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Martin Berger Buchhandlung: Thalia Wien – Mitte / W3

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Meine letzte Rezension Stillstand und Aufbruch von Beppo Beyerl
Aus den eigenen Erinnerungen des Autors (Jahrgang 1955) und anderen Quellen entsteht ein Panorama vom Wien der 1960er Jahre, manchmal etwas klischeehaft. Die Zeit der Diktatur und des Krieges war noch nicht lange vorbei, die Stadt wurde wieder aufgebaut und langsam an die moderne Zeit angepasst. Vieles war neu in diesen Jahren, der Greißler wich dem Supermarkt, das Fernsehen kam auf, der Autoverkehr nahm rasant zu und die Struktur der Bevölkerung änderte sich. Das Grau der dunklen Jahre war in der Stadt in vielen Bereichen noch stark präsent. Aufbruch fand statt, wenn auch oft nur zaghaft. So erlebt der Leser/ die Leserin eine Metropole zwischen den Zeiten. Was den eingefleischten Wiener schmerzt: „Grätzel“ und „Gstätten“ werden laut Österreichischem Wörterbuch (44. Auflage, 2026) nicht mit „e“ geschrieben, auch auf der Website der Stadt Wien (wien.gv.at) gibt es eine „Grätzlpolizei“, und die „Pilgramstraße“ ist noch immer eine Gasse. (Siehe auch: Rathkolb, Die paradoxe Republik)
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Produktbild Stillstand und Aufbruch
3/5
  • Martin Berger
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Stillstand und Aufbruch

Aus den eigenen Erinnerungen des Autors (Jahrgang 1955) und anderen Quellen entsteht ein Panorama vom Wien der 1960er Jahre, manchmal etwas klischeehaft. Die Zeit der Diktatur und des Krieges war noch nicht lange vorbei, die Stadt wurde wieder aufgebaut und langsam an die moderne Zeit angepasst. Vieles war neu in diesen Jahren, der Greißler wich dem Supermarkt, das Fernsehen kam auf, der Autoverkehr nahm rasant zu und die Struktur der Bevölkerung änderte sich. Das Grau der dunklen Jahre war in der Stadt in vielen Bereichen noch stark präsent. Aufbruch fand statt, wenn auch oft nur zaghaft. So erlebt der Leser/ die Leserin eine Metropole zwischen den Zeiten. Was den eingefleischten Wiener schmerzt: „Grätzel“ und „Gstätten“ werden laut Österreichischem Wörterbuch (44. Auflage, 2026) nicht mit „e“ geschrieben, auch auf der Website der Stadt Wien (wien.gv.at) gibt es eine „Grätzlpolizei“, und die „Pilgramstraße“ ist noch immer eine Gasse. (Siehe auch: Rathkolb, Die paradoxe Republik)

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