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Profilbild von Philipp Brandstötter Philipp Brandstötter Buchhandlung: Thalia Linz - Landstraße
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Meine letzte Rezension Union Forever von William R. Forstchen
Etwa eineinhalb Jahre sind seit dem Finale des Zusammentreffens der großen Machtblöcke auf „Waldennia“ verstrichen. Die neu auf der Parallelwelt gestrandeten Nordstaatler unter Führung General Andrew Kanes und dessen rechter Hand Major Hans Schuder konnten sich erfolgreich gegen den Angriff der herrschenden Aliens auf der bizarren Welt behaupten. Unter Einsatz zahlreichen Lebens und mittels ihrer Bündnispartner, den mittelalterlichen Nachfahren von Ukrainern genannt „Rus“, konnte ein Angriff auf deren Stadt abgewendet werden. Die modernen Waffen der „Yankees“ vor allem auf dem Landweg machten es den „Rus“ nach fast 800 Jahren der Unterjochung möglich, sich erfolgreich aufzulehnen. Der Wiederaufbau der Stadt schreitet voran. Unter der Leitung von Kane und seinem Führungsstab wird die mittelalterliche Stadt in eine Industrienation des „modernen“ Jahres 1865 ausgestattet. Die Gefahr durch die Meter hohen „Tugaren“ aus dem ersten Teil scheint gebannt. Reste der feindlichen Armee haben sich erneut auf eine 20jährige Wanderschaft um den unglaublich großen Einheitskontinent begeben. Die Yankees und die Rus versuchen nun mit anderen Zivilisationen, die es vor vielen Jahrhunderten auf diese Parallelwelt verschlagen hat, neue Bündnisse zu schmieden. Ihre modernen Züge welche nicht unwesentlich zum Sieg verholfen haben, werden auch von anderen Zivilisationen auf dieser fremden Welt schnell willkommen geheißen. Die nächstgelegene größere Stadt wurde von Nachfahren einstiger Römer namens „Roum“ gegründet. Bereits zu Beginn des ersten Punischen Krieges hat es sie nach Waldennia verschlagen. Im Gegensatz zu einigen moderneren Zivilisationen ist es ihnen gelungen ihre Kultur auf dem Planten zu erhalten. Durch verschiedene Übereinkünfte und die schiere Zahl ihrer Mitglieder konnten sie so lange auf diesem Planeten ihr Überleben sichern. Da Kane dringend neue Verbündete braucht um seine eigene Kultur und die der Rus weiter am Leben zu erhalten, muss er Kompromisse schließen die ihm missfallen. Die Tugaren sind nämlich nicht die einzigen drei Meter großen Aliens die die Welt von Waldennia bevölkern. Hinzu kommt noch dass sich die Yankees während des letzten großen Kampfes in zwei Gruppen aufspalteten. Zum einen die Infanterie unter Kane und zum anderen die Marine unter Kapitän Tobias. Auch die zweite Gruppe ist auf der Suche nach neuen Verbündeten und findet diese rasch in den Nachfahren von Piraten. Sie haben sich zu Beginn des 16ten Jahrhunderts auf Waldennia erneut begegnet. Auch sie haben ein personelles Problem und müssen sich mit diesen und den örtlichen „Cathas“, Nachfahren von Karthago, zusammenschließen um gegen die neu aufkommende Bedrohung zu bestehen. Denn die Tugaren waren nicht die einzigen drei Meter großen Aliens die auf Waldennia hausen. Auch andere Stämme treiben hier schon seit jeher ihr Unwesen. Wie auch Band 1 „Das verlorene Regiment“ eine schon etwas ältere Sience-Fiction-Saga, bestehend aus 8 Bänden. Sie ist aber gut durchdacht und mit unterschiedlichen Blickwinkeln versehen. Eine Reihe die zeigt, dass man durchaus gekonnt reale Historie verschiedener Hochkulturen mit Aliens verbinden kann.
ab 24,99 €
Union Forever
4/5
4/5

Union Forever

Etwa eineinhalb Jahre sind seit dem Finale des Zusammentreffens der großen Machtblöcke auf „Waldennia“ verstrichen. Die neu auf der Parallelwelt gestrandeten Nordstaatler unter Führung General Andrew Kanes und dessen rechter Hand Major Hans Schuder konnten sich erfolgreich gegen den Angriff der herrschenden Aliens auf der bizarren Welt behaupten. Unter Einsatz zahlreichen Lebens und mittels ihrer Bündnispartner, den mittelalterlichen Nachfahren von Ukrainern genannt „Rus“, konnte ein Angriff auf deren Stadt abgewendet werden. Die modernen Waffen der „Yankees“ vor allem auf dem Landweg machten es den „Rus“ nach fast 800 Jahren der Unterjochung möglich, sich erfolgreich aufzulehnen. Der Wiederaufbau der Stadt schreitet voran. Unter der Leitung von Kane und seinem Führungsstab wird die mittelalterliche Stadt in eine Industrienation des „modernen“ Jahres 1865 ausgestattet. Die Gefahr durch die Meter hohen „Tugaren“ aus dem ersten Teil scheint gebannt. Reste der feindlichen Armee haben sich erneut auf eine 20jährige Wanderschaft um den unglaublich großen Einheitskontinent begeben. Die Yankees und die Rus versuchen nun mit anderen Zivilisationen, die es vor vielen Jahrhunderten auf diese Parallelwelt verschlagen hat, neue Bündnisse zu schmieden. Ihre modernen Züge welche nicht unwesentlich zum Sieg verholfen haben, werden auch von anderen Zivilisationen auf dieser fremden Welt schnell willkommen geheißen. Die nächstgelegene größere Stadt wurde von Nachfahren einstiger Römer namens „Roum“ gegründet. Bereits zu Beginn des ersten Punischen Krieges hat es sie nach Waldennia verschlagen. Im Gegensatz zu einigen moderneren Zivilisationen ist es ihnen gelungen ihre Kultur auf dem Planten zu erhalten. Durch verschiedene Übereinkünfte und die schiere Zahl ihrer Mitglieder konnten sie so lange auf diesem Planeten ihr Überleben sichern. Da Kane dringend neue Verbündete braucht um seine eigene Kultur und die der Rus weiter am Leben zu erhalten, muss er Kompromisse schließen die ihm missfallen. Die Tugaren sind nämlich nicht die einzigen drei Meter großen Aliens die die Welt von Waldennia bevölkern. Hinzu kommt noch dass sich die Yankees während des letzten großen Kampfes in zwei Gruppen aufspalteten. Zum einen die Infanterie unter Kane und zum anderen die Marine unter Kapitän Tobias. Auch die zweite Gruppe ist auf der Suche nach neuen Verbündeten und findet diese rasch in den Nachfahren von Piraten. Sie haben sich zu Beginn des 16ten Jahrhunderts auf Waldennia erneut begegnet. Auch sie haben ein personelles Problem und müssen sich mit diesen und den örtlichen „Cathas“, Nachfahren von Karthago, zusammenschließen um gegen die neu aufkommende Bedrohung zu bestehen. Denn die Tugaren waren nicht die einzigen drei Meter großen Aliens die auf Waldennia hausen. Auch andere Stämme treiben hier schon seit jeher ihr Unwesen. Wie auch Band 1 „Das verlorene Regiment“ eine schon etwas ältere Sience-Fiction-Saga, bestehend aus 8 Bänden. Sie ist aber gut durchdacht und mit unterschiedlichen Blickwinkeln versehen. Eine Reihe die zeigt, dass man durchaus gekonnt reale Historie verschiedener Hochkulturen mit Aliens verbinden kann.

Philipp Brandstötter
  • Philipp Brandstötter
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Union Forever von William R. Forstchen

Meine Lieblingswerke

  • Die Nadel von Ken Follett
    5/5

    Die Nadel

    Südostengland im April 1944. Der zweite Weltkrieg steht kurz vor der Entscheidenden Wende. Die Alliierten Streitkräfte bereiten die Invasion Frankreichs vor. Die deutsche Abwehr, unter Ihrem Chef Wilhelm Canaris, glaubt an eine Eröffnung der zweiten Frontlinie noch in diesem Sommer, doch die deutschen Generäle gehen nicht davon aus. In England läuft zu diesem Zeitpunkt die größte Vertuschungsaktion der Geschichte: Eine komplette Armee aus Gummipanzern, Flugzeugen aus Holz und halbfertigen Militärbaracken wurden errichtet um ein falsches Bild der Landung zu vermitteln. Die deutschen Spionagesysteme in England sind fast komplett unterwandert und es werden gezielt Fehlinformationen nach Hamburg, dem Sitz der Abwehr, geleitet. Es gibt nur noch einen wirklich guten deutschen Agenten in ganz England: Die Nadel. Er ist ein Vollprofi, mit allen Wassern gewaschen, der auch vor Mord nicht zurückschreckt. Nur er allein kommt hinter die wahren Pläne der Engländer: Das Unternehmen „Fortitude“. Sollte es ihm gelingen die Vertuschungsaktion rechtzeitig nach Deutschland zu bringen, so könnte der Krieg einen anderen Ausgang nehmen. Spionagethriller vom Meister des britischen Romans. Ein MUSS für alle Fans von Ken Follett und Liebhaber des spannenden Romans.

    Philipp Brandstötter
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    Die Nadel von Ken Follett
  • Reiß das Ruder rum! von L. David Marquet
    5/5

    Reiß das Ruder rum!

    Ein ehemaliger Kommandant eines amerikanischen Atom-U-Boots der 1990er Jahre erklärt, wie er durch seine eigene Lebensgeschichte das Thema Mitarbeiterführung versteht. David Marquet, der Autor des hier vorliegenden Buches, war von 1999 bis 2001 Kapitän der „USS Sante Fe“ der US-Marine. Wie viele andere seines Schlages, kam auch er nicht gleich direkt zu den Marinestreitkräften, sondern war ursprünglich in der freien Wirtschaft tätig. Im Rahmen seiner früheren Arbeitgeber lernte er über die Relevanz, Menschen zu führen. Seine Erfahrungen nahm er mit und bekam Anfang der 1990er Jahre sein erstes Kommando auf einem älteren Atom-U-Boot namens „Sunfish“. Dieses Atom-U-Boot gehört der „Los-Angeles-Klasse“ an, die älteste noch im aktiven Dienst stehende Baureihe der Atom-U-Boote der Amerikaner. Wie auch die „Sunfish“ selber waren die Mannschaft und ihre dazugehörigen Führungsoffiziere perfekt aufeinander eingespielt. Marquet war begeistert von der Motivation und der Leistungsfähigkeit dieses alten U-Bootes. Daher entschied er sein eigenes Kommando bekommen zu wollen und ging in den Offizierslehrergang. Doch was ihn bei seinem ersten eigenen Kommando erwartete, traf ihn wie ein Schlag ins Gesicht. Im Sommer 1999 erhält er die Aussicht auf sein erstes Kommando, an Bord der USS Santa Fe erwarten ihn eine ganze Reihe an Aufgaben. Doch im Gegensatz zu seinem ersten Einsatz an Bord der USS Sunfish läuft hier so gar nichts rund. Die Mannschaft und ihre „Chiefs“, das ist die mittlere Führungsebene, haben den Ruf das schlechteste Boot der Flotte zu sein. Commander Ken „Kenny“ Wilber erteilt Marquet dennoch den Auftrag dieses Boot wieder zur bestmöglichen Leistung zu bringen. Was nun auf ihn wartet, lest sich fast wie ein Einsatzbericht zur Indienststellung eines neuen Boots mit komplett unerfahrenen Männern an Bord. Die aus 135 Mann bestehende Crew hat zu diesem Zeitpunkt die größte Personalfluktuation der gesamten US-Marine. Zwei Junioroffiziere hatten wenige Tage vor Marquets Dienstantritt gekündigt – daher auch der passende Titel des Buches „Reiß das Ruder herum“. Er beginnt 176 Tage vor dem geplanten Auslauftermin im US-Pazifikstützpunkt Pearl Harbor zu verstehen, was diese Mannschaft an guten Leistungen behindert. An allen Ecken und Enden findet er unmotivierte Mannschaftsmitglieder, Faulheit, Ignoranz und teilweise sogar grob fahrlässige Gefühlsduselei. Die Probleme ziehen sich durch alle Hierarchieebenen und haben unterschiedliche Ausprägungen. Sei es eine übersehene Urlaubsbewilligung eines einfachen Matrosen oder auch so eine Lapalie wie das Fehlen von Farb-Textmarkern. Durch das Fehlen eines Filzstiftes der Farbe ROT wurde einfach eine Tiefenangabe auf dem Einsatzplan falsch gedeutet und das Boot war mehrere Tage auf dem falschen Kurs. Das hört sich harmlos an, bei einem eine Million US-Dollar Boot ist das aber eine ganz gewaltige Verschwendung von Kosten und Zeit. Marquet beschreibt seine Arbeit sehr informativ und beginnt nun zu handeln. Hier kommen gleich zwei Dinge zusammen, die mir sehr gut gefallen: Ein durchgehender Erfahrungsbericht eines U-Boot-Kommandanten und das Thema Führung, welches man wirklich praxisnah erleben darf!

    Philipp Brandstötter
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    Reiß das Ruder rum! von L. David Marquet
  • Halt den Mund, hör auf zu heulen und mach Deinen Job! von Larry Winget
    5/5

    Halt den Mund, hör auf zu heulen und mach Deinen Job!

    Der Titel als solches hat mir ja schon sehr gut gefallen. Prägnant, aussagekräftig und natürlich leicht zu merken. Das könnten auch die Gründe sein, daß ich dieses Buch, als erstes im Bereich Coachingliteratur, nach knapp sechs Jahren erneut lese. Fast alle anderen Bücher zu diesem Bereich habe ich nur einmal gelesen und werde sie in nächster Zeit auch nicht nochmals verschlingen. Anders so beim Buch von Herrn Larry Winget! Es handelt sich in diesem Fall um das erste der insgesamt fünf auf Deutsch erschienenen Büchern. In jedem der Fortsetzungsbände wird dann ein Teil vom hier vorliegenden Hauptband nochmals genauer bearbeitet. Larry Winget zeigt einem in diesem Buch, warum so viele Menschen alle möglichen Probleme haben, jedoch nur ganz Wenige den Mut dazu haben, diese zu ändern. Zu Beginn erhellt einem Herr Winget einmal wo die inneren und äußeren Blockaden vieler Menschen liegen. Sei es nun das ständige Hören auf andere Menschen, die Gleichgültigkeit bei Ratschlägen von Vorgesetzten oder die Missachtung von Regeln im Alltagsleben. Er spart dabei auch nicht mit Kritik an seiner eigenen Person. Er selbst, so schreibt Winget öfter im Buch, hat früher viele Fehler gemacht. Niemand ist perfekt, so auch er nicht. In seiner Tätigkeit als Seminartrainer und Vortragender gelingt es ihm in wirklich einfacher Form seine eigenen Grenzen des Möglichen auszuloten. Nicht jeder auf der Welt muss alles können, so seine Kernaussage. Viele gute Beispiele aus seiner Praxis fließen in das Buch ein, folgendes (kurz umrissenes) Fallbeispiel möchte ich Ihnen geben. Seine Frau Rose Mary und er sitzen in einer Bar irgendwo in den Vereinigten Staaten. Ein junges Mädchen um die 25 Jahre gesellt sich zu den Beiden. Wie es so kommt, erzählt sie ihnen nach ein paar Minuten ihre Leidensgeschichte. Sie habe keinen fixen Freund, die Arbeit macht ihr keinen Spaß und mit ihren Eltern hat sie auch kein allzu gutes Verhältnis. Was Winget sofort auffällt ist, daß sie eine Tätowierung eines gebrochenen Herzens auf der linken Schulter trägt. Er gibt ihr den Rat, dieses gebrochene Herz besser ändern zu lassen. Es wirft einfach ein schlechtes Bild auf sie, vor allem bei Menschen, die sie nicht kennen. Sofort ist sie Feuer und Flamme und lässt am nächsten Tag die Tätowierung ändern. Innerhalb von nur wenigen Tagen ändert sich so ihr Leben grundlegend, und das durch eine eigentlich recht banale optische Veränderung. Es sind gerade Ratschläge und Geschichten wie diese, die das Buch von Herrn Winget so lesenswert macht. Kurz und nicht allzu tiefgründig zeigt er einem auf, was man alles aus seinem Leben machen kann. Hat mir vor Jahren schon gefallen und gefällt mir immer noch, toll!

    Philipp Brandstötter
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    • Buchhändler*in Thalia Linz - Landstraße

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    Halt den Mund, hör auf zu heulen und mach Deinen Job! von Larry Winget
    • Halt den Mund, hör auf zu heulen und mach Deinen Job!
    • Larry Winget
    • ab 9,90 €
  • Ausgestorben, um zu bleiben von Bernhard Kegel
    5/5

    Ausgestorben, um zu bleiben

    Dinosaurier. Alleine der Name löst in den meisten Menschen von uns schon ein Gefühl der Erfrucht aus. Diese gigantischen Tiere lebten lange bevor es uns Menschen auf der Erde gab. Über die Weltmeere und über alle Kontinente hinweg haben sie sich ausgebreitet und die Welt in Besitz genommen. Über 170 Millionen Jahre beherrschten Sie die Erde, bevor sie völlig überraschend von der Bildfläche verschwanden. An ihrer Stelle traten die Säugetiere, die bis heute bestehen. Daher ist es, so Autor Berhnahrd Kegel, doch eigentlich verwunderlich, dass es eine Vielzahl an Büchern zum Thema „Dinosaurier“ gibt, jedoch sind alle halbwegs aktuellen Ausgaben für die Zielgruppe Kinder und kein einziges für ein erwachsenes Publikum. Und genau an diesem Punkt setzt sein neues Buch an. Wie kann man die großen Urzeitriesen aus dem Erdmittelalter einem erwachsenen Zielpublikum näherbrigen? Herr Kegel beginnt sein Buch mit einem historischen Abriss über den Beginn der Saurierforschung vor knapp 180 Jahren. Die ersten fossilen Überreste wurden in einem Steinbruch in Großbritannien gefunden. Die Bergmänner wussten damals nicht so recht was sie mit diesem „überdimensionalen Unterkiefer einer Echse“ anfangen sollen. Selbst die führenden Forscher ihrer Zeit waren sprachlos. Gerade noch hatte man sich vom kirchlichen Weltbild, dass die Welt kaum älter als 10.000 Jahre ist, verabschiedet und plötzlich kamen die Überreste von Tieren zum Vorschein, die scheinbar aus der grauen Vorzeit stammen. Kann es wirklich sein, dass diese ausgestorbenen Vierbeiner die Welt vor den Menschen beherrschten? Alleine hier sieht man schon wie gewaltig sich die Paläontologie seit dem Beginn der Dinosaurierforschung verändert hat. Zu Beginn der 1840er Jahre hatten die Wissenschafter der damaligen Zeit nur vier Arten zu bestimmen. Den Unterkiefer eines Mosasaurus, mehrere großteils vollständige Skelette von Iguanodon, sowie zwei fast vollständig erhaltene Skelette von Ichitosaurus, sowie Plesiosaurus. Für die Biodiversität eines Ökosystems, so schreibt Kegel, ist das doch relativ überschaubar. Zu Beginn des 19ten Jahrhunderts kamen jedoch ein ganze Reihe neue Entdeckungen hinzu, was den Stammbaum der Dinos stark erweiterte. Wurden die Dinosaurier in der Anfangszeit der Forschung als plumpe, schwerfällige Geschöpfe (ähnlich eines Nashorns) dargestellt, war dies auch lange Zeit der Wissensstand der Oberschicht. Doch die Wissenschaft bleibt nicht stehen und bis in die 1920er Jahre waren bereits über 120 verschiedene Dinosaurier bekannt. Danach folgten zwei Weltkriege und das breite Intresse der Weltöffentlichkeit blieb aus. So ist es nicht verwunderlich, dass die neuesten Erkenntnisse der Forschung nur eingeweihten Wissenschaftlern bekannt sind. Wussten Sie etwa, dass viele Dinosaurierarten Federn hatten? Erst ein Fund Anfang der 2000er Jahre im Süden Chinas konnte dies bestätigen - vermutet wurde dies jedoch schon länger. Heute sind der modernen Paläontolgie 627 Arten sicher, sowie eine unbekannte Art an weiteren Tieren bekannt. Da hier nur Knochefragmente oder Bruchstücke erhalten sind, ist noch nicht sicher ob es sich um eigene und vielleicht sogar neue Arten handelt. Außerdem wissen wir heute (auch dank des Buches von Herrn Kegel), dass gerade die größeren Vertreter der Dinos, etwa der Tyrannosaurus Rex, ihren langen Schwanz nicht schwerfällig hinter sich herzogen, sondern ihn sehr schwungvoll bewegen konnten. Auch die Vorstellung von der Art der Fortpflanzung oder der Nahrungsaufnahme hat sich in den letzten Jahren in der Wissenschaft erneut drastisch verändert. Jede Generation an Paläontologen, so schreibt Kegel, hat ihre eigenen Methoden Wissen über die Dinos zu lukrieren und diese sind in den darauffolgenden 20 Jahren bereits wieder veraltet. Ein wirklich tolles Buch, das mit vielen Klischees aufräumt, gewaltige Wissenslücken schließt und bildliche Falschdarstellungen der letzten 180 Jahre ins richtige Licht rückt. Toll!

    Philipp Brandstötter
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    Ausgestorben, um zu bleiben von Bernhard Kegel
  • Die 7 Wege zu glücklichen Beziehungen von Stephen R. Covey
    5/5

    Die 7 Wege zu glücklichen Beziehungen

    Die „7 Wege der Effektivität“ zählen heute weltweit zu einem der bekanntesten und zu recht verbreiteten Handbüchern für Manager. Steven Covey hat damit einen Meilenstein der Managementliteratur geschaffen. Dies hält sich bereits seit Jahrzehnten am hart umkämpfen Markt. Er hat sein Konzept der „7 Wege“ aber auch für andere Lebensbereiche ausgebaut. Damit macht er es einem möglichst breiten Publikum zugänglich. Der hier nun vorliegende Band richtet sich an glücklich verheiratete Ehepartner. Eine gute Beziehung setzt ein Leben lang unentwegte Arbeit voraus. Das wusste auch Steven Covey bereits vor vielen Jahren. In diesem neu entdeckten Memoarienband widmet er sich nun dem Thema einer glücklichen Beziehung. Wir leben in einer Zeit in der Trennungen und Rosenkriege beinahe das mediale Tagesgeschehen dominieren. Kein Tag vergeht in dem sich ein (meist völlig) unbekannter B-Promi in den Medien über seinen Ex-Partner beschwert und diesen medial in den Schmutz zieht. Doch was ist zu tun um dieser Form von Beziehungsproblemen vorzubeugen? Steven Covey hat in diesem Teil seiner „7 Wege“ Reihe ein Konzept entwickelt. Dies vor allem als Anleitung um in einer glücklichen Beziehung leben zu dürfen. Im Rahmen seiner Seminar- und Trainertätigkeit kam er immer wieder in Kontakt mit Menschen die Beziehungsprobleme hatten. Oft ist dann die Trennung der letzte Ausweg. Doch soweit muss es nicht kommen! Erst durch die vorliegende Lektüre wurde auch mir bewusst was es ausmacht in einer glücklichen Beziehung zu leben. Die Beispiele die er hier nennt sind so alltäglich, dass es beinahe lachhaft erscheint. Zusammen mit seiner Frau Sandra war er über 50 Jahre glücklich verheiratet. Auch hatte er eine ganze Reihe an Kindern mit ihr. Sandra ist es auch die in vielen Beispielen in einer konkreten Situation dargestellt wird. Er erzählt was sie im Laufe ihrer fünf Jahrzehnte dauernden Ehe alles zusammen durchgestanden haben. Dass sie immer noch glücklich zusammen sind beweist mir, dass es für jeden von uns den richtigen Partner gibt. Man schätzt die gemeinsame Partnerschaft oftmals zu wenig. Durch dieses Buch wird dies dem Leser wieder in Erinnerung gerufen. Eine der vielen kleinen Anekdoten wird mir in Erinnerung bleiben. Stephen und Sandra sind auf einem Kurzurlaub im mittleren Westen der USA. Als Sandra ermüdet übernimmt Steven das Steuer des Wagens. Sandra zieht ihre Schuhe aus und will sich auf die Rückbank des Autos zum Schlafen legen. Auf jener Straßenseite wo das Auto abgestellt ist herrscht Verkehrslärm. So entgeht Steven, dass Sandra nicht wieder eingestiegen ist und fährt los. Sie wird von einem örtlichen Polizisten am Straßenrand aufgegabelt. Darauf passiert etwas völlig Unerwartetes. Der Polizist erreicht Steven am Mobiltelefon (Handys gibt es da noch keine). Er fragt ihn warum er denn seine Frau aus dem Wagen beförderte. Steven ist völlig ahnungslos, dass er Sandra offensichtlich „verloren“ hat. Der Polizist fährt Sandra zu Steven. Keine Vorwürfe oder Anschuldigungen werden ausgesprochen. Beide Ehepartner freuen sich, einander wiedergefunden zu haben. Es sind demnach alltägliche Situationen wie diese, die das neue „alte“ Buch von Steven Covey lesenswert machen. Auch dieses möchte ich ohne Einschränkungen jedem Ehepartner ans Herz legen.

    Philipp Brandstötter
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    Die 7 Wege zu glücklichen Beziehungen von Stephen R. Covey
    • Die 7 Wege zu glücklichen Beziehungen
    • Stephen R. Covey
    • ab 20,95 €

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