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Anne Berest

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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Simone Kabst

Spieldauer

14 Stunden und 22 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

01.06.2023

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

241

Verlag

Osterwoldaudio

Übersetzt von

Amelie Thoma + weitere

Sprache

Deutsch

EAN

9783844934052

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

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Gesprochen von

Simone Kabst

Spieldauer

14 Stunden und 22 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

01.06.2023

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

241

Verlag

Osterwoldaudio

Übersetzt von

  • Amelie Thoma
  • Michaela Messner

Sprache

Deutsch

EAN

9783844934052

Herstelleradresse

OSTERWOLDaudio
Völckersstr. 18
22765 Hamburg
Deutschland
Email: info@hoerbuch-hamburg.de
Url: www.hoerbuch-hamburg.de
Telephone: +49 40 89720780
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  • Edith Berger

    aus Graz

    5/5

    30.08.2023

    Hörbuch-Download (MP3)

    sehr berührendes Lese- und Hörerlebnis, geht unter die Haut

    Es ist das Jahr 2003, der 2. Weltkrieg ist längst Vergangenheit. Dennoch befindet sich in der Neujahrspost von Anne Berests Mutter eine Postkarte mit der Unterschrift ihrer 4 in Auschwitz ermordeten Verwandten Jacques, Naomi, Ephraim und Emma, allerdings ohne Absender. Das Rätsel um diese Postkarte lässt Anne keine Ruhe. Sie macht sich auf die Suche nach dem Schicksal ihrer Familie. Das Hörbuch ist sehr fein von Simone Kabst eingesprochen

  • Bewertung

    aus Brandis

    5/5

    16.08.2023

    Hörbuch-Download (MP3)

    Wider dem Vergessen

    Alle Fragen beginnen mit einer Postkarte, die Anne Berests Mutter Lilia 2003 unter den Neujahrswünschen findet: eine schlichte Karte mit den Namen Ephraim, Emma, Naomi und Jaques. Doch von wem stammt diese Karte? Was hat sie zu bedeuten? Und wer sind diese Personen? Anne fragt bei Lilia nach und weil diese nur bruchstückhaft erzählt, begibt sich Anne auf eigene Spurensuche. Bei ihrer Recherche kristallisiert sich mehr und mehr die tragische Geschichte ihrer Familie, der Familie Rabinowicz, heraus, von der nur Tochter Miriam überlebte - Annes Großmutter... Fesselnd und erschreckend zugleich sind die Schilderungen der Autorin auf ihrer Suche in der Vergangenheit. Die Handlungen spielen sich dabei auf zwei Zeitebenen ab: die Geschehnisse zur Lebenszeit der Rabinoviczs und die Ereignisse in der Gegenwart. Sehr deutlich wird dabei das sich der (latente) Antisemitismus nicht nur auf die Vergangenheit beschränkt. Letztendlich wird Anne Berests Suche somit auch eine Reise zum eigenen Ich, dem Bewusstwerden der Herkunft als auch dem eigenen Umgang damit. Das überaus lesenswerte und berührende Buch wird abschließend noch vom schlichten wie einprägsamen Ende, der Botschaft, getoppt: Wider dem Vergessen!! Ein Buch, was noch lange in mir nachklingt - klare Hörempfehlung!!

  • Martina Suhr

    aus Salem

    5/5

    14.07.2023

    Hörbuch-Download (MP3)

    Ein überaus berührender Roman

    Dieses Buch ging mir unter die Haut – und das lag nicht nur an der wundervollen Stimme der Sprecherin, die diesem Buch ein ganz besonderes Flair verliehen hat. Nein, dieses Hörbuch trifft einen mitten ins Herz, da man gemeinsam mit der Autorin ein Geheimnis lüftet, dass einem unverzeihbaren Gräuel ein Gesicht gibt. Eine Postkarte, dazu die vier Namen der in Auschwitz hingerichteten Verwandten. Dieses mysteriöse Geheimnis gilt es zu lösen. Wieso landet nach all den Jahren diese Karte bei ihnen? Wer hat sie geschrieben und vor allem: warum? Mit diesem typisch französischen Charme, den ich nicht genau benennen kann, der mich aber in seinen Bann gezogen hat, begab ich mich mit Anne Berest auf eine spannende und berührende Reise, die uns nicht nur in die Vergangenheit geführt hat, sondern auch die heutige Zeit und den Umgang mit diesen Themen beleuchtet. Besonders war für mich, dass die Passagen aus der Vergangenheit sehr authentisch beschrieben waren und den Zeitgeist damals gut spiegelten. Denn aus heutiger Sicht bewertet man Situationen anders. Wir wissen, was kommen wird, die Menschen damals haben sich vieles gar nicht ausmalen können. Zudem fand ich sehr spannend, Anne dabei zu begleiten, nicht nur beinahe vergessene Fragmente ihrer Familiengeschichte aufzudecken, sondern auch ihre Persönlichkeitsentwicklung zu erleben. Wer bin ich? Welche Werte vertrete ich und wie passt das alles mit meiner Abstammung zusammen? Ist Geschichte wirklich Geschichte oder erleben Juden auch heute noch Ausgrenzung? Es ist nicht nur ein Rückblick, der die Erinnerung lebendig halten und den Opfern gedenken soll, vielmehr ist es ein Innehalten, in dem man sich selbst und seine Gedanken reflektiert und resümiert, wie die Welt mit der Vergangenheit umgeht. Haben wir gelernt? Oder verblassen die unzähligen Einzelschicksale in der schier unglaublichen Masse mit den Jahren? Natürlich, die Zeiten haben sich geändert, viele Gedanken haben sich geändert, doch man darf nicht vergessen. Und genau dafür sind solche Bücher wichtig. Sie geben dieser dunklen Zeit ein Gesicht, führen uns einzelne Figuren näher und helfen uns dabei, dass so etwas Schreckliches nie wieder passiert.

  • SimoneF

    5/5

    02.07.2023

    Hörbuch-Download (MP3)

    Bewegend

    ​Anne Berests Mutter erhält Anfang des Jahres 2003 eine Postkarte ohne Absender, darauf nur 4 Namen: Ephraim, Emma, Noemie, Jacques. Dabei handelt es sich um Annes jüdische Urgroßeltern und deren Kinder, die 1942 in Ausschwitz ermordet wurden. Anne vergisst die Karte zunächst, doch 10 Jahre später, als sie selbst ein Kind erwartet, erwacht ihr Interesse daran, und sie begibt sich auf Spurensuche, fragt ihre Mutter nach der Familiengeschichte. Diese hat in mühevoller Arbeit über Jahre in Archiven recherchiert, Briefe und Erinnerungsstücke zusammengetragen, so dass die Geschichte der Familie beeindruckend genau und detailliert erzählt werden kann. Zusammen mit ihrer Mutter macht sich Anne weitere Jahre später auf die Suche nach dem Absender der Karte und besucht den Wohnort ihrer Vorfahren, in der Hoffnung, dort weitere Antworten zu finden. Des weiteren thematisiert Anne Berest Antisemitismus im heutigen Frankreich und geht der Frage nach, was es bedeutet, heute als Jüdin in Frankreich zu leben. Anne Berests Schilderungen sind sehr berührend und bewegend. Da Annes Vorfahren im heutigen Baltikum, in Russland, Polen, Palästina und Frankreich gelebt haben, liefert das Buch ein beeindruckendes Zeugnis jüdischen Lebens in Europa zwischen 1920 und heute. Ich habe zudem viel über die Verfolgung der Juden während des Vichy-Regimes erfahren. Das Hörbuch wurde von Simone Kabst eingelesen. Ihre tiefe, ruhige Stimme empfand ich als sehr angenehm. Ein wirklich bemerkenswertes und sehr empfehlenswertes (Hör-)buch. 

  • hamburg.lesequeen

    aus Bargfeld-Stegen

    5/5

    23.06.2023

    Hörbuch-Download (MP3)

    Tragisch und spannend zugleich!

    DIE POSTKARTE Anne Berest Im Januar 2003 bekommt Anne Berests Mutter Lélia mit der Post eine ominöse Postkarte ohne Absender. Auf ihr stehen nur vier Namen: Ephraim Emma Noemi Jaques Alle Namen haben eines gemeinsam: Alle vier sind Angehörige der Familie Berest und im Konzentrationslager Auschwitz gestorben. Doch wer hat ihr diese Postkarte geschickt? Das Interesse an der Postkarte versiegt und so wird diese in die Schublade gelegt und erst Jahre später wieder herausgeholt, als Annes Tochter in der Schule Antisemitismus erfährt. Anne möchte das Rätsel der Postkarte lösen und begibt sich auf die Suche des anonymen Verfassers. Bei dieser Recherche deckt sie schreckliche Familiengeschehnisse auf. In vier Abschnitten erfahren wir die Geschichten von Annes Großmutter Myriam und deren Geschwister. Diese Geschwister durchliefen eine wahre Odyssee, bis sie schlussendlich in Auschwitz starben. Dabei spielten viele äußerliche Faktoren eine Rolle, wie zum Beispiel Amerika, welches seine Grenzen für die politisch verfolgten Juden schloss oder Verrat in den eigenen Reihen des französischen Widerstandes. Zwischen all diesen traurigen Geschichten aus der Vergangenheit gibt es immer wieder Gespräche, die Anna mit ihrer Mutter Lélia im Hier und Jetzt führt, unter anderen über die bedrohliche Zunahme des Antisemitismus in Europa. Anne Berest hat ein unglaublich umfangreiches und aufschlussreiches Werk geschaffen. Meisterlich verwebt sie ihre Familiengeschichten von damals und heute. Dabei schafft sie es, einen dermaßen hohen Spannungsbogen aufzubauen und ihn bis zum Ende zu halten. Besonders mochte ich, dass das Buch nicht mit der Befreiung der Insassen von Auschwitz endete, sondern dass wir die Befreiten weiter begleiteten. Dort konnte ich Dinge erfahren, die mir zuvor unbekannt waren. Ein grosses Werk und ein weiteres Buch, das jeder gelesen haben sollte - am besten bereits als Schüler 5/ 5

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Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Lisbeth Koch

    Lisbeth Koch

    Thalia Zentrale

    Buchhändler*in

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    5/5

    31.08.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Intensive, biografische Geschichte

    In diesem Roman recherchiert Anne Berest die Geschichte ihrer Großeltern und Urgroßeltern, die in der Zeit der Judenverfolgung in Frankreich gelebt haben und in Auschwitz ums Leben kamen. Spannend, berührend und schockierend! Außerdem wird plakativ aufgezeigt, dass Antisemitismus nach wie vor in unserer Gesellschaft noch Thema ist.
  • Zum Bewerterprofil von Lukas Bärwald

    Lukas Bärwald

    Thalia St. Pölten

    Buchhändler*in

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    4/5

    05.06.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Auf Spurensuche

    Im Jahr 2022 gewann die Französin Annie Ernaux den Literaturnobelpreis für ihr Werk, in dem sie Fakt und Fiktion vermischt, ihre eigene Biografie zum Thema ihrer Romane und Novellen macht. Das Abarbeiten der eigenen Lebensgeschichte in literarischer Form hat in den letzten Jahren Konjunktur: Ob Joachim Meyerhoff, Matthias Matschke oder Maja Lunde, sie alle betreiben das, wofür es den hübschen Begriff „Nabelschau“ gibt. Anne Berest stellt sich in ihrem Buch jedoch nicht selbst in den Mittelpunkt, sondern erzählt die Geschichte ihrer jüdischen Familie quer durch den Verlauf des 20. Jahrhunderts. Alles beginnt mit der titelgebenden Postkarte, die im Jahr 2003 anonym an ihre Mutter geschickt wurde. Darauf nichts als die vier Namen ihrer in Auschwitz ermordeten Großeltern, Onkel und Tante. So schildert die Autorin in der ersten Hälfte des Buches die Odyssee der vorangegangenen Generationen von einer Vertreibung zur nächsten: Ursprünglich aus Russland wandern sie zuerst nach Lettland aus, in den 1910er Jahren geht es weiter nach Deutschland, von dort nach Palästina, bis sie einige Jahre vor Beginn des Zweiten Weltkriegs in Frankreich ihre neue Heimat finden – und bis auf eine der beiden jungen Töchter alle getötet werden. Zeitsprung in die 2020er Jahre: Die mittlerweile zur erfolgreichen Schriftstellerin avancierte Anne Berest („How to be a Parisian – Wherever you are“) wendet sich an ihre Mutter, denn die Erinnerung an jene anonyme Postkarte lässt ihr keine Ruhe. Wer hat sie ihnen geschickt und zu welchem Zweck: aus Versehen, um sie einzuschüchtern, um sie auf etwas hinzuweisen? Mutter und Tochter begeben sich auf die Spur von Großmutter Myriam, jener einzigen Überlebenden und recherchieren dazu im damaligen Heimatort der Familie, in den Stadt- und Landesarchiven, immer auf der Suche nach neuen Antworten, doch oft konfrontiert mit einem antrainierten Schweigen von Menschen, die die Erinnerung an den Krieg möglichst weit von sich wegschieben wollen. Durch Annes gegenwärtiges Familienleben und die erlebten Anfeindungen ihrer eigenen Tochter in der Schule ist „Die Postkarte“ auch ein deutliches Zeichen dafür, wie sich ein über Jahrzehnte verfestigtes Feindbild auch im 21. Jahrhundert immer noch nicht aus manchen Köpfen tilgen lässt und auch heutigen Kindern Judenfeindlichkeit anerzogen wird. Packend, berührend und wichtig: Anne Berest betreibt mehr als bloße Nabelschau, sondern erzählt die große Geschichte des 20. Jahrhunderts bis hinein in unsere Zeit, anhand der „kleinen“ Geschichte ihrer eigenen Familie.

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