Die queere Second Chance Romance der Spiegel-Bestsellerautorin Inka Lindberg
Eine New Adult Romance über Liebe und Aufopferung, aber auch den Mut, zweite Chancen zu ergreifen - und sich selbst zu wählen.
Ich habe dich schon mal verloren. Ich will dich nie wieder verlieren. Lola hat ihr Leben angehalten. Während ihr Vater durch seine Demenz Stück für Stück verblasst, hält sie fest, was noch da ist. Sie organisiert, pflegt, funktioniert und merkt kaum, wie sie selbst dabei immer mehr verschwindet. Bis Maxi nach sieben Jahren plötzlich wieder vor ihr steht. Ihre beste Freundin von damals. Der Mensch, bei dem Lola sich zum ersten Mal wirklich gesehen gefühlt hat und dem sie nie gesagt hat, was sie empfindet.
Alte Gefühle werfen Lola aus der Bahn, während die Realität immer mehr von ihr fordert. Zwischen Schuld, Sehnsucht und der Angst, sich wirklich auf jemanden einzulassen, gerät Lola an einen Punkt, an dem Verdrängen keine Option mehr ist. Doch was passiert, wenn das Herz endlich bekommt, was es will, genau in dem Moment, in dem alles andere zu zerbrechen droht?
Der neue queere Own-Voice-Roman von Spiegel-Bestsellerautorin Inka Lindberg mit den beliebten Tropes:
Friends to Lovers
Second Chance
Forced Proximity
Found Family
Ugly Cry
Für alle Fans von Alicia Zett und Brittainy C. Cherry.
Kundinnen und Kunden meinen
4.8/5.0
Bewertung
5/5
19.07.2026
eBook (ePUB)
Trauer, Hoffnung und ganz viel Gefühl
Das Buch ist unfassbar berührend und emotional, es zieht einen in den Bann und lässt einen nicht los. Trotz des hochemotionalen Themas findet die Autorin die richtigen Worte. Sie zeigt, wie schmal der grad zwischen Trauer und Hoffnung ist. Sie lässt Raum für die leichten Momente und schreckt gleichzeitig nicht vor den schweren zurück. Obwohl ich bisher noch keine Berührung mit der Pflege von Angehörigen hatte und auch keine Personen mit Demenz in meinem Umfeld habe, konnte ich mich dennoch stark in die Protagonistin einfühlen und mit ihr leiden, hoffen, verwirrt sein und gleichzeitig das Verlangen nach Sicherheit und Liebe spüren. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Danke, Inka, für ein weiteres wunderbares liebevolles queeres Buch ❤️
Bewertung
5/5
11.07.2026
eBook (ePUB)
Intensiv, Intim, Inka
Ich habe lange überlegt, was ich hier schreiben soll. Aber ich finde keine Worte.
Deshalb sage ich nur eins: Danke, Inka. Danke, für dieses wundervolle und intensive Buch. Ich habe mich selten so gesehen gefühlt. Ich habe jedes Wort geliebt und gefühlt.
Bewertung
5/5
07.07.2026
eBook (ePUB)
Zwischen Liebe, Verlust und Hoffnung
Dieses Buch hat mich von Anfang bis Ende begeistert. Die Geschichte eines queeren Paares, das sich nach langer Zeit wiederfindet und sich neu kennenlernt, ist emotional, humorvoll und unglaublich authentisch.
Besonders gefallen hat mir, dass die Geschichte aus der Sicht beider Protagonist:innen erzählt wird. So konnte ich ihre Gefühle und Gedanken wunderbar nachvollziehen. Auch die einfühlsame Darstellung der Demenzerkrankung des Vaters und ihrer Auswirkungen auf das Leben der Protagonist:innen hat mich sehr berührt.
Trotz der ernsten Themen fühlt sich das Buch nicht schwer an, sondern ehrlich und voller Wärme. Die Autorin schafft es, Figuren zu erschaffen, in denen man sich wiederfinden kann, in denen man sich gesehen fühlt.
Für mich eine berührende und fesselnde Geschichte, die ich gerne weiterempfehle.
Bewertung
3/5
30.07.2026
eBook (ePUB)
Leider nicht überzeugt
Ich hätte dieses Buch gern geliebt und es ist auch sehr gut geschrieben, trotzdem bleibt am Ende das Gefühl, dass eine der Protagonistinnen sehr viel mehr verdient hätte und die andere absolut gar keine persönliche Entwicklung durchgemacht hat. Das Buch an sich ebenso wie die behandelten Themen (Pflegefall in der Familie, internalisierte und externe Homophobie, vermeidendes Bindungsverhalten) sind aber sehr gut und überzeugend dargestellt. Ob man den Ausgang der Geschichte am Ende mag ist vermutlich sehr individuell. Für mich war es aber der erste lesbische Liebesroman, in dem ich von den Charakteren enttäuscht war.
Franci
aus Ilmenau
5/5
17.08.2026
Buch (Taschenbuch)
Intensive Second Chance Romance mit gewichtigen Themen
Als Frank erkrankt, sieht sich seine Tochter gezwungen, ihr Leben zu pausieren. Statt Partys, Dates, FreundInnen und einem Job verlaufen Lolas Tage fortan strukturiert, sind voll mit Sorgen, Medikamentenplänen und Arztterminen. Die Mittzwanzigerin läuft auf Autopilot, um keine Fehler zu machen. Um für ihren Vater, der so viel für sie getan hat, da zu sein.
Dass die neue Physiotherapeutin ausgerechnet Maxi ist, zieht ihr jedoch den Boden unter den Füßen weg, bringt die junge Frau Erinnerungen mit, für die in Lola kein Platz mehr sind. Keiner mehr sein sollte.
Einst beste Freundinnen haben es die beiden sieben Jahre geschafft, sich nicht zu begegnen. Jahre, in denen Maxi nie wieder so empfunden hat wie damals. Frank jetzt so zu sehen, einen Mann, der mehr Verständnis für sie übrig hatte als ihre eigenen Eltern, der sie aufgenommen hat, als ihre Mutter sie nicht wollte, tut weh. Doch auch Lolas Anblick zwickt: Statt Lebenslust ist da nur noch Erschöpfung, statt bissigem Humor ist da … kaum noch etwas übrig …
Während es Lolas Vater merklich schlechter geht, erwachen die verdrängten Gefühle der Frauen erneut. Doch was, wenn das Happy-End anklopft, gerade dann, wenn alles auseinanderfällt?
In „Ever since she kissed me“ erzählt Inka Lindberg eine queere Second Chance-Romance, in der die Beziehung zwischen Maxi und Lola zwar eine zentrale Rolle bildet, jedoch nicht in der Lage ist, die schweren, gewichtigen Themen zu überschatten. Wir verfolgen das Geschehen über Monate hinweg aus wechselnder Perspektive, was uns den Raum gibt, die Protagonistinnen und ihre Lebensrealitäten kennenzulernen.
Schien Lola oft distanziert, bemüht resigniert, hat sie doch längst akzeptiert, dass nichts mehr besser wird, unwillig, um Hilfe zu bitten, zusammenzubrechen, ist Maxi ein konträrer Part: Mitten im Berufsleben hat sie Ausgleich im Sport gefunden, mit Quinn den perfekten Mitbewohner; strahlt selbstbewusst und geht Flirts nicht aus dem Weg.
Könnte Lola auf einige LeserInnen kühl und abgeklärt wirken, fand ich sie in Anbetracht all dessen, was sie verpassen und aufgeben musste, mit all ihren (Selbst)Zweifeln und Sorgen, ihren Ängsten und mentalen Problemen einfach nur echt. So verdammt verletzlich.
Da die Autorin Rückblenden einfließen lässt, wird die persönliche Geschichte der Frauen, ihr Zueinanderfinden und ihr Ende, im selben Maße greifbar wie Lolas Veränderung. In diesen Kapiteln wird auf eine besondere Weise neben Freundschaft auch Maxis Queerness, ihr Coming-out und die Hürden, Anfeindungen und Unsicherheiten, die damit einhergingen, behandelt. Stets an ihrer Seite stand Lola. Schlagfertig und gleichgültig ob der Meinungen anderer.
Wir treffen im Jetzt keine Fremden, sondern Vertrautheit, Konflikte und Wehmut. Ungesagte Worte, nie vergessene Empfindungen. Ihr Verhältnis entwickelt sich den Umständen und Hintergründen entsprechend. Aus distanzierten, rein professionellen, erzwungenen Gesprächen wurden neckende Nachrichten. Pläne. Intimität. Humorvoll, den Anschein von Unverbindlichkeit weckend, öfter jedoch von Ernst durchtränkt, von stiller Trauer. Ein fragiles, sich nur langsam verdichtendes Band. Ich genoss es, wie hartnäckig und beständig Maxi blieb, wie sich Lola langsam öffnete, endlich erkannte, nicht immer stark sein, alleine kämpfen zu müssen.
Lindberg setzt auf prickelnde Tension und Sanftheit statt auf Spice und Schnelligkeit, was sich hervorragend in die atmosphärisch-ruhige, bedrückende Handlung fügt.
Für mich war der Dreh- und Angelpunkt der Story aber die Demenz von Frank. Denn aus dieser entstehen Lolas Überforderung, ihre merklich spürbare körperliche wie mentale Erschöpfung, ausgebrannt von der endlosen Aufopferung und ihrem Pflichtgefühl.
Selbst Lolas Großeltern – Franks Eltern – waren auf eine Art involviert, die uns ein unvorstellbares, ein grausames Leiden zugänglich macht. Zu sehen, wie das eigene erwachsene Kind dahinsiecht, immer weniger wird, ist eine Erfahrung, die niemand machen sollte. Subtil kritisiert werden zurecht u. A. die unzureichenden (und unbezahlbaren) Hilfsmöglichkeiten, die überlasteten Pflegestellen, das wenig Sicherheit bietende Gesundheitssystem für Erkrankte und Angehörige und das Unverständnis Außenstehender.
All das wurde sensibel und verständlich behandelt; die Handlung war mit Melancholie und durchdringender Verzweiflung gespickt. Lindberg griff zu einfühlsamen Worten, zu einem Hauch Poesie, nahbaren und echten Emotionen, zeigt einen Alltag, der uns alle treffen könnte. Authentisch, schwermütig und eindringlich.
Frau Berthold und Quinn brachten hier und da Leichtigkeit mit, indes sind es innige Augenblicke und Zärtlichkeit, die den Romantik-Faktor sacht puschen.
„Ever since she kissed me“ erinnert daran, dass es niemals zu spät für neue Erfahrungen ist, dass nicht alles ein Label braucht und Selbstfürsorge nie egoistisch, immer essenziell ist. Dass wir jeden klaren Moment genießen sollten, denn nichts ist so sicher wie der Tod, der uns alle irgendwann – manche viel zu früh – trifft.
Viele, viele Gedanken und Momente gehen nah, treffen tief, stimmen nachdenklich und lassen innehalten – nicht, kein einziges Mal aufgrund überzogener Dramatik, sondern einzig aufgrund der Realitätsnähe. Inka sorgt für Gänsehaut, für schwer Schlucken. Gleichzeitig schafft sie Sichtbarkeit für Betroffene von Demenz und Angehörige, für die Not.
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5/5
12.08.2026
Buch (Taschenbuch)
Queer Romance <3
Eine wunderbar einfühlsame und authentische Romance über zweite Chancen, Verlust, Liebe und Aufopferung. Lola lebt seit ihrem Schulabschluss nur mehr für ihren Vater, der viel zu jung eine Demenz Diagnose erhielt. Anstatt Universität, Auslandreisen und neuen Lieben besteht ihr Alltag aus Pflege, Organisation und Trauer - so sehr, dass sie sich selbst bei all dem völlig vergisst. Erst als ihre ehemals beste Freundin Maxi wieder in das Leben von Lola und ihrem Vater als dessen neue Physiotherapeutin tritt, scheint sie zu verstehen, dass sie nicht all die Last der Welt einzig und allein auf ihren Schultern tragen muss. Als Lola kurz nach dem Abi den Kontakt zu Maxi abrupt abgebrochen hat, sich nicht mehr bei ihr meldete oder auf Nachrichten reagierte, dachte sie, ihr damit einen Gefallen zu tun - doch Maxi konnte Lols nie vergessen und setzt nun alles daran, sie nicht nochmals zu verlieren. Inka Lindberg schreibt so intensiv und voller Gefühl, ich habe jede Seite davon geliebt zu lesen, auch wenn ich immer wieder unterbrechen musste, weil neue Taschentücher her mussten. Sie schreibt nicht nur besonders feinfühlige queer Romance, sondern verwebt Lolas Geschichte mit ihrem Vater so ein, dass Lesende ganz nah an den Charakteren sind und sich direkt in deren Leben einfühlen können. Ein so tolles Buch über Queer Joy, Found Family und was es bedeuten und auch wie schwer es oft sein kann, für sich selbst zu stehen. Ganz viel Liebe hierfür!
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