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Abschied Roman. Mit einem Nachwort von Volker Weidermann

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25,50 €

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

03.06.2025

Verlag

Carl Hanser

Seitenzahl

192

Maße (L/B/H)

20,7/12,7/2,2 cm

Gewicht

302 g

Farbe

Cognac

Auflage

5

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-446-28482-1

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

03.06.2025

Verlag

Carl Hanser

Seitenzahl

192

Maße (L/B/H)

20,7/12,7/2,2 cm

Gewicht

302 g

Farbe

Cognac

Auflage

5

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-446-28482-1

Herstelleradresse

Carl Hanser Verlag
Vilshofener Straße 10
81679 München
DE

Email: info@hanser.de

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  • Bewertung

    5/5

    14.09.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Abschied von der Freiheit

    Sebastian Haffner ist vielen als Journalist und Publizist in Erinnerung geblieben. Eine bleibende Beachtung haben seine Schriften über Adolf Hitler und den Nationalsozialismus gefunden. Umso mehr überrascht es nun, dass dieser Roman als frühes Jugendwerk des Autors posthum erschienen ist. Haffner hat 1932 nur wenige Wochen für die Niederschrift gebraucht, er floh vor den Nazis und das Manuskript hat lange in einer Schreibtischschublade gelegen. Die Hauptfigur des Buches mit Namen Raimund (so hieß Haffner übrigens damals selbst) trifft sich in Paris, wo er kurzzeitig lebt, mit Teddy. Eine Frau, mit der er eine Liebesaffäre hatte, welche durch seine Abreise nun endgültig zu Ende geht. Handlung gibt es da nicht viel, aber das stört in keinster Weise. Das Entscheidende, wovon hier erzählt wird, ist nämlich die kurze Zeit eines Glücks vor Beginn der dunklen Zeit, denn die vor der Tür stehende Naziherrschaft in Deutschland zeichnet sich bereits ab. Es ist die beeindruckende Hellsichtigkeit, mit der Haffner noch einmal deutlich zeigt, was Europa an Freiheit hat und wie leicht das Bürgertum diese Freiheit wieder verlieren kann und, wie man schließlich weiß, auch wird. Eben deshalb lohnt es sich, dieses Buch jetzt zu lesen. Denn es mahnt uns, den Mächten der Finsternis entgegenzutreten, um die kurzen Momente des Lichts zu bewahren.

  • Christopher Bahn

    Book Circle Community

    5/5

    04.07.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Sensation des Jahres

    Die Entdeckung dieses Romans im Nachlass von Haffner zeigt eine Seite dieses berühmten Mannes, die vorher unbekannt war. Ein Liebesroman kurz vor der Machtergreifung, ist der Stil eine Mischung aus Jugendroman und Weimarer Republik, der uns heute wenig vertraut ist. Gerade deshalb lohnt die Lektüre, die uns in eine vergangene Zeit zurück versetzt. Sehr lesenswert.

  • Eva

    5/5

    19.06.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Leichtigkeit und Melancholie

    Haffner Sebastian. Abschied. Hanser Verlag. So endet die Buchvorstellung, bevor die erste Seite beginnt: Dieser (Roman) wurde nie veröffentlicht. 1932 auf der Schwelle zur NS Herrschaft verfasst, besteht Sebastian Haffners Abschied einmalig gewitzt und rasant auf Weltläufigkeit, Liebe und Überschwang. Für unsere Gegenwart ist er ein Ereignis. Raimund ist verliebt in Teddy. Er fährt für ein paar Tage zu ihr nach Paris, entflieht dem bedrückenden Deutschland und taucht ein in die fröhliche Geselligkeit der Dreissigerjahre in der Metropole Frankreichs. Teddy ist Österreicherin, lebte in Berlin und wanderte nach Paris aus. Sie wird umgarnt von zahlreichen Herren, auf die Raimund eifersüchtig ist. Und doch kann er sich dem Charme, dem freundschaftlichen Umgang und der Leichtigkeit der Poeten, Studenten und herzlichen Weggefährten nicht entziehen. Hier ist alles, was das Leben ausmacht. Freiheit, Fortschritt, Kunst, Savoir-vivre, ein enger Zusammenhalt und das Glück. Über allem schwebt die Melancholie des Abschieds. Der Roman von Sebastian Haffner zelebriert den Abschied in allen Facetten. Der Text ist geprägt von Euphorie und unbeschwerte Leichtigkeit aber auch von Hoffnungslosigkeit und dem drohenden Unheil. Er ist weitsichtig und in seinen Andeutungen fast prophetisch. Gleichzeitig wird hier eine politische Denk- und Sichtweise deutlich, die unangepasster und diskursfreudiger nicht sein könnte. Die Jugend ist weltoffen, liberal, empfängt das Unbekannte mit offenen Armen und betrachtet andere Kulturen als Bereicherung. Und vielleicht gerade deshalb wurde die Bedrohung durch die Nationalsozialisten nicht ernst genug genommen, heisst es, vielleicht wurde sie zu lange als lächerlich rückständig abgetan. Dieser posthum veröffentlichte Roman ist wirklich ein Ereignis. Er ist frech und witzig, voller literarischer Schönheit, vielschichtig und geradezu erschütternd in dem heutigen Wissen um den Aufzug des dunkelsten Kapitels der Geschichte. Zum Niederknien schön.

  • wal.li

    Thalia Book Circle Community

    4/5

    25.01.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Paris - Berlin

    Mit Teddy streift Raimund durch Paris. Die schönste Zeit hatten sie im Sommer vor einem Jahr. Die Reise nach Paris sollte die Zeit zurückbringen, aber es soll wohl nicht sein. Seinen Gefühlen zum Trotz ist Teddy ihm irgendwie fremd geworden. Sie hat so eine Pariser Art, ein Pariser Leben und Pariser Bekannte. Sie pflegt einen Umgang, zu dem Raimund keinen rechten Zugang findet. Und so haben sie sich während seines zweiwöchigen Urlaubs irgendwie verzankt. Und nun sind die letzten Stunden seines Aufenthalts angebrochen. Er würde das Ruder gerne herumreißen, aber die Zeit wird immer knapper.  Es ist das Jahr 1932. Man kann noch hoffen, aber Raimunds Dasein als juristischer Referendar ist eher nicht begeisternd. Teddy hat ihr Studium in Paris schon ein Jahr zuvor begonnen. Dass sie nach Berlin zurückkehrt, ist eher unwahrscheinlich. Aber in Paris zu bleiben, ist für Raimund auch keine Option. Teddy möchte ihm etwas zeigen. Doch immer sind auch die neuen Freunde mit dabei. Raimund kämpft schon gegen seine Eifersucht und es entsteht der Eindruck, das Teddy das nicht richtig nachvollziehen kann. Es scheint eher als wolle sie ihn zwar in die Gruppe einfügen, sei jedoch der Beziehung entwachsen. Und bald ist die Zeit der Abfahrt gekommen.  Man könnte sich vorstellen, dass dieser Roman als Film gut funktionieren würde. Die etwas flatterhafte Teddy, der ein wenig zurückhaltende Raimund, die Gruppe von Studenten aus unterschiedlichen Ländern. Dazu die pointierten Gespräche. Ja, man kann es sich gut vorstellen, vielleicht sogar besser in Schwarz-Weiß. Beim Lesen wird es ein wenig schwieriger. Was man sich beim Lesen erhofft, erfüllt sich eigentlich eher durch die klärenden Worte des Nachworts. Da die Erzählung tatsächlich in der Zeit verfasst wurde, in der sie spielt, muss man natürlich bedenken, dass der Autor nicht hellsehen kann. Man spürt die verpasste Chance dieser Zeit und fragt sich, was hätte besser gemacht werden können. Eine Frage, die wohl nie einen aktuellen Bezug verliert. 

  • Johanna

    aus München

    4/5

    22.07.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein melancholisch-leichter Countdown auf den Abschied von einer Liebe

    Kurze Momente des Glücks vor dem endgültigen Abschied. Mit Tucholsky-Vibes, aber nicht in Schweden oder Rheinsberg, sondern 1931 im Paris der Boheme, im verrauchten Hotelzimmer, im verrauchten Café, auf dem Weg zum Eiffelturm oder im Louvre, mit wenig Geld, aber viel Gefühl. Ein melancholisch-leichter Countdown auf den Abschied von einer Liebe. Der Rechtsreferendar Raimund (Alter Ego von Sebastian Haffner) fährt nach Paris zu Teddy, der Studentin, in die er sich in Berlin verliebt hatte. Dass diese Liebe keine Chance hat zu überleben, zeigt Teddy ihm unmissverständlich. Das schmälert die gegenseitige Anziehung aber nicht. Man schlendert durch die Straßen der französischen Hauptstadt im sicheren Bewusstsein der Endlichkeit. Nein, kein Ende! Kein Ende!, beklagt der Ich-Erzähler wie Fausts Gretchen. Und dann stehen sie am Gare du Nord, es ist schon fast zehn Uhr: „‘Du hättest im Sommer hier sein müssen‘, sagte Teddy, und jetzt waren wir ganz am Ende des Bahnsteigs, wo es nicht mehr weiterging, und dort blieben wir stehen und küssten uns, und wenn wir aufblickten, sahen wir draußen die Gleise und die Signale und die kleinen Lichter über den Gleisen, alles ganz endlos, endlos, und wir machten die Augen zu und küssten uns wieder, und die Zeit verging gar nicht so furchtbar schnell, sie war ganz gnädig …“ Ein kleiner feiner Roman, dem man die so arg verspätete Bestsellerposition von Herzen gönnt, auch wenn ein Lektor (falls das Buch 1931 erschienen wäre) damals wohl ein bisschen rumgestrichen hätte, besonders, was die gar so häufige Erwähnung der Uhrzeiten anbelangt.

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    Mika

    Thalia Linz – Lentia

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    4/5

    27.08.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Herzzereißend aber doch schön

    Abschied ist ein eindrucksvoller autobiografischer Bericht über die Zeit des Nationalsozialismus. Präzise schildert er gesellschaftliche Änderungen und politische Umbrüche,die Sebastian Haffner,bzw Raimund Pretzel selbst zum Flüchten bringen.

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