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Halbe Leben Roman

153

24,50 €

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

33406

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

28.01.2025

Verlag

Zsolnay, Paul

Seitenzahl

192

Maße (L/B/H)

20,9/13,5/1,8 cm

Gewicht

296 g

Farbe

Dunkelgrün / Hellbraun

Auflage

2

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-552-07523-8

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

33406

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

28.01.2025

Verlag

Zsolnay, Paul

Seitenzahl

192

Maße (L/B/H)

20,9/13,5/1,8 cm

Gewicht

296 g

Farbe

Dunkelgrün / Hellbraun

Auflage

2

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-552-07523-8

Herstelleradresse

Zsolnay-Verlag
Vilshofener Straße 10
81679 München
DE

Email: info@hanser.de

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  • Bewertung

    5/5

    13.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    sehr gelungen!

    Sehr gelungenes Buch! Jeder der selber in der Familie einen Pflegefall hat und 24h Pfleger eingestellt hat, wird das Buch mögen. Es beschreibt sehr gut das Spannungsfeld in welchem man sich befindet und geht auch gut auf die Perspektiven der Pfleger ein, die meist aus dem Ausland kommen und deren halbes Leben zurücklassen um hier für unsere Angehörigen zu sorgen. Besonders gut gefallen hat mir auch die sehr realistische Schilderung der Gefühlswelten von Angehörigen aber auch den Pflegekräften selber. Ich bin sehr gespannt, welche Bücher noch in Zukunft von dieser Autorin folgen, denn sie schreibt sehr mitreißend und sehr realistisch. Fazit: Halbe Leben ist absolut lesenswert! Ich habe das Buch innerhalb eines Wochenendes gelesen, da ich es nicht aus der Hand legen konnte! Besonders für Menschen die selber Angehörige haben, die 24h Pflege benötigen!

  • Bewertung

    5/5

    19.12.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Gefangen zwischen zwei Leben

    Ein tiefgründiger, gesellschaftskritischer und berührender Roman über zwei Frauen, die aus unterschiedlichen Welten stammen und zwischen denen eine gesellschaftliche Kluft besteht. Die Geschichte der Österreicherin Klara und der Slowakin Paulina, die Klaras Mutter pflegt, ist eine psychologische und gesellschaftliche Studie, die Themen wie wirtschaftliche Migration, kulturelle Unterschiede und Gemeinsamkeiten sowie die Herausforderungen zweier Mütter zwischen Familie und Karriere behandelt. Absolute Leseempfehlung!

  • tausendschön

    5/5

    22.08.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Unsere guten Seelen

    Das Buch berührt ein ganz wichtiges Thema in unserem west-europäischen Leben. Es geht um die guten Seelen, die aus Osteuropa im Zwei-Wochen-Rhythmus bei uns angekarrt werden, um unsere Eltern zu pflegen. Paulina, Olga, Ludmilla und wie sie alle heißen, ziehen bei uns ein und kümmern sich um alte Mütter oder Väter, um die wir uns hier in unserer Busy-Gesellschaft nicht kümmern wollen/können. Sie kochen, waschen, putzen und kümmern sich und dafür legen wir auch gerne einen gelben Umschlag mit ein paar Scheinchen mehr) auf den Tisch, um unser Gewissen zu erleichtern, wenn die Frauen (seltener Männer) wieder eine längere Schicht arbeiten oder bei einem wichtigen beruflichen Event bei der Organisation helfen, wie hier bei den Protagonistinnen Klara und Paulina geschehen. Oder schenken ungefragt einen Gutschein zum Entspannen in der Therme, damit sie sich von ihren Jungs (wie heißen sie noch gleich?) entspannen kann. Angenehme Frauen, für deren Leben in ihrer Heimat man sich nur am Rande interessiert. Dass diese Frauen auch Mütter sind und vielleicht noch haben, um die sich in der Zeit auch jemand kümmern muss, damit sie Geld verdienen können, das wird oft vergessen und alles andere als Selbstverständlich erklärt. Der Roman erzählt mit leiser, aber kraftvoller Stimme und da das Ende ja schon am Anfang zu lesen ist, wird einem im Verlauf des Buches immer klarer, warum alles so enden musste. Keine Entschuldigung, aber irgendwie verständlich. Die geteilten Leben der Pflegepersonen werden einfach so hingenommen. Keine leichte Kost, aber sehr lesenswert und nachhallend.

  • Test-LR

    5/5

    28.04.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Frauen zwischen zwei Welten…

    Frauen zwischen zwei Welten Das Titelbild zeigt zwei Frauen auf einer Wiese sitzend. Ihre Gesichter lassen sich nicht erkennen, generell wirkt das Bild sehr unscharf, verwaschen. Dies ist sicherlich beabsichtigt, denn die beiden Frauen könnten stellvertretend für jede beliebige Frau stehen. Es könnte aber auch die beiden Protagonistinnen darstellen. Auf jeden Fall passt es gut zu diesem leisen und tiefgründigen Roman. "Es ist ein stiller Tod. An einem sonnigen Mainachnachmittag um vierzehn Uhr siebenunddreißig stürzt Klara an einer unscheinbaren Böschung fünfzig Meter in die Tiefe. Sie gibt keinen Laut von sich, zu hören ist nur ein schnelles Rascheln der Blätter, es könnte auch ein Reh sein, das davonläuft. Unten ein dumpfer Aufprall, dann Stille. An der Stelle, an der sie bis eben noch stand, nichts als ein paar dünne Zweige, brauner Boden, ein Baumstumpf, darauf Ringe, die nach außen hin immer heller werden. Wie ruhig Klaras Gesicht gewesen ist in diesem letzten Moment, wie angstlos, wird Paulína später denken." (S. 11) Das Buch beginnt gleich im Prolog mit Klaras Tod. Der letzte Satz des ersten Kapitels baut Spannung auf, denn anschließend wird die Geschichte nach und nach von Anfang an erzählt und man ertappt sich unwillkürlich bei dem Gedanken, wie es zu dem Vorfall kam bzw. ob es sich tatsächlich um einen Unfall oder gar Fremdeinwirkung ggf. durch Paulína handeln könnte. Schon dadurch wirkt das Buch wie ein Sog, der einen immer weiter lesen lässt. Die Handlung ist in drei durchnummerierte Teile untergliedert, die wiederum nur in Abschnitte statt in Kapitel eingeteilt sind: 1. Ankommen von Paulina in der Familie, 2. Paulinas vollständiger Vereinnahmung durch Klaras Familie und schließlich 3. Paulinas emotionaler Rückzug. Der Titel "Halbe Leben" ist nicht nur auf Klara und Paulina, sondern auch auf Irene anwendbar, die seit ihrem Schlaganfall halb in der Gegenwart und zur anderen Hälfte in ihrer Vergangenheit lebt. Diese Vieldeutigkeit hat mir gut gefallen. Man verfolgt die Entwicklung der Frauen aus ihren abwechselnd geschilderten Gedankengängen heraus in indirekter Rede verfasst. Das macht den Ton des Romans leise und ruhig, lässt den Leser aber auch tief eintauchen in die Empfindungen der Personen und deren Zerrissenheit spüren. "Früher hat Irene Ada am Nachmittag von der Schule abgeholt, sie in den Park gebracht. Wenn Klara nach Hause kam, war ihr Kind satt und müde, es hat gereicht, sie zu waschen und ins Bett zu bringen. Erfüllt von ihren beruflichen Erfolgen, war es einfach gewesen, die Capricen ihres Einzelkindes auszuhalten, das pausenlose Geplapper, die unvermittelten Wutausbrüche oder die gezielte Gleichgültigkeit, mit der Ada den Aufforderungen ihrer Mutter begegnete. Geduldig saß sie abends am Bett ihrer Tochter und hörte zu, wenn Ada ihr etwas erzählen wollte, wenn sie mit einer Freundin gestritten oder einem Lehrer einen Streich gespielt hatte. Wie einfach es war, ein oder zwei Stunden am Tag Mutter zu sein. Seit Irene selbst Hilfe braucht, kommt Klara noch weniger an ihre Tochter heran. Ada entzieht sich ihr, als wäre sie nie ihre Mutter gewesen, sondern bloß eine Aushilfe." (S. 30) Das Gefühl, als Frau allen gerecht werden zu wollen, im Berufsleben ernst genommen zu werden und gleichzeitig den Erwartungen der Familie entsprechen zu wollen, kennen viele. Und oft bleibt frau mit ihren eigenen Bedürfnissen dabei auf der Strecke. In unserer westeuropäischen Kultur versuchen viele, die es sich leisten können, durch das Engagement von Haushaltshilfen oder Pflegekräften Entlastung herbeizuführen und sich damit teilweise aus ihrer Verantwortung freizukaufen. Das ist legitim. Aber in dieser Geschichte wird auch die andere Position der helfenden Kraft beleuchtet. Auch diese Person hat Familie und Bedürfnisse, die sich nicht allein mit Geld bezahlen bzw. kompensieren lassen. Mir gefielen die vielen Zwischentöne, die subtile Spannung, die bis zu Klaras Tod aufgebaut wurde und die Auflösung am Ende. Fazit: -- Ein Roman über moderne Frauen und ihre Zerrissenheit sowie an sie gestellte Erwartungshaltungen in sanften Tönen, aber fesselnd erzählt

  • Bewertung

    5/5

    19.04.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ausbeutung

    Das ist ein Buch, das mich auch nach dem Lesen noch nachhaltig beschäftigt. Es geht um zwei, nein eigentlich sind es sogar vier Frauenleben. Da ist die Familie aus Österreich mit der pflegebedürftigen Mutter und Oma, die Familie bekommt die Betreuung nicht mehr hin. Dann Klara, die einen anspruchsvollen Job hat und ihn auch liebt und deshalb nach einer Lösung für ihre Mutter sucht. Und ihre Tochter, ein Oma-Kind, zu dem Klara wenig innere Verbundenheit hat. Die Lösung für das Pflegeproblem ist Paulína, eine Slowakin, die immer für 14 Tage bei der Familie lebt. Im Wechsel mit einem männlichen Pfleger, der hier aber eine untergeordnete Rolle spielt. Paulína ist eine echte Perle und wird schnell unentbehrlich in der Familie. Und aus anfänglicher Hilfsbereitschaft seitens Paulína wird dann ein Ausnutzen, denn Paulína wuppt das alles ja so wunderbar. Sie hat allerdings selbst ein Leben, eine Familie, die sie in der Slowakei zurücklassen musste. Danach fragt nur niemand. Ihr Kind ist krank? Egal, Hauptsache man kann den geplanten Wellnessurlaub durchziehen. Dann ein Scheinchen, dann passt das schon. Und schließlich ist man ja befreundet, nicht wahr? Das Buch legt den Finger in die Wunde - nein eigentlich sind es viele Wunden. Es beleuchtet primär den Pflegenotstand und was es mit den Pflegenden, die aus Osteuropa zu uns kommen, macht. Es zeigt aber auch auf, wo die ganze Last, Mental Load und Mental Care liegt, nämlich bei den Frauen und damit, warum es überhaupt so weit kommen muss. Die Männer im Leben der Frauen sind von Verantwortungslosigkeit und sorglos in den Tag hinein ihr eigenes Ding machen, gekennzeichnet. Sowohl Klaras Mann, der eigentlich Zeit genug hätte, seinen Teil am Familienleben beizutragen, sich aber aushalten lässt und und die Selbstverwirklichungsschiene fährt als auch Paulínas Exmann, der sich nur gelegentlich um seine Kinder kümmert, nur dann, wenn es ihm passt. Völlig unabhängig davon, ob seine Exfrau gerade ihre "Zuhause-Wochen" hat und die Kinder auch sehen möchte. Auch die finanzielle Verantwortung lädt er komplett ab. Ein Buch, das subtil und ohne Holzhammer die Machtverhältnisse deutlich macht. Das - obwohl der finale Paukenschlag gleich zu Beginn des Buches erfolgt - durchgehend fesselt und mich ratlos und nachdenklich zurücklässt. Das alles in nur 192 Seiten - eine bemerkenswerte Leistung.

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Bewertungen (153)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Maria Brandstetter

    Maria Brandstetter

    Thalia Linz – Landstraße

    Buchhändler*in

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    5/5

    26.02.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Keine halbe Sache

    Karriere , Familie und die Sorge um die demente Mutter, unter einem Hut zu bringen- eine gewaltige Herausforderung. Nicht nur für die Tochter, auch die slowakische Pflegekraft Paulina schwankt zwischen ihrer Sorge um ihre Familie daheim und der beruflichen Herausforderung in Österreich. Hat mich persönlich sehr bewegt. Sehr , sehr empfehlenswert.
  • Zum Bewerterprofil von Claudia Settele

    Claudia Settele

    Thalia Linz – Landstraße

    Buchhändler*in

    Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

    5/5

    13.02.2025

    eBook (ePUB)

    Absolute Leseempfehlung

    Macht, Abhängigkeit, innere Zerrissenheit, Sorgen. Die Autorin lässt uns tief in die Gedanken- und Gefühlswelt zweier Frauen aus völlig unterschiedlichen Welten blicken. Einerseits die erfolgreiche Unternehmerin und andererseits die slowakische Pflegekraft, die deren betagte Mutter versorgt. Mit wortgewaltigen Schilderungen, scharfen Beobachtungen und sehr viel Einfühlungsvermögen wird ein beeindruckendes Bild über das Leben miteinander und die Beziehungen zueinander in dieser für alle immer schwieriger werdenden Konstellation geschaffen. Dieser faszinierende und zugleich verstörende Roman hat mich - auch aufgrund der Thematik - sehr berührt und betroffen gemacht.
  • Zum Bewerterprofil von Lia G.

    Lia G.

    Thalia Wien – Mitte / W3

    Buchhändler*in

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    4/5

    11.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Zwei Frauen, zwei Welten

    Das Ende wird bereits zu Anfang klar. Klara wird sterben. Dies zieht sich wie ein Schleier durch das Buch. Die Frage, wie es zu dem Vorfall kommt, blieb mir beim lesen stehts im Hinterkopf. Dadurch entsteht eine gewisse Spannung und Empathie für die Protagonistinnen. Zwei Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, jede lebt in ihrer eigenen Realität. Paulína, eine slowakische Pflegekraft und Klara, eine überarbeitete Karrierefrau. Nach dem Klaras Mutter einen Schlaganfall erleidet stellt sie Paulína als Pflegerin ein. In dem Buch werden die Beziehungen der beiden Frauen zueinander und zu ihren Familien thematisiert. Aus den Perspektiven der beiden Frauen geschrieben erhält man Einblicke in ihre Gedanken und Gefühle, auch einander gegenüber.

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