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Fabula Rasa oder Die Königin des Grand Hotels Roman

193

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

3394

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

09.10.2025

Verlag

Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

576

Maße (L/B/H)

21/13,9/4,5 cm

Gewicht

606 g

Farbe

Elfenbein / Aubergine

Auflage

3. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-462-05234-3

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Rezension

»Kaiser verbindet Witz und Gefühl in einem mitreißenden Roman über Aufstieg und Fall einer Frau, die ihr Glück selbst in die Hand nehmen will.« ("Frankfurter Rundschau Online")
»Ein Roman über Selbstbehauptung und Verantwortung ‒ und ein schönes Geschenk für alle, die Freude an starken, unberechenbaren Figuren und einem erzählerisch dichten, unterhaltsamen Roman mit österreichischem Flair haben.« ("BR Fernsehen "Wir in Bayern"")
»eine ernste, stellenweise tragische Geschichte, [...] mit soviel Verve, Witz und Leichtigkeit erzählt, dass man schlicht nicht mehr weiß, ob man jetzt weinen oder lachen möchte.« ("kulturbowle")
»Töricht, wer diesen Schelminnenroman links liegen lässt!« ("BR24 Neues vom Buchmarkt")
»Süffig wegzulesen, flott geschrieben, mit einem guten Schuss Wiener Lokalkolorit. Aber (...) hinter der Schelminnengeschichte rund um die gutherzige Betrügerin Angelika Moser steckt auch eine kurzweilige Sozialgeschichte Österreichs.« ("ORF Ö1 "Ex Libris"")
»Eine fulminante Mischung aus Wien-Nostalgie und sanfter Kritik an einer oberflächlichen High Society.« ("Die Presse Spectrum")
»›Fabula Rasa‹ ist wie schon die Vorgänger ziemlich umfangreich, handlungsstark und von einer Lust am Fabulieren durchdrungen.« ("Falter")
»Vea Kaiser erzählt mit sprachlicher Brillanz, Witz und Gefühl vom Streben nach Glück.« ("SWR")
»Mitreißender Roman über Aufstieg und Fall einer jungen Frau, die ihr Glück selbst in die Hand nehmen wollte.« ("BÜCHERmagazin")
»mit viel Verve, Drive, fantastischer Fabulierlust und anspruchsvoller Leichtigkeit« ("Kleine Zeitung")

Produktdetails

Verkaufsrang

3394

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

09.10.2025

Verlag

Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

576

Maße (L/B/H)

21/13,9/4,5 cm

Gewicht

606 g

Farbe

Elfenbein / Aubergine

Auflage

3. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-462-05234-3

Herstelleradresse

Kiepenheuer & Witsch GmbH
Bahnhofsvorplatz 1
50667 Köln
DE

Email: produktsicherheit@kiwi-verlag.de

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Raffiniert

Bewertung aus Berlin am 09.01.2026

Bewertungsnummer: 2696734

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Der neue Roman von Vea Kaiser beginnt in den 80er Jahren in Wien. Angelika Moser arbeitet als Buchhalterin im Grand Hotel Frohner. Zahlen, Struktur und Ordnung, das ist genau ihre Welt. Umso gegensätzlicher ihr Privatleben. Hier geht sie gerne in die Clubs der Stadt, schlägt sich die Nächte um die Ohren, tanzt, feiert und schläft wenig. Sie sprüht vor Energie, Lebenslust und Zukunftsplänen. Als Kind einer alleinerziehenden Hausmeisterin kommt sie aus ärmlichen Verhältnissen, doch sie schafft im „Frohner“ den Sprung in eine Leitungsposition. Nun selbst alleinerziehende Mutter eines kleinen Sohnes steht sie vor vielen schier unlösbaren Problemen. Anstatt zu verzweifeln, geht sie einen ganz anderen Weg. Im Laufe der Jahre wird sie zur Millionenbetrügerin, zweigt Geld des Hotels heimlich auf ihr eigenes Konto ab. Was aus der Not heraus geboren wird, entwickelt sich zur Selbstverständlichkeit. Die Geschichte hat mir richtig gut gefallen. Die Frau ist wirklich mit allen Wassern gewaschen. Was sie tut, ist Unrecht und dennoch entwickelt man eine gewisse Anerkennung vor ihrer Raffinesse und ihrem Charme. Wirklich geschädigt hat sie niemanden, denn das Geld wurde jahrzehntelang offensichtlich nicht vermisst. Und es zeigt damit auch die Kluft, die zwischen der reichen Wiener Gesellschaft und den Menschen, die für sie arbeiten herrscht. Während die einen das Geld in Saus und Braus zum Fenster hinauswerfen, wissen die anderen kaum, wie sie ihre Miete bezahlen sollen. Und doch haben alle denselben Arbeitsplatz. Und die einen würden ohne die anderen nicht existieren können. Angelika Moser war da nicht so scheu, sich zu nehmen, was ihr zustand. Sie hat sich von dem Geld der Frohners ein kleines Luxusleben finanziert und ihrem Sohn eine bessere Zukunft ermöglicht. Der Roman basiert auf einer realen Person, was es für mich nur noch interessanter gemacht hat. Obwohl Angelika Moser bestimmt nicht zu bewundern ist, hat ihre Geschichte doch einen hohen Unterhaltungswert. Vea Kaiser hat mich tief abtauchen lassen in eine Welt voller Glamour, Schein und Trug und in eine ganz tolle Stadt.

Raffiniert

Bewertung aus Berlin am 09.01.2026
Bewertungsnummer: 2696734
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Der neue Roman von Vea Kaiser beginnt in den 80er Jahren in Wien. Angelika Moser arbeitet als Buchhalterin im Grand Hotel Frohner. Zahlen, Struktur und Ordnung, das ist genau ihre Welt. Umso gegensätzlicher ihr Privatleben. Hier geht sie gerne in die Clubs der Stadt, schlägt sich die Nächte um die Ohren, tanzt, feiert und schläft wenig. Sie sprüht vor Energie, Lebenslust und Zukunftsplänen. Als Kind einer alleinerziehenden Hausmeisterin kommt sie aus ärmlichen Verhältnissen, doch sie schafft im „Frohner“ den Sprung in eine Leitungsposition. Nun selbst alleinerziehende Mutter eines kleinen Sohnes steht sie vor vielen schier unlösbaren Problemen. Anstatt zu verzweifeln, geht sie einen ganz anderen Weg. Im Laufe der Jahre wird sie zur Millionenbetrügerin, zweigt Geld des Hotels heimlich auf ihr eigenes Konto ab. Was aus der Not heraus geboren wird, entwickelt sich zur Selbstverständlichkeit. Die Geschichte hat mir richtig gut gefallen. Die Frau ist wirklich mit allen Wassern gewaschen. Was sie tut, ist Unrecht und dennoch entwickelt man eine gewisse Anerkennung vor ihrer Raffinesse und ihrem Charme. Wirklich geschädigt hat sie niemanden, denn das Geld wurde jahrzehntelang offensichtlich nicht vermisst. Und es zeigt damit auch die Kluft, die zwischen der reichen Wiener Gesellschaft und den Menschen, die für sie arbeiten herrscht. Während die einen das Geld in Saus und Braus zum Fenster hinauswerfen, wissen die anderen kaum, wie sie ihre Miete bezahlen sollen. Und doch haben alle denselben Arbeitsplatz. Und die einen würden ohne die anderen nicht existieren können. Angelika Moser war da nicht so scheu, sich zu nehmen, was ihr zustand. Sie hat sich von dem Geld der Frohners ein kleines Luxusleben finanziert und ihrem Sohn eine bessere Zukunft ermöglicht. Der Roman basiert auf einer realen Person, was es für mich nur noch interessanter gemacht hat. Obwohl Angelika Moser bestimmt nicht zu bewundern ist, hat ihre Geschichte doch einen hohen Unterhaltungswert. Vea Kaiser hat mich tief abtauchen lassen in eine Welt voller Glamour, Schein und Trug und in eine ganz tolle Stadt.

Ein faszinierendes Portrait zwischen Glanz und Betrug

bookloving am 03.01.2026

Bewertungsnummer: 2691107

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Mit ihrem neuen Roman „Fabula Rasa oder Die Königin des Grand Hotels“ beweist Vea Kaiser einmal mehr ihr außergewöhnliches Talent als Erzählerin, das auf unverwechselbare Weise humorvolles Erzählen und tiefgründige Themen vereint. Ihr ist ein beeindruckender Gesellschaftsroman gelungen, der von sozialem Aufstieg, existenzieller Sehnsucht nach Anerkennung, Wohlstand und Glück, aber auch von den vielfältigen Brüchen einer scheinbar glanzvollen Fassade erzählt. Mit lebendigem, eindringlichem Schreibstil sowie dem unvergleichlichen Charme des Wiener Schmäh entwirft Kaiser das facettenreiche Bild der Protagonistin Angelika Moser - einer Frau, die nahezu schlafwandlerisch auf dem schmalen Grat zwischen sozialer Zugehörigkeit, familiären Bindungen und moralischen Prinzipien wandelt und dabei mit einer faszinierenden Leichtigkeit die Höhen und Tiefen des Lebens durchwandert stets getrieben von dem Traum nach einem besseren Leben. Inspirieren ließ sich die Autorin von einem auf wahren Begebenheiten beruhenden Betrugsfall. Geschickt hat Kaiser eine Rahmenhandlung gestaltet, in der die Autorin von ihren Recherchen zu dem Fall erzählt und im Gefängnis Gespräche mit der verurteilten Betrügerin Angelika führt. Diese verschiedenen Episoden verleihen dem Roman beinahe dokumentarische Züge, während die eigentliche Erzählung in eingeschobenen Rückblenden mit raffinierten Zeitsprüngen entfaltet und Angelika Mosers Lebensweg über die Jahrzehnte hinweg detailreich nachgezeichnet wird. So folgen wir der jungen Buchhalterin Angelika, die sich in den späten 1980er Jahren ihren Platz im traditionsreichen Wiener Grandhotel Frohner mit bemerkenswerter Entschlossenheit erkämpft hat. Aufgewachsen im Wiener Gemeindebau als Tochter einer Hausbesorgerin, führt Angelika ein bescheidenes wie auch turbulentes Leben zwischen nächtlichen Tanzvergnügen und den aufreibenden Herausforderungen ihres anspruchsvollen Jobs im Hotel und ihrer Rolle als alleinerziehende Mutter. Früh wurde ihr durch die strenge, wenig liebevolle, aber dennoch fürsorgliche Mutter vermittelt, worauf es im Leben ankommt. Mit äußerster Cleverness und Durchsetzungsstärke behauptet Angelika sich in einer Welt, in der soziale Herkunft alles andere als nebensächlich ist. Rasch lernt sie, stets für sich und ihren geliebten Sohn Basti mit nicht immer ganz legalen Mitteln das Beste aus den gegebenen Umständen herauszuholen. Über Jahrzehnte hinweg gelingt es ihr durch geschickte Tricksereien einen Millionenbetrag zu ergaunern und Zugang zur besseren Gesellschaft zu erlangen, bis ihr raffinierter Schwindel schließlich doch ans Licht kommt. Kaiser versteht es hervorragend, aus dieser Biografie ein fesselndes und facettenreiches Porträt einer unbeirrbar willensstarken Frau zu zeichnen, die sich auch unter widrigsten Umständen nicht unterkriegen lässt und ihr Schicksal entschlossen selbst gestaltet. Mit großer Eindringlichkeit lotet sie die moralischen Grauzonen und zutiefst menschlichen Beweggründe von Angelikas Betrug aus, denn nicht eigennützige Habgier, sondern der Wunsch nach sozialem Aufstieg und ein besseres Leben für ihr Kind standen im Mittelpunkt ihres Handelns. Auf diese Weise entwirft Kaiser sehr eindrucksvoll eine nuancierte Charakterstudie, die tiefer reicht als vorschnelle Zuschreibungen und die Empathie sowie das Infragestellen eigener Sichtweisen ermöglicht. Der Autorin ist es hervorragend gelungen, ihre Protagonistin mit all ihren Facetten und Eigenheiten vielschichtig und glaubwürdig zu gestalten und dabei ihre innere Wandlung psychologisch fundiert sowie mit großer Empathie nachzuzeichnen. Besonders gefallen hat mir, wie detailreich, lebendig und voller Nuancen die Autorin die Atmosphäre von Angelikas Alltag und das Wiener Lebensmilieu jener Zeit einfängt. Unterhaltsam und sehr anschaulich entfaltet Kaiser das Gesellschaftspanorama der vergangenen vierzig Jahre – vom glanzvollen Prunk hin zu den subtilen Machtgefügen hinter Fassaden eines traditionsreichen Hotelbetriebs werden auch die oftmals übersehenen Schwierigkeiten berufstätiger Mütter beleuchtet, die zwischen Verantwortungsgefühl, Solidarität, Stolz und einer tiefen Sehnsucht nach Anerkennung zerrieben werden. Durch charmanten Sprachwitz, warmherziges Augenzwinkern und pointierte Dialoge in wienerischer Mundart versteht es die Autorin hervorragend, eine spielerische Leichtigkeit einzufangen - trotz einer gewissen tragischen, melancholischen Grundstimmung, die zwischen den Zeilen mitschwingt. Das gekonnte Gleichgewicht zwischen feiner Ironie, scharfsinniger Gesellschaftsbeobachtung und intensiven Emotionen verleiht dem Roman eine unvergleichliche Atmosphäre, gleichermaßen unterhält und berührt. FAZIT Ein vielschichtiger Gesellschaftsroman über Betrug, soziale Herkunft und weibliche Selbstbestimmung – humorvoll und warmherzig erzählt, mit einer beeindruckenden Protagonistin und zugleich eine grandiose Hommage an das schillernde Wien und das Leben.

Ein faszinierendes Portrait zwischen Glanz und Betrug

bookloving am 03.01.2026
Bewertungsnummer: 2691107
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Mit ihrem neuen Roman „Fabula Rasa oder Die Königin des Grand Hotels“ beweist Vea Kaiser einmal mehr ihr außergewöhnliches Talent als Erzählerin, das auf unverwechselbare Weise humorvolles Erzählen und tiefgründige Themen vereint. Ihr ist ein beeindruckender Gesellschaftsroman gelungen, der von sozialem Aufstieg, existenzieller Sehnsucht nach Anerkennung, Wohlstand und Glück, aber auch von den vielfältigen Brüchen einer scheinbar glanzvollen Fassade erzählt. Mit lebendigem, eindringlichem Schreibstil sowie dem unvergleichlichen Charme des Wiener Schmäh entwirft Kaiser das facettenreiche Bild der Protagonistin Angelika Moser - einer Frau, die nahezu schlafwandlerisch auf dem schmalen Grat zwischen sozialer Zugehörigkeit, familiären Bindungen und moralischen Prinzipien wandelt und dabei mit einer faszinierenden Leichtigkeit die Höhen und Tiefen des Lebens durchwandert stets getrieben von dem Traum nach einem besseren Leben. Inspirieren ließ sich die Autorin von einem auf wahren Begebenheiten beruhenden Betrugsfall. Geschickt hat Kaiser eine Rahmenhandlung gestaltet, in der die Autorin von ihren Recherchen zu dem Fall erzählt und im Gefängnis Gespräche mit der verurteilten Betrügerin Angelika führt. Diese verschiedenen Episoden verleihen dem Roman beinahe dokumentarische Züge, während die eigentliche Erzählung in eingeschobenen Rückblenden mit raffinierten Zeitsprüngen entfaltet und Angelika Mosers Lebensweg über die Jahrzehnte hinweg detailreich nachgezeichnet wird. So folgen wir der jungen Buchhalterin Angelika, die sich in den späten 1980er Jahren ihren Platz im traditionsreichen Wiener Grandhotel Frohner mit bemerkenswerter Entschlossenheit erkämpft hat. Aufgewachsen im Wiener Gemeindebau als Tochter einer Hausbesorgerin, führt Angelika ein bescheidenes wie auch turbulentes Leben zwischen nächtlichen Tanzvergnügen und den aufreibenden Herausforderungen ihres anspruchsvollen Jobs im Hotel und ihrer Rolle als alleinerziehende Mutter. Früh wurde ihr durch die strenge, wenig liebevolle, aber dennoch fürsorgliche Mutter vermittelt, worauf es im Leben ankommt. Mit äußerster Cleverness und Durchsetzungsstärke behauptet Angelika sich in einer Welt, in der soziale Herkunft alles andere als nebensächlich ist. Rasch lernt sie, stets für sich und ihren geliebten Sohn Basti mit nicht immer ganz legalen Mitteln das Beste aus den gegebenen Umständen herauszuholen. Über Jahrzehnte hinweg gelingt es ihr durch geschickte Tricksereien einen Millionenbetrag zu ergaunern und Zugang zur besseren Gesellschaft zu erlangen, bis ihr raffinierter Schwindel schließlich doch ans Licht kommt. Kaiser versteht es hervorragend, aus dieser Biografie ein fesselndes und facettenreiches Porträt einer unbeirrbar willensstarken Frau zu zeichnen, die sich auch unter widrigsten Umständen nicht unterkriegen lässt und ihr Schicksal entschlossen selbst gestaltet. Mit großer Eindringlichkeit lotet sie die moralischen Grauzonen und zutiefst menschlichen Beweggründe von Angelikas Betrug aus, denn nicht eigennützige Habgier, sondern der Wunsch nach sozialem Aufstieg und ein besseres Leben für ihr Kind standen im Mittelpunkt ihres Handelns. Auf diese Weise entwirft Kaiser sehr eindrucksvoll eine nuancierte Charakterstudie, die tiefer reicht als vorschnelle Zuschreibungen und die Empathie sowie das Infragestellen eigener Sichtweisen ermöglicht. Der Autorin ist es hervorragend gelungen, ihre Protagonistin mit all ihren Facetten und Eigenheiten vielschichtig und glaubwürdig zu gestalten und dabei ihre innere Wandlung psychologisch fundiert sowie mit großer Empathie nachzuzeichnen. Besonders gefallen hat mir, wie detailreich, lebendig und voller Nuancen die Autorin die Atmosphäre von Angelikas Alltag und das Wiener Lebensmilieu jener Zeit einfängt. Unterhaltsam und sehr anschaulich entfaltet Kaiser das Gesellschaftspanorama der vergangenen vierzig Jahre – vom glanzvollen Prunk hin zu den subtilen Machtgefügen hinter Fassaden eines traditionsreichen Hotelbetriebs werden auch die oftmals übersehenen Schwierigkeiten berufstätiger Mütter beleuchtet, die zwischen Verantwortungsgefühl, Solidarität, Stolz und einer tiefen Sehnsucht nach Anerkennung zerrieben werden. Durch charmanten Sprachwitz, warmherziges Augenzwinkern und pointierte Dialoge in wienerischer Mundart versteht es die Autorin hervorragend, eine spielerische Leichtigkeit einzufangen - trotz einer gewissen tragischen, melancholischen Grundstimmung, die zwischen den Zeilen mitschwingt. Das gekonnte Gleichgewicht zwischen feiner Ironie, scharfsinniger Gesellschaftsbeobachtung und intensiven Emotionen verleiht dem Roman eine unvergleichliche Atmosphäre, gleichermaßen unterhält und berührt. FAZIT Ein vielschichtiger Gesellschaftsroman über Betrug, soziale Herkunft und weibliche Selbstbestimmung – humorvoll und warmherzig erzählt, mit einer beeindruckenden Protagonistin und zugleich eine grandiose Hommage an das schillernde Wien und das Leben.

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Fabula Rasa oder Die Königin des Grand Hotels

von Vea Kaiser

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Benita M.

Thalia Wien – huma eleven

Zum Portrait

5/5

Neustart ins Ungewisse – Eine Generation auf der Suche

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Mit Fabula Rasa beweist Vea Kaiser einmal mehr ihr Talent für vielschichtige Geschichten und lebendige Figuren. Der Roman verbindet auf eindrucksvolle Weise Humor, Tragik und Gesellschaftskritik und entführt die Leser:innen in eine Welt, die gleichzeitig überzeichnet und doch erschreckend real wirkt. Im Zentrum der Handlung steht eine Gruppe junger Menschen, die sich in einer zunehmend komplexen und widersprüchlichen Welt zurechtfinden müssen. Kaiser gelingt es, ihre Figuren mit großer Detailgenauigkeit zu zeichnen – sie sind voller Widersprüche, Sehnsüchte und Schwächen, was sie besonders authentisch macht. Dabei erzählt sie nicht nur individuelle Lebensgeschichten, sondern entwirft auch ein Panorama einer Generation auf der Suche nach Orientierung. Sprachlich überzeugt der Roman durch Kaisers typischen Stil - pointiert, ironisch und zugleich poetisch. Immer wieder blitzen humorvolle Passagen auf, die jedoch nie die tieferliegenden Themen überdecken. Fragen nach Identität, gesellschaftlichem Druck und dem Wunsch nach einer „Tabula Rasa“ ziehen sich wie ein roter Faden durch das Buch. Besonders gelungen ist die Balance zwischen Leichtigkeit und Ernst. Während manche Szenen fast satirisch anmuten, entfalten andere eine überraschende emotionale Tiefe. Diese Mischung macht Fabula Rasa zu einer ebenso unterhaltsamen wie nachdenklich stimmenden Lektüre. Kritisch anmerken könnte man, dass die Vielzahl an Figuren und Handlungssträngen stellenweise etwas überfordernd wirkt. Dennoch fügt sich am Ende vieles zu einem stimmigen Gesamtbild zusammen.
  • Benita M.
  • Buchhändler/-in

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5/5

Neustart ins Ungewisse – Eine Generation auf der Suche

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Mit Fabula Rasa beweist Vea Kaiser einmal mehr ihr Talent für vielschichtige Geschichten und lebendige Figuren. Der Roman verbindet auf eindrucksvolle Weise Humor, Tragik und Gesellschaftskritik und entführt die Leser:innen in eine Welt, die gleichzeitig überzeichnet und doch erschreckend real wirkt. Im Zentrum der Handlung steht eine Gruppe junger Menschen, die sich in einer zunehmend komplexen und widersprüchlichen Welt zurechtfinden müssen. Kaiser gelingt es, ihre Figuren mit großer Detailgenauigkeit zu zeichnen – sie sind voller Widersprüche, Sehnsüchte und Schwächen, was sie besonders authentisch macht. Dabei erzählt sie nicht nur individuelle Lebensgeschichten, sondern entwirft auch ein Panorama einer Generation auf der Suche nach Orientierung. Sprachlich überzeugt der Roman durch Kaisers typischen Stil - pointiert, ironisch und zugleich poetisch. Immer wieder blitzen humorvolle Passagen auf, die jedoch nie die tieferliegenden Themen überdecken. Fragen nach Identität, gesellschaftlichem Druck und dem Wunsch nach einer „Tabula Rasa“ ziehen sich wie ein roter Faden durch das Buch. Besonders gelungen ist die Balance zwischen Leichtigkeit und Ernst. Während manche Szenen fast satirisch anmuten, entfalten andere eine überraschende emotionale Tiefe. Diese Mischung macht Fabula Rasa zu einer ebenso unterhaltsamen wie nachdenklich stimmenden Lektüre. Kritisch anmerken könnte man, dass die Vielzahl an Figuren und Handlungssträngen stellenweise etwas überfordernd wirkt. Dennoch fügt sich am Ende vieles zu einem stimmigen Gesamtbild zusammen.

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Hans Wilhelm Schmölzer

Thalia Villach – Atrio

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5/5

Beste Unterhaltung

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Der neue Roman von Vea Kaiser: humorvoll, „österreichisch“, inspiriert von einer wahren Geschichte „über eine Frau, die ihr Leben selbst in die Hand nimmt. Nicht an den äußeren Umständen zugrunde geht, aber auch nicht von irgendwem gerettet wird“. Beste Unterhaltung.
  • Hans Wilhelm Schmölzer
  • Buchhändler/-in

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Beste Unterhaltung

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Der neue Roman von Vea Kaiser: humorvoll, „österreichisch“, inspiriert von einer wahren Geschichte „über eine Frau, die ihr Leben selbst in die Hand nimmt. Nicht an den äußeren Umständen zugrunde geht, aber auch nicht von irgendwem gerettet wird“. Beste Unterhaltung.

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