Die queere Second Chance Romance der Spiegel-Bestsellerautorin Inka Lindberg
Eine New Adult Romance über Liebe und Aufopferung, aber auch den Mut, zweite Chancen zu ergreifen – und sich selbst zu wählen.
Ich habe dich schon mal verloren. Ich will dich nie wieder verlieren.
Lola hat ihr Leben angehalten.
Während ihr Vater durch seine Demenz Stück für Stück verblasst, hält sie fest, was noch da ist. Sie organisiert, pflegt, funktioniert und merkt kaum, wie sie selbst dabei immer mehr verschwindet.
Bis Maxi nach sieben Jahren plötzlich wieder vor ihr steht. Ihre beste Freundin von damals. Der Mensch, bei dem Lola sich zum ersten Mal wirklich gesehen gefühlt hat und dem sie nie gesagt hat, was sie empfindet.
Alte Gefühle werfen Lola aus der Bahn, während die Realität immer mehr von ihr fordert. Zwischen Schuld, Sehnsucht und der Angst, sich wirklich auf jemanden einzulassen, gerät Lola an einen Punkt, an dem Verdrängen keine Option mehr ist.
Doch was passiert, wenn das Herz endlich bekommt, was es will, genau in dem Moment, in dem alles andere zu zerbrechen droht?
Der neue queere Own-Voice-Roman von Spiegel-Bestsellerautorin Inka Lindberg mit den beliebten Tropes:
Friends to Lovers
Second Chance
Forced Proximity
Found Family
Ugly Cry
Für alle Fans von Alicia Zett und Brittainy C. Cherry.
Kundinnen und Kunden meinen
4.7/5.0
Bewertung
5/5
20.09.2026
Buch (Taschenbuch)
emotional, authentisch, queer
Eine wunderschöne Geschichte, die es sich zu lesen lohnt.
Ich habe das Buch anfänglich auf Grund der traurigen Thematik etwas aufgeschoben. Nun betreue ich es. Bereits nach wenigen Seiten konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen.
Die Charakterentwicklung von Lola ist einfach nur wunderschön zu lesen/fühlen.
Ich liebe die Protagonistinnen sehr, aber nicht nur das, ich liebe einfach alle "Nebendarsteller*innen" genauso. Alle Personen des Buches machen neugierig auf mehr. So gerne würde ich die Geschichte von Quinn, Maja oder auch die von Pflegerin Larissa weiterlesen.
Neben der Hauptgeschichte gibt es einen fortlaufenden Rückblick. Immer wieder habe ich sehnsüchtig auf die Vergangenheit gewartet. Mein Millennial-Herz schlägt höher, bei Teenager- und Erwachsenen-Story. Und wer denkt, man kennt direkt die gesamte Story, ich habe meine Versionen der Geschichte immer wieder über den Haufen geworfen bekommen.
Für alle Queers, ich liebe es mit welcher Selbstverständlichkeit über Menschen geschrieben und alle eingebunden werden. Auch in der Sprachwahl!
Würde das Buch jederzeit empfehlen, vor allem wenn man mal wieder richtig emotional sein möchte, weinen möchte oder vielleicht an einen geliebten Menschen erinnert werden möchte.
Zuletzt möchte ich sagen wie authentisch ich es finde die Autorin überall in dem Buch ein wenig wieder zu finden. Wer ihr auf den sozialen Netzwerken folgt, müsste dies ebenfalls beim Lesen bemerken.
Dani12143
aus Oldenburg
5/5
05.09.2026
Buch (Taschenbuch)
Nicht nur um die große Liebe geht, sondern auch um Verantwortung, Verlust, Selbstaufgabe und den Mut, irgendwann wieder an sich selbst zu denken
Mit Ever since she kissed me erzählt Inka Lindberg eine gefühlvolle queere New-Adult-Romance, in der es nicht nur um die große Liebe geht, sondern auch um Verantwortung, Verlust, Selbstaufgabe und den Mut, irgendwann wieder an sich selbst zu denken.
Im Mittelpunkt der Geschichte steht Lola, deren Leben sich fast vollständig um ihren Vater dreht. Seine Demenzerkrankung schreitet immer weiter voran und Lola versucht verzweifelt, festzuhalten, was noch von dem Menschen geblieben ist, den sie kennt und liebt. Sie organisiert den Alltag, übernimmt Verantwortung, kümmert sich und funktioniert. Dabei bemerkt sie kaum, wie sehr sie ihre eigenen Wünsche und Bedürfnisse immer weiter zurückstellt.
Dann taucht nach sieben Jahren plötzlich Maxi wieder in ihrem Leben auf.
Maxi war früher Lolas beste Freundin und zugleich der Mensch, bei dem sie sich wirklich verstanden und gesehen gefühlt hat. Doch Lola hat ihr damals nie gesagt, wie viel sie tatsächlich für sie empfunden hat. Mit Maxis Rückkehr kommen deshalb nicht nur Erinnerungen zurück, sondern auch Gefühle, die offenbar niemals ganz verschwunden waren.
Besonders berührend finde ich an der Geschichte den Konflikt, in dem Lola steckt. Einerseits möchte sie für ihren Vater da sein und empfindet eine enorme Verantwortung ihm gegenüber. Andererseits beginnt sie langsam zu erkennen, dass auch ihr eigenes Leben weitergehen darf. Dass sie lieben, glücklich sein und eigene Entscheidungen treffen darf, ohne deshalb weniger für ihren Vater zu empfinden.
Die Beziehung zwischen Lola und Maxi verspricht dabei sehr viel Gefühl. Aus einer früheren Freundschaft entwickelt sich erneut Nähe, während gleichzeitig all das Ungesagte zwischen ihnen steht. Die Tropes „Friends to Lovers“ und „Second Chance“ passen daher wunderbar zu dieser Geschichte, denn beide Frauen bekommen die Möglichkeit herauszufinden, ob das, was damals zwischen ihnen hätte entstehen können, heute noch eine Chance besitzt.
Gleichzeitig scheint Ever since she kissed me auch die schwierigen Seiten von Liebe und Fürsorge nicht auszublenden. Eine Demenzerkrankung betrifft schließlich nicht nur den Erkrankten selbst, sondern verändert das Leben der gesamten Familie. Lola verliert ihren Vater gewissermaßen Stück für Stück, obwohl er noch bei ihr ist. Diese besondere Form des Abschieds dürfte der Geschichte eine sehr emotionale und teilweise sicherlich schmerzhafte Tiefe verleihen.
Dabei geht es aber ebenso um eine wichtige Frage: Wie viel darf man für einen geliebten Menschen aufgeben, bevor man sich selbst dabei verliert?
Gerade dieser Aspekt macht die Handlung für mich besonders interessant. Lola muss offenbar lernen, dass es nicht egoistisch ist, auch das eigene Glück zuzulassen. Manchmal bedeutet eine zweite Chance eben nicht nur, einem anderen Menschen noch einmal die Tür zu öffnen, sondern auch sich selbst.
Ever since she kissed me verspricht damit eine emotionale Liebesgeschichte über zwei Frauen, die nach vielen Jahren erneut zueinanderfinden, aber ebenso eine Geschichte über Familie, Abschied, Schuldgefühle und Selbstfürsorge. Eine Romance, die wahrscheinlich einige Tränen kosten wird, dabei aber gleichzeitig Hoffnung vermittelt und zeigt, dass es selbst in schwierigen Lebensphasen noch Platz für Liebe, Nähe und einen Neuanfang geben kann.
Rezension von: Die Magie der Bücher
Franci
aus Ilmenau
5/5
17.08.2026
Buch (Taschenbuch)
Intensive Second Chance Romance mit gewichtigen Themen
Als Frank erkrankt, sieht sich seine Tochter gezwungen, ihr Leben zu pausieren. Statt Partys, Dates, FreundInnen und einem Job verlaufen Lolas Tage fortan strukturiert, sind voll mit Sorgen, Medikamentenplänen und Arztterminen. Die Mittzwanzigerin läuft auf Autopilot, um keine Fehler zu machen. Um für ihren Vater, der so viel für sie getan hat, da zu sein.
Dass die neue Physiotherapeutin ausgerechnet Maxi ist, zieht ihr jedoch den Boden unter den Füßen weg, bringt die junge Frau Erinnerungen mit, für die in Lola kein Platz mehr sind. Keiner mehr sein sollte.
Einst beste Freundinnen haben es die beiden sieben Jahre geschafft, sich nicht zu begegnen. Jahre, in denen Maxi nie wieder so empfunden hat wie damals. Frank jetzt so zu sehen, einen Mann, der mehr Verständnis für sie übrig hatte als ihre eigenen Eltern, der sie aufgenommen hat, als ihre Mutter sie nicht wollte, tut weh. Doch auch Lolas Anblick zwickt: Statt Lebenslust ist da nur noch Erschöpfung, statt bissigem Humor ist da … kaum noch etwas übrig …
Während es Lolas Vater merklich schlechter geht, erwachen die verdrängten Gefühle der Frauen erneut. Doch was, wenn das Happy-End anklopft, gerade dann, wenn alles auseinanderfällt?
In „Ever since she kissed me“ erzählt Inka Lindberg eine queere Second Chance-Romance, in der die Beziehung zwischen Maxi und Lola zwar eine zentrale Rolle bildet, jedoch nicht in der Lage ist, die schweren, gewichtigen Themen zu überschatten. Wir verfolgen das Geschehen über Monate hinweg aus wechselnder Perspektive, was uns den Raum gibt, die Protagonistinnen und ihre Lebensrealitäten kennenzulernen.
Schien Lola oft distanziert, bemüht resigniert, hat sie doch längst akzeptiert, dass nichts mehr besser wird, unwillig, um Hilfe zu bitten, zusammenzubrechen, ist Maxi ein konträrer Part: Mitten im Berufsleben hat sie Ausgleich im Sport gefunden, mit Quinn den perfekten Mitbewohner; strahlt selbstbewusst und geht Flirts nicht aus dem Weg.
Könnte Lola auf einige LeserInnen kühl und abgeklärt wirken, fand ich sie in Anbetracht all dessen, was sie verpassen und aufgeben musste, mit all ihren (Selbst)Zweifeln und Sorgen, ihren Ängsten und mentalen Problemen einfach nur echt. So verdammt verletzlich.
Da die Autorin Rückblenden einfließen lässt, wird die persönliche Geschichte der Frauen, ihr Zueinanderfinden und ihr Ende, im selben Maße greifbar wie Lolas Veränderung. In diesen Kapiteln wird auf eine besondere Weise neben Freundschaft auch Maxis Queerness, ihr Coming-out und die Hürden, Anfeindungen und Unsicherheiten, die damit einhergingen, behandelt. Stets an ihrer Seite stand Lola. Schlagfertig und gleichgültig ob der Meinungen anderer.
Wir treffen im Jetzt keine Fremden, sondern Vertrautheit, Konflikte und Wehmut. Ungesagte Worte, nie vergessene Empfindungen. Ihr Verhältnis entwickelt sich den Umständen und Hintergründen entsprechend. Aus distanzierten, rein professionellen, erzwungenen Gesprächen wurden neckende Nachrichten. Pläne. Intimität. Humorvoll, den Anschein von Unverbindlichkeit weckend, öfter jedoch von Ernst durchtränkt, von stiller Trauer. Ein fragiles, sich nur langsam verdichtendes Band. Ich genoss es, wie hartnäckig und beständig Maxi blieb, wie sich Lola langsam öffnete, endlich erkannte, nicht immer stark sein, alleine kämpfen zu müssen.
Lindberg setzt auf prickelnde Tension und Sanftheit statt auf Spice und Schnelligkeit, was sich hervorragend in die atmosphärisch-ruhige, bedrückende Handlung fügt.
Für mich war der Dreh- und Angelpunkt der Story aber die Demenz von Frank. Denn aus dieser entstehen Lolas Überforderung, ihre merklich spürbare körperliche wie mentale Erschöpfung, ausgebrannt von der endlosen Aufopferung und ihrem Pflichtgefühl.
Selbst Lolas Großeltern – Franks Eltern – waren auf eine Art involviert, die uns ein unvorstellbares, ein grausames Leiden zugänglich macht. Zu sehen, wie das eigene erwachsene Kind dahinsiecht, immer weniger wird, ist eine Erfahrung, die niemand machen sollte. Subtil kritisiert werden zurecht u. A. die unzureichenden (und unbezahlbaren) Hilfsmöglichkeiten, die überlasteten Pflegestellen, das wenig Sicherheit bietende Gesundheitssystem für Erkrankte und Angehörige und das Unverständnis Außenstehender.
All das wurde sensibel und verständlich behandelt; die Handlung war mit Melancholie und durchdringender Verzweiflung gespickt. Lindberg griff zu einfühlsamen Worten, zu einem Hauch Poesie, nahbaren und echten Emotionen, zeigt einen Alltag, der uns alle treffen könnte. Authentisch, schwermütig und eindringlich.
Frau Berthold und Quinn brachten hier und da Leichtigkeit mit, indes sind es innige Augenblicke und Zärtlichkeit, die den Romantik-Faktor sacht puschen.
„Ever since she kissed me“ erinnert daran, dass es niemals zu spät für neue Erfahrungen ist, dass nicht alles ein Label braucht und Selbstfürsorge nie egoistisch, immer essenziell ist. Dass wir jeden klaren Moment genießen sollten, denn nichts ist so sicher wie der Tod, der uns alle irgendwann – manche viel zu früh – trifft.
Viele, viele Gedanken und Momente gehen nah, treffen tief, stimmen nachdenklich und lassen innehalten – nicht, kein einziges Mal aufgrund überzogener Dramatik, sondern einzig aufgrund der Realitätsnähe. Inka sorgt für Gänsehaut, für schwer Schlucken. Gleichzeitig schafft sie Sichtbarkeit für Betroffene von Demenz und Angehörige, für die Not.
Bewertung
5/5
15.08.2026
Buch (Taschenbuch)
einfach gut
Das Buch hat sich einfach so weggelesen. Es ist so natürlich und einfach geschrieben.
Es verpackt die schweren Themen Demenz & Tod so locker und zeigt gleichzeitig die Schwere die Betroffene erleben und durchleben müssen.
Danke auch für den Raum der anfangs ungewissen Beziehung von Lola und Maxi und die Gefühle und Gedanken die damit einhergehen.
Ein absolut bezauberndes Buch. Ich freue mich schon auf das nächste Buch!
Bewertung
5/5
13.08.2026
Buch (Taschenbuch)
Ich will mehr Inka Lindberg!
Diese Review kommt 1 Jahr zu spät, aber:
Ich habe mich wirklich selten so repräsentiert gefühlt! Gerade als bisexuelle Frau, aber auch in allen anderen Belangen. Ich kann es kaum richtig beschreiben. Es wurde sich mit vielen Vorurteilen beschäftigt, auch innerhalb der Community, die meiner Meinung nach viel zu selten Raum bekommen und das hat mich tief berührt. Das wird nicht das letzte Buch sein, welches ich von Inka gelesen habe
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5/5
29.08.2026
eBook (ePUB)
Mehr als nur eine queere Liebesgeschichte
„Ever since she kissed me“ ist nicht einfach nur eine queere Liebesgeschichte. Es geht um Lola und Maxi, die sich nach Jahren wieder begegnen und merken, dass die Gefühle von damals vielleicht doch nie ganz verschwunden sind. Während zwischen den beiden langsam wieder Nähe entsteht, muss Lola gleichzeitig mit der Demenzerkrankung ihres Vaters und den vielen Dingen, die sie im Alltag belasten, klarkommen. Dabei hat sie oft das Gefühl, für alle stark sein und alles alleine schaffen zu müssen.
Besonders berührt hat mich, wie authentisch Lolas Situation beschrieben wird. Man spürt ihre Überforderung, ihre Ängste und die Schuldgefühle sehr deutlich und kann gut nachvollziehen, wie schwer es ihr fällt, auch mal an sich selbst zu denken. Maxi bringt dabei eine schöne Leichtigkeit und Wärme in die Geschichte und erinnert Lola daran, dass sie nicht alles alleine schaffen muss.
Ich habe das Buch innerhalb eines Tages verschlungen, weil ich es einfach nicht mehr aus der Hand legen konnte. Die Geschichte hat mich so sehr mitgenommen, dass ich immer weiterlesen wollte und gar nicht gemerkt habe, wie schnell die Seiten an mir vorbeigeflogen sind. Eine ganz klare Empfehlung!
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5/5
12.08.2026
Buch (Taschenbuch)
Queer Romance <3
Eine wunderbar einfühlsame und authentische Romance über zweite Chancen, Verlust, Liebe und Aufopferung. Lola lebt seit ihrem Schulabschluss nur mehr für ihren Vater, der viel zu jung eine Demenz Diagnose erhielt. Anstatt Universität, Auslandreisen und neuen Lieben besteht ihr Alltag aus Pflege, Organisation und Trauer - so sehr, dass sie sich selbst bei all dem völlig vergisst. Erst als ihre ehemals beste Freundin Maxi wieder in das Leben von Lola und ihrem Vater als dessen neue Physiotherapeutin tritt, scheint sie zu verstehen, dass sie nicht all die Last der Welt einzig und allein auf ihren Schultern tragen muss. Als Lola kurz nach dem Abi den Kontakt zu Maxi abrupt abgebrochen hat, sich nicht mehr bei ihr meldete oder auf Nachrichten reagierte, dachte sie, ihr damit einen Gefallen zu tun - doch Maxi konnte Lols nie vergessen und setzt nun alles daran, sie nicht nochmals zu verlieren. Inka Lindberg schreibt so intensiv und voller Gefühl, ich habe jede Seite davon geliebt zu lesen, auch wenn ich immer wieder unterbrechen musste, weil neue Taschentücher her mussten. Sie schreibt nicht nur besonders feinfühlige queer Romance, sondern verwebt Lolas Geschichte mit ihrem Vater so ein, dass Lesende ganz nah an den Charakteren sind und sich direkt in deren Leben einfühlen können. Ein so tolles Buch über Queer Joy, Found Family und was es bedeuten und auch wie schwer es oft sein kann, für sich selbst zu stehen. Ganz viel Liebe hierfür!
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