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Fleurs Reise ins Gévaudan Roman | Packende Unterhaltung der SPIEGEL-Bestsellerautorin | Französische Legende um die Bestie von Gévaudan neu erzählt | Mutige weibliche Heldin | Ahnenforschung

140

14,00 €

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

27.12.2024

Verlag

HarperCollins Taschenbuch

Seitenzahl

448

Maße (L/B/H)

18,1/12,6/3,9 cm

Gewicht

383 g

Farbe

Graublau / Altweiß

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-365-00841-6

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

27.12.2024

Verlag

HarperCollins Taschenbuch

Seitenzahl

448

Maße (L/B/H)

18,1/12,6/3,9 cm

Gewicht

383 g

Farbe

Graublau / Altweiß

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-365-00841-6

Herstelleradresse

HarperCollins Taschenbuch
Valentinskamp 24
20354 Hamburg
DE

Email: vertrieb@harpercollins.de

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4,5 ⭐️ Großartiger Roman

Sue aus Uelzen am 17.05.2024

Bewertungsnummer: 2202731

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

"Ich glaube sogar, dass wir zu einem großen Teil aus Vergangenem bestehen. In der heutigen Zeit ist es en vogue zu denken, die Menschen würden sich in jeder Generation ganz neu erfinden. Ich bin anderer Meinung. Wir fügen in jeder Generation nur etwas hinzu. Und das ist nicht viel, zum größten Teil sind wir die Summe aller Erfahrungen und Leben, die vor uns gelebt wurden. Und jedes frühere Leben hallt wie ein Echo bis in die Jetztzeit." Nina Blazon zieht uns mit ihrem Roman "Ich träumte von einer Bestie" hinein in die Legende der Bestie von Gévaudan, die seit jeher immer wieder nicht nur Historiker beschäftigt. Fleur trägt viele Narben aus ihrer Vergangenheit mit sich herum: sichtbare und unsichtbare. Nächte ohne Alpträume kennt sie kaum. Als Datenforensikerin hat sie für sich den perfekten Job gefunden, denn hinter ihren Bildschirmen kann sie selbst stets unsichtbar bleiben und keiner kommt ihr zu nah. Sie ist distanziert und überlegt. Als Fleur dann das Haus ihrer verhassten Großmutter erben soll, wird Fleur wieder mit der Vergangenheit und ihrer Familiengeschichte konfrontiert. Und das führt sie wieder zurück nach Frankreich, in die Gegend der Auvergne, wo im 18. Jahrhundert die Bestie von Gévaudan ihr Unwesen trieb. Nina Blazon hat hier wirklich eine atemberaubende Geschichte geschaffen. Das Thema um die Bestie von Gévaudan, die junge Frauen und Mädchen auf bestialische Art tötete, ist wirklich fesselnd und die Autorin hat diese auch sehr gekonnt und enorm spannend in die Familiengeschichte von Fleur eingewoben. Fleur selbst ist definitiv eine sehr interessante Frau, die im Laufe der Story auch mehr und mehr Farbe und Tiefe bekommt. Eine Frau, die im Laufe der Geschichte lernt mit ihren Dämonen umzugehen. Die mich in ihre Recherche reingezogen hat, mich mit ihr leiden und lieben ließ und mich damit emotional einfach an sich fesselte. "Ich träumte von einer Bestie" ist ein wirklich großartiger Roman, um eine junge Frau, die sich selbst annehmen und akzeptieren lernt, während sie sich mit ihrer Familiengeschichte auseinandersetzt. Kurzum: ich habe die Lektüre sehr genossen. "Fürchte nicht die Wölfe, fürchte die Jäger."

4,5 ⭐️ Großartiger Roman

Sue aus Uelzen am 17.05.2024
Bewertungsnummer: 2202731
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

"Ich glaube sogar, dass wir zu einem großen Teil aus Vergangenem bestehen. In der heutigen Zeit ist es en vogue zu denken, die Menschen würden sich in jeder Generation ganz neu erfinden. Ich bin anderer Meinung. Wir fügen in jeder Generation nur etwas hinzu. Und das ist nicht viel, zum größten Teil sind wir die Summe aller Erfahrungen und Leben, die vor uns gelebt wurden. Und jedes frühere Leben hallt wie ein Echo bis in die Jetztzeit." Nina Blazon zieht uns mit ihrem Roman "Ich träumte von einer Bestie" hinein in die Legende der Bestie von Gévaudan, die seit jeher immer wieder nicht nur Historiker beschäftigt. Fleur trägt viele Narben aus ihrer Vergangenheit mit sich herum: sichtbare und unsichtbare. Nächte ohne Alpträume kennt sie kaum. Als Datenforensikerin hat sie für sich den perfekten Job gefunden, denn hinter ihren Bildschirmen kann sie selbst stets unsichtbar bleiben und keiner kommt ihr zu nah. Sie ist distanziert und überlegt. Als Fleur dann das Haus ihrer verhassten Großmutter erben soll, wird Fleur wieder mit der Vergangenheit und ihrer Familiengeschichte konfrontiert. Und das führt sie wieder zurück nach Frankreich, in die Gegend der Auvergne, wo im 18. Jahrhundert die Bestie von Gévaudan ihr Unwesen trieb. Nina Blazon hat hier wirklich eine atemberaubende Geschichte geschaffen. Das Thema um die Bestie von Gévaudan, die junge Frauen und Mädchen auf bestialische Art tötete, ist wirklich fesselnd und die Autorin hat diese auch sehr gekonnt und enorm spannend in die Familiengeschichte von Fleur eingewoben. Fleur selbst ist definitiv eine sehr interessante Frau, die im Laufe der Story auch mehr und mehr Farbe und Tiefe bekommt. Eine Frau, die im Laufe der Geschichte lernt mit ihren Dämonen umzugehen. Die mich in ihre Recherche reingezogen hat, mich mit ihr leiden und lieben ließ und mich damit emotional einfach an sich fesselte. "Ich träumte von einer Bestie" ist ein wirklich großartiger Roman, um eine junge Frau, die sich selbst annehmen und akzeptieren lernt, während sie sich mit ihrer Familiengeschichte auseinandersetzt. Kurzum: ich habe die Lektüre sehr genossen. "Fürchte nicht die Wölfe, fürchte die Jäger."

Faszinierender Roman

bookloving am 20.12.2023

Bewertungsnummer: 2091736

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

In ihrem neuen Belletristikroman „Ich träumte von einer Bestie“ erzählt die deutsche Autorin Nina Blazon eine unglaublich fesselnde Geschichte über eine außergewöhnliche junge Frau, die mit den Dämonen ihrer familiären Herkunft und den Traumata ihrer Vergangenheit zu kämpfen hat. Zu Recht wird er vom Verlag als „Literarischer Grenzgänger“ angekündigt, denn einem eindeutigen Genre lässt er sich kaum zuordnen. Der faszinierende Roman ist eine abwechslungsreiche und stimmige Mischung aus Familiensaga mit dunklem Geheimnis, Reiseroman und Liebesgeschichte gewürzt mit einem Schuss psychologischem Krimi, historischen Elementen und viel mystisch-märchenhaftem Flair. Kurzum: ein großartiges literarisches Abenteuer, das mich von Beginn an in seinen Bann gezogen hat. Inspiriert wurde die Autorin für ihren Roman von der bis heute sehr populären französischen Legende der Bestie des Gévaudan, die bis heute die Region auf mannigfaltige Weise prägt. Angesiedelt ist die Handlung daher diesmal nicht in den nordischen Ländern, sondern hauptsächlich in der französischen Auvergne in der Gegend um Puy-en-Velay und Le Malzieu. Hervorragend gefallen haben mir die ausdrucksstarken, sehr atmosphärischen Beschreibungen der Originalschauplätze, dieser schroffen Landschaft und endlosen Waldgebiete in der Auvergne gefallen, aber auch die Schilderungen der tief verwurzelten Traditionen und historischen Legenden, in denen immer wieder auch Jäger, Wölfe und Bestien eine tragende Rolle spielen. Mit ihrem bildgewaltigen und eindringlichen Schreibstil lässt uns die Autorin in die rätselhafte Welt der faszinierenden Protagonistin Fleur eintauchen, die sich durch die Erbschaft ihres französischen Vaters gezwungen sieht, sich mit dessen bewegter Vergangenheit und ihren familiären Wurzeln zu beschäftigen. An Fleurs Seite begeben wir uns auf eine fesselnde und abenteuerliche Reise, die uns von Deutschland über das luxemburgische Städtchen Echternach bis in die wilde Auvergne führt. Nina Blazon gelingt es hervorragend ihre vielschichtigen Figuren zum Leben zu erwecken, die mit ihren Eigenarten sehr glaubwürdig und authentisch wirken. Insbesondere ihre geheimnisumwitterte Hauptfigur Fleur Martin ist eine facettenreiche Persönlichkeit mit einem unheilvollen Geheimnis, das es allmählich zu ergründen gilt. Man erlebt sie zunächst als sehr unnahbaren Charakter, die der Aussenwelt am liebsten nichts von sich preis gibt und von rätselhaften ständig wiederkehrenden Alpträumen heimgesucht wird. Als junge Datenforensikerin durchkämmt sie nachts das Internet auf der Suche nach „Cyberwölfen“, sammelt alte Märchenausgaben und ist fasziniert den historischen Ursprüngen dieser archetypischen Geschichten. Je mehr man über Fleurs Leben und ihre mysteriöse Familiengeschichte erfährt und hinter ihre Fassade blickt, desto mehr ist man von diesem starken Charakter fasziniert und fiebert der Auflösung ihres dunklen Geheimnisses entgegen. Ob nun kulturelles sowie historisches Erbe oder sogar ein psychologisches Erbe im Rahmen der transgenerationalen Vererbung von Traumata - gekonnt beleuchtet Blazon in ihrem tiefgründigen Roman auch unseren Umgang mit Erbschaften unterschiedlichster Natur aus sehr interessanten Blickwinkeln. Daneben spielen aber auch Mythen und Märchen insbesondere Le Chaperon Rouge, die ältere, französische Version des Gebrüder Grimm Märchens Rotkäppchen, eine besondere Rolle. Neben dem Ursprung von Märchenmotiven werden auch gut recherchierte Fakten zu historischen Wolfsjagden, der Jagd von brutrünstigen Wolfswesen auf Kinder und junge Frauen, sowie allerlei Wissenswertes zu wildlebenden Wölfen, ihrem Verhalten und deren verteufelte Darstellung in Märchen und Schauergeschichten geschickt in die spannende Geschichte um Fleur eingeflochten. Die Autorin versteht es hervorragend, uns mit der dichten oftmals düsteren Atmosphäre gefangen zu nehmen und uns mit unvorhersehbaren Verwicklungen, überraschenden Enthüllungen und den von Fleur aufgedeckten Hintergrundgeschichten aus ihrer Familiengeschichte bis zum stimmigen Ende mit seiner erstaunlichen Auflösung hin zu fesseln. FAZIT Ein faszinierender, fesselnder Roman - mit tollem mystisch-märchenhaftem Flair und einer emotionalen, vielschichtiger Geschichte mit interessanten historischen Elementen!

Faszinierender Roman

bookloving am 20.12.2023
Bewertungsnummer: 2091736
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

In ihrem neuen Belletristikroman „Ich träumte von einer Bestie“ erzählt die deutsche Autorin Nina Blazon eine unglaublich fesselnde Geschichte über eine außergewöhnliche junge Frau, die mit den Dämonen ihrer familiären Herkunft und den Traumata ihrer Vergangenheit zu kämpfen hat. Zu Recht wird er vom Verlag als „Literarischer Grenzgänger“ angekündigt, denn einem eindeutigen Genre lässt er sich kaum zuordnen. Der faszinierende Roman ist eine abwechslungsreiche und stimmige Mischung aus Familiensaga mit dunklem Geheimnis, Reiseroman und Liebesgeschichte gewürzt mit einem Schuss psychologischem Krimi, historischen Elementen und viel mystisch-märchenhaftem Flair. Kurzum: ein großartiges literarisches Abenteuer, das mich von Beginn an in seinen Bann gezogen hat. Inspiriert wurde die Autorin für ihren Roman von der bis heute sehr populären französischen Legende der Bestie des Gévaudan, die bis heute die Region auf mannigfaltige Weise prägt. Angesiedelt ist die Handlung daher diesmal nicht in den nordischen Ländern, sondern hauptsächlich in der französischen Auvergne in der Gegend um Puy-en-Velay und Le Malzieu. Hervorragend gefallen haben mir die ausdrucksstarken, sehr atmosphärischen Beschreibungen der Originalschauplätze, dieser schroffen Landschaft und endlosen Waldgebiete in der Auvergne gefallen, aber auch die Schilderungen der tief verwurzelten Traditionen und historischen Legenden, in denen immer wieder auch Jäger, Wölfe und Bestien eine tragende Rolle spielen. Mit ihrem bildgewaltigen und eindringlichen Schreibstil lässt uns die Autorin in die rätselhafte Welt der faszinierenden Protagonistin Fleur eintauchen, die sich durch die Erbschaft ihres französischen Vaters gezwungen sieht, sich mit dessen bewegter Vergangenheit und ihren familiären Wurzeln zu beschäftigen. An Fleurs Seite begeben wir uns auf eine fesselnde und abenteuerliche Reise, die uns von Deutschland über das luxemburgische Städtchen Echternach bis in die wilde Auvergne führt. Nina Blazon gelingt es hervorragend ihre vielschichtigen Figuren zum Leben zu erwecken, die mit ihren Eigenarten sehr glaubwürdig und authentisch wirken. Insbesondere ihre geheimnisumwitterte Hauptfigur Fleur Martin ist eine facettenreiche Persönlichkeit mit einem unheilvollen Geheimnis, das es allmählich zu ergründen gilt. Man erlebt sie zunächst als sehr unnahbaren Charakter, die der Aussenwelt am liebsten nichts von sich preis gibt und von rätselhaften ständig wiederkehrenden Alpträumen heimgesucht wird. Als junge Datenforensikerin durchkämmt sie nachts das Internet auf der Suche nach „Cyberwölfen“, sammelt alte Märchenausgaben und ist fasziniert den historischen Ursprüngen dieser archetypischen Geschichten. Je mehr man über Fleurs Leben und ihre mysteriöse Familiengeschichte erfährt und hinter ihre Fassade blickt, desto mehr ist man von diesem starken Charakter fasziniert und fiebert der Auflösung ihres dunklen Geheimnisses entgegen. Ob nun kulturelles sowie historisches Erbe oder sogar ein psychologisches Erbe im Rahmen der transgenerationalen Vererbung von Traumata - gekonnt beleuchtet Blazon in ihrem tiefgründigen Roman auch unseren Umgang mit Erbschaften unterschiedlichster Natur aus sehr interessanten Blickwinkeln. Daneben spielen aber auch Mythen und Märchen insbesondere Le Chaperon Rouge, die ältere, französische Version des Gebrüder Grimm Märchens Rotkäppchen, eine besondere Rolle. Neben dem Ursprung von Märchenmotiven werden auch gut recherchierte Fakten zu historischen Wolfsjagden, der Jagd von brutrünstigen Wolfswesen auf Kinder und junge Frauen, sowie allerlei Wissenswertes zu wildlebenden Wölfen, ihrem Verhalten und deren verteufelte Darstellung in Märchen und Schauergeschichten geschickt in die spannende Geschichte um Fleur eingeflochten. Die Autorin versteht es hervorragend, uns mit der dichten oftmals düsteren Atmosphäre gefangen zu nehmen und uns mit unvorhersehbaren Verwicklungen, überraschenden Enthüllungen und den von Fleur aufgedeckten Hintergrundgeschichten aus ihrer Familiengeschichte bis zum stimmigen Ende mit seiner erstaunlichen Auflösung hin zu fesseln. FAZIT Ein faszinierender, fesselnder Roman - mit tollem mystisch-märchenhaftem Flair und einer emotionalen, vielschichtiger Geschichte mit interessanten historischen Elementen!

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Ich träumte von einer Bestie

von Nina Blazon

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Philipp Brandstötter

Thalia Linz – Landstraße

Zum Portrait

5/5

Ein historisches Monster trifft auf eine Datenforensikerin

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Fleur Martin geht einem interessanten Job nach. Ihre Aufgabe ist es, pädophile Personen im Darknet aufzuspüren. Gelingt ihr dies, sind sie bei der zuständigen Polizeibehörden zu melden. Sie ist gut mit der regionalen Polizei vernetzt und unterstützt diese mit profunder Fachkenntnis. Dabei verliert sie sich oft in der digitalen Welt und tut sich mit Menschen im echten Leben schwer. Gerade ist eine kurze Liebschaft nach nur wenigen Tagen in die Brüche gegangen. Die einzigen fixen Lebensmittelpunkte sind ihre Mutter, ihr Stiefvater sowie ihr Halbbruder Max. Mit ihnen kann sie ihre Sorgen teilen und ihre Anliegen anvertrauen. Auch ihre aktuelle Beziehungspause führt die Datenforensikerin wieder nach Hause zu ihrer Familie. Nun steht eine große Veränderung ins Haus. Unerwartet erbt sie die Wohnung ihrer Großmutter. Mit ihr hat sie seit ihrem siebten Lebensjahr keinen Kontakt mehr. Ihre dauerhaften Internetrecherchen ermöglichen ihr auch gute Kenntnisse im Behördendschungel. Demzufolge vermutet sie auch dieses unliebsame Familienproblem rasch zu meistern. Gemeinsam mit ihrem Bruder Max reist sie nach Luxemburg und in die französische Provinz. Hier hat sie verschiedene administrative Aufgaben zu erledigen. Dabei stößt sie auf Widersprüche in ihrer eigenen Familiengeschichte. Viele Infos ihrer Mutter über ihren leiblichen Vater stellen sich als Lüge oder geschönte Geschichte dar. Fleur spricht neben ihrer Muttersprache auch gut französisch mit deutschem Akzent. So dringt sie eloquent zu den Menschen ihrer Vergangenheit durch. Max spricht kaum französisch und ist ihr demnach keine große Hilfe. Ihre Nachforschungen führen sie in die französische Auvergne. Hier ist der Ursprung ihrer Familie aus der Linie des leiblichen Vaters. Es kursiert aber auch ein dunkles Geheimnis das sich vor beinahe 250 Jahren ereignet hat. In den Jahren 1764 bis 1767 hielt ein unheimliches Wesen die Region in Angst und Schrecken. Man nannte es die "Bestie von Gévaudan". An vielen kleineren Orten die Fleur im Rahmen ihrer Nachforschungen besucht entdeckt sie Hinterlassenschaft dieses Monsters. Heute würde man es der Kryptozoologie zuordnen. Die Menschen der Region haben aus diesem historischen Monster Kapital geschlagen und es wird touristisch vermarktet. Doch wie in anderen Sagen auch, verbirgt sich in diesem historischen Monster ein wahrer Kern. Diese Wahrheit hat mehr mit ihrer Familiengeschichte zu tun als Fleur vermuten lässt. Es sind großartige Landschaftsbeschreibungen und kleine Orte die ich neu kennenlernen durfte. Aber auch die Sprache und die überraschenden Wendungen die Fleur bei ihrer Reise begegnen konnten mich überzeugen. Ein zutiefst fesselnder Roman der einen Bogen von der Jetztzeit in das Jahr 1764 spinnt. Auch die Idee, dass sich Trauma über mehrerer Generationen und somit Jahrhunderte in einer Familie verfestigen, fand ich einen großartigen Handlungsbogen. Ein Roman der mich in vielerlei Hinsicht überrascht hat und den ich nicht mehr aus der Hand legen konnte. Das historische Monster dient hier vor allem der Rahmenhandlung und einem faszinierenden Spannungsbogen.
  • Philipp Brandstötter
  • Buchhändler/-in

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5/5

Ein historisches Monster trifft auf eine Datenforensikerin

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Fleur Martin geht einem interessanten Job nach. Ihre Aufgabe ist es, pädophile Personen im Darknet aufzuspüren. Gelingt ihr dies, sind sie bei der zuständigen Polizeibehörden zu melden. Sie ist gut mit der regionalen Polizei vernetzt und unterstützt diese mit profunder Fachkenntnis. Dabei verliert sie sich oft in der digitalen Welt und tut sich mit Menschen im echten Leben schwer. Gerade ist eine kurze Liebschaft nach nur wenigen Tagen in die Brüche gegangen. Die einzigen fixen Lebensmittelpunkte sind ihre Mutter, ihr Stiefvater sowie ihr Halbbruder Max. Mit ihnen kann sie ihre Sorgen teilen und ihre Anliegen anvertrauen. Auch ihre aktuelle Beziehungspause führt die Datenforensikerin wieder nach Hause zu ihrer Familie. Nun steht eine große Veränderung ins Haus. Unerwartet erbt sie die Wohnung ihrer Großmutter. Mit ihr hat sie seit ihrem siebten Lebensjahr keinen Kontakt mehr. Ihre dauerhaften Internetrecherchen ermöglichen ihr auch gute Kenntnisse im Behördendschungel. Demzufolge vermutet sie auch dieses unliebsame Familienproblem rasch zu meistern. Gemeinsam mit ihrem Bruder Max reist sie nach Luxemburg und in die französische Provinz. Hier hat sie verschiedene administrative Aufgaben zu erledigen. Dabei stößt sie auf Widersprüche in ihrer eigenen Familiengeschichte. Viele Infos ihrer Mutter über ihren leiblichen Vater stellen sich als Lüge oder geschönte Geschichte dar. Fleur spricht neben ihrer Muttersprache auch gut französisch mit deutschem Akzent. So dringt sie eloquent zu den Menschen ihrer Vergangenheit durch. Max spricht kaum französisch und ist ihr demnach keine große Hilfe. Ihre Nachforschungen führen sie in die französische Auvergne. Hier ist der Ursprung ihrer Familie aus der Linie des leiblichen Vaters. Es kursiert aber auch ein dunkles Geheimnis das sich vor beinahe 250 Jahren ereignet hat. In den Jahren 1764 bis 1767 hielt ein unheimliches Wesen die Region in Angst und Schrecken. Man nannte es die "Bestie von Gévaudan". An vielen kleineren Orten die Fleur im Rahmen ihrer Nachforschungen besucht entdeckt sie Hinterlassenschaft dieses Monsters. Heute würde man es der Kryptozoologie zuordnen. Die Menschen der Region haben aus diesem historischen Monster Kapital geschlagen und es wird touristisch vermarktet. Doch wie in anderen Sagen auch, verbirgt sich in diesem historischen Monster ein wahrer Kern. Diese Wahrheit hat mehr mit ihrer Familiengeschichte zu tun als Fleur vermuten lässt. Es sind großartige Landschaftsbeschreibungen und kleine Orte die ich neu kennenlernen durfte. Aber auch die Sprache und die überraschenden Wendungen die Fleur bei ihrer Reise begegnen konnten mich überzeugen. Ein zutiefst fesselnder Roman der einen Bogen von der Jetztzeit in das Jahr 1764 spinnt. Auch die Idee, dass sich Trauma über mehrerer Generationen und somit Jahrhunderte in einer Familie verfestigen, fand ich einen großartigen Handlungsbogen. Ein Roman der mich in vielerlei Hinsicht überrascht hat und den ich nicht mehr aus der Hand legen konnte. Das historische Monster dient hier vor allem der Rahmenhandlung und einem faszinierenden Spannungsbogen.

Gregor Schwarzenbrunner

Thalia Zentrale

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5/5

Eine abenteuerliche Geschichte nach der eigenen Vergangenheit

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

‚Ich träumte von einer Bestie‘ präsentiert eine fesselnde und vielschichtige Erzählung, deren Hauptprotagonistin Fleur sich nach dem Tod ihres Vaters auf die Suche nach ihrer eigenen Vergangenheit begibt und dabei mehr entdeckt, als sie zunächst erwartet hatte. Bekannt für ihre Romane mit zahlreichen fantastischen Elementen, knüpft Nina Blazon hier an ihre bewährte Erzähltradition an. Die Geschichte rund um die 'Bestie von Gévaudan' wird insbesondere diejenigen ansprechen, die bereits mit Blazons Werken vertraut sind, so wie es bereits bei ihrer fiktiven Geschichte ‚Wolfszeit‘ der Fall war. Nina Blazon richtet sich mit diesem Werk zwar primär an erwachsene Lesende, bietet aber bestimmt auch für Jugendliche eine fesselnde Lektüre. Die gründliche Recherche, die Blazon für ihre Romane durchführt, wird in 'Ich träumte von einer Bestie‘ deutlich spürbar. In einem Online-Interview verriet die Schriftstellerin, dass sie stets vor Ort recherchiert, was sich in den authentischen Beschreibungen der Handlung widerspiegelt. Diese Hingabe zur Recherche zahlt sich definitiv aus und verleiht der Erzählung eine zusätzliche Ebene der Authentizität.
  • Gregor Schwarzenbrunner
  • Buchhändler/-in

5/5

Eine abenteuerliche Geschichte nach der eigenen Vergangenheit

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

‚Ich träumte von einer Bestie‘ präsentiert eine fesselnde und vielschichtige Erzählung, deren Hauptprotagonistin Fleur sich nach dem Tod ihres Vaters auf die Suche nach ihrer eigenen Vergangenheit begibt und dabei mehr entdeckt, als sie zunächst erwartet hatte. Bekannt für ihre Romane mit zahlreichen fantastischen Elementen, knüpft Nina Blazon hier an ihre bewährte Erzähltradition an. Die Geschichte rund um die 'Bestie von Gévaudan' wird insbesondere diejenigen ansprechen, die bereits mit Blazons Werken vertraut sind, so wie es bereits bei ihrer fiktiven Geschichte ‚Wolfszeit‘ der Fall war. Nina Blazon richtet sich mit diesem Werk zwar primär an erwachsene Lesende, bietet aber bestimmt auch für Jugendliche eine fesselnde Lektüre. Die gründliche Recherche, die Blazon für ihre Romane durchführt, wird in 'Ich träumte von einer Bestie‘ deutlich spürbar. In einem Online-Interview verriet die Schriftstellerin, dass sie stets vor Ort recherchiert, was sich in den authentischen Beschreibungen der Handlung widerspiegelt. Diese Hingabe zur Recherche zahlt sich definitiv aus und verleiht der Erzählung eine zusätzliche Ebene der Authentizität.

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Fleurs Reise ins Gévaudan

von Nina Blazon

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