GOTT

Ein Theaterstück

Ferdinand von Schirach

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Beschreibung


Wem gehört unser Leben? Wer entscheidet über unseren Tod?

Richard Gärtner, 78, ein körperlich und geistig gesunder Mann, will seit dem Tod seiner Frau nicht mehr weiterleben. Er verlangt nach einem Medikament, das ihn tötet. Mediziner, Juristen, Pfarrer, Ethiker, Politiker und Teile der Gesellschaft zweifeln, ob Ärzte ihm bei seinem Suizid helfen dürfen. Die Ethikkommission diskutiert den Fall.

Ferdinand von Schirach verhandelt in seinem neuen Theaterstück das Sterben des Menschen. Und wie schon in seinem ersten Drama »Terror« müssen wir am Ende selbst ein Urteil fällen. Wem gehört unser Leben? Wer entscheidet über unseren Tod? Wer sind wir? Und wer wollen wir sein?

Ergänzt wird der Band um Essays von drei namhaften Wissenschaftlern, die das Thema der ärztlichen Suizidbegleitung aus medizinethischer, juristischer und theologisch-philosophischer Perspektive beleuchten.

»Ferdinand von Schirach ist ein großartiger Erzähler, was er auch in diesem Theaterstück unter Beweis stellt.« Simon Rilling / Stuttgarter Zeitung

Produktdetails

Verkaufsrang 28043
Einband Gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum 14.09.2020
Verlag Luchterhand
Seitenzahl 160
Maße (L/B/H) 21,8/13,9/2 cm
Gewicht 319 g
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-630-87629-0

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Muss man einfach mal gelesen haben

Bewertung aus Bochum am 04.11.2021

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Wie alle anderen Bücher auch, ein Buch das man gelesen haben muss. Der Fluss des Buches, der Inhalt sehr schön. Etwas zum mitdenken, diskutieren und zu philosophieren. Alle Bücher von Ferdinand von Schnarch sind empfehlenswert.

Muss man einfach mal gelesen haben

Bewertung aus Bochum am 04.11.2021
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Wie alle anderen Bücher auch, ein Buch das man gelesen haben muss. Der Fluss des Buches, der Inhalt sehr schön. Etwas zum mitdenken, diskutieren und zu philosophieren. Alle Bücher von Ferdinand von Schnarch sind empfehlenswert.

Mein freies Leben = mein freier Tod?

Buecherseele79 am 10.06.2021

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Vor der Ethikkommission wird der Fall von Richard Gärtner diskutiert. Er ist 78 Jahre alt, körperlich und geistig fit, möchte aber gerne sterben. Er möchte die Möglichkeit nutzen um mit einem Medikament und einem Arzt des Vertrauens friedlich zu "entschlafen". Doch so einfach scheint es nicht wie Richard es sich gedacht hat. "Deshalb bin ich hier. Ja. Ich will, dass alle verstehen, dass es in Ordnung ist, dass ich sterben will. Ich will, dass man Menschen wie mir hilft. Ich will sterben, und das nicht amoralisch, egoistisch oder krank." (Seite 20) Zu diesem Thema hatte ich mir nicht wirklich Gedanken gemacht. Auch als ich zu lesen begann dachte ich dass es da nicht viele Hürden geben wird, ich meine, jeder hat ein Recht auf ein freies Leben und auf einen freien Tod. Doch Ferdinand von Schirach beweist es wieder anders. Der Titel könnte nich besser gewählt sein. Eigentlich heiss es immer Gott bestimmt über alles, wehe man tötet sich selbst, man landet in der Hölle, was wird die Gesellschaft denken, ect. Aber wer hat wirklich das Recht über uns zu bestimmen? Zu Beginn wieder die Rollen, wer ist wer, wo findet diese Unterhaltung statt, wie lange ist sie anberaumt? So ergibt sich beim lesen das Gefühl in einer Theaterveranstaltung zu sitzen. Gekonnt kommen neben Richard Gärtner und seinem Anwalt auch eine Ärztin, medizinische Sachverständiger, und ein Theologe zu Wort. Jeder erläutert hier seinen Standpunkt und seinen Sichtpunkt auf den Wunsch von Richard Gärtner. Kann man einem Menschen den Freitod gewähren, mit einem bekannten Medikament, welches eben nur durch Zusage der Ärztekammer herausgeben wird, ohne schlechtes Gewissen? Gibt es Instanzen oder Gesetze oder "Gewissen" die dagegen sowie dafür sprechen? Eine Seite kann man zum Ende hin wählen, muss man aber nicht. Ich für meine Verhältnisse habe eine Seite gewählt und war von der Umsetzung und der Ausführung dieses "Theaterstückes" sehr angetan. Einzig die Auflösung stört mich - hier hätte ich mir die Möglichkeit gewünscht wie bei seinem Buch "Terror", das wäre noch ein Ticken besser und intensiver gewesen. Wem gehört das Leben? Wem gehört der Freitod? Ein Buch was stark zum nachdenken und vor allem mitdenken rührt. Und welches ich wieder uneingeschränkt empfehlen möchte.

Mein freies Leben = mein freier Tod?

Buecherseele79 am 10.06.2021
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Vor der Ethikkommission wird der Fall von Richard Gärtner diskutiert. Er ist 78 Jahre alt, körperlich und geistig fit, möchte aber gerne sterben. Er möchte die Möglichkeit nutzen um mit einem Medikament und einem Arzt des Vertrauens friedlich zu "entschlafen". Doch so einfach scheint es nicht wie Richard es sich gedacht hat. "Deshalb bin ich hier. Ja. Ich will, dass alle verstehen, dass es in Ordnung ist, dass ich sterben will. Ich will, dass man Menschen wie mir hilft. Ich will sterben, und das nicht amoralisch, egoistisch oder krank." (Seite 20) Zu diesem Thema hatte ich mir nicht wirklich Gedanken gemacht. Auch als ich zu lesen begann dachte ich dass es da nicht viele Hürden geben wird, ich meine, jeder hat ein Recht auf ein freies Leben und auf einen freien Tod. Doch Ferdinand von Schirach beweist es wieder anders. Der Titel könnte nich besser gewählt sein. Eigentlich heiss es immer Gott bestimmt über alles, wehe man tötet sich selbst, man landet in der Hölle, was wird die Gesellschaft denken, ect. Aber wer hat wirklich das Recht über uns zu bestimmen? Zu Beginn wieder die Rollen, wer ist wer, wo findet diese Unterhaltung statt, wie lange ist sie anberaumt? So ergibt sich beim lesen das Gefühl in einer Theaterveranstaltung zu sitzen. Gekonnt kommen neben Richard Gärtner und seinem Anwalt auch eine Ärztin, medizinische Sachverständiger, und ein Theologe zu Wort. Jeder erläutert hier seinen Standpunkt und seinen Sichtpunkt auf den Wunsch von Richard Gärtner. Kann man einem Menschen den Freitod gewähren, mit einem bekannten Medikament, welches eben nur durch Zusage der Ärztekammer herausgeben wird, ohne schlechtes Gewissen? Gibt es Instanzen oder Gesetze oder "Gewissen" die dagegen sowie dafür sprechen? Eine Seite kann man zum Ende hin wählen, muss man aber nicht. Ich für meine Verhältnisse habe eine Seite gewählt und war von der Umsetzung und der Ausführung dieses "Theaterstückes" sehr angetan. Einzig die Auflösung stört mich - hier hätte ich mir die Möglichkeit gewünscht wie bei seinem Buch "Terror", das wäre noch ein Ticken besser und intensiver gewesen. Wem gehört das Leben? Wem gehört der Freitod? Ein Buch was stark zum nachdenken und vor allem mitdenken rührt. Und welches ich wieder uneingeschränkt empfehlen möchte.

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Anneliese Weiß

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Was wäre wenn?

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Was wäre wenn wir selbst über den Zeitpunkt unseres Todes bestimmen dürften? Was würde das mit uns und unserer Gesellschaft machen? Wie immer hat der Autor für sein Werk ein hochemotionales Thema gewählt und dieses durch die handelnden Personen von allen Seiten beleuchtet. Dieses Theaterstück lässt einem nicht so schnell los und sorgt garantiert für Gesprächsstoff. Auch diesmal lässt er Raum um sich ein eigenes Urteil zu bilden. Wirkt lange nach!
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Was wäre wenn?

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Was wäre wenn wir selbst über den Zeitpunkt unseres Todes bestimmen dürften? Was würde das mit uns und unserer Gesellschaft machen? Wie immer hat der Autor für sein Werk ein hochemotionales Thema gewählt und dieses durch die handelnden Personen von allen Seiten beleuchtet. Dieses Theaterstück lässt einem nicht so schnell los und sorgt garantiert für Gesprächsstoff. Auch diesmal lässt er Raum um sich ein eigenes Urteil zu bilden. Wirkt lange nach!

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F. Himmelstorfer

Thalia Linz - Landstraße

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Darf der Mensch selbstbestimmt sterben?

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Richard Gärtner will sterben. Er ist müde, möchte nicht mehr Leben, möchte sein Leben in Würde beenden. Psychiatrische Gutachten zeigen, dass er keine Psychische Erkrankung hat und einfach selbstbestimmt aus dem Leben scheiden will. Es werden alle erforderlichen Stimmen der Ethikkommission vorgetragen die darüber zu entscheiden hat. Ein Mitglied des Ethikrates, ein/e Rechtssachverständige/r, ein/e medizinische/r Sachverständige/r ein/e theologische/r Sachverständige/r und natürlich die betroffene Person Selbst. Passend zum weitreichenden BVerfG-Urteil vom 26.02.2020 wonach die Suizidbeihilfe nicht mehr Strafbar ist, weil sie §217 StGB von 2015 aufhebt, platziert Ferdinand von Schirach das Thema der aktiven Sterbehilfe und der Möglichkeit des Selbstbestimmten Sterbens, im Öffentlichen Raum. Es bleibt uns selbst überlassen welche Meinung wir uns zu diesem Thema bilden und genau das ist das spannende und beeindruckende an Ferdinand von Schirachs Literatur.
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Darf der Mensch selbstbestimmt sterben?

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