Produktbild: Ich, die ich Männer nicht kannte
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Jacqueline Harpman

1. Ich, die ich Männer nicht kannte

Ich, die ich Männer nicht kannte

Gesprochen von
192
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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Verkaufsrang

2035

Gesprochen von

Vera Teltz

Spieldauer

6 Stunden und 26 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Book Tropes

Found Family

Erscheinungsdatum

16.03.2026

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

11

Verlag

Saga Egmont

Übersetzt von

Luca Homburg

Sprache

Deutsch

EAN

9788727290232

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

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Verkaufsrang

2035

Gesprochen von

Vera Teltz

Spieldauer

6 Stunden und 26 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Book Tropes

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Erscheinungsdatum

16.03.2026

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

11

Verlag

Saga Egmont

Übersetzt von

Luca Homburg

Sprache

Deutsch

EAN

9788727290232

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  • AnnaLovesBooks23

    5/5

    20.04.2026

    Hörbuch-Download (MP3)

    Still, beklemmend und unglaublich eindringlich – ein Buch, das man nicht liest, sondern fühlt.

    Diese Rezension wird etwas länger, weil dieses Buch einfach viel mit mir gemacht hat. Und es könnten leichte Spoiler enthalten sein. Ich habe Ich, die ich Männer nicht kannte beendet und bin ehrlich gesagt immer noch nicht ganz daraus raus. Dieses Buch ist leise, sehr ruhig erzählt und gleichzeitig so intensiv, dass es einen komplett einnimmt. Wir begleiten eine Frau, die gemeinsam mit 39 anderen Frauen in einem unterirdischen Käfig lebt und von fremden Männern bewacht wird. Sie ist die Jüngste und die Einzige, die nie ein Leben außerhalb dieses Ortes kannte. Sie weiß nicht, wie die Welt funktioniert, sie kennt keine Beziehungen, keine Liebe, keine Männer. Und genau das macht ihre Perspektive so besonders. Die Geschichte wird aus ihrer Ich-Perspektive erzählt, und das ist unglaublich gut gemacht. Man erlebt alles durch ihre Gedanken, ihre Beobachtungen, ihre Unsicherheit. Und obwohl sie so wenig weiß, versteht man durch sie so viel. Was mich besonders fasziniert hat, ist genau diese Perspektive. Sie kennt keine Welt außerhalb dieses Kellers, keine Liebe, keine Beziehungen, keine Männer. Dinge, die für uns selbstverständlich sind, entdeckt sie zum ersten Mal. Und genau diese kleinen Momente haben mich so getroffen. Wenn sie zum Beispiel zum ersten Mal in einen Spiegel schaut oder Dinge entdeckt, die für uns alltäglich sind, dann bekommt das plötzlich eine ganz andere Bedeutung. Der Schreibstil ist sehr klar, fast schon reduziert, und genau dadurch so wirkungsvoll. Er ist ruhig, aber gleichzeitig unglaublich beklemmend. Es passiert nicht ständig etwas, es gibt keine große Action, aber genau diese Stille erzeugt eine Spannung, die einen nicht loslässt. Ich fand das Buch auch sehr philosophisch. Es stellt Fragen, ohne sie direkt zu beantworten. Warum sind die Frauen dort? Wo befinden sie sich überhaupt? Ist es die Erde oder ein anderer Ort? Und genau dieses Nicht-Wissen ist Teil der Geschichte. Ich habe oft gelesen, dass das Buch als sehr feministisch eingeordnet wird. Für mich war es das nicht unbedingt. Es geht zwar um Frauen und Männer, aber für mich stand eher der Mensch im Mittelpunkt. Wie wir funktionieren, was wir brauchen, um zu überleben, und wie wir mit Einsamkeit umgehen. Und dann diese Entwicklung. Diese Reise. Von Gefangenschaft zu Freiheit und trotzdem bleibt dieses Gefühl von Leere. Diese Hoffnung, die immer wieder aufkommt und gleichzeitig wieder zerstört wird. Es gibt so viele Momente, die hängen bleiben. Kleine Dinge, die für uns selbstverständlich sind, bekommen plötzlich eine enorme Bedeutung. Und genau das macht dieses Buch so besonders. Das Ende war hart. Kein klassisches Happy End, aber eines, das perfekt zur Geschichte passt. Es hat mich wirklich getroffen und wird mir noch lange im Kopf bleiben. Für mich war das ein absolutes Highlight. Ein Buch, das man nicht einfach liest und wieder vergisst, sondern eines, über das man noch lange nachdenkt.

  • Katja L

    5/5

    01.04.2026

    Hörbuch-Download (MP3)

    Hat mich nicht losgelassen

    Ich habe das Buch als Hörbuch gehört und war von Anfang an gefesselt. Es passiert nicht viel, aber genau das macht die Wirkung aus. Diese unterschwellige Spannung und das Gefühl von Unsicherheit ziehen sich durch die ganze Geschichte und lassen einen nicht mehr los. Besonders die Dynamik zwischen den Frauen und ihre Entwicklung fand ich sehr eindrücklich. Vera Teltz liest das Hörbuch wirklich passend – ruhig, eindringlich und sehr angenehm zu hören. Für mich ein echtes Highlight, das noch lange nachwirkt. Rezi-Ex | unbezahlte Werbung

  • Lesenswert

    aus Bielefeld

    5/5

    25.03.2026

    Hörbuch-Download (MP3)

    Genial!

    "Ich, die ich Männer nicht kannte" von Jacqueline Harpman ist bereits 1995 im Original erschienen und wurde jetzt erstmals auch auf Deutsch veröffentlicht. Ich habe es als Hörbuch gehört, das von Vera Teltz genial eingelesen wird. Ein Käfig unter der Erde, in ihm 40 Frauen. Eine von ihnen ist fast noch ein Kind. Im Gegensatz zu den anderen Frauen, die viel älter sind als sie, kann sie sich nicht an ein Leben außerhalb des Käfigs erinnern. Keine von ihnen weiß, wie sie in den Käfig gekommen sind und warum. Vor dem Käfig werden sie im Wechsel von jeweils 3 Wächtern bewacht, die sie mit Essen versorgen und überwachen, dass sich keine von ihnen das Leben nimmt. Berührungen sind streng verboten. Eines Tages ertönt ein Alarmsignal, die Wächter fliehen, einer von ihnen vergisst den Schlüssel zum Käfig in der Tür und die Frauen können fliehen. Der Roman hat mich mit Wucht in die Handlung gezogen wie kaum ein Roman zuvor. Die namenlose Ich-Erzählerin berichtet aus ihrer Sicht zunächst das Leben mit den anderen Frauen innerhalb, danach außerhalb des Käfigs. Die einzigen Männer, die sie in ihrem Leben je gesehen hat, sind die Wächter. Bei Fragen weichen die Frauen aus, lediglich eine von ihnen ist bereit, ihr Wissen über alles mögliche mit ihr zu teilen. Die Angst und Unsicherheit der Frauen wird so gut vermittelt, dass ich beim Hören selbst ein beklemmendes Gefühl hatte. Dieses Gefühl steigert sich im Verlauf des Romans immer mehr, obwohl eigentlich nicht wirklich viel passiert und doch so viele Gefühle transportiert werden. Natürlich passiert etwas, dennoch kommt der Roman ohne sinnlose Action aus. Und gerade das macht den Roman unglaublich stark für mich. Der Zusammenhalt zwischen den Frauen steht im Mittelpunkt, ihre Gefühle, ihre Fähigkeiten und ihre Entwicklung. Wie sie ihr Leben innerhalb und außerhalb des Käfigs auch ohne Männer meistern. Und dazwischen immer wieder die Frage, wo sie eigentlich sind.... Eine überaus gelungene Dystopie! Vera Teltz liest den Roman sehr einfühlsam und unterstützt mit ihrer Stimme die Handlung perfekt! Es gibt offene Fragen am Ende des Romans, was für mich aber genau richtig war. Dieser Roman wird mich noch lange beschäftigen und mich wohl nie loslassen. Einfach grandios! Ein Roman, den ich unbedingt weiterempfehle und dem ich auch gerne mehr als 5 Sterne geben würde!

  • elenanett

    aus Ruhrgebiet

    5/5

    22.03.2026

    Hörbuch-Download (MP3)

    Dystopisch

    Das Buch erzählt eine dystopische Geschichte von 40 Frauen, die gemeinsam in einem unterirdischen Gefängnis und von Wächtern bewacht werden. Keine von ihnen weiß, wie sie dorthin gekommen ist. Die meisten erinnern sich noch an ihr früheres Leben in Freiheit – nur die jüngste von denen, fast noch ein Kind, hat keinerlei Erinnerungen daran. Sie wirkt dadurch besonders fremd in der Gruppe. Als sich plötzlich die Möglichkeit ergibt, das Gefängnis zu verlassen, beginnt ein neuer Abschnitt. Doch statt Antworten zu finden, werden die Fragen immer mehr. Die Frauen müssen sich in einer unbekannten Welt zurechtfinden. Es geht nicht nur ums Überleben, sondern auch darum, einen Sinn im eigenen Dasein zu finden. Besonders im Mittelpunkt steht die 40. Frau, die im Buch namenlos bleibt. Sie beeindruckt durch ihre Neugier, ihren starken Wissensdrang und ihren Optimismus. Diese Eigenschaften helfen ihr, trotz aller Unsicherheiten nicht aufzugeben. Der Schreibstil des Buches ist sehr flüssig und angenehm zu lesen. Auch das Hörbuch ist gelungen: Die Sprecherin Vera Teltz hat eine ruhige und angenehme Stimme, die nicht unnötig emotional ist und gut zur Geschichte passt. Ich fand das Buch spannend und interessant. Man rätselt gemeinsam mit der Hauptfigur und begleitet sie auf ihrer Suche nach Antworten. Eine absolute Lese- und Hörempfehlung.

  • Newspaper

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    16.03.2026

    Hörbuch-Download (MP3)

    Minimalistisch erzählt, maximal eindrucksvoll

    Dieses Hörbuch hat mich auf eine stille, eindringliche Weise komplett überrascht. „Ich, die ich Männer nicht kannte“ von Jacqueline Harpman wirkt zunächst wie eine klassische dystopische Geschichte, entwickelt sich aber schnell zu etwas viel Größerem: einer ruhigen, fast philosophischen Erkundung dessen, was Menschsein eigentlich bedeutet. Die Ausgangssituation ist beklemmend: Vierzig Frauen leben eingesperrt in einem unterirdischen Käfig, bewacht von schweigsamen Männern. Niemand weiß, warum sie dort sind, wie lange schon oder was aus der Welt geworden ist. Besonders faszinierend ist die Perspektive der Erzählerin – sie ist die Jüngste und die Einzige, die sich an kein Leben vor der Gefangenschaft erinnern kann. Dadurch wirkt ihr Blick auf alles gleichzeitig naiv, neugierig und unglaublich klar. Als eines Tages plötzlich die Tür offensteht, beginnt der eigentliche Kern der Geschichte. Was folgt, ist keine klassische Abenteuerreise, sondern eher eine nachdenkliche Erkundung einer fremd gewordenen Welt. Die Frauen versuchen zu verstehen, was um sie herum passiert und gleichzeitig auch sich selbst. Gerade diese ruhige, reflektierende Art hat mich beim Hören sehr gefesselt. Das Hörbuch setzt nicht auf Tempo oder Action, sondern auf Atmosphäre, Gedanken und stille Beobachtungen. Besonders stark fand ich, wie die Geschichte existenzielle Fragen stellt, ohne jemals belehrend zu wirken. Es geht um Erinnerung, Identität, Gemeinschaft, Einsamkeit und auch um das Verhältnis zwischen den Geschlechtern. Trotzdem bleibt alles offen genug, damit man als Hörerin oder Hörer selbst weiterdenken kann. Einige Szenen hallen noch lange nach, gerade weil sie so schlicht erzählt sind. Auch als Hörbuch funktioniert die Geschichte hervorragend. Die ruhige, klare Erzählweise passt perfekt zu dieser fast zeitlosen Atmosphäre. Man hat beim Zuhören das Gefühl, in eine fremde Welt einzutauchen, die gleichzeitig minimalistisch und unglaublich tiefgründig ist. Für mich ist dieses Buch ein echtes Gedankenexperiment, das sich langsam entfaltet und dabei immer intensiver wird. Es ist düster, berührend und gleichzeitig erstaunlich hoffnungsvoll. Wer Geschichten liebt, die noch lange nach dem Ende im Kopf weiterarbeiten, sollte dieses (Hör)buch unbedingt hören/lesen!

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Bewertungen (192)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Lea

    Lea

    Thalia M4 Wörgl

    Buchhändler*in

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    5/5

    05.06.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wow!

    Ein super spannendes Konzept, welches grandios umgesetzt wurde! Ich hätte das Buch in einem Stück durchsuchten können. Es regt zum nachdenken an und lässt einen nichtmehr los! Absolute Empfehlung!
  • Zum Bewerterprofil von Claudia

    Claudia

    Thalia Wien – Mariahilfer Straße

    Buchhändler*in

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    5/5

    16.05.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    "Meine Erinnerungen beginnen mit meiner Wut."

    Jedes Mal wieder, wenn ich an Jaqueline Harpmans Geschichte denke, spüre ich diesen kalten Schauer meinen Rücken hinauflaufen. Stell dir vor, du kennst nichts als diesen einen Raum in einem Kerker, deine gesamten Erinnerungen spielen sich dort unter 39 anderen Frauen wieder aber eines Tages schafft ihr es auszubrechen. Keine Wärter, keine Peitschen, nur eine grausame, alles verschlingende Leere. Doch was befindet sich einen Fußmarsch von dort? Eine Stadt? Antworten, warum sie eigentlich in diesem Kerker waren? Sind sie denn überhaupt noch auf der Erde? Und warum genau diese Frauen?  Vor einem Jahr habe ich Harpmans Roman "I Who Have Never Known Men" in der englischen Fassung, übersetzt von Ros Schwartz, zum ersten Mal gelesen und Ooof. Worte reichen hier fast nicht aus zu beschreiben, wie ich mich danach fühlte. Auch hier, in der neuübersetzten deutschen Fassung nach Luca Homburg, ging es mir ähnlich. Harpman schaffte es 1995 bereits, in wenigen Worten und einfacher Prosa einen Zustand des absoluten Unbehagens zu beschreiben. Unsere Hauptcharakterin ist zwischen 10 und 15 und lebt mit 39 Frauen eingesperrt in einen fensterlosen Kerker, bewacht von Wärtern, die weder mit ihnen sprechen noch sonst wie kommunizieren, die abermaligen Peitschenschläge ausgenommen, als sie ihren Alltag zu hinterfragen beginnt. Durch künstliches Licht ist für sie Tag und Nacht und weder wissen sie, wie es zu diesem Zustand gekommen ist, noch, warum sie eigentlich eingesperrt sind. Als sie eines Tages doch ausbrechen und es aus dem Kerker rausschaffen, wollen sie zurück ins gekannte Leben - außer unsere Hauptcharakterin, den alles was sie kennt, ist das Leben im Kerker. "Meine Erinnerungen beginnen mit meiner Wut." Unvorstellbar und grausam, in den 90ern als Science Fiction herausgebracht, spiegelt der Roman die heutige politische Lage fast erschreckend wider, ähnlich wie Atwoods "The Handmaid's Tale", auch hier viel zu nahe zum heutigen gesellschaftlichen Zustand. Der Roman wirft erschreckende Fragen immer und immer wieder auf. Was macht Menschen aus? Was ein Leben? Was für eine Rolle spielen Bücher und Literatur im Leben eines Menschen? Auch die tragische Komik zu Ende der Geschichte ist in einer patriarchalen Gesellschaft einfach nur furchtbar (Behandlung der Frauen durch Männer und dessen Folgen). Der patriarchale Grundton des Romans zieht sich beinahe Seite durch Seite - die Wärter, die Männer, Entdeckungen, Erschaffungen der Wissenschaftler usw. Besonders spannend fand ich hier auch, die Übersetzungen zu vergleichen. Was mir hier auch gleich auffiel, waren Wörter im deutschen Sprachgebraucht, die auch wieder und wieder darauf zurückgreifen, zum Beispiel der Begriff der "Tage" anstelle von "period" oder dem Begriff "herrlich".  Jaqueline Harpmans Roman ist vollkommen zurecht als Klassiker der Literatur anzusehen, die Geschichte aus so vielen Ansatzpunkten aus zu betrachten. Literatur und Sprachgebrauch ist politisch, wieder und wieder. Ich kann "Ich, die ich Männer nicht kannte" nur empfehlen.
  • Zum Bewerterprofil von Jonas L.

    Jonas L.

    Thalia Wien – Q19

    Buchhändler*in

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    5/5

    07.05.2026

    Hörbuch-Download (MP3)

    Ein neuer Klassiker

    Dieses Buch darf sich zu Recht in die Reihen von Margaret Atwoods "Report der Magd" und Marlen Haushofers "Die Wand" gesellen. Harpman beschreibt auf sehr atmosphärische und eindrucksvolle Weise die Erfahrungen von einem Mädchen, das keinen Namen trägt und mit 39 weiteren Frauen ein tristes Dasein in einem unterirdischen Käfig führt, der von männlichen Wächtern bewacht wird. Die Frauen können sich nur bruchstückhaft an ihre Vergangenheit und das Leben vor dem Käfig erinnern und wissen nicht, was sich an der Oberfläche abspielt oder was sie in ihre prekäre Lage gebracht hat. Das Zusammenleben ist zudem stark reglementiert - so dürfen die Frauen sich zum Beispiel nicht gegenseitig berühren und die Wächter sprechen auch nicht mit ihnen. Regelübertritte werden mit Peitschenhieben geahndet. Die Lage scheint aussichtslos bis ein Ereignis alles zu verändern scheint. Dieses dystopische feministische Buch beschreibt auf präzise Weise das Innenleben einer Frau, die sich in einem System zurechtfinden muss, das ihr ihre Menschlichkeit gestohlen hat. Ihr Heranwachsen unter Frauen, die die alte Welt, Beziehungen und die Annehmlichkeiten einer anderen Zeit kannten, regen die junge Frau immer wieder dazu an, über sich und was es bedeutet ein Mensch/eine Frau zu sein, nachzudenken. Die Stimme von Vera Teltz haucht der Geschichte Leben ein und gibt ihr Charakter. Sehr passend. Für mich jetzt schon ein Klassiker und eine absolute Empfehlung!
  • Zum Bewerterprofil von Chiara Pilat

    Chiara Pilat

    Thalia Linz – Landstraße

    Buchhändler*in

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    5/5

    24.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    faszinierend, erschütternd und Gänsehaut verursachend

    Dieser dystopische Roman ließ mich sprachlos zurück. Die Geschichte stellt den Leser ohne Erklärung vor vollendete Tatsachenund und lässt viele offene Fragen- was zu spannenden Gedankenspielen anregt. Es behandelt auf einzigartige Weise Themen wie Einsamkeit, Liebe und Begierden und allem voran die Frage was uns zum Menschen Macht und das Vermissen einer Zeit die man nicht kennt.

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