Ein Gasthof, eine Familie und die große Frage: Wie findet man innere Ruhe im Leben?In einem Schweizer Dorf an der Grenze zu Deutschland führt vor 100 Jahren der junge Wirt Arnold einen Gasthof. Bunte Vögel und düstere Gestalten überqueren die Grenze, manche kommen auch nachts und querfeldein. Am Stammtisch sitzen die Witzbolde aus dem Dorf. Eines Tages naht eine Fremde hoch zu Ross durch den Schnee. Ihr Name ist Betty. Arnold heiratet sie und bekommt mit ihr acht Kinder. Das Leben nimmt seinen Lauf, bis sich die älteste Tochter Clara 1933 in einen Schmuggler namens Hermann verliebt. Der bringt die Uniformierten auf beiden Seiten der Grenze gegen sich auf. Es kommt zum Drama – und das Dorf erhebt sich gegen eine Großmacht.Alex Capus ist ein Meister darin, aus historischen Stoffen, große Romane zu machen – und große Hörbücher.Ungekürzte Lesung mit Alex Capus7h 9min
Kundinnen und Kunden meinen
4.6/5.0
Katrin Brzoska alias KATA PANTHER
aus Krumpa
5/5
31.10.2026
Hörbuch-Download (MP3)
Hörgenuss mit wunderbarer Sprachmelodie
Ein Hörgenuss mit einer wunderbaren Sprachmelodie ⭐⭐⭐⭐⭐
Alex Capus liest sein Hörbuch „Querfeldein“ selbst – und allein das macht das Zuhören zu einem besonderen Vergnügen.
Seine warme, ruhige Stimme und die wunderbar angenehme Schweizer Sprachmelodie haben mich sofort für sich eingenommen. Er erzählt mit einer solchen Natürlichkeit und Gelassenheit, dass man ihm einfach gern zuhört. Nichts wirkt aufgesetzt oder übertrieben.
Seine Art zu sprechen hat etwas ungemein Wohltuendes. Man möchte sich zurücklehnen, die Augen schließen und sich von seiner Stimme durch das Hörbuch begleiten lassen.
Für mich ist Alex Capus nicht nur ein Schriftsteller, sondern auch ein ausgesprochen angenehmer Erzähler. Ein echter Hörgenuss!
Bewertung
3/5
02.09.2026
Hörbuch-Download (MP3)
Querfeldein
Sehr interessant und gute Beschreibung der damaligen Umstände. Spannende Handlung...............................................................................................................
Bewertung
aus Berlin
5/5
20.10.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Eine charmante und tiefgründige Geschichte
Mit „Querfeldein“ beweist der Schweizer Bestsellerautor Alex Capus einmal mehr, warum er zu den feinsten Erzählern der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur zählt. Der Roman ist weit mehr als eine Geschichte über einen Gasthof und die Frage: Wie findet man innere Ruhe im Leben?
Im Mittelpunkt der Geschichte steht Arnold, der früh erkennt, dass er sich nicht wie sein Vater in das Hamsterrad des täglichen Lebens unterordnen will und so macht er sich auf die Wanderschaft und bleibt nie länger als 100 Tage vor Ort. Ein Casinobesuch mit seinen Arbeitskollegen nach getaner Arbeit, beschert ihm Glück und großen Reichtum.
Arnold reist nach Hause und baut vor der Kulisse des Schweizer Dorfes Ramsen nördlich des Rheins, einen Gasthof den er „Eintracht“ nennen möchte doch die Witzbolde des Dorfes kommen ihm zuvor und witzeln bereits über den Gasthof Moskau. Arnold weiß, dass er nicht dagegen ankommt und nennt ihn „Gasthof zur Moskau“.
Jetzt fehlt Arnold zu seinem Glück nur noch die passende Frau. Pläne schmiegte er ja bereits beim Bau des Hauses aber erzwingen will er nichts sondern alles dem Zufall überlassen und dann kommt eines Tages wie aus dem Nichts, Betty auf ihrem gewaltigen fuchsroten Kaltbluthengst angetrabt. Arnold versteht sich sofort mit der selbstbewussten Betty und gründet mit ihr eine große Familie.
Jahre später lebt nur noch die älteste Tochter, genannt die schräge Clara, bei ihnen. Sie ist ebenso freiheitsliebend wie ihre Mutter, bis sie eines Tages in dem böhmischen Schmuggler Hermann, den Mann findet, bei dem sie bleiben möchte. Doch Hermann zieht mit seinem Kaffee- und Zuckerschmuggel den Zorn der Uniformierten auf beiden Seiten der Grenze gegen sich auf. Es kommt zum Drama – und das Dorf erhebt sich gegen eine Großmacht.
Fazit:
Der Autor schreibt in seiner gewohnt unaufgeregten, eleganten Sprache. Mit seinem Erzählstil erschafft er lebendige Bilder und eine Atmosphäre, bei der ich sofort eine Sogwirkung spürte. Neben den vielen sympathischen Charaktere hat mir auch der Blick auf ein interessantes Stück Zeitgeschichte, sehr gut gefallen. Mit „Querfeldein“ hatte ich ein wunderbares Lesevergnügen.
Von mir 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung!
bookloving
5/5
19.10.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Faszinierender Roman über ein ungewöhnliches Kapitel der Zeitgeschichte
Mit seinem neuen vielschichtigen Roman „Querfeldein“ legt Alex Capus erneut eine warmherzige, spannende und eigenwillige Geschichte über Liebe, Mut und die Macht politischer Umstände vor. Sehr gelungen verbindet er darin historische Begebenheiten mit fiktionalen Elementen zu einer unterhaltsamen, bisweilen skurrilen Geschichte über eine Familie, deren Lebenswege untrennbar mit dem Grenzgeschehen und den politischen Verwicklungen in jenen Zeiten verbunden sind.
Die Handlung setzt um 1900 in Ramsen ein, einem kleinen Dorf an der deutsch-schweizerischen Grenze. Mit seinem ruhigen und einfühlsamen Erzählstil führt Capus uns schon bald in die besondere Welt rund um den jungen Arnold ein, der nach unsteten Wanderjahren in sein Heimatdorf zurückkehrt und dort den Gasthof mit dem ungewöhnlichen Namen „Zur Moskau“ eröffnet. Nach und nach lernen wir in verschiedenen Episoden nicht nur seine geheimnisvolle und energiegeladene Ehefrau Betty sowie die rasch wachsende Familie mit ihren acht Kindern kennen, sondern auch das bunt gemischte Völkchen aus Dorfbewohnern, Handwerkern, Händlern, Reisenden und Schmugglern, das im Gasthof zusammenkommt.
Im weiteren Verlauf rückt vor allem die älteste Tochter Clara in den Mittelpunkt. Sie ist eigenwillig, unkonventionell und fest entschlossen, ihren eigenen Weg zu gehen, auch wenn sie damit immer wieder aus den gesellschaftlichen Erwartungen ihrer Zeit herausfällt. Als sie sich 1933, zu Beginn des NS-Regimes, in den wagemutigen Schmuggler Hermann Weber verliebt, gewinnt die Handlung zunehmend an Dynamik und Dramatik. Hermann setzt den riskanten Schmuggel von Lebensmitteln und kommunistischen Zeitungen trotz der wachsamen Uniformierten auf beiden Seiten der Grenze fort. Was zunächst wie eine lokale Banalität aus dem Grenzgebiet erscheint, entwickelt sich allmählich zu einem Geschehen mit weitreichenden politischen und diplomatischen Folgen bis in höchste Ebenen.
Capus versteht es hervorragend, das dörfliche Alltagsleben mit seinen amüsanten Episoden, kleinen Reibereien und tragischen Geschehnissen einzufangen. Aus scheinbar beiläufigen Begegnungen und Anekdoten entsteht ein lebendiges Panorama einer dörflichen Gemeinschaft, die eng miteinander verbunden sind aber einander doch nicht immer verstehen. Die Figuren sind facettenreich und mit großer Liebe zum Detail gezeichnet und wirken trotz ihrer teils skurrilen Eigenheiten überwiegend nahbar und lebendig. Ob nun der Wirt Arnold, seine unkonventionelle Ehefrau Betty, die eigenwillige Clara oder der unerschrockene Hermann – sie alle verfügen über ausgeprägte Charakterzüge, individuelle Wünsche und persönliche Schwächen, die ihre Handlungen bestimmen und zur Lebendigkeit der Geschichte beitragen.
Manche ihrer Verhaltensweisen liegen allerdings an der Grenze zum Überzeichneten und erscheinen weniger psychologisch plausibel als vielmehr märchenhaft zugespitzt.
Besonders überzeugend ist die Einbindung der historischen Ereignisse rund um das Grenzgebiet von Ramsen und die historisch verbürgte Figur Hermann Weber. Capus hat die damaligen Vorgänge sorgfältig recherchiert und sie glaubwürdig in die fiktive Familiengeschichte eingefügt. Dadurch vermittelt der Roman einen aufschlussreichen Einblick in ein ungewöhnliches und vergleichsweise wenig bekanntes Kapitel der Zeitgeschichte. Originalgetreu wiedergegebene Briefwechsel und historische Dokumente verstärken den Eindruck von Authentizität und verleihen den politischen Verwicklungen zusätzliche Eindringlichkeit.
Zugleich bewahrt sich Capus einen humorvollen, manchmal beinahe verschmitzten Blick auf seine Figuren und ihre Lebensumstände. Selbst dramatische oder tragische Episoden erzählt er mit leichter Hand und einem feinen Augenzwinkern. Nicht jede Entwicklung und Zuspitzung wirkt vollkommen glaubwürdig, und auch einzelne sprachliche Wendungen erinnern eher an die Gegenwart als an das frühe 20. Jahrhundert. Solche Anachronismen können den Eindruck eines realistischen historischen Roman zwar stören, fügen sich bei Capus jedoch in eine bewusst moderne Erzählform ein, in der sich historische Wahrheit und erzählerische Freiheit auf geniale Weise miteinander verbinden.
So macht gerade diese Mischung aus historischer Recherche, Familienroman, Dorfchronik und märchenhaftem Erzählen macht den besonderen Reiz des Romans aus.
Capus schreibt beschwingt, sprachgewandt und mit ausgeprägtem Sinn für Wortwitz. Er richtet sein Augenmerk weniger auf große politische Akteure als auf die Menschen, die von politischen Veränderungen betroffen sind und zeigt auf, wie sie diesen mit Mut, List, Anpassungsfähigkeit oder Hartnäckigkeit begegnen.
FAZIT
Ein atmosphärischer und unterhaltsamer Roman, der ein ungewöhnliches Stück Zeitgeschichte mit einer skurrilen Familiengeschichte verbindet. Trotz einzelner Überzeichnungen, Anachronismen und nicht immer vollständig glaubwürdiger Entwicklungen überzeugt Alex Capus durch lebendige Figuren, sprachliche Finesse und sorgfältig recherchierte historische Hintergründe.
Bewertung
aus Beverstedt
5/5
14.10.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Spannende Charaktere
Wer schon einmal ein Buch von Alex Capus gelesen hat, der weiß, wie bemerkenswert dieser Mann schreiben kann. Vor einigen Jahren los ich "Leon und Louise" und war so angetan, dass mich sehr für sein neues Werkk interessiert habe. Queerfeldein ist eine Familiengeschichte, die zeigt, wie verschiedene Menschen sein können und wie schwer es für Menschen einer Familie sein kann, sich gegenseitig zu akzeptieren, einander zu verzeihen und sich zu tolerieren. So ist es auch in dieser Geschichte, in deren räumlichen Mittelpunkt ein Gasthof steht, den der angehende Familienvater gründet. Sein Liebe findet er in einer Pferdenärrin, die eine ähnliche Freihheitsliebe in sich trägt, wie auch die erstgeborene Tochter. Erst als ein junger Mann den Hof betritt, bindet sich die junge Frau an diesen Mann, der eine aufreibende Geschichte mit sich trägt.
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.