Herr Ono ist unbemerkt verstorben. Allein. Es gibt viele wie ihn, immer mehr. Erst wenn es wärmer wird, rufen die Nachbarn die Polizei. Und dann Herrn Sakai mit dem Putztrupp, zu dem Suzu nun gehört. Sie sind spezialisiert auf solche Kodokushi-Fälle. »Fräulein Suzu«, wie der Chef sie nennt, fügt sich widerstrebend in die neuen Aufgaben. Es braucht dafür viel Geduld, Ehrfurcht und Sorgfalt, außerdem einen robusten Magen. Die Städte wachsen, zugleich entfernt man sich voneinander, und häufig verschwimmt die Grenze zwischen Desinteresse und Diskretion.Suzu lernt schnell. Und sie lernt schnell Menschen kennen. Tote wie Lebendige, mit ganz unterschiedlichen Daseinswegen. Sie sieht Fassaden bröckeln und ihre eigene porös werden. Und obwohl ihr Goldhamster sich neuerdings vor ihr versteckt, ist sie mit einem Mal viel weniger allein.Milena Michiko Flašar hat eine frische, oft heitere Sprache für ein großes Thema unserer Zeit gefunden. Und sie hat liebenswert verschusselte Figuren erschaffen, die man gern begleitet. Ein unvergesslicher, hellwacher Roman über die ›letzten Dinge‹.
Kundinnen und Kunden meinen
4.8/5.0
Bewertung
5/5
11.06.2026
Buch (Taschenbuch)
Eines der besten Bücher meines Lebens!
Es lässt sich leicht und mit Freude lesen, behandelt dabei aber tiefgründige philosophische und gesellschaftliche Themen – und verbindet all das auf humorvolle Weise. Absolut einzigartig!
Ich habe das Buch selbst mehrfach gelesen und es vielen Freunden empfohlen. Alle(!) waren genauso fasziniert wie ich.
Majo C.
aus Wien
5/5
26.02.2026
Buch (Taschenbuch)
Eins meiner liebsten Bücher
Vollkommen neue Sichtweisen auf den Tod und die Einsamkeit, das sich und andere finden, das Leben an sich. Trotz der Schwere des zentralen Themas "Sterben" leicht zu lesen und hoffnungsstiftend. Wir fiebern im Laufe der Erzählung mit der jungen Protagonistin in ihrem Streben Fuß in der Welt zu fassen mit und lassen uns ihre Arbeitskollegen ans Herz wachsen.
Bewertung
5/5
15.01.2026
Buch (Taschenbuch)
Die Einsamkeit eines Sitzkissens
Großartiges Buch.
Am Anfang konnte ich mich nicht mit der Hauptfigur identifizieren. Aber mit der Zeit merkte ich ,dass das gar nicht notwendig war. Denn man lernte sie zu verstehen, zu mögen und ihre Entwicklung mit Freude mitzufühlen.
Man lernt alle Charaktere zu schätzen und entwickelt durch den Schreibstil fast selbst eine persönliche Beziehung zu ihnen.
Mir hat das Buch sehr gefallen, nicht nur der Stil sondern auch die Story die erzählt wird und Suzus besondere Sicht, aber dich so greifbare Sicht auf die Einsamkeit. Welche auch in unserer Zeit und Kultur eine präsente Rolle spielt.
Hannah
5/5
13.08.2025
Buch (Taschenbuch)
Die Vielfalt der Einsamkeit
Manchmal gibt es Tage, an denen möchte man gerne alleine sein. Doch was ist, wenn man sich das nicht aussuchen kann? In Japan gibt es vermehrt die Kodokushi-Fälle, Todesfälle, bei denen meist vereinsamte Menschen versterben und deren Ableben eine Weile unbemerkt bleibt. Das Putzen und Aufräumen der Hinterlassenschaften jener Menschen gehören zu den Aufgaben von Suzus neuem Job. Sie selbst ist oft alleine und sozial isoliert, hat Schwierigkeiten sich Menschen zu nähern. Ihre neue Arbeit bietet eine neue Herausforderung, eine Auseinandersetzung mit der Einsamkeit und der Zwischenmenschlichkeit in der heutigen Gesellschaft.
Die Aufarbeitung des Themas Alleinsein und wie verschiedenste Charaktere damit umgehen, hat mich nicht losgelassen. Es war wirklich interessant zu lesen, was für eine Entwicklung die Protagonistin durchlebte und dabei ihren Gedanken zu folgen. Der Schreibstil ist so schön gestaltet und mit den passendsten Vergleichen und Metaphern versehen - die Autorin hat es perfekt getroffen! Ein tiefgründiger und einfühlsamer Roman!
Bewertung
5/5
22.07.2025
Buch (Taschenbuch)
Einfach toll!
Interessanter, wunderbar geschriebener Roman! Eine Geschichte darüber, wie man der Einsamkeit entkommen und Freundschaft finden kann. Tiefsinnig, amüsant und gut zu lesen. Eines meiner Lieblingsbücher.
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5/5
15.06.2025
Buch (Taschenbuch)
Ein einfühlsamer Roman, der die Suche nach Identität, Zugehörigkeit und Selbstfindung thematisiert.
Suzu Takada arbeitet für ein Unternehmen, das Wohnung von einsam verstorbenen Menschen reinigt. Durch die Konfrontation mit dem Tod und den Lebensumständen ihrer Klienten findet Suzu wieder Wärme im Leben.
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5/5
04.05.2025
Buch (Taschenbuch)
"Auf leisen Sohlen hatten sie sich davongestohlen, und wir, die übrig geblieben waren, konnten ihnen lediglich nachsinnen. Uns erinnern, während sich die Lücke schloss. Sie einen Spalt weit offenhalten."
Welche Rolle spielen Gemeinschaft und Mitmenschlichkeit in unserer heutigen, individualistischen, Gesellschaft? Wie gehen wir mit jenen um, die sich (freiwillig oder unfreiwillig) isolieren und aus dem Blickfeld verschwinden? Wollen wir die zunehmende Einsamkeit einfach so hinnehmen oder uns nicht vielleicht doch, Stück für Stück, Communities aufbauen? In der japanischen Sprache gibt es ein Wort für diese Einsamkeit in (vor allem westlichen) Gesellschaften - Hikikomori. Die höchste Form dieses Eremitendaseins ist der Kodokushi, der einsame Tod. Und genau darum geht es in Flašars Roman, die es in einer wunderbar schönen Sprache schafft, dieser Thematik zwar nicht die Schwere und Tiefe zu nehmen, sie aber zumindest erträglich zu machen. Dieses eindrucksvolle Buch wird mich noch lange begleiten, regt es doch auch dazu an, selbst tätig zu werden und die eigenen Beziehungen (sei es familiär, romantisch oder platonisch) zu reflektieren.
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5/5
07.05.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
„Ich war gerne allein. Und eigentlich hat sich daran auch nichts geändert.“
Der neue Job als Leichenfundort-Reinigerin bringt Veränderung ins Leben der jungen Suzu, einer alleinstehenden Aushilfskellnerin mit Hamster Punsuke als wichtigster „Bezugsperson“.
Leichtfüßiger Stil und schwergewichtige Themen: Allein-Sein und Einsamkeit, Tod und Sterben, soziale Beziehungen und Liebe. Einfühlsam, humorvoll, philosophisch. Sehr schöne Literatur.
„Mit Beziehungen war es wie mit Weihnachtsbäumen. Es war schön einen zu haben, andererseits auch egal, wenn man keinen hatte. Problematisch wurde es eher dann, wenn man unbedingt einen haben wollte und keinen bekam.“
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5/5
23.03.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Tiefgründig.
Die Jobsuche einer jungen Frau endet bei dem schrägen Putztrupp einer Entrümpelungsfirma. Das Besondere daran: die Verstorbenen sind einsam und unbemerkt gegangen. Wie man damit umgeht und was die Hinterlassenschaft über das Leben der Einzelnen verrät, wird hier sehr einfühlsam und charmant erzählt. Eine schöne Geschichte über Leben und Tod, menschliche Nähe und Einsamkeit.
Kodokushi werden Menschen in Japan genannt, die einsam sterben. Suzu arbeitet bei einem Putztrupp und reinigt diese Wohnungen. Durch die Konfratation mit dem Tod erwacht Suzu selbst zu neuem Leben.
Michiko Flasar schreibt sensibel und mit Humor - sehr poetisch!
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