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Produktbild: Half His Age

Half His Age A Novel

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

11370

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

20.01.2026

Verlag

Random House LLC US

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

20,7/13,8/2,3 cm

Gewicht

284 g

Farbe

Altrosa / Rost

Auflage

1. Auflage

Sprache

Englisch

EAN

9798217300969

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

11370

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

20.01.2026

Verlag

Random House LLC US

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

20,7/13,8/2,3 cm

Gewicht

284 g

Farbe

Altrosa / Rost

Auflage

1. Auflage

Sprache

Englisch

EAN

9798217300969

Herstelleradresse

Libri GmbH
Europaallee 1
36244 Bad Hersfeld
DE

Email: gpsr@libri.de

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  • Michelle

    aus Chemnitz

    5/5

    05.07.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Werde ich wieder lesen

    Ich habe das Buch bis zu einem gewissen Punkt geliebt und verschlungen, oftmals für Tage weggelegt weil ich nicht wollte dass das Buch schon endet. Aber als ich es eines Tages wieder in die Hand nahm und auf die letzten Kapitel zusteuerte, hat das Buch sehr nachgelassen. Das Ende war blöd. Aber ansonsten ein gutes Buch. Die Vulgarität war einerseits verstörend, dennoch passend und es hat das Buch realistischer gemacht. Was mir dennoch nicht gefallen hat, war die sich immer wiederholende, teilweise unrealistische Shoppingsucht von Waldo. Bei den ersten paar Malen war es ja gar nicht schlimm, aber nach einer Weile kam es so oft auf diese unrealistische Weise vor, dass ich vermutete, es sei vielleicht eine Redundanz. Ich gebe trotzdem mal 5 Sterne.

  • nil_liest

    aus Frankfurt

    5/5

    20.01.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Dieses Buch tut weh. Und…

    Dieses Buch tut weh. Und genau deshalb ist es so gut. Half His Age liest sich auf den ersten Blick wie eine Geschichte, die man zu kennen glaubt: junge Schülerin, älterer Lehrer, verbotene Anziehung, absehbare Katastrophe. Jennette McCurdy nutzt diese Erwartung – und zerlegt sie Seite für Seite. Was hier entsteht, ist kein Skandalroman, keine provokante Spielerei, schon gar keine Liebesgeschichte. Es ist ein schonungslos ehrlicher Blick auf Begehren, Macht und das verzweifelte Bedürfnis, gesehen zu werden. Waldo, 17, ist eine Protagonistin, die man nicht vergisst. Sie ist widersprüchlich, klug, verletzlich, manchmal nervig, oft brutal ehrlich – vor allem sich selbst gegenüber. Ihre Gedanken sind roh, ungefiltert, manchmal unangenehm nah. McCurdy schreibt so dicht an Waldos Innenleben, dass man sich als Leserin zeitweise ertappt fühlt: bei Erinnerungen an die eigene Jugend, an Unsicherheiten, an diese gefährliche Mischung aus Größenfantasien und Selbsthass. Waldo will alles – Aufmerksamkeit, Bedeutung, Intensität – und sie weiß selbst nicht einmal genau, warum. Die Beziehung zu ihrem Lehrer steht im Zentrum, aber sie ist nicht der Kern. Entscheidend ist das Gefälle: emotional, sozial, ökonomisch. McCurdy beschreibt mit erschreckender Präzision, wie Macht wirkt, ohne dass sie laut ausgesprochen werden muss. Wie Abhängigkeit entsteht, wie Projektionen wachsen, wie Verantwortung verschoben wird – und wie leicht eine junge Person sich selbst davon überzeugt, alles unter Kontrolle zu haben, während sie sie längst verloren hat. Nichts daran wird romantisiert, nichts entschuldigt, nichts vereinfacht. Besonders stark ist der Blick auf Herkunft und Klasse. Waldo bewegt sich durch Konsum, Internet, Körperbilder und Erwartungen wie durch ein Minenfeld. Sie versucht, innere Leere mit Dingen, Fantasien und Beziehungen zu füllen – und scheitert daran immer wieder. Dass der Roman dabei auch Kapitalismus, Leistungsdenken und weibliche Sozialisation mitverhandelt, geschieht leise, aber treffsicher. Die Sprache ist ein Ereignis für sich: hart, direkt, manchmal vulgär, dann wieder überraschend poetisch. McCurdy schreibt ohne Sicherheitsnetz. Jeder Satz wirkt bewusst gesetzt, nichts wird geglättet, nichts erklärt, um es erträglicher zu machen. Genau daraus entsteht diese enorme Sogwirkung. Ich wollte zwischendurch pausieren – und konnte es nicht. Was Half His Age so außergewöhnlich macht, ist sein Mut. Der Mut, unangenehme Fragen zu stellen. Der Mut, einer jungen weiblichen Stimme Raum zu geben, ohne sie zu idealisieren oder zu moralisieren. Und der Mut, Leser:innen auszuhalten, die dieses Buch falsch lesen könnten – weil McCurdy ihnen zutraut, genauer hinzusehen. Am Ende bleibt kein Trost, kein sauberes Fazit. Aber etwas viel Wertvolleres: ein tiefes Unbehagen, das lange nachwirkt. Und die Gewissheit, dass man gerade einen Roman gelesen hat, der wichtiger ist, als er auf den ersten Blick scheint. Ein intensives, kluges, wütendes Debüt. Kein Wohlfühlbuch. Kein leichtes Buch. Aber ein verdammt gutes.

  • BW77

    aus Lübeck

    5/5

    10.01.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Dieses Buch hat mich überrasch…

    Dieses Buch hat mich überrascht! Was auf den ersten Blick wie eine bekannte, vielleicht sogar vorhersehbare Lehrer-Schülerin-Geschichte wirkt, entpuppt sich schnell als vielschichtiger, emotionaler Roman über Selbstsuche, Abhängigkeiten und das Erwachsenwerden. „Half His Age“ hat mich von der ersten Seite an gepackt und nicht mehr losgelassen, und ich habe es nahezu in einem Rutsch gelesen. Die 17-jährige Protagonistin Waldo steht im Zentrum des Romans: jung, verletzlich, scharfsinnig und gleichzeitig voller innerer Widersprüche. Ihre Gedanken, Ängste und Sehnsüchte sind so glaubwürdig und feinfühlig ausgearbeitet, dass man ihr sehr nahekommt und ich vieles davon aus meiner eigenen Jugend gut nachempfinden konnte. Besonders berührend ist ihre Suche nach Zugehörigkeit, in einer Welt, in der sie sich verloren fühlt und versucht, innere Leere mit Konsum, Beziehungen und Projektionen zu füllen. Ihre Entwicklung verläuft nicht geradlinig, sondern über Umwege, Rückschläge und schmerzhafte Erkenntnisse, was sie umso menschlicher und sympathischer macht. Die Beziehung mit ihrem Lehrer, die im Zentrum der Handlung steht, wird differenziert und ohne Klischees erzählt. Statt plumper Provokation geht es um Machtverhältnisse, emotionale Abhängigkeiten und die Frage, warum bestimmte Dynamiken überhaupt entstehen. Auch gesellschaftliche Themen wie Klassismus, Kapitalismus und familiäre Prägungen sind klug in die Geschichte eingewoben und wirken nie belehrend, sondern organisch. Der Schreibstil ist zugleich schonungslos, gefühlvoll, und extrem einnehmend. Man leidet mit, denkt mit und bleibt auch nach der letzten Seite noch lange bei Waldo und ihrer Geschichte. Ein intensives, kluges und bewegendes Buch, das weit mehr ist als das, was Titel, Cover oder Klappentext vermuten lassen – und definitiv keine typische Lehrer-Schülerinnen-Story.

  • Jana

    3/5

    25.01.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Machtgefälle

    Half his age Ich war komplett überzeugt von Jennette McCurdys erstem Buch „I‘m glad my mom died“ und wollte unbedingt ihr nächstes Buch lesen. Ich hatte nicht damit gerechnet das ich mich so… angeekelt fühlen würde. Es war wirklich schwierig zu lesen. Aber das ist nicht unbedingt etwas schlechtes. Es handelt von einer Schüler- Lehrer Beziehung und ich befürworte es, das es nicht romantisch beschrieben ist. Das Buch ist aus der Perspektive einer 17 jährigen Schülerin geschrieben. Sie ist sehr offen damit das sie eine schwierige Kindheit hatte und noch hat. Erzählt auch im Unterricht davon und weckt das Interesse des Englischlehrers. Als jemand, der gelernt hat das man sich die Aufmerksamkeit von seinen Eltern und auch Männern verdienen muss, fühlt sie sich zu den schwierigen Beziehungen hingezogen. Selbst wenn sie die Möglichkeit hat, mit einem Jungen in ihrem Alter zusammenzukommen, ist er ihr zu sauber, zu formlos und nicht spannend genug. Stattdessen fühlt sie sich von Anfang an zu ihrem Lehrer hingezogen. Fantasiert von ihm. Versucht seine Aufmerksamkeit zu bekommen. Aus ihrer Perspektive ist sie es, die verführt. Die Macht hat. Und ihr Lehrer bestärkt sie darin. Manipuliert sie auf eine Weise, die sie selbst nicht wahrnimmt. Dabei beschreibt sie ihn auf die unattraktivste Weise die ich mir vorstellen könnte. Ich fühlte mich physisch abgestoßen von diesem Mann. Dabei geht es Waldo vermutlich genauso. Sie braucht nur länger um zu verstehen das ihr Körper sich angeekelt fühlt. Sie ist zu sehr berauscht davon Aufmerksamkeit zu bekommen. Sie fühlt sich gesehen. Besonders. Möchte das Verbotene. Glaubt es zu verdienen. Sieht dabei nicht, das sie von einem Erwachsenen missbraucht wird, der es besser wissen muss und die Verantwortung auf sie abschiebt. Somit war das Buch nicht, wie ich es mir von Beschreibungen vorgestellt habe. Ich fand es nicht witzig, wurde nicht wütend. Ich fühlte mich angewidert, als wäre ich selbst in der Situation. Zuweilen war mir die Darstellung des Teenagers zu unnatürlich. Ihr Kaufsucht zu reflektiert. Die Sprache zu einfach. Ich konnte aber nachvollziehen wie Waldo in dieser Beziehung gelandet ist und fand es gut, das sie nicht das typisch hilflose Mädchen war.

  • Charline

    2/5

    07.03.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Die erste Hälfte war gut, die andere...

    Die erste Hälfte war richtig gut, obwohl sich die Anlistung der Marken (immer mal wieder im Buch) wie Werbung angefühlt hat. Die Charaktere waren am Anfang mega gut und ich konnte mich super in Waldo hineinfühlen. Sie war sehr authentisch in ihrem Handeln und ihrer Denkweise. Auch Mr Theodore Korgy, war sehr nachvollziehbar - dann kam die andere Hälfte. Ohne zu viel zu sagen: die beiden haben irgendwie ihre Persönlichkeit getauscht. So auffällig aber, dass ich wirklich vermutet habe, dass die Autorin die Charaktere verwechselt hat mittendrin. Das hat mich sehr gestört. Ich habe meinen Bezug zu den Charakteren verloren und dachte mir ab der Mitte: gurl why?! Trotzdem kann ich mir vorstellen, dass es eventuell etwas sein kann, was andere gerne lesen. Das möchte ich nicht verurteilen, go for it, queen. Das Buch scheint auch übrigens die Buchform vom Lied "Teacher's pet" zu sein. Inspiration und Grundlage, nehme ich an.

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Bewertungen (8)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Rina A.

    Rina A.

    Thalia Seiersberg – ShoppingCity

    Buchhändler*in

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    5/5

    19.03.2026

    eBook (ePUB 3)

    Half his Age

    An incredibly good book that I finished in one day. The story is told from the perspective of Waldo – a 17-year-old from the white working class, with a shopping addiction as coping mechanism, a Mormon ‘best friend’ who uses her as a charity project, and a mother who deals with too many issues to be there for her. She lives her monotonous life full of hurdles, until she meets her English teacher and develops an obsession, a fascination that goes far beyond a normal crush. All in all, it's an emotional story full of struggles and disappointments for Waldo, which ultimately lead her to follow her own path.
  • Zum Bewerterprofil von Caroline S.

    Caroline S.

    Thalia Wien – Hauptbahnhof

    Buchhändler*in

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    4/5

    23.02.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Die ewige Suche nach Verbindung

    Ich weiß gar nicht ob ich die richtigen Worte für dieses Buch finde. Die Geschichte ist provokant und unbequem erzählt - stellenweise sogar verstörend und gerade das macht sie so fesselnd. Im Mittelpunkt steht die erste große Liebe, bei der scheinbar alles schief läuft, was sie jedoch umso glaubwürdiger macht. Schonungslos und offen greift das Buch Themen wie Begehren, Konsum (als Ventil?), soziale Unterschiede, Einsamkeit und Macht auf. Die Erzählung ist tiefgründig und melancholisch und wird mich noch lange beschäftigen. Durchgehend spürbar ist die Sehnsucht nach Nähe, Zuneigung und was auch immer Liebe letztlich bedeuten mag. Es behandelt Gefühle, die einem selbst aus der Jugend bekannt sind - die ewige Suche. Die Handlung wirkt authentisch und berührend. Besonders eindrucksvoll ist, wie man durch Waldos Gedanken nachvollziehen kann, weshalb sie sich auf diese Beziehung einlässt. Auch die Darstellung davon, wie das Bedürfnis nach Aufmerksamkeit und Liebe in emotionale Abhängigkeit und beinahe Obsession umschlagen kann, finde ich sehr gelungen. Wichtig ist zudem, dass die emotionale Abhängigkeit im Buch klar benannt wird – unter anderem durch die Mutter, die dieses Thema anspricht. Teilweise musste ich eine Pause machen von der Geschichte um die Handlung zu verarbeiten. Trotzdem kann ich dieses Buch sehr weiter empfehlen, da es zum Nachdenken anregt und in Erinnerung bleibt!
  • Zum Bewerterprofil von Jasi

    Jasi

    Thalia Wien – Westfield Donau Zentrum

    Buchhändler*in

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    3/5

    08.04.2026

    Buch (Taschenbuch)

    “Maybe wanting things is what makes me a lot."

    Waldo feels many strong things. She is hungry, lonely, angry, and always wanting more. She can be blunt, impulsive, and sometimes naive, but also thoughtful and perceptive. More than anything, she wants Mr. Korgy, her creative writing teacher. He has a wife, a child, and a life full of responsibilities. His dreams seem faded, and he carries the weight of everyday problems. Waldo doesn’t fully understand why she wants him. Maybe it’s his passion and experience, or the way he knows books and films she hasn’t discovered yet. Maybe it’s something deeper: the way they seem to understand each other and see the world in a similar way. Or maybe it’s simply that he notices her when no one else does. This book was uncomfortable to read often even disturbing but in a way that felt somewhat intentional. Waldo’s narration seems designed to shock and unsettle, provoking discomfort more than offering deeper insight. At its core, the novel explores an intense longing for something meaningful and the lengths a person might go to fill that emptiness. In Waldo’s case, that void is taken up by a 40-year-old man, which sets the story in motion. Up until about the middle, the plot unfolds in a fairly predictable way. However, this doesn’t take away from the reading experience, because the real strength lies in the perspective: Waldo is a sharp and self-aware teenager who, on some level, understands what’s happening, yet is still naive and lonely enough to go along with it. By the end, though, what could have been a nuanced exploration of power dynamics, abuse, grooming, trauma, and vulnerability instead feels somewhat hollow and sensationalized.
  • Zum Bewerterprofil von Carmen Pichler

    Carmen Pichler

    Thalia Grieskirchen

    Buchhändler*in

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    3/5

    11.03.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Anders als erwartet

    Schonungslos ehrlich erzählt Jennette McCurdy in ihren ersten Roman über die siebzehnjährige Waldo und ihrer Affäre mit dem über vierzigjährigen Mr. Korgy, ihrem ,,Kreatives Schreiben'' Professor. Zudem behandelt sie indirekt wichtige Themen wie Konsum und Abhängigkeit in Beziehungen, Machtverhältnisse, die Lebensweise der verschiedensten Klassen, sowie die gefährliche Definition der ,,Täter/Opfer Rolle’’. Waldo ist zynisch, vulgär und sehr direkt. Sie wächst in schlechteren Verhältnissen auf als die meisten Mitschüler in ihrem Alter, ist eine emotionale Stütze für ihre alleinerziehende Mutter, die Waldo die meiste Zeit sich selbst überlässt, und kommt mit Jugendlichen in ihrem Alter nicht wirklich klar. Dennoch versucht sie im Laufe des Buches mehrmals sich ,,ihrem Alter entsprechend'' zu verhalten. Ihre Entscheidungen, Gedanken und Reaktionen sind ganz klar die einer Teenagerin. Waldo ist kein normales Opfer. Sie ist nicht naiv oder gar ahnungslos,sondern eher stark und selbstbestimmt. Dennoch nutzt ihr Professor, der im Privaten ein gescheiteter Autor und hoffnungsloser Träumer ist, ihre Unerfahrenheit aus und stimmt der Affäre zu, in der er endlich angehimmelt und begehrt wird. Das Buch spielt ganz klar mit dem Gedanken ,,Aber sie wollte es doch’’, doch auf jeden Fall hätte er die Verantwortung tragen und es eigentlich besser wissen müssen. Das Buch ist es definitiv Wert gelesen zu werden, und wird mich sicher noch einige Zeit beschäftigen.
  • Zum Bewerterprofil von Magda W.

    Magda W.

    Thalia Oberwart – EO Oberwart

    Buchhändler*in

    3/5

    29.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Oberflächlich, aber unterhaltsam

    „Half his age“ polarisiert und provoziert. Ich wollte mich selbst davon überzeugen, ob das Buch den Hype wert ist. Der Plot ist nicht neu: Schülerin verliebt sich in Lehrer. Sie stammt aus der weißen Unterschicht, hat keinen Vater, die Mutter ist abwesend und abhängig von ihrem Freund. Er ist gut situiert, hat Frau und Kind. Sie jobbt bei Victoriaʼs Secret und füllt jede Nacht Warenkörbe auf Amazon, er liest Klassiker der Weltliteratur und schaut Filme von Kubrick und Linklater. Sie ist 17, er 40. Das Buch liest sich sehr schnell, die Kapitel sind kurz. Die Geschichte wird aus Waldos Sicht erzählt, was die Möglichkeit gibt, tief in ihre Gedanken und Gefühle Einblick zu nehmen. Der Schreibstil ist pointiert, aber teilweise sehr vulgär. Waldo weiß selbst nicht genau, was sie an Mr. Korgy findet. Sie weiß nur, dass sie ihn will. Das hat es für mich erschwert, die Beziehung nachvollziehen zu können. Denn auch Korgys Motive blieben unklar für mich. Was findet er bloß an Waldo, habe ich mich mehrfach gefragt. Die Teenagerin fand ich größtenteils unsympathisch, ich konnte mich nicht wirklich mit ihr identifizieren. Ihre Persönlichkeit besteht darin, ihre Wut und ihren Frust wegzushoppen und Dinge zu kaufen, die sie nicht braucht, und darin, sich zu schminken. Nach der fünften Beschreibung darüber, welche Pflegeprodukte sie alle verwendet, um Korgy zu gefallen, wird es langweilig. Mir war das auch zu wenig, um wirklich als Konsumkritik durchzugehen. Zum Nachdenken angeregt hat mich das Buch nicht. Ein zentrales Element ist mir bis zum Schluss unklar geblieben: Wieso hat Korgy sie zu sich und seiner Frau zum Essen eingeladen? Das war so etwas wie der Startpunkt der Beziehung. Aber was waren Korgys Motive? Ich fand das sehr konstruiert. Gefallen hat mir der Humor der Autorin und der Showdown am Ende des Buches, als Waldo langsam erkennt, was sie wirklich will und was sie braucht bzw. nicht braucht. Fazit: Man kann das Buch lesen und wird dabei sicher gut unterhalten, etwas Neues bietet die Geschichte aber nicht.

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