ganz nahe.
»Ich wusste nicht, wie sehr mir dieses Buch gefehlt hat, bis ich es gelesen habe. Dieser Roman lässt die schönsten Tränen fließen.« Ruth-Maria Thomas
Ausgezeichnet mit dem Booker Prize 2024 und Hawthornden Prize for Literature 2024, nominiert für den Orwell Prize for Political Fiction 2024 sowie den Ursula K. Le Guin Prize 2024
Kundinnen und Kunden meinen
4.1/5.0
_cozy_bookplace_(Instagram), Jana v.
aus Ratingen
5/5
11.11.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Eine ruhige und tiefgründige Geschichte über das Leben im Weltall.
Der Roman "Umlaufbahnen"von Samantha Harvey handelt von Astronaut*innen und ihren Alltag im Weltall. Die Gedanken wurden so tiefgründig beschrieben und es stand viel zwischen den Zeilen. Ich habe den Roman als Hörbuch gehört und es war definitiv keine Geschichte, die man zwischendurch mal hören kann. Daher möchte ich irgendwann auch das Buch lesen.
Sophia
5/5
10.06.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Leise und unglaublich toll erzählte Geschichte über die fremde Welt im All und die Sicht auf die Erde
Vier Astronauten und zwei Astronautinnen sind in einer Raumstation um die Erde unterwegs: Anton (Russland), Chie (Japan), Nell (England), Pietro (Italien), Roman (Russland) und Shaun (USA). Sie leben zusammen auf engstem Raum und führen Forschungsarbeiten durch in einem durchgetakteten Tagesablauf. In 24 Stunden umrundet die Raumstation 16 mal die Erde. Weit weg von Freunden, Familie und dem gewohnten Alltag wird ein Tag der sechs Personen geschildert.
Mich hat das Buch vom Cover und Klappentext schon für sich eingenommen. Es gibt eigentlich keine wirkliche Handlung, es wird aus den unterschiedlichen Perspektiven der sechs AstronautInnen erzählt und ihre Beobachtungen, aber auch Eindrücke, Sehnsüchte und Gefühle wiedergegeben. Man erfährt, über welchen Kontinent oder Land sich die Raumstation gerade befindet und es werden unglaublich toll die Eindrücke zu diesen Landschaften und Gegebenheiten erzählt. Auch die Experimente, Forschungsarbeiten und Reparaturen in und an der Raumstation werden beschrieben, sodass man als Leser stets mittendrin ist und ich habe einiges an interessanten Dingen gelernt. Generell wird eine Welt beschrieben, die die allerwenigsten von uns jemals erleben werden und umso spannender ist ein realistischer Einblick, den man mit diesem Buch bekommt.
Das Buch plätschert vor sich hin, was die Geschichte jedoch nicht beeinträchtigt. Es ist eine leise Geschichte, der Erzählstil dazu passend, an vielen Stellen fast schon poetisch. Beim Lesen war ich mittendrin in dieser völlig anderen Welt, man wird demütig und ehrfürchtig und mir wurde bewusst, dass wir Menschen auf dieser Erde nur ein winziges Sandkorn sind im Vergleich zur Natur und dem allumfassenden Kosmos. Die Erde als kleiner Punkt im unendlichen Weltall wird so toll beschrieben, dass einem beim Lesen umso bewusster wird, wie wichtig es ist, diesen Planeten zu schützen und nicht auszubeuten.
Mir hat die Geschichte unglaublich gut gefallen, auch ohne konkrete Handlung wird so viel aus einer völlig anderen und fremden Welt erzählt. Für mich ein neues Lesehighlight!
Bewertung
5/5
26.01.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Als hätte ich aus dem Orbit die Erde neu erfahren
„Der Weltraum ist die einzige Wildnis, die uns noch bleibt. Jetzt, da auf der Erde alle noch so entlegenen Regionen entdeckt und geplündert worden sind, ist das Sonnensystem, in das wir vordringen, die Neue Welt.“ S.175
Ich hatte viele Rezensionen zu UMLAUFBAHNEN gelesen, die mich vor allem wegen des Versprechens der einzigartigen Perspektive von Menschen, die aus dem Orbit einer Raumstation auf die Erde hinabblicken, faszinierten. So richtig konnte ich mir jedoch nie vorstellen, was mich erwartet. Auch ich kann es nicht umfassend beschreiben, Du musst es einfach selbst lesen und das ist keine Empfehlung, sondern ein Appell.
Schon immer haben mich die Bilder und Worte von Alexander Gerst aus dem All, das Panoramafenster der ISS im Rücken, in dem sich das Blau-Weiß der Erde krümmt, bewegt. Tief berührt, habe ich versucht mir vorzustellen, wie es wäre, dort oben in diesem Metallkäfig, 400 km über der Erde schwerelos mit 28.000 km/h unablässig zu fallen. 16 Mal am Tag Sonnenauf- und Untergänge. Kein Oben, kein Unten, in klaustrophobischen Verhältnissen.
Samantha Harvey gelingt das Wunder, es mich tatsächlich fühlen zu lassen. Und es gleichzeitig zu wollen und für vollkommen abwegig zu halten. Wir verbringen einen Tag und 16 Umlaufbahnen mit 6 Astronom:innen und Kosmonaut:innen, 2 Frauen, 4 Männern aus Russland, Amerika, England, Italien und Japan auf einer internationalen Raumstation. Sie gehen ihrer Forschung, ihrem Krafttraining, ihren „alltäglichen“ Dingen nach. Sie versuchen, den Verstand nicht zu verlieren angesichts der Absurdität dieses Daseins. Vom großen Alles und Nichts nur durch eine relativ dünne Wand getrennt, durch die 17 Module schwimmend, geben sie den Tagen, die durch stündliche Sonnenauf- und Untergänge von der Zeitmessung der Erde abgetrennt sind, Struktur. Wir lernen 6 Menschen in dieser Extremsituation mit ihren Bedürfnissen, ihrer Körperlichkeit, ihren Gedanken, Ängsten und Hoffnungen kennen. Dabei geht es weniger um sie als um ihre Verbindung zur Welt, um die zarten Linien, die sie mit dem schönen Ding unter ihnen verbindet.
Die Linien zieht die Autorin durch Perspektivwechsel auf die Erde, wo die Mutter von Chi in einem alten Holzhaus in Japan stirbt, während Chi mit 28.000 km/h darüber hinweg fliegt. Wo der Fischer auf den Philippinen, den Roman während seines letzten Tauchurlaubs kennenlernte nun im Auge eines Taifuns sitzt, den er aus der sicheren Entfernung von 400 km fotografiert.
Zum Weinen bewegend wird mir die Vorstellung, so losgelöst, so unvorstellbar weit weg von allem und gleichzeitig so verbunden mit der Erde und den anrührenden Kleinigkeiten des menschlichen Daseins zu sein.
Wie erreicht Samantha Harvey dieses Gefühl? Sie schenkt uns ihre Sinne mit einem geradezu überirdisches Nature- und Body-Writing (wenn es das gibt). Betörend plastisch, bildhaft und emotional sehe ich die Erde aus ihrer Perspektive, ihre Farben, ihr Licht, ihre Dunkelheit, ihre Struktur. Ich sehe ihre Grenzenlosigkeit, ihr Fließen, das alles unsichtbar werden lässt, was uns auf der Erde trennt.
Ich spüre die körperlichen Grenzerfahrungen ganz nah, folge den Protagonistinnen in ihre Körper und Gedanken, bis hinein in ihre Schlafsäcke, die in den Schlafkabinen schweben, in ihre Träume, ihre Erinnerungen und ihre Visionen. Und doch bleibt eine Distanz, die es mir möglich macht, den Schrecken dieser Erfahrungen auszuschließen.
Mensch und Erde erscheinen aus dieser Perspektive in einer ähnlichen Fragilität, Zufälligkeit und Verlorenheit. Alles ist mit allem verbunden. „Mutter Erde“ bekommt eine ganz neue fundamentale Bedeutung. Etwas Existenzielles, das unseren irdischen Verstand übersteigt.
Dies ist kein Weltraumabenteuer, kein Sci-Fi-Roman, kein Wissenschafts-Thriller, kein Heldenepos, Es ist ein brillanter, feinfühliger, Liebesbrief an den einzigen Heimatplaneten, den wir haben. Ohne moralischen Zeigefinger, mit einer stoischen Akzeptanz des Menschseins, unserer Natur, mahnt er unsere Verantwortung ebenso verständnisvoll wie auch eindringlich an. Mir hat er den Atem geraubt und mich zu Tränen gerührt.
„Wo auch immer die Menschheit hingeht, hinterlässt sie irgendeine Art der Zerstörung, vielleicht liegt es in der Natur allen Lebens, das zu tun.“ S.114
Samantha Harvey gewann mit diesem Buch den BOOKER PRIZE 2024. Julia Wolf hat es grandios übersetzt.
Elke
aus Vaihingen an der Enz
5/5
12.01.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Völlig losgelöst...
Der erste Satz: „So einsam sind sie in ihrem um die Erde kreisenden Raumschiff und gleichzeitig einander so nah, dass ihre Gedanken, ihre individuellen Mythologien, bisweilen zusammenfinden“.
Eine Raumstation. An Bord vier Astronauten, zwei Kosmonauten. Ein internationales Team aus Neulingen und alte Hasen auf engstem Raum, jede/r mit einer individuellen Aufgabe betraut. Beobachtungen, Experimente, Forschung in der Petrischale. Schwerelosigkeit und ihre Auswirkungen, lang- und kurzfristig. Jedes Ergebnis dokumentierend.
Vierundzwanzig Stunden, ein Tag und eine Nacht, getaktet in sechzehn Umlaufbahnen, von denen jede neunzig Minuten dauert. Eineinhalb Stunden in Dauerschleife, in denen die Sonne auf- und untergeht. Völlig losgelöst in grenzenloser Unendlichkeit, den Blick gerichtet auf Mutter Erde lassen wir uns treiben.
Samantha Harveys „Umlaufbahnen“, ausgezeichnet mit dem Booker Prize 2024, setzt sich aus individuellen Reflexionen und Beobachtungen zusammen, die in weiten Teilen völlig unspektakulär daherkommen. Gespeist aus Gegenwärtigem und Vergangenem. Den Aufgaben, die es täglich zu erledigen gilt, den Gefühlen, die bei den Blicken aus den Fenstern geweckt werden, aber auch den persönlichen Erinnerungen, Erfahrungen und Sehnsüchten. Manchmal profan, aber über weite Strecken all jene Punkte thematisierend, die die Existenz des blauen Planeten gefährden und dessen Schutz geradezu unumgänglich einfordern. Sehen Dunkel und Licht, Wetterphänomene und eine Welt ohne Grenzen, spüren Hilflosigkeit, persönliche Betroffenheit aber auch wissenschaftliches Interesse. Tauchen ein in die Köpfe der Besatzung, folgen deren Fluss der Gedanken, teilen und würdigen staunend ihre Beobachtungen.
Ganz großes Kino. Lesen!
Christian1977
aus Leipzig
5/5
09.01.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Dieses nie enden wollende Staunen
Ganze 16 Male umkreisen sie an einem Tag die Erde. Was sie sehen, ist ein wunderschöner, aber auch verletzbarer Planet, ein winziger blauer Punkt im riesigen Sonnensystem. Zwei Kosmonauten und vier Astronauten befinden sich auf der Raumstation. Ihre Erfahrungen sind unterschiedlich, ihre Gedanken und Gefühle auch. Was sie eint, ist die Schwerelosigkeit - und dieses nie enden wollende Staunen.
Samantha Harvey wagt in ihrem neuen Roman "Umlaufbahnen", der in der deutschen Übersetzung aus dem Englischen von Julia Wolf bei dtv erschienen ist, einen ganz eigenen Ausflug in das Weltall und nimmt die Leserinnen mit auf eine unvergessliche Reise. Das mit dem Booker Prize ausgezeichnete Werk ist höchst originell, philosophisch, beglückend poetisch, aktuell und aufrüttelnd. Denn neben der manchmal fast meditativen Lektüre ist "Umlaufbahnen" nicht nur eine Liebeserklärung an die Erde, sondern zugleich ein Weckruf, auf den blauen Planeten doch bitte ein bisschen besser Acht zu geben.
Schon mit ihrem brillanten mittelalterlichen Genresprenger "Westwind", 2020 erschienen bei Atrium, machte Harvey deutlich, dass es für sie keine literarischen Grenzen gibt. Und auch die "Umlaufbahnen" wirken in mehrfacher Hinsicht grenzenlos. Obwohl sich die Handlung des Romans ähnlich wie bei Virginia Woolfs "Mrs. Dalloway" auf einen einzigen Tag beschränkt, schweben die Leser mit den zwei Frauen und vier Männern der namentlich nie erwähnten ISS in einem endlos wirkenden Raum dahin. Wobei man vorher wissen muss, dass es so etwas wie eine klassische Handlung eigentlich gar nicht gibt. Vielmehr lässt Harvey einen teilhaben an den Betrachtungen der Astronautinnen, an diesem unglaublichen Staunen, das die Sechs mit Blick auf die Erde immer wieder ergreift. Ergriffen ist man dadurch auch selbst, denn mit ihrem feinen Gespür für die richtigen Worte trifft die Autorin nahezu durchgehend ins Herz der Leser. Und es ist mehr als der Blick auf die Erde, der nicht nur die Figuren melancholisch werden lässt. Es sind auch die zwischenmenschlichen Töne, die Erinnerungen der Crew an ihr Zuhause, die bemerkenswert emotional nachwirken.
Allerdings macht Harvey von Beginn an deutlich, dass nicht der Mensch im Zentrum des Buches und auch nicht im Zentrum ihrer Sorgen und Emotionen steht. Die Erde ist der eindeutige Star der "Umlaufbahnen", mal als Ur-Mutter, mal als vom Klimawandel und einem schrecklichen Taifun bedrohtes und schützenswertes Kind, mal aber auch als Randaspekt, als Brotkrümel in der Unendlichkeit des Weltalls. Dabei scheut sie auch die ganz großen Fragen nicht - nach der Bedeutung des Lebens, nach Liebe, nach irdischen Feindschaften, nach der Moral, natürlich auch nach Gott. Seit Jostein Gaarders "Sofies Welt" war wohl kein belletristisches Werk so philosophisch wie "Umlaufbahnen", ohne dabei verkopft zu wirken.
Ein weiterer Vorteil des Romans ist, dass er auch das musikalische Ohr der Leserinnen anspricht. Ganz wie von selbst scheint dort nämlich ein ganzer Soundtrack zu entstehen. Denkt man kurz an den fliegenden Knochen in Stanley Kubricks "2001" und hört dabei Richard Strauss' "Zarathustra", fühlt man sich im nächsten Moment vielleicht "völlig losgelöst", um sich in den düsteren Augenblicken an die Einsamkeit des Astronauten im Dark Metal-Meisterwerk "Ominous" von Lake of Tears zu erinnern.
Während uns Samantha Harvey in "Westwind" noch in Gottes Nähe führte, wird es also auf ganz andere Art auch in "Umlaufbahnen" wieder überirdisch. Was bleibt, ist dieses Staunen - über die schier unendlich wirkenden Fähigkeiten der Autorin.
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5/5
07.07.2026
Buch (Taschenbuch)
Für alle Fans von Poesie
Das Buch, das den National Booker Prize 2024 abgeräumt hat, und zwar zurecht. Sechs Astronauten auf der ISS, keine Aliens, keine explodierenden Sauerstofftanks, einfach nur Menschen auf engstem Raum im All, jeder auf sich selbst und seine Gedanken zurückgeworfen und dazu eine phänomenale Aussicht. Was die Sprache angeht hat man nicht das Gefühl, dass Samantha Harvey schreibt, sie malt vielmehr die Wörter auf die Buchseiten. Die Beschreibungen der Erde aus einer Höhe von 400 000 Metern, mit ihren schimmernden Ozeanen und sich aufbauschenden Hurricans ist wahnsinnig ergreifend. Das alles klingt jetzt sehr prätentiös, ist es auch irgendwo, aber treffender kann ich die Leseerfahrung kaum beschreiben. Das Ganze fühlt sich beinahe an wie eine Naturdokumentation und entfaltet eine unglaubliche Sogwirkung. Vor allem der Gedanke wie klein wir mit unseren Problemen vor dem Hintergrund eines endlos großen Universums erscheinen durchzieht das Buch bis zuletzt. Als bildgewaltige Exposition über existentielle Gedanken und die Natur ansich funktioniert das Buch sehr gut. Der Plot und die Figuren sind hingegen reichlich blass, es fehlt also irgendwo der emotionale Anker in der Geschichte, in der Mitte schleicht sich dadurch ein bisschen Monotonie ein, das wird durch die sprachliche Perfektion aber allemal wett gemacht.
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4/5
24.06.2026
Buch (Taschenbuch)
Gewinner des Booker Prize 2024
Ein wahnsinnig schön geschriebener, meditativer Roman, der sechs Astronauten an Bord der Internationalen Raumstation während eines einzigen Tages begleitet. Statt auf Handlung setzt Samantha Harvey auf Reflexionen über Menschlichkeit, Sterblichkeit und die fragile Schönheit der Erde.
Die lyrische, oft beeindruckende Sprache verwandelt ganz alltägliche Beobachtungen in Momente des Staunens.
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4/5
22.05.2026
Buch (Taschenbuch)
Eine poetische Reise ins Weltall
Dieses Buch nimmt den Leser mit auf eine Reise: nicht nur ins Weltall, sondern auch durch die Leben der sechs Astronauten. Dabei fließt vieles ineinander und wird zu einem poetischen Liebesgeständnis an die Menschheit und an unsere Heimat Erde. Durch das handwerkliche Können der Autorin, fühlte es sich für mich teilweise wirklich so an, als würde ich durch die Geschichte schweben – näher ans Weltall komme ich vermutlich nicht mehr als durch dieses Buch.
Mit gesellschaftskritischen Aufarbeitungen und mit Fokus auf Nachhaltigkeit, regt es zusätzlich zum Nachdenken an.
"Umlaufbahn" wirkt am besten, wenn man unvoreingenommen alles aufnimmt: die Atmosphäre wirken und seiner Vorstellungskraft freien Lauf lässt.
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4/5
05.03.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
“Aber es gibt keine neuen Gedanken. Nur alte, die in neue Momente hineingeboren werden..."
Eines muss man bei dem Buch wissen: die Handlung ist quasi nicht vorhanden. Vielmehr stehen sowohl die Atmosphäre als auch die Gedanken der Protagonisten und das Zwischenmenschliche im Vordergrund. Wir begleiten vier Astronauten und zwei Astronautinnen dabei, wie sie die Erde Tag für Tag umkreisen und das für mehrere Monate. Sie müssen auf engem Raum miteinander klarkommen und haben quasi keine Sekunde für sich alleine. Dabei geht einem natürlich viel durch den Kopf. Am besten haben mir die Beschreibungen des Alls und der Umstände gefallen. Die Autorin hat beim Verfassen dieser Geschichte Unterstützung von der NASA und ESA bekommen und das merkt man! Wer gerne auch mal zu ruhigen Werken greift und offen für dieses Setting ist, muss unbedingt dazu greifen! Es hat zurecht den Booker Prize gewonnen.
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2/5
21.04.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Langatmig
Sprachlich wirklich wunderschön, sehr poetisch und nachdenklich. Leider ist es ebenso langatmig, es gibt so gut wie keine Handlung und auf Dauer ist es einfach langweilig. Die Charaktere wirken zudem unnahbar und es lässt sich keine Verbindung aufbauen.
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