Produktbild: Heimat

Heimat Roman

208

16,99 €

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

16465

Erscheinungsdatum

19.08.2025

Verlag

Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG

Seitenzahl

176 (Printausgabe)

Dateigröße

1616 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783446284999

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Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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Verkaufsrang

16465

Erscheinungsdatum

19.08.2025

Verlag

Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG

Seitenzahl

176 (Printausgabe)

Dateigröße

1616 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783446284999

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  • Mandel120999

    5/5

    19.08.2025

    eBook (ePUB)

    Fesselnde und bedrohliche Milieustudie

    Jana zieht mit ihrem Ehemann Noah und den beiden Kleinkindern Louis und Ella aufs Land. Mit dem dritten Kind ist sie schwanger. Auf dem Land ist alles anders als in der Stadt Jana lernt andere Mütter kennen, allen voran Karolin, die einer seltsamen Ideologie anhängen. Sie sind "Tradwives", sie verherrlichen einen konservativen Lebensstil, bei dem die Frau sich dem Mann unterordnet und sich ausschließlich um ihre Familie und das Zuhause kümmert. Jana, die einen ganz anderen Hintergrund hat und bis vor Kurzem beruflich erfolgreich war, spürt, wie sie der Lebensstil Karolins und ihrer Freundinnen immer mehr fasziniert ... Das Buch besteht aus aneinandergereihten Szenen, in denen es um Alltägliches in Janas Leben geht. Dennoch ist der Roman sehr fesselnd und hochinteressant. Er schildert ein Milieu wohlhabender Bildungsbürger, die sich in einer Welt, die immer unsicherer wird – die Autorin schreibt immer wieder von Terrorattacken und ähnlich bedrohlichen Situationen – eine heile Welt schaffen, in der sie traditionelle Werte feiern. Die Werte sind nicht nur traditionell, die Dorfgemeinschaft ist politisch blau orientiert. Karolin und ihre Freundinnen sind Mitglieder der AFD. Während Jana mehr und mehr den Halt im Leben verliert – mit ihrem Mann Noah kriselt es, bis es zum endgültigen Bruch kommt – wird sie immer stärker in den Sog der neuen Freundinnen und ihrer Ideologie hineingezogen. Gierig nimmt sie alles auf, was diese propagieren; ihre Kinder gehen nicht mehr in die Kita, da Fremdbetreuung "schlecht" ist, sie lehnt Impfen und bestimmte Vorsichtsmaßnahmen in der Schwangerschaft ab, weil sie ihrem Körper vertraut, das Richtige zu tun. Gleichzeitig wird klar, wie verlogen die Tradwives im Grunde sind. Sie sind Ausländern gegenüber feindlich eingestellt, halten sich aber Au Pairs aus exotischen Ländern, die sich um ihre Kinder kümmern. Der Roman ist unterhaltsam, dabei aber hochaktuell und ein bisschen verstörend. Er ist wie ein Warnschuss vor einem Deutschland, indem die AFD endgültig das Sagen hat und die Bundesregierung stellt. Der Schreibstil ist atmosphärisch, mit wenigen eindringlichen Beschreibungen und Schilderungen schafft die Autorin es, subtile Empfindungen und Entwicklungen wiederzugeben. Ich muss zugeben, das Ende des Buches nicht so ganz verstanden zu haben. Für mich fühlte es sich sehr wirr und abrupt an.

  • clematis

    5/5

    19.08.2025

    eBook (ePUB)

    Neubausiedlung Jana und Noah…

    Neubausiedlung Jana und Noah ziehen mit ihren beiden kleinen Kindern in eine auf den ersten Blick idyllische Neubausiedlung hinter dem Speckgürtel. Nach der spontanen Kündigung frei vom Arbeitsdruck und in Erwartung des dritten Sprösslings ordnet Jana ihr Leben neu, freundet sich nach einiger Zeit mit anderen Müttern an. Allerdings scheint man hier anders zu denken und zu leben als Jana es bislang aus der Stadt gewohnt ist. Überaus realistisch erzählt Hannah Lühmann von Jana und sogenannten Tradwives, Frauen, welche ganz und gar in ihrer Rolle als Hausfrau und Mutter aufgehen und dieses Bild nach Möglichkeit auch noch auf diversen Social Media Kanälen veröffentlichen. Anfangs noch darüber verwundert, dass man den örtlichen Kindergarten nur bis zur Mittagszeit nützt, überlegt Jana bald, ob es nicht tatsächlich besser wäre, sich selbst mehr um den Nachwuchs zu kümmern. Ähnlich werden andere Themen aufgegriffen und hinterfragt, Kochrezepte übernommen und Handarbeitstechniken ausprobiert, bis Jana wie selbstverständlich in die Gemeinschaft der anderen Frauen aus der Neubausiedlung hineinwächst. Geschickt zeigt die Autorin dieses Buches Szenarien auf, die zum Nachdenken anregen, ohne selbst jedoch einzelne Aspekte als gut oder schlecht zu normieren. Dieses Sichtbarmachen von unterschiedlichen Lebensmodellen gelingt auf großartige Weise und geht einher mit einem spannenden Schreibstil, der mich sofort an die Seiten dieses eher schmalen Büchleins gefesselt hat. Auf wunderbare Weise entsteht aus schnödem Alltag eine lebendige Geschichte, die man sich bildlich und lebhaft vorstellen kann, genau so könnte es tatsächlich passieren. Das Ende ist erschütternd, insbesondere, wenn man noch einmal zum Anfang zurückblättert. Höchst interessante Gedankenanstöße zu verschiedenen Lebensentwürfen und mehr oder minder auffällige Beeinflussung durch die Umwelt zeichnen diesen großartigen Roman besonders aus. Leseempfehlung!

  • Mandel61118

    5/5

    19.08.2025

    eBook (ePUB)

    Fesselnde und bedrohliche…

    Fesselnde und bedrohliche Milieustudie Jana zieht mit ihrem Ehemann Noah und den beiden Kleinkindern Louis und Ella aufs Land. Mit dem dritten Kind ist sie schwanger. Auf dem Land ist alles anders als in der Stadt Jana lernt andere Mütter kennen, allen voran Karolin, die einer seltsamen Ideologie anhängen. Sie sind "Tradwives", sie verherrlichen einen konservativen Lebensstil, bei dem die Frau sich dem Mann unterordnet und sich ausschließlich um ihre Familie und das Zuhause kümmert. Jana, die einen ganz anderen Hintergrund hat und bis vor Kurzem beruflich erfolgreich war, spürt, wie sie der Lebensstil Karolins und ihrer Freundinnen immer mehr fasziniert ... Das Buch besteht aus aneinandergereihten Szenen, in denen es um Alltägliches in Janas Leben geht. Dennoch ist der Roman sehr fesselnd und hochinteressant. Er schildert ein Milieu wohlhabender Bildungsbürger, die sich in einer Welt, die immer unsicherer wird – die Autorin schreibt immer wieder von Terrorattacken und ähnlich bedrohlichen Situationen – eine heile Welt schaffen, in der sie traditionelle Werte feiern. Die Werte sind nicht nur traditionell, die Dorfgemeinschaft ist politisch blau orientiert. Karolin und ihre Freundinnen sind Mitglieder der AFD. Während Jana mehr und mehr den Halt im Leben verliert – mit ihrem Mann Noah kriselt es, bis es zum endgültigen Bruch kommt – wird sie immer stärker in den Sog der neuen Freundinnen und ihrer Ideologie hineingezogen. Gierig nimmt sie alles auf, was diese propagieren; ihre Kinder gehen nicht mehr in die Kita, da Fremdbetreuung "schlecht" ist, sie lehnt Impfen und bestimmte Vorsichtsmaßnahmen in der Schwangerschaft ab, weil sie ihrem Körper vertraut, das Richtige zu tun. Gleichzeitig wird klar, wie verlogen die Tradwives im Grunde sind. Sie sind Ausländern gegenüber feindlich eingestellt, halten sich aber Au Pairs aus exotischen Ländern, die sich um ihre Kinder kümmern. Der Roman ist unterhaltsam, dabei aber hochaktuell und ein bisschen verstörend. Er ist wie ein Warnschuss vor einem Deutschland, indem die AFD endgültig das Sagen hat und die Bundesregierung stellt. Der Schreibstil ist atmosphärisch, mit wenigen eindringlichen Beschreibungen und Schilderungen schafft die Autorin es, subtile Empfindungen und Entwicklungen wiederzugeben. Ich muss zugeben, das Ende des Buches nicht so ganz verstanden zu haben. Für mich fühlte es sich sehr wirr und abrupt an.

  • Fee04

    4/5

    07.09.2025

    eBook (ePUB)

    Tradwife?!

    „Heimat“ von Hannah Lühmann Verlag: hanserblau / Hörbuch: Argon, gelesen von Heike Warmuth Jana, schwanger und Mutter von zwei Kleinkindern, zieht mit ihrem Ehemann Noah aufs Land. Dort lernt sie Karolin kennen: Mutter, Hausfrau und Influencerin. Mit Überzeugung postet Karolin ihr Leben als Tradwife, ganz der traditionellen Rolle verschrieben. Jana hat eigentlich andere Werte, doch sie kann sich den konservativen Aussagen und dem Einfluss von Karolin nicht entziehen. Immer mehr fasziniert sie deren Leben. Und doch gibt es kleine Einblicke, die zeigen, dass nicht alles heil ist in Karolins Welt. Die Autorin zeigt sehr eindrücklich, wie sich Janas Leben und ihre Haltung ganz subtil verändern. Ihren Job hatte sie schon gekündigt, bald endet auch die Ehe mit Noah. Schließlich findet sie sich in der Dorfgemeinschaft der Frauen wieder, getragen von gegenseitiger Unterstützung mit den Kindern und einem Lebensentwurf voller alter Werte. Selbst die Nähe zur AfD schreckt Jana nicht mehr ab. Stück für Stück übernimmt sie die Ansichten von Karolin, und mit jeder Story und jedem Beitrag auf Social Media rutscht sie tiefer in den Dunstkreis der Frauen. Hannah Lühmann beschreibt ein beklemmendes und gleichzeitig sehr realistisches Szenario. Rechtsgerichtete Strömungen, tradwives und das Dorfleben greifen ineinander und zeigen, wie leicht Menschen, die schon zweifeln, beeinflusst werden können. Karolin wirkt charismatisch und selbstbewusst, sie lebt ihren konservativen Lebensstil mit einer Überzeugung, die ansteckend wirkt. Jana, die nie in diesem Rollenbild landen wollte, ertappt sich immer öfter bei dem Gedanken, Karolin zu bewundern. Der Schreibstil ist klar und ruhig, gerade das zieht mich als Leserin an. Realistisch werden Begegnungen geschildert, unterschwellige Meinungen wirken fast wie freundlich eingetrichtert. Jana und Karolin sind sehr authentisch gezeichnet. Was mir jedoch gefehlt hat, war mehr Hintergrund zu den Ehemännern Noah und Clemens. Auch das Ende hat mich nicht überzeugt: zu viele Andeutungen, zu viele offene Möglichkeiten, was mich eher unzufrieden zurückgelassen hat. Das Hörbuch habe ich parallel gehört und war begeistert von der Sprecherin Heike Warmuth. Sie transportiert die beklemmende Stimmung und die unterschwelligen Hinweise mit großer Präzision. Durch ihre klare und nuancierte Stimme gelingt es, die HörerInnen unmittelbar in Janas Situation zu versetzen. Besonders eindrücklich vermittelt sie, wie subtil Einflussnahme geschehen kann und wie man, wider der eigenen Überzeugungen, Schritt für Schritt in den Bann rechtspopulistischer Denkweisen gerät. Das macht das Hörbuch zu einer sehr gelungenen Ergänzung zum Roman. Trotzdem bleibt ein Roman, der aktuelle Themen sehr gelungen aufgreift, zum Nachdenken und Diskutieren anregt und gerade deshalb in einem Leseclub hervorragend aufgehoben ist. Das Hörbuch verstärkt die Atmosphäre zusätzlich. Für mich sind es vier Sterne.

  • Bewertung

    4/5

    26.08.2025

    eBook (ePUB)

    Ein Roman, der ebenso erschreckt wie aufrüttelt, weil er so viel von unserer Realität spiegelt.

    Es geht um zentrale Fragen unserer Zeit: Welches Rollenbild für Frauen ist heute zeitgemäß? Soll Mutterschaft mit Erwerbstätigkeit verbunden sein? Welche Rolle spielen soziale Medien, wenn sie traditionelle Familienbilder idealisieren? Und warum gelingt es rechten Strömungen so leicht, diese Konflikte für sich zu nutzen? Die Protagonistin Jana steht zwischen all diesen Konflikten und besonders die Begegnung mit Karolin, die als „Tradwife-Influencerin“ zum Vorbild stilisiert wird, zeigt deutlich, dass hinter der fragilen Fassade mehr steckt. Karolins Geschichte hätte ich mir dabei noch etwas ausführlicher gewünscht. Die Erzählweise ist fesselnd, ohne strikte Kapitelstruktur, was zum Weiterlesen einlädt. „Heimat“ ist kein Buch, das einfache Antworten liefert. Es stellt Fragen, die man nicht ignorieren kann. Empfehlen würde ich es allen, die sich für relevante, politische und gesellschaftskritische Literatur interessieren.

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    Claudia

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    4/5

    19.08.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Unheimlich, beunruhigend, wichtig!

    Hannah Lühmanns neuer Roman "Heimat" beschäftigt sich mit dem Phänomen der "Tradwives", keineswegs neu, doch durch soziale Medien momentan groß gemacht. Der Begriff "Tradwife" bezeichnet eine Hausfrau und Mutter, die sich auf traditionelle und biblische Werte beruft, zuhause bei Kindern bleibt, das Bild der typischen Geschlechterrolle vollends auslebt und propagiert. Hier steht der Begriff der Femininität gegenüber dem Feminismus, wenngleich sich auch auf den Feminismus berufen wird, um eben diese Rolle als Frau auszuführen. Vor allem auf den sozialen Medien wird diese Rolle verherrlicht - tagtäglich selbstgemachte Gerichte, alles blitzeblank und perfekt aussehen, wenn der Ehemann nach Hause kommt. Hallo Patriarchat, tschüss Feminismus. Hand in Hand geht damit, vor allem auch heute, rechtes politisches Gedankengut. Lühmann trifft diesen Ton punktgenau in ihrem Roman. Sie erzählt die Geschichte Janas - sie ist mit ihrem dritten Kind schwanger und zieht mit Ehemann und Kindern in ein Neubaugebiet außerhalb der Stadt. Größere Wohnflächen, besseres Gemeinschaftsgefühl, Natur für die Kinder. Zu Beginn wird die Kulisse als zu steril, unnatürlich, unheimlich eigenartig empfunden. Jana findet kaum Anschluss, steht mit ihrer "zu progressiven Art" gegen die der anderen frischen Mütter; auch von ihrem Mann kann keine Hilfe zu erwarten sein; er ist in seine Arbeit vertieft - während seiner Arbeitszeit wie auch zuhause, Kinderbeschäftigung bleibt an Jana hängen, die ihren Job kündigte und von nun an ja genau dafür Zeit haben sollte. Als Jana plötzlich Karolin kennenlernt, scheint sich ihre ganze Welt auf den Kopf zu stellen. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren fünf Kindern in einem Haus am Waldrand, alles scheint einfach, wie von selbst zu funktionieren. Karolin nähert sich Jana immer mehr an, bindet sie in ihren Buchclub ein, lädt sie zu (nicht offen) politischen Events der AfD ein. Jana stellt sich zunehmend mehr die Frage - wird sie in diese neue Rolle hineingedrängt? Warum fühlt es sich plötzlich so einfach an? Und warum zerfällt ihre Ehe mehr und mehr? Ich habe "Heimat" in einem Sitz gelesen, wurde in diese gekonnt irritierend und beunruhigende Stimmung hineingezogen. Lühmann schreibt hier zwischen den Zeilen sehr viel und stellt vor allem das Phänomen der sozialen Medien in den Vordergrund. Mit all den zutiefst unheimlichen und beunruhigenden Gedanken und Aussagen der Mütter in der Siedlung entsteht ein besonders kaltes Gefühl beim Lesen. Auch Themen der häuslichen Gewalt und vor allem der Rechtsdruck spielen in dem Buch eine Rolle.

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