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Was nicht gesagt werden kann Roman | Gewinner des Booker Prize 2025

10

26,50 €

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

25262

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

16.10.2025

Verlag

Claassen

Seitenzahl

384

Maße (L/B/H)

20,5/12,7/3,8 cm

Gewicht

441 g

Farbe

Lichtgrau

Auflage

4. Auflage

Originaltitel

Flesh

Übersetzt von

Henning Ahrens

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-546-10150-9

Beschreibung

Rezension

»Einer der auffälligsten Romane der letzten Zeit – von einer unglaublichen Wucht.« ("ZDF Literarisches Quartett")
»David Szalay erzählt, wie körperliche Triebe das Leben bis in die Biografie hinein bestimmen. Das macht es zu einem packenden und wirklich unheimlich fesselnden Buch! ... Unfassbar präzise und akkurat erzählt.« ("ZDF Literarisches Quartett")
»Der Roman präsentiert Männlichkeit nicht als Identität, sondern als Zustand eines verletzlichen Körpers, der sich tastend durch Situationen bewegt. ... Das Ergebnis ist eine unheroische, radikal körperliche Dekonstruktion dessen, was man normalerweise für männliches Erzählen halten würde.« ("taz")
»Ich habe diesen Roman verschlungen, der hat einen Sog! … Jemand aus diesem unendlich lange weggeschlossenen öden Osteuropa, in dem der Horizont verstellt war, die menschlichen Beziehungen eingefroren schienen, kommt mit dieser emotionalen Eingefrorenheit in den Westen und taut nie auf - der ungarische Blick auf die westliche Upper Class, auf das Zentrum der Finanzwelt ist toll… Ein ganz großes Buch, eine absolute Leseempfehlung. Outstanding!« ("Zeit-Podcast "Was liest Du gerade?"")
»Eine abenteuerliche Nachwendegeschichte… Der Roman hat etwas unheimlich Zeitgemäßes. Er ist auch eine Art Charakterstudie: Gibt es einen Kern des Guten und Bösen?« ("Zeit-Podcast "Was liest Du gerade?"")
»Im Präsens des Romans, in der Parataxe von Istváns ganz auf das äusserliche Tun konzentrierten Bewegungen steckt alles drin. Der Rest ist Schweigen als Mittel der Wahl… ›Was nicht gesagt werden kann‹ ist eine subtile Tragikomödie der Männlichkeit.« ("Neue Zürcher Zeitung")
»Der bestechende Clou an diesem radikalen Roman, der unsere Vorstellungen eines bürgerlichen Seelensubjekts unterläuft: Je weniger der Protagonist an Innenleben preisgibt, desto mehr erwischt sich der Leser dabei, die Substanz des eigenen Gefühlslebens in Zweifel zu ziehen.« ("Die Zeit")
»Das Besondere ist Szalays Tonfall, den der Schriftsteller Henning Ahrens treffend ins Deutsche transportiert hat. Eine scheinbar unbewegte Sprache, die von einem leicht formbaren Mann ohne Eigenschaften erzählt... Und manchmal blitzt dann doch noch etwas anderes auf – eine Ahnung von der Dramatik eines globalisierten Schicksals.« ("SWR")
»Szalays unbestechlich die Oberflächen des Lebens vermessender Blick versteht es dabei, die glänzenden feinen Unterschiede der Upper Class in die gleiche Unwirtlichkeit zu tauchen wie die Tristesse des Herkommens… Was an den demonstrativ monotonen Dialogen abgleitet, fängt eine raffiniert konstruierte Tiefenstruktur auf… Ein literarisches Ereignis.« ("Südwestpresse")
»Ein Geschenk für das deutschsprachige Publikum: ein Buch für alle, die einmal wieder eine Geschichte lesen wollen, die ebenso unterhaltsam wie nachdenklich ist.« ("Der Spiegel")

Produktdetails

Verkaufsrang

25262

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

16.10.2025

Verlag

Claassen

Seitenzahl

384

Maße (L/B/H)

20,5/12,7/3,8 cm

Gewicht

441 g

Farbe

Lichtgrau

Auflage

4. Auflage

Originaltitel

Flesh

Übersetzt von

Henning Ahrens

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-546-10150-9

Herstelleradresse

Claassen-Verlag
Friedrichstraße 126
10117 Berlin
DE

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  • Bewertung

    5/5

    12.01.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ziellos durchs Leben treiben

    David Szalays Roman – im englischen Original Flesh – ist eine schonungslos ehrliche, von jedem Beiwerk befreite, minimalistische Prosa. Es handelt sich um einen Anti-Bildungsroman über das Dahintreiben eines Mannes, dessen Leben – mangels eigener Motivation und Selbstkenntnis – von momentanen Begierden sowie von den Entscheidungen anderer bestimmt wird, vor allem jener Frauen, mit denen er intime Beziehungen eingeht. Der Roman spricht mit unverhüllter Direktheit über Sexualität, über die Lust des Fleisches und des Körpers und über deren prägende Bedeutung für den Lebenslauf des Protagonisten. Zugleich thematisiert er die Kompromisse und Anpassungen, die menschliche Beziehungen durchziehen. Szalays Roman ist ein anregender Text, der lange nachhallt und seine Leserinnen und Leser zur Selbstbefragung herausfordert.

  • MarieOn

    5/5

    01.12.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Außergewöhnliche Erzählung über Männlichkeit

    István ist mit seiner Mutter in eine andere Stadt gezogen. In der Schule ist der schüchterne Fünfzehnjährige mit dem Verhaltenskodex der Jugendlichen unvertraut. Ein anderer Außenseiter schließt sich ihm an. Sie reden viel über Sex. Der unfreiwillige Freund hat ein Mädchen gefunden, mit dem er es macht. Er überredet sie, es auch mit István zu machen. Sie besuchen sie. István ist mit ihr allein in ihrem Zimmer, kriegt kaum ein Wort heraus. Er muss unverrichteter Dinge wieder gehen. Sie findet ihn nicht sexy, erfährt er. Er sei noch nicht so weit. Sein Freund hängt jetzt lieber mit anderen ab. Die Nachbarin braucht Hilfe beim Einkauf. Seine Mutter sagt zu. István geht mit ihr zum Supermarkt, sie sprechen kein Wort. Er trägt ihr die Sachen hoch und folgt ihr in die Küche. Sie bietet ihm etwas Süßes an und obwohl er sich unwohl fühlt, setzt er sich an ihren Tisch und isst. Er spürt, dass sie Zuneigung für ihn empfindet. Er fühlt nichts für die alte Frau, die älter ist als seine Mutter. Sie fragt, ob sie ihn küssen darf. Er weiß nicht, was er sagen soll. Ihre Lippen berühren seine ganz sanft. Dann bittet sie ihn zu gehen. István stellt sich vor, wie sie nackt aussieht. Die Vorstellung erregt ihn. Er kann kaum erwarten, dass sie wieder einkaufen gehen. Wieder bietet sie ihm eine Süßigkeit an, wieder küsst sie ihn, diesmal mit Zunge. Beim nächsten mal darf er in ihrem Wohnzimmer auf der Couch sitzen. István hilft ihrem Mann in seinem Schrebergarten, um neben der Schule ein bisschen Geld zu verdienen. Nach einigen Monaten beendet die Nachbarin die Liebschaft. István ist ihr zu nahe gekommen, behauptete, dass er sie liebe. Er steigert sich in ihre Ablehnung hinein, lauert ihr im Hausflur auf. Sie geht ihm aus dem Weg und dann hält er es nicht mehr aus. Er klingelt am späten Abend bei ihr. Ihr Mann öffnet. István sagt, dass er sie sprechen will. Der Mann sagt, dass er verschwinden soll. Es kommt zu einem Handgemenge, der Mann stürzt die Treppe herunter und stirbt. Fazit: David Szalay, der diesjährige Booker Prize Gewinner, hat das Leben eines Mannes gezeichnet. Der Ungar István wächst vaterlos bei seiner Mutter auf. Der tragische Unfall des Nachbarn führt ihn in die Jugendstrafanstalt. Danach ist er auf dem Arbeitsmarkt chancenlos und geht zur Armee. Der Irakeinsatz beschert ihm eine posttraumatische Belastungsstörung. István geht von Ungarn nach London und erarbeitet sich ein komfortables Leben. Die Geschichte ist ganz einfach geschrieben, der Klang ist lakonisch und ruhig. Die Lebensumstände sind prekär. Ich habe bisher nie einem Autor zugehört, der seinem Charakter so konsequent treu bleibt. István trifft selbst keine Entscheidungen, das machen immer andere für ihn. Er selbst treibt augenscheinlich willenlos durch sein Leben. Frauen sind für ihn beliebig, sie stoßen ihm zu und umgarnen oder überreden ihn. Zwei bis dreimal in seinem Leben zeigt er aggressives Verhalten, sonst ist er erstaunlich kontrolliert. Die Dialoge sind ermüdend wortkarg und emotionslos. Das Wort okay ist sein treuster Begleiter. Dennoch ist er empathisch, kann mit seinem Gegenüber mitfühlen. Er macht freiwillig Sport, rettet zweimal aus eigener Überzeugung einem Menschen das Leben, aber ansonsten bleibt er von sich selbst entfremdet. Und obwohl dieser Mensch so bewegungsunfähig ist, hat mich die Geschichte gefesselt. Ich wollte nach jeder Seite wissen, wie es weitergeht. Mir ist nicht wirklich klar, was die übergeordnete Botschaft ist oder ob es die überhaupt gibt. Am ehesten verstehe ich, dass István keine männlichen Vorbilder hatte und ganz ungünstig durch Frauen geprägt wurde. Dadurch fehlt ihm die Fähigkeit, seinen eigenen Mann zu stehen. Er scheint ein Bild verkörpern zu wollen, an dem er sich festhalten kann, wie an einer Krücke, das aber leer, körperlos bleibt und das ist gar keine Seltenheit. Eine außerordentliche Erzählung über Männlichkeit, die mich bewegt hat.

  • Christopher Bahn

    Book Circle Community

    5/5

    30.09.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wortlose Jugend

    Ein Jugendlicher zieht in eine ungarische Plattenbausiedlung und macht dort seine ersten Erfahrungen mit Frauen, neuen Freunden und dem ungewohnten Schulalltag. Besonders gut gefallen hat mir die Kargheit der Sprache, die der Sprachlosigkeit der Jugendlichen entspricht. Die Grammatik des Buches ist also gleich dem Inhalt. Eine spannende Lektüre für Jugendliche und alle, die sich an diese Zeit erinnern können. Sehr empfehlenswert.

  • Bories vom Berg

    aus München

    4/5

    30.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sprachlose Männlichkeit

    Der mit dem Booker-Prize 2025 prämierte Roman «Was nicht gesagt werden kann» von David Szalay «konzentriert sich auf einen Mann aus der Arbeiterklasse, der normalerweise nicht viel Beachtung findet», hat die Jury erklärt, und hinzugefügt, er «lädt uns ein, hinter die Fassade zu blicken». Das durchweg positive Echo in den Feuilletons bestätigt denn auch eindrucksvoll die einstimmig erfolgte Preisvergabe, sie hätten «noch nie etwas Vergleichbares gelesen», so die britischen Juroren. Und das, obwohl es auch einige wenige Einwände gibt zu diesem eigenwilligen Entwicklungs-Roman, der quer durch alle sozialen Schichten führt und in mancherlei Hinsicht sogar als machohaftes Aufstiegs-Märchen bezeichnet werden muss. Als Protagonist der auktorial und durchweg im Präsens erzählten Geschichte verkörpert István einen innerlich verarmten Mann, der mit seiner Mutter im typischen Plattenbau-Viertel einer ungarischen Stadt lebt. Dort ist der schüchterne 15Jährige völlig isoliert, bis ihn eine ältere Frau aus dem Hause bittet, ihm beim Hochtragen ihrer Einkäufe in den vierten Stock zu helfen. Als sie ihn irgendwann fragt, ob sie ihn küssen darf, stimmt er perplex zu, und bald darauf landet er, auf ihre Initiative hin, im Bett mit der verheirateten Mitbewohnerin. Bei einem Gerangel mit ihrem Mann stößt István ihn die Treppe herunter und wird wegen Todschlag zu drei Jahren Jugend-Gefängnis verurteilt. Nach seiner Entlassung meldet er sich für fünf Jahre zum Militär und kommt im Irakkrieg zum Einsatz. Danach geht er nach London und findet eine Stellung als Türsteher in einem Club. Dort wird er von einem Mann angesprochen, der ihm eine Ausbildung als Personenschützer anbietet. Später engagiert ihn dann ein älterer Milliardär als Bodyguard und Chauffeur. Dessen selbstbewusste, junge Frau Helen macht ihm schon bald Avancen, und prompt wird sie seine Geliebte. Nach dem Tod ihres Mannes stellt sich dann heraus, dass er Thomas, ihren gemeinsamen Sohn, als Alleinerben eingesetzt hat. Bis zu seinem 25ten Lebensjahr soll das Erbe aber noch treuhändlerisch von der Mutter verwaltet werden. Helen heiratet István und bekommt ein Kind von ihm. Beide leben in Saus und Braus, weil er finanzielle Transaktionen mit dem von Helen verwalteten Geldvermögen tätigen kann und dabei üppig verdient. Bei einer Feier kommt es zu Eklat mit Thomas, weil der von diesen finanziellen Aktivitäten mit seinem Geld erfahren hat und sich von seiner Mutter und István bestohlen fühlt. Die auch in dramatischen Szenen nüchterne und unverkennbar machoartige Erzählweise von David Szalay ist vor allem dadurch gekennzeichnet, dass er sehr detailliert schildert, wie sich das äußere Leben seines Protagonisten entwickelt. Gleichzeitig aber schweigt er sich beharrlich darüber aus, was denn innerlich in seinen Figuren vorgeht. István lässt immer alles ambitionslos auf sich zukommen, er lässt alles nur geschehen, ohne je wirklich die Initiative zu ergreifen. Und auch was den Sex angeht, so sind es immer die Frauen, die ihm Avancen machen, die den ersten Schritt tun. Er ist dann oft total erstaunt und im Übrigen auch nicht wählerisch. Jugend und Schönheit sind keine entscheidenden Kriterien für ihn, er lässt sich gerne ins Bett ziehen, aber um eine Frau zu werben käme ihm nicht in den Sinn. Seine eigenen Gefühle bleiben ihm fremd, selbst die zu Helen, die er ja geheiratet hat, - oder wurde er etwa geheiratet? Obwohl emotionale Nähe zu dem verstockten Protagonisten nicht aufkommen will, bleibt man als Leser doch sehr nah dran an der Figur. Zu dieser Nähe tragen insbesondere die das Geschehen prägenden, köstlichen Dialoge bei. Sie werden oft stakkatoartig geführt, wobei «Okay» das von ihm meistverwendete Wort ist, und auf Fragen folgt fast immer erstmal eine wörtliche Wiederholung der Frage, so als hätte er sie nicht verstanden. Dieser auf das Nötigste reduzierte Erzählstil macht keinerlei Unterschied zwischen Banalem und Dramatischem, alles ist gleichermaßen wert, erzählt zu werden. Nach tragischem Niedergang und Rückkehr nach Ungarn beerdigt István dort seine Mutter, und der letzte Satz lautet lapidar: «Danach lebt er allein»!

  • begine

    aus Lemwerder

    4/5

    09.11.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Geht so

    David Szalay ist ein Autor mit ungarischen Wurzeln. Mit dem Roman, Was nicht gesagt werden kann, wurde er zum Booker Price nominiert. Er schildert das Leben seiner Figur Istvan, von der Jugend in Ungarn bis ins Alter, in England. Das geschieht in Episoden. Das machte es mir schwer zu lesen, denn es gab plötzliche Änderungen seines Lebens. Der Schreibstil ist ganz gut. Der Protagonist ist anfangs ganz in Ordnung, aber dann wird er mir doch immer unsympathischer. Er fand sich als Mann so unwiderstehlich. Es ist eine Geschichte des Aufstiegs und des Falls.

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    Elin K.

    Thalia Ried – Weberzeile

    Buchhändler*in

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    5/5

    12.11.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sinnlicher, melancholischer Realismus

    Was bestimmt unseren Lebensweg? Im Fall von Romanfigur István sind die sexuellen Begegnungen mit Frauen prägend und leitend. Sie führen ihn, anfangs ein Junge von 15 Jahren, vom Plattenbau in Ungarn in die Reichenviertel Englands und wieder zurück. Die Geschichte zieht einen schnell in ihren Bann, man leidet mit und hat teilweise Angst, was ihm noch auf seiner rauen Odyssee durchs heutige, europäische Leben passieren wird. Und bleibt auf seiner Seite, auch wenn seine Taten, sein Nicht-Tun und sein Charakter nicht immer moralisch einwandfrei sind. In sprachlich etwas reduziertem Erzählstil wird das Wichtigste feinfühlig gesagt und hinterlässt den Leser nach dem Zuschlagen der letzten Seite in einem ganz besonderen Gefühlsbubble, wie es nur die großen Klassiker können.

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