Produktbild: Abschied

Abschied Roman

12

17,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

19199

Erscheinungsdatum

03.06.2025

Verlag

Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG

Seitenzahl

192 (Printausgabe)

Dateigröße

1621 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783446285118

Beschreibung

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Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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Verkaufsrang

19199

Erscheinungsdatum

03.06.2025

Verlag

Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG

Seitenzahl

192 (Printausgabe)

Dateigröße

1621 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783446285118

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  • drawe

    aus Landau

    5/5

    15.07.2025

    eBook (ePUB)

    Wunderbare Mischung aus lebensfroher Weltläufigkeit und Melancholie

    1932. Ein junger Mann, Rechtsreferendar in Rheinsberg, besucht seine Freundin Teddy, die in Paris studiert. Der junge Mann trägt den Namen des Autors, bevor der sich im Exil in Sebastian Haffner umbenannte. Mit diesem Namen verbindet man eher seriöse historische Reflexionen als einen Roman, aber auch dieser Roman ist keine Fiktion, sondern eine Erinnerung an Jugendtage. Der Roman beschreibt den letzten Tag Haffners, damals noch Raimund Pretzel, mit seiner Freundin in Paris, und damit ist der Plot schon erzählt. Es ist weniger die konkrete Handlung, die den Roman lesenswert macht, sondern die Stimmung, die aus ihm spricht. Raimund ist verliebt, unsterblich verliebt, und diese Liebe spricht aus jeder Zeile. Er leidet unter einem vermuteten Missverständnis, er wird eifersüchtig auf die Freunde, die Teddy umschwirren, und er beschwört schwärmerisch und fast atemlos seine Liebe. Haffner erzählt von ethnischer Vielfalt und Weltoffenheit, Toleranz und das verbindende Interesse dieser jungen lebensfrohen Menschen für zeitgenössische Kunst und Literatur. Zugleich merkt man als Leser aber die große Wehmut, die immer wieder durchleuchtet. Die kommenden Ereignisse in Deutschland werfen ihre kleinen Schatten voraus. Raimund weiß, dass er seine Freundin nicht mehr wiedersehen wird. Sie wird nicht mehr nach Berlin zurückkehren können, und auch ohne Volker Weidermanns begeistertes Nachwort erkennt man, dass sie Jüdin ist und ihre Heimat für sie unerreichbar geworden ist. Hellsichtig erkennt Raimund zudem den drohenden Krieg, auch wenn er eher spielerisch von einigen Figuren in einem Nebensatz thematisiert wird. Den ganzen Text durchzieht daher einerseits die pralle Lebensfreude dieser jungen Menschen, aber andererseits das Bewusstsein, dass diese weltzugewandte liberale Lebensform bald ihr Ende finden wird. Und so erhält der Titel „Abschied“ einen doppelten Sinn, der in seiner Melancholie über das Persönliche hinausgeht. 5

  • dracoma

    aus LANDAU

    5/5

    15.07.2025

    eBook (ePUB)

    1932. Ein junger Mann,…

    1932. Ein junger Mann, Rechtsreferendar in Rheinsberg, besucht seine Freundin Teddy, die in Paris studiert. Der junge Mann trägt den Namen des Autors, bevor der sich im Exil in Sebastian Haffner umbenannte. Mit diesem Namen verbindet man eher seriöse historische Reflexionen als einen Roman, aber auch dieser Roman ist keine Fiktion, sondern eine Erinnerung an Jugendtage. Der Roman beschreibt den letzten Tag Haffners, damals noch Raimund Pretzel, mit seiner Freundin in Paris, und damit ist der Plot schon erzählt. Es ist weniger die konkrete Handlung, die den Roman lesenswert macht, sondern die Stimmung, die aus ihm spricht. Raimund ist verliebt, unsterblich verliebt, und diese Liebe spricht aus jeder Zeile. Er leidet unter einem vermuteten Missverständnis, er wird eifersüchtig auf die Freunde, die Teddy umschwirren, und er beschwört schwärmerisch und fast atemlos seine Liebe. Haffner erzählt von ethnischer Vielfalt und Weltoffenheit, Toleranz und das verbindende Interesse dieser jungen lebensfrohen Menschen für zeitgenössische Kunst und Literatur. Zugleich merkt man als Leser aber die große Wehmut, die immer wieder durchleuchtet. Die kommenden Ereignisse in Deutschland werfen ihre kleinen Schatten voraus. Raimund weiß, dass er seine Freundin nicht mehr wiedersehen wird. Sie wird nicht mehr nach Berlin zurückkehren können, und auch ohne Volker Weidermanns begeistertes Nachwort erkennt man, dass sie Jüdin ist und ihre Heimat für sie unerreichbar geworden ist. Hellsichtig erkennt Raimund zudem den drohenden Krieg, auch wenn er eher spielerisch von einigen Figuren in einem Nebensatz thematisiert wird. Den ganzen Text durchzieht daher einerseits die pralle Lebensfreude dieser jungen Menschen, aber andererseits das Bewusstsein, dass diese weltzugewandte liberale Lebensform bald ihr Ende finden wird. Und so erhält der Titel „Abschied“ einen doppelten Sinn, der in seiner Melancholie über das Persönliche hinausgeht.

  • Gertie G.

    aus Wien

    4/5

    16.08.2025

    eBook (ePUB)

    Melancholisch

    Der Ich-Erzähler Raimund ist ein junger deutscher Jurist, der für zwei Wochen nach Paris reist, um Teddy, seine kurze Sommerliebe aus dem Jahr zuvor wieder zu treffen. Doch schon bei seiner Ankunft ist klar, dass es einen Abschied geben wird, denn die quirlige Teddy wird von anderen Männern umschwärmt, zum Beispiel von Franz, der groß und blauäugig, davon träumt, Paris mit dem Flammenwerfer zu zerstören oder von Andrews, dem Engländer. Wie ein Ertrinkender sich an einem Stück Holz festhält, versucht Raimund sich an diesen Tagen in Paris festzuhalten. Vergebens! Er kehrt zurück in das Deutschland von 1931, über das sich die dunklen Wolken der kommenden Nazi-Herrschaft langsam senken. Sebastian Haffner, der damals noch Raimund Pretzel hieß, hat das knapp 170 Seiten dünne Manuskript zwischen 18. Oktober und 23. November 1932 verfasst. Es wurde bislang nicht veröffentlicht und von Haffners Sohn Oliver im Nachlass des Vaters gefunden. Haffner selbst hat, nach dem er die NS-Politik seinen Ansichten widersprochen hat, Deutschland 1938 verlassen, um mit seiner als Jüdin geltenden Frau in Großbritannien zu leben. Auch für Teddy gibt es eine reale Figur als Vorbild: Gertrude Joseph, Tochter eines jüdischen Ehepaares, das zuvor in Wien lebte, nach dem Tod des Vaters ab 1920 in Berlin wohnte und im Jahr 1930 nach Paris ging, bevor sie zunächst mit einem Briten und später mit einem Schweden verheiratet war. Der Kontakt zwischen den beiden ist bis zu Gertrudes Tod 1989 nicht abgerissen, wovon zahlreiche Briefe zeugen, die sich erhalten haben. Fazit: Diesem leicht melancholischen Roman, der das aufkommende Unheil schon anklingen lässt, gebe ich gerne 4 Sterne.

  • Bewertung

    1/5

    18.10.2025

    eBook (ePUB)

    Ich habe es versucht

    Doch habe es leider nicht über die ersten 50 Seiten hinausgeschafft. Sebastian Haffners Storyline fand ich super ansprechend, doch die Art, wie er es rüberbringen wollte, hat mich leider nicht erreicht. Der Sprachstil war mir persönlich etwas zu gestochen, vielleicht bin ich aber hinsichtlich moderner Sprachstile verwöhnt. Zu den Charakteren habe ich leider keine Zugang gefunden. Ich denke aber, dass dieses Buch Menschen ansprechen und abholen kann, die nach etwas literarischen Ausschau halten.

  • Bewertung

    5/5

    14.09.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Abschied von der Freiheit

    Sebastian Haffner ist vielen als Journalist und Publizist in Erinnerung geblieben. Eine bleibende Beachtung haben seine Schriften über Adolf Hitler und den Nationalsozialismus gefunden. Umso mehr überrascht es nun, dass dieser Roman als frühes Jugendwerk des Autors posthum erschienen ist. Haffner hat 1932 nur wenige Wochen für die Niederschrift gebraucht, er floh vor den Nazis und das Manuskript hat lange in einer Schreibtischschublade gelegen. Die Hauptfigur des Buches mit Namen Raimund (so hieß Haffner übrigens damals selbst) trifft sich in Paris, wo er kurzzeitig lebt, mit Teddy. Eine Frau, mit der er eine Liebesaffäre hatte, welche durch seine Abreise nun endgültig zu Ende geht. Handlung gibt es da nicht viel, aber das stört in keinster Weise. Das Entscheidende, wovon hier erzählt wird, ist nämlich die kurze Zeit eines Glücks vor Beginn der dunklen Zeit, denn die vor der Tür stehende Naziherrschaft in Deutschland zeichnet sich bereits ab. Es ist die beeindruckende Hellsichtigkeit, mit der Haffner noch einmal deutlich zeigt, was Europa an Freiheit hat und wie leicht das Bürgertum diese Freiheit wieder verlieren kann und, wie man schließlich weiß, auch wird. Eben deshalb lohnt es sich, dieses Buch jetzt zu lesen. Denn es mahnt uns, den Mächten der Finsternis entgegenzutreten, um die kurzen Momente des Lichts zu bewahren.

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    Mika

    Thalia Linz – Lentia

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    4/5

    27.08.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Herzzereißend aber doch schön

    Abschied ist ein eindrucksvoller autobiografischer Bericht über die Zeit des Nationalsozialismus. Präzise schildert er gesellschaftliche Änderungen und politische Umbrüche,die Sebastian Haffner,bzw Raimund Pretzel selbst zum Flüchten bringen.

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