Produktbild: Burgund

Burgund Das verschwundene Reich. Eine Geschichte von 1111 Jahren und einem Tag

13

40,50 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

20.11.2024

Abbildungen

mit 50 farbigen Abbildungen und 5 Karten

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

656

Maße (L/B/H)

22,2/15/4,7 cm

Gewicht

946 g

Farbe

Anthrazit / Graugrün

Auflage

6

Originaltitel

De Bourgondiërs. Aartsvaders van de Lage Landen

Übersetzt von

Andreas Ecke

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-83231-4

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

20.11.2024

Abbildungen

mit 50 farbigen Abbildungen und 5 Karten

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

656

Maße (L/B/H)

22,2/15/4,7 cm

Gewicht

946 g

Farbe

Anthrazit / Graugrün

Auflage

6

Originaltitel

De Bourgondiërs. Aartsvaders van de Lage Landen

Übersetzt von

Andreas Ecke

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-83231-4

Herstelleradresse

C.H. Beck
Wilhelmstrasse 9
80801 München
DE

Email: produktsicherheit@beck.de

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  • Juti

    aus HD

    5/5

    05.01.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Meisterwerk mit falschem…

    Meisterwerk mit falschem Titel 2025 beginne ich mit einem Ziegelstein aus dem Jahr 2019. Es lag noch auf meinem Nachttisch wegen einer ausgefallenen Reise nach Burgund. Doch mit dem heute Frankreich einverleibten Herzogtum um Dijon und Umgebung sowie der Grafschaft um Besancon hat dieses Geschichtswerk wenig zu tun: Es geht um die burgundischen Herrscher Flanderns und der Niederlande. Das Buch beginnt in der Spätantike, als Chlodwig sich taufen ließ und dem Ausspruch: v„Gallien ist ein eiskaltes Bad wert“, was später Heinrich IV. in „Paris ist eine Messe wert“ umtaufte (33f). Chlodwig half der Kirche sehr, den nebeneinander bestanden unterschiedliche christliche Lehren, die die anderen als Irrlehren betrachtete (37). Das alles ist nur Vorbemerkung. Los gehts 1302 als der Löwe von Flandern eine wichtige Schlacht gegen die Franzosen gewann. Auf S.269 beginnt ein Exkurs mit den Einwohnerzahlen der Städte Flanderns. Sie hatte 30 bis 50.000 Einwohner. Auch das Herzogtum Geldern kommt nicht zu kurz: 1388 schrieb er auf Papier, nicht Pergament, dem französischen König Karl VI. und forderte ihm zum Duell heraus. Richard II. bezeichnete er als König von England und Frankreich (166). Warum Karl den Provinzfürsten angriff, ist dennoch nicht klar: „Man lässt getrost einen Adler entkommen, um eine Gans zu fangen.“ (168) Karl der Kühne lebte nach dem Motto: „ Ich werde lieber gehasst als verachtet.“(453) Im Jahr 1472 eroberte er das Herzogtum Geldern, weil Sohn Adolf seinen Vater Arnold von Egmond gefangen nahm und der Papst mit Karl einen Schiedsrichter entsandte, der gleich das ganze Land eroberte. (456) An Neuss ist der Tollkühne dann später gescheitert. Die Nichte Philipp des Guten Elisabeth von Burgund heiratete übrigens ihren Cousin Johann von Kleve. Der Kindermacher soll 6 eheliche und 63 uneheliche Kinder gezeugt haben. (382) Philipp schrieb ein Buch Cent nouvelles nouvelles mit erotischen Kurzgeschichten ähnlich dem Decamerone, das den Schriftseller Jan Doesborch zum Werk „Der Betrug der Frauen“ inspirierte (409). Maler stachelten mit 4 Bilder im Brüsseler Rathaus die alte Hauptstadt Löwen an (424), heute Kopien im historischen Museum Bern. Neben der Geschichte kann das Buch auch als Reiseführer gelesen werden. In Cluny gab es ein prachtvolles Benediktinerkloster, in Citeaux wurde 1098 das erste Zisterzienserkloster gegründet. Im Dorf Leulinghen verlief die Grenze zwischen England und Frankreich mitten durch die Pfarrkirche. Eine Tür war englisch, eine französisch. (181) In Chapmol kann man noch den Mosesbrunnen bestaunen, in Dijon des Musee des Beaux-Arts mit mittelalterlicher Kunst (189), in Lille das Hospice Cióntesse (283), im Anwesen von Hesdin hat Margarete Philipp den Kühnen geheiratet, ein Märchenhochzeit (303), in Mechelen im Stadtpalast wurde auch ein Museum eröffnet, ebenso in der königlichen Bibliothek in Brüssel. Sehenswert ist auch der Marktbrunnen in Olen in der Provinz Antwerpen (572) Historisch wichtig ist Brücke von Monterrau, wo Johann Ohnefurcht in einem Hinterhalt mit dem französischem König ermordet wurde. Im alten Herzogtum Burgund sieht man heute noch das Hotel-Dieu von Beaune, das schönste Krankenhaus Westeuropas. (375) Im Museum der Schönen Künste in Antwerpen hängt das Bild Madonna von Melun für das die Mätresse Agnes Sorel Modell gestanden hat. Ein umfangreiches Buch, das 5 Sterne verdient hat. Zitate: Fruchtbare Mutter, sei gegrüßt! Deine Brüste, voll und glatt, wölben noch ohne Scham dein Kleid; zeigst voller stolzer Heiterkeit dein Leib, der Burgund geboren hat. (Liliane Wouters: Mere Flandre 74) Die Gojim halten es für gut, auf den Märkten und Plätzen der Stadt und in allen Winkeln ihrer Häuser Prostituierte zu platzieren, als wollten sie sich dadurch vor einer schweren Sünde bewahren, nämlich vor einem Verhältnis mit einer verheirateten Frau. (Rabbi Judah Mintz aus Brügge,86) Auf Bitten von Johannes XXII. verfasste der Franziskaner Alvarus Pelagrus 1330 ein Traktat, in dem er die einhundertzwei (!) Unzulänglichkeiten der Frau aufzählte. (281) In allem habe ich Ruhe gesucht und nicht gefunden, außer in einem Winkel mit einem Buch. Thomas von Kempen (378) Vor der Erfindung des Buchdrucks wäre die Reformation eine bloße kleine Spaltung, eine Irrlehre ohne nachhaltige Folgen geblieben; die Buchdruckerei hingegen macht sie zur Revolution. (Victor Hugo 480)

  • Bewertung

    5/5

    11.11.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sehr detailliert und informativ

    Eine sehr gute Lektüre mit sehr vielen Details. Die Geschichte Burgunds und ihrer Protagonisten hut in den Zusammenhang gesetzt. Der Erzählstil ist fließend sodass man sich gut in die historischen Zusammenhänge herein versetzen kann. Klare Leseempfehlung.

  • Bewertung

    5/5

    15.05.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Meisererzählung der burgundischen Geschichte!

    Bart van Loo vollbringt hier wahrlich eine Glanzleistung, es gelingt ihm eine chronologische Erzählung des Reichs Burgunds durch die Jahrhunderte, den Fokus legt der Belgier dabei merklich auf den flämischen Anteil der Geschichte. Van Loo schreibt sehr unterhaltsam, legt dabei aber konsequent geschichtliche Fakten auf den Tisch. Natürlich ist sein Werk oft romantisierend und schmückt die geschichtlichen Ereignisse mitunter stark aus, dennoch auch für geschichtlich bewanderte Leser ein Genuss. Ganz der französischen Geschichtsschreibung treu, legt Van Loo Wert auf eine positiv stimmige Erzählung und präsentiert uns das Mittelalter dabei als blühende Epoche der Kunst und Kultur! Gelungene Abwechslung zu den sich ansonsten mit Krieg, Pest und Tod beschäftigenden deutschen Erzählungen über diese Zeit. Van Loo schafft ein Werk welches über die modernen Nationalstaaten hinweg darstellt wie die Niederlande, Frankreich, England sowie deutsche Gebiete miteinander verknüpft sind und über eine gemeinsame Geschichte jenseits der zahlreichen Konflikte verfügen. Absolute Leseempfehlung für Geschichtsinteressierte!!!

  • Bewertung

    5/5

    11.11.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Burgund - Das verschwundene Reich

    Burgund! Ein prachtvoller, wohlklingender und wohlschmeckender Name der einem auf der Zunge zergeht wie einer der wunderbaren Weine aus der Region. Als Land der Burgen und Ritter, ja als Inbegriff des Hochmittelalters hat sich dieser Landstrich tief ins kollektive Gedächtnis gegraben.Dabei ist Burgund viel mehr als das. Ein ganzes Millennium lang hat dieser Streifen wunderschönen Landes die europäische Geschichte militärisch und kulturell geprägt, ja zeitweise sogar Großmachtstatus erlangt, bis das burgundische Reich klang- und sanglos unterging.Bart van Loo erzählt kenntnisreich und spannend über 1111 Jahre und einen Tag, von den Anfängen Burgunds in der Spätantike bis zu seinem letzten großen Herrscher, Herzog Karl der als Kaiser Karl V. Die Habsburger zur Weltmacht formte und letztlich doch an der Moderne scheiterte.Ein Fest für alle Geschichtsbegeisterten!

  • Dark Rose

    aus Troisdorf

    5/5

    29.06.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sehr unterhaltsam!

    Das Reich Burgund – oder wie man Geschichte spannend, locker und unterhaltsam erklärt Habt ihr schon einmal von „Burgund“ gehört? Wer jetzt sagt: das ist doch eine Region in Frankreich – ja, ist es, heute. Aber einst war es ein eigenständiges Reich. Ein Reich, das 1111 Jahre bestand. Durch seine Lage zwischen Frankreich und den Niederlanden spielte es oft eine Rolle auch bei zentralen Konflikten – es hatte sogar mal einen „eigenen“ Erbfolgekrieg. Ich mochte euch nicht mit Fakten bombardieren, aber erklären, warum ich dieses Buch liebe und richtig verschlungen habe. Nicht nur, weil ich schon immer Geschichte geliebt habe und Burgund mir mehr als einmal begegnet ist, sondern vor allem wegen Bart Van Loo. Ich gestehe, dies ist mein erstes Buch von ihm, aber ich bin wirklich total begeistert. Allein schon der Aufbau – wie in meiner Überschrift formuliert er zu jeder „seriösen“ Überschrift auch gleich noch eine „oder“-Erklärung und die sind so treffend formuliert, dass man sogar lachen muss, auch wenn es ernste Themen sind. Ich denke nur jemand, der sich wirklich so richtig, richtig mit einem Thema auskennt, schafft es, es so gut zu erklären. Nehmen wir mal uns selbst, man verfällt bei Themen, in denen man sich sicher fühlt auch in locker flockige Erklärungen, aber für Sachbücher gerade im Bereich Geschichte ist das äußerst selten. Ich persönlich liebe die Art, wie hier Geschichte verpackt wird. Das Buch ist unheimlich informativ, mit Liebe gestaltet und absolut nicht trocken. Ich fand es total interessant und spannend und regelmäßig musste ich auch grinsen. Viele halten Geschichte noch immer für langweilig, trocken, verstaubt und uninteressant, aber Bart Van Loo zeigt es all diesen „Zweiflern“, denn selten fühlt sich Geschichte so lebendig an. Die Geschichte Burgunds wird nicht nur dargelegt, sondern zieht sich bis in die heutige Zeit. Wäre Burgund nicht gewesen, wäre unsere heutige Welt eine andere – da ist sich Van Loo sicher. Fazit: Ich persönlich fand das Buch wirklich richtig gut, total unterhaltsam, interessant und mal was ganz anderes. Dem einen oder anderen ist die Sprache wahrscheinlich zu plakativ, aber ich fand das ehrlich gesagt erfrischend. Ich konnte es kaum aus der Hand legen. Wenn man mal eine ganz andere Art „Geschichtsbuch“ lesen möchte, ist man hier definitiv richtig! Von mir bekommt das Buch volle 5 Sterne.

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Bewertungen (13)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Ralf Rother

    Ralf Rother

    Thalia Wien – Mariahilfer Straße

    Buchhändler*in

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    4/5

    05.06.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Erzählte Geschichte

    Ich möchte mich dem Resümee der Besprechung von Andreas Kilb in der FAZ weitgehend anschließen, der ich dem Hinweis zum Buch verdanke. Bart van Loo hat mit seinem Buch "Burgund. Das verschwundene Reich" ein sehr lesbares, kurzweiliges, spannend geschriebenes und umfangreiches Buch geschrieben. Er kann als Historiker und Wissenschaftsjournalist auf ein fundiertes Wissen und auf ein weites Feld historischer und archäologischer Forschungen zurückgreifen. Allerdings hält sich Bart van Loo nicht mit komplexen und diffizilen Problemen und Fragestellungen der Kunst- und Geschichtswissenschaften auf. Auseinandersetzungen mit Methoden und Theorien der Interpretation von historischen Ereignissen, Konstellationen und Begriffen fehlen weitgehend. So entfaltet er in seinem Buch eine historische Betrachtung des Burgunder Reiches entlang großer Ereignisse, überlieferten Schilderungen, bedeutsamen Vorkommnissen, Episoden und Anekdoten. Einerseits ist die Lektüre recht spannend und faktenreich, andererseits bleibt sie gedankenarm und nicht herausfordernd. Ich schloss meine Burgund-Lektüre nach Mischa Meiers Buch "Geschichte der Völkerwanderung" an, die sich dem wunderbar anschließen ließ. Der Beginn der Burgund-Lektüre setzt mit den "Einfall" der Hunnen Attilas ein, auf den Mischa Meier in seiner komplexen Darstellung der "Völkerwanderung" auch zu sprechen kam.
  • Zum Bewerterprofil von Martin Berger

    Martin Berger

    Thalia Wien – Mitte / W3

    Buchhändler*in

    4/5

    12.04.2020

    eBook (ePUB)

    Eine Region im Herzen Europas

    Zwischen Frankreich und dem Heiligen Römischen Reich lag Burgund. Seine Geschichte reicht von der Antike bis in die Frühe Neuzeit. Seine Herrscher trugen klingende Beinamen wie der Kühne, Ohnefurcht, oder der Gute. Burgund steht für Hochkultur und höfisches Leben, Handel und Rittertum. Es war kurz davor, vom Herzogtum zum Königtum aufzusteigen und sich als drittes kontinentales Reich, neben Frankreich und dem Heiligen Römischen Reich zu etablieren – doch es sollte nicht sein. Das burgundische Reich ist untergegangen, doch sein Vermächtnis ist noch heute sichtbar. (Siehe auch: Schilling, Karl V.)

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