Die Anderen
Eine Geschichte über das, was uns alle verbindet - Das relevanteste Bilderbuch unserer Zeit von DEIN SPIEGEL-Bestsellerautor Kobi Yamada für Kinder und Erwachsene
Das neue Bilderbuch von Kobi Yamada: Für alle, die mit Neugier und offenem Herzen durchs Leben gehen!
Zwei Kinder stehen an einer hohen Hecke und sprechen über die Menschen auf der anderen Seite. »Sie sind anders«, behauptet das eine Kind.Das andere fragt: »Wie meinst du das?«Der internationale Bestsellerautor Kobi Yamada lädt mit feinem Humor Kinder und Erwachsene dazu ein, die Welt aus der Perspektive ihres Gegenübers zu betrachten – und zu entdecken, dass wir alle die Kraft haben, die Welt zu einem freundlicheren und besseren Ort zu machen.
Ausstattung: 4-fbg illustriert
Kundinnen und Kunden meinen
4.7/5.0
Bewertung
5/5
29.10.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Noch die Kurve gekriegt
"Die Anderen" von Kobi Yamada und Charles Santoso ist ein wunderschöner, großformatiger Bildband, der Kinder und Erwachsene zum Nachdenken anregt. Kindern muss man hier allerdings zur Seite stehen, da die Message des Buches auch am Ende nicht ganz so explizit zu lesen ist. Tatsächlich hat das Buch m.E. sogar einige Schwächen, doch trägt es so viele gute Ideen und Denkanstöße in sich und ist auch so toll illustriert, dass ich dennoch 5 - vielleicht 4,5 - Sterne gebe.
Zwei Jungen stehen vor einer Hecke und wissen nur, auf der anderen Seite sind eben die Anderen. Sind diese ganz anders? Nein, man kann sie so zwar nicht sehen, doch die Anderen haben weder lange Tentakel noch buschige Schwänze. Sie denken und fühlen wohl auch ähnlich wie die beiden Jungen. Die Jungen sind hier, die anderen sind drüben. Doch wenn man über die Hecke steigt, dann hat man immer noch das Gefühl, man ist hier...
Was man nicht kennt, kann man nicht einschätzen. Solange man die Anderen nicht gesehen oder an ihrem Leben teilgenommen hat, kann man nur mutmaßen, dass sie doch ganz ähnlich sind. Erst, wenn man den Schritt macht auf die Seite der Anderen, weiß man, was dort ist.
Manches an diesem Bildband ist etwas gleichförmig. So verändern sich die Illustrationen der Jungen auf der linken Buchseite kaum, aber das finde ich in Ordnung. Viele Seiten lang stellen sie sich aber die Anderen vor, mit Schuppen und Federn, mit Schwänzen, mit Tentakeln. Fünf Doppelseiten lang wartet man hier schon, dass noch etwas passiert. Doch dann hat das Bilderbuch noch die Kurve gekriegt. Der Mittelteil mit den folgenden sechs Doppelseiten ist wirklich sehr gut, denn nun vermuten die Jungen, dass die Anderen ihnen selbst doch sehr ähnlich sind, mit Familien, mit Angst, mit Gefühlen.
Und man muss wohl selbst auch mal auf die andere Seite steigen, um das Leben der Anderen kennenzulernen. Der eine Junge macht das und setzt sich sogar an den Tisch einer anderen Familie. Doch hier hat das Buch m.E. sein Potential verspielt, denn nun geht es seitenlang nur darum wer von beiden hier oder drüben ist. Das kann man im übertragenen Sinne natürlich deuten, doch in einem Kinderbuch hätte ich mir gewünscht, dass der Junge nun die Anderen wirklich kennenlernt und feststellt, dass es "die Anderen" so gar nicht gibt. So wird dies wohl auch gemeint sein, aber die "drüben-hier"-Seiten hätte ich ganz anders gestaltet. So wurde ich an dieser Stelle auch etwas enttäuscht. Auch diese Seiten nehmen einigen Platz ein und sind eher gleichförmig.
Wenn man dieses Buch mit Kindern liest und erklärt oder die richtigen Fragen stellt, finde ich es aber sehr wertvoll und eines der besten Kinderbücher, weil es das Problem des Andersseins aufgreift und global erklärt. Am Ende leben wir alle auf einem Planeten und es verbindet uns mehr als uns trennt.
Interessant finde ich auch, dass das Buch mit einem richtigen Faden gebunden ist. Dies sieht man auf der letzten Seite. So haben wir unsere selbst geschriebenen Kinderbücher auch gebunden!
Jessica
5/5
20.10.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Was hinter der Hecke wartet
1) Kurze Inhaltsbeschreibung
Zwei Kinder stehen an einer hohen Hecke und sprechen über die Menschen auf der anderen Seite. „Sie sind anders“, behauptet das eine Kind. Das andere fragt: „Wie meinst du das?“
Aus dieser einfachen Frage entwickelt sich ein Gespräch, in dem die beiden immer wildere Vermutungen anstellen. Sind die Anderen Monster? Können sie fliegen, haben sie Tentakel, sind es vielleicht Maschinen? Haben sie überhaupt Köpfe, Herzen, Gefühle? Nach und nach geraten die Gewissheiten ins Wanken, und schließlich fasst einer der beiden den Mut, selbst nachzusehen.
2) Cover und Gestaltung
Das Cover ist fast ganz in Weiß und Grün gehalten. Eine riesige Hecke zieht sich schräg über das Bild. Ganz klein stehen davor zwei Jungen. Einer, der lächelnd zur Seite schaut, der andere, der zur Hecke hinaufblickt. Der Titel „Die Anderen“ schwebt in verschwommenen, schillernden Buchstaben hinter der Hecke, als gehöre er selbst zur anderen Seite.
Diese Idee finde ich großartig. Schon das Cover zeigt, dass wir die Anderen nur unscharf sehen, solange etwas zwischen uns steht.
3) Illustrationen
Die Hecke wandert im Verlauf des Buches. Erst verläuft sie schräg über die Seite, später sitzt sie im Falz und trennt die beiden Buchseiten. Die vorgestellten Anderen erscheinen als kleine Figuren, etwa als rot-orange Monster oder grüne, fledermausartige Wesen.
4) Thema und Umsetzung der Geschichte
Es geht um Vorurteile, Ausgrenzung und die Angst vor dem Unbekannten. Klug finde ich, wie das Buch zeigt, dass Rassismus aus Gerüchten entsteht. Erst wer sich selbst befragt, erkennt die eigenen Vorurteile.
Besonders gelungen finde ich, dass das Buch nicht erklärt, sondern fragt. Die beiden Kinder denken laut nach, und die Leserinnen und Leser denken mit. Die Fragen werden dabei immer menschlicher. Fühlen die Anderen sich manchmal einsam? Lieben sie ihre Familien? Haben sie Geburtstag?
Das Ende ist vielleicht vorhersehbar, aber trotzdem berührend. Kinder dürfen die Antwort selbst finden, bevor sie sie sehen.
5) Sprache und Schreibstil
Der Text ist sparsam und besteht fast nur aus dem Dialog der beiden Kinder. Durch die Dialogform eignet sich das Buch auch gut zum Vorlesen mit verteilten Rollen.
6) Figuren
Die beiden Jungen stehen für zwei Haltungen. Der eine ist sich sicher, dass die Anderen anders sind. Der andere fragt nach und bleibt neugierig. Beide sind keine Bösewichte, sondern Kinder, die sich etwas zusammenreimen. Gerade dadurch können sich Kinder in beiden wiederfinden.
7) Vorleseerfahrung und Reaktion des Kindes
Ich habe das Buch mit meinem 6-jährigen Kind gelesen. Es hat fleißig mitgeraten und die Fragen auf seine Weise beantwortet, einerseits anhand der Bilder und andererseits anhand seiner eigenen Erfahrungen. Dabei hat es auch an seinen dänischen Kindergarten gedacht.
8) Fazit und Empfehlung
„Die Anderen“ ist ein stilles, kluges Bilderbuch über Vorurteile, das ohne erhobenen Zeigefinger auskommt. Die Hecke als Bild für das, was uns trennt, ist einfach und stark, die feinen Illustrationen laden zum genauen Hinschauen ein.
Die Altersangabe ab 4 Jahren passt für die fantasievollen Vermutungen. Die eigentliche Tiefe des Buches erschließt sich nach meiner Einschätzung eher ab 5 bis 6 Jahren und reicht bis weit ins Grundschulalter.
Ich empfehle es für Kita, Grundschule, Familie und ganz besonders für philosophische Gespräche mit Kindern.
Bewertung
aus Bamberg
5/5
13.10.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
»Es sind eben die Anderen. Die von da drüben. Sie sind nicht von hier.«
»Es sind eben die Anderen. Die von da drüben. Sie sind nicht von hier.«
Zwei Jungen im Gespräch miteinander. Sie befinden sich in einem Garten, während sich einer von ihnen fragt, was „sie“ denken und der andere Junge seine Frage, die laut gedacht wurde, nicht versteht. Es geht um „die Anderen“, hinter der Hecke. Der andere Junge wirkt noch ratloser und versteht es immer noch nicht. Was soll an ihnen so anders sein? Er wirkt interessiert und stellt viele Fragen, z.B. ob sie aufgrund ihrer Andersartigkeit Schuppen und Federn haben, vielleicht sogar Tentakel oder Maschinen sind. Der andere Junge verneint vehement.
Anschließend kommt er auf menschliche Bedürfnisse zu sprechen und fragt, ob „die Anderen“ auch traurig wären, fühlen können und ein Herz sowie ein Gehirn besitzen. Alle Fragen werden bejaht.
„Aber wer sind sie dann?“ fragt der Junge und will sich selbst ein eigenes Bild von „den Anderen“ machen. Er klettert über die Hecke. Er sieht, dass die Bezeichnung „die Anderen“ immer abhängig davon ist, auf welcher Seite man sich selbst befindet und von Vorurteilen geprägt ist. Er dagegen befürwortet den Weg des Miteinanders, bei dem man sich kennenlernt, damit es eben keine „Anderen“ gibt. Schließlich sind wir alle gemeinsam hier auf der Welt.
Was für ein wichtiges Thema das der internationale Bestsellerautor Kobi Yamada hier aufgegriffen hat, wird Kindern vermutlich nicht so eindeutig wie uns Erwachsenen. Doch ist es nie früh genug, solche Bezeichnungen, geprägt von Vorurteilen, abzubauen und auch mal die Perspektive „der Anderen“ einzunehmen. Dadurch kann man realisieren, dass ein Miteinander viel mehr bewirken kann als ein Gegeneinander oder das Reden übereinander.
Passend dazu hat Charles Santoso wunderschöne Illustrationen geliefert. Obwohl sich die Handlung relativ in Grenzen hält, ist das Gespräch der beiden Jungen inhaltlich von bedeutender Relevanz.
Ein Buch, das zum Reflektieren des eigenen anregt, schließlich werten wir oft, indem wir manche Menschen als „anders“ bezeichnen, ohne diese überhaupt zu kennen. Und reden sodann über sie statt mit ihnen.
„Die Anderen“ ist, wie es der Untertitel prägnant beschreibt „Eine Geschichte über das, was uns alle verbindet“ und somit ein Buch für jede Altersgruppe sowie ein Plädoyer für mehr Miteinander.
»Ich frage mich, ob es wirklich ein Drüben gibt. Und vielleicht gibt es die Anderen ja auch nicht. Vielleicht sind das einfach wir.«
ninzi-jh
aus Bayern
5/5
02.10.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Was uns verbindet, ist viel größer als alles, was uns trennt
Die Tatsache, dass Bilderbücher in unserer Kultur eher als Kinderbücher angesehen werden, ist allgemein bekannt. Und auch bei diesem Buch ist es meiner Meinung nach wieder so, dass es Erwachsenen viel mehr geben kann als Kindern.
Man kann Kindern mithilfe des Buchs vielleicht den Grundgedanken erklären, dass die Menschen im Grunde überall gleich sind - sie haben die gleichen Gefühle und Probleme, kämpfen mit denselben Sorgen und Ängsten und freuen sich über die gleichen Dinge. Dass es deshalb unsinnig ist, aufgrund von willkürlich gezogenen Grenzen negativ über bestimmte Nationalitäten oder ethnische Gruppen oder auch nur das Nachbardorf zu denken, können Kinder vielleicht aus dieser Geschichte lernen. Allerdings haben Kinder meiner Erfahrung nach damit sowieso viel weniger Probleme als Erwachsene. Deshalb sehe ich das Buch tatsächlich eher als Buch für jedermann.
Die Zeichnungen sind sehr schön, aber für Kinder vielleicht auch ein bissl zu nüchtern. Am Anfang des Buchs gibt es ein paar lustigere Zeichnungen, danach wird es eher ziemlich klassisch. Nichtsdestotrotz finde ich, dass es ein hervorragendes Buch ist.
Es hat mich beim Lesen sehr berührt. Die Menschheit, das sind wir alle, und wir alle leben gemeinsam genau hier - auf unserer Erde. Wir haben nur diese eine. Und alles, was wir gegeneinander unternehmen, ist einfach nur völlig unsinnig. Es ist eine Verschwendung von Kraft, Zeit und Ressourcen. Wir müssen miteinander unsere gemeinsamen Probleme lösen. Das kommt in dem Buch wirklich schön raus.
Ein Plädoyer für mehr Menschlichkeit und ein Aufruf gegen Vorurteile.
LED
Thalia Book Circle Community
5/5
08.09.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein Bilderbuch mit großer Botschaft
Kobi Yamadas Geschichte „Die Anderen“ wird von den wunderschönen Illustrationen von Charles Santoso begleitet.
In diesem tiefgründigen Bilderbuch geht es um zwei Kinder, die vor einem Zaun stehen und sich fragen, wer wohl die „Anderen“ dahinter sein könnten, wie sie aussehen und was sie fühlen. Während eines der Kinder von Vorurteilen geprägt ist und eher schlecht über die Menschen auf der anderen Seite spricht, stellt das andere Kind gezielt Fragen, die zum Nachdenken anregen.
Als schließlich eines der Kinder auf die andere Seite des Zauns geht, verändert sich seine Perspektive. Plötzlich befindet es sich selbst „hier“, doch wo sind nun eigentlich die „Anderen“? Je mehr die Kinder darüber nachdenken, desto unsicherer werden sie, ob es überhaupt ein „Drüben“ und ein „Hier“ gibt.
Auf subtile und zugleich eindringliche Weise behandelt das Buch die Themen Ausgrenzung und Vorurteile. Es regt dazu an, unsere eigenen Vorstellungen zu hinterfragen. Sind unsere Vorurteile tatsächlich begründet? Oder entstehen sie vielleicht einfach daraus, dass wir etwas oder jemanden nicht kennen? Und haben wir deshalb manchmal Angst vor dem Neuen und Unbekannten?
Ein besonderes Highlight sind die wunderschönen Illustrationen, die die Geschichte auf ihre ganz eigene Weise erzählen und ihre Botschaft wunderbar unterstützen.
Wer gerne Bilderbücher mit Diskussions- und Gesprächspotenzial vorliest, liegt mit diesem Buch genau richtig. Es regt zum Nachdenken und gemeinsamen Reflektieren an, ohne dabei belehrend zu wirken.
Absolut empfehlenswert!
Mir haben an diesem philosophischen Bilderbuch besonders die Botschaft und die Illustrationen gefallen. Für meinen vierjährigen Sohn war das Leseerlebnis allerdings nicht ganz so interessant, ich musste nach einiger Zeit den Text abkürzen und Sätze weglassen. Ich würde das Buch daher für etwas ältere Kinder, etwa ab 6 Jahren, empfehlen.
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.