Produktbild: Abschied
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Sebastian Haffner

1. Abschied

Abschied

Gesprochen von
12
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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Sebastian Blomberg

Spieldauer

5 Stunden und 7 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

03.06.2025

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

98

Verlag

Argon

Sprache

Deutsch

EAN

9783732422081

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

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Gesprochen von

Sebastian Blomberg

Spieldauer

5 Stunden und 7 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

03.06.2025

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

98

Verlag

Argon

Sprache

Deutsch

EAN

9783732422081

Herstelleradresse

Argon Verlag AVE GmbH
Waldemarstraße 33A
10999 Berlin
DE

Email: produktsicherheit@argon.de

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  • Bewertung

    Thalia Book Circle Community

    4/5

    01.05.2026

    Hörbuch-Download (MP3)

    Großartig gelesen

    „Abschied“ ist eine wiederentdeckte Erzählung und insofern auch eine Entdeckung, weil man Haffners erzählerisches Talent zwar aus anderen Werken kennt, diese aber eher historische Darstellungen waren, keine erzählerische Fiktion. Erzählen kann er auf jeden Fall. Und so erzählt er uns in „Abschied“ von einem eher bürgerlichen Rechtsreferendar, der während eines Kurztrips nach Paris – wie man heute sagen würde -, eintaucht in das bohemianhafte Leben, das diese Stadt demjenigen ermöglicht, der die Muße und das nötige Kleingeld hat. Oder der bereit ist, sich auch ohne Geld von einem solchen Moment des savoir vivre zum nächsten zu hangeln, wie es die Angebetete unseres jungen Referndars in Paris tut. Von ihr gilt es jetzt wieder Abschied zu nehmen und damit auch von einer besonderen Lebensweise, und diesen gilt es möglichst lang hinauszuzögern, um sich noch nicht der Lebenswirklichkeit stellen zu müssen, um die Geliebte nicht wieder sich selbst oder gar anderen Bewunderern überlassen zu müssen, um sich selbst um sie sorgen zu können, um dem spießbürgerlichen Leben nicht zu schnell wieder ins Gesicht schauen zu müssen, um Paris nicht zu schnell wieder den Rücken kehren zu müssen – wer weiß, bis wann. Die Erzählung vermittelt wunderbar das Lebensgefühl in dieser schillernden Stadt, das genauso schillert zwischen Leichtigkeit und der Anstrengung, die zu viel gewollte Leichtigkeit mit sich bringen kann, sowie die Bedrückung durch den bevorstehenden Abschied. Dieser ist für mein Empfinden allerdings bisweilen sehr künstlich prolongiert worden, was auch ermüdend und ein wenig lächerlich wirken kann. Letzteres mag auch dem naiven Ton neusachlicher Erzählkunst, an den die Geschichte auf jeden Fall erinnert, geschuldet sein. Was man allerdings auf jeden Fall festhalten kann, ist, dass der Verlag eine absolut passende Erzählstimme für diesen Text gefunden hat, die genau den richtigen Ton trifft und von daher das Hören schon zu einem großartigen Erlebnis macht.

  • Bewertung

    5/5

    14.09.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Abschied von der Freiheit

    Sebastian Haffner ist vielen als Journalist und Publizist in Erinnerung geblieben. Eine bleibende Beachtung haben seine Schriften über Adolf Hitler und den Nationalsozialismus gefunden. Umso mehr überrascht es nun, dass dieser Roman als frühes Jugendwerk des Autors posthum erschienen ist. Haffner hat 1932 nur wenige Wochen für die Niederschrift gebraucht, er floh vor den Nazis und das Manuskript hat lange in einer Schreibtischschublade gelegen. Die Hauptfigur des Buches mit Namen Raimund (so hieß Haffner übrigens damals selbst) trifft sich in Paris, wo er kurzzeitig lebt, mit Teddy. Eine Frau, mit der er eine Liebesaffäre hatte, welche durch seine Abreise nun endgültig zu Ende geht. Handlung gibt es da nicht viel, aber das stört in keinster Weise. Das Entscheidende, wovon hier erzählt wird, ist nämlich die kurze Zeit eines Glücks vor Beginn der dunklen Zeit, denn die vor der Tür stehende Naziherrschaft in Deutschland zeichnet sich bereits ab. Es ist die beeindruckende Hellsichtigkeit, mit der Haffner noch einmal deutlich zeigt, was Europa an Freiheit hat und wie leicht das Bürgertum diese Freiheit wieder verlieren kann und, wie man schließlich weiß, auch wird. Eben deshalb lohnt es sich, dieses Buch jetzt zu lesen. Denn es mahnt uns, den Mächten der Finsternis entgegenzutreten, um die kurzen Momente des Lichts zu bewahren.

  • drawe

    aus Landau

    5/5

    15.07.2025

    eBook (ePUB)

    Wunderbare Mischung aus lebensfroher Weltläufigkeit und Melancholie

    1932. Ein junger Mann, Rechtsreferendar in Rheinsberg, besucht seine Freundin Teddy, die in Paris studiert. Der junge Mann trägt den Namen des Autors, bevor der sich im Exil in Sebastian Haffner umbenannte. Mit diesem Namen verbindet man eher seriöse historische Reflexionen als einen Roman, aber auch dieser Roman ist keine Fiktion, sondern eine Erinnerung an Jugendtage. Der Roman beschreibt den letzten Tag Haffners, damals noch Raimund Pretzel, mit seiner Freundin in Paris, und damit ist der Plot schon erzählt. Es ist weniger die konkrete Handlung, die den Roman lesenswert macht, sondern die Stimmung, die aus ihm spricht. Raimund ist verliebt, unsterblich verliebt, und diese Liebe spricht aus jeder Zeile. Er leidet unter einem vermuteten Missverständnis, er wird eifersüchtig auf die Freunde, die Teddy umschwirren, und er beschwört schwärmerisch und fast atemlos seine Liebe. Haffner erzählt von ethnischer Vielfalt und Weltoffenheit, Toleranz und das verbindende Interesse dieser jungen lebensfrohen Menschen für zeitgenössische Kunst und Literatur. Zugleich merkt man als Leser aber die große Wehmut, die immer wieder durchleuchtet. Die kommenden Ereignisse in Deutschland werfen ihre kleinen Schatten voraus. Raimund weiß, dass er seine Freundin nicht mehr wiedersehen wird. Sie wird nicht mehr nach Berlin zurückkehren können, und auch ohne Volker Weidermanns begeistertes Nachwort erkennt man, dass sie Jüdin ist und ihre Heimat für sie unerreichbar geworden ist. Hellsichtig erkennt Raimund zudem den drohenden Krieg, auch wenn er eher spielerisch von einigen Figuren in einem Nebensatz thematisiert wird. Den ganzen Text durchzieht daher einerseits die pralle Lebensfreude dieser jungen Menschen, aber andererseits das Bewusstsein, dass diese weltzugewandte liberale Lebensform bald ihr Ende finden wird. Und so erhält der Titel „Abschied“ einen doppelten Sinn, der in seiner Melancholie über das Persönliche hinausgeht. 5

  • dracoma

    aus LANDAU

    5/5

    15.07.2025

    eBook (ePUB)

    1932. Ein junger Mann,…

    1932. Ein junger Mann, Rechtsreferendar in Rheinsberg, besucht seine Freundin Teddy, die in Paris studiert. Der junge Mann trägt den Namen des Autors, bevor der sich im Exil in Sebastian Haffner umbenannte. Mit diesem Namen verbindet man eher seriöse historische Reflexionen als einen Roman, aber auch dieser Roman ist keine Fiktion, sondern eine Erinnerung an Jugendtage. Der Roman beschreibt den letzten Tag Haffners, damals noch Raimund Pretzel, mit seiner Freundin in Paris, und damit ist der Plot schon erzählt. Es ist weniger die konkrete Handlung, die den Roman lesenswert macht, sondern die Stimmung, die aus ihm spricht. Raimund ist verliebt, unsterblich verliebt, und diese Liebe spricht aus jeder Zeile. Er leidet unter einem vermuteten Missverständnis, er wird eifersüchtig auf die Freunde, die Teddy umschwirren, und er beschwört schwärmerisch und fast atemlos seine Liebe. Haffner erzählt von ethnischer Vielfalt und Weltoffenheit, Toleranz und das verbindende Interesse dieser jungen lebensfrohen Menschen für zeitgenössische Kunst und Literatur. Zugleich merkt man als Leser aber die große Wehmut, die immer wieder durchleuchtet. Die kommenden Ereignisse in Deutschland werfen ihre kleinen Schatten voraus. Raimund weiß, dass er seine Freundin nicht mehr wiedersehen wird. Sie wird nicht mehr nach Berlin zurückkehren können, und auch ohne Volker Weidermanns begeistertes Nachwort erkennt man, dass sie Jüdin ist und ihre Heimat für sie unerreichbar geworden ist. Hellsichtig erkennt Raimund zudem den drohenden Krieg, auch wenn er eher spielerisch von einigen Figuren in einem Nebensatz thematisiert wird. Den ganzen Text durchzieht daher einerseits die pralle Lebensfreude dieser jungen Menschen, aber andererseits das Bewusstsein, dass diese weltzugewandte liberale Lebensform bald ihr Ende finden wird. Und so erhält der Titel „Abschied“ einen doppelten Sinn, der in seiner Melancholie über das Persönliche hinausgeht.

  • Christopher Bahn

    Book Circle Community

    5/5

    04.07.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Sensation des Jahres

    Die Entdeckung dieses Romans im Nachlass von Haffner zeigt eine Seite dieses berühmten Mannes, die vorher unbekannt war. Ein Liebesroman kurz vor der Machtergreifung, ist der Stil eine Mischung aus Jugendroman und Weimarer Republik, der uns heute wenig vertraut ist. Gerade deshalb lohnt die Lektüre, die uns in eine vergangene Zeit zurück versetzt. Sehr lesenswert.

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Bewertungen (12)

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    Mika

    Thalia Linz – Lentia

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    4/5

    27.08.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Herzzereißend aber doch schön

    Abschied ist ein eindrucksvoller autobiografischer Bericht über die Zeit des Nationalsozialismus. Präzise schildert er gesellschaftliche Änderungen und politische Umbrüche,die Sebastian Haffner,bzw Raimund Pretzel selbst zum Flüchten bringen.

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Bewertungen (1)

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