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Heimat Roman

208

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

16481

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

15.09.2026

Verlag

Hanser Taschenbuch

Seitenzahl

176

Maße (L/B/H)

18,5/11,3/1,5 cm

Gewicht

162 g

Farbe

Mokka / Altrosa

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-446-28938-3

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

16481

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

15.09.2026

Verlag

Hanser Taschenbuch

Seitenzahl

176

Maße (L/B/H)

18,5/11,3/1,5 cm

Gewicht

162 g

Farbe

Mokka / Altrosa

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-446-28938-3

Herstelleradresse

Carl Hanser Verlag
Vilshofener Straße 10
81679 München
DE

Email: info@hanser.de

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  • Bewertung

    5/5

    19.11.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Erschreckend

    Jana und ihr Mann und die zwei kleinen Kinder ziehen von der Stadt auf das Land und verwirklichen sich ihren Traum vom eigenen Haus. Der Preis dafür ist hoch. Janas Mann muss täglich weit pendeln und Jana arbeitet nicht mehr und fühlt sich am neuen Wohnort in der Neubausiedlung fremd und einsam. Als sie Karolin kennenlernt, möchte Jana unbedingt ihre Freundin werden. Sie stalkt schon fast obsessiv Karolins Insta Account und wird schließlich in die Clique um Karolin aufgenommen. Karolin lebt konservativ. Sie ist Hausfrau und Mutter von fünf Kindern, ihr Mann der Ernährer und Familienoberhaupt. Perfekte Inszenierung auf Social Media inklusive. Unter dem Begriff Tradwife habe ich bislang nur die US-Frauen subsumiert, die ultrakonservativ und für mich rückwärtsgerichtet in einer völlig anderen Welt leben. Nein, die Welt ist ja identisch, das Weltbild aber nicht. Das Buch spielt in einer nahen Zukunft, alles sehr realistisch gezeichnet und Karolin wirkte auf mich gar nicht so wie mein Bild eines typischen Tradwifes. Sie ist eine Macherin. Allerdings ändert sich das im Verlauf des Buches bzw. ich habe eine erweiterte Definition erweitert. Ich fand das Lesen sehr gruselig. Die düstere Zukunftsversion und das Erkennen, wie schnell man unter gewissen Parametern doch anfällig wird für rechtes Gedankengut oder es zumindest verharmlost, das zeigt das Buch sehr gut auf. Insgesamt sowohl spannend als auch sehr nachdenklich machend. Gerade auch, weil es Janas eigenständiger Weg ist, sie nicht von ihrem Mann dahin getrieben wird, ganz im Gegenteil, dieser distanziert sich eindeutig. Ich habe zusätzlich zum Buch auch das Hörspiel gehört und dies konnte mich nicht ganz so begeistern wie das Buch. Es ist ungekürzt, aber die Sprecherin fand ich etwas anstrengend. Trotzdem auch hier noch fünf Sterne, weil der Inhalt so gut ist und die Sprecherin auch nicht schlecht ist, das sind nur Abzüge in der B-Note.

  • Bewertung

    5/5

    19.11.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Roman über das Tradwife-Phänomen

    Jana zieht mit ihrem Ehemann Noah und ihren beiden Kindern aufs Land. Sie ist erneut schwanger und kündigt, ohne das mit Noah besprochen zu haben, frühzeitig ihren Job. Nun ist sie tagsüber allein im Dorf, betreut die Kinder nach der Kita und sehnt sich nach Anschluss und Zugehörigkeit im Dorf. Als sie die schöne Karolin kennenlernt, ist sie völlig fasziniert. Karolin hat fünf Kinder, ihr Mann Clemens ist der Alleinverdiener, sodass sich Karolin in vollster Zuneigung um die Erziehung ihrer Kinder, die Heimeligkeit und das Kochen kümmern kann. Ihren idyllischen Alltag dokumentiert sie auf Social Media, was Jana gebannt verfolgt und beneidet, wie leicht Karolin alles von der Hand zu gehen scheint. Durch ihre Freund*innenschaft bekommt Jana immer mehr Einblicke in Karolins Leben, wird zu Mütter-Treffen eingeladen und findet nun endlich Anschluss. Dass sich Janas Mindset und ihre Einstellungen sehr von denen Karolins unterschieden haben und sie sich immer mehr Karolins Überzeugungen annimmt, nimmt sie selbst kaum wahr. Hannah Lühmann beschreibt die Darstellung des Tradwife-Lebens sehr anschaulich und lässt die Leser*innen durch die Figur Jana nachfühlen, wie verführerisch, verlockend und simpel es erscheint. Die rechten Ideologien wirken eher subtil und unausgesprochen als explizit kommuniziert. Ich finde "Heimat" einen sehr gelungenen Roman, der die Differenzen, die Sehnsucht nach Zugehörigkeit, den Rückzug aufs Land und die Versorgungsfrage sehr anschaulich darstellt. Das Buch ist recht dünn und ließ sich für mich daher sehr schnell lesen.

  • Andy

    aus Frankfurt am Main

    5/5

    18.11.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine gelungene Warnung

    Zufällig ist mir in der Bibliothek Hannah Lühmanns Rman „Heimat“ in die Hände gefallen und ich habe diese ca. 170 Seiten lange Werk als Zwischendurch-Lektüre entliehen. Man muss diesem Roman voranstellen: er ist politisch. Er ist eine klare Warnung vor der Unterwanderung unserer Gesellschaft durch rechtsradikale Kräfte und die AfD. Diese Warnung ist gelungen. Der Roman geht extrem sanft vor. Er spielt mit dem Einfluss tradierter Rollenbilder, Wissenschaftsfeindlichkeit, dem Rückzug der Gesellschaft aus Land, Preppertum und vielen anderen. Zudem zeigt er auf, welche Effekte Social Media in diesem Zusammenhang hat und wie die einzelnen Effekte zusammenfließen. Gerade der Einsamkeit und der Suche nach sozialem Anschluss kommt hierbei eine Katalysator-Rolle zu. Ich habe in anderen Rezensionen gelesen, dass das Zusammenspiel der einzelnen Einflussfaktoren zu klischeebehaftet ist. Es kommt meiner Meinung nach nicht darauf an, ob es „Jana“ in der Realität geben könnte. Ich fühle mich in vielen einzelnen Details allerdings überaus ertappt. Dies ist kein Wohlfühlroman. Das mulmige Bauchgefühl hat mich von vorne bis hinten begleitet. Lest das und lasst euch die Lektüre eine Warnung sein.

  • Andy

    aus Frankfurt am Main

    5/5

    18.11.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine gelungene Warnung…

    Eine gelungene Warnung Zufällig ist mir in der Bibliothek Hannah Lühmanns Rman „Heimat“ in die Hände gefallen und ich habe diese ca. 170 Seiten lange Werk als Zwischendurch-Lektüre entliehen. Man muss diesem Roman voranstellen: er ist politisch. Er ist eine klare Warnung vor der Unterwanderung unserer Gesellschaft durch rechtsradikale Kräfte und die AfD. Diese Warnung ist gelungen. Der Roman geht extrem sanft vor. Er spielt mit dem Einfluss tradierter Rollenbilder, Wissenschaftsfeindlichkeit, dem Rückzug der Gesellschaft aus Land, Preppertum und vielen anderen. Zudem zeigt er auf, welche Effekte Social Media in diesem Zusammenhang hat und wie die einzelnen Effekte zusammenfließen. Gerade der Einsamkeit und der Suche nach sozialem Anschluss kommt hierbei eine Katalysator-Rolle zu. Ich habe in anderen Rezensionen gelesen, dass das Zusammenspiel der einzelnen Einflussfaktoren zu klischeebehaftet ist. Es kommt meiner Meinung nach nicht darauf an, ob es „Jana“ in der Realität geben könnte. Ich fühle mich in vielen einzelnen Details allerdings überaus ertappt. Dies ist kein Wohlfühlroman. Das mulmige Bauchgefühl hat mich von vorne bis hinten begleitet. Lest das und lasst euch die Lektüre eine Warnung sein.

  • Niko

    aus Austria

    5/5

    03.11.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    "Heimat"

    Der Roman "Heimat" von Hannah Lühmann erzählt die Geschichte von Jana und ihrer Familie, die auf Land ziehen und an einer idyllisches Leben hier träumen. Zum dritten Mal schwanger, kündigt Jana ihr Job in der Stadt und lebt nun nur im Vorstadt, wo sie neue Freundinnen findet. Sie merkt nicht wie, langsam aber sicher, ihre Ideen von den neuen Freundinnen beeinflusst werden. Die Atmosphäre ist am Anfang idyllisch und im Laufe des Buches wird alles bedrückender. Der Schreibstill ist flüssig und die Geschichte war die ganze Zeit spannend. Die Atmosphäre habe ich ständig zweideutig gefunden, man glaubt man hat Freunden gefunden, man rückt aber sehr leicht in Extremen. Diese Veränderung spürt Jana nicht an sich selber, obwohl sie ist die, die sich verändert hat, sondern sie spürt nur die Entfremdung von Noah, ihr Mann, der im Laufe des Bucher sich gar nicht verändert hat. Das Buch ist ein gutes Spiegelbild der heutiger Gesellschaft. Wenn man naiv genug ist und die Sachen nicht gut genug hinterfragt, rücks man in Extreme schneller als man glauben kann. Für mich war "Heimat" von Hannah Lühmann ein tolles Buch, das ich gerne weiterempfehlen kann.

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  • Zum Bewerterprofil von Claudia

    Claudia

    Thalia Wien – Mariahilfer Straße

    Buchhändler*in

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    4/5

    19.08.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Unheimlich, beunruhigend, wichtig!

    Hannah Lühmanns neuer Roman "Heimat" beschäftigt sich mit dem Phänomen der "Tradwives", keineswegs neu, doch durch soziale Medien momentan groß gemacht. Der Begriff "Tradwife" bezeichnet eine Hausfrau und Mutter, die sich auf traditionelle und biblische Werte beruft, zuhause bei Kindern bleibt, das Bild der typischen Geschlechterrolle vollends auslebt und propagiert. Hier steht der Begriff der Femininität gegenüber dem Feminismus, wenngleich sich auch auf den Feminismus berufen wird, um eben diese Rolle als Frau auszuführen. Vor allem auf den sozialen Medien wird diese Rolle verherrlicht - tagtäglich selbstgemachte Gerichte, alles blitzeblank und perfekt aussehen, wenn der Ehemann nach Hause kommt. Hallo Patriarchat, tschüss Feminismus. Hand in Hand geht damit, vor allem auch heute, rechtes politisches Gedankengut. Lühmann trifft diesen Ton punktgenau in ihrem Roman. Sie erzählt die Geschichte Janas - sie ist mit ihrem dritten Kind schwanger und zieht mit Ehemann und Kindern in ein Neubaugebiet außerhalb der Stadt. Größere Wohnflächen, besseres Gemeinschaftsgefühl, Natur für die Kinder. Zu Beginn wird die Kulisse als zu steril, unnatürlich, unheimlich eigenartig empfunden. Jana findet kaum Anschluss, steht mit ihrer "zu progressiven Art" gegen die der anderen frischen Mütter; auch von ihrem Mann kann keine Hilfe zu erwarten sein; er ist in seine Arbeit vertieft - während seiner Arbeitszeit wie auch zuhause, Kinderbeschäftigung bleibt an Jana hängen, die ihren Job kündigte und von nun an ja genau dafür Zeit haben sollte. Als Jana plötzlich Karolin kennenlernt, scheint sich ihre ganze Welt auf den Kopf zu stellen. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren fünf Kindern in einem Haus am Waldrand, alles scheint einfach, wie von selbst zu funktionieren. Karolin nähert sich Jana immer mehr an, bindet sie in ihren Buchclub ein, lädt sie zu (nicht offen) politischen Events der AfD ein. Jana stellt sich zunehmend mehr die Frage - wird sie in diese neue Rolle hineingedrängt? Warum fühlt es sich plötzlich so einfach an? Und warum zerfällt ihre Ehe mehr und mehr? Ich habe "Heimat" in einem Sitz gelesen, wurde in diese gekonnt irritierend und beunruhigende Stimmung hineingezogen. Lühmann schreibt hier zwischen den Zeilen sehr viel und stellt vor allem das Phänomen der sozialen Medien in den Vordergrund. Mit all den zutiefst unheimlichen und beunruhigenden Gedanken und Aussagen der Mütter in der Siedlung entsteht ein besonders kaltes Gefühl beim Lesen. Auch Themen der häuslichen Gewalt und vor allem der Rechtsdruck spielen in dem Buch eine Rolle.

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