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Anfänge Eine neue Geschichte der Menschheit | Der Nr.1 SPIEGEL-Bestseller

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Beschreibung

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Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

19075

Erscheinungsdatum

29.01.2022

Verlag

Klett Cotta

Seitenzahl

672 (Printausgabe)

Dateigröße

6396 KB

Auflage

5. Auflage, 2025

Originaltitel

The Dawn of Everything. A New History of Humanity

Übersetzt von

Henning Dedekind + weitere

Sprache

Deutsch

EAN

9783608118414

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Verkaufsrang

19075

Erscheinungsdatum

29.01.2022

Verlag

Klett Cotta

Seitenzahl

672 (Printausgabe)

Dateigröße

6396 KB

Auflage

5. Auflage, 2025

Originaltitel

The Dawn of Everything. A New History of Humanity

Übersetzt von

  • Henning Dedekind
  • Helmut Dierlamm
  • Andreas Thomsen

Sprache

Deutsch

EAN

9783608118414

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  • Bewertung

    aus Breitenfurt

    5/5

    22.07.2022

    eBook (ePUB 3)

    sehr empfehlenswert zur frühen Geschichte der Menschheit

    Die Autoren hinterfragen mit vielen Belegen aus den Forschungsbereichen der beiden die gängige Theorie, dass sich die Menschen in ihrer Geschichte unweigerlich aus der Jäger-und-Sammler Phase, über die Landwirtschaft zu den heutigen industriellen Staaten entwickelt haben. Sie widerlegen mit vielen Beispielen, dass der Weg zur Landwirtschaft immer zu Staatsbildung mit der Herrschaft einiger weniger führen muss und zeigen an Hand neuer Ausgrabungen Beispiele, bei denen z.B. Landwirtschaft bewusst vermieden oder aufgegeben wurde und sie erzählen von Gesellschaften, die sich bewusst für eine egalitäre und demokratische Lebensweise entschieden haben, ohne dabei auf die Vorteile von Technologie und Kultur zu verzichten. Zivilisation beginnt in vielen Fällen nicht in den Imperien die die Geschichtsschreibung dominieren, sondern in Gruppen von Menschen die gemeinsam, oft in demokratischer und recht egalitärer Form, ihr Leben gestalten - fast immer auch unter Einbeziehung aller Geschlechter. Dort (oft sogar in sehr großen Städten ohne zentrale Herrscher) sind viele Errungenschaften des modernen Lebens entstanden: Das Kultivieren von Pflanzen, Extraktion von Nährstoffen und Medizin, Kunst, Techniken wie Metallurgie, Töpferei, Webkunst und Schneiderei und Handel. Von den Geschichtsschreibern und der Öffentlichkeit bewundert werden jedoch meist die monumentalen Zeugnisse die die Größe der Herrscher repräsentieren sollen und die Mythen der gewalttätigen 'Helden', die 'über Leichen gehen' und die Grundlage dramatischer Kunstwerke abgeben. Die friedlichen und demokratischen Abschnitte der Geschichte hinterlassen meist nur wenige touristisch verwertbare Spuren und weniger dramatische Erzählungen. Sie werden daher zumeist als 'primitivere' oder einfachere Gesellschaften betrachtet.

  • Juti

    aus HD

    5/5

    19.04.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Ziegelstein als Meilenstei…

    Ein Ziegelstein als Meilenstein Ja, dieses Buch ist dick. Ja, ich habe am Osterfest nichts anderes gelesen und ja, die Wissenschaftskollegen der beiden Autoren machen nicht alle eine gute Figur. Aber ich lese doch viel lieber, dass dank neuer Erkenntnisse die alte Forschung auf den Kopf gestellt wird, anstatt wie ein Buch z.B. bei Frankopan, dass nur 100 andere zusammenfasst. Neu ist, dass die Autoren die Geschichte der Menschheit nicht als Evolution zum Besseren betrachten, sondern alle Entwicklungen betrachten. So stellen sie fest, dass unser Geschichtsbild in den Zeiten der Nationalstaaten in Ägypten vor allem das Alte und Neue Reich als Hochkulturen überliefert wurden, während gerade die Zwischenzeiten – in der die Macht, wenn überhaupt, bei lokalen Herrschern lag – mehr Soziales und mehr Frauenrechte zu bieten hatten. Auch ändere sich das Bild bei den Historikern mit der Zeit. Während in Zeiten des Kalten Kriegs vor allem Kriege für den Untergang von Kulturen verantwortlich gemacht wurden, stehen heute ökologische Katastrophen im Mittelpunkt. Aufgeräumt wird auch mit der Annahme Rousseaus, dass Jäger und Sammler im Urzustand gelebt hätten, während die landwirtschaftliche Revolution erst Ungleichheit und Kriege gebracht hätte. Die Ureinwohner Kaliforniens hätten sich aber bewusst gegen die Landwirtschaft entschieden. Und die Kulturen seien so vielfältig, dass Vergleiche schwierig sind. In Mesopotamien hätten sich die Hochlandbewohner zur Hierachie entschieden, während die Gartenbautreibende – das Wort ist besser als Ackerbau – bei der Selbstverwaltung geblieben sind. Ohnehin könne von Revolution keine Rede sein, da der Prozess zum Gartenbau 3.000 Jahre gedauert hätte. Dieses Werk zeichnet aus, dass es definiert. Wenn von Ungleichheit die Rede, so wird gefolgert, dass damit gemeint sei, diese drei Freiheiten zu haben: 1. Die Freiheit des Ortswechsels 2. Die Freiheit, Befehle anderer zu ignorieren 3. Die Freiheit, soziale Realitäten zu verändern Die Autoren machen sich vom Eurozentrismus frei und wählen Beispiele in allen Teilen der Welt, vor allem in Amerika. Besonder der indianische Philosoph Kondiaronk, den wir heute als antikapitalitisch bezeichnen würden, hat es ihnen angetan. Ferner beschreibt das Buch das Phänomen der „Schismogenese“. Dieses bezeichnet den Umstand das zwei benachbarte Kulturen nahezu gegensätzlich sind. Während etwa im antiken Griechenland Athen für Philosophie und Weisheit stand, legte Sparta Wert auf Ordnung und Militär. Heute scheint die Vielfalt der Kulturen zu verarmen. Auch die Zahl der Menschen weltweit wird größer, der Lebensraum des einzelnen aber kleiner. Um Eigentum zu rechtfertigen wurde das Heilige erfunden als Dinge, die von der Welt abgesondert werden und nur dem Frommen zuteil werden (184). Die Entstehung von Städten ist nach neuesten archäologischen Grabungen auch ohne eine Führungselite denkbar. Ja, es ist sogar eine jahrzeitlicher Wechsel möglich. So denken heute die meisten während des Jahres nur an den Konsum, an Weihnachten aber kommt das soziale Herz zum Vorschein. Auch der Ursprung des Staates wird diskutiert. Es wird gefolgert, dass drei Merkmale einen Mächtigen ausmachen: 1. Gewaltkontrolle 2. Informationskontrolle 3. (wenn beides nicht gegeben ist) individuelles Charisma Die Verwaltung und damit die Bürokratie wird gebraucht, um die Regeln im ganzen Land durchzusetzen. Als Beispiel wird Friedrich d. Gr. genannt, der die Leibeigenschaft abschaffen wollte, aber seine Beamten verstanden seine Befehle bewusst falsch. Alles in allem ein Buch mit revolutionären Erkenntnissen, das nicht nur Archäologen und Anthropologen anspricht. 5 Sterne

  • Bewertung

    aus St. Gallen

    5/5

    23.02.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Zu neuen Ansichten bringend

    Ein lesenswertes Buch welches zum Nachsinnen animiert. Top Werk. Beginnend mit der Anschauung der indigenen Bevölkerung Nordamerikas und deren Beeinflussung der europäischen Politik des 18. Jahrhunderts. Ein sehr bildendes Buch.

  • Bewertung

    5/5

    18.02.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein großartiges, unterhaltsames...

    Ein großartiges, unterhaltsames und vor allen Dingen erhellendes Buch! Es verändert unsere Vorstellung der Menschheitsgeschichte grundlegend und schreckt nicht davor zurück, die "Großen" der Zunft ziemlich respektlos zu behandeln. Liest sich gut regt zum Nachdenken an ...

  • Bewertung

    aus Thun im Kanton Bern

    4/5

    28.07.2024

    Buch (Taschenbuch)

    lehrreich

    Das Buch erzählt die Geschichte der Menschheit von den Anfängen bis jetzt. Der Schwerpunkt liegt bei den Übergängen von der Jäger- und Sammlergesellschaft zur Agrargesellschaft sowie von der Siedlung zur Stadt oder dem Stadtstaat und dem Staat (im modernen Sinn). Eigentlich zeigen die Autoren auf der Basis vieler empirisch Daten aus aller Welt (sie wandern vom Euphrat und Tigris über den Halbmond nach Europa, aber gehen weiter nach Amerika und Asien und kehren nach Afrika zurück und verweilen auch in Mittelamerika und Südamerika), dass es keine solche Übergänge gibt, schon gar keine deterministischen. Schon in der frühesten Zeit der Menschheitsgeschichte gab es Versuche, „demokratische“ Institutionen einzuführen. - Ein beeindruckendes Buch, das mit vielen Mythologien aufräumt. Eine kleine Schwäche liegt in der Langatmigkeit der Ausführungen. Ferner hat mich der leicht polemische Ton der Ausführungen etwas gestört. Es ist interessant, zu erfahren, wie sich die Menschheitsgeschichte entwickelt hat. Aber mich interessiert bedeutend weniger zu wissen, dass die meisten anderen Autoren in ihrer Geschichtenerzählung falsch lagen.

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Bewertungen (8)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Herbert Hofer

    Herbert Hofer

    Thalia Wien – Mariahilfer Straße

    Buchhändler*in

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    5/5

    16.02.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Eine Geschichte der Menschheit - (endlich) in ihrer ganzen Vielfalt

    Es ist schon einige Zeit her, dass ich „Anfänge“ von David Graeber und David Wendrow gelesen habe. Aber nachdem es für mich nach wie vor eines der wichtigsten und inspirierendsten Bücher der letzten Jahre ist, möchte ich doch unbedingt eine Empfehlung dafür abgeben (die notgedrungen etwas oberflächlicher ausfällt, als das Buch es verdienen würde). ____ Graeber und Wendrow unternehmen darin den Versuch einer detaillierteren Darstellung der frühen Formen menschlichen Zusammenlebens - und zwar eine, die auf archäologischen und anthropologischen Fakten sowie auf Berichten über und auch von indigene/n Völker/n beruht. Sie wenden sich dabei ganz explizit gegen die immer gleiche Wiederholung des Mythos beispielsweise durch Autoren wie Harari und Diamond, demzufolge Jäger und Sammler Gesellschaften alle gleich egalitär organisiert gewesen wären und erst die Entwicklung der Landwirtschaft Hierarchien und Spezialisierungen hervorgebracht hätte. ____ Eine Vielzahl an Befunden belegen verschiedenste politische Modelle, unter denen Menschen über Jahrtausende zusammen gelebt haben, darunter auch solche, die es dem gängigen Mythos zufolge gar nicht gegeben haben soll - Monumentalbauten, die von nichtsesshaften Menschen errichtet wurden, sesshafte Menschen, die Ansiedlungen ohne erkennbares (rituelles oder politisches) Zentrum errichtet haben und sogar Gesellschaften, die in unterschiedlichen Jahreszeiten unterschiedliche Organisationsformen gewählt haben. Und es ist ja tatsächlich schwer vorstellbar, dass die Menschheit - der moderne Mensch, aber auch seine ausgestorbenen Verwandten - über Jahrhunderttausende gelebt haben soll ohne je über Formen des Zusammenlebens nachgedacht und gesprochen zu haben - und einzig die „Erfindung“ der Landwirtschaft das plötzlich geändert haben soll. ____ Zum Thema der Entwicklung von Landwirtschaft gibt es übrigens auch Befunde, die diesen Prozess plastischer, und als weniger plötzlich und weniger zielgerichtet beschreiben. ____ Wie profund die beiden Wissenschater in Ihrem Werk vorgehen, zeigt sich für mich ziemlich zu Beginn des Buches an ihrem Umgang mit dem Begriff der Gleichheit. Während sich andere Autoren (darunter auch die oben erwähnten) gleich an die Beantwortung der Frage machen würden, wann in der Menschheitsgeschichte Gleichheit geherrscht haben soll und ab wann nicht mehr, betrachten Graeber und Wendrow zuerst einmal die Frage: was ist Gleichheit und was inkludiert sie? Ist das politische und wirtschaftliche Gleichheit, oder auch Gleichheit in der Rollenverteilung der Geschlechter? Und, in einem nächsten Schritt, wie gerät dasThema der Gleichheit/Ungleichheit im 18. Jahrhundert (durch Rousseau) überhaupt in die europäischen philosophischen Diskurse? In einer Epoche somit, in der jeder Aspekt der europäischen Gesellschaften zutiefst hierarchisch geprägt war? Die Beantwortung dieser Frage ist ein umfangreiches und faszinierendes Kapitel und hat mit indigenen Perspektiven zu tun, deren Habilitation den Autoren ein zentrales Anliegen ist. ____ In den frühen Formen menschlichen Zusammenlebens werden sich möglicherweise kaum Lösungsansätze finden, die einer heutigen Weltbevölkerung von über 8 Milliarden Menschen hilfreich sein können. Aber einer biologischen Spezies anzugehören, zu deren DNA es gehört, immer neue politische Ideen zu entwickeln, fühlt sich doch deutlich hoffnungsvoller an als die immer gleiche Darstellung eben dieser Gattung als einer, die vor 10.000 Jahren Entscheidungen getroffen haben soll, die eine immerwährende Unfreiheit zur Folge haben sollen. ___ Mich hat das Buch zutiefst beeindruckt und wohl auch geprägt und ich bin fest entschlossen, es irgendwann einmal erneut zu lesen!
  • Zum Bewerterprofil von Ralf Rother

    Ralf Rother

    Thalia Wien – Mariahilfer Straße

    Buchhändler*in

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    4/5

    24.03.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Arbeit am Mythos

    Ich muss zugeben, dass ich auf das Buch recht gespannt war, da es schon vor seinem Erscheinen mit großer Aufmerksamkeit und Lob bedacht wurde. Auch der Selbstanspruch der Autoren an das Buch ließe sich kaum überbieten. Die Kultur- und Sozialanthropologen und Archäologen David Graeber und David Wengrow haben sich vorgenommen, in ihrem umfang- und materialreichen Buch mit den Mythen unserer Anfangs- und Entstehungsgeschichte aufzuräumen. Tatsächlich bietet die klassische politische Philosophie zwei Hypothesen an, in denen beschrieben wird, wie unser Anfang der Menschheitsgeschichte vielleicht aussah. Die eine stammt von Thomas Hobbes, die andere von Jean-Jacques Rousseau, die in deren Formulierung nicht gegensätzlicher hätten sein können. Hobbes ging in seiner Hypothese von einem gewalttätigen Naturzustand der Menschen aus, um den Gesellschaftsvertrag und die Einbindung des Menschen in soziale Strukturen als ein zähmendes Zivilisationsprojekt zu beschreiben. Hingegen setzte Rousseau am Anfang seiner Soziallehre einen Naturzustand des Menschen, der ihn als frei, herrschaftslos, egalitär und gütig beschreibt. Soziale Ungerechtigkeiten, ungleiche Verteilung der Güter wie auch die Ausübung politischer Gewalt wären demnach Produkte des Zivilisationsprozesses und der Staatenbildung. An beiden Hypothesen der politischen Philosophie heftete sich eine unübersichtliche Rezeptionsgeschichte, die bis heute wirksam ist. Mit dieser Mythenbildung über unseren Anfang möchten die beiden Autoren aufräumen und ziehen hierzu unglaublich viel Forschungsmaterial aus der Archäologie und der Kultur- und Sozialanthropologie heran. Aus dem Fundus dieser Forschung zeigt sich, dass die Frühgeschichte der Menschheit vielgestaltiger in ihrer sozialpolitischen Ordnung ausgerichtet war als es sich Hobbes und Rousseau womöglich hätten vorstellen können. Allerdings dienten deren Hypothesen über den Naturzustand des Menschen nicht der Beschreibung, sondern zur logischen Explikation des Gesellschaftsvertrages. So blieb mir bei der wirklich umfangreichen Lektüre oftmals das Gefühl, dass das angeführte Material eine sorgfältigere Lektüre verdient hätte. Da mir viele angeführte Forschungen nicht unbekannt sind (z.B. die Grabungen von Catalhöyük und die Arbeiten von James C. Scott und anderen), hielt ich den oftmals polemischen, sprunghaften und moralischen Ton der Ausführungen für überflüssig. Mir kam der Eindruck, dass hier mehr am Mythus gearbeitet, als dass er abgeräumt wird.

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