»Wenn man dieses Buch gelesen hat, versteht man die Seele der Ozeane.«
Peter Wohlleben
Er kann 1600 Küsse auf einmal verteilen, er kann mit seiner Haut schmecken, Farbe und Form ändern und sich trotz eines Körpergewichts von 45 Kilogramm durch eine apfelsinengroße Öffnung zwängen: der Oktopus. Und nicht nur seine körperlichen Superkräfte machen den Achtarmigen zu einem Wunderwesen der Meere. Kraken sind vor allem schlau. Sie können tricksen, spielen, lernen, sie können Menschen erkennen und Kontakt aufnehmen.
In ihrem preisgekrönten Buch erzählt die Naturforscherin Sy Montgomery auf berührende, kenntnisreiche, unterhaltsame Weise von ihren Begegnungen mit diesen außergewöhnlichen Tieren und wirft eine bemerkenswerte Frage auf: Haben Kraken ein Bewusstsein?
Das Nachwort wurde eigens für die deutsche Ausgabe von dem weltbekanntesten Fan dieses Buches verfasst: Donna Leon.
Kundinnen und Kunden meinen
4.3/5.0
sommerlese
5/5
12.12.2019
Buch (Gebundene Ausgabe)
Auf Tuchfühlung mit faszinierenden Wirbellosen
Im Diogenes Verlag erscheint Sy Montgomerys preisgekröntes Buch "Rendezvous mit einem Oktopus". Donna Leon hat das Nachwort geschrieben.
In einem Aquarium in Boston trifft die Autorin auf einen Pazifischen Riesenkraken und macht damit die Entdeckung ihres Lebens. Diese Tiere lassen sie nicht mehr los und sie versucht hinter ihre Geheimnisse zu kommen. Wie empfindsam sind Oktopusse, wo versteckt sich ihr Gehirn, wie intelligent sind sie? Viele weitere Fragen erklärt Sy Montgomery in ihrem Buch und möchte eigentlich nur wissen: Haben Oktopoden eine Seele?
"Der Oktopus ist ein Tier, das über Gift verfügt wie eine Schlange, über einen Schnabel wie ein Papagei und über Tinte wie ein altmodischer Füllfederhalter. Er kann soviel wiegen wie ein Mensch... und seinen knochenlosen Körper durch ein Loch mit dem Durchmesser einer Orange zwängen." Zitat Seite 9
Als Sy Montgomery in der Auffangstation des New England Aquariums in Boston zum ersten Mal in ihrem Leben auf einen Pazifischen Riesenkraken trifft, ist sie fasziniert von diesen Tieren und es verändert ihren Blickwinkel auf die Welt.
Als Naturforscherin erlebt sie im Umgang mit diesen Tieren tiefe Zuneigung und Anerkennung. Krakendame Octavia erkennt ihre Pfleger am Geschmack ihrer Haut wieder und auch Sy kommt in den Genuss von Umarmungen und erlebt die Farbveränderungen bei Stimmungswechseln mit.
Die Autorin berichtet von ihren Erfahrungen und Begegnungen mit Kraken in Gefangenschaft und auch im offenen Meer und so erlebt man als Leser eine fesselnde Tierstory, lernt viel wissenswertes über Oktopoden dazu und versucht, hinter die Seele dieser Tiere blicken zu können.
Sie sind sehr intelligent, neugierig und haben auch persönliche Vor- und Abneigungen gegen manche Menschen. Dieses Verhalten schreibt man für gewöhnlich Menschen oder bestimmten Tieren wie Hund, Katze oder Vogel zu. Nun zeigt sich, dass der Oktopus genau diese Eigenschaften auch besitzt. Da stellt sich natürlich die Frage: Sind diese Tiere im Besitz einer Seele?
Dieses Buch gibt Aufschluss über die Lebensweise dieser Tiere, erklärt den einzigartigen Körperbau, die Wirkung und Funktion der Arme mit ihren Saugnäpfen, die Tarnung, das Paarungsverhalten, die Eiablage und die unglaubliche Intelligenz und rückt damit Kraken in den Mittelpunkt des Interesses.
Die helle Begeisterung der Autorin für Kraken springt beim Lesen auf mich über, ich fand die Tiere bisher schon ganz außergewöhnlich, doch nun erlebe ich Seiten an diesen Tieren, die mir bisher noch unentdeckt blieben.
Was allerdings gar nicht für Begeisterung sorgt, ist die Haltung von Riesen-Kraken in Aquarien, das ist absolut kein artgerechtes Leben. Deshalb habe ich mich beim Lesen häufig gefragt, wie Sy ihre Liebe zu den Tieren mit dieser Haltung vereinbahren konnte. Als lehrreiche Anschauungsobjekte sollten sie die Besucher verzaubern, auch ihr Paarungsverhalten wurde als öffentliches Schauspiel inszeniert und im Grunde wurde mit ihnen sicher auch viel Geld durch die Besucher verdient.
Über Zeichnungen und etwas Bildmaterial zu den beschriebenen Kraken hätte ich mich auch gefreut.
Trotz dieser Kritik hat mir der mitnehmende Erzählstil gefallen, neben vielen Beschreibungen von Personen, Tauchgängen und Erlebnissen wird auch eine Menge über das Verhalten, die Anatomie und die besondere Physiologie von Kraken mitgeteilt. Auch ein Forschungsvorhaben im offenen Meer wird näher erklärt.
Am meisten mochte ich jedoch die Szenen der persönlichen Begegnung von Sy mit einzelnen Oktopoden, die sie auf die ein oder andere Weise wiedererkannt haben.
Mit diesem Hintergrundwissen bekommt man eine erweiterte Sichtweise auf eine Tierart, die häufig nicht so hoch angesehen wird, wie es ihr zustehen mag. Tiere, egal welcher Gattung, haben Persönlichkeit und Individualität, die sie zu unseren Mitlebewesen auf der Erde machen und wir sollten sie schützen und ihre Arten erhalten.
Wenn man sich das Literaturverzeichnis im Anhang ansieht, merkt man, das dieses Buch keine romantische Erzählung ist, sondern auf Fakten und wissenschaftlichen Publikationen aufbaut.
Dieses Sachbuch verdeutlicht anschaulich die enge Beziehung der Autorin zu diesen Oktopoden, es ist spannend zu lesen, informiert und zeigt wie sehr wir Menschen doch andere Spezies unterschätzen.
Für alle Leser, die ein Faible für interessante Lebewesen und die Unterwasserwelt haben. Es öffnet die Sinne für das Bewusstsein, bzw. die Seele von Tintenfischen. Jedes Individuum ist wertvoll und einzigartig!
sommerlese
5/5
12.12.2019
Buch (Gebundene Ausgabe)
In einem Aquarium in Boston…
In einem Aquarium in Boston trifft die Autorin auf einen Pazifischen Riesenkraken und macht damit die Entdeckung ihres Lebens. Diese Tiere lassen sie nicht mehr los und sie versucht hinter ihre Geheimnisse zu kommen. Wie empfindsam sind Oktopusse, wo versteckt sich ihr Gehirn, wie intelligent sind sie? Viele weitere Fragen erklärt Sy Montgomery in ihrem Buch und möchte eigentlich nur wissen: Haben Oktopoden eine Seele? Als Sy Montgomery in der Auffangstation des New England Aquariums in Boston zum ersten Mal in ihrem Leben auf einen Pazifischen Riesenkraken trifft, ist sie fasziniert von diesen Tieren und es verändert ihren Blickwinkel auf die Welt. Als Naturforscherin erlebt sie im Umgang mit diesen Tieren tiefe Zuneigung und Anerkennung. Krakendame Octavia erkennt ihre Pfleger am Geschmack ihrer Haut wieder und auch Sy kommt in den Genuss von Umarmungen und erlebt die Farbveränderungen bei Stimmungswechseln mit. Die Autorin berichtet von ihren Erfahrungen und Begegnungen mit Kraken in Gefangenschaft und auch im offenen Meer und so erlebt man als Leser eine fesselnde Tierstory, lernt viel wissenswertes über Oktopoden dazu und versucht, hinter die Seele dieser Tiere blicken zu können. Sie sind sehr intelligent, neugierig und haben auch persönliche Vor- und Abneigungen gegen manche Menschen. Dieses Verhalten schreibt man für gewöhnlich Menschen oder bestimmten Tieren wie Hund, Katze oder Vogel zu. Nun zeigt sich, dass der Oktopus genau diese Eigenschaften auch besitzt. Da stellt sich natürlich die Frage: Sind diese Tiere im Besitz einer Seele? Dieses Buch gibt Aufschluss über die Lebensweise dieser Tiere, erklärt den einzigartigen Körperbau, die Wirkung und Funktion der Arme mit ihren Saugnäpfen, die Tarnung, das Paarungsverhalten, die Eiablage und die unglaubliche Intelligenz und rückt damit Kraken in den Mittelpunkt des Interesses. Die helle Begeisterung der Autorin für Kraken springt beim Lesen auf mich über, ich fand die Tiere bisher schon ganz außergewöhnlich, doch nun erlebe ich Seiten an diesen Tieren, die mir bisher noch unentdeckt blieben. Was allerdings gar nicht für Begeisterung sorgt, ist die Haltung von Riesen-Kraken in Aquarien, das ist absolut kein artgerechtes Leben. Deshalb habe ich mich beim Lesen häufig gefragt, wie Sy ihre Liebe zu den Tieren mit dieser Haltung vereinbahren konnte. Als lehrreiche Anschauungsobjekte sollten sie die Besucher verzaubern, auch ihr Paarungsverhalten wurde als öffentliches Schauspiel inszeniert und im Grunde wurde mit ihnen sicher auch viel Geld durch die Besucher verdient. Trotz dieser Kritik hat mir der mitnehmende Erzählstil gefallen, neben vielen Beschreibungen von Personen, Tauchgängen und Erlebnissen wird auch eine Menge über das Verhalten, die Anatomie und die besondere Physiologie von Kraken mitgeteilt. Auch ein Forschungsvorhaben im offenen Meer wird näher erklärt. Am meisten mochte ich jedoch die Szenen der persönlichen Begegnung von Sy mit einzelnen Oktopoden, die sie auf die ein oder andere Weise wiedererkannt haben. Mit diesem Hintergrundwissen bekommt man eine erweiterte Sichtweise auf eine Tierart, die häufig nicht so hoch angesehen wird, wie es ihr zustehen mag. Tiere, egal welcher Gattung, haben Persönlichkeit und Individualität, die sie zu unseren Mitlebewesen auf der Erde machen und wir sollten sie schützen und ihre Arten erhalten. Wenn man sich das Literaturverzeichnis im Anhang ansieht, merkt man, das dieses Buch keine romantische Erzählung ist, sondern auf Fakten und wissenschaftlichen Publikationen aufbaut. Dieses Sachbuch verdeutlicht anschaulich die enge Beziehung der Autorin zu diesen Oktopoden, es ist spannend zu lesen, informiert und zeigt wie sehr wir Menschen doch andere Spezies unterschätzen. Für alle Leser, die ein Faible für interessante Lebewesen und die Unterwasserwelt haben. Es öffnet die Sinne für das Bewusstsein, bzw. die Seele von Tintenfischen. Jedes Individuum ist wertvoll und einzigartig!
Barbara Sitter
aus Wien
5/5
16.04.2019
Buch (Gebundene Ausgabe)
Achtfache Liebe
Dieses Buch ist das richtige für:
- Menschen, die Oktopoden unheimlich finden: Lassen Sie sich darauf ein. Sie werden staunen, wie empathisch, liebevoll und interessant diese Tiere sind.
- Menschen, die Oktopoden unheimlich toll finden: Sie werden Ihre Meinung bestätigt finden und nebenbei unglaubliche viele interessante Details über die Tiere erfahren und zwei oder drei davon recht nahe kennen lernen.
- Menschen, die sich nicht vorstellen können, Oktopoden faszinierend zu finden: Lassen Sie sich überraschen, wie vielseitig die Tiere sind! Und Sy Montgomery schreibt mit solch einer Begeisterung über sie, dass Sie gar nicht anders können werden, als sich auch in diese Tiere zu verlieben.
- Menschen, die ein neues Lieblingstier suchen: Der Oktopus wird Sie nicht enttäuschen. Er ist intelligenter als Sie denken, vielseitiger als Sie glauben mögen und sehr, sehr liebenswert.
Wer nach der Lektüre noch Oktopus essen kann, hat ein Herz aus Eis. Es ist, als würde man seine Hauskatze verspeisen.
Bewertung
5/5
20.02.2019
Buch (Gebundene Ausgabe)
In diesem unglaublich unterhaltsamen...
In diesem unglaublich unterhaltsamen Buch, werden einem die intelligenten Oktopoden fast schlagartig sympathisch! Klare Leseempfehlung für... eigentlich alle! ;)
Bewertung
5/5
06.06.2018
Buch (Gebundene Ausgabe)
Eines der kurzweiligsten, witzigsten,...
Eines der kurzweiligsten, witzigsten, spannendsten Bücher, die ich in letzter Zeit las. Sly Montgomery betrachtet die Oktopoden mit einer zärtlichen Zuneigung, der Leser bald auch.
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4/5
27.12.2017
Buch (Gebundene Ausgabe)
Die Vorurteile gegenüber dem Oktopus
Sy Montgomery ist eine amerikanische Meeresbiologin und lebt in Atlanta. Obwohl sie beruflich sehr viel mit Meeresbewohnern zu tun hat, zieht es sie dennoch immer wieder auch in ihrer Freizeit in große Sea world Anlagen. Das ist bei uns in Europa nicht ganz so bekannt, sieht in etwa so aus wie ein übergroßes Aquarium, in das man, durch Gänge verbunden, drüber und drunter hindurchgehen kann.
Als Frau Montgomery eines Tages erneut eine dieser Anlagen in der Nähe ihres Hauses besucht, wird ein Tierpfleger auf sie aufmerksam. Nach einem kurzen Gespräch ist diesem klar, daß er es nicht mit einem Durchschnittsbesucher zu tun hat, sondern mit einer Frau, die ebenso aus dem Meeresbiologischen Fachbereich kommt. Er fordert Frau Montgomery dazu auf ihren Jackenärmel hochzustülpen und anschließend die Hand ins Aquarium zu tauchen. Innerhalb kürzester Zeit kommt ein weiblicher Oktopus auf sie zugeschwommen und legt einen seiner acht Fangarme um ihre Hand.
Die meisten Menschen würden dies nun als eine unangenehme Erfahrung abtun, für Sy Montgomery ist dies ein absolut einschneidendes Erlebnis. Nicht nur das Oktopoden sehr intelligente Tiere sind, auch im Umgang mit anderen Lebewesen legen sie einen ausgesprochen hohen Grad an Emapthie an den Tag. Oktopoden besitzen, so Montomgery, außerdem ein großes Einfühlungsvermögen durch die schiere Berührung des Körpers durch die Saugnäpfe. Auch wenn das viele Menschen optisch abschrecken würde, so sind sie dennoch in der Lage, das auf sehr angenehme Art und Weise durchzuführen. Durch die schiere Berührung in nur wenigen Augenblicken, ist der Oktopus in der Lage mehr über die Physiologie des Menschen zu erfahren, als jeder menschliche Arzt in mehreren Tagen.
Weiters räumt Montgomery mit einer Vielzahl an Vorurteilen auf, die dieses wirklich faszinierende Tier umgeben. Eine ganze Menge an Abenteuerromanen des 19ten und des frühen 20ten Jahrhunderts stellen den Oktopus als ein Wesen dar, das nur Tod und Zerstörung über die Menschen brachte. Denken Sie beispielsweise an Filme wie 20.000 Meilen unter dem Meer von Jules Verne. In diesem wird ein Angriff eines Oktopus auf die Nautilus, das U-Boot des legendären Kapitän Nemo, nachempfunden. Erstens ist es gar nicht möglich, da ein Oktopus nicht größer als sieben Meter werden kann. Ein komplettes Schiff damit in die Tiefe zu ziehen, war auch vor 100 Jahren somit noch nicht möglich. Zweitens sind in Freiheit lebende Oktopoden extrem scheu. Nur in Gefangenschaft lebende Tiere gewöhnen sich an den Menschen. Auch aus diesem Grund ist ein Angriff auf eines oder gar mehrere Schiff schlichter Unsinn.
Mit diesen und noch einer Handvoll weiteren Vorurteilen räumt die Meeresbiologin in diesem Buch auf. Ein wirklich sehr informatives Werk, das einem für ein völlig missverstandenes Tier die Augen öffnet.
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