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Band 52357

Das Ende von Eddy Roman | Geschenkausgabe im Miniformat

9

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

21786

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

28.08.2024

Verlag

Fischer Taschenbuch Verlag

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

14,4/9,1/1,7 cm

Gewicht

150 g

Farbe

Lichtgrau / Anthrazit

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

En finir avec Eddy Bellegueule

Übersetzt von

Hinrich Schmidt-Henkel

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-596-52357-3

Beschreibung

Rezension

Wie er seine Geschichte aufschreibt, wie er kühl und genau auf sein Unglück blickt, das nimmt einem tatsächlich den Atem. ("Die Welt")
Eine Sensation. ("3satbuchzeit")
Ein starker Roman, weil die Hauptfigur von herzzerreißender Entschlossenheit ist. ("Spiegel Online")
Edouard Louis ist ein seltener Glücksfall für sich, die Sprache, die Gesellschaft. ("Der Tagesspiegel")
Mit einer Sprache, die so brutal und gewaltig ist wie seine Erlebnisse, erzählt Frankreichs 22-jähriger Shootingstar Edouard Louis von seiner Befreiung. ("Glamour")

Produktdetails

Verkaufsrang

21786

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

28.08.2024

Verlag

Fischer Taschenbuch Verlag

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

14,4/9,1/1,7 cm

Gewicht

150 g

Farbe

Lichtgrau / Anthrazit

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

En finir avec Eddy Bellegueule

Übersetzt von

Hinrich Schmidt-Henkel

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-596-52357-3

Herstelleradresse

FISCHER Taschenbuch
Hedderichstr. 114
60596 Frankfurt
DE

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  • SimoneF

    5/5

    02.09.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    sehr reflektierte Autofiktion, interessanter Stil

    10 Jahre nach Erscheinen legt der Fischer Verlag „Das Ende von Eddy“ von Édouard Louis neu auf, das damals in Frankreich für einen Skandal sorgte und den Autor gleichzeitig zum Shootingstar der französischen Literatur und der linken französischen Intellektuellen machte. In diesem autobiografischen Roman beschreibt der Autor das Aufwachsen als homosexueller Junge in der Arbeiterklasse in einem kleinen nordfranzösischen Dorf. Er selbst bezeichnet seine soziale Herkunftsschicht in Interviews immer wieder als „Lumpenproletariat“. Schonungslos offen und gleichzeitig mit einer reflektierten Distanz schildert Louis die offenen Anfeindungen innerhalb der Familie, der Dorfgemeinschaft und unter Mitschülern, die Drangsalierungen und Gewalt, denen er als Homosexueller ausgesetzt war. Hierbei geht es ihm jedoch nicht um eine Abrechnung, sondern vielmehr darum, ein Bewusstsein für diese prekären Milieus des Proletariats zu erzeugen und ihnen eine Stimme zu geben. Das soziale Gefüge, die vorherrschenden Rollenbilder und die Vorstellungen von Männlichkeit, die dort herrschen und sich immer wieder selbst reproduzieren, sind seiner Ansicht nach eine direkte Folge der Klassengesellschaft. Besonders gelungen fand ich die sprachliche Umsetzung, bei der Louis fliegend zwischen zwei Ebenen wechselt und die auch optisch voneinander abgesetzt sind. Eddys Schilderungen werden immer wieder verwoben mit kursiv gesetzten Einschüben in der Umgangssprache der jeweiligen Personen, so dass der Text sehr authentisch und eindrücklich wirkt. Es hat mich sehr beeindruckt, dass ein derart ausgefeiltes und reflektiertes Werk einem gerade 20-Jährigen gelungen ist, der sich nur wenige Jahre zuvor schrittweise aus seinem Herkunftsmilieu lösen konnte. Sehr lesenwert!

  • yellowdog

    5/5

    28.08.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    gnadenlos

    Dieses jetzt neu aufgelegte Buch begründete den inzwischen beträchtlichen Ruhm des Autors Edouard Louis und gilt als bedeutendes Werk über einen Zustand. Es ist autofiktional im Sinne von Annie Ernaux gehalten. Der junge Eddy wird schon als Kind in der Schule gemobbt und teilweise wird er auch in der Familie ausgegrenzt. Der Vater ist ein rauer Typ, der keinen Zugang zu seinem sensiblen Sohn hat, die Mutter schwankt zwischen hilflos und gleichgültig. In späteren Büchern wird sich der Autor noch ganz den Eltern widmen, doch auch schon hier haben sie ihre Kapitel. Es ist aber die ganze Gesellschaftsschicht im dörflichen Frankreich, die sich so intolerant verhält. Erst ganz am Schluß des Buches öffnet sich Eddy eine Chance. Dass Edouard Louis das so gnadenlos erkennt und beschreibt, verleiht dem Buch die hohe Wirkung.

  • Christopher Bahn

    Book Circle Community

    5/5

    05.11.2025

    eBook (ePUB 3)

    Abgehängte Arbeiterschaft

    Der berühmt gewordene Roman über eine Kindheit in der nordfranzösischen Provinz, die von Arbeitslosigkeit, Alkoholismus und Gewalt geprägt ist. Als Schwuler und intellektuell Begabter ist der Autor ein absoluter Außenseiter und wird auch so behandelt, was die missliche Situation noch zugespitzt hat. In seinen weiteren Büchern schildert er seinen letztendlich gescheiterten Versuch, diesem Milieu und seiner Geschichte zu entkommen. Sehr empfehlenswert und sehr eindrücklich.

  • Bewertung

    5/5

    20.06.2021

    eBook (ePUB 3)

    Anders ist gut

    Eddy ist sensibel. Schwul. Anders. Eigenschaften, die ihm das Leben in der französischen Provinz, wo Toleranz als Schwäche interpretiert wird, zur Hölle machen. Früh muss er lernen, Hass und Brutalität zu ertragen, sich kleiner zu machen, als er ist, und als Leser leidet man mit, ist entsetzt über die Ungerechtigkeit, die dem jungen Mann widerfährt, möchte schreien, um sich schlagen, irgendetwas tun. Aber gleichzeitig bekommt man den Eindruck, dass es Edouard mit der Niederschrift dieses Romans gelingt, seine Fesseln zu sprengen, und diesen Kraftakt miterleben zu dürfen, ist eine wahnsinnig bereichernde Erfahrung. Ein Buch, das mitreißt!

  • Edith Berger

    aus 3istau

    5/5

    23.03.2015

    eBook (ePUB 3)

    geht unter die Haut

    "An meine Kindheit habe ich keine einzige glückliche Erinnerung. Das soll nicht heißen, ich hätte in all den Jahren niemals Glück oder Freude empfunden. Aber das Leiden ist totalitär: Es eliminiert alles, was nicht in sein System passt." Eddy wächst in einem kleinen Ort in Nordfrankreich auf. Es ist ein schwieriges Umfeld. Eddy entspricht so gar nicht der landläufigen Vorstellung eines Jungen. Sein zarter Körperbau, seine feinen Gesten, seine mädchenhafte Stimme veranlasst die Mitglieder seiner Familie zu bösartigen Bemerkungen. Auch in der Schule ist Eddy auf sich allein gestellt. Hilflos ist er den Angriffen seiner Mitschüler ausgesetzt,.die ihn beinahe täglich seelisch und körperlich schwer misshandeln. Von seiner Familie ist keine Hilfe zu erwarten. In ihren Augen müsste sich Eddy nur ein wenig bemühen und sich den richtigen, männlichen Interessen zuwenden, dann käme schon alles wieder in Ordnung. "Das Ende von Eddy" von Édouard Louis sind ungemein harte, unter die Haut gehende Erinnerungen an eine Kindheit auf dem Land.

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Bewertungen (9)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Andrea Gangl

    Andrea Gangl

    Thalia Wien – Westfield Donau Zentrum

    Buchhändler*in

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    5/5

    12.03.2019

    Buch (Taschenbuch)

    Berührende Schonungslosigkeit

    Ohne zu verharmlosen erzählt der Autor aus der Ich-Perspektive von seiner Kindheit in Armut und Ausgrenzung. Ein verdammt ehrlicher Roman über das Erwachsenwerden in der nordfranzösischen Provinz. Zwar nichts für schwache Nerven, aber trotzdem ein Muss!
  • Zum Bewerterprofil von Gregor Schwarzenbrunner

    Gregor Schwarzenbrunner

    Thalia Zentrale

    Buchhändler*in

    5/5

    01.03.2015

    eBook (ePUB 3)

    Das Ende einer Kindheit

    Als kleiner und schmächtiger Junge wächst Eddy in einem kleinen Dorf in der Picardie auf. Hier arbeiten die Männer alle in derselben Fabrik und die Frauen irgendwo an der Kassa, wenn sie sich nicht gerade um die zahlreichen Kinder kümmern müssen. In der Schule wird er wegen seines Namens und seiner femininen und sensiblen Art gehänselt und gequält. Die Grausamkeit ist ein fester Bestandteil des Alltags und die rauen Sitten im Dorf machen ihm zusätzlich zu schaffen. Im Fundus der jährlichen Neuerscheinungen den Überblick zu behalten ist nicht immer leicht. Immer wieder geraten Bücher mehr aus Zufall in meine Hände, als nach einem bestimmten Plan. Mein Intuition als Buchhändler lässt mich da ganz selten in Stich, selbst wenn mir, so wie bei „Das Ende von Eddy“, der Titel und der Einband nur wenig gefallen haben. Hier bewahrheitet sich für mich wieder der Spruch: „Man soll nicht immer vom Aussehen, auf das Innere schließen.“ Mit Gelassenheit und Distanz, erzählt der geniale Schriftsteller die Geschichte aus der Sicht seines Hauptprotagonisten Eddy. Er verleiht ihr, gerade weil sie von seiner eigenen Kindheit inspiriert ist, eine ganz eigene und große beschwörende Kraft. Interessant an dieser Stelle ist, dass er seinem Hauptprotagonisten seinen realen Namen gegeben hat. Èdouard Louis ist nur sein Pseudonym. Was in diesem außergewöhnlichen Werk biographisch und was Fiktion ist, bleibt dem Leser nicht wirklich erschließbar und schenkt man diversen französischen Medien Glauben, war die Familie über die Veröffentlichung und seine Darstellung von Gewalt, Homophobie und Rassismus mehr als geschockt und haben die vermeintlichen Vorwürfe brüsk abgewiesen. Man könnte nun mit dem Schriftsteller hart ins Gericht gehen und ihm eine überspitzte Karikatur des Alltages im Dorf Hallencourt, in der Picardie wo er aufgewachsen ist, vorwerfen. Das wäre allerdings ein wenig vorschnell, ist doch dieser Roman eigentlich eine Darstellung der Empfindungen eines jungen Geistes und dessen subjektiven Erfahrungen. Ich war ganz hin und hergerissen beim Lesen. Einerseits hegte ich, alleine nur wegen der vielen unerbittlichen Gewalt der er ausgesetzt ist, natürlich Mitgefühl mit dem Hauptprotagonisten, und andererseits hatte ich auch immer ein wenig das Gefühl, hier eine persönliche und schreckliche Lebensgeschichte auf dem Präsentierteller serviert zu bekommen. Die Szenen sind von Elend und Leid durchwachsen und mit der Entdeckung von Emotionen und den ersten Annäherungsversuchen Pubertierender, spiegelt sich der geneigte Leser ein Stück weit in Eddy wieder. Schließlich ist es auch ein Teil der Kindheit, sich selbst isoliert von den anderen zu erfahren, und auch Zeiten des Ausgeschlossenseins oder der Einsamkeit zu erleben. Hier nun nicht auch von Voyeurismus zu sprechen wäre nicht richtig, denn unweigerlich ist mir dieses Gefühl immer wieder in den Sinn gekommen. Von Èdouard Louis Sprachvirtuosität bin ich ganz angetan und bedenkt man das junge Alter des Schriftstellers, mit nur 19 Jahren hat er die erste Fassung von „Das Ende von Eddy“ geschrieben, kann man sich kaum vorstellen was er in zu Papier bringen wird, wenn er etwas älter und reifer ist. Derweil studiert er Soziologie und ich kann nur hoffen, dass er der Literatur nicht gänzlich abschwört. Auch wenn ich diese Rezension im Februar schreibe, kann ich mit Recht und Fug behaupten, dass dieser Roman für mich mein persönlicher Favorit dieses Jahres ist. An dieser Stelle wünsche ich mir mehr! Ich wünsche mir mehr von Édouard Louis zu lesen.

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