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Produktbild: Schwindende Welt

Schwindende Welt Roman

11

16,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

15541

Erscheinungsdatum

13.08.2025

Verlag

Aufbau Digital

Seitenzahl

256 (Printausgabe)

Dateigröße

281 KB

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

¿¿¿¿ Shometsu sekai

Übersetzt von

Ursula Gräfe

Sprache

Deutsch

EAN

9783841238832

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

Dieses eBook können Sie uneingeschränkt auf allen Geräten der tolino Familie, allen sonstigen eReadern und am PC lesen. Das eBook ist nicht kopiergeschützt und kann ein personalisiertes Wasserzeichen enthalten. Weitere Hinweise zum Lesen von eBooks mit einem personalisierten Wasserzeichen finden Sie unter Hilfe/Downloads.

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie eBooks innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Buch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Lesen durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um eBooks zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei Thalia oder einem anderen tolino-Buchhändler haben. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Family-Sharing.

Text-to-Speech

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  • entspricht der Vorgabe Epub Barrierefreiheit 1.1
  • keine Vorlesefunktionen des Lesesystems deaktiviert
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  • sehr hoher Kontrast zwischen Text und Hintergrund
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  • entspricht der Vorgabe WCAG v2.2
  • entspricht der Vorgabe WCAG Level A

Verkaufsrang

15541

Erscheinungsdatum

13.08.2025

Verlag

Aufbau Digital

Seitenzahl

256 (Printausgabe)

Dateigröße

281 KB

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

¿¿¿¿ Shometsu sekai

Übersetzt von

Ursula Gräfe

Sprache

Deutsch

EAN

9783841238832

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Verstörende Vision

Klaus (Mitglied der Thalia Book Circle Community) am 12.04.2026

Bewertungsnummer: 3106983

Bewertet: eBook (ePUB 3)

Amane lebt in einer Zeit, in der Kinder durch künstliche Befruchtung zur Welt kommen, Sex wird nur noch von Wenigen praktiziert, verliebt wird sich eher in Figuren aus Filmen, oder Animeserien, als in reale Personen und wenn doch, dann geschieht das außerhalb der eigenen Familie, passende Lebenspartner findet man auf Datingpartys, wenn es genügend Übereinstimmung gibt, wird geheiratet. Amane selbst ist allerdings ein Kind, dass noch auf normalem Weg gezeugt wurde, sie findet diese Vorstellung mehr als verstörend und kann die Entscheidung ihrer Mutter, zu der sie ein sehr angespanntes Verhältnis hat, nicht nachvollziehen.  Die Geschichte Amanes wird in drei Teilen erzählt, man lernt sie als junges Mädchen kennen, erlebt ihre erste Verliebtheit, das Entecken ihrer Sexualität, ihre inneren Konflikte beim Heranwachsen und erhält schon einen ersten verwirrenden Blick auf die Welt in der Amane lebt. Im zweiten Teil dann ist Amane eine junge Frau, die immer mehr den Wunsch nach einer eigenen Familie spürt, die selbst Mutter werden möchte und dafür einen Partner auswählt. Der dritte Teil dann ist der wohl verstörendste des Buches, denn hier wird Amane Mutter, aber auf eine gänzlich andere Art, als es der Leser und Amane selbst erwartet hat. Schon direkt zu Beginn habe ich sehr mit dem Stil des Buches gehadert, die Erzählweise ist so distanziert, so emotionslos, so ohne wirkliche Tiefe, dass ich mich teilweise sehr zwingen musste weiterzulesen. Selbst in Szenen, in denen Amane von ihrer Verliebtheit erzählt, kam nichts bei mir an, oftmals war das Beschriebene nüchtern und einschläfernd wie der Text in einem Aufklärungsbuch für den Sexualkundeunterricht. Wahrscheinlich soll das als Stilmittel wirken, das die Gesellschaft beschreibt, in der Amane lebt, aber bei mir hat das nichts ausgelöst. Im zweiten Teil wurde das dann etwas besser, hier habe ich langsam das Gefühl bekommen, dass sich die Geschichte in eine Richtung entwickeln könnte, wie ich sie mir eigentlich vom Klappentext her erwartet habe. Eine Dystopie vielleicht im Stil von “Report der Magd”, oder auch “Die geschützten Männer”, aber was dann am Ende auf mich gewartet hat, hat damit eher wenig zu tun.  Wer jetzt allerdings glaubt das Ende der Geschichte wäre keine heftige, verstörende und absolut beängstigende Zukunftsvision, täuscht sich gewaltig. All dies ist es, aber eben ganz anders als erwartet und leider auch ganz anders, als ich es als Leser bereit bin hinzunehmen, denn für mich überschreitet die Autorin hier eindeutig eine tief, tief rote Linie. Ich habe wie gesagt bis kurz vor Schluss in eine bestimmte Richtung gedacht, was das Ende des Buches betrifft, die Autorin hat mich hier etwas überrascht, aber tatsächlich hätte ich sogar damit leben können. Was allerdings dann wenige Seiten vor Schluss passiert, ist ein No-Go für mich. Irgendwie hatte ich da direkt ein Szenario im Kopf, mein Wunschszenario vielleicht, eines das mich etwas mit der Story versöhnt hätte, aber ich wusste schon nach wenigen Worten wohin das tatsächlich gehen wird und trozdem habe ich echt gehofft ich würde mich irren. Ich will hier natürlich nicht spoilern, obwohl es in diesem Fall vielleicht das Richtige wäre, ich kann nur sagen das mir übel geworden ist, bei dem was die Autorin da so nüchtern und emotionslos in den letzten Zeilen ihres Buches beschreibt.  Wer die Rezensionen zu diesem Buch liest, wird sich vielleicht wundern, denn viele davon sind sehr positiv und ja, vielleicht auch zu Recht, denn vielleicht verstehe ich hier den tieferen Sinn nicht, die Botschaft, was auch immer, vielleicht geht die Bedeutung des Ganzen schlicht an mir vorbei und normalerweise würde ich in so einem Fall sagen - bitte selber lesen, bitte eigene Meinung bilden. In diesem Fall allerdings nicht!

Verstörende Vision

Klaus (Mitglied der Thalia Book Circle Community) am 12.04.2026
Bewertungsnummer: 3106983
Bewertet: eBook (ePUB 3)

Amane lebt in einer Zeit, in der Kinder durch künstliche Befruchtung zur Welt kommen, Sex wird nur noch von Wenigen praktiziert, verliebt wird sich eher in Figuren aus Filmen, oder Animeserien, als in reale Personen und wenn doch, dann geschieht das außerhalb der eigenen Familie, passende Lebenspartner findet man auf Datingpartys, wenn es genügend Übereinstimmung gibt, wird geheiratet. Amane selbst ist allerdings ein Kind, dass noch auf normalem Weg gezeugt wurde, sie findet diese Vorstellung mehr als verstörend und kann die Entscheidung ihrer Mutter, zu der sie ein sehr angespanntes Verhältnis hat, nicht nachvollziehen.  Die Geschichte Amanes wird in drei Teilen erzählt, man lernt sie als junges Mädchen kennen, erlebt ihre erste Verliebtheit, das Entecken ihrer Sexualität, ihre inneren Konflikte beim Heranwachsen und erhält schon einen ersten verwirrenden Blick auf die Welt in der Amane lebt. Im zweiten Teil dann ist Amane eine junge Frau, die immer mehr den Wunsch nach einer eigenen Familie spürt, die selbst Mutter werden möchte und dafür einen Partner auswählt. Der dritte Teil dann ist der wohl verstörendste des Buches, denn hier wird Amane Mutter, aber auf eine gänzlich andere Art, als es der Leser und Amane selbst erwartet hat. Schon direkt zu Beginn habe ich sehr mit dem Stil des Buches gehadert, die Erzählweise ist so distanziert, so emotionslos, so ohne wirkliche Tiefe, dass ich mich teilweise sehr zwingen musste weiterzulesen. Selbst in Szenen, in denen Amane von ihrer Verliebtheit erzählt, kam nichts bei mir an, oftmals war das Beschriebene nüchtern und einschläfernd wie der Text in einem Aufklärungsbuch für den Sexualkundeunterricht. Wahrscheinlich soll das als Stilmittel wirken, das die Gesellschaft beschreibt, in der Amane lebt, aber bei mir hat das nichts ausgelöst. Im zweiten Teil wurde das dann etwas besser, hier habe ich langsam das Gefühl bekommen, dass sich die Geschichte in eine Richtung entwickeln könnte, wie ich sie mir eigentlich vom Klappentext her erwartet habe. Eine Dystopie vielleicht im Stil von “Report der Magd”, oder auch “Die geschützten Männer”, aber was dann am Ende auf mich gewartet hat, hat damit eher wenig zu tun.  Wer jetzt allerdings glaubt das Ende der Geschichte wäre keine heftige, verstörende und absolut beängstigende Zukunftsvision, täuscht sich gewaltig. All dies ist es, aber eben ganz anders als erwartet und leider auch ganz anders, als ich es als Leser bereit bin hinzunehmen, denn für mich überschreitet die Autorin hier eindeutig eine tief, tief rote Linie. Ich habe wie gesagt bis kurz vor Schluss in eine bestimmte Richtung gedacht, was das Ende des Buches betrifft, die Autorin hat mich hier etwas überrascht, aber tatsächlich hätte ich sogar damit leben können. Was allerdings dann wenige Seiten vor Schluss passiert, ist ein No-Go für mich. Irgendwie hatte ich da direkt ein Szenario im Kopf, mein Wunschszenario vielleicht, eines das mich etwas mit der Story versöhnt hätte, aber ich wusste schon nach wenigen Worten wohin das tatsächlich gehen wird und trozdem habe ich echt gehofft ich würde mich irren. Ich will hier natürlich nicht spoilern, obwohl es in diesem Fall vielleicht das Richtige wäre, ich kann nur sagen das mir übel geworden ist, bei dem was die Autorin da so nüchtern und emotionslos in den letzten Zeilen ihres Buches beschreibt.  Wer die Rezensionen zu diesem Buch liest, wird sich vielleicht wundern, denn viele davon sind sehr positiv und ja, vielleicht auch zu Recht, denn vielleicht verstehe ich hier den tieferen Sinn nicht, die Botschaft, was auch immer, vielleicht geht die Bedeutung des Ganzen schlicht an mir vorbei und normalerweise würde ich in so einem Fall sagen - bitte selber lesen, bitte eigene Meinung bilden. In diesem Fall allerdings nicht!

Fortpflanzung ohne Sex – die neue Normalität

Bewertung (Mitglied der Book Circle Community) am 07.12.2025

Bewertungsnummer: 2672241

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Mit Schwindende Welt legt Sayaka Murata ihren dritten auf Deutsch erschienenen Roman vor. Und wieder zieht sich das Thema wie ein roter Faden durch ihr Werk: Was ist eigentlich „normal“? Diesmal steht nicht nur eine Außenseiterin im Zentrum, sondern eine ganze Gesellschaft. Amane lebt in einer Welt, in der Sex, Liebe und Familie radikal neu gedacht sind. Kinder entstehen durch künstliche Befruchtung oder sogar in männlichen Gebärmüttern. Ehen sind Zweckgemeinschaften, nicht Orte für romantische Gefühle. Verlieben darf man sich – aber am liebsten in Comicfiguren oder Filmheld*innen. Das, was für uns völlig unvorstellbar scheint, ist hier das Normale. Gerade das fand ich so faszinierend: Murata zeigt mit großer Konsequenz, dass Normalität nichts Festes ist, sondern ein gesellschaftliches Konstrukt. Was heute selbstverständlich erscheint, kann morgen schon Abweichung sein – und umgekehrt. In dieser Welt ist es „abnormal“, wenn ein Ehemann plötzlich Intimität mit seiner Frau sucht. Allerdings muss ich auch sagen: So sehr mich die Grundidee begeistert hat, so sehr hat mich die Lektüre manchmal ermüdet. Obwohl Sex eigentlich kaum mehr eine Rolle für die Fortpflanzung spielt, dreht sich der Roman fast ausschließlich um Sexualität – um ihre Abwesenheit, ihr Verbot, ihre Umwege. Das wiederholt sich mit der Zeit, und ich hatte Phasen, in denen ich dachte: Ja, ich habe es verstanden. Und doch: Ich konnte nicht loslassen. Immer wieder musste ich Pausen machen, nachdenken, mir Fragen stellen. Ich habe selten ein Buch gelesen, das meine Gedankenwelt so sehr in Bewegung gebracht hat. Besonders der Teil in der experimentellen Stadt „Experimenta“ ist für mich eine regelrechte Dystopie des Grauens: Kinder ohne Eltern, alle gleich, aufgezogen von Institutionen; Menschen, die ihre Individualität zugunsten der kollektiven Ordnung verlieren. Und gleichzeitig bleibt diese Welt erschreckend vorstellbar. Am Ende bleibt für mich die Erkenntnis: Den sexuellen Trieb kann man nicht einfach abschaffen. Murata versucht es, indem sie ihn in „Clean Rooms“ und Fantasiewelten umlenkt. Doch für mich wirkt das nicht ganz konsequent: Solange der Trieb existiert, bleibt auch der Sex zwischen Menschen eine Möglichkeit – und in meinen Augen wird er immer Teil der Gesellschaft sein. Genau an diesem Punkt hadere ich mit dem Roman. Aber gerade weil Murata hier so radikal entwirft, zwingt sie mich, über diese Fragen nachzudenken. Und das ist vielleicht die größte Stärke dieses Buches Weitere Rezensionen auf Deutsch findest du auf meinem Goodreads- und LovelyBooks-Profil.

Fortpflanzung ohne Sex – die neue Normalität

Bewertung (Mitglied der Book Circle Community) am 07.12.2025
Bewertungsnummer: 2672241
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Mit Schwindende Welt legt Sayaka Murata ihren dritten auf Deutsch erschienenen Roman vor. Und wieder zieht sich das Thema wie ein roter Faden durch ihr Werk: Was ist eigentlich „normal“? Diesmal steht nicht nur eine Außenseiterin im Zentrum, sondern eine ganze Gesellschaft. Amane lebt in einer Welt, in der Sex, Liebe und Familie radikal neu gedacht sind. Kinder entstehen durch künstliche Befruchtung oder sogar in männlichen Gebärmüttern. Ehen sind Zweckgemeinschaften, nicht Orte für romantische Gefühle. Verlieben darf man sich – aber am liebsten in Comicfiguren oder Filmheld*innen. Das, was für uns völlig unvorstellbar scheint, ist hier das Normale. Gerade das fand ich so faszinierend: Murata zeigt mit großer Konsequenz, dass Normalität nichts Festes ist, sondern ein gesellschaftliches Konstrukt. Was heute selbstverständlich erscheint, kann morgen schon Abweichung sein – und umgekehrt. In dieser Welt ist es „abnormal“, wenn ein Ehemann plötzlich Intimität mit seiner Frau sucht. Allerdings muss ich auch sagen: So sehr mich die Grundidee begeistert hat, so sehr hat mich die Lektüre manchmal ermüdet. Obwohl Sex eigentlich kaum mehr eine Rolle für die Fortpflanzung spielt, dreht sich der Roman fast ausschließlich um Sexualität – um ihre Abwesenheit, ihr Verbot, ihre Umwege. Das wiederholt sich mit der Zeit, und ich hatte Phasen, in denen ich dachte: Ja, ich habe es verstanden. Und doch: Ich konnte nicht loslassen. Immer wieder musste ich Pausen machen, nachdenken, mir Fragen stellen. Ich habe selten ein Buch gelesen, das meine Gedankenwelt so sehr in Bewegung gebracht hat. Besonders der Teil in der experimentellen Stadt „Experimenta“ ist für mich eine regelrechte Dystopie des Grauens: Kinder ohne Eltern, alle gleich, aufgezogen von Institutionen; Menschen, die ihre Individualität zugunsten der kollektiven Ordnung verlieren. Und gleichzeitig bleibt diese Welt erschreckend vorstellbar. Am Ende bleibt für mich die Erkenntnis: Den sexuellen Trieb kann man nicht einfach abschaffen. Murata versucht es, indem sie ihn in „Clean Rooms“ und Fantasiewelten umlenkt. Doch für mich wirkt das nicht ganz konsequent: Solange der Trieb existiert, bleibt auch der Sex zwischen Menschen eine Möglichkeit – und in meinen Augen wird er immer Teil der Gesellschaft sein. Genau an diesem Punkt hadere ich mit dem Roman. Aber gerade weil Murata hier so radikal entwirft, zwingt sie mich, über diese Fragen nachzudenken. Und das ist vielleicht die größte Stärke dieses Buches Weitere Rezensionen auf Deutsch findest du auf meinem Goodreads- und LovelyBooks-Profil.

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Schwindende Welt

von Sayaka Murata

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Maja Z.

Thalia Wien – Mitte / W3

Zum Portrait

5/5

Über künstliche Befruchtungen, Dazugehörigkeit und... gebärende Männer?

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Sayaka Murata ist für mich zu einer Autorin geworden, die ich sofort lese, sobald etwas Neues erscheint. In all ihren Büchern hat sie eine andere Seite von ihrem Können und ihren Ideen unter Beweis gestellt und ist ihrer Linie dabei trotzdem treu geblieben. So auch hier wieder. Mit "Schwindende Welt" hat sie eine Dystopie geschaffen, in der die Fortpflanzung nur noch über künstliche Befruchtung vonstattengeht. Es geht um Dazugehörigkeit, Liebe und Lust und neuen Konzepten von Mutter-/Vaterschaft. Auch wenn sich das Konzept des Romans schräg oder absurd anhört, schafft Murata es, ihre Ideen so umzusetzen, dass es sich plötzlich doch erschreckend realistisch anfühlt. Die Art, wie die Protagonistin versucht, sich in eine Gesellschaft einzugliedern und deren Überzeugungen anzunehmen, war so authentisch beschrieben. Wie sie sich ständig Streitereien mit ihrer Mutter stellt, die an dem alten Konzept von Liebe und Lust festhält, was auch total verständlich war. Es ist definitiv ein besonderes Buch, das einen schockiert, teils verstört, teils zum Lachen bringt, weil das der einzige Weg ist, mit manchen ihrer nicht fernen Ideen umzugehen. Und manchmal fühlt es sich dann wieder befremdlich an. Aber danach ist man einfach froh, es dennoch gelesen zu haben. Murata definiert mit jedem Buch ihre Grenzen neu und das ist das, was ich an ihr schätze! Große Empfehlung.
  • Maja Z.
  • Buchhändler/-in

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5/5

Über künstliche Befruchtungen, Dazugehörigkeit und... gebärende Männer?

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Sayaka Murata ist für mich zu einer Autorin geworden, die ich sofort lese, sobald etwas Neues erscheint. In all ihren Büchern hat sie eine andere Seite von ihrem Können und ihren Ideen unter Beweis gestellt und ist ihrer Linie dabei trotzdem treu geblieben. So auch hier wieder. Mit "Schwindende Welt" hat sie eine Dystopie geschaffen, in der die Fortpflanzung nur noch über künstliche Befruchtung vonstattengeht. Es geht um Dazugehörigkeit, Liebe und Lust und neuen Konzepten von Mutter-/Vaterschaft. Auch wenn sich das Konzept des Romans schräg oder absurd anhört, schafft Murata es, ihre Ideen so umzusetzen, dass es sich plötzlich doch erschreckend realistisch anfühlt. Die Art, wie die Protagonistin versucht, sich in eine Gesellschaft einzugliedern und deren Überzeugungen anzunehmen, war so authentisch beschrieben. Wie sie sich ständig Streitereien mit ihrer Mutter stellt, die an dem alten Konzept von Liebe und Lust festhält, was auch total verständlich war. Es ist definitiv ein besonderes Buch, das einen schockiert, teils verstört, teils zum Lachen bringt, weil das der einzige Weg ist, mit manchen ihrer nicht fernen Ideen umzugehen. Und manchmal fühlt es sich dann wieder befremdlich an. Aber danach ist man einfach froh, es dennoch gelesen zu haben. Murata definiert mit jedem Buch ihre Grenzen neu und das ist das, was ich an ihr schätze! Große Empfehlung.

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Herbert Hofer

Thalia Wien – Mariahilfer Straße

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5/5

Eine hoffentlich doch nicht schwindende Welt

Bewertet: eBook (ePUB 3)

Ohne mich zuvor über Sayaka Muratas bisherige Arbeiten informiert zu haben habe ich den Text anfangs als eher satirisch empfunden, mit Fortschreiten der Handlung wird die beschriebene Welt allerdings deutlich dystopischer und beklemmender. ____ Die Autorin beschreibt eine Welt in der Sex mehr und mehr zu verschwinden droht. Menschliche Fortpflanzung geschieht ausschliesslich künstlich, die Institution der Ehe dient der Betreuung der Kinder und der gegenseitigen Unterstützung, Sex in der Ehe hingegen gilt als abscheulicher Inzest. Man hat sehr wohl ein Liebesleben - durchwegs ein aussereheliches mit Wissen und eben auch Unterstützung des Ehepartners - aber auch diese Beziehungen sind zunehmend asexuell. Und man verliebt sich in Serienhelden oder Mangafiguren ebenso wie in reale Menschen - für die Hauptfigur Amane ist dabei Sex mit einem realen Menschen nicht von Masturbation zu Bildern virtueller Figuren zu unterschieden. ____ Obwohl Amane der herrschenden Lebensweise durchaus angepasst ist, ist sie durch ihre natürliche Zeugung durch ehelichen Sex und durch den Einfluß ihrer Mutter, die weiterhin die frühere Lebensform verteidigt, zu einer dissidenten Haltung gedrängt und sucht weiterhin Sex mit anderen. Sie und ihr Ehemann Saku, dem hingegen sexuelle Handlungen mit seiner Geliebten zunehmend zu einer Belastung werden, beschliessen, sich einem Experiment anzuschliessen, in dem noch neuere Formen des Zusammenlebens entwickelt werden sollen und Männer mit künstlichen Gebärmüttern in der Lage sein werden, Kinder zur Welt zu bringen. Hier wird Amanes Unbehagen allmählich auch für sie selbst deutlich. ____ Murata kritisiert in ihrem Buch nicht einzelne, konkret benennbare Zustände unserer heutigen Welt. Sie schafft aber sehr wohl einprägsame Bilder zu unserem deutlichen Wegdriften von einer unmittelbaren Auseinandersetzung mit uns selbst und unseren Bedürfnissen hin zu einer Welt die auch in diesem Bereich von technischen Möglichkeiten geprägt ist. ____ Nachdem ich es schon vor ein paar Tagen ausgelesen habe, merke ich jetzt, dass das Buch - gerade weil seine Kritik so wenig spezifisch ist - mich weiterhin sehr dazu anregt, über diesen weiten Themenkomplex nachzudenken und Parallelen zu unserer heutigen Welt aufzuspüren. Das ist schliesslich das wertvollste, was Literatur bewirken kann!
  • Herbert Hofer
  • Buchhändler/-in

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5/5

Eine hoffentlich doch nicht schwindende Welt

Bewertet: eBook (ePUB 3)

Ohne mich zuvor über Sayaka Muratas bisherige Arbeiten informiert zu haben habe ich den Text anfangs als eher satirisch empfunden, mit Fortschreiten der Handlung wird die beschriebene Welt allerdings deutlich dystopischer und beklemmender. ____ Die Autorin beschreibt eine Welt in der Sex mehr und mehr zu verschwinden droht. Menschliche Fortpflanzung geschieht ausschliesslich künstlich, die Institution der Ehe dient der Betreuung der Kinder und der gegenseitigen Unterstützung, Sex in der Ehe hingegen gilt als abscheulicher Inzest. Man hat sehr wohl ein Liebesleben - durchwegs ein aussereheliches mit Wissen und eben auch Unterstützung des Ehepartners - aber auch diese Beziehungen sind zunehmend asexuell. Und man verliebt sich in Serienhelden oder Mangafiguren ebenso wie in reale Menschen - für die Hauptfigur Amane ist dabei Sex mit einem realen Menschen nicht von Masturbation zu Bildern virtueller Figuren zu unterschieden. ____ Obwohl Amane der herrschenden Lebensweise durchaus angepasst ist, ist sie durch ihre natürliche Zeugung durch ehelichen Sex und durch den Einfluß ihrer Mutter, die weiterhin die frühere Lebensform verteidigt, zu einer dissidenten Haltung gedrängt und sucht weiterhin Sex mit anderen. Sie und ihr Ehemann Saku, dem hingegen sexuelle Handlungen mit seiner Geliebten zunehmend zu einer Belastung werden, beschliessen, sich einem Experiment anzuschliessen, in dem noch neuere Formen des Zusammenlebens entwickelt werden sollen und Männer mit künstlichen Gebärmüttern in der Lage sein werden, Kinder zur Welt zu bringen. Hier wird Amanes Unbehagen allmählich auch für sie selbst deutlich. ____ Murata kritisiert in ihrem Buch nicht einzelne, konkret benennbare Zustände unserer heutigen Welt. Sie schafft aber sehr wohl einprägsame Bilder zu unserem deutlichen Wegdriften von einer unmittelbaren Auseinandersetzung mit uns selbst und unseren Bedürfnissen hin zu einer Welt die auch in diesem Bereich von technischen Möglichkeiten geprägt ist. ____ Nachdem ich es schon vor ein paar Tagen ausgelesen habe, merke ich jetzt, dass das Buch - gerade weil seine Kritik so wenig spezifisch ist - mich weiterhin sehr dazu anregt, über diesen weiten Themenkomplex nachzudenken und Parallelen zu unserer heutigen Welt aufzuspüren. Das ist schliesslich das wertvollste, was Literatur bewirken kann!

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Schwindende Welt

von Sayaka Murata

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