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Rebekka Pfeifer Buchhandlung: Thalia Wien – Mariahilfer Straße
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Meine letzte Rezension Wir Töchter von Oliwia Hälterlein
Oliwia Hälterleins Debüt "Wir Töchter" hat mich unerwartet kalt erwischt, im besten Sinne! Die Mehrgenerationenthematik, besonders im Hinblick auf Großmutter/Mutter/Tochter, ist mir als Lesende keinesfalls fremd und dementsprechend habe ich nicht damit gerechnet, hier noch überrascht zu werden. Aber die Art und Weise, mit der die unterschiedlichen Biografien der Frauen miteinander verbunden werden, hat mich auch ob der bildhaften Beschreibungen tief berührt. Es ergibt sich daraus ein Gesamtbild bestehend aus sich dem Patriarchat entgegenstellenden Frauen, die Rolle der Mutter hinterfragenden Frauen, sich ihrer internalisierten Misogynie nicht immer bewusst seienden Frauen, sich mehr vom Leben erhoffenden Frauen, sich ihrem Schicksal ergebenden Frauen, migrantischen Frauen, innerlich zerrissenen Frauen. Ein toller Roman, der sich neben feministischen Themen auch mit Migration und Entfremdung sowie dem Sozialismus nach dem zweiten Weltkrieg auseinandersetzt.
ab 26,50 €
Produktbild Wir Töchter
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Wir Töchter

Oliwia Hälterleins Debüt "Wir Töchter" hat mich unerwartet kalt erwischt, im besten Sinne! Die Mehrgenerationenthematik, besonders im Hinblick auf Großmutter/Mutter/Tochter, ist mir als Lesende keinesfalls fremd und dementsprechend habe ich nicht damit gerechnet, hier noch überrascht zu werden. Aber die Art und Weise, mit der die unterschiedlichen Biografien der Frauen miteinander verbunden werden, hat mich auch ob der bildhaften Beschreibungen tief berührt. Es ergibt sich daraus ein Gesamtbild bestehend aus sich dem Patriarchat entgegenstellenden Frauen, die Rolle der Mutter hinterfragenden Frauen, sich ihrer internalisierten Misogynie nicht immer bewusst seienden Frauen, sich mehr vom Leben erhoffenden Frauen, sich ihrem Schicksal ergebenden Frauen, migrantischen Frauen, innerlich zerrissenen Frauen. Ein toller Roman, der sich neben feministischen Themen auch mit Migration und Entfremdung sowie dem Sozialismus nach dem zweiten Weltkrieg auseinandersetzt.

Meine Lieblingswerke

  • Produktbild The Trees
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    5/5

    The Trees

    Since I’m a total chicken, I normally don’t read thriller/crime-fiction (besides the occasional Agatha Christie), but even though “The Trees” features some very brutal, very gruesome murders, I’m so glad I chose to read it! Everett’s writing style is unique in its simplicity, the topics covered as important as ever – beside every white victim, there’s a dead Black Person who resembles Emmett Till, the young boy who was lynched on August 28, 1955 in Drew, Mississippi. Masked under derisive humour, the author confronts us with the persistent racism, police brutality and overall injustices BIPOC have to face, not only in their daily life, but on an institutional level. I can definitely see why this novel was shortlisted for the Booker Price in 2022! “Everybody talks about genocides around the world, but when the killing is slow and spread over a hundred years, no one notices. Where there are no mass graves, no one notices. American outrage is always for show. It has a shelf life.”

  • Produktbild Open Water
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    5/5

    Open Water

    "Open Water" by the British-Ghanaian author Caleb Azumah Nelson left me speechless - my only 5-star read of 2023 and one of the few books I've read multiple times. It tells the love story of two aspiring artists living in London, but it is so much more than a classic novel about romance. Written in beautiful, almost poetic prose we get to know the male protagonist and the hardships he has to face - from everyday racism to family struggles and, of course, his slowly unfolding romantic relationship. A book that covers many important issues, but does so in a way that is subtle but nevertheless makes you think about it even weeks after you've read it. I absolutely adored the way Nelson created that male character who shows us all his emotions, challenging the frequent misconception that "boys don't cry". All in all, an amazing book that is going to accompany me for many more years to come, whenever I feel the need to loose myself in the alluring words of Caleb Azumah Nelson. “Besides, sometimes, to resolve desire, it's better to let the thing bloom. To feel this thing, to let it catch you unaware, to hold onto the ache. What is better than believing you are heading towards love?”

  • Produktbild Yellowface
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    5/5

    Yellowface

    Now this book might be very hyped, but rightfully so! You will hate Juniper Hayward. You will condone everything she does. She will drive you crazy, will make you scream at your walls while reading and will make you want to shred the book into pieces. And yet you will love everything about “Yellowface”. So join in on the numerous readers who devoured this clever book in one sitting and get ready to be uncomfortable, in the best way possible!

  • Produktbild Oroppa
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    5/5

    Oroppa

    Selten hat mich ein Debütroman derart begeistert - wie das gut gewählte Cover schon erahnen lässt, folgen wir einer bunten Zusammensetzung verschiedenster Charaktere durch unterschiedliche Lebensabschnitte. Allesamt befinden sie sich zwischen Europa (hier vor allem Amsterdam), Marokko und Tunesien, Mal örtlich, Mal nur in ihren teils fragmentierten Erinnerungen. Eine wirklich greifbare Hauptprotagonistin gibt es nicht, auch wenn alle durch die Künstlerin Salma alias Salomé Abergel verbunden sind. Auch an literarischen Anspielungen und Verweisen mangelt es nicht, der Text wirkt dabei aber keinesfalls prätentiös. Die von El Khannoussi heraufbeschworenen Geschichten haben sich auch ob ihrer Authentizität tief in mein Bewusstsein eingegraben und werden mich wohl noch eine ganze Weile begleiten. Für mich bereits jetzt eines meiner Lesehighlights 2026!

  • Produktbild Leben verboten!
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    5/5

    Leben verboten!

    Die Wiener Autorin Maria Lazar (geb. 1895 in eine jüdische Familie, 1933 ins Exil gezwungen) war lange in Vergessenheit geraten, ein Umstand, den der Verlag "Das vergessene Buch" sehr zum Glück von uns Leser*innen korrigiert hat! "Leben verboten!" ist ein Wirtschaftskrimi, besonders geeignet für Liebhaber*innen langsamen, atmosphärischen Erzählens. Wie würden Sie sich entscheiden, wenn alle Welt Sie für tot hält und Ihre Familie ohne Sie eigentlich besser dran ist? Ernst von Ufermann entscheidet sich für ein Leben als Identitätsloser, was ihn in die prekäre Lage bringt, ein geheimnisvolles Paket für eine Gruppe Nationalsozialisten nach Wien schmuggeln zu müssen. Lazar porträtiert gekonnt einen Querschnitt der damaligen Zwischenkriegsgesellschaft und beweist einmal mehr ihr Gespür für das Zeitgeschehen (wie auch schon in "Die Eingeborenen von Maria Blut").

  • Produktbild Ein schönes Ausländerkind
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    5/5

    Ein schönes Ausländerkind

    Wer in Österreich mit Migrationshintergrund aufwächst, muss vieles ertragen - nicht nur den Alltagsrassismus, sondern oft auch die Hilflosigkeit jener Angehörigen, die nicht in Österreich geboren wurden und beispielsweise Probleme beim Erlernen der Sprache haben. Toxische Pommes beschreibt in ihrem Debütroman eindrucksvoll das Leben als "schönes Ausländerkind", dem ständigen Oszillieren zwischen der "alten Heimat" der Eltern und dem Land, in dem man selbst aufgewachsen ist. Das Buch überzeugt vor allem mit seiner Ehrlichkeit, dem Witz, den man bereits vom Social Media der Autorin kennt, und der verständlichen Aufarbeitung eigentlich komplexer Probleme. "Wir riefen Arbeitskräfte, und es kamen Menschen." - dieses berühmte Zitat von Max Frisch geistert einem unweigerlich beim Lesen im Kopf herum. Für mich eines der Highlights 2024!

  • Produktbild Offene See
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    5/5

    Offene See

    Der 16-jährige Robert hat bisher wenig von der Welt gesehen - geboren und aufgewachsen ist er in einem kleinen Bergarbeiterdorf in England, in dem alle jungen Männer seit jeher dasselbe Schicksal eint: sobald sie die Schule beendet haben, verbringen sie den Rest ihres erwerbstätigen Lebens unter Tage. Gebeutelt von den Kriegsjahren des zweiten Weltkriegs, schwört sich Robert, dass er eine andere Zukunft haben wird: „Das Leben wartete da draußen, bereit, gierig getrunken zu werden. Vertilgt und verschlungen zu werden. Meine Sinne waren erwacht und unersättlich, und ich schuldete es mir selbst und all den anderen meiner Generation, […] mich mit dem Leben vollzustopfen.“ Mit nur dem nötigsten bepackt und getrieben von einer unbändigen Lust für das Leben macht er sich auf den Weg. Weit kommt er allerdings nicht - bald schon strandet er bei Dulcie, einer älteren Frau, die ihn von Anfang an fasziniert. Was zunächst als reine Zweckgemeinschaft beginnt (Robert braucht Kost und Logis, Dulcie Hilfe im Garten), entwickelt sich bald zu einer wundervollen Freundschaft. Dulcies Liebe zur Poesie und der Literatur überträgt sich schnell auf den jungen Robert, der ihr wiederum dabei hilft, ein dunkles Kapitel ihrer Vergangenheit aufzuarbeiten... „Ein gutes Gedicht bricht die Austernschale des Verstandes auf, um die Perle darin freizulegen. Es findet Wörter für Gefühle, deren Definitionen sich allen Versuchen des verbalen Ausdrucks entziehen.“

  • Produktbild Weltalltage
    • Rebekka Pfeifer
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    5/5

    Weltalltage

    Ein Buch über physische und psychische Erkrankungen, wie ich noch nie eines gelesen habe - über die Unmöglichkeit eines richtigen Umgangs damit, sowohl in Bezug auf das kranke Individuum selbst als auch die Personen in dessen Umfeld. Ein Buch darüber, warum es so eine strikte Trennung zwischen physisch und psychisch eigentlich gar nicht geben kann. Ein Buch darüber, wer das "Recht" besitzt, die Geschichte einer kranken Person aufzuschreiben - nur diese selbst? Welche Aspekte muss man aussparen, wenn man sie aus der Perspektive einer Freundin erzählt, deren Leben davon ebenso, wenn auch natürlich in einem anderen Ausmaß, beeinflusst wird? Das Thema Krankheit ist in diesem Roman allgegenwärtig, aber nicht allumfassend. Es geht insbesondere auch um die Freundschaft zweier Menschen, die viel verbindet (allen voran das Aufwachsen im selben Milieu) und die es bis dato immer geschafft haben, über jeden Graben wieder eine Brücke zu schlagen. "Eure Mütter waren oft in den Miesen, aber nie miese Mütter. Du erwähnst das lieber noch mal, weil Leute wie Frau Doppelname, die noch nie eine Platte von innen gesehen haben, immer davon ausgehen, dass dort nie ein Salat zubereitet wird."

  • Produktbild The Secret History
    • Rebekka Pfeifer
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    5/5

    The Secret History

    “I suppose the shock of recognition is one of the nastiest shocks of all.” If you are looking for the quintessential dark academia book, search no longer! From pretentious white rich college kids to an eerie atmosphere that finds its grand finale in the backhanded murder of a student, this book is the perfect companion for a rainy autumn day (and way beyond that, since the characters are going to haunt you a little while longer).

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