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Philipp Brandstötter Buchhandlung: Thalia Linz – Landstraße
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Meine letzte Rezension Ups, ich komme in die Schule von Inke Hummel
Mit „Ups, ich komme in die Schule“ gelingt Inke Hummel ein wohltuend ehrlicher Blick auf den Schulstart – fernab von übertriebener Vorfreude und perfekter Einschulungsidylle. Während viele Kinderbücher rund um die Einschulung vor allem die Begeisterung über Schultasche, Federpennal und neue Hefte in den Mittelpunkt stellen, zeigt dieses Buch eine andere, oft viel realistischere Seite: Unsicherheit, Angst, Überforderung und Zweifel dürfen hier genauso Platz haben wie Freude und Neugier. Die kleine Wildhilda ist genervt davon, ständig auf den bevorstehenden Schulstart angesprochen zu werden. Der berühmte „Ernst des Lebens“ klingt für sie nämlich alles andere als aufregend. Genau darin liegt die große Stärke dieses Buches: Es nimmt Kinder in ihren Gefühlen ernst. Wildhilda ist kein überzeichnetes Vorzeigekind, sondern ein ganz gewöhnliches Mädchen, das vor einer großen Veränderung steht. Dadurch können sich sowohl Kinder wieder finden, die dem ersten Schultag mit Begeisterung entgegenfiebern, als auch jene, die Sorgen oder Widerstände verspüren. Besonders gelungen ist die Verbindung aus Vorlesegeschichte und Elternbegleitung. Immer wieder finden sich kleine Vorlese-Symbole, die auf Gesprächsanlässe hinweisen. Diese verweisen auf ergänzende Impulse und Fragen am Ende der Kapitel, mit denen Eltern leicht mit ihren Kindern über Gefühle, Erwartungen und Ängste sprechen können. Dadurch wird die gemeinsame Vorlesezeit zu wertvoller Beziehungszeit, die Kinder emotional auf diesen wichtigen Entwicklungsschritt vorbereitet. Auch für Eltern bietet das Buch einen echten Mehrwert: Die einzelnen Gefühle und Situationen werden zusätzlich erklärt und eingeordnet, ohne belehrend zu wirken. Viele der kleinen Alltagsszenen rund um Wildhilda sorgen dabei immer wieder für ein Schmunzeln und machen die Geschichte besonders nahbar. Ein kleiner Kritikpunkt ist allerdings das häufig verwendete Schriftdeutsch. Gerade für österreichische Familien wirken Begriffe wie „Eimer“ statt „Kübel“, „Rosenkohl“ statt „Kohlsprossen“ oder „Treppe“ statt „Stiege“ stellenweise ungewohnt und können den Lesefluss etwas erschweren. Eine österreichische Ausgabe wäre hier durchaus eine schöne Idee. Trotzdem schafft das Buch einen gelungenen Spagat zwischen einfühlsamem Vorlesebuch und hilfreichem Elternratgeber. Es zeigt, dass beim Schulstart alle Gefühle erlaubt sind – und genau das macht „Wildhilda“ so besonders.
ab 19,00 €
Produktbild Ups, ich komme in die Schule
4/5
  • Philipp Brandstötter
  • Buchhändler/-in

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4/5

Ups, ich komme in die Schule

Mit „Ups, ich komme in die Schule“ gelingt Inke Hummel ein wohltuend ehrlicher Blick auf den Schulstart – fernab von übertriebener Vorfreude und perfekter Einschulungsidylle. Während viele Kinderbücher rund um die Einschulung vor allem die Begeisterung über Schultasche, Federpennal und neue Hefte in den Mittelpunkt stellen, zeigt dieses Buch eine andere, oft viel realistischere Seite: Unsicherheit, Angst, Überforderung und Zweifel dürfen hier genauso Platz haben wie Freude und Neugier. Die kleine Wildhilda ist genervt davon, ständig auf den bevorstehenden Schulstart angesprochen zu werden. Der berühmte „Ernst des Lebens“ klingt für sie nämlich alles andere als aufregend. Genau darin liegt die große Stärke dieses Buches: Es nimmt Kinder in ihren Gefühlen ernst. Wildhilda ist kein überzeichnetes Vorzeigekind, sondern ein ganz gewöhnliches Mädchen, das vor einer großen Veränderung steht. Dadurch können sich sowohl Kinder wieder finden, die dem ersten Schultag mit Begeisterung entgegenfiebern, als auch jene, die Sorgen oder Widerstände verspüren. Besonders gelungen ist die Verbindung aus Vorlesegeschichte und Elternbegleitung. Immer wieder finden sich kleine Vorlese-Symbole, die auf Gesprächsanlässe hinweisen. Diese verweisen auf ergänzende Impulse und Fragen am Ende der Kapitel, mit denen Eltern leicht mit ihren Kindern über Gefühle, Erwartungen und Ängste sprechen können. Dadurch wird die gemeinsame Vorlesezeit zu wertvoller Beziehungszeit, die Kinder emotional auf diesen wichtigen Entwicklungsschritt vorbereitet. Auch für Eltern bietet das Buch einen echten Mehrwert: Die einzelnen Gefühle und Situationen werden zusätzlich erklärt und eingeordnet, ohne belehrend zu wirken. Viele der kleinen Alltagsszenen rund um Wildhilda sorgen dabei immer wieder für ein Schmunzeln und machen die Geschichte besonders nahbar. Ein kleiner Kritikpunkt ist allerdings das häufig verwendete Schriftdeutsch. Gerade für österreichische Familien wirken Begriffe wie „Eimer“ statt „Kübel“, „Rosenkohl“ statt „Kohlsprossen“ oder „Treppe“ statt „Stiege“ stellenweise ungewohnt und können den Lesefluss etwas erschweren. Eine österreichische Ausgabe wäre hier durchaus eine schöne Idee. Trotzdem schafft das Buch einen gelungenen Spagat zwischen einfühlsamem Vorlesebuch und hilfreichem Elternratgeber. Es zeigt, dass beim Schulstart alle Gefühle erlaubt sind – und genau das macht „Wildhilda“ so besonders.

Meine Lieblingswerke

  • Produktbild Die Nadel
    • Philipp Brandstötter
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    5/5

    Die Nadel

    Südostengland im April 1944. Der zweite Weltkrieg steht kurz vor der Entscheidenden Wende. Die Alliierten Streitkräfte bereiten die Invasion Frankreichs vor. Die deutsche Abwehr, unter Ihrem Chef Wilhelm Canaris, glaubt an eine Eröffnung der zweiten Frontlinie noch in diesem Sommer, doch die deutschen Generäle gehen nicht davon aus. In England läuft zu diesem Zeitpunkt die größte Vertuschungsaktion der Geschichte: Eine komplette Armee aus Gummipanzern, Flugzeugen aus Holz und halbfertigen Militärbaracken wurden errichtet um ein falsches Bild der Landung zu vermitteln. Die deutschen Spionagesysteme in England sind fast komplett unterwandert und es werden gezielt Fehlinformationen nach Hamburg, dem Sitz der Abwehr, geleitet. Es gibt nur noch einen wirklich guten deutschen Agenten in ganz England: Die Nadel. Er ist ein Vollprofi, mit allen Wassern gewaschen, der auch vor Mord nicht zurückschreckt. Nur er allein kommt hinter die wahren Pläne der Engländer: Das Unternehmen „Fortitude“. Sollte es ihm gelingen die Vertuschungsaktion rechtzeitig nach Deutschland zu bringen, so könnte der Krieg einen anderen Ausgang nehmen. Spionagethriller vom Meister des britischen Romans. Ein MUSS für alle Fans von Ken Follett und Liebhaber des spannenden Romans.

  • Produktbild Halt den Mund, hör auf zu heulen und mach Deinen Job!
    • Philipp Brandstötter
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    5/5

    Halt den Mund, hör auf zu heulen und mach Deinen Job!

    Der Titel als solches hat mir ja schon sehr gut gefallen. Prägnant, aussagekräftig und natürlich leicht zu merken. Das könnten auch die Gründe sein, daß ich dieses Buch, als erstes im Bereich Coachingliteratur, nach knapp sechs Jahren erneut lese. Fast alle anderen Bücher zu diesem Bereich habe ich nur einmal gelesen und werde sie in nächster Zeit auch nicht nochmals verschlingen. Anders so beim Buch von Herrn Larry Winget! Es handelt sich in diesem Fall um das erste der insgesamt fünf auf Deutsch erschienenen Büchern. In jedem der Fortsetzungsbände wird dann ein Teil vom hier vorliegenden Hauptband nochmals genauer bearbeitet. Larry Winget zeigt einem in diesem Buch, warum so viele Menschen alle möglichen Probleme haben, jedoch nur ganz Wenige den Mut dazu haben, diese zu ändern. Zu Beginn erhellt einem Herr Winget einmal wo die inneren und äußeren Blockaden vieler Menschen liegen. Sei es nun das ständige Hören auf andere Menschen, die Gleichgültigkeit bei Ratschlägen von Vorgesetzten oder die Missachtung von Regeln im Alltagsleben. Er spart dabei auch nicht mit Kritik an seiner eigenen Person. Er selbst, so schreibt Winget öfter im Buch, hat früher viele Fehler gemacht. Niemand ist perfekt, so auch er nicht. In seiner Tätigkeit als Seminartrainer und Vortragender gelingt es ihm in wirklich einfacher Form seine eigenen Grenzen des Möglichen auszuloten. Nicht jeder auf der Welt muss alles können, so seine Kernaussage. Viele gute Beispiele aus seiner Praxis fließen in das Buch ein, folgendes (kurz umrissenes) Fallbeispiel möchte ich Ihnen geben. Seine Frau Rose Mary und er sitzen in einer Bar irgendwo in den Vereinigten Staaten. Ein junges Mädchen um die 25 Jahre gesellt sich zu den Beiden. Wie es so kommt, erzählt sie ihnen nach ein paar Minuten ihre Leidensgeschichte. Sie habe keinen fixen Freund, die Arbeit macht ihr keinen Spaß und mit ihren Eltern hat sie auch kein allzu gutes Verhältnis. Was Winget sofort auffällt ist, daß sie eine Tätowierung eines gebrochenen Herzens auf der linken Schulter trägt. Er gibt ihr den Rat, dieses gebrochene Herz besser ändern zu lassen. Es wirft einfach ein schlechtes Bild auf sie, vor allem bei Menschen, die sie nicht kennen. Sofort ist sie Feuer und Flamme und lässt am nächsten Tag die Tätowierung ändern. Innerhalb von nur wenigen Tagen ändert sich so ihr Leben grundlegend, und das durch eine eigentlich recht banale optische Veränderung. Es sind gerade Ratschläge und Geschichten wie diese, die das Buch von Herrn Winget so lesenswert macht. Kurz und nicht allzu tiefgründig zeigt er einem auf, was man alles aus seinem Leben machen kann. Hat mir vor Jahren schon gefallen und gefällt mir immer noch, toll!

    • Halt den Mund, hör auf zu heulen und mach Deinen Job!
    • Larry Winget
    • ab 9,90 €
  • Produktbild Der Da Vinci Code
    • Philipp Brandstötter
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    5/5

    Der Da Vinci Code

    Der eigenbrötlerische Professor Robert Langdon arbeitet als Historiker mit dem Spezialgebiet Entschlüsselung heidnischer Symbole und verschlungener mystischer Zeichen an einer angesehenen amerikanischen Universität. Seine Lehrtätigkeit führt ihn an viele Orte der Welt, vor allem in Europa hat er auch viele Gastauftritte als Vortragender seines Fachgebiets. Sein aktueller Auftrag führt ihn in die französische Hauptstadt Paris, wo er an der Sorbonne-Universität eine Gastprofessur erhält. Doch das ist nur einer der Gründe seines Aufenthalts in Frankreich. Jaque Souniere, der Direktor des Louvre, bittet ihn um ein Gespräch. Langdon freut sich darauf ihn näher kennenzulernen, doch dazu sollte es nicht mehr kommen. Souniere wird in seinem eigenen Museum ermordet aufgefunden. Das ist an sich schon ein Kuriosum, zumal das Louvre eigentlich über ein einbruchssicheres Sicherheitssystem verfügt. Da Souniere aber auch noch nackt am Boden liegend und mit einer ganzen Reihe an mystischen Symbolen umgeben aufgefunden wird, ruft die Pariser Mordkommission den Mythologen Robert Langdon zu Hilfe. Viele der von Souniere hinterlassenen Hinweise deuten auf einen Ritualmord hin, doch die Polizei ist ratlos. Langdon zur Hilfe gestellt wird die Geheimdienstagentin Sophie Nevau, welche zwar noch nicht lange in ihrem Job abreitet, jedoch schon ein großes Wissen hat, wie man in solchen sonderbaren Mordfällen arbeitet. Noch ehe es sich Langdon versieht, wird er in einen Strudel an Ereignissen hineingezogen, die alle direkt mit dem Mordfall zu tun haben. Nicht nur ist der Tote der Großvater von Sophie Nevau, auch hat dieser Botschaften hinterlassen, die direkt an Robert Langdon gerichtet sind. Seine Kenntnisse über viele Symbole, die in ganz Paris und später dann noch London verteilt sind, deuten alle darauf hin, dass Sounier in ein Geheimnis eingeweiht war, das die katholische Kirche in seinen Grundfesten zu erschüttern droht. Genial verfilmt mit Tom Hanks in der Hauptrolle ist es eines der wenigen Bücher, das ich – mit einigen Jahren Abstand – erneut gelesen habe. Es hat mein Interesse an den Tempelrittern, der Suche nach dem Heiligen Gral sowie die Grundideen der Katholischen Kirche einmal etwas genauer zu betrachten, erneut entfacht. Bei dieser Ausgabe handelt es sich um eine etwas abgeschwächte Version für jugendliche Leser:innen. Mehrere der Gewaltszenen werden abgeschwächter oder kürzer behandelt. Das macht es auch für ein jüngeres Publikum möglich diesen wirklich spannenden Thriller zu lesen. Absolute Leseempfehlung, selten hat mich ein Thriller nach wenigen Jahren erneut so gepackt und begeistert!

  • Produktbild Reiß das Ruder rum!
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    5/5

    Reiß das Ruder rum!

    Ein ehemaliger Kommandant eines amerikanischen Atom-U-Boots der 1990er Jahre erklärt, wie er durch seine eigene Lebensgeschichte das Thema Mitarbeiterführung versteht. David Marquet, der Autor des hier vorliegenden Buches, war von 1999 bis 2001 Kapitän der „USS Sante Fe“ der US-Marine. Wie viele andere seines Schlages, kam auch er nicht gleich direkt zu den Marinestreitkräften, sondern war ursprünglich in der freien Wirtschaft tätig. Im Rahmen seiner früheren Arbeitgeber lernte er über die Relevanz, Menschen zu führen. Seine Erfahrungen nahm er mit und bekam Anfang der 1990er Jahre sein erstes Kommando auf einem älteren Atom-U-Boot namens „Sunfish“. Dieses Atom-U-Boot gehört der „Los-Angeles-Klasse“ an, die älteste noch im aktiven Dienst stehende Baureihe der Atom-U-Boote der Amerikaner. Wie auch die „Sunfish“ selber waren die Mannschaft und ihre dazugehörigen Führungsoffiziere perfekt aufeinander eingespielt. Marquet war begeistert von der Motivation und der Leistungsfähigkeit dieses alten U-Bootes. Daher entschied er sein eigenes Kommando bekommen zu wollen und ging in den Offizierslehrergang. Doch was ihn bei seinem ersten eigenen Kommando erwartete, traf ihn wie ein Schlag ins Gesicht. Im Sommer 1999 erhält er die Aussicht auf sein erstes Kommando, an Bord der USS Santa Fe erwarten ihn eine ganze Reihe an Aufgaben. Doch im Gegensatz zu seinem ersten Einsatz an Bord der USS Sunfish läuft hier so gar nichts rund. Die Mannschaft und ihre „Chiefs“, das ist die mittlere Führungsebene, haben den Ruf das schlechteste Boot der Flotte zu sein. Commander Ken „Kenny“ Wilber erteilt Marquet dennoch den Auftrag dieses Boot wieder zur bestmöglichen Leistung zu bringen. Was nun auf ihn wartet, lest sich fast wie ein Einsatzbericht zur Indienststellung eines neuen Boots mit komplett unerfahrenen Männern an Bord. Die aus 135 Mann bestehende Crew hat zu diesem Zeitpunkt die größte Personalfluktuation der gesamten US-Marine. Zwei Junioroffiziere hatten wenige Tage vor Marquets Dienstantritt gekündigt – daher auch der passende Titel des Buches „Reiß das Ruder herum“. Er beginnt 176 Tage vor dem geplanten Auslauftermin im US-Pazifikstützpunkt Pearl Harbor zu verstehen, was diese Mannschaft an guten Leistungen behindert. An allen Ecken und Enden findet er unmotivierte Mannschaftsmitglieder, Faulheit, Ignoranz und teilweise sogar grob fahrlässige Gefühlsduselei. Die Probleme ziehen sich durch alle Hierarchieebenen und haben unterschiedliche Ausprägungen. Sei es eine übersehene Urlaubsbewilligung eines einfachen Matrosen oder auch so eine Lapalie wie das Fehlen von Farb-Textmarkern. Durch das Fehlen eines Filzstiftes der Farbe ROT wurde einfach eine Tiefenangabe auf dem Einsatzplan falsch gedeutet und das Boot war mehrere Tage auf dem falschen Kurs. Das hört sich harmlos an, bei einem eine Million US-Dollar Boot ist das aber eine ganz gewaltige Verschwendung von Kosten und Zeit. Marquet beschreibt seine Arbeit sehr informativ und beginnt nun zu handeln. Hier kommen gleich zwei Dinge zusammen, die mir sehr gut gefallen: Ein durchgehender Erfahrungsbericht eines U-Boot-Kommandanten und das Thema Führung, welches man wirklich praxisnah erleben darf!

  • Produktbild Die 7 Wege zu glücklichen Beziehungen
    • Philipp Brandstötter
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    5/5

    Die 7 Wege zu glücklichen Beziehungen

    Die „7 Wege der Effektivität“ zählen heute weltweit zu einem der bekanntesten und zu recht verbreiteten Handbüchern für Manager. Steven Covey hat damit einen Meilenstein der Managementliteratur geschaffen. Dies hält sich bereits seit Jahrzehnten am hart umkämpfen Markt. Er hat sein Konzept der „7 Wege“ aber auch für andere Lebensbereiche ausgebaut. Damit macht er es einem möglichst breiten Publikum zugänglich. Der hier nun vorliegende Band richtet sich an glücklich verheiratete Ehepartner. Eine gute Beziehung setzt ein Leben lang unentwegte Arbeit voraus. Das wusste auch Steven Covey bereits vor vielen Jahren. In diesem neu entdeckten Memoarienband widmet er sich nun dem Thema einer glücklichen Beziehung. Wir leben in einer Zeit in der Trennungen und Rosenkriege beinahe das mediale Tagesgeschehen dominieren. Kein Tag vergeht in dem sich ein (meist völlig) unbekannter B-Promi in den Medien über seinen Ex-Partner beschwert und diesen medial in den Schmutz zieht. Doch was ist zu tun um dieser Form von Beziehungsproblemen vorzubeugen? Steven Covey hat in diesem Teil seiner „7 Wege“ Reihe ein Konzept entwickelt. Dies vor allem als Anleitung um in einer glücklichen Beziehung leben zu dürfen. Im Rahmen seiner Seminar- und Trainertätigkeit kam er immer wieder in Kontakt mit Menschen die Beziehungsprobleme hatten. Oft ist dann die Trennung der letzte Ausweg. Doch soweit muss es nicht kommen! Erst durch die vorliegende Lektüre wurde auch mir bewusst was es ausmacht in einer glücklichen Beziehung zu leben. Die Beispiele die er hier nennt sind so alltäglich, dass es beinahe lachhaft erscheint. Zusammen mit seiner Frau Sandra war er über 50 Jahre glücklich verheiratet. Auch hatte er eine ganze Reihe an Kindern mit ihr. Sandra ist es auch die in vielen Beispielen in einer konkreten Situation dargestellt wird. Er erzählt was sie im Laufe ihrer fünf Jahrzehnte dauernden Ehe alles zusammen durchgestanden haben. Dass sie immer noch glücklich zusammen sind beweist mir, dass es für jeden von uns den richtigen Partner gibt. Man schätzt die gemeinsame Partnerschaft oftmals zu wenig. Durch dieses Buch wird dies dem Leser wieder in Erinnerung gerufen. Eine der vielen kleinen Anekdoten wird mir in Erinnerung bleiben. Stephen und Sandra sind auf einem Kurzurlaub im mittleren Westen der USA. Als Sandra ermüdet übernimmt Steven das Steuer des Wagens. Sandra zieht ihre Schuhe aus und will sich auf die Rückbank des Autos zum Schlafen legen. Auf jener Straßenseite wo das Auto abgestellt ist herrscht Verkehrslärm. So entgeht Steven, dass Sandra nicht wieder eingestiegen ist und fährt los. Sie wird von einem örtlichen Polizisten am Straßenrand aufgegabelt. Darauf passiert etwas völlig Unerwartetes. Der Polizist erreicht Steven am Mobiltelefon (Handys gibt es da noch keine). Er fragt ihn warum er denn seine Frau aus dem Wagen beförderte. Steven ist völlig ahnungslos, dass er Sandra offensichtlich „verloren“ hat. Der Polizist fährt Sandra zu Steven. Keine Vorwürfe oder Anschuldigungen werden ausgesprochen. Beide Ehepartner freuen sich, einander wiedergefunden zu haben. Es sind demnach alltägliche Situationen wie diese, die das neue „alte“ Buch von Steven Covey lesenswert machen. Auch dieses möchte ich ohne Einschränkungen jedem Ehepartner ans Herz legen.

    • Die 7 Wege zu glücklichen Beziehungen
    • Stephen R. Covey
    • ab 20,95 €

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