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Die Stadt und ihre ungewisse Mauer Roman

53

36,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

12.01.2024

Verlag

DuMont Buchverlag

Seitenzahl

640

Maße (L/B/H)

21,1/14,5/4,5 cm

Gewicht

812 g

Farbe

Lichtgrau / Schwarz

Auflage

1

Originaltitel

Machi to futashika na kabe

Übersetzt von

Ursula Gräfe

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8321-6839-1

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

12.01.2024

Verlag

DuMont Buchverlag

Seitenzahl

640

Maße (L/B/H)

21,1/14,5/4,5 cm

Gewicht

812 g

Farbe

Lichtgrau / Schwarz

Auflage

1

Originaltitel

Machi to futashika na kabe

Übersetzt von

Ursula Gräfe

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8321-6839-1

Herstelleradresse

DuMont Buchverlag GmbH
Amsterdamer Strasse 192
50735 Köln
DE

Email: herstellung@dumont.de

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2 Sterne

1 Sterne

Phantastisch und entschleunigt

Bewertung am 03.03.2025

Bewertungsnummer: 2428221

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Es gibt zwei Worte mit denen ich dieses Buch beschreiben kann: phantastisch und entschleunigt. In „Die Stadt und ihre ungewisse Mauer“ geht es um einen Ich-Erzähler und die realistisch-erdachte Stadt ohne Namen. Auch der Ich-Erzähler bleibt uns oberflächlich betrachtet immer ein bisschen fremd. Wir kennen seinen Namen nicht und wissen nicht, in welcher Zeit er lebt. Nichtsdestoweniger lernen wir ihn kennen über die Dinge, die er denkt und tut, nach denen er sich sehnt und was ihn umtreibt. Die verlorene Liebe führt ihn tatsächlich in diese einst erdachte Stadt, wo seine Liebe lebt, doch wir müssen feststellen, dass sie ihn nicht mehr erkennt. Die Bedingung in diese Stadt zu reisen, ist es, seinen Schatten abzulegen. Wir wissen nicht, wie lange er in der Stadt verweilt, bis er auf die andere Seite der Welt zurückkehrt, denn in dieser Stadt gibt es keine Zeit. Jenseits der Mauer führt der Ich-Erzähler fortan ein bescheidenes Leben und wird Leiter einer Bibliothek weit entfernt von seiner Heimat Tokio. Murakami versteht es sehr mit Worten umzugehen und entführt uns in eine phantastische Welt, die mit der Realität verschmilzt. Für mein Empfinden ist dieses Werk ganz klar kein Fantasy-Buch, sondern magischer Realismus, welcher voller Metaphern steckt. Irgendwie geht es letztendlich nicht darum feststellen zu wollen, ob es diese Stadt nun wirklich gibt oder nicht, sondern was sie mit dem Bewusstsein, das des Ich Erzählers und letztendlich auch mit dem unseren als Leser anstellt. Dabei ist die Stadt vor allem ein Zentrum dafür, um über die Zeit nachzudenken. Die Zeit als etwas Abwesendes in dieser Stadt, aber als etwas nur zu anwesendes, in unserer hektischen Gegenwart. Ebenso abwesend ist der Schatten in der Stadt. Doch was bedeutet Schatten überhaupt? Und ja, es fällt wirklich auf, dass Murakami Franz Kafka als Vorbild sieht, aber ich sehe darin auch weitere phantastische Autoren wie beispielsweise Nikolaj Gogol. Der Roman ist mit 630 Seiten durchaus kein kurzes Vergnügen. Es ist wirklich eine Reise, auf die man sich einlassen muss, die teilweise etwas langatmig erscheinen kann, aber wesentlich für die transportierte Entschleunigung ist.

Phantastisch und entschleunigt

Bewertung am 03.03.2025
Bewertungsnummer: 2428221
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Es gibt zwei Worte mit denen ich dieses Buch beschreiben kann: phantastisch und entschleunigt. In „Die Stadt und ihre ungewisse Mauer“ geht es um einen Ich-Erzähler und die realistisch-erdachte Stadt ohne Namen. Auch der Ich-Erzähler bleibt uns oberflächlich betrachtet immer ein bisschen fremd. Wir kennen seinen Namen nicht und wissen nicht, in welcher Zeit er lebt. Nichtsdestoweniger lernen wir ihn kennen über die Dinge, die er denkt und tut, nach denen er sich sehnt und was ihn umtreibt. Die verlorene Liebe führt ihn tatsächlich in diese einst erdachte Stadt, wo seine Liebe lebt, doch wir müssen feststellen, dass sie ihn nicht mehr erkennt. Die Bedingung in diese Stadt zu reisen, ist es, seinen Schatten abzulegen. Wir wissen nicht, wie lange er in der Stadt verweilt, bis er auf die andere Seite der Welt zurückkehrt, denn in dieser Stadt gibt es keine Zeit. Jenseits der Mauer führt der Ich-Erzähler fortan ein bescheidenes Leben und wird Leiter einer Bibliothek weit entfernt von seiner Heimat Tokio. Murakami versteht es sehr mit Worten umzugehen und entführt uns in eine phantastische Welt, die mit der Realität verschmilzt. Für mein Empfinden ist dieses Werk ganz klar kein Fantasy-Buch, sondern magischer Realismus, welcher voller Metaphern steckt. Irgendwie geht es letztendlich nicht darum feststellen zu wollen, ob es diese Stadt nun wirklich gibt oder nicht, sondern was sie mit dem Bewusstsein, das des Ich Erzählers und letztendlich auch mit dem unseren als Leser anstellt. Dabei ist die Stadt vor allem ein Zentrum dafür, um über die Zeit nachzudenken. Die Zeit als etwas Abwesendes in dieser Stadt, aber als etwas nur zu anwesendes, in unserer hektischen Gegenwart. Ebenso abwesend ist der Schatten in der Stadt. Doch was bedeutet Schatten überhaupt? Und ja, es fällt wirklich auf, dass Murakami Franz Kafka als Vorbild sieht, aber ich sehe darin auch weitere phantastische Autoren wie beispielsweise Nikolaj Gogol. Der Roman ist mit 630 Seiten durchaus kein kurzes Vergnügen. Es ist wirklich eine Reise, auf die man sich einlassen muss, die teilweise etwas langatmig erscheinen kann, aber wesentlich für die transportierte Entschleunigung ist.

Murakami's Greatest Hits?

MEva aus Düsseldorf am 04.09.2024

Bewertungsnummer: 2283776

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ich mochte "Hardboiled Wonderland und das Ende der Welt". Für mich war es emotional schlüssig und hätte keiner weiteren Erklärung bedurft. Doch während sich durch meine Vorkenntnis des Ursprungsromans die ersten Kapitel der "Stadt und ihrer ungewissen Mauer" geradezu "runterlesen" ließen wurde die Welt in der sie spielt immer klarer und tiefer. Murakamis Werke sind voller Interpretationsmöglichkeiten - und viele davon führen zu einem tiefen inneren Verständnis. Während ich zwischendurch dachte dies sei eine Aneinanderreihung von "Murakami's Greatest Hits" muss ich nach der Beendung sagen dass dieses Buch trotzdem für sich steht und wieder einen neuen tiefgründigen Eindruck hinterlässt.

Murakami's Greatest Hits?

MEva aus Düsseldorf am 04.09.2024
Bewertungsnummer: 2283776
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ich mochte "Hardboiled Wonderland und das Ende der Welt". Für mich war es emotional schlüssig und hätte keiner weiteren Erklärung bedurft. Doch während sich durch meine Vorkenntnis des Ursprungsromans die ersten Kapitel der "Stadt und ihrer ungewissen Mauer" geradezu "runterlesen" ließen wurde die Welt in der sie spielt immer klarer und tiefer. Murakamis Werke sind voller Interpretationsmöglichkeiten - und viele davon führen zu einem tiefen inneren Verständnis. Während ich zwischendurch dachte dies sei eine Aneinanderreihung von "Murakami's Greatest Hits" muss ich nach der Beendung sagen dass dieses Buch trotzdem für sich steht und wieder einen neuen tiefgründigen Eindruck hinterlässt.

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Die Stadt und ihre ungewisse Mauer

von Haruki Murakami

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Ingrid Führer

Thalia Gmunden – SEP

Zum Portrait

5/5

Glaub an deinen Gefährten.

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Murakamis Erzählstil ist wie immer einfach (speziell). Sehr detailliert, äußerst intensiv, ausgesprochen mystisch. Fantasievoll, nimmt uns Murakami in die Bibliothek der alten Träume, hinter der Stadt, die mit einer Mauer umgeben ist, mit. Fabelwesen, wie Einhörner und Bewohner ohne Schatten sowie Wächter treffen wir, wenn sich zwei Geschichten zu einer verschmelzen. Dies muss man möge und sich auf diese einlassen, ist man Fan dieser faszinierenden Art zu erzählen wird man vollauf begeistert sein. Zitat: Wer einen Teller am Kopf hat, soll nicht in den Himmel schauen. Glaub an deinen Gefährten. Eine gelungene literarische Doppelvorstellung. Die hier gelungen ist. Empfehlung.
  • Ingrid Führer
  • Buchhändler/-in

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5/5

Glaub an deinen Gefährten.

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Murakamis Erzählstil ist wie immer einfach (speziell). Sehr detailliert, äußerst intensiv, ausgesprochen mystisch. Fantasievoll, nimmt uns Murakami in die Bibliothek der alten Träume, hinter der Stadt, die mit einer Mauer umgeben ist, mit. Fabelwesen, wie Einhörner und Bewohner ohne Schatten sowie Wächter treffen wir, wenn sich zwei Geschichten zu einer verschmelzen. Dies muss man möge und sich auf diese einlassen, ist man Fan dieser faszinierenden Art zu erzählen wird man vollauf begeistert sein. Zitat: Wer einen Teller am Kopf hat, soll nicht in den Himmel schauen. Glaub an deinen Gefährten. Eine gelungene literarische Doppelvorstellung. Die hier gelungen ist. Empfehlung.

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Mara Hollenstein-Tirk

Thalia Graz – Murpark

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4/5

Bekannte Idee in neuem Gewand

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Haruki Murakami verfasst keine Nachwörter zu seinen Geschichten. Das schreibt er selbst im Nachwort zu seinem neuesten Werk. Warum es der Autor diesmal doch getan hat, ist schnell erklärt: passionierten Leser:innen dürfte die Geschichte rund um eine Stadt, in welcher die Menschen ohne ihren Schatten leben, merkwürdig vertraut vorkommen. Kein Wunder, hat Murakami diese Idee doch tatsächlich schon einmal in einem seiner frühen Werke behandelt. Diese neue Interpretation und Erweiterung seiner ursprünglichen Idee ist trotz, oder vielleicht sogar genau wegen diesem Umstand aber umso lesenswerter. Mit jeder Seite spürt man, dass diese Geschichte Zeit hatte zu reifen, sich zu entwickeln um schließlich nach all den Jahren erneut zu Papier gebracht zu werden. Oft tragisch, mal melancholisch und doch immer ergreifend hat Murakami hier ein Werk geschaffen, das als meisterhaftes Beispiel für sein Oeuvre betrachtet werden kann. Fans greifen sowieso zu, aber auch Neueinsteiger dürfen sich über einen geradezu klassischen Murakami freuen.
  • Mara Hollenstein-Tirk
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4/5

Bekannte Idee in neuem Gewand

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Haruki Murakami verfasst keine Nachwörter zu seinen Geschichten. Das schreibt er selbst im Nachwort zu seinem neuesten Werk. Warum es der Autor diesmal doch getan hat, ist schnell erklärt: passionierten Leser:innen dürfte die Geschichte rund um eine Stadt, in welcher die Menschen ohne ihren Schatten leben, merkwürdig vertraut vorkommen. Kein Wunder, hat Murakami diese Idee doch tatsächlich schon einmal in einem seiner frühen Werke behandelt. Diese neue Interpretation und Erweiterung seiner ursprünglichen Idee ist trotz, oder vielleicht sogar genau wegen diesem Umstand aber umso lesenswerter. Mit jeder Seite spürt man, dass diese Geschichte Zeit hatte zu reifen, sich zu entwickeln um schließlich nach all den Jahren erneut zu Papier gebracht zu werden. Oft tragisch, mal melancholisch und doch immer ergreifend hat Murakami hier ein Werk geschaffen, das als meisterhaftes Beispiel für sein Oeuvre betrachtet werden kann. Fans greifen sowieso zu, aber auch Neueinsteiger dürfen sich über einen geradezu klassischen Murakami freuen.

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Die Stadt und ihre ungewisse Mauer

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