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Russische Spezialitäten Deutscher Buchpreis 2025 (Longlist) — Roman

130

24,50 €

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

29653

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

18.02.2025

Verlag

Hanser Berlin in Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG

Seitenzahl

192

Maße (L/B/H)

20,4/12,9/2,1 cm

Gewicht

306 g

Farbe

Terracotta

Auflage

7. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-446-28247-6

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

29653

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

18.02.2025

Verlag

Hanser Berlin in Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG

Seitenzahl

192

Maße (L/B/H)

20,4/12,9/2,1 cm

Gewicht

306 g

Farbe

Terracotta

Auflage

7. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-446-28247-6

Herstelleradresse

Hanser Berlin
Lehrter Straße 57 Haus 4
10557 Berlin
DE

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  • Beat (also schnon Ü55)

    aus Meilen

    5/5

    28.09.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Gutes Buch mit sehr spezieller Sprache

    Ich kann diese Verbundenheit zur Russischen Sprache nicht so richtig nachvollziehen, ich habe auch nicht verstanden, wieso meine Nachbarin Russisch in der Schule lernen wollte. In meiner Jugend wollte ich zwar einmal Russlandkorrespondent der NZZ werden, doch ich bin sehr froh, dass nichts daraus geworden ist! Der arme Herr Kapitelman muss sich nicht nur mit seiner Liebe zur Russischen Sprache herumplagen, sondern als Jude auch noch mit den Neonazis in Sachsen. Und dann geht er zurück nach Kiew und beschreibt diesen schrecklichen Krieg mit einer Sprache die zur ganzen Absurdität desselben extrem passt.

  • Bewertung

    5/5

    28.07.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Autobiographische Geschichte mit Humor und Tiefgang

    Für mich war „Russische Spezialitäten“ ein Buch, das mich wirklich bewegt hat – leise, eindringlich, manchmal schmerzhaft, aber immer voller Menschlichkeit und Humor. Dmitrij Kapitelman nimmt uns mit in einen kleinen Laden in Leipzig – ein Ort voller Düfte, Erinnerungen und Konserven der Vergangenheit. Dort verkauft seine Familie seit Jahrzehnten russische Spezialitäten: Wodka, Kwas, Pelmeni. Für viele Kund*innen ist dieser Ort ein Stück Heimat. Doch die Welt verändert sich. Erst Corona, dann der Krieg in der Ukraine – und plötzlich steht nicht nur die Welt still, sondern auch die Familie des Erzählers vor einer Herausforderung. Der Vater versinkt langsam in Vergessen, die Mutter klammert sich an die Propaganda aus Moskau, während der Sohn – zerrissen, suchend – versucht, seinen eigenen Weg zu finden. Die Sprache des Buches ist besonders. Kapitelman schreibt humorvoll und klug, mit einem feinen Gespür für Zwischentöne und absurde Momente. Trotz der politischen Schwere ist da immer auch etwas Leichtes, etwas, das Hoffnung macht. In den Kapiteln wechseln die Sprachen, zwischen Deutsch, Russisch, Ukrainisch – wie Gedanken, die sich nicht entscheiden wollen, wohin sie gehören. Und genau das ist der Punkt: Identität ist nie eindeutig. Besonders bewegend fand ich, wie Kapitelman von seiner Familie erzählt – ehrlich, ohne zu beschönigen. Man spürt in jeder Zeile, dass da viel Liebe ist, auch wenn sie manchmal verborgen ist unter Schmerz, Angst und politischen Meinungsverschiedenheiten. „Russische Spezialitäten“ ist ein schmales Buch mit großer Wucht. Es erzählt von Wurzeln und Entwurzelung, von Zugehörigkeit und Fremdheit, von Zerrissenheit – und vom Versuch, Brücken zu bauen, wo Gräben drohen. Ein Buch, das ich jeder und jedem ans Herz legen möchte, der sich für Familie, Identität und das Menschsein in schwierigen Zeiten interessiert. Von mir eine klare Empfehlung.

  • bookloving

    5/5

    10.05.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    *Ein humorvoller Blick auf kulturelle Wurzeln und politische Gräben*

    Mit seinem neuen beeindruckenden Roman "Russische Spezialitäten" beweist Dmitrij Kapitelman erneut sein Talent, bewegende persönliche und schwierige politische Themen unterhaltsam und höchst humorvoll zu vermitteln. Eindringlich beleuchtet er aktuelle, vielschichtige Themen wie Familie, Zugehörigkeit, Herausforderungen des Lebens zwischen Kulturen und Entwurzelung sowie politische Spaltung in den angespannten Zeiten des Krieges. Der 1986 in Kiew geborene Autor, der als Kind mit seiner Familie als jüdische Einwanderer nach Deutschland kam, greift erneut auf Erlebnisse und Erfahrungen aus seiner eigenen Lebensgeschichte zurück und lässt diese in seinen stark autobiografisch geprägten Roman einfließen. Im Mittelpunkt der zweigeteilten Geschichte steht der junge Protagonist und Ich-Erzähler Dima, dessen ukrainischstämmige Familie in Leipzig einen Laden für russische Spezialitäten betreibt. Seit dem Ausbruch des Kriegs in der Ukraine befindet sich Dima als explizierter Putin-Gegner in einem unlösbaren Dilemma, denn während er sich mit seiner ukrainischen Heimatstadt Kiew verbunden fühlt, schlägt das Herz seiner geliebten Mutter unverändert für Russland. Der schwelende innerfamiliäre Konflikt führt zu einer wachsenden Kluft zwischen Dima und seiner Mutter, die sich seiner Meinung nach zuviel von russischer Propaganda beeinflussen lässt. In die Rahmenhandlung hat Kapitelman geschickt rückblickende Episoden mit unterhaltsamen Erlebnissen rund um den Laden seiner Eltern eingeflochten. Im zweiten, deutlich ernsteren und beklemmenderen Teil begleiten wir den Protagonisten auf einer emotional aufreibenden Reise in seine Heimatstadt Kiew, wo er mitten im Kriegsgebiet die entsetzlichen Auswirkungen des Krieges hautnah miterlebt. Kapitelmans faszinierender Schreibstil zeichnet sich durch eine einzigartige Mischung aus Warmherzigkeit, charakteristischem Humor und originellen Wortschöpfungen aus. Insbesondere seine witzigen Wortspiele und ungewöhnlichen Formulierungen sind Zeichen seiner sprachlichen Kreativität und verleihen seiner Geschichte eine unverwechselbare, lebendige Note. Trotz der ernsten, nachdenklich stimmenden Thematik gelingt es ihm, tragische Situationen mit urkomischen Elementen zu durchsetzen, und der Geschichte eine angenehme Leichtigkeit zuverleihen, die uns immer wieder schmunzeln lässt. Der Autor beschreibt einfühlsam die komplexen Familienbeziehungen und Herausforderungen der Migration sowie den alltäglichen Schwierigkeiten, in einem neuen Land fernab der Heimat Wurzeln zu schlagen. Eindringlich widmet er sich der Frage nach kultureller Identität und Zugehörigkeit in einer labilen Welt voller Konflikte, Abgrenzung und Spaltung. Kapitelman gelingt es hervorragend, insbesondere die innere Zerrissenheit vieler Menschen mit multikulturellem Hintergrund authentisch und facettenreich darzustellen. Durch geschickte Perspektivwechsel und eingeschobene innere Monologe fällt es nicht schwer, die Gedankenwelt der Figuren und ihre inneren Konflikte nachzuvollziehen. Kapitelman zeichnet ein vielschichtiges Bild der komplexen Auswirkungen des russisch-ukrainischen Konflikts auf familiäre Beziehungen. Er veranschaulicht eindringlich, wie politische Ideologien und Propaganda bis in den engsten Familienkreis vordringen und tiefe Gräben zwischen den Familienmitgliedern schaffen können. Am Beispiel des verhärteten Konflikts zwischen Mutter und Sohn gelingt es ihm hervorragend, die schmerzhafte Realität gespaltener Loyalitäten und stark belasteten Familienzusammenhalts in Zeiten geopolitischer Krisen greifbar zu machen. Zugleich ist es aber auch eine berührende Geschichte über Generationskonflikte und eine Liebeserklärung an die desillusionierten und alternden Eltern, die bei ihrer hoffnungsvollen Suche nach neuer Heimat doch nie ganz angekommen sind. Trotz aller Differenzen unterstreicht Kapitelman sehr gelungen die Bedeutung von Liebe und Verständnis über kulturelle und generationelle Grenzen hinweg. FAZIT Ein ebenso bewegender wie unterhaltsamer Roman, der aktuelle politische und persönliche Themen mit Humor und Tiefgang behandelt. Eine klare Leseempfehlung für alle, die nach einer Geschichte suchen, die zum Nachdenken anregt und gleichzeitig das Herz berührt!

  • bookloving

    aus Munich

    5/5

    10.05.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    *Ein humorvoller Blick auf…

    *Ein humorvoller Blick auf kulturelle Wurzeln und politische Gräben* Mit seinem neuen beeindruckenden Roman "Russische Spezialitäten" beweist Dmitrij Kapitelman erneut sein Talent, bewegende persönliche und schwierige politische Themen unterhaltsam und höchst humorvoll zu vermitteln. Eindringlich beleuchtet er aktuelle, vielschichtige Themen wie Familie, Zugehörigkeit, Herausforderungen des Lebens zwischen Kulturen und Entwurzelung sowie politische Spaltung in den angespannten Zeiten des Krieges. Der 1986 in Kiew geborene Autor, der als Kind mit seiner Familie als jüdische Einwanderer nach Deutschland kam, greift erneut auf Erlebnisse und Erfahrungen aus seiner eigenen Lebensgeschichte zurück und lässt diese in seinen stark autobiografisch geprägten Roman einfließen. Im Mittelpunkt der zweigeteilten Geschichte steht der junge Protagonist und Ich-Erzähler Dima, dessen ukrainischstämmige Familie in Leipzig einen Laden für russische Spezialitäten betreibt. Seit dem Ausbruch des Kriegs in der Ukraine befindet sich Dima als explizierter Putin-Gegner in einem unlösbaren Dilemma, denn während er sich mit seiner ukrainischen Heimatstadt Kiew verbunden fühlt, schlägt das Herz seiner geliebten Mutter unverändert für Russland. Der schwelende innerfamiliäre Konflikt führt zu einer wachsenden Kluft zwischen Dima und seiner Mutter, die sich seiner Meinung nach zuviel von russischer Propaganda beeinflussen lässt. In die Rahmenhandlung hat Kapitelman geschickt rückblickende Episoden mit unterhaltsamen Erlebnissen rund um den Laden seiner Eltern eingeflochten. Im zweiten, deutlich ernsteren und beklemmenderen Teil begleiten wir den Protagonisten auf einer emotional aufreibenden Reise in seine Heimatstadt Kiew, wo er mitten im Kriegsgebiet die entsetzlichen Auswirkungen des Krieges hautnah miterlebt. Kapitelmans faszinierender Schreibstil zeichnet sich durch eine einzigartige Mischung aus Warmherzigkeit, charakteristischem Humor und originellen Wortschöpfungen aus. Insbesondere seine witzigen Wortspiele und ungewöhnlichen Formulierungen sind Zeichen seiner sprachlichen Kreativität und verleihen seiner Geschichte eine unverwechselbare, lebendige Note. Trotz der ernsten, nachdenklich stimmenden Thematik gelingt es ihm, tragische Situationen mit urkomischen Elementen zu durchsetzen, und der Geschichte eine angenehme Leichtigkeit zuverleihen, die uns immer wieder schmunzeln lässt. Der Autor beschreibt einfühlsam die komplexen Familienbeziehungen und Herausforderungen der Migration sowie den alltäglichen Schwierigkeiten, in einem neuen Land fernab der Heimat Wurzeln zu schlagen. Eindringlich widmet er sich der Frage nach kultureller Identität und Zugehörigkeit in einer labilen Welt voller Konflikte, Abgrenzung und Spaltung. Kapitelman gelingt es hervorragend, insbesondere die innere Zerrissenheit vieler Menschen mit multikulturellem Hintergrund authentisch und facettenreich darzustellen. Durch geschickte Perspektivwechsel und eingeschobene innere Monologe fällt es nicht schwer, die Gedankenwelt der Figuren und ihre inneren Konflikte nachzuvollziehen. Kapitelman zeichnet ein vielschichtiges Bild der komplexen Auswirkungen des russisch-ukrainischen Konflikts auf familiäre Beziehungen. Er veranschaulicht eindringlich, wie politische Ideologien und Propaganda bis in den engsten Familienkreis vordringen und tiefe Gräben zwischen den Familienmitgliedern schaffen können. Am Beispiel des verhärteten Konflikts zwischen Mutter und Sohn gelingt es ihm hervorragend, die schmerzhafte Realität gespaltener Loyalitäten und stark belasteten Familienzusammenhalts in Zeiten geopolitischer Krisen greifbar zu machen. Zugleich ist es aber auch eine berührende Geschichte über Generationskonflikte und eine Liebeserklärung an die desillusionierten und alternden Eltern, die bei ihrer hoffnungsvollen Suche nach neuer Heimat doch nie ganz angekommen sind. Trotz aller Differenzen unterstreicht Kapitelman sehr gelungen die Bedeutung von Liebe und Verständnis über kulturelle und generationelle Grenzen hinweg. FAZIT Ein ebenso bewegender wie unterhaltsamer Roman, der aktuelle politische und persönliche Themen mit Humor und Tiefgang behandelt. Eine klare Leseempfehlung für alle, die nach einer Geschichte suchen, die zum Nachdenken anregt und gleichzeitig das Herz berührt!

  • Bewertung

    5/5

    30.04.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eindrückliche Familiengeschichte.

    »Ich trage eine Sprache wie ein Verbrechen in mir und liebe sie doch, bei aller Schuld. Neben aus der Ukraine geflohenen Menschen stehe ich stumm wie ein Baumstumpf. Zumindest bis ich einige von ihnen ebenfalls Russisch sprechen höre« (S. 13). Unter dem Namen »Магазин«, was übersetzt so viel wie Magasin bedeutet, eröffnet eine ukranisch-jüdisch-moldawische Familie ein Lädchen, in dem russische Spezialitäten verkauft werden. Zwischen all den bunten Köstlichkeiten liegt seit dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine ein grauer Schleier. Während der Sohn des Ladenbesitzerpärchens die russische Sprache liebt, sie aber nur noch heimlich sprechen will, ist auch die Gesprächskultur zwischen Mutter und Sohn erschwert. Die Mutter hält zu Russland und somit zu Putin. Um die Mutter aus den Fängen der russischen TV-Propaganda zu holen, sieht sich ihr Sohn gezwungen nach Kyjiw zu reisen. Mit dem Flixbus macht er sich auf die Reise ins Kriegsgebiet. Dmitrij Kapitelman offernbart mit seinem Buch eine harte Realität, doch die Sprache, die er dabei verwendet ist sanft und zärtlich. Seine Erinnerungen an die Kindheit rührend und die Erzählungen über die Erlebnisse in Kyjiw tragisch. »Russische Spezialitäten« ist ein bittersüßer Familienroman, der die harte Realität einfängt. »Womöglich bietet Russisch mehr abwägende und gefühlvolle Worte, um Gnadenlosigkeit auszudrücken, als jede andere Sprache der Welt« (S. 59).

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Bewertungen (130)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Herbert Hofer

    Herbert Hofer

    Thalia Wien – Mariahilfer Straße

    Buchhändler*in

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    5/5

    15.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die gute alte, authetisch sowjetische Art ...?

    Muttersprache ist ein wichtiger Bestandteil der Identität. Das gilt für jeden von uns und sicherlich umso mehr wenn man nicht mehr in jenem Land lebt in dem man mit dieser Sprache aufgewachsen ist. Sondern etwa, wie Dimitrij Kapitelman, als Ukrainer in Leipzig. Kapitelman liebt seine Muttersprache! Doch seit Februar 2022, seit Putins Angriff auf die Ukraine haftet der Verwendung dieser seiner Muttersprache etwas Verbrecherisches an. Denn wiewohl Kapitelman Ukrainer ist, ist seine Muttersprache Russisch! Und noch etwas anderes belastet den Ich-Erzähler sehr: seine Mutter vertraut nicht nur dem Wetterbericht im russischen Fernsehen sondern auch der dortigen Propaganda und teilt die Behauptung, die russische Invasion diene der Befreiung von den Nazis. ____ Dass Kapitelman nicht nur seine Muttersprache sondern Sprache ganz allgemein liebt, lässt sich an der Freude erkennen, mit der er den Bedeutungen und dem Klang russischer, ukrainischer und auch deutscher Wörter und Ausdrucksweisen auf- und nachspürt. Und so haben diese Episoden über Fremdsein und Zugehörigkeit, über Politik und Krieg und über das was Identität jenseits der Sprache ausmacht, großen Charme, große Klugheit, einen wunderbaren Humor und auch eine sehr berührende Wärme! ____ Schmal an Seiten, dabei von großer Intensität!
  • Zum Bewerterprofil von Marion T.

    Marion T.

    Thalia Wien – Mariahilfer Straße

    Buchhändler*in

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    5/5

    17.11.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Reflexionen über Migration, Erinnerung und kulturelle Zugehörigkeit

    Kapitelman beschreibt humorvoll und zugleich kritisch, wie er als deutsch-ukrainisch sozialisierter Autor mit russischsprachigem Hintergrund immer wieder zwischen Zugehörigkeit und Fremdheit steht. Ein Buch, das persönliches Erzählen, politische Beobachtung und humorvolle Selbstreflexion miteinander verbindet. Es geht um Begegnungen, Orte, familiäre Prägungen und politische Realitäten, die mal komisch, mal tragisch, häufig aber beides zugleich sind.
  • Zum Bewerterprofil von Marie

    Marie

    Thalia Vöcklabruck – Varena

    Buchhändler*in

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    4/5

    31.07.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Fisch oder Faschismus?

    Russische Spezialitäten in Leipzig kaufen, oder doch lieber Mama vor dem Faschismus retten? In diesem Buch verfolgen wir die Geschichte von Dmitrij Kapitelman, welcher nichts mehr liebt als seine Muttersprache, diese aber nicht sprechen kann, ohne ein Verbrechen zu begehen. In den 90er ist er mit seiner Familie von Kyjiw nach Leipzig geflüchtet und genau diese Lebensrealität schreibt er in diesem Roman nieder. Davon, dass seine Mama die russische Kriegspropaganda immernoch glaubt, davon immerwieder verdrängt zu werden und davon, für das familieneigene Geschäft seine ganze Zeit zu geben. Dmitrij zeigt deutlichst auf, dass das private politisch ist und verwebt so seine persönlichen Erfahrungen in einen höchst politischen Roman. Denn schlussendlich hat er sich dazu entschieden, persönlich nachhause zu fahren um der Kriegspropaganda ein Ende zu setzen. Autobiographisch, real und eine absolute Pflichtlektüre!

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