Der neue Roman der Weltbestsellerautorin und British-Book-Award-Gewinnerin Asako Yuzuki!
Ein Roman über Besessenheit, Freundschaft und das langsame Zerfallen zweier Leben.
Eriko hat einen prestigeträchtigen Job in einer Handelsfirma und ein makelloses Leben, doch unter dieser Oberfläche verbirgt sich eine alles verzehrende Einsamkeit. Sie ist fasziniert von Shoko, einer Hausfrau, die wie eine Katze in den Tag hineinlebt und in ihrem Lifestyle-Blog "Tagebuch einer nutzlosen Ehefrau" von ihrem hausfrauenunüblichen Alltag berichtet. Als die beiden sich zufällig kennenlernen, entsteht eine besondere Verbindung, die jedoch eine toxische Wendung nimmt, als Shoko plötzlich aufhört zu bloggen und verschwindet. Sie geraten in einen Strudel der Besessenheit, der eine Spur der Verwüstung hinterlässt.
"Tokyo Girls Club" ist ein kühner Roman, fesselnd und mit psychologischem Tiefgang.
Kundinnen und Kunden meinen
3.4/5.0
hallobuch, Silke Schröder
aus Hannover
5/5
24.04.2026
Hörbuch-Download (MP3)
Das Selbst- und Fremdbild von Frauen
Braucht es im Leben einer Frau eine beste Freundin? Können Frauen überhaupt untereinander eine langjährige, gleichberechtigte freundschaftliche Beziehung führen? Oder gehört auch das nur zu ihren unterschiedlichen Rollen, die sie möglichst perfekt erfüllen sollen? Diese und weitere Fragen stellt sich die japanische Bestsellerautorin Asako Yuzuki in “Tokyo Girls Club”, in dessen Mittelpunkt sie zwei sehr unterschiedliche Frauen stellt: Die ehrgeizige Eriko mit dem Wunsch nach einer wahren Freundin und die unbekümmerte Shoko, die vermeintlich all das verkörpert, was Eriko fehlt. Der Autorin geht es dabei um Idealvorstellungen, die zur Obsession werden, aber auch um eigene Erkenntnisse. Denn beide Frauen machen eine lebensverändernde Entwicklung durch, die manchmal schmerzhaft, aber auch lehrreich ist.
Asako Yuzuki zeigt, wie Frauen (nicht nur) in der japanischen Gesellschaft einem immensen Druck ausgesetzt sind, als Schwester, Ehefrau, Mitarbeiterin oder eben auch als Freundin zu funktionieren. Und sie erzählt von der Schwierigkeit, wirklich zu kommunizieren und die Mauer der Oberflächlichkeiten und des allgegenwärtigen Narzissmus zu durchbrechen. So ist “Tokyo Girls Club” von Asako Yuzuki ein psychologisch tiefgründiges und gesellschaftskritisches Bild über das Selbst- und Fremdbild von Frauen. Bestens gelesen von Madiha Kelling Bergner.
Johanna Zimmermann
4/5
29.07.2026
Hörbuch-Download (MP3)
Wenn aus Faszination langsam Besessenheit wird ⬛
In "Tokyo Girls Club" von Asako Yuzuki lernen wir Eriko kennen, die eigentlich alles erreicht hat, was von ihr erwartet wird: einen angesehenen Job in einer Handelsfirma, gesellschaftlichen Erfolg und ein scheinbar makelloses Leben. Doch hinter dieser perfekten Fassade verbirgt sich eine tiefe Einsamkeit.
Immer stärker flüchtet sie sich in den Lifestyle-Blog von Shoko, einer Hausfrau, die in ihrem „Tagebuch einer nutzlosen Ehefrau“ über ihren ungewöhnlichen Alltag schreibt. Shoko scheint all das zu verkörpern, was Eriko sich selbst nicht erlaubt: Sie lebt ohne Ehrgeiz, ohne sichtbare Produktivität und beinahe wie eine Katze einfach in den Tag hinein. Als die beiden Frauen sich tatsächlich begegnen, entwickelt sich zwischen ihnen eine besondere Verbindung. Doch als Shoko plötzlich nicht mehr bloggt und verschwindet, nimmt Erikos Faszination zunehmend obsessive und zerstörerische Züge an.
Ich fand vor allem die psychologische Ebene unglaublich spannend. Eriko hat nach außen ein beneidenswertes Leben und wirkt gleichzeitig vollkommen verloren. Diese Diskrepanz zwischen Erfolg und innerer Leere wurde für mich sehr eindrücklich dargestellt. Das Buch zeigt, wie einsam man selbst dann sein kann, wenn das eigene Leben von außen perfekt aussieht, und wie schnell ein anderer Mensch zur Projektionsfläche für all das werden kann, was einem selbst fehlt.
Auch die Dynamik zwischen Eriko und Shoko hat mich fasziniert. Ihre Verbindung ist nicht einfach nur eine Freundschaft. Sie bewegt sich irgendwo zwischen Bewunderung, Abhängigkeit, Neid und Besessenheit. Während des Lesens wusste ich teilweise selbst nicht mehr, ob die beiden einander Halt geben oder sich gegenseitig immer weiter in den Abgrund ziehen. Genau diese Unklarheit hat für mich einen großen Reiz der Geschichte ausgemacht.
Besonders interessant fand ich auch den Gegensatz zwischen den beiden Lebensentwürfen. Eriko erfüllt scheinbar alle gesellschaftlichen Erwartungen, während Shoko sich diesen bewusst entzieht und sich selbst provokant als „nutzlose Ehefrau“ bezeichnet. Dadurch wirft der Roman viele Fragen darüber auf, welchen Wert Frauen über Arbeit, Ehe, Leistung und ihre Wirkung nach außen erhalten, und was passiert, wenn man in keiner dieser Rollen wirklich glücklich wird.
Ganz überzeugen konnte mich das Buch trotzdem nicht. Die Geschichte entwickelt sich eher langsam und lebt stark von ihren Figuren, Gedanken und unterschwelligen Spannungen. Zwischendurch hätte ich mir etwas mehr Tempo und weniger emotionale Distanz gewünscht. Gerade weil die Beziehung zwischen Eriko und Shoko so intensiv und zerstörerisch wird, hätte mich manches gern noch unmittelbarer treffen dürfen.
Außerdem bleiben einige Figuren und Motive bewusst schwer greifbar. Das passt zwar zur Atmosphäre, hat aber auch dazu geführt, dass ich nicht immer eine wirkliche emotionale Verbindung zu ihnen aufbauen konnte. Ich war fasziniert von ihnen, stand aber gleichzeitig ein Stück weit außerhalb ihrer Geschichte.
"Tokyo Girls Club" ist ein ungewöhnlicher, düsterer Roman über Einsamkeit, weibliche Freundschaft und die gefährliche Sehnsucht nach einem anderen Leben. Keine leichte Wohlfühlgeschichte, sondern ein psychologisch intensives Buch über zwei Frauen, deren Verbindung zunehmend toxisch wird und beide Leben langsam zerfallen lässt.
Für alle, die gerne über moralisch komplizierte Frauen lesen, psychologische Abgründe lieben und Geschichten mögen, bei denen man sich ständig fragt, wie gesund eine Verbindung eigentlich noch ist. ⬛
Hornita
aus Augsburg
5/5
21.03.2026
eBook (ePUB 3)
Empfehlenswerte Charakterstudie
Für mich war es das erste Buch der Autorin und es hat mich total gefesselt. Die Charaktere und ihre Entwicklung fand ich sehr gut geschildert, die Gedanken und Handlungen sind nachvollziehbar und glaubwürdig. Da die Geschichte in einer anderen Kultur spielt, fand ich es umso bemerkenswerter, dass sich alles so stimmig angefühlt hat. Nebenbei erfährt man noch einiges über die japanische Kultur, aber mit den Hauptmotiven, Freundschaft, Konkurrenz, Besessenheit, Social Media und Familie wird der Plot eindringlich und universell. Es gab durchaus auch überraschende Entwicklungen, die dennoch gut zu den Charakteren gepasst haben. Die Personenanzahl ist überschaubar, so dass ich nie den Überblick verloren habe. Die Spannung entsteht aus der psychologischen Entwicklung der Hauptcharaktere, die sehr gut getroffen wurde. Auch der Schreibstil ist sehr angenehm und das Buch hat sich gut und flüssig lesen lassen. Mich hat dieses Buch angenehm überrascht und ich empfehle es gerne weiter.
Anita
aus Bonn
4/5
02.07.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
interessant mit schwerem Einstieg
Worum geht es?
Eriko, eine arbeitsame alleinstehende Frau, ist fasziniert vom Blog der Hausfrau Shoko, die eher in den Tag hinein lebt. Eriko setzt sich in den Kopf, mit Shoko befreundet sein zu wollen und stürzt sich in diesen Plan.
Worum geht es wirklich?
Freundschaft, Ansprüche und Obsession.
Lesenswert?
Ja. Zu Beginn hatte ich Schwierigkeiten mit dem Einstieg, aber nach mehreren Anläufen bin ich dann gut in das Buch gestartet. Das Cover ist mir direkt ins Auge gefallen und auch der Klappentext klang so gut.
Die CHARAKTERE entwickeln eine verstörende Dynamik, haben düstere Gedanken und versinken teilweise völlig in ihren Plänen. Sie sind dabei oft nicht sympathisch und man hat ein ganz ungutes Gefühl bei der Beziehung der beiden Frauen.
ATMOSPHÄRISCH ist das Buch wirklich gut, man kann sich das ganze vorstellen und sich auch in die Kultur und Arbeitsweise einfinden. Dieser Aspekt hat mir allumfassend gut gefallen.
Der SCHREIBSTIL (Übersetzung Ursula Gräfe) ist prinzipiell angenehm und gut lesbar, aber gerade in der zweiten Hälfte sind mir vermehr sexistische Kommentare (Hüften wie eine Frau / Frauen könnten potentiell verkleidete Männer sein /…) und sowohl derbe als auch eklige Aussagen aufgefallen.
Den Bogen der HANDLUNG habe ich prinzipiell ebenfalls als okay empfunden, auch wenn mir manchmal der rote Faden und das große Ganze gefehlt haben. Die Handlung ist daher auch gar nicht so leicht zusammenfassbar, denn es passiert wenig und viel zugleich. Das Ende hatte ich mir anders vorgestellt.
Dies spiegelt sich auch in der SPANNUNG wieder, die wechselhaft mal ausgeprägter und mal schwächer war.
LOGISCH erschien mir dann doch wieder das meiste und recht realistisch hinsichtlich Grundvoraussetzungen.
Beim LESESPASS sind mir Höhen und Tiefen aufgefallen. Der Einstieg war wie gesagt gar nicht leicht für mich, dann fand ich es richtig gut und psychologisch spannend, zum Ende hin bei wieder weniger.
Meine Bewertung ist nach der CAWPILE-Methode aufgebaut und ergibt bei durchschnittlich 7 Bewertungspunkten gerade so 4 Sterne für dieses Buch.
Bewertung
4/5
28.03.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Abgrund
Mit Tokyo Girls Club gelingt Asako Yuzuki ein intensiver, psychologisch dichter Roman, der vor allem durch seine Perspektivstruktur überzeugt. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht zweier Frauen erzählt, wodurch man tiefe Einblicke in ihre Gedanken- und Gefühlswelt erhält. Gerade diese Nähe macht das Buch so eindringlich – und gleichzeitig auch fordernd.
Beide Protagonistinnen sind auf ihre eigene Art anstrengend, was jedoch klar Teil des Konzepts ist. Sie bewegen sich in engen, von gesellschaftlichen Erwartungen geprägten Lebensrealitäten und versuchen, darin ihren Platz zu finden. Doch die Wege, die sie wählen, führen sie eher weiter in Isolation und Abhängigkeit als zu echter Selbstbestimmung. Dadurch entsteht ein beklemmendes Bild von Rollenbildern, Einsamkeit und dem schwierigen Miteinander unter Frauen, das der Roman kritisch beleuchtet.
Sprachlich ist das Buch sehr detailliert und schafft es, die emotionalen Zustände der Figuren greifbar zu machen. Gleichzeitig ist genau das manchmal herausfordernd: Die Verzweiflung und Enge, in der sich die Figuren bewegen, können beim Lesen so intensiv werden, dass man das Buch zeitweise am liebsten beiseitelegen möchte.
Ein anspruchsvoller, interessanter Roman, der unter die Haut geht – auch wenn er nicht immer leicht auszuhalten ist.
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4/5
12.06.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Zwei Frauen die nicht unterschiedlicher sein können.
Tokyo Girls Club ist mein erstes Buch von Asako Yuzuki und ich wurde nicht enttäuscht.
Der Schreibstile war einzigartig und voller Leben, man konnte sich die Situationen Bildhaftvorstellen.
Zum Inhalt: Die Story spiet in Japan und präsentiert eine äußerst ungesunde Art von Freundschaft. Eriko, 30, aufgewachsen in einer wohlhabenden Familie und arbeitet in einer Handelsfirma. Ihr fehlt es im Prinzip an nichts außer an einer Freundin die sie dann auch verzweifelt und krankhaft in der Bloggerin Heilbutt sucht oder bessergesagt sie erzwingen möchte.
Bloggerin Heilbutt bzw. Shoko entwickelt sich genauso zu einem Komplexen Charakter im laufe der Geschichte.
Einige Szenen haben mir Gänsehaut bereitet und ich konnte nur den Kopfschütteln über Eriko ihr verhalten.
Es werden auf verschiedene Themen eingegangen sowie: Stalking, Einsamkeit, Freundschaft unter Frauen etc.
Ich kann das Buch nur weiterempfehlen
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3/5
05.07.2026
eBook (ePUB 3)
Ein schonungsloser Blick auf Einsamkeit und Rollenbilder
"Tokyo Girls Club" von Asako Yuzuki ist ein psychologisch geprägter Roman, der sich intensiv mit Einsamkeit, Freundschaft und den gesellschaftlichen Erwartungen an Frauen auseinandersetzt. Durch die wechselnden Perspektiven erhält man tiefe Einblicke in die Gedankenwelt zweier Frauen, die sich nach Nähe sehnen und doch immer wieder an sich selbst und ihrer Umwelt scheitern.
Besonders überzeugt hat mich der fein beobachtende Schreibstil, denn Asako Yuzuki zeichnet ein schonungsloses Bild einer Gesellschaft, in der Kommunikation oft an unausgesprochenen Erwartungen zerbricht und zwischenmenschliche Beziehungen von Unsicherheit und Anpassungsdruck geprägt sind. Die beiden Protagonistinnen wirken dabei bewusst widersprüchlich und nicht immer sympathisch, was sie zwar glaubwürdig, aber auch schwer zugänglich macht.
Die Atmosphäre selbst ist von einer stillen, beinahe unterschwelligen Melancholie geprägt und gerade die nüchterne Erzählweise verstärkt das Gefühl emotionaler Isolation und verleiht dem Roman eine beklemmende Intensität, die lange nachhallt. Immer wieder hatte ich zudem den Eindruck, dass bestimmte Entwicklungen oder Konflikte auf einen bedeutenden Wendepunkt zusteuern, doch stattdessen entscheidet sich die Autorin häufig für zurückhaltende, offene Entwicklungen, wodurch einige erzählerische Ansätze für mich nicht ihre volle Wirkung entfalten konnten.
Insgesamt ist "Tokyo Girls Club" ein anspruchsvoller, gesellschaftskritischer Roman mit psychologischer Tiefe und ungewöhnlichen Figuren. Auch wenn mich die Geschichte nicht vollständig überzeugen konnte, regt sie zum Nachdenken an und bleibt durch ihre besondere Atmosphäre lange im Gedächtnis.
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3/5
28.03.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Beziehungen sind gar nicht so leicht
Nach dem Erfolg von "Butter" war es nur eine Frage der Zeit, bis das neueste Werk von Asako Yuzuki in den heimischen Buchläden erscheint.
Wieder lässt einen die Autorin tief eintauchen in die Innenwelt ihrer Protagonistinnen. Und was für eine Welt das ist. Hier läuft nichts nach Schema F. Ihre Figuren als komplex zu beschreiben, wäre noch untertrieben.
Doch es ist genau diese Ambivalenz, sind diese vielen Grautöne, welche die Figuren umso faszinierender und auf eine eigene Art nahbar machen. Stereotypen sucht man hier vergebens und selbst die banalste Unterhaltung regt zum Nachdenken an.
Warum dann trotzdem nur 3 Sterne?
Weil mich die Handlung leider nicht so überzeugen konnte. Yuzuki scheint ständig auf etwas hinzuarbeiten, die Geschichte in eine Richtung entwickeln zu wollen, nur um am Ende dann alles im Sande verlaufen zu lassen.
Das ist von Zeit zu Zeit recht frustrierend, baut es doch gewisse Erwartungen auf, welche am Ende nie erfüllt werden. Auf der anderen Seite muss man sagen, dass gerade das natürlich von der Autorin gewollt sein könnte.
Meine Gefühle dem Buch gegenüber sind also so ambivalent, wie die Figuren darin. Empfehlen würde ich es trotzdem, speziell für Fans der asiatischen Literatur abseits der Alltags- und Lebensweisheiten.
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