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Fabula Rasa oder Die Königin des Grand Hotels Roman

193

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

1328

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

09.10.2025

Verlag

Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

576

Maße (L/B/H)

21/13,9/4,5 cm

Gewicht

606 g

Farbe

Elfenbein / Aubergine

Auflage

3. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-462-05234-3

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Rezension

»Kaiser verbindet Witz und Gefühl in einem mitreißenden Roman über Aufstieg und Fall einer Frau, die ihr Glück selbst in die Hand nehmen will.« ("Frankfurter Rundschau Online")
»Ein Roman über Selbstbehauptung und Verantwortung ‒ und ein schönes Geschenk für alle, die Freude an starken, unberechenbaren Figuren und einem erzählerisch dichten, unterhaltsamen Roman mit österreichischem Flair haben.« ("BR Fernsehen "Wir in Bayern"")
»eine ernste, stellenweise tragische Geschichte, [...] mit soviel Verve, Witz und Leichtigkeit erzählt, dass man schlicht nicht mehr weiß, ob man jetzt weinen oder lachen möchte.« ("kulturbowle")
»Töricht, wer diesen Schelminnenroman links liegen lässt!« ("BR24 Neues vom Buchmarkt")
»Süffig wegzulesen, flott geschrieben, mit einem guten Schuss Wiener Lokalkolorit. Aber (...) hinter der Schelminnengeschichte rund um die gutherzige Betrügerin Angelika Moser steckt auch eine kurzweilige Sozialgeschichte Österreichs.« ("ORF Ö1 "Ex Libris"")
»Eine fulminante Mischung aus Wien-Nostalgie und sanfter Kritik an einer oberflächlichen High Society.« ("Die Presse Spectrum")
»›Fabula Rasa‹ ist wie schon die Vorgänger ziemlich umfangreich, handlungsstark und von einer Lust am Fabulieren durchdrungen.« ("Falter")
»Vea Kaiser erzählt mit sprachlicher Brillanz, Witz und Gefühl vom Streben nach Glück.« ("SWR")
»Mitreißender Roman über Aufstieg und Fall einer jungen Frau, die ihr Glück selbst in die Hand nehmen wollte.« ("BÜCHERmagazin")
»mit viel Verve, Drive, fantastischer Fabulierlust und anspruchsvoller Leichtigkeit« ("Kleine Zeitung")

Produktdetails

Verkaufsrang

1328

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

09.10.2025

Verlag

Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

576

Maße (L/B/H)

21/13,9/4,5 cm

Gewicht

606 g

Farbe

Elfenbein / Aubergine

Auflage

3. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-462-05234-3

Herstelleradresse

Kiepenheuer & Witsch GmbH
Bahnhofsvorplatz 1
50667 Köln
DE

Email: produktsicherheit@kiwi-verlag.de

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  • Bewertung

    aus Berlin

    5/5

    09.01.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Raffiniert

    Der neue Roman von Vea Kaiser beginnt in den 80er Jahren in Wien. Angelika Moser arbeitet als Buchhalterin im Grand Hotel Frohner. Zahlen, Struktur und Ordnung, das ist genau ihre Welt. Umso gegensätzlicher ihr Privatleben. Hier geht sie gerne in die Clubs der Stadt, schlägt sich die Nächte um die Ohren, tanzt, feiert und schläft wenig. Sie sprüht vor Energie, Lebenslust und Zukunftsplänen. Als Kind einer alleinerziehenden Hausmeisterin kommt sie aus ärmlichen Verhältnissen, doch sie schafft im „Frohner“ den Sprung in eine Leitungsposition. Nun selbst alleinerziehende Mutter eines kleinen Sohnes steht sie vor vielen schier unlösbaren Problemen. Anstatt zu verzweifeln, geht sie einen ganz anderen Weg. Im Laufe der Jahre wird sie zur Millionenbetrügerin, zweigt Geld des Hotels heimlich auf ihr eigenes Konto ab. Was aus der Not heraus geboren wird, entwickelt sich zur Selbstverständlichkeit. Die Geschichte hat mir richtig gut gefallen. Die Frau ist wirklich mit allen Wassern gewaschen. Was sie tut, ist Unrecht und dennoch entwickelt man eine gewisse Anerkennung vor ihrer Raffinesse und ihrem Charme. Wirklich geschädigt hat sie niemanden, denn das Geld wurde jahrzehntelang offensichtlich nicht vermisst. Und es zeigt damit auch die Kluft, die zwischen der reichen Wiener Gesellschaft und den Menschen, die für sie arbeiten herrscht. Während die einen das Geld in Saus und Braus zum Fenster hinauswerfen, wissen die anderen kaum, wie sie ihre Miete bezahlen sollen. Und doch haben alle denselben Arbeitsplatz. Und die einen würden ohne die anderen nicht existieren können. Angelika Moser war da nicht so scheu, sich zu nehmen, was ihr zustand. Sie hat sich von dem Geld der Frohners ein kleines Luxusleben finanziert und ihrem Sohn eine bessere Zukunft ermöglicht. Der Roman basiert auf einer realen Person, was es für mich nur noch interessanter gemacht hat. Obwohl Angelika Moser bestimmt nicht zu bewundern ist, hat ihre Geschichte doch einen hohen Unterhaltungswert. Vea Kaiser hat mich tief abtauchen lassen in eine Welt voller Glamour, Schein und Trug und in eine ganz tolle Stadt.

  • bookloving

    5/5

    03.01.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein faszinierendes Portrait zwischen Glanz und Betrug

    Mit ihrem neuen Roman „Fabula Rasa oder Die Königin des Grand Hotels“ beweist Vea Kaiser einmal mehr ihr außergewöhnliches Talent als Erzählerin, das auf unverwechselbare Weise humorvolles Erzählen und tiefgründige Themen vereint. Ihr ist ein beeindruckender Gesellschaftsroman gelungen, der von sozialem Aufstieg, existenzieller Sehnsucht nach Anerkennung, Wohlstand und Glück, aber auch von den vielfältigen Brüchen einer scheinbar glanzvollen Fassade erzählt. Mit lebendigem, eindringlichem Schreibstil sowie dem unvergleichlichen Charme des Wiener Schmäh entwirft Kaiser das facettenreiche Bild der Protagonistin Angelika Moser - einer Frau, die nahezu schlafwandlerisch auf dem schmalen Grat zwischen sozialer Zugehörigkeit, familiären Bindungen und moralischen Prinzipien wandelt und dabei mit einer faszinierenden Leichtigkeit die Höhen und Tiefen des Lebens durchwandert stets getrieben von dem Traum nach einem besseren Leben. Inspirieren ließ sich die Autorin von einem auf wahren Begebenheiten beruhenden Betrugsfall. Geschickt hat Kaiser eine Rahmenhandlung gestaltet, in der die Autorin von ihren Recherchen zu dem Fall erzählt und im Gefängnis Gespräche mit der verurteilten Betrügerin Angelika führt. Diese verschiedenen Episoden verleihen dem Roman beinahe dokumentarische Züge, während die eigentliche Erzählung in eingeschobenen Rückblenden mit raffinierten Zeitsprüngen entfaltet und Angelika Mosers Lebensweg über die Jahrzehnte hinweg detailreich nachgezeichnet wird. So folgen wir der jungen Buchhalterin Angelika, die sich in den späten 1980er Jahren ihren Platz im traditionsreichen Wiener Grandhotel Frohner mit bemerkenswerter Entschlossenheit erkämpft hat. Aufgewachsen im Wiener Gemeindebau als Tochter einer Hausbesorgerin, führt Angelika ein bescheidenes wie auch turbulentes Leben zwischen nächtlichen Tanzvergnügen und den aufreibenden Herausforderungen ihres anspruchsvollen Jobs im Hotel und ihrer Rolle als alleinerziehende Mutter. Früh wurde ihr durch die strenge, wenig liebevolle, aber dennoch fürsorgliche Mutter vermittelt, worauf es im Leben ankommt. Mit äußerster Cleverness und Durchsetzungsstärke behauptet Angelika sich in einer Welt, in der soziale Herkunft alles andere als nebensächlich ist. Rasch lernt sie, stets für sich und ihren geliebten Sohn Basti mit nicht immer ganz legalen Mitteln das Beste aus den gegebenen Umständen herauszuholen. Über Jahrzehnte hinweg gelingt es ihr durch geschickte Tricksereien einen Millionenbetrag zu ergaunern und Zugang zur besseren Gesellschaft zu erlangen, bis ihr raffinierter Schwindel schließlich doch ans Licht kommt. Kaiser versteht es hervorragend, aus dieser Biografie ein fesselndes und facettenreiches Porträt einer unbeirrbar willensstarken Frau zu zeichnen, die sich auch unter widrigsten Umständen nicht unterkriegen lässt und ihr Schicksal entschlossen selbst gestaltet. Mit großer Eindringlichkeit lotet sie die moralischen Grauzonen und zutiefst menschlichen Beweggründe von Angelikas Betrug aus, denn nicht eigennützige Habgier, sondern der Wunsch nach sozialem Aufstieg und ein besseres Leben für ihr Kind standen im Mittelpunkt ihres Handelns. Auf diese Weise entwirft Kaiser sehr eindrucksvoll eine nuancierte Charakterstudie, die tiefer reicht als vorschnelle Zuschreibungen und die Empathie sowie das Infragestellen eigener Sichtweisen ermöglicht. Der Autorin ist es hervorragend gelungen, ihre Protagonistin mit all ihren Facetten und Eigenheiten vielschichtig und glaubwürdig zu gestalten und dabei ihre innere Wandlung psychologisch fundiert sowie mit großer Empathie nachzuzeichnen. Besonders gefallen hat mir, wie detailreich, lebendig und voller Nuancen die Autorin die Atmosphäre von Angelikas Alltag und das Wiener Lebensmilieu jener Zeit einfängt. Unterhaltsam und sehr anschaulich entfaltet Kaiser das Gesellschaftspanorama der vergangenen vierzig Jahre – vom glanzvollen Prunk hin zu den subtilen Machtgefügen hinter Fassaden eines traditionsreichen Hotelbetriebs werden auch die oftmals übersehenen Schwierigkeiten berufstätiger Mütter beleuchtet, die zwischen Verantwortungsgefühl, Solidarität, Stolz und einer tiefen Sehnsucht nach Anerkennung zerrieben werden. Durch charmanten Sprachwitz, warmherziges Augenzwinkern und pointierte Dialoge in wienerischer Mundart versteht es die Autorin hervorragend, eine spielerische Leichtigkeit einzufangen - trotz einer gewissen tragischen, melancholischen Grundstimmung, die zwischen den Zeilen mitschwingt. Das gekonnte Gleichgewicht zwischen feiner Ironie, scharfsinniger Gesellschaftsbeobachtung und intensiven Emotionen verleiht dem Roman eine unvergleichliche Atmosphäre, gleichermaßen unterhält und berührt. FAZIT Ein vielschichtiger Gesellschaftsroman über Betrug, soziale Herkunft und weibliche Selbstbestimmung – humorvoll und warmherzig erzählt, mit einer beeindruckenden Protagonistin und zugleich eine grandiose Hommage an das schillernde Wien und das Leben.

  • bookloving

    aus Munich

    5/5

    03.01.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    *Ein faszinierendes Portrait…

    *Ein faszinierendes Portrait zwischen Glanz und Betrug* MEINE MEINUNG Mit ihrem neuen Roman „Fabula Rasa oder Die Königin des Grand Hotels“ beweist Vea Kaiser einmal mehr ihr außergewöhnliches Talent als Erzählerin, das auf unverwechselbare Weise humorvolles Erzählen und tiefgründige Themen vereint. Ihr ist ein beeindruckender Gesellschaftsroman gelungen, der von sozialem Aufstieg, existenzieller Sehnsucht nach Anerkennung, Wohlstand und Glück, aber auch von den vielfältigen Brüchen einer scheinbar glanzvollen Fassade erzählt. Mit lebendigem, eindringlichem Schreibstil sowie dem unvergleichlichen Charme des Wiener Schmäh entwirft Kaiser das facettenreiche Bild der Protagonistin Angelika Moser - einer Frau, die nahezu schlafwandlerisch auf dem schmalen Grat zwischen sozialer Zugehörigkeit, familiären Bindungen und moralischen Prinzipien wandelt und dabei mit einer faszinierenden Leichtigkeit die Höhen und Tiefen des Lebens durchwandert stets getrieben von dem Traum nach einem besseren Leben. Inspirieren ließ sich die Autorin von einem auf wahren Begebenheiten beruhenden Betrugsfall. Geschickt hat Kaiser eine Rahmenhandlung gestaltet, in der die Autorin von ihren Recherchen zu dem Fall erzählt und im Gefängnis Gespräche mit der verurteilten Betrügerin Angelika führt. Diese verschiedenen Episoden verleihen dem Roman beinahe dokumentarische Züge, während die eigentliche Erzählung in eingeschobenen Rückblenden mit raffinierten Zeitsprüngen entfaltet und Angelika Mosers Lebensweg über die Jahrzehnte hinweg detailreich nachgezeichnet wird. So folgen wir der jungen Buchhalterin Angelika, die sich in den späten 1980er Jahren ihren Platz im traditionsreichen Wiener Grandhotel Frohner mit bemerkenswerter Entschlossenheit erkämpft hat. Aufgewachsen im Wiener Gemeindebau als Tochter einer Hausbesorgerin, führt Angelika ein bescheidenes wie auch turbulentes Leben zwischen nächtlichen Tanzvergnügen und den aufreibenden Herausforderungen ihres anspruchsvollen Jobs im Hotel und ihrer Rolle als alleinerziehende Mutter. Früh wurde ihr durch die strenge, wenig liebevolle, aber dennoch fürsorgliche Mutter vermittelt, worauf es im Leben ankommt. Mit äußerster Cleverness und Durchsetzungsstärke behauptet Angelika sich in einer Welt, in der soziale Herkunft alles andere als nebensächlich ist. Rasch lernt sie, stets für sich und ihren geliebten Sohn Basti mit nicht immer ganz legalen Mitteln das Beste aus den gegebenen Umständen herauszuholen. Über Jahrzehnte hinweg gelingt es ihr durch geschickte Tricksereien einen Millionenbetrag zu ergaunern und Zugang zur besseren Gesellschaft zu erlangen, bis ihr raffinierter Schwindel schließlich doch ans Licht kommt. Kaiser versteht es hervorragend, aus dieser Biografie ein fesselndes und facettenreiches Porträt einer unbeirrbar willensstarken Frau zu zeichnen, die sich auch unter widrigsten Umständen nicht unterkriegen lässt und ihr Schicksal entschlossen selbst gestaltet. Mit großer Eindringlichkeit lotet sie die moralischen Grauzonen und zutiefst menschlichen Beweggründe von Angelikas Betrug aus, denn nicht eigennützige Habgier, sondern der Wunsch nach sozialem Aufstieg und ein besseres Leben für ihr Kind standen im Mittelpunkt ihres Handelns. Auf diese Weise entwirft Kaiser sehr eindrucksvoll eine nuancierte Charakterstudie, die tiefer reicht als vorschnelle Zuschreibungen und die Empathie sowie das Infragestellen eigener Sichtweisen ermöglicht. Der Autorin ist es hervorragend gelungen, ihre Protagonistin mit all ihren Facetten und Eigenheiten vielschichtig und glaubwürdig zu gestalten und dabei ihre innere Wandlung psychologisch fundiert sowie mit großer Empathie nachzuzeichnen. Besonders gefallen hat mir, wie detailreich, lebendig und voller Nuancen die Autorin die Atmosphäre von Angelikas Alltag und das Wiener Lebensmilieu jener Zeit einfängt. Unterhaltsam und sehr anschaulich entfaltet Kaiser das Gesellschaftspanorama der vergangenen vierzig Jahre – vom glanzvollen Prunk hin zu den subtilen Machtgefügen hinter Fassaden eines traditionsreichen Hotelbetriebs werden auch die oftmals übersehenen Schwierigkeiten berufstätiger Mütter beleuchtet, die zwischen Verantwortungsgefühl, Solidarität, Stolz und einer tiefen Sehnsucht nach Anerkennung zerrieben werden. Durch charmanten Sprachwitz, warmherziges Augenzwinkern und pointierte Dialoge in wienerischer Mundart versteht es die Autorin hervorragend, eine spielerische Leichtigkeit einzufangen - trotz einer gewissen tragischen, melancholischen Grundstimmung, die zwischen den Zeilen mitschwingt. Das gekonnte Gleichgewicht zwischen feiner Ironie, scharfsinniger Gesellschaftsbeobachtung und intensiven Emotionen verleiht dem Roman eine unvergleichliche Atmosphäre, gleichermaßen unterhält und berührt. FAZIT Ein vielschichtiger Gesellschaftsroman über Betrug, soziale Herkunft und weibliche Selbstbestimmung – humorvoll und warmherzig erzählt, mit einer beeindruckenden Protagonistin und zugleich eine grandiose Hommage an das schillernde Wien und das Leben.

  • anne

    aus Schweighofen

    5/5

    21.12.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Angelika Moser ist die…

    Angelika Moser ist die Hauptakteurin in „Fabula Rasa“. Aufgewachsen ist sie im Gemeindebau Wien, einer Gegend für sozial schwache Bürger. Ihre Mutter ist kalt und distanziert gegenüber ihrer Tochter, der Vater blieb ihr bis zu ihrem Erwachsenenalter unbekannt. Unter diesen benachteiligten Voraussetzungen gelangt sie in die Stellung des Luxushotels Frohner. Aufgrund ihrer persönlichen Leistungen übernimmt sie im Laufe der Zeit eine leitende Funktion in der Buchhaltung. Unbemerkt gelingt es ihr so immer mehr Geld des Hoteleigentums auf ihr eigenes Konto zu transferieren. Die Geschichte der Angelika Moser beruht auf einer real existierenden Person, die die Autorin für die Recherche für ihr Buch öfter im Gefängnis besucht hat. Die Gefängnisbesuche sind als Zwischeneinschübe im Roman als Erzählung enthalten. Die so immer wiederkehrende Erinnerung, dass es sich hierbei um eine in weiten Teilen reale Geschichte handelt, gibt der ganzen Handlung eine besondere Brisanz. Man fühlt und hofft mit der Protagonistin mit, obwohl man bereits von der ersten Seite an weiß wo der Weg Angelika hinführen wird. Dabei wurde der Kontrast zwischen der trostlosen Herkunft im Sozialbau und der Hochglanzwelt des Luxushotels wunderbar dargestellt. Es wird schnell klar, dass ein Mensch beim ständigen Pendeln zwischen diesen beiden Welten den Kopf verlieren kann. Besonders tragisch fand ich, dass Angelika den Ausbruch aus ihrer alten Welt geradezu vor die Füße gelegt bekommen hat, indem der Sohn des Hoteliers sie geheiratet hätte. Doch Angelika schafft es nicht sich aus ihrer Welt zu lösen. Ob aus Minderwertigkeitsgefühlen, missbrauchtem Vertrauen oder Unsicherheit, Angelika gibt ihrem Geliebten eine Abfuhr. Den auch dieser ist ein Opfer seiner betuchten Herkunft und hat aufgrund von Vorurteilen seine persönlichen Umstände nicht freiwillig preisgegeben, was Angelika als Falschheit deutet. Doch dennoch möchte auch Angelika etwas von dem Kuchen abbekommen. Nach einer weiteren gescheiteren Liebe und persönlichen Niederlagen entwickelt sich so eher aus Not als aufgrund einer kriminellen Veranlagung heraus, ihr tragisches Handeln.

  • Luise

    aus Luckenwalde

    5/5

    20.12.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wiener Melange aus schwarzem…

    Wiener Melange aus schwarzem Humor und echtem Leben Mein erstes Buch von Vea Kaiser – und sicher nicht mein letztes! Der Schreibstil ist wunderbar flüssig und nahbar. Die Protagonistin Angelika erzählt uns ihre Geschichte aus dem Gefängnis heraus: Ein Aufstieg aus ärmlichen Verhältnissen in die Welt der Grand Hotels, geprägt von falschen Männern und der unbedingten Liebe zu ihrem Sohn Freddy. Aufgewachsen in ärmlichen Verhältnissen, mit einer recht kaltherzigen Mutter, beginnt sie eine Karriere im Grand Hotel Frohner, als Buchhalterin. Sehr schnell arbeitet sie sich dort bis in die Leitung vor, sie hat ein gutes Händchen für Zahlen. Ein nicht so gutes Händchen hat sie mit ihren Männern, da gibt es längere und kürzere Episoden, die sehr humorvoll und erfrischen beschrieben werden. Was mir besonders gefallen hat: Kaiser fängt den Zeitgeist perfekt ein. Es fühlt sich alles „echt“ an, die Charaktere sind menschlich und die Lebensweisheiten kommen oft mit einem Augenzwinkern daher. Auch wenn der Mittelteil ein paar Längen hatte, ist es insgesamt ein hervorragender Roman über Ambition, Liebe und die Abgründe des Alltags im Wien der 80er.

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Bewertungen (193)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Benita M.

    Benita M.

    Thalia Wien – huma eleven

    Buchhändler*in

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    5/5

    02.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Neustart ins Ungewisse – Eine Generation auf der Suche

    Mit Fabula Rasa beweist Vea Kaiser einmal mehr ihr Talent für vielschichtige Geschichten und lebendige Figuren. Der Roman verbindet auf eindrucksvolle Weise Humor, Tragik und Gesellschaftskritik und entführt die Leser:innen in eine Welt, die gleichzeitig überzeichnet und doch erschreckend real wirkt. Im Zentrum der Handlung steht eine Gruppe junger Menschen, die sich in einer zunehmend komplexen und widersprüchlichen Welt zurechtfinden müssen. Kaiser gelingt es, ihre Figuren mit großer Detailgenauigkeit zu zeichnen – sie sind voller Widersprüche, Sehnsüchte und Schwächen, was sie besonders authentisch macht. Dabei erzählt sie nicht nur individuelle Lebensgeschichten, sondern entwirft auch ein Panorama einer Generation auf der Suche nach Orientierung. Sprachlich überzeugt der Roman durch Kaisers typischen Stil - pointiert, ironisch und zugleich poetisch. Immer wieder blitzen humorvolle Passagen auf, die jedoch nie die tieferliegenden Themen überdecken. Fragen nach Identität, gesellschaftlichem Druck und dem Wunsch nach einer „Tabula Rasa“ ziehen sich wie ein roter Faden durch das Buch. Besonders gelungen ist die Balance zwischen Leichtigkeit und Ernst. Während manche Szenen fast satirisch anmuten, entfalten andere eine überraschende emotionale Tiefe. Diese Mischung macht Fabula Rasa zu einer ebenso unterhaltsamen wie nachdenklich stimmenden Lektüre. Kritisch anmerken könnte man, dass die Vielzahl an Figuren und Handlungssträngen stellenweise etwas überfordernd wirkt. Dennoch fügt sich am Ende vieles zu einem stimmigen Gesamtbild zusammen.
  • Zum Bewerterprofil von Hans Wilhelm Schmölzer

    Hans Wilhelm Schmölzer

    Thalia Villach – Atrio

    Buchhändler*in

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    5/5

    05.12.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Beste Unterhaltung

    Der neue Roman von Vea Kaiser: humorvoll, „österreichisch“, inspiriert von einer wahren Geschichte „über eine Frau, die ihr Leben selbst in die Hand nimmt. Nicht an den äußeren Umständen zugrunde geht, aber auch nicht von irgendwem gerettet wird“. Beste Unterhaltung.
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    Rina Salinger

    Thalia Amstetten

    Buchhändler*in

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    4/5

    15.12.2025

    eBook (ePUB 3)

    Wiener Grandezza mit dunklen Rissen

    Mit „Fabula Rasa oder Die Königin des Grand Hotels“ erzählt Vea Kaiser eine ebenso unterhaltsame wie nachdenkliche Geschichte über Ehrgeiz, Mutterliebe und Selbstbehauptung. Angelika Moser ist eine komplexe, nicht immer sympathische, aber sehr menschliche Protagonistin, deren Entscheidungen man nicht billigt, aber versteht. Der Roman lebt von seinem brillanten, wienerisch gefärbten Sprachstil, scharf beobachteten Milieus und viel Humor. Besonders gelungen ist das lebendige Bild des Wiener Grandhotels als Bühne zwischen Glanz und Abgründen. Die Nähe zur wahren Begebenheit verleiht der Geschichte zusätzliche Schärfe und macht Angelikas Lebensweg umso eindringlicher. Zwar verliert die Handlung stellenweise an Tempo, doch Atmosphäre, Figurenzeichnung und Kaisers erzählerische Kraft machen das Buch insgesamt sehr lesenswert.
  • Zum Bewerterprofil von Ingrid Führer

    Ingrid Führer

    Thalia Gmunden – SEP

    Buchhändler*in

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    4/5

    27.10.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Buchhalterin auf Stiege 4

    Die neue Vea Kaiser hat mir sehr gut gefallen. Passierend auf einer wahren Geschichte, besucht Vea Kaiser, die ehemalige Buchhalterin des Grand Hotel, Angelika Moser in der Vollzugsanstalt. Sie versucht herauszufinden, was Angelika dazu bewegt hat Millionen € zu veruntreuen. Sie tat es als Liebe zu ihrem Sohn. Abwechselnd erzählt sie uns, von den Besuchen in der Vollzugsanstalt und Angelikas Leben. Das Buch hat ein paar Längen, sehr detailliert erzählt, das ist manchmal schwierig, Nichtsdestoweniger fand ich es höchst interessant, super gut aufgearbeitet und der Schluss war sehr überraschend. Empfehlung.
  • Zum Bewerterprofil von Claudia Settele

    Claudia Settele

    Thalia Linz – Landstraße

    Buchhändler*in

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    4/5

    23.10.2025

    eBook (ePUB 3)

    Sehr wienerisch

    Unglaubliche, erschütternde Geschichte mit wahrem Hintergrund. Nur das erste Drittel des Buches hätte die Autorin straffen können, sie hat nach meinem Geschmack dem "Fabulieren" ein bisschen zuviel gefrönt...

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