Der neue Roman der Weltbestsellerautorin und British-Book-Award-Gewinnerin Asako Yuzuki!
Ein Roman über Besessenheit, Freundschaft und das langsame Zerfallen zweier Leben.
Eriko hat einen prestigeträchtigen Job in einer Handelsfirma und ein makelloses Leben, doch unter dieser Oberfläche verbirgt sich eine alles verzehrende Einsamkeit. Sie ist fasziniert von Shoko, einer Hausfrau, die wie eine Katze in den Tag hineinlebt und in ihrem Lifestyle-Blog »Tagebuch einer nutzlosen Ehefrau« von ihrem hausfrauenunüblichen Alltag berichtet. Als die beiden sich zufällig kennenlernen, entsteht eine besondere Verbindung, die jedoch eine toxische Wendung nimmt, als Shoko plötzlich aufhört zu bloggen und verschwindet. Sie geraten in einen Strudel der Besessenheit, der eine Spur der Verwüstung hinterlässt.
»Tokyo Girls Club« ist ein kühner Roman, fesselnd und mit psychologischem Tiefgang.
Kundinnen und Kunden meinen
3.3/5.0
Anita
aus Bonn
4/5
02.07.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
interessant mit schwerem Einstieg
Worum geht es?
Eriko, eine arbeitsame alleinstehende Frau, ist fasziniert vom Blog der Hausfrau Shoko, die eher in den Tag hinein lebt. Eriko setzt sich in den Kopf, mit Shoko befreundet sein zu wollen und stürzt sich in diesen Plan.
Worum geht es wirklich?
Freundschaft, Ansprüche und Obsession.
Lesenswert?
Ja. Zu Beginn hatte ich Schwierigkeiten mit dem Einstieg, aber nach mehreren Anläufen bin ich dann gut in das Buch gestartet. Das Cover ist mir direkt ins Auge gefallen und auch der Klappentext klang so gut.
Die CHARAKTERE entwickeln eine verstörende Dynamik, haben düstere Gedanken und versinken teilweise völlig in ihren Plänen. Sie sind dabei oft nicht sympathisch und man hat ein ganz ungutes Gefühl bei der Beziehung der beiden Frauen.
ATMOSPHÄRISCH ist das Buch wirklich gut, man kann sich das ganze vorstellen und sich auch in die Kultur und Arbeitsweise einfinden. Dieser Aspekt hat mir allumfassend gut gefallen.
Der SCHREIBSTIL (Übersetzung Ursula Gräfe) ist prinzipiell angenehm und gut lesbar, aber gerade in der zweiten Hälfte sind mir vermehr sexistische Kommentare (Hüften wie eine Frau / Frauen könnten potentiell verkleidete Männer sein /…) und sowohl derbe als auch eklige Aussagen aufgefallen.
Den Bogen der HANDLUNG habe ich prinzipiell ebenfalls als okay empfunden, auch wenn mir manchmal der rote Faden und das große Ganze gefehlt haben. Die Handlung ist daher auch gar nicht so leicht zusammenfassbar, denn es passiert wenig und viel zugleich. Das Ende hatte ich mir anders vorgestellt.
Dies spiegelt sich auch in der SPANNUNG wieder, die wechselhaft mal ausgeprägter und mal schwächer war.
LOGISCH erschien mir dann doch wieder das meiste und recht realistisch hinsichtlich Grundvoraussetzungen.
Beim LESESPASS sind mir Höhen und Tiefen aufgefallen. Der Einstieg war wie gesagt gar nicht leicht für mich, dann fand ich es richtig gut und psychologisch spannend, zum Ende hin bei wieder weniger.
Meine Bewertung ist nach der CAWPILE-Methode aufgebaut und ergibt bei durchschnittlich 7 Bewertungspunkten gerade so 4 Sterne für dieses Buch.
Bewertung
4/5
28.03.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Abgrund
Mit Tokyo Girls Club gelingt Asako Yuzuki ein intensiver, psychologisch dichter Roman, der vor allem durch seine Perspektivstruktur überzeugt. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht zweier Frauen erzählt, wodurch man tiefe Einblicke in ihre Gedanken- und Gefühlswelt erhält. Gerade diese Nähe macht das Buch so eindringlich – und gleichzeitig auch fordernd.
Beide Protagonistinnen sind auf ihre eigene Art anstrengend, was jedoch klar Teil des Konzepts ist. Sie bewegen sich in engen, von gesellschaftlichen Erwartungen geprägten Lebensrealitäten und versuchen, darin ihren Platz zu finden. Doch die Wege, die sie wählen, führen sie eher weiter in Isolation und Abhängigkeit als zu echter Selbstbestimmung. Dadurch entsteht ein beklemmendes Bild von Rollenbildern, Einsamkeit und dem schwierigen Miteinander unter Frauen, das der Roman kritisch beleuchtet.
Sprachlich ist das Buch sehr detailliert und schafft es, die emotionalen Zustände der Figuren greifbar zu machen. Gleichzeitig ist genau das manchmal herausfordernd: Die Verzweiflung und Enge, in der sich die Figuren bewegen, können beim Lesen so intensiv werden, dass man das Buch zeitweise am liebsten beiseitelegen möchte.
Ein anspruchsvoller, interessanter Roman, der unter die Haut geht – auch wenn er nicht immer leicht auszuhalten ist.
Jürg K.
4/5
14.03.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Einsamkeit ist nicht immer laut
Tokyo Girls Club hat mich vor allem durch seine stille, schleichende Intensität getroffen. Eriko, die perfekte Karrierefrau, trägt ihre Einsamkeit wie ein unsichtbares Korsett. Shoko dagegen wirkt frei, ungebunden, fast schwerelos und gerade deshalb wird sie für Eriko zu einer Art Sehnsuchtsfigur, zu einem Versprechen auf ein anderes Leben. Es entsteht eine Beziehung, die alles aus dem Gleichgewicht bringt. Erikos Faszination ist keine harmlose Bewunderung, sondern ein Hunger nach Nähe, nach Echtheit, nach einem Leben jenseits der glatten Oberflächen. Shoko ist zugleich Projektionsfläche und Rätsel. Ihr Blog wirkt wie ein Fenster in eine Welt, die Eriko nie betreten durfte. Das Verschwinden ist der Moment, in dem aus Neugier Besessenheit wird. Die Leerstelle, die Shoko hinterlässt, zieht Eriko hinein wie ein Strudel. Die Grossstadt wird nicht als Ort der Freiheit gezeigt, sondern als Labyrinth, in dem Menschen sich verlieren, weil sie niemanden haben, der sie wirklich sieht. Die toxische Dynamik zwischen den beiden Frauen entfaltet sich langsam, fast unmerklich, bis man merkt, dass sie längst ineinander verstrickt sind. Mich hat besonders bewegt, wie schonungslos der Roman zeigt, dass Einsamkeit nicht immer laut ist. Eriko und Shoko sind zwei Frauen, die auf unterschiedliche Weise versuchen, der Leere zu entkommen. Der Roman hinterlässt ein Gefühl von Beklemmung, aber auch von tiefer Menschlichkeit. Sehr zu empfehlen.
Bewertung
Thalia Book Circle Community
3/5
21.04.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Zwischen Nähe und Zerrissenheit
Der Roman von Akiko Ogiwara wird aus der Perspektive zweier Frauen erzählt und wechselt zwischen ihren Sichtweisen. Dadurch erhält man direkte Einblicke in ihr Leben, ihre Gedanken und Gefühle, die oft von Unsicherheit, Druck und innerer Zerrissenheit geprägt sind.
Auffällig ist, dass die Hauptfiguren zunächst wenig sympathisch wirken. Im Laufe der Geschichte entwickeln sie sich zwar weiter, doch ihre düsteren Gedanken und inneren Konflikte verschwinden nie ganz. Gerade das macht sie gleichzeitig realistisch, jedoch sehr schwer greifbar.
Der Roman zeichnet ein kritisches Bild der japanischen Gesellschaft. Kommunikation fällt schwer, Emotionen werden selten offen ausgesprochen, und die Arbeit steht klar im Mittelpunkt des Lebens. Freundschaften gelten zwar als wichtig, doch genau daran scheitern die Figuren immer wieder. Die einzelnen Protagonisten sehnen sich nach Nähe, sind aber kaum in der Lage, diese wirklich aufzubauen oder zu halten. Weiterhin kämpfen sie mit psychischen Problemen und ihre Persönlichkeit ist stark von Abhängigkeiten und äußeren Erwartungen geprägt. Als Leser ist man verwirrt darüber, welche Figur eigentlich die größeren Probleme hat. Insgesamt wirken alle auf ihre Weise verloren und verstörend.
Die Atmosphäre ist emotional sehr düster, trotz eines sprachlich überzeugenden und fein beobachtenden Stils. Die Melancholie und das Streben nach Perfektion um jeden Preis können beim Lesen stellenweise erdrückend wirken. Als Fan japanischer Literatur empfinde ich den Roman als ungewohnt kritisch, düster und anders als viele andere Werke aus diesem Kontext.
Insgesamt ein tiefgründiger Einblick in komplexe Charaktere und gesellschaftliche Zwänge, der jedoch durch seine düstere Stimmung und das intensive, fast verzweifelte Streben nach Freundschaft irritieren kann. ⅗ Sterne.
Bewertung
Thalia Book Circle Community
3/5
02.04.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Anspruchsvolle Charakterstudie: 3,5⭐️
Eriko hat auf den ersten Blick ein perfektes Leben: ein toller Job in einer großen Handelsfirma, gepflegtes Äußeres. Doch innerlich verzehrt sie sich vor Einsamkeit. Sie ist Single, doch mehr als einen Ehemann wünscht sie sich schon ihr ganzes Leben lang eine beste Freundin.
Eriko ist fasziniert von Shoko, einer Hausfrau, die unter dem Pseudonym „Heilbutt“ in ihrem Lifestyle-Blog „Tagebuch einer nutzlosen Ehefrau“ von ihrem für eine Hausfrau untypischen Alltag berichtet.
„Eriko war fasziniert davon, wie Heilbutt in den Tag hineinlebte, ohne etwas Bestimmtes zu tun, ohne ein Ziel zu haben oder Pläne zu schmieden. Wie eine Katze. Wann hatte sie selbst ihre Zeit zum letzten Mal so verbracht? Es musste sehr lange her sein, denn sie konnte sich an nichts dergleichen erinnern. Doch die Lektüre des Blogs half ihr, sich ein wenig von ihrer beruflichen Belastung und den allabendlichen Firmenessen zu erholen.
Eriko war stets darauf bedacht, ihre Zeit produktiv zu nutzen. Wenn sie nicht arbeitete, widmete sie sich emsig der Körperpflege, recherchierte und bildete sich weiter. Selbstverständlich sorgte sie auch für ausreichend Ruhe und Schlaf. Sie war zuversichtlich, dass alles, was sie tat, ihr zu irgendeinem Vorteil gereichte, und zweifelte nie daran, dass sie sich im Vergleich zum Vortag verbessert hatte. Allerdings verspürte sie – vielleicht seit sie dreißig geworden war? – beim geringsten Anlass einen stechenden Schmerz in der Nase. Dann bekam sie nicht ausreichend Sauerstoff und ihre Hände fühlten sich taub an, selbst wenn sie sie hektisch bewegte. In solchen Momenten versuchte sie, tief durchzuatmen. Sie sagte sich immer wieder, dass alles in Ordnung sei, und rechnete sich ihren Anteil am Wachstum und Erfolg der Firma vor. Wenn auch das nicht zu ihrer Beruhigung beitrug, bemühte sie sich, das Wohlwollen anderer durch übertrieben bescheidenes Verhalten zu erregen, bis sie ihre Fassung wiedererlangte. Doch trotz aller Bemühungen stellte sie häufig am Ende des Tages fest, dass ihr die Kontrolle entglitten war und eine Kurskorrektur sich ihr zunehmend entzog. Ob diese Unruhe etwas mit dem Alter zu tun hatte? Würde sie sich in ein paar Jahren daran gewöhnen? Wenn sie eine ähnliche Unruhe bei anderen Frauen wahrnahm, war sie unwillkürlich erleichtert und sogar erfreut.
Heilbutts Tagebuch einer nutzlosen Ehefrau war frei von derartigen Beunruhigungen. Eriko fand es besonders angenehm, dass der Ehemann die einzige andere Person war, die darin vorkam. Keine Freundinnen und niemand sonst. Heilbutt bildete damit eine große Ausnahme, denn die meisten Hausfrauen prahlten in ihren Blogs ständig mit »Networking« und ihren zahlreichen Kontakten. Es war Erikos heimliches Ziel, sich Heilbutts Unbekümmertheit anzueignen.
Es ermutigte sie, dass eine Frau wie Heilbutt keine Freundinnen hatte. Offensichtlich war es möglich, dass auch ein wunderbar ausgeglichener Mensch wie die Bloggerin unter Umständen nicht in der Lage war, Freundinnen zu finden. War es denn ein Versagen, keine Freundinnen zu haben? Oder war es womöglich gar kein Versagen, sondern lediglich eine andere Form des zwischenmenschlichen Umgangs?“
Eriko forciert ein (zufällig wirkendes) Zusammentreffen mit Shoko, und obwohl beide auf den ersten Blick nicht viel gemeinsam haben, verstehen sie sich gut. Eriko glaubt, endlich eine beste Freundin gefunden zu haben – doch die Beziehung der beiden Frauen nimmt eine toxische Wendung, der in einem Strudel der Besessenheit zu enden droht …
„Tokyo Girls Club“ von Asako Yuzuki war mein erster Roman der Autorin, der sich innerhalb der japanischen Kultur hauptsächlich um die Themen Freundschaft, Familie und Social Media dreht.
Sprachlich fand ich den Stil gleichermaßen interessant wie herausfordernd. In die fremde Kultur muss man sich etwas einfühlen, doch die Darstellung der gesellschaftlichen Erwartungen und Rollenbilder, denen beide Frauen unterworfen sind, fand ich sehr überzeugend dargestellt.
Ich bin etwas zwiegespalten: Auf der einen Seite werden die Emotionen der beiden Protagonistinnen sehr detailliert dargestellt, durch die wechselnden Perspektiven bekommt man tiefe Einblicke in ihre Leben. Andererseits blieben die Charaktere insgesamt eher kühl und distanziert für mich.
„Tokyo Girls Club“ ist ein anspruchsvolles Psychogramm zweier Frauen, das mich fasziniert hat, jedoch zum Ende hin nicht ganz überzeugen konnte. Ich vergebe daher 3,5 von 5 Sternen für diese interessante Leseerfahrung.
Vielen Dank an den Aufbau Verlag und an NetGalley für dieses Rezensionsexemplar!
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4/5
12.06.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Zwei Frauen die nicht unterschiedlicher sein können.
Tokyo Girls Club ist mein erstes Buch von Asako Yuzuki und ich wurde nicht enttäuscht.
Der Schreibstile war einzigartig und voller Leben, man konnte sich die Situationen Bildhaftvorstellen.
Zum Inhalt: Die Story spiet in Japan und präsentiert eine äußerst ungesunde Art von Freundschaft. Eriko, 30, aufgewachsen in einer wohlhabenden Familie und arbeitet in einer Handelsfirma. Ihr fehlt es im Prinzip an nichts außer an einer Freundin die sie dann auch verzweifelt und krankhaft in der Bloggerin Heilbutt sucht oder bessergesagt sie erzwingen möchte.
Bloggerin Heilbutt bzw. Shoko entwickelt sich genauso zu einem Komplexen Charakter im laufe der Geschichte.
Einige Szenen haben mir Gänsehaut bereitet und ich konnte nur den Kopfschütteln über Eriko ihr verhalten.
Es werden auf verschiedene Themen eingegangen sowie: Stalking, Einsamkeit, Freundschaft unter Frauen etc.
Ich kann das Buch nur weiterempfehlen
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3/5
05.07.2026
eBook (ePUB 3)
Ein schonungsloser Blick auf Einsamkeit und Rollenbilder
"Tokyo Girls Club" von Asako Yuzuki ist ein psychologisch geprägter Roman, der sich intensiv mit Einsamkeit, Freundschaft und den gesellschaftlichen Erwartungen an Frauen auseinandersetzt. Durch die wechselnden Perspektiven erhält man tiefe Einblicke in die Gedankenwelt zweier Frauen, die sich nach Nähe sehnen und doch immer wieder an sich selbst und ihrer Umwelt scheitern.
Besonders überzeugt hat mich der fein beobachtende Schreibstil, denn Asako Yuzuki zeichnet ein schonungsloses Bild einer Gesellschaft, in der Kommunikation oft an unausgesprochenen Erwartungen zerbricht und zwischenmenschliche Beziehungen von Unsicherheit und Anpassungsdruck geprägt sind. Die beiden Protagonistinnen wirken dabei bewusst widersprüchlich und nicht immer sympathisch, was sie zwar glaubwürdig, aber auch schwer zugänglich macht.
Die Atmosphäre selbst ist von einer stillen, beinahe unterschwelligen Melancholie geprägt und gerade die nüchterne Erzählweise verstärkt das Gefühl emotionaler Isolation und verleiht dem Roman eine beklemmende Intensität, die lange nachhallt. Immer wieder hatte ich zudem den Eindruck, dass bestimmte Entwicklungen oder Konflikte auf einen bedeutenden Wendepunkt zusteuern, doch stattdessen entscheidet sich die Autorin häufig für zurückhaltende, offene Entwicklungen, wodurch einige erzählerische Ansätze für mich nicht ihre volle Wirkung entfalten konnten.
Insgesamt ist "Tokyo Girls Club" ein anspruchsvoller, gesellschaftskritischer Roman mit psychologischer Tiefe und ungewöhnlichen Figuren. Auch wenn mich die Geschichte nicht vollständig überzeugen konnte, regt sie zum Nachdenken an und bleibt durch ihre besondere Atmosphäre lange im Gedächtnis.
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3/5
28.03.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Beziehungen sind gar nicht so leicht
Nach dem Erfolg von "Butter" war es nur eine Frage der Zeit, bis das neueste Werk von Asako Yuzuki in den heimischen Buchläden erscheint.
Wieder lässt einen die Autorin tief eintauchen in die Innenwelt ihrer Protagonistinnen. Und was für eine Welt das ist. Hier läuft nichts nach Schema F. Ihre Figuren als komplex zu beschreiben, wäre noch untertrieben.
Doch es ist genau diese Ambivalenz, sind diese vielen Grautöne, welche die Figuren umso faszinierender und auf eine eigene Art nahbar machen. Stereotypen sucht man hier vergebens und selbst die banalste Unterhaltung regt zum Nachdenken an.
Warum dann trotzdem nur 3 Sterne?
Weil mich die Handlung leider nicht so überzeugen konnte. Yuzuki scheint ständig auf etwas hinzuarbeiten, die Geschichte in eine Richtung entwickeln zu wollen, nur um am Ende dann alles im Sande verlaufen zu lassen.
Das ist von Zeit zu Zeit recht frustrierend, baut es doch gewisse Erwartungen auf, welche am Ende nie erfüllt werden. Auf der anderen Seite muss man sagen, dass gerade das natürlich von der Autorin gewollt sein könnte.
Meine Gefühle dem Buch gegenüber sind also so ambivalent, wie die Figuren darin. Empfehlen würde ich es trotzdem, speziell für Fans der asiatischen Literatur abseits der Alltags- und Lebensweisheiten.
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