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Produktbild: Das Ende von Eddy
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Das Ende von Eddy Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

24.02.2027

Verlag

Fischer Taschenbuch Verlag

Seitenzahl

208

Maße (L/B)

19/12,5 cm

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

En finir avec Eddy Bellegueule

Übersetzt von

Hinrich Schmidt-Henkel

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-596-71508-4

Beschreibung

Rezension

Wie er seine Geschichte aufschreibt, wie er kühl und genau auf sein Unglück blickt, das nimmt einem tatsächlich den Atem. ("Die Welt")
Eine Sensation. ("3satbuchzeit")
Ein starker Roman, weil die Hauptfigur von herzzerreißender Entschlossenheit ist. ("Spiegel Online")
Edouard Louis ist ein seltener Glücksfall für sich, die Sprache, die Gesellschaft. ("Der Tagesspiegel")
Mit einer Sprache, die so brutal und gewaltig ist wie seine Erlebnisse, erzählt Frankreichs 22-jähriger Shootingstar Edouard Louis von seiner Befreiung. ("Glamour")

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

24.02.2027

Verlag

Fischer Taschenbuch Verlag

Seitenzahl

208

Maße (L/B)

19/12,5 cm

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

En finir avec Eddy Bellegueule

Übersetzt von

Hinrich Schmidt-Henkel

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-596-71508-4

Herstelleradresse

FISCHER Taschenbuch
Hedderichstr. 114
60596 Frankfurt
DE

Email: produktsicherheit@fischerverlage.de

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  • Bewertung

    Orell Füssli Book Circle Community

    5/5

    03.09.2026

    Buch (Taschenbuch)

    So wie du bist, bist du falsch

    Édouard Louis erzählt in seinem autobiografischen Debütroman von seiner Kindheit als Eddy Bellegueule in einem armen Dorf in Nordfrankreich. Eddy entspricht überhaupt nicht dem Bild eines „richtigen Jungen“ und wird deshalb schon früh zum Außenseiter. Mich hat das Buch vom ersten Satz an gepackt und bis zum Schluss nicht mehr losgelassen. Im Zentrum steht für mich eine Frage: Wie soll ein Kind lernen, sich selbst zu vertrauen, wenn praktisch jede wichtige Person ihm vermittelt, dass das, was spontan aus ihm herauskommt, falsch ist? Eddy hört ständig: Beweg dich anders, rede anders, sei männlicher, sei ein richtiger Junge. Eigentlich immer dieselbe Botschaft: So wie du bist, bist du falsch. Besonders stark fand ich, wie Louis seine Familie und dieses ganze Milieu zeichnet. Die Menschen sind oft brutal, rassistisch, homophob und gefangen in starren Vorstellungen davon, wie Männer und Frauen zu sein haben. Aber Louis zeigt nicht einfach schlechte Menschen. Man sieht auch, wie sie selbst zu dem geworden sind, was sie sind: durch Armut, fehlende Bildung, Fabrikarbeit, Gewalt und eine Welt, in der kaum jemand etwas anderes kennt. Gerade beim Vater fand ich das unglaublich ambivalent. Er verhält sich oft wie ein ziemliches Arschloch, gleichzeitig tat er mir immer wieder leid. Er steckt völlig in dieser Vorstellung vom „echten Kerl“ fest. Für mich zeigt das Buch sehr deutlich, wie das Patriarchat auch die Männer kaputt macht, die versuchen, diese Rolle zu erfüllen. Sehr fremd blieb mir dagegen die extreme Fixierung auf Sexualität und Beziehungen schon in sehr jungem Alter. In dieser Welt wirkt es teilweise fast wie eine Pflicht: Ein Junge braucht eine Freundin, ein Mann muss Frauen wollen, Sexualität beweist Männlichkeit. Das war für mich manchmal so extrem, dass ich mich fragte, wie stark Louis dieses Milieu auch literarisch verdichtet und zugespitzt hat. Sprachlich schreibt Louis klar und direkt, ohne große Kunststücke. Und trotzdem ist es unglaublich gut geschrieben. Vor allem kann dieser Mann einfach verdammt gut erzählen. Manchmal hatte ich das Gefühl, Louis könnte über einen Tisch in der Küche seiner Kindheit schreiben, und danach wüsste man alles über Geld, Klasse, seine Mutter, seinen Vater und dieses ganze Dorf. Dazu kommt seine schonungslose, unbeschönigte Art, über sich selbst zu schreiben. Er macht aus dem jungen Eddy keinen Helden, sondern zeigt auch Scham, Selbsthass und Widersprüche. Das gibt dem Buch für mich eine enorme Wahrhaftigkeit. Am Ende öffnet sich für Eddy eine Tür aus dieser Enge. Aber nach all den Jahren, in denen ihm gesagt wurde, dass er falsch ist, kann man nicht einfach von einem Tag auf den anderen an sich glauben. Ein trauriges, heftiges und zugleich überraschend herzliches Buch, das mich sehr beschäftigt hat. Weitere Rezensionen auf Deutsch findest du auf meinem Goodreads- und LovelyBooks-Profil.

  • Christopher Bahn

    Book Circle Community

    5/5

    05.11.2025

    eBook (ePUB 3)

    Abgehängte Arbeiterschaft

    Der berühmt gewordene Roman über eine Kindheit in der nordfranzösischen Provinz, die von Arbeitslosigkeit, Alkoholismus und Gewalt geprägt ist. Als Schwuler und intellektuell Begabter ist der Autor ein absoluter Außenseiter und wird auch so behandelt, was die missliche Situation noch zugespitzt hat. In seinen weiteren Büchern schildert er seinen letztendlich gescheiterten Versuch, diesem Milieu und seiner Geschichte zu entkommen. Sehr empfehlenswert und sehr eindrücklich.

  • SimoneF

    5/5

    02.09.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    sehr reflektierte Autofiktion, interessanter Stil

    10 Jahre nach Erscheinen legt der Fischer Verlag „Das Ende von Eddy“ von Édouard Louis neu auf, das damals in Frankreich für einen Skandal sorgte und den Autor gleichzeitig zum Shootingstar der französischen Literatur und der linken französischen Intellektuellen machte. In diesem autobiografischen Roman beschreibt der Autor das Aufwachsen als homosexueller Junge in der Arbeiterklasse in einem kleinen nordfranzösischen Dorf. Er selbst bezeichnet seine soziale Herkunftsschicht in Interviews immer wieder als „Lumpenproletariat“. Schonungslos offen und gleichzeitig mit einer reflektierten Distanz schildert Louis die offenen Anfeindungen innerhalb der Familie, der Dorfgemeinschaft und unter Mitschülern, die Drangsalierungen und Gewalt, denen er als Homosexueller ausgesetzt war. Hierbei geht es ihm jedoch nicht um eine Abrechnung, sondern vielmehr darum, ein Bewusstsein für diese prekären Milieus des Proletariats zu erzeugen und ihnen eine Stimme zu geben. Das soziale Gefüge, die vorherrschenden Rollenbilder und die Vorstellungen von Männlichkeit, die dort herrschen und sich immer wieder selbst reproduzieren, sind seiner Ansicht nach eine direkte Folge der Klassengesellschaft. Besonders gelungen fand ich die sprachliche Umsetzung, bei der Louis fliegend zwischen zwei Ebenen wechselt und die auch optisch voneinander abgesetzt sind. Eddys Schilderungen werden immer wieder verwoben mit kursiv gesetzten Einschüben in der Umgangssprache der jeweiligen Personen, so dass der Text sehr authentisch und eindrücklich wirkt. Es hat mich sehr beeindruckt, dass ein derart ausgefeiltes und reflektiertes Werk einem gerade 20-Jährigen gelungen ist, der sich nur wenige Jahre zuvor schrittweise aus seinem Herkunftsmilieu lösen konnte. Sehr lesenwert!

  • yellowdog

    5/5

    28.08.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    gnadenlos

    Dieses jetzt neu aufgelegte Buch begründete den inzwischen beträchtlichen Ruhm des Autors Edouard Louis und gilt als bedeutendes Werk über einen Zustand. Es ist autofiktional im Sinne von Annie Ernaux gehalten. Der junge Eddy wird schon als Kind in der Schule gemobbt und teilweise wird er auch in der Familie ausgegrenzt. Der Vater ist ein rauer Typ, der keinen Zugang zu seinem sensiblen Sohn hat, die Mutter schwankt zwischen hilflos und gleichgültig. In späteren Büchern wird sich der Autor noch ganz den Eltern widmen, doch auch schon hier haben sie ihre Kapitel. Es ist aber die ganze Gesellschaftsschicht im dörflichen Frankreich, die sich so intolerant verhält. Erst ganz am Schluß des Buches öffnet sich Eddy eine Chance. Dass Edouard Louis das so gnadenlos erkennt und beschreibt, verleiht dem Buch die hohe Wirkung.

  • Bewertung

    5/5

    20.06.2021

    eBook (ePUB 3)

    Anders ist gut

    Eddy ist sensibel. Schwul. Anders. Eigenschaften, die ihm das Leben in der französischen Provinz, wo Toleranz als Schwäche interpretiert wird, zur Hölle machen. Früh muss er lernen, Hass und Brutalität zu ertragen, sich kleiner zu machen, als er ist, und als Leser leidet man mit, ist entsetzt über die Ungerechtigkeit, die dem jungen Mann widerfährt, möchte schreien, um sich schlagen, irgendetwas tun. Aber gleichzeitig bekommt man den Eindruck, dass es Edouard mit der Niederschrift dieses Romans gelingt, seine Fesseln zu sprengen, und diesen Kraftakt miterleben zu dürfen, ist eine wahnsinnig bereichernde Erfahrung. Ein Buch, das mitreißt!

Kundinnen und Kunden meinen

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Bewertungen (10)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Andrea Gangl

    Andrea Gangl

    Thalia Wien – Westfield Donau Zentrum

    Buchhändler*in

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    5/5

    12.03.2019

    Buch (Taschenbuch)

    Berührende Schonungslosigkeit

    Ohne zu verharmlosen erzählt der Autor aus der Ich-Perspektive von seiner Kindheit in Armut und Ausgrenzung. Ein verdammt ehrlicher Roman über das Erwachsenwerden in der nordfranzösischen Provinz. Zwar nichts für schwache Nerven, aber trotzdem ein Muss!
  • Zum Bewerterprofil von Gregor Schwarzenbrunner

    Gregor Schwarzenbrunner

    Thalia Zentrale

    Buchhändler*in

    5/5

    01.03.2015

    eBook (ePUB 3)

    Das Ende einer Kindheit

    Als kleiner und schmächtiger Junge wächst Eddy in einem kleinen Dorf in der Picardie auf. Hier arbeiten die Männer alle in derselben Fabrik und die Frauen irgendwo an der Kassa, wenn sie sich nicht gerade um die zahlreichen Kinder kümmern müssen. In der Schule wird er wegen seines Namens und seiner femininen und sensiblen Art gehänselt und gequält. Die Grausamkeit ist ein fester Bestandteil des Alltags und die rauen Sitten im Dorf machen ihm zusätzlich zu schaffen. Im Fundus der jährlichen Neuerscheinungen den Überblick zu behalten ist nicht immer leicht. Immer wieder geraten Bücher mehr aus Zufall in meine Hände, als nach einem bestimmten Plan. Mein Intuition als Buchhändler lässt mich da ganz selten in Stich, selbst wenn mir, so wie bei „Das Ende von Eddy“, der Titel und der Einband nur wenig gefallen haben. Hier bewahrheitet sich für mich wieder der Spruch: „Man soll nicht immer vom Aussehen, auf das Innere schließen.“ Mit Gelassenheit und Distanz, erzählt der geniale Schriftsteller die Geschichte aus der Sicht seines Hauptprotagonisten Eddy. Er verleiht ihr, gerade weil sie von seiner eigenen Kindheit inspiriert ist, eine ganz eigene und große beschwörende Kraft. Interessant an dieser Stelle ist, dass er seinem Hauptprotagonisten seinen realen Namen gegeben hat. Èdouard Louis ist nur sein Pseudonym. Was in diesem außergewöhnlichen Werk biographisch und was Fiktion ist, bleibt dem Leser nicht wirklich erschließbar und schenkt man diversen französischen Medien Glauben, war die Familie über die Veröffentlichung und seine Darstellung von Gewalt, Homophobie und Rassismus mehr als geschockt und haben die vermeintlichen Vorwürfe brüsk abgewiesen. Man könnte nun mit dem Schriftsteller hart ins Gericht gehen und ihm eine überspitzte Karikatur des Alltages im Dorf Hallencourt, in der Picardie wo er aufgewachsen ist, vorwerfen. Das wäre allerdings ein wenig vorschnell, ist doch dieser Roman eigentlich eine Darstellung der Empfindungen eines jungen Geistes und dessen subjektiven Erfahrungen. Ich war ganz hin und hergerissen beim Lesen. Einerseits hegte ich, alleine nur wegen der vielen unerbittlichen Gewalt der er ausgesetzt ist, natürlich Mitgefühl mit dem Hauptprotagonisten, und andererseits hatte ich auch immer ein wenig das Gefühl, hier eine persönliche und schreckliche Lebensgeschichte auf dem Präsentierteller serviert zu bekommen. Die Szenen sind von Elend und Leid durchwachsen und mit der Entdeckung von Emotionen und den ersten Annäherungsversuchen Pubertierender, spiegelt sich der geneigte Leser ein Stück weit in Eddy wieder. Schließlich ist es auch ein Teil der Kindheit, sich selbst isoliert von den anderen zu erfahren, und auch Zeiten des Ausgeschlossenseins oder der Einsamkeit zu erleben. Hier nun nicht auch von Voyeurismus zu sprechen wäre nicht richtig, denn unweigerlich ist mir dieses Gefühl immer wieder in den Sinn gekommen. Von Èdouard Louis Sprachvirtuosität bin ich ganz angetan und bedenkt man das junge Alter des Schriftstellers, mit nur 19 Jahren hat er die erste Fassung von „Das Ende von Eddy“ geschrieben, kann man sich kaum vorstellen was er in zu Papier bringen wird, wenn er etwas älter und reifer ist. Derweil studiert er Soziologie und ich kann nur hoffen, dass er der Literatur nicht gänzlich abschwört. Auch wenn ich diese Rezension im Februar schreibe, kann ich mit Recht und Fug behaupten, dass dieser Roman für mich mein persönlicher Favorit dieses Jahres ist. An dieser Stelle wünsche ich mir mehr! Ich wünsche mir mehr von Édouard Louis zu lesen.

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