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Juli, August, September Roman

139

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

17.09.2024

Verlag

Hanser Berlin in Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

20,7/13,1/2,3 cm

Gewicht

300 g

Farbe

Beige / Tabak

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-446-28169-1

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

17.09.2024

Verlag

Hanser Berlin in Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

20,7/13,1/2,3 cm

Gewicht

300 g

Farbe

Beige / Tabak

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-446-28169-1

Herstelleradresse

Hanser Berlin
Lehrter Straße 57 Haus 4
10557 Berlin
DE

Email: info@hanser.de

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  • Edith Berger

    5/5

    03.01.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Großes Lesevergnügen

    Sergej ist ein erfolgreicher Pianist. Sehr strikt gecoacht von seiner Agentin Minna und seiner Mutter, führt er ein Künstlerleben wie aus einem „alten“ Lehrbuch. Seine erfolgreichen Konzertreisen erlauben ihm, seiner Frau Lou und Tochter Rosa ein sehr angenehmes Leben. Und das ist, der zwar nicht unbedeutend aber dennoch einzige Beitrag, den er zum Familienleben beiträgt. Der ungewöhnliche Alltag an der Seite eines Künstlers verlangt Lou enormes Verständnis, Geduld und Ausdauer ab. Das und viele kleine und größere Vorkommnisse in ihrem Leben lässt Lou an der Beständigkeit ihrer Liebe zweifeln. Grund genug um einer Reise mit ihrer Mutter zum 90. Geburtstag ihrer Tante nach Gran Canaria zuzustimmen. Ausgerechnet ein Familientreffen mit ihrer jüdischen Verwandtschaft, die sie ewig nicht gesehen hat, soll ihr Klarheit bei ihren vielen Fragen bringen.

  • Bewertung

    5/5

    17.12.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wurzelsuche

    Lou ist mit einem Künstler verheiratet, der als Pianist entweder auf Konzertreisen ist oder üben muss. Deshalb wuppt sie das Alltagsleben mit ihrer gemeinsamen Tochter weitestgehend allein. Natürlich im hipster-Berlin, wo sonst. Sie sind eine jüdische Familie, aber nicht religiös. Als Mutter hadert Lou damit - muss sie ihrer Tochter nicht auch den Glauben näherbringen? Das Buch ist in drei Bereiche gegliedert: Im Juli ist Lou noch in Berlin, den August verbringt sie mit Mutter und Tochter und dem Familienclan aus Israel auf Gran Canaria, um den runden Geburtstag ihrer betagten Tante zu feiern. Im August reist Lou dann nach Israel. Ein Buch über die Suche nach Identität und Wurzeln und dem immer-wieder-austarieren, wo man steht. Die sowjetische Herkunft der Familie, das entbehrungsreiche Leben von Lous Mutter in Deutschland, der Holocaust und die eigene Geschichtsschreibung der nunmehr einzigen Überlebenden machen das Buch trotz der Leichtigkeit im Schreibstil zu keiner leichten Lektüre. Aber gerade auch wegen der ironischen, manchmal schon fast zynischen Betrachtung der Autorin sehr lesenswert!

  • Marie aus E.

    5/5

    17.12.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Lou ist mit einem Künstler…

    Lou ist mit einem Künstler verheiratet, der als Pianist entweder auf Konzertreisen ist oder üben muss. Deshalb wuppt sie das Alltagsleben mit ihrer gemeinsamen Tochter weitestgehend allein. Natürlich im hipster-Berlin, wo sonst. Sie sind eine jüdische Familie, aber nicht religiös. Als Mutter hadert Lou damit - muss sie ihrer Tochter nicht auch den Glauben näherbringen? Das Buch ist in drei Bereiche gegliedert: Im Juli ist Lou noch in Berlin, den August verbringt sie mit Mutter und Tochter und dem Familienclan aus Israel auf Gran Canaria, um den runden Geburtstag ihrer betagten Tante zu feiern. Im August reist Lou dann nach Israel. Ein Buch über die Suche nach Identität und Wurzeln und dem immer-wieder-austarieren, wo man steht. Die sowjetische Herkunft der Familie, das entbehrungsreiche Leben von Lous Mutter in Deutschland, der Holocaust und die eigene Geschichtsschreibung der nunmehr einzigen Überlebenden machen das Buch trotz der Leichtigkeit im Schreibstil zu keiner leichten Lektüre. Aber gerade auch wegen der ironischen, schon fast zynischen Betrachtung der Autorin sehr lesenswert!

  • Emma

    aus Groningen

    5/5

    19.10.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein so wichtiges Thema, die…

    Ein so wichtiges Thema, die Suche nach der eigenen jüdischen Identität, literarisch äußerst schwach umgesetzt. Der Text erstickt an der Anhäufung von Banalitäten (Schwimmtiere im Pool; Filmchen, die Lous Tochter sieht; langweilige Mahlzeiten usw.). Die Charaktere bleiben flach. Die Prosa ist unterkomplex, sagt die Ich-Erzählerin über ein Anne-Frank-Buch, das sie sich in einer Buchhandlung anschaut. Die Prosa von "Juli, August, September" ist es leider ebenfalls. Das Kapitel über die Nazizeit einfach dazwischen geschoben. Die Autorin läßt Lou z.B. über eine Kerze fallen, die sich auf einem Stolperstein befindet. Lou flucht über den Deutschen, der die Kerze hingestellt hat und nimmt später eine Tablette gegen die Knöchelschmerzen. Platter geht es nicht. Am Ende die Begegnung mit einer Frau, die "Christ" im Nachnamen hat, sich dennoch für jüdisch hält, oder auch nicht, das bleibt unklar, jedenfalls gab es keine Brit Mila für den Sohn. Lou setzt auch hier in der Begegnung auf Arroganz, vielleicht, weil sie selbst noch immer nicht weiß, was es für sie heißt, jüdisch zu sein. Gab es ein qualifiziertes Lektorat? Oder ging das Buch so durch, weil das Thema wichtig ist? Im Lektorat müsste z.B. auffallen, dass Lou gerade noch behauptet hat, sie wisse nicht, was Sergejs Gesichtausdruck bedeutet, um einen Satz später festzustellen, dass er müde aussieht, unendlich müde. Es gibt mehrere widersprüchliche Stellen im Buch. Dann, vor dem Schlußkapitel, die Nachricht über einen Artikel, der Sergej, der eine kurze Krise durchlitt, nun in eine erfolgreiche Zukunft als Konzertpianist schreibt. Der Erfolg sei dem Ehemann von Lou gegönnt. Dennoch bleibt man/frau ratlos zurück. War es das nun? Was war nochmal das Thema des Romans?

  • Serena

    5/5

    08.10.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sich selbst wieder finden

    Es ist ein Familientreffen, es sind schwierige Verhältnisse und es geht um die Verarbeitung von Schiksalssschlägen. Olga Grjasnowa schreibt ergreifend und mitreißend über die nicht erklärbaren Gefühle, den unausgesprochenen Zusammenhalt und die inneren und äußeren Konflikte. Die jüdische Geschichte prägt die Familie von Lou und sie sucht nach dem richtigen Umgang damit, Mutter und Schwiegermutter machen es ihr nicht leicht. Ausgelöst durch die traumatische Erfahrung einer Fehlgeburt kommen neue Fragen und Gedanken auf. Die Herangehensweise an die Überwindung ist einzigartig und zeigt die Entfernung von den realen Bedürfnissen, das Leben in einer eigenen Welt. Ein ganz wundervoller Stil und eine Geschichte, die so viele menschliche Tiefen aufgreift und zusammenbringt, ohne den Leser in tiefe Trauer zu versetzen.

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Bewertungen (139)

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  • Zum Bewerterprofil von Herbert Hofer

    Herbert Hofer

    Thalia Wien – Mariahilfer Straße

    Buchhändler*in

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    3/5

    20.10.2024

    eBook (ePUB)

    Altbau mit Flügeltüren, eine Chanukkia, viele Fragen

    Lou ist Jüdin. Anders als der Rest der Familie leben sie und ihre Mutter nach der Flucht aus der Sowjetunion nicht in Israel sondern in Berlin, im Land der Täter. Lous ebenfalls jüdischer Mann Sergej ist erfolgreicher Pianist, die beiden haben ein Kind im Kleinkind Alter, das nach Lous Großmutter Rosa benannt ist. Nach einer Fehlgeburt nimmt sich Lou eine Auszeit von ihrer Arbeit in einer angesagten Kunstgalerie, ein Buchprojekt soll den Neustart ermöglichen, geht aber nur zögerlich voran. Auch Sergejs Souveränität als Musiker wankt in letzter Zeit. Gemeinsam ist ihnen eine unbestimmte Suche nach der Bedeutung ihres Judentums. ___ Bei einer Geburtstagsfeier zu der Lous Clan auf Gran Canaria zusammengekommen ist, erzählt Großtante Maya die Geschichte ihrer Flucht vor dem Holocaust ganz anders als sie bisher zu hören war. Lou vertieft ihre Identitätssuche ... ___ In leichtem, oft auch heiterem Tonfall beschreibt Olga Grjasnowa eine individuelle Krise in der die großen Katastrophen des 20ten Jahrhunderts nachklingen.

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